•Britt; Ludwig, nach Dem rreunoiKDii augneivroomen Wunsche Kuret Majestät in meiner Vertretung hie Taufreoe halten darf und meine Tochter, die Prinzessin Therese, die Taufhandlung vollriehen wird. Prinz Ludwig ist besonders von mir beauftragt, Eurer Majestät zum Ausdrucke zu bringen, mit welch hoher Freude es mid) erfüllt, bar das neue mächtige Schiff meinen Namen tragen wird. Indem ich für das Wachstum und die Entwickelung derKais erlichen Marine, mit der mich durch das neue Schiff so nahe persönliche Beziehungen verbinden werden, meine wärmst en und aufrichtigsten Wünsche anfüge, ergreife ich mit wahrem Vergnügen den gegenwärtigen Anlaß zur erneuerten Versicherung der t örtlichsten .Hochachtung und Freundschaft, womit ich verbleibe Eurer Majestät freundwilliger Vetter und Bruder.
Aus Hessen.
Dom GefthqebungSausfchuh.
bs. Darmstadt, 16. Febr. Der Gesetzgebungsausschuß 6er Zweiten Kammer hielt heute eine Sitzung ab, in der die Regierungsvorlage, betreffend Gesetzentwurf, die Abänderung des Gesekes, die Ausführung des Reichsimpf- g e s e tz e s vom 8. April 1874 betreffend, vom 25. Mai 1875 durchberaten wurde. Nach dieser Vorlage sollen die Gebühren der Jmpfärzte, die bisher den Gemeinden zur Last fielen, dem übereinstimmenden Wunsche der beiden Kammern entsprechend nunmehr vom 1. April 1912 ab zur Haupt- staatsrasse vereinnahmt werden. Auch sollen den Jmpf- ärzten für die Abhaltung der auswärtigen Impftermine als nicht zahlbares Pflichtgeschäft in Zukunst Tagegelder und Transportkosten zukommen. Diese Regierungsvorlage wurde vom Ausschuß in ihrem Wortlaut genehmigt. Tie Regierungsvorlage, betreffend die Ausführung des Reichs- viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909, sowie diejenige über den Gesetzentwurf, betreffend die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh stehen noch auf der Tagesordnung.
Deutsches Reich.
In einem Landschreiben teilt der Prinzregent von Bayern dem Kriegsministerium die Ernennung des Generals der Kavallerie, des Kommandierenden Generals des III. Armeekorps, Frhr. v. Kreß von Kressen stein zum Staatsrat im ordentlichen Dienst und zum Kriegsminister mit. Der Prinzregent richtete an den bisherigen Kriegsminister Grafen v. Lorn folgendes Handschreiben:
Zu meinem lebhaften Bedauern haben Sie sich veranlaßt gesehen, um die Entl-ebung von der Leitung des Kriegsministeriums und um Bewilligung Ihres Abschiedes nachzusuchen. Indem ich diese Bitte mit Rücksicht auf Ihre Gesundheitsverhaltnisse genehmige, stelle ich Sie hiermit unter Einreihung in die Zahl der Staatsräte im außerordentlichen Dienst sowie unter Belassung im Verl>ältnis ä la suite des Jnfanterie-Leib-Regi- ments zur ^Disposition. 'Sie mitten, wie hoch ich Sie und Ihr Wirken in der Armee stets geschätzt habe. Durchdrungen von echt soldatischem Geiste waren Sie in allen Stellen Ihrer an Erfolgen reichen militärischen Laufbahn im Kriege wie im Frieden, der gesamten Armee das Muster treuer Pflichterfüllung und ritterlicher Gesinnung. Das Vertrauen, das ich Ihnen entgegenbrachte, als ich Sie an der Spitze der Militärverwaltung berief, haben Sie im voll- sten Maße gerechtfertigt. Empfangen Sie darum meinen wärmsten Dank für Ihre treuen Dienste, die Sie mir und der bayerischen Armee geleistet haben. Um Ihnen auch bei dem Scheiden aus der Aktivität einen neuen Beweis meiner Anerkennung und meines Vertrauend zu geben, verleihe ich Ihnen den Hausritter-Orden vom .Heiligen Hubertus und bestimme, daß Sie im Verhältnis als Generaladjutant verbleiben und in den Listen der aktiven Armee fortzuführen sind.
