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recht leohait ist, so rasch als möglich der Verwirklichung entgegen- gehen. Ferner war ein Gesuch eingelausen um Abtastung eine-
2ic Einteilung von Gelände am L ich t enaue rw eg zu Bau-, dlocks wurde befürwortet und soll, da die Anfrage nach Bauplätzen
Aus StaSt und Land.
Gießen, 18. Januar 1912.
** Tageskalender für Donnerstag. 18. Ian. Reichs- g r ü n d u n g s i e i e r, veiansiallet voin Alldeuljchen Verband. Vorirag von Prwcttdozenl Tr. Wirth von Rtunchen: 1871—1911. Abends 87« Uhr in Sterns (Seinen.
Gesellschaft für Erv- und Völkerkunde. Vortrag
Deutsches Ueieh.
Am Mittwoch lano im suuiiißiiujcii Sckstosse zu Berlin das Fe st des HohenOordens vom Schwarzen Adler statt. 'Tie neu aufzunehmenoen Ritter waren: Tie Prinzen Friedrich Karl von Preugen, Konrad von Bayern, Georg von Griechenland, Fürst zu Schaumburg-Lippe, General von Woyrsch, von Benecienoorft und von Lindenberg, von Dulltz, von Eichhorn und von Scholl. Nach dem seierliä-cn Zuge zum Rilteriaal nahm der Kaiser den neuaufzunehmenden Rittern das Gelöbnis ab, hängte ihnen die Ordenskette um und ertcille ihnen Accolade. Nach der Investitur verliest der Zug unter der gleichen Feierlichkeit unter Fanfarenllängen den Rlttersaal. Anschließend hieran hielt der Kaiser im Kapitelsaal als Großmeister das Ordenskapitel ab, an dem nur die 46 Ritter tellnahmen. Hieraus bewegte sich der Zug nach der Schwarzen Ad^ec-Kammer, wo die Ordensmäntel abgelegt wurden.
Ter „Berliner Lokalanzeiger" erfährt von autoritativer Seite, daß die F i n a n z l a g e d e s R e i ch e s die Aufnahme einer neuen Anleihe nicht nölig macht. Von den Sa^ahanweiiungen, die 1912 fällig sind, wird die Reichsfinairzoerwaltung einen Teil in Bar einlvsen, einen Teil in eine Anleihe umwandeln und den Rest zur Verlängerung anvicten. Nur zu diesem Zwecke werde das Reich kleine Anleihebeträge aufnehmen, die aber erst kurz vor dem 1. Juli zur Einzahlung kommen sollen.
„Popolo Romano" schreibt: Aus der deutschen Botschaft wird erwartet, daß am kommenden Sonntag Staatssekretär von Kiderlen -Wächter nach Rom komme, um San Giuliano persönlich kennen zu lernen.
Ausland.
Aus Amsterdam wird gemeldet: Die Hoffnungen, die an >as wiederholte Fernbleiben der Königin von den Hoffe st e n in diesem Monat geknüpft wurden, sind nach umlaufenden, glaubhaft erscheinenden Gerückten, hinfällig geworden.
Aus Toulon wird gemeldet, daß nach den von dem Marineminister getrogenen neuen Verfügungen das zur Begrüßung des englischen Königspaares bestimmte Geschwader aus einem Dreadiwughl, mehreren Panzerschifsen und mehreren Tor- pedvjägern bestehend, von dem früheren Marineminister Vizeadmiral Voue de Lapeyrere befehligt werde, welcher dem König ein Handschreiben des Präsidenten Fallieres überreichen werde. Das Geschwader, an dessen Bord für den Empfang der Offiziere und Mannschaften des englischen Mittelmeergeschwaders besondere Einrichtungen getrosten werden, wird Ende dieser Woche nach Malta abgehen.
Schwarzlofe- Frankfurt: Montenegro.
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Losen vergei 7-deiarbciien tr. rinnen 1. Cua.'.t Liderungen W , ^-chhlagen. 2i c.kgcbK gegenübl >•{’ EinweihE Sonntag. 4. (jll ein Festakt -7>angloie Vereir - TerÄeschic Alsfeld hü u jnausgübc eine ixr Cimveihung \ Sezüglich der 3 ännkmgchun Nngsiäör beschlo lern gegen einen ! ttjgm — Ein l »egs um Änlegi lj.Mtbildes war f!'i der Mutigen S i tn recv-lichen Kor । tnjrbf die Angel« ur Prüfung zurü n-.ubmanrä über Vki'terftänc, wodi
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Tie Stichwahlparole der fortschrittlichen Volkspartei in Heffen.
