Nr. 141
Erschein! tlgttch mit Ausnahme Le» Sonntag».
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r. O b ft (Hamburg), Wenzel
(Berlin) und Hager (Stettin) beteiligten.
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. nS( de* „Ker*P*^ über bat Ozean geführt iverden soll, wird das Unterseeboot ,,Ferre" sein, das sür 'jm bestimmt ist. Tie ,Fängumh", die eine J,aiP?belleS"uv Stiiden* Lange von 93 Meter bei einer Breite von 11,93 Bieter unb einen
c., i JS Tiefgang von 3,54 Meter haben wird, ist mit einer Waiiervcr
% c’lialli‘L^S^X bDingung von 5540 Tons im Grunde ein regelrechtes ^dwimmbod,
bei dem die Ingenieure jedoch die (Vorin eines Seeschi'ie. gegeben
baden. < • 850 Pserdckräfte enavtckelt, wirb
k Att»CrtllllU**r r tiefem Fahrzeug eine Durchschnittsgcsc! von 11 Knoten
ceben. Am Vorderteil des „Känguruh" befindet sich ein beweg
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von der
An den Vortrag schloß sich eine ausführliche Aussprache, an der sichBeruhard (Berlin), T (Berlin), Dr. Kaftan (Berlin) und
Industrie nnd Technik.
Ein Schiss zur Beförderung von Unterseebooten.
Die französische UnterleebootS-Industric besindet sich im raschm Aufstiege, bei der Gesellschaft Schneider et Co. sind eine ganze iHcilje von Kriegsiahrzeugen unter Wasser für fremde Länder in Bau, für Griechenland, für Japan und auch für Peru. Das für Griechenland bestimmte Boot wird demnächst die Probe seiner Seetüchtigkeit oblegen: die „Delphine" soll durch eigene Kraft und mit eigenen Mitteln Griechenland crrcict)en. Schwieriger über gestaltet sich das Problem, wie die in Frankreich gebauten Unterseeboote weiter entfernte überseeische Bestimmungsländer er-
Chefredakteur Dr. Mohr (München) schlug der Versammlung eine andere Entschließung vor, die folgenden Wortlaut hat:
„Der Frage der journalistischen Berufsbildung muß erhöhte Aufmerksamkeit zugewcndet werden. Daher wird der Vorstand beauftragt, die geeigneten Schritte in die Wege zu leiten. Insbesondere erklärt es der Delegiertentag für wünschenswert, das; an den Hochschulen Vorlesungen und Seminare eingerichtet werden, um unter Zuziehung von Männern der Praxis die Frage des Zeitungswesens zu behandeln. Zugleich soll mit allen Mitteln danach gestrebt werden, die wilden Institute zur Vorbildung von Journalisten zu beseitigen. Ter Delegiertentag spricht den Grundsatz aus, daß der jour- nalistisclw Berus ein freier Beruf ist und nach wie vor jeder Begabung aus jedem Berufskreise offen stehen mutz." Tie Entschließung Conzen wurde abgelehnt, desgleichen die Entschließung Mohr bis auf den letzten Satz, der angenommen wurde.
Darauf beschäftigte sich die Delegiertenversammlung mit der Frage der Vertretung des Reichsverbandes in dem vom Bund für
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Ludwigs -0 hon 186
Garten
Kl.19.3Mi
.JCo»zert
Rcichsvrrbanvttag -er -rutschen presse.
+ München, 17. Juni.
Die T cteg i e r 11 n D: r f a mm hing des Reichsverbandes der Deutschen Presse und des Berbandcs der Journalisten- und Schriftsteller-
RebnftUn, ®y>ebtHon und Druckerei: Schul- [träne T. ttywebition und Verlag: e^6L Refeahwrce^lia. Te1.-AdruAnieiger»ießen.
Ten Dorlrag hierüber erstattete Dr. Conzen (Zürich), folgende Entschließung vorschlug:
„Tie Delegiert cnucriammlung des Neichsverbandes ... Teutsck>en Presse, überzeugt von der Notwendigkeit, die Frage der Vorbildung der Journalisten ihrer Lösung entgegeniufülyren, beauftragt den Vorstand, mit dem Verein Deutscher Zeitungs Verleger in Verbindung zu treten, um gemeinsam mit ihm über Mittel und Wege zu beraten, wie die Vorbildungsfrage aut der Grundlage eines abgesckftossenen akademischen Fachstudiums in Verbindung mit dem Besuch von Vorlesungen über Zeitungswesen und der Teilnahme an einem lournalistischen Seminar möglichst bald geregelt werden könne."