Ausland.
In der französischen Kammer wurde nach bewegter Aussprache mit 321 gegen 213 Stimmen auf Antrag des Ministerpräsidenten der Gesamtinhalt des Artikels Ib des Wahlreformentwurfs angenommen. Der Artikel setzt fest, daß jedes Departement einen Wahlbezirk bildet und regelt die Berechnung der auf eine Liste fallenden Mandate.
Staatssekretär Grey hielt am Freitag in Manche st er eine Rede, in der er auf den Besuch des Kriegsministers Haldane in Berlin Bezug nahm. Der Staatssekretär sagte: „Ich hoffe. Sie werden anerkennen, daß die Sprache, welche der Premierminister hier gebraucht hat, in demselben Ton und Geiste in Berlin erwidert worden ist. Sie werden auch zugeben, daß in beiden Fällen eine wohlüberlegte Zurückhaltung und Wortkargheit zu beobachten war, d. h. daß die Reden kurz waren. Nun, auch ich muß dieselbe Zurückhaltung beobachten, aber ich kann auch sagen, daß, wenn eine strikte Zurückhaltung gegenwärtig notwendig ist, diese keinen Mangel an Herzlichkeit in sich schließt. Ich glaube zuversichtlich, daß etwas getan »vorder! ist, was zum Guten ausschlagen wird.
Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Petersburg: Von maßgebender Seite wird mitgeteilt, daß man hier eine Z u - s a m m e n f u n f t zwischen Kais er Wilhelm und dem Zaren schon für die nächstp Zeit erwartet. Den Petersburger Abendblättern zufolge wird ein gemeinschaftlicher Besuch der russischen und englischen Stadtverordneten in Paris geplant.
Ans Christiania wird gemeldet: Am Freitag traten der Ministerpräsident Konow, Finanzminister Berge, Ackerbauminister Loltsmark und der Minister für öffentliche Är- beiten Darre Jenssen zurück.
und Flotte.
Die Beratung des Marinehaushalls im französischem Senat.
Paris, 16. Febr. Der Senat setzte heute die Beratung des Marineetats fort Minister Delcasss wies darauf hin, daß die Flotte im Jahre 1911 um das Geschwader der „Danto»"-Klasse um 5 Torpedobootszerstörer und vier Unterseeboote sowie um den Kreuzer „Waldeck Rousseau" gewachsen sei. In diesem Jahre werde eine neue aroßc Einheit in'Dienst gestellt. Die neuen Kreuzer würden schneller als die alten vollendet. Frankreich »oerbe außerdem eine gewisse Anzahl Torpedobootszerstörer und Unterseeboote bauen. Reserve-Geschütze feien für alle Einheiten vorhanden Noch in diesem Jahre tnerbc das Schwarzpulver der Granaten vollständig ersetzt werden. Die Pulvervorräte werden zerstört oder unter Wasser gesetzt werden. Nur 600 Tonnen einwandfreies Pulver werde man zurückbehalten.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 17. Februar 1912.
** Tageskalender S t a d t t h e a t e r: Sonntag nach, mittag 41/, Uhr: .Bummelstudenten'; abends 8 Uhr: »Julius (S ä i a r".
Allg. Karnevals feier. Samstag abend Einholen der Rekruten und Fackelzng; Sonntag vormittag Parade, nachmittags 2 Uhr KarnevalSzug, abends 7 Uhr F r e m d e n s i N n n a in der Turnhalle.
R i ii e m a t o g r a p (»: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
K u n st v e r e i n: Geschlossen.
MuseutndeSOberhesfifchenGeschichtSvereinS: ©eftbloflcn.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen von 11—1 Uhr, Sonn und Feiertags von 11—3 Uhr, außerdem WittwockfL- von 3—3 Uhr.
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Anlagemusik am Sonntag, den 18. Febr.
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•• Die fällt aus.
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tunasgedecke der Eisenbahndirektion Kassel waren sehr zahl- reiche Offerten von Kiesbaggereieu aus dem Weser- bis ium Rheingebiet und auch massenhaft Angebote von Steinschleg für den gedachten Zweck eingelaufen Auffällig bei dielen Offerten war, daß der Kiespreis durchschnittlich gegen früher um 50 Psg.'für den Kubikmeter höKer angesetzt ist, während die Preise für 'Kleinschlag billiger geworden sind.