Darmstadt, 17. Jan. Der engereLandesaus- schuß der Fortschrittlichen Volkspartei des .Großherzogtums Hessen hat folgende Stichwahlparole ausgegeben:
Die Vorentscheidung bei den Reichslagswahlen am 12. Jan. ist gefallen. Die Fortschrittliche Volkspartei hat in Hessen ihre Stimmenzahl, zum Teil in ganz neuen Gebieten, gewaltig gesteigert und ist in Alzey-Bingen mit ihrem Führer, Landtagsabgeordneten Pfarrer Korell, in eine aussi^sreiche Stichwahl gekommen. Das Ziel tunserer Arbeit war die Niederwerfung des schwarz-blauen Blocks. >Tie Stichwahl am 22. Januar muß die Entscheidung bringen. Zu diesem Zweck fordern wir die Wähler der Fortschrittlichen Volkspartei auf, in Alsfeld-Lauterbach gegen den Antisemiten Bindewald und für den Kandidaten der nationällibevalen Partei, Landwirtschaftslehver Heck, einzutreten. In Darmftadt-Großgerau geben wir unseren Wählern die Wahl frei zwischen Dr. Quessel und Dr. Osann, da die politische Haltung Dr. Osanns in der hessischen Politik und in der Frage der Einigung des Liberalismus eine Parole für ihn unmöglich macht, wenn er sich auch im Reichstage zur Gefolgschaft Bassermanns rechnete. Für Friedberg-Büdingen fordern wir zur Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten Busold auf, da Landgerichtsrat Dr. Strack ausgesprochener Kandidat des Bundes der Landwirte ist und sich, obgleich Angehöriger der nationällibevalen Partei, verpflichtet hat, der Reichstagsfraktion seiner Partei als Mitglied nickst beizutreten. In den Wahlkreisen Gießen - Grünbeirg - Nidda, Bensheim! - Erbach und Worms - Heppenheim -- Wimpfen verlangen wir von unseren Freunden, Anhängern und Wählern schärfstes Eintreten gegen die Kandidaten des schwarz-blauen Blocks: iDr. Werner, Rippe! und Frhr. v. Heyl, zugunsten der mit diesen in Stichwahl stehenden Kandidaten der Sozialdemokratie: Beckmann, Hasenzahl und Engelmann. Unsere Parole am 22. Januar, am Stichwahltage, muß dieselbe sein wie am Haupt- wahltage: Nieder mit dem schwarz-blauen Block!
Uebrr die Stichwahlen der Wtrtsch. Vereinigung werden wir gebeten, folgendes nachzutragen:
In Neustadt-Landau ist Pros. Dinger und in Straubing Laux .in Stichwahl. Bei dem in Forchheim gewählten Abg. Weilnböck ist es noch nicht entschieden, ob er sich der Wirtschaftlichen Vereinigung anschließen wird. Demgemäß das Endergebnis für die Wirtsa>a f t- liche Vereinigung: Hauptwahl 4—5 Mandate und 20 Stichwahlen. In 30 Wahlkreisen sind die Nationalliberalen bezw. die Freisinnigen von der Stichwahlhilfe der Wirtschaftlichen Vereinigung abhängig.
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£ reu ei urna/iet der Llbaeordne. ? Grünewald, über den a.egeu Mergel! der Abg. Zucrmcyer. Ueber diese drei Proteste wurde in der heutigen Sitzung eingehend verhandelt. Auch hier muffen erst von der Regierung über verschiedene Punkte Erhebungen angestellt werden. Am Donnerstag, den 25 .Januar, wird die Beratung fortgesetzt. In dieser Sitzung soll über die Proteste gegen Wolf- Stadecken und Schott beraten werden. Berichterstatter in Sachen Wolf-Stadecken ist der Abg. Lang, im Fall Schott ist der Abg. Bähr Berichterstatter.
