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162. Jahrgang
Zweites Blatt
M. 259
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
Die „fte^attr Zamilienblätter" werden dem ,Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kretsblott für den Breis Sichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen 3elt« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Znr Beschäftigung von Cerichtsasiesforen in Privatbetrieben schreibt man uns:
Durch Verfügung des preußischen Iustizmiinsters vom 3. Juli 1912 waren die jüngeren Gerichtsassessoren auf die vorübergehende Beschäftigung in einem gewerblichen Betriebe als ein taugliches Ausbildungsmittel hingewiesen
gäbe des R h e i n - M a i n i s ch e n G a st w i r t e v e r b a n d e s und der hiesigen G a st w i r t e zur Kenntnis, die eine Ermäßigung des Oktrois auf Spirituosen und Weine erstrebt. Für die Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen wurde auf
Materie im Februar beschäftigen kann, so daß der Entwurf dem Reichstage im März zugehen könnte.
Ob der Reichstag diesen Entwurf allerdings noch im Frühjahr endgültig verabschieden kann, erscheint recht zweifelhaft. In der in Aussicht genommenen Konferenz wird das finanzielle Ergebnis des Etatsjahres 1912, soweit es bis jetzt vorliegt, eine größere Rolle spielen, denn von ihm wird es abf)fingen, sich über die Bedürfnisfrage für die allgemeine Besitzsteuer ein klares Bild zu machen.
gende Jahrespausck-beträgc bewilligt: der Offenbacher Zeitung 2450 Mk., dem Offenbacher Abendblatt 1300 Mk., der Offenbacher
In guten Lagen werden für den Morgen bis gu 80 Mk. bezahlt. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, den Geburtstag des Großherzogs
2“H füt“19ii:|ian» bie Uebernabme ftatt Bebingt durch bi.
— Feldberemtgung, wurde gestern eine Neu v er pacht ring des städtischen Geländes vorgenomnien, soweit die Stadt nicht selbst die Nutznießung davon zieht. Verpachtet wurden
134 315 qm, wofür 2518 Mk. gelöst wurden. Tas bedeutet einen Durchschnittspreis von 54 Mk. für den großen Morgen.
m. Offenbach, 3.0. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten brachte der Vorsitzende eine Ein-
Der Scbrcck nrtag von K’tf "Kniffe.
Ein Berichterstatter in Konstantinopel teilt der „Boss, yftg." erschütternde Einzelheiten über die Verwirrung unter den türkischen Truppen bei der Entscheidung um Kirk Kilissc mit. Er meint, der Geist der Redifs habe nicht mehr den Ueberlieferungen des türkischen Heeres entsprochen :
Denn darüber kann kein Zweifel mehr sein, daß die alten Leute unwillig in den Krieg gezogen sind, defscn Zweck sic nicht begreifen. Ter a n a t o l i s ch e Redet kann keine Verpflichtung anerkennen, sich für das .Heil Rumeliens zu schlagen. Er will die Tage für Rumelien den Rumelioten über lassen, denn der Begriff des Vaterlandes ist ihm fremd, und Rumelien scheint ihm überdies als das Land, zu dessen Gunsten seine eigene Heimat stets vernachlässigt worden ist, während Sul tanc und Regierungen das Füllhorn ihrer Gnaden über die europäischen Besitzungen der Türkei auszuschütten pflegten. Es ist wahr, daß der Anatolier ein ausgezeichneter Soldat von ent schieden kriegerischen Neigungen ist. Aber man hat auf d,cse seine Neigungen in den letzten Jahren gar zu sehr gebaut: bald hat er im Sonnenbrände Demens kämpfen müssen, bald aut den Höhen Albaniens Immer mußte der Anatolier als der zuver lässigste Soldat für den Bestand des Reiches in erster Linie fechten, und darüber ist sein Wohlstand verfallen und sein Fa
milienglück zerstört worden.