Vereine setzte heute ihre Beratungen unter dem Vorsitze Marx (Berlin) fort. Die Tagung beschäftigte sich zunächst mit Frage der
Vorbildung der Journalisten.
Dienstag, 18. Juni (912
lUtetionlbrucf und Verlag der vr üblichen Unwersuäts - Buch- und 6tetnbrude$tL flt Lange. Gießen.
Garte« i|i.Bey . „-tonst. ,»flnbers
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s Kompott
Gine Riesenaulgabe des modernen Stadte- baueS. Die kühne Absicht der australischen Lundesregierung, in einer bisher völlig unbebauten Gegend nach einem einheitlichen. Plane emc neue moderne Riesenstadt erstehen zu lassen, die künftig die Hauptstadt des australischen Staatenbundes sein soll, ist nun um einen entscheidenden Schritt vorwärts gerückt. Die australische Negierung hatte, iuie bereits früher berichtet wurde, die Architekten aller Länder zu einem großen internationalen Wettbewerb auf- ge’orbcrt. Die Entscheidung über die eingereichten Entwürfe ist nun gefallen, die Siegespalme ist einem amerikanischen Architekten erteilt worden, die Pläne des Baumeisters Walter Burley ©riffln aus Chicago sind nunmehr genehmigt. Wohl selten ist dem modernen Städtebau eine so gewallige und einzigartige Aufgabe gestellt worden; hier war dem Baukün'tler die Möglichkeit gegeben, die Anlage einer ganzen, vollkommen neuen Stadt aus einem Flächenraume von mehr als 25 englischen Geoiertineilen mit allen Einzelheiten zu entwerfen. Der preisgekrönte Entwurf gibr die Pläne und Zeichnungen für eine Stadt, die einstweilen 75 OOU Einwohnern Raum gewährt: die Möglichkeit eines Wachstums der Stadt ist von vornherein berücksichtigt. Griifins Plan führt alle Haupt- stratzen der lunitigcn Bundeshauptstadt strahlenförmig auf ein gentium, an dem die wichtigsten Regierungsgebäude erstehen sollen, -tie Vororte bilden wiederum ähnliche kleinere Zentren, von denen die Straßen strahlenförmig ausgehen. Tie kiinftigen Anlagen von Ltravenbahnen und Dampfbahnen sind sehr geschickt in oas Proiekt verwoben. Der Entwurf umfaßt ferner die Pläne für die Regie» rungSgebäude, das Parlament, die Ministerien, die Gerichtsgebäude, Kirchen, Universitäten, für das Stadthaus, die Bahnhöfe, die T aih- hallen, kurz für alle notwendigen Bauteil.
sen h.und ir> allen “’szum 25. juni lhrM billig erkauf
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schieden und daher nebeneinander mit verschieoener Bedeutung gebraucht werden können.
Was die rein teckrnische Seite angeht, so ist der Betrieb solcher Feuer einfach und billig zugleich. Auf den schwedischen Privatbahnen sind die Blitzsignale ganz automatisch eingerichtet: am Fuße jedes Zeichens ist eine Metallflasche rmt Preßaeetylen ausgestellt, hie das nötige Brenngas liesert. Auch die Blitzlampe arbeitet ganz selbsttätig. Der Gasverbrauch ist dabei so gering, daß man sie Tag und Nacht brennen lassen kann. 1OOOOO einzelne Lichtblitze, die durchschnittlich die Arbeitsleistung eines Tages darUellen, kosten in Schweden noch nicht ganz 10 Pfg. Einzelne foldntr automatifdxii Blitzlichtzeichen haben bereits über 1 Million Mal Lichtblitze ausgesandt, ohne daß irgendwelche Unregelmäßig^ feiten vorgekommen sind. Wie es heißt, soll auch die Verwaltung der Staatsbahnen diesen Blitzlichtzeichen ihr Interesse zugewandt haben.
Au» Hessen.
Die BeamtenbesolduugSfrage.