Aus dem Finanzausschuß.
bs. D arm stad t, 17. Jan. In der heutigen Sitzung des Finanzausschusses wurde in der Beratung des Kapitels 28 betreffend die Verordnung für Heppenheim fortgefahren, das 14 800 Mk. fordert. Nach einer voraufgegangenen Besichtigung an Ort und Stelle durch ein Mitglied des Ausschusses wurde dieser Betrag gutgeheißen. In dem Kapitel über die Provinzialdirektion wird der vorjährige Strich von drei Kreisbeamten, die auf den Inhaber oewilligt sind, aufrecht erhalten. Tie Erhöhung des Dispositionsfonds um 11000 Mk. wurde gestrichen, ebenso sollen von den Diäten 5000 Mk. gestrichen werden, damit endlich einmal erreicht wird, daß die Kreisbeamten, nicht wenn eine Eisenbahngelegenheit gegeben ist, einen Wagen benutzen. Tie Beratung über die Verstaatlichung der Polizei in Offenbach wurde ausgesetzt bis nach einer Besprechung mit der Regierung. Der Fonds für die Landesuniversität wurde vollstänoig bewilligt, ebenso der für die Technische Hochschule. Bezüglich der Höheren Lehranstalten wurde die Vereinfachung der Staatsregierung anerkannt, die sich dokumentiert in dem Wegfall von 13 Stellen. Die bäuerlichen Abgeordneten haben sich auf den Standpunkt gestellt, daß der Zuschuß zu den Höheren Lehranstalten in einem höheren Betrage als 1 Million nicht mehr von dem Staat geleistet werden dürfe, sondern dann von idenJnterefjenten selbst übernommen werden solle. Der Voranschlag der Volksschule wuroe bewilligt, wobei der nationalliberale Antrag besprochen wurde, der eine Denkschrift von der Regierung über die finanzielle Wirrung der Maßregeln der Uebernahme der persönlichen und der sachlichen Kosten der Volksschule auf den Staat fordert. Sodann wurde die Stellung des Turninspektors nicht mehr auf den Inhaber bewilligt, sondern diese wieder zu den etatsmäßigen erhoben.
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Au- Hessen.
Die Einberufung bet Zweiten Kammer.
bs. Darmstadt, 17. Jan. Der Präsident der Z w e i - 1enKammer,der Oberbürgermeister Dr. Kühler, hat dem Finanzausschuß die Mitteilung gemacht, daß er beabsichtige, das Plenum der Kammer zum 2 2. Februar einzuberufen. Er hoffe, daß der Ausschuß seine Budget- oeratungen bis zu diesem Termin beendigt haben werde.
Beamtenbejolvuag ob die Steuern.
bs. Darmstadt, 17. Jan. Aus dem Finanzministerium wurde bekannt, daß die Beamtenbesoldungsordnung eine Steuererhöhung für 1912 nicht bringen werde.
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800 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Schlüchtern, fernere Rate von 150 000 Mk. — Erweiterung des Bayn- hofes Fulda, fernere Rate von 600 000 Mk. — Erweiterung des Hauptbahnhoses Offenbach, erste Rate von 100000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Wissen, erste Rate von 50 000 Mk. — Herstellung einer Straßenunterführung auf Bahnhof Haiger, erste Rate von 50000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Flörsheim, erste Rate von 50000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Alsfeld, fernere Rate von 100 000 Mk. — Ferner sind nachstehende Posten eingestellt: 59 000 Mk. für Erweiterung des Gleisanlagen auf Bahnhof Homburg v. d. Höhe, 55 000 Mk. für Erweiterung der Gleisanlagen auf Bahnhof Neuhof (Kr. Fulda), 3ö00u Mk. für Erweiterung der Gleisanlagen auf Bahnhof Breitscheid/ 64 000 Mk. für Erweiterung des Gleisanlagen auf Bahnhof Hachenburg, 70 000 Mk. für Erweiterung der Gleisan- lagen auf Bahnhof Aumenau, 98000 Mk. für Herstelluna eines Ueberholungsgleises auf Bahnhof Laurenburg, 99 500 Mark' für Erweiterung des Bahnhofes Schotten, 48 000 Mark für Erweiterung des Bahnhofes Westerburg, 68000 Mark für Erbauung eines Empfangsgebäudes auf Bahnhof Nied, 60 000 Mk. für Erbauung eines Empfangsgebäudes auf Bahnhof Mainkur, 42 000 Mk. für Herstellimg eines Personenhaltepunktes bei Niederjosbach an der Strecke Frankfurt—Limburg. 