Vj2. Jalirgang
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Der Wunsch des
alle.
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— Die Entdeckung einer gallischen Festung.
römisck-en Truppen schweren Schaden zufügtcn; sie störten die Bc- lagerungsarbeiten der Römer, denn sie blaßen eine besondere 6c- schick lichtcit im Bau unterirdischer Gänge, die sie in ihren Becg- werlen erworben haben sollen. Nun bat der Forsckfer Lagan.gue in unmittelbarer Nähe des heutigen Sos die Ueoerreste groG* r Bergwerke gesunden, die schon zu Zeiten Cüsars bemcLcit worden waren. Tie sofort eingeleiteten Ausgrabungen brachten einen groben Teil der allen Festungswerke zutage, dabei römische Graduellen, eure Aidmungs.asel an die Göll-.n Tutelina und sastieylich die umfangreichen Ueberresie einer ganzen allen aqui- tamfajen und laternrsck^n Stadt.
kf. Arterienverlalkungim alten Aegypten. Ti? Arterienverkalkung, so sagen die Aerzte, ist eine Kulturkranthm, die hauptsächlich auf zu gutes Leben und zu geringe körperlich Arbeit zurückzuführen ist. Trotzdem ift bie Arlerienverkalkung eine Krantheic, bie schon feit recht langer Zeit bekannt ist uni) sich bereits int alten Aegypten nicht allzu selten iand. Eia vaar englische Aerzte haben jüngst ägyptische Mumien aus dc- Zeit vom 16. bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert unter sucht und dabei, wie die „Presse medicale" berichtet, ganz un zweideutige Spuren von Arterienoerkalrung bei den alten Äegyv uni gciuneen. Im ganzen wurden 24 Mumien untersucht. Ti Blutgefäße — soweit solche überhaupt noch erhalten untren — wurden ab genistet und mit dem bloßen Auge sowie auch mikroskopisch untersucht. Bei sechs Mumien nur waren die Arterien gesund. Füns Mumien zeigten leicht? Svureu von Ar terienu.Haltung,. unb bet den übrigen 13 war die Verkalkung der Schlagaoern mehr oder weniger weit fortgeschritten. Eine Mumie aus Theben, wahrscheinlich die des Pharao Meneph.a, der aus der Bibel beiannt ist, waren die Anzeichen der Ar-
l;icr die vorbereitenden Schritte privatim, und durch diese zeigt sich dann das Dedürsnis einer allgemeinen Einführung. Stadli'chc Hauöhallungsschulen, Kochlurse, Wanderhaushaltungsschulen und Fraucnschulcu haben bis jetzt der allgemeinen Einführung von Mädchcniortbildungsschulen tüchtig vorgcarbeitet. Wenn auch eine allgemeine, für jede Gemeinde verbindliche Einführung solcher Schulen zurzeit noch nicht möglich ist, so muß doch wenigstens so viel erreicht werden, daßderZwangsbesuchfürdieMcid- ch en zulässig ist, falls einc G emeind e sich entschließt, eine Mädchensortbildungsschule zu
Erstes vlart
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wird und wie die Aussichten sind, ob sie in wahrhaft Lbe ralem Sinn und Geist atmen und zeigen wird. Es muß hier einmal betont werden, daß es sowohl im Interesse der Schule als auch der Lehrer und zugleich der Gemeinde liegt, wenn möglichst ganze Arbeit gemacht, damit ein Volksschulgesetz entsteht, das für andere Bundesstaaten vorbildlich wirken kann, ein Gesetz, das den fortgeschrittenen pädagogischen Anschauungen unserer Zeit entfpricht. Nur damit ist der Schule und den Lehrern gedient. Cb allerdings dafür die Zusammensetzung der Zweiten Kamntcr günstig ist, d.a-.