Man muß diese Umstände wohl in Betracht ziehen, wenn man sich erklären will, was in der Nacht vom 23. zum 24. Oktober bei Petrow, nördlich von Kirk Kilisse, sich zugetragen hat. Mahmud Mukhtar Pascha hatte einen unvorsichtigen Nacht an griff gegen die Bulgaren unternommen. Es scheint, daß diese in starker U e b e r z a h l waren und die mit ausgezeich neter Tapferkeit kämpfenden türkischen Linientruvvcn ins Wanken kamen. Unter den Truppen Mahmud Mukhtars befand sich auch das Redif-Bataillonvon K a r a b i s s a r Als dieses wahrnahm, daß die Bulgaren die Ucbermacht hatten, hielten sie weiteren Kampf für nutzlos und wandten sich zur Flucht Es kam, wie es in solchen Fällen immer zu gehen pflegt, die anderen Truppen wurden mitgerissen, und bald be sand sich das ganze Heer unter Mahmud Mukhtar in eiliger Flucht aus Lüle Burgas zu. Man kann sich vorstcllcn, welchen Eindruck die völlig demoralisierten Truppen auf die Einwohner dieser Stadt machten. Tic Leute hielten cs für selbst verständlich, daß die Bulgaren den Flüchtigen aus den Fersen seien, und ein Teil der Bevölkerung verließ sofort die Stadt, während andere den Versuch machten ihre Habe auf Ochsen wagen fortzuschaffen. Es schien eine gewisse Beruhigung cinge treten zu sein, als Donnerstag nachmittag plötzlich Ge wehrfeucr vernommen wurde. Eine Abteilung Reiter war in die Stadt gesprengt und von den noch dort befindlichen Fuß truppen mit Gewehrsalven empfangen worden. Tic Reiter waren Türken, wurden aber von den völlig verängstigten Fußtruppcn für Bulgaren gehalten, und es entspann sich ein regelrechter Kampf zwischen zwei Abteilungen t ür- k i s ch e r T r u p p e n , der so lange dauerte, bis eine von ihnen )im zur Flucht wandte. Was fickt nun abspielte, ist mir von zwei Augenzeugen als die furchtbarste Szene geschlldert^worden, die menschliche Phantasie sich ausmalcn kann. . Ein Teil der Bevölkerung suchte auf ihren Ochscnwagen zu entkommen. -Lie anderen stürzten zum Bahnhof, wo ein Zug zur Aufnahme von Flüchtlingen bcreitstand. Entsetzliche Szenen haben sich hier ab gespielt, und ein wilder Kampf entspann sich unter den Leuten um einen Platz in den Wagen. Biele erkletterten deren Dächer, andere machten aus den Trittbrettern die Fahrt mit. Ter Balm bofsvorsteber hatte sofort einen zweiten Zug fertigstellen lassen. Wieder spielte sich derselbe rücksichtslose Kampf ab, da dieses Hebel noch dadurch verschärft wurde, daß die fliehenden Soldaten sich mit den Waffen in der Hand einen Platz zu erringen suchten und dann von dem Bahnhofsvorsteher unter Drohungen ver langten, daß er den Zug sofort abgehen lasse. Tcr Beamte suchte den Leuten klarzumackten, daß er im Interesse ihrer Sicherheit den Zug noch zurückhaltcn müsse, aber als die Soldaten ihn und den Lokomotivführer Tnit dem Tode bedrohten, wenn ihr Wunsch nicht erfüllt werden würde, gaben die Beamten schließlich das Signal zur Abfahrt, lieber das, was nun folgte, gehen mir die zur Verfügung stehenden Berichte auseinander. Nach der einen Lesart wurde der Zug durch Bomben, die inzwischen von K o m i t a t s ck, i s auf das Gleis gelegt worden waren, schwer beschädigt, nach der .anderen fuhr der zweite Zug nach einiger Zeit dem Vorzug in den Rücken, so dast zwei Wagen zertrümmert und dessen Insassen schwer verletzt wurden.
So endete der 24. 'Oktober. Zn spät kamen die Flüchtlinge zur Erkenntnis, daß das ganze Unglück hätte verhütet werden können, denn von den Bulgaren, vor denen sie flohen, war nirgends eine Spur zu entdecken. Tie Bulaaren wußten offenbar gar nicht, daß sic eine günstige Gelegenheit verloren halten. Wehe den Türken, wenn die Bulgaren diese ausgenutzt hätten!
Samstag, 2. November 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniverstlälS • Buch- und Sleuldruckerei.