35 000 Mk. für Herstellung von ^wei Stellwerken auf Bahnhof Salzschlirf, 43 000 Mk. für Herstellung eines Stellwerkes auf Bahnhof Hanau-Osl, 67 000 Mark für Herstellung eines Kohlenoansetis auf Bahnhof Bebra (Gefamtkosten <0000 Mk., wovon 3600 Mk. auf einen anderen Titel enifallen), 43 000 Mk. für Herstellung einer Wegunterführung in Kilometer 13,9 der Strecke Elm—Ge-, münden, 80 000 Mk. für Herstellung einer Wegüberführung auf Bahnhof Herdorf. I
** Allgemeine Karnevalfeier. Man schreibt uns: Für die aus Anlaß der Wiederbelebung des früheren hiesigen Karnevals, Donnerstag, 25. Januar, in Stellis Garten itatt- finbenbe und von vielen ausroänigen Kappenbrüdern beschickte Gala-Damen- und Herren^Sitzung mit anschließendem Tanz (sog. rheinischer Bohnenvall) ist numnehr der Kartenoorverkaus er- ösfnet worden. Die Veranstaltung, Die ein echt rheinisches Gepräge zeitigen unb ein Karnevalssest im wahren Sinne bes Wortes werben wirb, steht unter dem Motto: Süohlluu burch Humor; benn der Ertrag des Kappen- unb Lieberverkaufes wirb den Armen- bezw. Unterstutzungsverelnen der evangelischen, katlwllschen und israelitischen Gemeinde überwiesen und von ihnen am Faunachts Sonntag an sog. verschämte Arme verteilt werden. Die Veranstaltung soll ein Stellbichein für Reich unb Arm werden, im wahren Sinne des Wortes eine „Allgemeine Karnevalsseier": weiß man doch aus anderen Städten zu berichten, wie durch derartige karne^ valistische Veranstaltungen gar manche Träne von Leuten getrodnd; wird, die sich eben scheuen, den sog. offenen Bettelweg zu betreten. Zweifellos wird auch frer — wie früher in anderen Städten — der Abend einen Massenbesuch erfahren. Auch sei nochmals darauf hingewiesen, daß jür die erste Festsitzung bestimmte Chorlieder uiiv Äor.räge bis spätestens Montag früh im L^rkehrsbureon eingereicht sein müssen. Es sei die Bitte eusgesprochen, sich bei düsen geistigen Schöpfungen m.hr mit den hieilgen Berhältnifsen unb Vorkommnissen zu befassen, wozu doch Surff in Hülle und Fülle vorhanden. Lieder und Vorträge allgemeinen Jnhalls werben durch die auswärtigen Deputationen georacht. s2hid) möge man bei £iebereinfenbung sie cs seinen Namen angeben, schon wegen ber zu erroauenben Lrdensauszeichnung.
Lanvlrets Gicgrn.
b. W ieseck, 17. Jan. In der gestrigen Gemeinderats» sitzung wurde die Gemeinderechnung vom Jahre 1910 einer kurzen Prüiung unterworfen. Nachdeni der Borsitzeiide die Hauptpuntte rorgeiefen unb bie beanstandeten Rubriken im einzelnen hargelcgt hatte, wurde die Rechnung genehmigt. In den Ortsbausapungen wurden von der Behörde einige kleine Abänderungen gewünscht. Die Slcnterungen wurden als vorteilhaft anerkannt, und gurgeheißen. Auch in der Lrtssatzung wegen des Berufsoürgermeiiters, die von der Gemeindevertretung angenommen war, wurden vorn Ministerium einige geringe Abänderungen gc wünscht. Auch diese wurden sür zweamagig erachtet und genehmigt.
Ingenieur Tlcnacl iuu bie Arbeiten der Uebcrlandzcntrale m den Dienst der Stadt getreten.