63. Darmstadt, 17. Juni. Gegen die kürzlich im Finanzausschusz zutage getretene Eini gu n g in der Frage der, Schuldentilgung wird von Mitgliedern der ^Ersten Kammer eifrig Stimmung gemacht. Von der Annahme oder .Ablehnung dieses Gesetzes soll es abhängen, ob die BeanitiNtbefoldungsvorlage der Regierung durchgeht über nicht. Die „'•Reuen Hessischen Volksblätter" veröffentlichen heute einen Artikel, über dessen Herkunft man nicht lange nachzudenken braucht. Der Artikel lautet:
„Wenn Die bis jetzt vorliegenden Zeitungsmeldungen richtig sind, so .hat sich im Finanzausschuß der Zweiten Kammer eine Mehrheit gefunden, die zwar nickst die geplante St euer er Höhung für 1913, aber eine wenn auch abgeschwächte Schuldentilgung in Verbindung mit der provisorischen Regelung der Beamtengehalte bewilligen will. Damit hat sich der Ausschuß auf eine sehr ge- ; fährtick-e Bahn begeben, und er bat namentlich den vor oem Vanbe ausgestellten Grundsatz: erst die Menschen, bann die Schulden, verletzt. Dam die Genehmigung des Schuldentilgungsgesetzes ist endgültig, während die Beamten mit einer vorläu- ; f i g c n und ungenügenden Erledigung ihrer Wünsche ab» gespeist werden. Damit aber schwindet zugleich die Möglichkeit einer gründlichen Reform der Besoldungs-Ordnung,
Ans 5taOt und Land.
Gießen, 18. Juni 1912.
" Eisen bahn-Personalnachrichten. Ernannt: Die Eisenbahn-Obersekretäre Hak und Herb old zu Rechnungs-Revisoren und Eisenbahnassistent Six in Frankfurt zum Bahnhofsvorsteher; der kom. Eisenbahnassistent Kreck in Dillenburg (früher in Gießen) zum Eisenbahnassistcntcu; dec Schaffner Fühl in Friedberg zumZugführer; der Schaffner i.Pr. Nikolai in Gießen zum Schaffner; der HilsSweichenstellei Nikolai in Gießen zum Eisenbahngehilfen.
** Taubstummen'Gvttesdienst. Am 30. Juni, vormittags 11 Uhr, findet in Lauterbach Gottesdienst für Taubstumme statt. Nach dem Gottesdienst ist gemeinschaftliches Ndittagcssen, das Gedeck zu 80 Pfg. Nach einer photographischen Aufnahme wird ein gemeinsamer größerer Spaziergang gemacht. Anfragen zwecks Erlangung von Fahrpreisermäßigung, sowie Anmeldungen zum Mittagessen find möglichst bald an Oberpfarrer Müller in Lauterbach zu richten.
•• Steins Garten. Heute findet die erste Vorstellung des berühmten Magiers Ben-Ali-Bey statt. Ben-Ali-Bey, der in Berlin allein zu wiederholten Malen monatelang Gastspiele gab, bereiste außer Deutschland Holland, Rußland, Schweden und Norwegen, Oesterreich, Ungarn, Serbien, Belgien, die Schweiz usw. unt kommt nun zum ersten Male nach Gießen. Die zweite und letzte Gastvorstellung findet Freitag, den 21. Juni, statt.
wichen sollen.
Die französischen Ingenieure haben nun in der stonftruktion eines eigenartigen neuen Schiffes diese Schwierigkeiten über- Wunden. Auf den Werften an der Gironde in Bordeaux ist dieses neue Schiff, das lediglich zur Beförderung von Unterseebooten cüigerickstet ist, gegenwärtig in Bau, und in der Narure mactst. der ftanzösisckie Fregattenkapitän Jourdan einige, fesselnde An gaben über dieses eigenartige Fahrzeug. Tas Scknff, das den Namen „Känguruh" erhalten bat, nimmt das ganze Unterseeboot in fernen Schiffsraum auf. Tas erste Boot, das auf diese Weise
vom Kaiser.
Hamburg, 17. Juni. Der Kaiser ist heute mittag uvökf Uhr an Bord der .Hohenzollern" zurückgekehrt. Prinzessin Vi ktoriaLnise reiste um 12,20 Uhr nach Station Wildpark ab Der Kaiser nahm um 12'/, Uhr an oem Frühstück beim Generaldirektor B a l l i n teil.
Der Kaiser wird an der am 19. Oktober in Aussicht genommenen fcicrlidjen Einweihung der St. Mi- chaelskirche in Hamburg teilnehmen.