R. Lange, Gießen.
wieder durch eine allgemeine städtische Feier zu begehen. Tie Vorbereitungsarbeiten dazu übernahmen die Stadtv. Fritz und Rosenthal.
Starkenburg und Rheinhessen.
polttifcbc Sagcsfcbau.
Heber den Stand des Gesetzentwurfs für eine allgemeine Bcsitzstener
-schreibt man uns aus Berlin: Tie Grundlagen für den in
Redaktion, torDcbition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e-GS 51. tReba(hon:e=»^112. Tel.-Adr.:AnzeiqerG»eßen.
1011 — 1548 mir 11 137 Mk. Jahresbeiträgen gegen 1497 mit 9782 Mk im Vorjahre. Tic Gesamteinnahmen einschließlich der Betriebseinnahmen der Eleonoren Heilstätte beziffern fickt au' 186 250 Mk., die Gesamtausgaben einschließlich der Betriebs ausgaben der Eleonorciiheilstätte auf 179 807 Mk. Tas Vermögen Buchwert der Heilstätte ufro.) beträgt 707 042 Mk., die schulden Hnpothek bei der Landesversichcrungsanstalk 500 000 Mk., so daß Ende 1911 ein Reinvermögen von 207 042 Mk. ju verzeichnen war. Der Heilstättenverein hofft — und zwar besonders in Rücksicht auf seine weitere Inanspruchnahme durch das Lupus- v beim —, daß ihm recht viel Körverschasten und Privatpersonen - als Mitglieder beitreten möchten, damit ihm die Erfüllung wenig
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Vorbereitung befindlichen Gesetzentwurf über bic allgemeine Besitzsteuer sind im Reichsschatzamt soweit festgelegt worden, daß ein vorläufiger Gesetzentwurf ausgearbeitct werden kanu. Dieser Entwurf wird von den Finanzministern der Einzelstaaten in einer Konferenz gegen Mitte November in Berlin begutachtet roerben. Tie endgültige Gestaltung bes Gesetzentwurfs wird von diesen Besprechungen abhangen. Beabsichtigt ist ferner auch mit einigen Führern -der Re i ch s t a g s f r a k t i o n e n über diese Frage Fühlung zu nehmen, um die Wünsche der einzelnen Fraktionen in dieser Frage genauer kennen zu lernen. Es soll alsdann der endgültige Entwurf aufgestellt werden und den Bundesregierungen zur Begutachtung übermittelt werden. Man nimmt an, daß sich der Bundesrat mit der
worden. Im Laufe der letzten Monate haben sich eine große Anzahl von Assessoren für diesen Dienst gemeldet, konnten aber vorläufig in gewerblichen Betrieben nicht untergebracht werden, weil die Zahl der Betriebe, die sich zur Uebernahme von Assessoren bereit erklärt hatten, nur sehr gering waren. Es wird darüber geklagt, daß die gewerblichen Betriebe, die für eine solche Ausbildung in Betracht kämen, sich sehr zurückhaltend benähmen. Die Gründe für diese Zurückhaltung sind nicht bekannt, doch muß angenommen werden, daß die meisten Firmen durch diese Beschäftigung einen Einblick Fernstehender in ihre Betriebe. st^s"^er''dringendsten'Aufgabcn ermöglicht wird, fürchten. Aus die Rundfrage des deutschen AnwaltvereinS ** - unendlich er Arbeiter oder Lehrling? In hatten sich allerdings 120 Firmen bereit erklärt, einen g^it mehren sich in ausfälliger Weise die Fälle, in denen Assessor zik beschäftigen, von ihnen aber schließlich mir L Handwerksbetrieben junge Leute unter der Bezeichnung ju« sechs ihre Zusage erfüllt. In den letzten Wochen ist die qendlicher Arbeiter, Hilfsarbeiter oder Volon- Angelegenheit etwas weiter gefördert worden, indem der tar eingestellt werden, deren ganze Beschäftigungsart die M^k Verein „Recht und Wissenschaft" sich der Sache angenoin male eines Lehrverhältnisses aufweisen, -ttevuionen der Beinen Hal . Es ist ihm gelungen, 62 Ausbildungsstellen nach- austragten der hessischen. Handroerkskamme,- habenfestgcstellt, daN 'uweisen, eine Zahl, die vorläufig genügt, da jährlich etwa dieses Verfahren