- läßt sich insofern schwer Voraussagen, als eine wahrhaft liberale Mehrheit eigentlich fehlt. Die Augen der hessischen Volksschullehrer richten sich deshalb auf die Partei, die b.i-: jetzige Schulgesetz geschaffen hat. Wahrhaft liberale Männer haben zu Anfang der 70er Jahre alle Anstürme, die auf die Vorlage der Großh. Negierung unternommen wurden und die nur den Zweck hatten, den liberalen Bestimmungen Schranken anzulegen, sieghaft zurüägewiesen. In gleichem Sinne und im gleichen Geiste sollten die Mgeordneten der Zweiten Kammer handeln, die in die Fußtavfen ihrer großen Vorfahren getreten sind. Nur dann bewahren, sie das Erbe ihrer Väter in rechter Weise und erweisen sich dann als würdige Nachfolger von Männern aus einer großen liberalen Zeit. Leider hat die na.ionalliberale Partei unseres Land tages in den letzten Jahren in Angelegenheiten der Volts- schule nicht die wünschenswerte Grnheit gezeigt, wenn es sich um weiteren Ausbau z. B. der Simultanschule handelte. Deshalb erhielt auch die Großh. Regierung nicht die Ermutigung zu einer Äenderung des Volksschulgesetzes, wi es wohl der Fall gewesen wäre, wenn sie stets mit einer nationalen, lioeralen Mehrheit hätte rechnen können. Mögen die jetzigen nationalliberalen Mitglieder der Kammer bei Beratung der Vorlage in obigem Betrefs einmütig zu sammenstehen als eine Partei, die wahrhaft liberal ist und allen rückwärtsgehenden Bestrebungen energisch entgegentritt!
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Anzeiger Gießen.
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terienverkalkung ganz besonders start, ja seine Schlagadern sehen zum Teile aus, roic die Lale von Tonpfeifen! Natürlich dar man h.eraus nun nicht schließen, daß uni er den alten Aezypllru 13/24 an starker Ar.crierwertalkung litten, denn be iden Mumi n handelt es sich oiiciiL-ar um die leiblichen Leberreue von An gcl;.r^,?n der höheren S.ündc. Cs in höchstwahrscheinlich, d.-.-, die tv. ,cn Len.e int alten Aegypten auch schon genug vom
hundert das bis dahin im frdntijajeii Heer verwendete leichte Wurfbeil ablüft; cs i|t die einzige tauschierte Axt westgermanifa>er Herkunft aus dieser Zeit, ois aus zwei, die vor etwa einem Monat aus einem Nheinarm in HollauD ge^gert wurden.
Eoenso eigenartig dem Material nauj ist eine goldene Bügel- fieb el, die auch aus dem Rheimano stammt. Sie ist gegossen und Danaa) ziseliert worden; an den der btopsplatle an,itzeuoen Knöpfa^n ist sie mit eingesetzten Granaten verziert; die "Nabel und einige Steinchen fehlen. -ti: Lunge c^ragt lu,3 Zemimeter, Die Breite 5,2 Zentimeter. Diese Bugetsie.e.it, die als Kleibcr- Ijc.ten auf den Sa,ullern getragen wurden, |ino ein unentbehrliches jtequiüt der germanischen Tracht.
Die ReichrtagLwahlen.
Tie Stichwahlleimme.
Wie nunmehr scststeht, finden von 190 erforderlichen Stichwahlen 77 am Samstag den 20. Januar, 80 am Montag den 22. Januar und 3 4 am Donnerstag den 25. Januar statt.
Tie nat.onalliberale Stichwahlparole in Hessen.
Der geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen hessischen Landespartei hat beschlossen, für die Stichwahlen in Hessen die Wühler auf- zufordern, da: wo ein Sozialdemokrat in der engeren Wahl steht, also in Gießen und Erbach-Bensheim, für den bürgerlichen Kandidaten einzutreten. (Siehe Inserat in der heutigen Ausgabe unseres Blattes.) Aus Wnrtcmbcrg.
Stuttgart, 18. Jan. N a t i o u a ll ib e r a l e und der L u n d o e r L a n d w i r t e leisten sich gegenseitig Stich- wahlyilfe in den Kreisen Heilbronn, Eßlingen und Bob • lingcn gegen die Sozialdemokratie.