Der Kaiser verlieh dem Bankier Ludwig Delbrück- Berlin den Stern zum Kronenorden 2. Klaffe.
Begegnung des Kaisers mit dem Zaren.
Wie jetzt bekannt gegeben wird, trifft der Kaiser mit dem Zaren in den ersten Julitagen in den Finnischen Scharen zusammen. In Begleitung des Kaisers befindet sich Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
Aus .Anlaß der Bekanntgabe dieser Tatsache schreibt, wie uns aus Berlin telegraphisch gemeldet wird, die „Boss Zeitung":
Das deutsche Volk bat seine Friedensliebe jetzt über vier Jahr Lehme bewiesen Es will mit allen Nationen nicht nur in Frieden, i sondern, wenn eS angcht, üi Freundschaft leben, auch mit England ' Es wollte nicht um England willen denTrahtnachPeters bürg zerreißen, aber es ist auch gern bereit, den Draht nach London wiederherzustellen, wenn auf der Gegenseite gleich? Neigung vorhanden ist. Die deutsche Nation würdigt auch dic Gefühle der französischen Nation gerecht und Verständnis voll, obwohl cs nickst ohne Bedauern sieht, wie der Cl^auviiiismus ; jenseits der Vogesen neuerdings an Boden gewinnt. Aber es ist auf der Hut und es hat auch ganz die Meinung des Herrn, Poincaro, unsere Zukunft liege schließlich in uns selbst, und wir werden geachtet werden im Verhältnis unserer Stärke. In diesem fluten Vertrauen beobachtet der Deittscke die polilisckstn Reisen von Staatsoberhäuptern und Staatsmännern. Etwaige Cintrei kmrgsgelüfte werden eitel, etwaige Bemühungen, Rußland in den Dienit einer deutschfeindlichen Politik zu stellen, vergeblich sein. Sollten die orientalischen Ereignisse eine neue .ürff'is bringen, so wird Deutschland nickst in erster Reihe davon berührt werden, sondern um das Wort Bismarcks zu wiederholen, den । ehrlichen Makler spielen können. Mögen daher die kleinen \ Unstimmigkeiten unter den Entente-Mächten noch bestehen ober l schon beglidjen sein, mag alles das ausgezeichnet stehen, wie Herr | 'Boincare sagte, oder auch eine Steigerung der Herzlichkeit am I 10. August möglich fein, die Reise des deutschen Kaisers zum Zaren ■ wird die Deutung erfahren, daß die Völker zuversichtlich der I werbenden Arbeit nachgehen können und daß nicht zu besorgen ist, I der Krieg zwischen Italien und der Türkei tuerbc zu einem beispiellosen verheerenden Weltkrieg ausarten.
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denn das Schuldentilgungsgesetz zeigt die Tendenz immer größere Summen für sich in Anspruch zu nehmen, so daß für die Neu rcgclung der Gehalte nur eine gewaltige 3tcuercth5buiig übrig bleibt. Daß diese im Lande erbeblickicn Widerspruch linben wird,
:.i if l. Die PeNröstungen auf die Revision des Gernein'ckwftsvertrages — wobei man das Fell verkauft, ehe cn Bären bat — auf die Einführung einer Erbschaft^'
für Minber und Ehegatten — während das Reich vielleicht bald diese Steuerauelle für sich in Anspruch nimmt —, der Hinweis auf die mögliche stärkere Heranziehung der großen Einkommen und Vermögen, die leider in Hessen nur in geringer Zahl vor banden sind, weroen von der Bevölkerung nicht mehc ernst gc nornmen Man weiß, daß der gewerbliche und landwirts-chait liche Mittelstand tm Großberzogtum der Hauptsteuerträger ist, rn ci b n i n i in > rstc r £ ini
die Ablehnung des Tilgungsgesetzentwurfes, der scküießlich so ab geschwächt ist, daß die für die Vorlage gegebene Begründung auf diesen Rest kaum mehr anwendbar ist, hätte sich der Finanzausschuß
5a n grschassen, und den Beamt n, lieren Wohl ja in erster Linie seine Arbeit galt, Befriedigung ihrer dringlichsten und
tigücn Wünsche verschaffen können, ohne daß nach mens1 sichern ( rmessen auf sie daö Odium der Stcuererhö^ing gefallen wäre. Man hätte es dann der Regierung überlassen können, ob sie für dic Durchführung ihrer SchulbcMilgungspläne eine Steuer-
- stl< jun J t;i diesem Augenblick, wo in Hesseir so viele Fragen finanzieller Nattir in Sckuvebe sind, Ersparnis im Staatshmishalt, Revision der Gemeindesteuer und ihre Rückwirkung aus die StaatSsteiun: infolge der Einführung der TeUararionspslicht usw?, war ein schwerer Fehler. Vielleicht ist er im Plenum noch tu bcfei'igcn. Die schon oft aiisgesprocktene These: „Beamtenbesoldung oder Sciuildentilgung" gilt auch noch heute: beides -zusammen läßt sich nicht mack-en, die Leidtragenden aber werden die Beamten sein."