40 Assessoren für diese Zwecke beurlaubt werden sollen. ! ^schlichen Voraussetzungen zur Erlangung der Befugnis Man hosit, daß die bisherige Zuruckhaltung von Handel ’ Gleiten 001l Lehrlingen genügen. Meistenteils sind dies und Industrie allmählich weichen wird, wenn sich heraus- jüngere Handwerker, die aus irgend welchen Gründen die Mcistcr- gcftellt haben wird, daß die Beschäftigung der Assessoren prüjung nidjt ablegen wollen oder können und nun versuchen, in Privatbetrieben sowohl für die Rechtspflege wie für h)jc gesetzlichen Bestimmungen über die Regelung des Lehrlings- Handel und Wandel von großem Nutzen sein werden. wesens auf diese Art zu umgeben. Ob hierbei Unkenntnis der . ■ —------ ------—— ■ 1 —" gesetzlichen Vorschriften oder böswillige Absicht vorliegt, mag un-
Kolonien. erörtert bleiben Tie Reichsgewerbeordnung gibt keine nähere
V 22.f • f Auslegung des Begriffs „Lehrling", es muß daher in Zwettcls-
Obstknltiir in eu west. fällen den Verwaltungsbehörden oder Gerichten überlassen bleiben,
Ucber die günstigen Aussichten von Obstkulturen in Lu tmtscheiden, ob ein Lehrverhältnis vorliegt oder nicht. Hierbei Dcutsch-Südwestafrika äußerte sich der Obst- und W inbau- kommt cs jeberf) nicht daraus an, welche Bezeichnung der ckr- Sachverständiae beim dor.iqcn Gouvernement Herr Pf en- Zeitgeber dem Arbeitsverhältnis beilegt, sondern matzgebeiid wird nia in einem in Windhuk gehaltenen Vortrag etwa sol- immer die Art und Weise der Besch a t ttg nng des bc-
9 9 ' J treffenden jungen Mannes fein. Im allgemeinen wird stets dann
genoermanen. + arfi.ni- oon einem Lehrverhältnis gesprochen werden können, wenn eine
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bas nötige W a sse r vorhanden ist. Für den korben liegen . Lehrvertrags kommt in Betracht, wenn auch, trotz
aber unstreitig die Verhältnisse am^^Elgsten. NM allen , L bestehenden Zwanges, der schriftlich abgeschlossene
dass wir dort einen sehr hohen Grundwasterstand hab , 1 ' b ^vertrag nicht die alleinige Voraussetzung zum Bestehen eines
die einmal angewachsenen Baume dann nur noch selten der Be- - 9 Nsm bexc^ (d)on ,n vielen Fällen
mäfferung fiebüricn,Jonbcrn der Worben, unb »ipaSa noii Vcrwaltungs- und Gerichtsbehörden und letzthin wieder von
zirk Grootfontein, ist auch in bezug aus die nröste sehr Vorteilhast I. gpiniftpr für Sinn hei unb Oicroerbe getroffenen
flcftctlt. 2iefc Punkt- wurcn d-sh-lb auch M°hu-b-nd. > ^iLunü?7 ub^ L L-hrb-g?M -L°n
Groofontein als Platz für eine Versuchsstation, in der auch die . cn Merkmale zu Grunde, ja cs wurde sogar hierbei empfindlichsten Eitrussrüchte angebaut werden müssen, gewählt ba)- die beschriebenen Voraussetzungen erfüllt
icBtif. di- Pr°duk.ion °n Obst und W-in sti-r -m^stand- stnd. mustdunn SÄ'
so gestiegen, daß sie erfrculicherwclst. einen Teil !des Konsum^ 7 Hinweis mag solcheii Personen, die zurzeit noch glauben,
decken kann, lange aber noch nicht genügt um fremde Erzeugnisst ^ic gesetzlichen Vorschriften Hinwegsetzen zu können, zur
fernzuhalten. Bei der Rührigkeit unserer .varmer aber, und b I ^cad)tung bicncn uni) ^en dieselben besonders darauf aufmerk-
londerö der Farmer, die schon in ihren Anlagen sehr gute $. L-nm nCrnacf)t, daß die Handwerkskammer bei Bekanntwerben solckor
lolgc im Dbft=« unb ^c,nbflu ju oerjetebnen munen SBcrbättniffc gniauc Feststellungen veranlassen unb nach Lage
bei einer erweiterten Produktion auch an einen größeren Absatz ^älle mit Strafanträgen gegen die Betreffen- denken, um die Anlagen rentabel zu machen. E» kommt somit vorgeh en wird Tic Bestimmuiigen müssen von jedermann bc-
nur der Er.port in. Frage, mit dem wir m der Tat werden rechnen S um die Hanbw?rker, die ihren durch Reickss-
können. Sudwestasrika siegt in bezug auf die ,Ernte ebenso g"Msig. qcmcrbcorbmmq vorgeschriebenen Verpflichtungen gewissenhaft nach, K»»l°nd. >a noch euntttger. ba I>- W W>r k-nn-n tzenacht-ilig-ng noch Möglichkeit zu schützen.