AuS de« Wahlkreis Kaiserslautern.
Kaiserslautern, 19. Jan. Tie Fortschrittliche Volkspartei in Kaiserslautern hat, wie bestätigt wird, beschlossen, für den Sozialdemokraten gegen den Bundesvor-
..Kolosseom“ Jtorstrawe 8H Telephon 64'» ... KARL OB! eutt vollständig IW
SS.»
In dem nächsten Seite der von d.r Universstät Bordeaux heraus- gegebenen Revue des Etüdes anciennes wirb ocr Leiter des Museums von Agen Direttor MommLja über eine bedeutungsvolle historische Entdeckung berichten, die neues Licht auf die Einzelheiten des gähnen Krieges Wllll. A.s im, Jahre 56 b.e nm.iu.en Legionen naa- har.en Kämpfen auch in das südliche Gallien emo rangen und die kriegerischen und freiheitslieoenden yjicruänimc am Rororande der Pyreiwen der Hernschaft Roms zu unter werten such-en, bot ihnen eine Festung hartnäckig Xroj und erst nach langer Belagerung und auireüwnoen blu.igen Kampln gelang es den Legionen Eäfara, diesen letzten »ort galhiujer Fre.lx.it zu überwulngen. Die Stadt Aquitaniens, bi? den Eroberern so har.näckig trotzte, ist in den römischen Berichten über oen gallischen Krstg nicht mit ihrem Namen erwähnt, der Pro- kous.il nennt sie nur die Stadt der Sotiaten, und trotz aller Bemühungen war es der fpä.eren Forschung nie gelungen, in wclcrem Teile Südsranireict-s d.eie Fe>e gelegen war. Die Frage, die so lange die Gemü.er beschanigt hat, wirb jetzt durch wett- volle Funoe endgüistg zuguncken der kleinen Stadt Sos im Tepartemem Lotc^-Garonne e.usch.eden. Man. hat dort die alten Vcsestigungcn en.de^i, di? der römischen Belagerungskunst so lang: wib.ri.anbcn, aus mächtigen Blöcken zusammeng.se.^te Mauern
Sreitag, 19. Januar 19(2
VeznqSvrei 3: monatlich 75131., viertel« jährlich Alk. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstelleir monatlich 65 Vst; durch die Vosk Dlf.2.— viertel- jährt, anojchl. Beüellq. Zeilenoreis: lokal löPch ausivärts 20 Pieinnq. Eheiredaktenr: A (4oey. Perainwortlich für den
9 zS -r -r ** volitüchen Teil: August
General-Anzeiger f«r Gbertzessen
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Stcindnickerei N. Lange. Redaktion. Lrpedition und Druckerei: Schulstratze 7. Lan^-^E veß^ür den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.
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errichten.
TaS Aufnahmealter in die Schule ist eben das sechste Lebensjahr. Daran wird wohl auch künftig festzuhalten fein. Als unvorteilhaft hat sich aber die Bestimmung erwiesen, daß auch solche Kinder, welche die körperliche und geistige Reife besitzen und bis 30. September des Aufnahmejahres das 6. Lebensjahr vollenden, noch angenommen werden können. Tie allgemeine Erfahrung hat nämlich gezeigt, daß es schwer hält, dte El.ern davon zu überzeugen, ihre Kinder seien körperlich oder geistig den Anstrengungen des Schulunterrichts noch nicht gewachsen. Die Elternliebe macht in diesem Falle nicht blind, läßt vielmehr da Vorzüge sehen, wo keine sind. Unbestrittene Tatsache ist ferner, daß ältere Kinder auch geistig geweckter und eher in der Lage sind, dem Unterrichte zu folgen. Da bei der Aufnahme der Kinder in die Schute sich vielfach noch nicht sicher ermessen läßt, ob sie die erforderliche Reife besitzen,- geschieht eS häufig, daß solche Kinder ausgenommen werden, denen noch ein Jahr Freiheit eine Wohltat wäre, die ihnen vielleicht zeitlebens zugiUe tarne. Trotz Schularzt und trotz trästiger Unterstützung durch die vorgesetzten Behörden ist es nur selten nwglich, Schülerinnen, deren Unreife sich in den ersten Schulwoa-en crgiot, noch ein Jahr vom Schulbesuch zu befreien. Es muß deshalb eine Bestimmung erstrebt werden, wonach nur solche, Kinder Aufnahme finden dürfen,die das sechste Lebensjahr tatsächlich vollendet haben.
