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amt es sind es, auf die dieser Wandel frurüchufüffrcn ist. ehemals hatte das amerikanische S>eer zwei Sorten oc»n Stiefeln: olche mit ganz gerader Innenkante und andere mit gebogener Innenkante. Tie neuen Stiesel sind nun nach den Entwürfen von Fachleuten gearbeitet: Mediziner und Schuhmacher haben die Untersuchungen gemeinsam ausgeführt, und bei Fvrt^Leavcn^ roortb find viele tausende von Experimenten gemacht, -lie Soldaten mußten leicht bekleidet und unbelastet oder feldmarschmäßig ausgerüstet ober schwere Laste n^ dazu tragend, in oerichiebenen V er suchst ieseln alle möglichen Stellungen einnehmen, burcb_ bie bie Lage bes Fußes wesentlich verändert wirb. Bon allen Stellungen ber Füße wurden dabei tausende von Röntgenauntahmen gemacht, die bann aufs sorgfältigste geprüft wurden. In den alten Stiefeln — denen mit den geraden wie denen mit den gebogenen Seiten — konnten sich die Zehenkiwchen dabei nicht natürlich zu einander verschieben. Man gelangte auf biege Weise schließlich zu wenigen Stiefelformen, die geeignet schienen, und unter diesen wurden zuletzt durch einen Prüsungsinarsch die besten herausgesucht: 375 Mann, lauter besonders kräftige Leute, mußten einen neuntägigen (Gewaltmarsch machen. Einige unter ihnen mußten wegen Fußschmer.zen das Marschieren aufgeben, und bei den Uebrigbleibenbeu, die mit Füßen in bester^Verfassung ankamen, konnte man sicher sein, daß sie bie besten Stiefel trugen. Tiefe sind vom Bekleidungsamte al6_enbgültig angenommen worben. Sie haben eine fast gerabe SeitenTaitte, ^>ie nach ber Spike zu eine schwache Krümmung zeigt. Für jeden Soldaten des amerikanischen £>cered werden fortan Stiefel in dieser Rormal- form, jedoch nach individuellen Maßen angefertigt. Sic werden bann auf eine eigentümliche Weise vollkommen passend gemacht: ihr Träger muß mit den neuen Stieseln so lange im Wasser stehen, bis bas Leber ganz cingcroeidü ist. Daraus muß er in ihnen so lange untergeben, bis sie wieder trocken» sinb, unb nun kann er sicher fein, baß sie sich ber Fußform ganz genau an- schmiegen. Tas Paßrechtmachen mag zwar etwas unangenehm fein, aber es hat sich burchaus bewährt. .
to. Frankfurt a. M., 20. Sept Heu- und Strohmat’t. 2lngesahren waren 4 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt murtt für veu 3,50—0,00 Alk., Stroh (Rornlnngflrob) 0.00-0.00 8t, Wirrstroh 0,00—0,00 2)1 f. Alles für 50 Kilo. (Geschäft rufo Tie Zuftihren waren ans den Streifen Friedberg unb Sieburg.
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(h) Frankfurt n. M., 20. Sept. Im Hellen, auf- qetlärten Frankfurt wohnt eine Wahrsager in, eine sogenannte „Phrenologin", bie weit in die Zukunft zu schauen vermag und deshalb sehr starken Besuches sich erfreut. Vor einigen Wochen, als es jeden Tag regnete, fragte eine Frau aus Eschborn, deren Tochter bet einem Dnegerfeste ein weißes Kleid anziehen sollte, bei dem Orakel an, was für Wetter es am smegerfefttage gäbe. Die Frau prophezeite aus der Konstellation der Sterne einen Sonnentag, für die Nacht zuvor jedoch ein großes Unglück in Eschborn. Alles traf ein. Ter Sonntag war prächtig und nachts zuvor brach eine Feuersbrunst aus. beider trafen andere Voraussagen nicht ein, trotzdem die Kunden dafür schwer bezahlen mußten. Infolgedessen zeigte man die 'Prophetin wegen Betrugs an. Trotzdem die Frau auch den Richtern während der Verhandlung allerlei „Liebenswürdigkeiten" aus der Sästidelsorm voraussagte, wurde sie zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt.
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Der „Röntgenschufter".
i Das Bekleidungsamt des amerikanischen L>cercs hat vier Jal/rc lang ganz in ber Stille Versuche über die geeignete Beichuhung der Soldaten gemacht, und das Ergebnis, über das ber ,,ecienhnc American" jetzt berichtet, ist, daß bas amerikanifchc Heer neue Stiefel bekommt, die von den alten in der <yorm wesentlich abweichen. Tie „Rönkgenschuster" des Beklerbnngs-
Ma9-Piöatz Gehr. Imheuser
klagte am dem fraglichen Morgen befand, wurde auf nur drei Tage Gefängnis erkannt.
Erfolgreiche Berufung.
Ein Metzger von Klein-Karben war von dem Schöffengericht Vilbel wegen Betrugs bestraft worben. Tie Angaben des Hauptbelastungszeugen sind aber nicht sicher unb klar genug, um eine Verurteilung daraus gründen zu können, umsomehr als bei dem in Betracht kommenden Telephongespräch dieies Zeugen mit dem Angeklagten, welches durch Umschaltung gestört wurde, ein Mißverständnis nicht ausgeschlossen ist. Es hatte daher Freisprechung zu erfolgen.
Freigei prochen .
wurde auch der Kaufmann I. N. m Marburg, ber m ber Hauptverhandlung gegen einen wegen Wechselfälschungen ange- Nagten Bauunternehmer B. in einem für bie Entfckxüdung belanglosen Nebenpunkt vor ber hiesigen Straffammer fahrlässiger weite seine Eibespflictft verletzt haben soll. Ta bie fragliche Verhand- lung schon längere Zeit zurückliegt, so ließ sich nicht mehr ge- nügenb sicher jeftfteilen, in welcher Form unb von welcher Seite N gefragt worben ist unb wie er feine angeblich wahrheitswibnge Angabe gemacht hat. Es mußte daher auf Freisprechung erkannt werden.
Wegen fahrlässiger Tötung wurde der Wagner I. M. III. von Bermutsha in mit vier Wochen Gefängnis bestraft. Er hat mit einem Revolver minderwertigen Fabrikats Schießverfuche angeitcllt, ohne nut der Dand- babung ber Waffe auch nur einigermaßen vertraut zu ,«N. -Labet ging ihm unversehens ein Schuß los, ber einen Umitehenben in ben Leib traf. Durch Verschulben bes fahrlässigen schützen verzögerte sich bie Ausnahme des Verletzten, ber bet rechtzeitiges Operation wahrscheinlich zu retten gemqen roare, in bie hienge Klinik, berart, daß die dort vorgenommene Operation nicht mehr Helsen konnte, weil bereits Entzündung ciiigetreteii war.
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