JrrenrechtSresorm ins Auge gefaßten psvchiatnschcn Ausschuß. Den Vortrag hierüber erstattete Giesen Frankfurt a Die An« gelegenbeit wurde dem Vorstand zur Erledigung übenvieien
5ufammcn|d}lu6 der deutschen Nechtranwattr- und Notanatrbureaudeamten.
Man schreibt uns:
Crganiiation6bcftrebungcn machen sich seit einigen Jabren unter den Angestellten der Rechtsanwälte und Notare bemerkbar. Die Organisation dieser Angestellten-Kategorie war umso not wendiger, als gerade die Angehörigen dieses Berufes von der sozialen Gesetzgebung recht stiefmütterlich behandelt worden find, während ihre wirtschaftliche Lage im großen und ganzen nid i.« weniger als günstig ist. So haben diese Angestellten sckwn int Jahre 1902 einen Verband mitdemSitz in W i e o bade ii gegründet, der sich speziell die Förderung u'irtr Jutereffen, insbesondere die Verbesserung der wirischastlickren Lage seiner .i. glieder zur Ausgabe gemacht hat. Während viele Organisativneit den Prinzipalen nicht gerade sremiolich aegenülvrstehcn, ist der Verband deutscher Rechtsanwalts- und Notariatsdureauleainten bemühl, möglichst auf gütlichem Wege unter Vermeidung dcS klajicn- kampses feine Ziele zu crrcidm. Daß dies von den Rechtsanwälten anerlannt wird, zeigt sich schon darin, daß die Verbandstage stets von einem Vertreter der ReckftSanwälte beschickt werden und daß die Stellenvermittlung des Verbandes von beiden teilen lebhaft in Anspruch genommen wird. Infolge des gitten Cinverneh- mens zwischen Prinzipalen und Angestellten ist der Verband ui der Lage, auf dem Gebiete der Stellenvermittlung segensreich zu wirken. Die monatlich zweimal erscheinende Verbandszeitnng, ivcidtc den Mitgliedern kostenlos zugestellt wird, behandelt alle ,• tagen, die für Reckstsanwalts^ und R'otariatsbureauangestelltc von Wichtigkeit sind, und enthalt regelmäßig ein Verzeickpiis über die Stellen, die auf deutschen Anwaltsbureaus zu besetzen sind.
Wie der Verband sür das Wohlergehen seiner Mitglieder be sorgt ist, erhellt daraus, daß er eine eigene Unterstützung» lasse eingerichtet hat, die über einen ansehnlichen Dispositionsfonds verfügt. Aus dieser Kasse zahlt der Verband feinen Mitgliedern im Falle unverschuldeter Stellenlosigkeit im Berl)ältnis zu den Mitgliedsleistungen recht hohe Beträge. Auch eine Sterbekasse hat der Verband ins Leben gerufen, bei der sich Mitglieder und deren Ehefrauen gegen sehr mäßige Prämien versichern können. Bei der Frage der Einbeziehung der Rechtsanwalts- und Notariatsbureanbeamten in die Pensions-Ber sicherung der Privatangestettten hat der Verband tatkräftig mit gearbeitet.
raum, worauf das Unterseeboot einfährt und hier sofort durch Stützen befestigt wird. Dann wird aus den Wasserräumen des Vorderteils der Ballast ausgepumpt, die Tür geschlossen, der Vordersteven herabgelassen, loorauf dann auch daS Wasser aus dem mittleren Schiffsraum ausgepumpt wird, so daß das Unterseeboot vollkonrmen im Trockenen ruht. Durch Entleerung der Hinteren Wasserbehälter wird die Lage des Fahrzeuges bann reguliert, und die „Känguruh" kann ihre Reise an treten. Die Entladung erfolgt in derselben Weise. Wenn die „Känguruh" feine Unterseeboote transportiert, wird sie bei ihrem großen mittleren Schiffsraum imstande sein, Ladungen auszmiehmen, die sonst von Dampfern gern vermieden rverden: .Lokomotiven, Kessel, Turbinen und dcr- gleick-cn.