♦♦ I m Kolosseum war gestern abend Progrimmweck' ei’. Tie neuen Darbietungen waren durchweg sehr interessant, und es ist anzuerkcnnen, daß frivole oder zweideutige Scherze unb dergleichen vollständig ausgeschlossen sind. Trotzdem vcr.or ba$ Programm keineswegs an Frische und Anziehungskraft, ü 11 b t Lendossky ist eine stattliche Soubrette mit viel Grazie in ihren heiteren und ansprechenden Vorträgen. Einen sehr schönen unblid boten auch die beiden akrobatischcii Tänzerinnen, bic nach der Melodie „Heinerle" höchst niedliche Tanze auirührten, die bei der schmucken Tracht als junge Bauernburschen und ihren geschmeidigen Gliedern allgemeines Wohlgefallen erregen mußten. Beide Künstlerinnen traten mit zwei anderen Mitwirkcnden später noch erfolgreich „am Nickel-Llpparat" auf unb zeigten ihre Ge- wanbtheit. „Leyton unb Partner" leisteten an Purzeloaumen unb kornischen Auftritten bas Menschenmögliche und sagten denen hauptsächiicy zu, bie für amerikanischen und englischen Humor euvos übrig haben. Miß Zephora bet eine Glanznummer des Programms. Was sie am Trapez leistet, ist erstcninlich, fordert so viel Muskelkraft wie Gewandtheit, und doch ließ die wohlgeoaute und hübsche Künstlerin nichts davon merken, daß ihr die Arbeit- tcgenbmie schwer würde: immer ein freundliches Lächeln. Tann tarn noch ein Humorist, der in entsprechender Verkleidung oie Sorgen der „Germania" blldlich und int Vortrag zeigte, endlich noch ein holländisches Tänzerpaar, das in verschiedenen Venvand- ltrugen auftrat und von tanzenden Hunoen begleitet war. Eine Soubrette, bie das Programm noch verzeichnete, war offenbar durch Unwohlsein am Auftreten verhindert. fcUiÄ dieses neue Programm des Kolosseums reri i?nt rege Ausmett- samleü und besseren Besuch als gestern. Sämlliche Veranstaltungen austrat und von tanzenden .vunoen oegteitei war. Ein« kreisen und auch von Damen besucht werden.
** I n den Voran, ch lag der Eisenbahnver^ toa!tung für das Jahr 1912 find für den Bezirk der Eifenbahndirektion Frankfurt folgende Posten eingestellt: Erweiterung der Hauptweriftätte Limburg (Lahn), letzte Rare von 50 000 Mk. — Erweiterung der Wagenwenstätte Frankfurt, letzte Rate von 100 G00 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Meerholz, letzte Rate von 40 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Franfurt-Bona- mes, fernere Rate von 30 000 Mk. — Selbständige Einführung ber Homburger Bahnstrecke in den Hauptpersonen- vahnhos Frankfurt (Main), fernere Rate von 50 OOo Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Wetzlar, fernere Rate von 300 000 Mk. — Erweiterung des Ostbahnhoses in Frankfurt, fernere Rate von 600 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Dillenburg, fernere Rate 100000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Ems, fernere Rate 100 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Bad-Nauheim, fernere Rate von 400 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Diez, fernere Rate von 100 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Friedberg, fernere Rate von 8u0 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Höchst a. M., fernere Nate von 800 000 Mk. — Erweiterung des Bahnhofes Wellburg, fernere Rate von 400 000 Mk. — Erweiterung des Hauptpersonenbahnhofes Frankfurt (Main), fernere Nate von
Ztc u Mainz, ^'O’Tttbneten -tridmife borgen NMurpand fünf Stadtr Ä je ein A }4 ,lai,t unb Neus 1 'r°i-lrbnu pM genehmigt, juger am
.^'^wasser,
AuS bem Wahlprufungsausschutz.
bs. D a r m st a d t, 17. Jan. Heute nachmittag trat ber Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer zu einer Sitzung zusammen, in der eine Verteilung der Berichte vorgenommen wurde. Der Ausschuß bat bekanntlich über 34 Wahlen zu entscheiden. Es ergab sich die Notwendigkeit, daß über verschiedene Punkte erst von der Regierung Er- Tiebungen angestellt werden müssen. Die Berichte über die fünf erngelausenen Wahlanfechtiuigen wurden wie folgt verteilt: der Bericht über den Protest gegen den Abg. Auler wurde dem Vorsitzenden des Ausschusses, dem Abgeordneten Breidenbach, überwiesen, über den Protest gegen
Abeuds 8'/i Uhr in ber Neuen Aula.
C b e r t). Gefchichtsverein. Vortrag von 6öeh. Kirchenrat Pror. Dr. Krüger: Der Aiamzer Kreis unb die teilt). Bewegung ; Mitteilungen von Tr. Bremer: Tie Ausgrabungen in Eberpadt. Abenbs 8'/, Uhr im Hotel Schütz.
*" In Audienz empfangen wurde vom Groß- Herzog am Mittwoch u. a. Geh. Biebizmalrat Prof. Dr. Sommer in Gießen.