Die allgemeine V o l k s s ch u l e ist im Prinzip festzulegen. Soviel muß erreicht toeroen, daß alle Kinder einer Gemeinde eine bestimmte Anzahl von Jahren, ungefähr vier, die Volcsschule zu besuchen haben. Tann erst ist sie das, was sie fein son, nämUch eine Schule für das Volk. Heute ist sie vielfach, namentlich in den S.ädten, eine solche ,ür die Armen. Dieser Armen,chulcharaAer mutz ihr genommen werden. Damit aber die geistige Entwiaelung und Ausbildung der normalen Safüler nLjt gehemmt wird, ist erforderlich, daß in erhöhtem Matze Sorge getragen werde für joicije Kiirder, di? nickst Douimnig, oer ote sehr verwahrlost sind. Diese sind in besonderen Unt'.rrichts- und Erziehungsanstalten unterzubringen. Zugleich dürste aber auch gesetzlich sestzulegen sein, daßdiesezwangs- weiseden betreffenden Anstaltenüberwiejen werden können.
Die Tisziplinarmittel, die der Volksschule bisher zur Anwendung gegeben sind, haben sich wohl im allgemeinen bewährt. Unzureichend ijt nur der Geldbetrag, wie er bei unerlaubten Schulversäumnissen vorgesehen ist. 20, bezw. 4u P,g. sind nicht ausreia-end, einen regelmäßigeren Schulbesua) herbeizufuhren. Besonders bemerrbar hat sich dies in der Fortbildungssck)ule gemacht. Da nämlich der Fortbildungsschüler in der Zeit, während welcher er den Unterricht ver.äumi, mehr verdient als er womöglich an Strase zu zcusten hat, so wiro das ohnehin nicht sonderlich große Jnreresfe an der Fortbildungsschule durch den geringen Strafgelobelrag weder b.im Leyr-
3ur Revision der volksschulgesetzes. in.
Von fachmännischer Seite wird uns ge schrieben: , .. _ , ., , r
Rach dem jetzigen Schulgesetz darf die Lchulerzayl einer Klasse 80 nicht übersteigen. Es heißt aber zu gleich: Unter besonderen Umständen können einem Le.)rer bis zu 100 Kinder zum Unterricht zugewiesen werden. Tiefe Zahlen sind zu hoch, und es ist hervorzuheben, daß trotz Cicjcr Bestimmung seit Schaffung des Schulgesetzes die durchschmtt- liche klaffenstärke fortwährend abaenommen hat. Siete Tat fache ift zugleich ein Beweis dafür, daß auf den Geist, der in der Verwaltung herrscht, mindestens soviel ankommt wie auf die Gesetzesbestimmung selbst. In dem künftigen Schulgesetz können so hohe Ziffern als Durch- schnittsklassen st ärketeinen Platzfinden. Hundert Schüler zu gleicher Zeit kann ein Lehrer unmöglich unterrichten. Die Tätigkeit, die er da ausübt, sieht wohl aus wie Unterricht, ist aber in Wirklichkeit kein Unterricht, vor allen Dingen fein erziehender Unterricht. Gin Gesetz der Psychologie lehrt, daß das lebendige Wort des Lehrers nur einem bestimmten und beschränkten Kreis der Hörer erfassen und fesseln kann. Was über diesen hinausgeht, wird nicht gepackt. Außerordentliche Mittel müssen alsdann zur Anwendung kommen, und als Folge derselben finden wir Ueberschreitungen des ZüchtigungSrechies. Tie Statistik lehrt, daß solche zum weitaus größten Teil in übersetzten Klassen stattfinden. Diese pädagogische Anschauung hat bereits ihre Wirkung getan. Die Schulgesetze, die in letzterer Zeit entstanden sind, kennen Tureyschnittszahlen, wie sie in Artikel 3 unseres Gesetzes enthalten sind, nicht. Eine Abstufung dieser Zahlen nach der Zahl der Klassen ift wohl auch am Platze. Es ist ein pädagogisches Unding, einer einklassigen Schule genau so viele Schuler zuzuweisen wie z. V. in einer achtklassigen. Die Tatsache steht auch fest, daß eine zu große Klassenbesetzung nachteilig auf den Gesundheitszustand der Kinder wirkt. Aüs pädagogischen und hygienischen Gründen ist deshalb eineHerabsetzungderKAassenstürkedringend geboten.