auf den europäischen Markt Obst wie Laseltrauvcn zu einer (Sidinttrn
Zeit, also Februar bis Mai, bringen, in der wir in Europa frischesI Aeii, s
Obst gar nicht haben, ober nur sehr teuere Treibhaussruchte. -k. Gonterskirchen, 1. Roo Heute schied um et Zur Erläuterung will ich hier einige Zahlen ausführen, was Lehrer Blank nach beinahe 54jähriger Dienstzeit, Kavland allein jährlich au Obst exportiert. Tic Orangenvroduktivn ,^^von er 25 Fahre hier verbrachte, au§ dem Amte. Ter ‘nn tWot hn. bi, $crbienf.e br§ L-str-rs burch
ich Ihnen nur den Farmet Pohlmann in Awagobib, Bezirk .uebr. re OrdenSauszetchnungen gewürdigt. Gemeinde und Grootfontein, der ungefähr 400 Drangen von einem JBaumc Schüler erzeigten ihm Dankbarkeit durch Ueberreichung erntete. Nehmen wir nun den Ertrag eines Baumes auf 5 WarF hübichcr Geschenke. Die erwachsene Jugend ehrte den an, so ergibt der Hektar mit 4.00 Säumen 2M0 Mark Er- $cbclbenben dadurch, daß der Iungdeutschlandoerein unter Wirtschaftszweig der Obstkulturen'Verständnis entgegen zu brin- Leitung des Lehrers Jakob ihm ein Ständchen brachte, gen. So hat im Norden die South West Asrica Co. ein ge- Lehrer Jakob sprach im Namen der Jugend den Dank aus, schlossenes Terrain mit 10 000 Fruchtbäumen bepflanzt unb ein Kcn ihrem trelibeforgten Lehrer zolle unb wünschte dem glcirf) großes Stück Land soll mit Weinstöcken besetzt werden , ziehenden Kollegen, baß ihm Gott einen langen
Slmlen imtnC 6 5“ 9r°6 " Q unb schönen Lebensabend bescheren möchte. Tief gerührt
u 1 ------------------------------------------dankte bet Geehrte für bie viele Liebe, bie ihm von ber Ge-
Aus Statt unt Land. "ieinbe 5,,tcil wurde.
., xe ? ^'"ber 1012. l. Butzbach, 1. Nov. Jm hiesigen Rathaussaat vev- . , S es fent l r ch e Sitzung des provinzialcg^melten sich gestern abend etwa 80 Damen und Herren aus schuss es findet am Mittwoch, 6. Nov., vormtt- Gründung" eines Evang. >1 i r ch e n g e s a u g v e r- tags 319 ,'lhr, m dem Lritzungvsaal be^ Reglerungsgebau-1 e n $ Pfarrer Loos begrüßte die Erschienenen und dankte des hier mit folgender T a g e s o r d n u n g statt: Aoloimig für ihr zahlreiches Erscheinen Nach einem kurzen ber Streu- unb W erb eberecht i g u n g in beii öe= 9;ortrafl über ben Zweck ber Grüubung des Vereins usw. memben Pforbt, U e tz h ause n unb N i e b e r ==« t o 11. ^CQ(rnn mnn mit ber Einschreibung ber Namen ber aktiven " K ii nu v e r e i n. Die Gem a l be-Ausstc l lun g i.n ^f^eber, es ergab sich bie stattliche Zahl von 71; bie Turmhgus am Brand, bie von morgen an wieder gcöffn-1 traten dem Verein als passive Mitglieder bei.