,eD:e Mitglieder des Finanz-Ausschusses der Zweiten Kanimer weilten geiiecn hier, um sich an Ort und Stelle über das neue Projekt bcS AintSgerichts-' gebäubcS für Gießen zu untecrlchteii.
** Justizpersonalien. Der Großherzo^ hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim Dr. Gust. Maurer zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach Gust. Schneider zum Amtsrichter bei vem Amtsgericht Bad-Naul)eim ernannt.
** Die Vorschriften über die Reikeprü- ungen an den Gymnasien, Realgymnasien und Ober- :ealsa)ulen haben einige Aenderungen erfahren; die we- entlichste der neuen Beitimmungen geht dahin, daß fortan )ie Benutzung von Wörterbüchern beim Anfertigen )er fremdsprachlichen Reifeprufungsarbeiten nicht mehr estattet ist.
•• Die ilädtische ll e b er la n dze n tra le wird in der nächsten Zeit mit allen Kräften m Angriff genommen. Gestern besichtigte Tireltor Stolle mit vier Ingenieuren der Siernens- Schuckect-Werke die Orte der Rabenau u,w„ um die güniiigste Linienführungen dahin festzustellen. 2)iit dem 1. Januar ist
empfohlen werden, überall da, wo nicht seitens ber geLl. :it Vartelleitung bindende Abmachungen über gleiorcertigc Geg:» leistungen getroffen worden sind, d n liberalen M anbi» datengegenüber strikte st eWatzlenthaltungu üben.
Berlin, 18. Jan. Gestern abend sind Erl. arun- g en zu den Stichwahlen seitens der Fortschrittlichen Volkspartei, des Buirdes der Landwirte unb des. Zentralvorstandes der Deutsch-Konservativen Partei ergangen. In ber Stichwahlparole der Fortschrittlichen Volkspartei heißt es:
Die erste Aufgabe ist überall die Förderung der eigenen Partei. Die mit uns verbündete nationalliberale Partei ist gegen jeden Gegner zu unterstützen. Im übrigen gilt die Losung: „Keine Stimme für «in Mitglied der Deutsch-Konservativen, der Reichspartei, des Zentrums, ber Wirtschaftlichen Vereinigung oder eine andere antisemüische Gruppe.
Ter Bund der Landwirte erklärt zu den Stichwahlen :
Nachdem der Versuch der rechtsstehenden Parteien und des Bundes der Landwirte, mit den liberalen Parteien unter Mitwirkung der Regierung einen allgemeinen Wahlkoinvromiß gegen die Sozialbemokratie zustande zu bringen, an der Ablehnung der Forlschitrtlichen Volkspartei, überhaupt in eine diesbezügliche Verhandlung einzutreten, gescheitert sind, empfehlen wir, sich der Stellungnahme der rechtsstehenden Parteien anzufchließen unb überall die Wahlenthaltung ba eintreten zu lassen, wo gleichwertige Kompensationen nicht erreicht werben.
Tie Mitteilungen von Deutsch-Konservativer Seite fordern auf, dort, wo nicht Sonderabkommen zivischen einzelnen Kreisen auf der Grundlage vollwertiger Gegenleistung zustande kommen gegenüber den liberalen Kandidaten, die sich nicht ausdrücklich gegen jede Schwächung d^r verfassungsmäßigen Rechte der kaiserlichen Gewalt, für völlige Sicherung eines ausreichenden Zoltschtttzes für Landwirtschaft und Industrie und für Sicherung der bürgerlichen Gesellschaft des Einzelnen gegen den Terrorismus der Sozialdemokratie verpflichten,. Stimmenthaltung auszuüben.
Der Berliner ,Lokalanzeiger" meldet über die gestrige Besprechung der Regierung, vertreten durch UulerstaatS- selretär Wahnschaffe, mit den Führern der bürgerlichen Parteien : An der Besprechung soll von den Nationallibe- raten Professor Dr. Friedberg anwesend gewesen sein. Diese Meldung wird durch die liberalen Blätter, vor allem die „Tägliche Siundschau", energisch dementiert. Letzteres Blatt schreibt spöttisch: Weder Herr Friedberg, noch ein anderer nationalliberaler Vertreter hat an einem derartigen Kränzchen teilgenornmen, vielmehr haben die Nationallibercllen es abgelehnt, sich auf derartige Verhandlungen überhaupt einzulasfen.