KarnevalSzug wird morgen Mittag von auf OswaldSgarten aufgestellt und seht sich 2 Uhr in Bewegung. Der Zug wird einen
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großen Teil der Stadt durchziehen und nach der Huldigung vor den verschiedenen Behörden usw. wieder nach Oswalds- garten zurückkehren, woselbst die Auflösung erfolgt. Der Umzug wird etwa zwei Stunden dauern.
** Straßenbahn. Mit Rücksicht auf den Fast- nachtszug wird der Betrieb der Straßenbahn am 18. Februar v o n 2 bis 4 Uhr nachmittags aufbetben Linien eingestellt.
”33ei vorkommenden Unfällen während des Karnevalzuges am Sonntag werden auf telephonisches Anrufen des Polizeiamtes sofort Mannschaften der frei- willigen -LanitätSkolonne vom Roten Kreuz zur ersten Hilfeleistung und zum Transport bereit sein. Im alten Spllal-
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** Kath. P farrp e r so n a li e n.> Dem Pfarrvcrwal ter Phil. Wunderle zu Vendersheim wurde die fall) Pfarrstelle zu Ober-Abtsteinach, dem Pfarrverwalter Dilh K a st e l l zu Ober-Flörsheim die kath. Pfarrstelle zu Mörlen bad) und dem Pfarrer Karl Jos. Reischmann zu Armsheim die kath. Pfarrstelle zu Heidesheim, und dem Pfarrer Karl Gor d zu Ober-Wöllstadt die kath. Pfarrstctte zu Ober- Flörsheim übertragen.
** Erledigte Le hrcr st allen. Die mit einem cvang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Breitenbrunn. Mit der Stelle ist Crganiitenbienft verbunden. Dem Fürsten zu Löw.'nstein-Dertheim-Rosenberg und dem Fürsten und Grasen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage bewilligt werden. Erne mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gmreindeschule zu Siefersheim. Mü der Stelle ist Organistendimst verbunden. Eine mit einem kath Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu B ü r stad t.
** Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Arheilgen.
** Jung-Deutschland. Zur Begründung einer Bezirksgruppe Gießen des Bundes Jung-Deutsch- l a n d sand gestern abend im Sitzungssaal der Stadtverordneten eine Besprechung statt, zu der eine größere Anzahl Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, des Regiments, der Geistlichkeit, der Schulen, der gewerblichen Verbände und der Turnerschaft erschienen war. Professor Tr. Mittermaier, der von der am 31. Januar in Darmstadt ab geh alten en Gründunstsversammlung des hessischen Landesverbandes mit der Gründung der Bezirksgruppe Gießen — die sich mit dem Kreis Gießen decken soll — betraut worden war, verbreitete sich in längeren Ausführungen mit den Aufgaben und Zielen der Jung-Deutsch- land-Bewegung, die auf dem Boden vaterländischer Gesinnung die gesamte deutsche Jugend körperlich und sittlich kräftigen will. Als Aufgabe der zu gründenden Ortsgruppe bezeichnete er die Zusammenfassung und Kräftigung aller Vereinigungen, die sich auf diesem Gebiete betätigen, Anregung zur Gründung solcher Vereinigungen, wo sie noch fehlen, Abhaltung von Vorträaen und Ausbildungskursen für Turnen, Spiele usw. An oer sich anschließenden sehr lebhaften Aussprache, die viele Anregungen im Sinne dieser Bestrebungen namentlich in praktischer Hinsicht bot, beteiligten sich ii. a. Beig. Keller, Dekan Baier, Pfarrer Schwabe, Hauptmann Stephan, Major Großmann, Bureauvorsteher E i d m a n n, Krersschulinspekt. Dr. Alles, Regierungsrat Merck, Stadtv. Helm, Kaufmann Vau- bel, Professor Krausmüller, Haupttehrer Knaus, Fabrikant Horst und Redakteur Heß. Schließlich bildete man aus Vertretern aller in Frage kommenden Körperschaften einen vorläufigen Ausschuß, der die weiteren Vorbereitungen betreiben soll. Es soll mit allen Vereinigungen, von deren Mitwirkung man sich Förderung der Verbands- bestrebunaen verspricht, Fühlung genommen werden, um sie zur Mitarbeit heranzuziehen. Namentlich hofft man auf eifrige Mitarbeit aus und für die Landgemeinden.