ist, umfaßt etwa 80 Gemälde von den ftünülern Melzer- Außerdem soll noch zum Beitritt einiger junger Leute Paris, Jimg-Stuttgart, Rettig-München, Jahn-Dresden, angeregt werden, bie nicht in der Versammluiig Erschienen
Bclhe-Locwe-Leipzig unb Rogge-Berlin. waren. Als Singlokal soll ber Smgsaal in ber .vurnhalle
** Der Vorstand des Heilstättenvereins für von der Stadt ermietet werden. Iolksschullehrer Weber
Hessen versendet seinen 1911 er Geschäftsbericht und die Ein wurde als Dirigent bestimmt. ^ie L-ingstunden tollen xon=
labungen zur ordentlichen Mitgliederversammlung, die diesmal I nerstags abends abgehalten werden. . .
in Worms, im Rathaussaal, am Samstag. 9. November II, Z Bad-Nauheim, 1. Nov. Tie Felbbereinigiing
abgehalten wird. Auf der Tagesordnung steheiv: 1. Geschäfts- hlcr jn diesem Herbst beendet worden. Kürzlich
bericht für 1911 und Bericht über den Stand der Tuberkulose- . lieb er nähme statt
bckärnpfung in Deutschland. 2. Abhör der Rechmmg tf.r 1911 Jranb öie Ue verna pme nan.
3. Voranschlag für 1913. 4. Auslosung und Neuwahl von Mitgliedern des Landesausschusses. 5. Wahl zweier Rechnungsrevi- soten und zweier Stellvertrctcr. 6. Vortrag des Professors Tr. I e s i o n e k - G i e ß e n über „Heliotherapie und ihre Anwendung bei Tuberkulose". Dem Geschäftsbericht entnehmen wir folgendes: Jin Eigentum des Vereins stehen die E 1 c o n o r e n - H e i l st ä-t t e hei Winterkasten unb das demnächst zur Eröffnung kommende L u p u s h e i m in Gießen., Erstere ist ständig belegt. Im Jahre 1911 wurden 37 003 Pslcgctage bei 560 Pfleglingen erzielt. Ihre Errichtung war nur mit Hilfe einer Anleihe bei der Landcsverficherungsanstalt möglich. Auch das Lupusheim, für das schon jetzt zahlreiche Anmeldungen vorliegen, muß mit einer beträchtliwen Hnpothek belastet werden, sonst wäre seine Erbauung nicht möglich gewesen. Tas Lupusheim ersteht als erstes seiner Art in Teutschland. Tie beiden Stationen für tuberkulöse oder tuberkulös gefährdete Kinder im Bonifatius- krankenhaus in Hirschhorn für Knaben und im evang. Krankenhaus in Lampertheim für Mädchen sind ebenfalls Einrichtungen des Heilstättenvereins. <sic sind ständig besetzt und bewähren sich, wie die Eleonorenheilstätte bestens. Tie Fürsorgetätigkeit war 1911 sehr umfangreich. 23 220 Mk. hat er teils in der Form, ----------- m .. , _
Don Ermäßigungen des Pflcgefatzcs, teils als Zuscküste zu .sturen, Grund der vereinbarten Vertrage vom 1. Januar 1913 an wl-
als Beihilfen an stinder-Erholungsheime und Fürsorgcstellen und gende Jahrespausck-beträge bewilligt: der Oftenbacher Zeitung
von Sachleistungen Milch, Eier, Fleisch, Butter, Betten, Liege- 2450 Mk., dem Offenbacher Abendblatt 1300 Mk., der Oftenbacher
stühle ufro ) aufgewendet. Auch dieser Zweig der Fürsorge wirkt Volkszeitung 650 Mk. und dem Generalanzeiger für die Stadt und sehr segensreich. Tic Zahl ber Vereinsmitglieder betrug Ende > den Landkreis Lsienbach 450 Mk. Infolge der etngeführten neuen