Tie Unterrichtsfächer, die eben gelehrt werden, bedürfen sowohl nach der Zahl wie nach dem Inhalt einer Äenderung. Die Bürgerkunde klopft an die Schul- türen und begehrt Einlaß. Verwehren kann man diesen nicht: nachdem unserem Volke durch das allgemeine gleiche und geheime Stimmrecht eine so wichtige Verantwortung übertragen ist, sind auch die Folgerungen zu ziehen, und Auf« klärung über die mannigfachen Einrichtungen unseres Vaterlandes muß der Jnaeno werden. Können dies vielfach auch -nur Anregungen sein, so werden hierdurch aber Keime gelegt, bie Wurzel schlagen und aufgehen. Fächer, die seither stiefmütterlich beoacht waren, wie Handarbeitsunter- richt und Turnen in Mädchenschulen, beoürfen einer Er- Weiterung. Ter Neligionsunterricht ringt nach einer Reform; Konfession und Dogma sollen weniger ausschlaggebend sein, dagegen Pädagogik und Psychologie mehr in den Vordergrund treten. Als eine ungerechte Härte erscheint es, daß Kinder von Dissidenten gezwungen werden können, an dem Religionsunterricht einer bestimmten Konfession teil» zunehmeu. Die Schulgesetze der neueren Zeit sind darin mehr liberal und lassen eS zu, daß solche Schuler überhaupt vom Religionsunterria)t befreit werden. Diese erstatten der gewiß rich.igen Erwägung Raum, daß gerade im Religionsunterricht Der Zwang vielfach das Gegenteil von dem beroirit, was erstrebt wird.
Für geeignete Fortbildung ist auch gründlichste Sorge zu tragen. Die Fortbiloungsichule für die erroaajjcne männliche Jugend ift nicht ausreichend. Eine entiprechendc
lielllischi
II. C’abllat cbenbhiidjcrfiLÜltr e euigettoifen bei rqWallenfei M 21 Teleiov. über d. Gnfitiiw.
Ausgabe ereinS-Rubalwiart!
Alte fränkische Waffen.
Tas Berliner Museum hat als Geschenk drei interessante Stucke fränkischer Arveit erhalten, unter Denen ein Laug- Idjroert besondere riusmerksamkcit verdient. Kostbare Stucke Dieiet Art finden sicy auS früher germanischer Zeü nur selten;J)er Grund dafür liegt in der hohen Schätzung, die gerade das Schwert bei feinem Besitzer genotz unD die es bewinre, daß die Waffe Eigentum des Geschlechts wird und sich vom Vater her aus^den.«ohn wie dessen kriegerischen Eigenschaften vererben soll. findet man in Den Grauem späterer Zen häufig Schverter einfacherer Art, aber selbst aus der prunüiebenDen Zeit der Merowinger jutD Funde kostbarer Sckyver.er außerordenilich selten.