Blinkfeuer als Lisenbahnzeichen.
Blinkfeuer waren bisher nur als Schiffahrtszeichen üblich, während man bei der Eisenbahn ausschließlich rote, grüne, weiße Lichtzeichen verwendet. Mit diesem alten System hat man seit einiger Zeit auf schwedischen Privatbahnen gebrochen, und die ersten Versuche mit Blinklichtern, die sich über beinahe 3 Jahre erstreckt haben, sind außerordentlich befriedigend ausgefallen. Ein vortrefflicher Aufsatz in der Heine- mannschen Monatsschrift „Tbe Worlds Work" aus der Feder von James Armstrong teilt hierüber Näheres mit.
Es handelt-sich nicht um Blinkfeuer im eigentlichen Sinne, wie man sie als Schiffahrtszeichen benutzt, sondern um Blttzfeuer, die sehr rasch hintereinander kurze Lichtblitze ausstrahlen. Durch- schnftilich werden 60 Lichtblitze in der Minute ausgesandt. Die ersten Versuche sind in Liljeholmen in der Nähe von Stockholm ausgeführt worden. Cs bat sich dabei herausgestellt, daß diese Blitzlichter dem gewöhnlichen stetigen Lichtzeichen überlegen sind. Besonders die Lokomotivführer, deren Urteil in dieser Frage wohl aussckftaggebend ist, haben einstimmig erklärt, daß solche Blitzfeuer nicht so leickst übersehen werden können, wie ruhige Lichter. Cs ist dies übrigens eine alte Erfahrung, daß unstetige Lichter die Au'merksamteit stärker erregen, als gleichmäßige, wie jehern von den Lichtreklamen der Großstadt geläufig ist. In erster Linie kommen solche Blitzlichter als Eisenbahnfianale für schwierige Einfahrten und Kreuzungen in Betracht. Man bat mit den verschiedensten Schnelligkeiten des Blitzlichtes Versuche gemacht, und habet hat sich ergeben, das 60 Blitze in dem oben angegebenen Tempo am besten ui sehen sind, während bei großen Geschwindigkeiten, etwa 120 ui der Minute, die Wirkung etwas aufregend ist und daher für die Praxis nicht in Frage kommt. Dagegen hat sich herausgestellt, daß zwei verschiedene solcher Blitzfeuer, mit Geschwindigkeiten von 50 und 90 in der Minute durchaus sicher unter»
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ckende Qualitäten
.Verein" Ltr-irv „ | ielöl in UW ÄWk, Erdnußöl Mchmetkiid a“/»
»I, Flasche 11Ü mit Glas P'S-
Icebcn. "Am^Vorderteil des „Känguruh" befindet sich ein beweg ■ lieber Vordersteven. Wenn dieser Vorder.teven gehoben oder bc I ieitigt wird, öffnet er damit automatisch den Zugang zu einer Art 1 I Tunnel, der zu einem 59 Meter langen Schiffsraum fuhrt.. xiqcr * iRaum nimmt den ganzen Mittelteil des „ilänguruh“ tut nch ~ ‘ 3. An den Seitenwänden und am unteren ^chiffs-
genau wie bei den Schivimmdocks Wasserraume vor die durch ein System von Schleusen und Pumpen teil
I :vci)e oder ganz mit Wasserballast gefüllt oder geteert werden j 'f auen. Die Einladung des Unterseebootes vollzieht nch icha II naisack). Tie Hinteren Wasserräunie des Känguruh werden mit | iZasser ball ast gefüllt, worauf sich der Bug des cckines emporhcbi | Der Vordersteven wird gehoben und der Eingang zum -tunnel m iT-ci. Dann wird auch der Vorderteil des Känguruh geieiikt, das Saifer fließt durch den Dunne! ein und füllt den ganzen schijss^
Zweckes Blatt 162. Jahrgang
Die „Siebener StmUlenblätttr“ werden bau Z 1
.Anzeiger' viermal wöchentlich be,gelegt, bal W V S U 8 Ä SL U U 1
MXrtisbIart für den Hrtii «letzen" zweimal ■ V » ▼ ▼
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