Die sränllsche Spatha, Die jetzt tn das Berliner Museum gelangt ist, hat, wie die Amtlichen Berichte aus den iöniglichen AunjtfQnimiungen mitteilen, eine Länge von 84,2^ Zentimeter; Die Klinge allein ist 70,2 Zentimeter lang und 4,5 Zenitmenr breit. Sie stammt auS dem betannten Gräberfelde von Ferc- brianges, Tepartement Marne. Tie Eifentelle haben durch Diost gelitten, und Die Parierstange fehlt. Von befonDerem Interesse ist das Diundbiech der Scheibe, Die wie gewöhnlich aus vergänglichem Material, Holz oder Leder, gefertigt war; es benetzt au5 einem 2,5 Zentimeter breiten Bande von vergoldetem ^uber uno ist an den aufnehenven 'jiänbern mit Rienoemlagen versehen. Die eme Seite ist mit aufgelöteten Zellen unb Sraoen von Goldblech verziert, die flache, aui Goldfolie li?genve Aunandine und dunkelgrüne Giäspaste cinfaiien; Die zwischen Den Zellen liegende tiefere Fläche wird durch auigelotetes GolDNtigram ve.egt. _ Der Gegensatz zwischen dem hochiiegenden faroigeit Zellenmusler mit Dem Motiv Der sich schneidenden Kreise und Der tiefer liegenden glitzernden GrunddeWrallon bringt eine eigenartige Bewegung in Diese Seite des Zierbleck-es, während Die andere ocite nur i.t der Melle einen faruigen Streifen dund tu den tiefer llegenteu Hauptsachen eine Tierovnamentll aufweist. Tie Waffe iit etwa in Die jweue Vätste Des 7. Jahrhunderts zu setzen. Derselben Zeit gehör, auch Die eiserne K.inge einer Streitaxt an, Die im Rheuilande gefnyDen sein soll; die Länge betragt 19,6 Ze.ttime.ec, Die Breite Der Schneide 10,5 Zentimeter. Kllngenvah.l, Rücken uno Helm sind mit einfachen Motiven, Ackst, Rvfelle uno W-elleu^and, in eingelegter Silberaroeit versiert, wie sie sich aus Die,er Zell überall crvf G^rtelle.chlägm, Zierscheiben usw. finden. T.e W^ue tzellt einen Typus Der Strellaxl Dar, Der etwa im 7.—ö Jahr-
Schule für die Mädchen ist auch notwendig, und zwar nicht Herrn noch Lehrling besonders gefördert, nur eine solche für die erwerbenden Stände, sondern für 1,mS *'“t
nie |VUl/c |ut un umvuviuvui Landcs-Le, rcrvereins und Der hessischen Lehrerschaft geht
Wie es gewöhnlich zu gehen Pflegt, so erfolgen auch deshalb dahin, einen Mindestbetrag von 50 Pfg., im Wieder- ' "■ ' *■ ■■'' *“’■'* holungsfatte von 1 Mk. festgesetzt zu wissen.
Zum Schlüsse möge auch noch kurz die Frage erörtert werden, wann wohl bie Novelle zum Schulgesetz erscheinen
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UNO Walle, Die IN ihrer Ent>eyungszell weu uoce Die llpocyci xieoeu verstanden, um es zu einer Luxuslcanlhert zu Der r^rn.sck,en Herrschaft zuraareifen und rn ihrer Bauwe.fe Den j)tinuL11/ ^ie es Die llrlerienoerkalkung in manchen Fällen se-n bisher ve^ann^ gcmorü.ni'.i l-garuck^n uird werifck.en ot.mngen cntivrechen. In seinem Beria,t über die Belagerung Der ^raDtj führt Der Prmonjul ans, oag Die Vermeiduger Der Fe.rung oenl --"*
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und Wcichbol^ ineicnnaR. ober i ewünichie Vanne ;• ct, mich brennierlic: ii.lteiertbilLL'tfflsv gen nach jeder 2klu . Egncr, Alsicld.
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