** Tie Reichsbank stelle für Gießen ist nunmehr gesichert. Nachdem der Reichskanzler die Erweiterung der Reichsbanknebenstelle zu einer selbständigen Reichsbantstelle gutgeheißen bat, hat die Bürgermeisterei den mit dem Direktorium der Reichsbank vereinbarten Vertrag wegen Abtretung des Bauplatzes Ecke Bismarck- und Lonystraße vollzogen. Die Pläne für den Bau und dessen Ausführung läßt die Reichsbank durch eigene Baubeamte vornel/men. Am 1. April soll zu diesem Zwecke ein eigenes Baubureau hier errichtet werden.
** Folgende Schenkungen sind im dritten und vierten Vierteljahr 1911 vom Großherzog genehmigt worden: Schenkung des Fabrikanten Friedr. Wilh. Roßbach zu Friedberg und seiner Ehefrau, aus Anlaß des 60jährigen Geschästsjubiläums, an die Stadtkirche zu Friedberg als Beitrag zum Bau eines Schwesternhauses daselbst, im Betrage von 10 000 Mk.; Vermächtnis des früheren Gemeindeeinnehmers und Kirchenrechners Lch. Konr. Rud. Weitzel zu Bobenhausen II an die Gemeinde Bobenhausen zum Bau einer Wasserleitung, im Betrage von 8000 Mk.
**DieUmlaZederhessischenland-undsor ft- wirtschaftlichen Berufsgenossenschast für 1911 beträgt 1370 570.52 Mk. Hiervon sind durch Barzuschläge zu erheben 3600 M, während 1366 970.52 Mk. auf die beitragspflichtigen Steuerka^italien umzulegen sind. Da die Gesamtsumme der beitragspflichtigen Steuerkapitalien einschließlich der der Nebenbetriebe 8 290 000 Gulden (14 211 428.6 Mk.) beträgt, so ergibt sich ein Aus schlag von 16,5 Pfg. auf den Gulden Steuerkapital (9.6 Pfg. auf die Mark). Die Erhebung dieser Umlage wird demnächst in einem Ziele unter Zusendung besonderer Anforderungszettel statfinden. >
" Die Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Vereins fürOderhessen, die in Alsfeld für Dienstag, den 20. Februar, vorgesehen war, fällt für diesen Termin — wegen Verhinderung deS Vortragenden — auS und wird auf den Monat März verlegt. Der genauere Zeitpunkt wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die Haupt- Versammlung in Stockheim findet am 17. d. M. statt.
** Im Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien spricht am Mittwoch, 6. März, Hofrat Dr. Hagen von Frankfurt über die Stellung der Frauen bei den Eingeborenen unserer Südseekolonien.
" Stadttheater. EZ sei auch an dieser Stelle nochmals daraus aufmerksam gemacht, daß die beiden Sonntags- Vorstellungen ausnahmsweise später anfangen, und zwar die Nachmittags-Aufführung von »B um mel st u deuten* um 4l/i Uhr, die Abend-Vorstellung von »Julius (Säfar* um 8 Uhr.
•• Kunstverein. Die Ausstellung muß wegen verspäteten Eintreffens der Gemälde noch einige Tage ge- schlossen bleiben.
c; am 'eciicrvivcg dazu am Sonntag eine Vtetlunq*« vache eingerichtet und von 12 Uhr mittags dis nach ndigung deZ Zuges zur Verfügung stehen.
** Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz hielt am Donnerstag abend einen U c. bungsabend im Anfertigen von BehelfScinrichtUiigcn zum Verwundetcntransport ab. Dabei bcrabfchiebetc nch der seitherige Kolonnenführer, Oberbahnassiftent G. Brück, da es ihm in gesundheitlicher Beziehung nicht mehr möglich ist, die Kolonne in der erforderlichen Weise mciicr zu sichren. Sein Nachfolger, Anatomiediener i. P. L. Ba l f er, widmete dem Scheidenden herzliche Dankesworte, uDem er darauf hinwies, daß Brück von Gründung der *olo;-nc im Herbst 1903 an, anfangs als Stellvertreter, später al:- 1. Kolonnen sichrer neben den Kolonnenärzten sich grofy Verdienste um die Heranbildung und Weiterausbildung her Mitglieder erworben habe. Herr Balser führte babei au-j, daß gerade die ersten Jahre eine aufopfernde Tättgkcii des Führers erforderten, die jetzigen Führer aber leichtere Arbeit hätten, indem ihnen ein <stamm gut ausgebildet:? Mannschaften zur Verfügung stehe. Als früherer langjähriger Sanitätsfeldwebel tonnte Brück äußerst belehrend wirken. Die Anerkennung für die uneigennützige Tätigkeit wurde Brück im hohen Maße dadurch zuteil, daß ihm der Kaiser die Rote Kreuz-Medaille verliehen hat. Als in. aktives Mitglied wird Brück der Kolonne auch fernerhin noch beratend zur Seite stehen.
• • Allgemeiner Staats - Eisen bahn-Verein. Die Sonder-Dorslellung im hiesigen Stadttheater, »Die Ahnen« gaQeric*, beginnt heute abend bereits um 7 y, Uhr, baimi die auswärtigen Mitglieder noch mit den Zügen nach Hause gelangen können.
* * Der Kavallerieverein, der vor 5 Jahren gegründet wurde, hielt dieser Tage seine Jahrcs-Haup Versammlung im Felsenkeller ab. Nach dem von d
ersten Vorsitzenden, Hauptsteueramtsassistent Weise, er statteten Bericht zählt der Verein 87 Mitglieder. Rechner Börner legte sein Amt, das er fünf Jahre lang treu und gewissenhaft geführt, nieder: an seine Stelle trat Gefängnis. Aufseher Adam; in den Vorstand wurde noch Zugführer Haas gewählt.
* * Kiespreiserhöhung. Bei einem Ausschreiben wegen Lieferung von 10 000 Kubikmeter Kies für Gleisdet-
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* * Von den Wandernden. In der Herberge zur Heimat kehrten im Januar 1292 Gäste ein (gegen 1370 Gäste im gleichen Monat des Vorjahres^ Unter ihnen nahmen 432 Herberge gegen Arbeitsleistung (568) so das, 860 Gäste ihr Uebernachten usw. bezahlten (802). — Für den Arbeitsnachweis waren angemeldet 76 offene Stellen, von denen 56 und zwar 39 in Gießet: und 17 außerhalb besetzt wurden, 22 mit Handwerkern und 34 mit ungelernten Arbeitern.
* * De r Eis v o g e l. Zu der gestern aus Bad-Nauhcirn gebrachten Notiz über den Eisvogel wird uns von einem Ornithologen -noch geschrieben: Die Tatsache, daß einer der schönsten Vertreter unserer heimischen Vogelwelt immer seltener wird, ja in vielen Gegenden schon ganz verschwunden ist, bewahrheitet sich. In naturwissenschaftlichen Kreisen besteht deshalb die Absicht, eine Verbreitungskarte des Eisvogels innerhalb Deutschlands, Oesterreichs unt> der Schweiz verzustellen, die einen genauen Heb erb lick über die Landstriche, in denen der seltene Vogel noch vorkomml, geben soll. Da derartig entstandene Verbreitungskarten tir die ornitbvlogische Wissenschaft von hohem Werte, bc- anders aber dem praktischen Naturschutze sehr zweckdienlick ind, ist an alle deutschen Naturfreunde die Bitte gerichtet, die Orte, wo der Eisvogel noch auftritt, dein Schriftsteller Witz! st einer (in Walding, Oberösterreich), der die geplante Karte bearbeitet, namhaft zu machen. Außer an der U s a von Ziogenberg bis Bad-Nauheim wird es nwhl audi in Oberhessen noch andere Landstriche geben, in denen der seltene Vogel rwch nicht verschwunden ist. (So ist mir z. B. bekannt, daß er bei Lauterbach noch häuftg vorkonrmt.) Ae Leser, die aus junserer engeren Heimat noch solche weiteren Orte des Vorkommens der genannten Sammelstelle angeben könnten, würden damit der Wissenschaft einen großen Dienst erweisen.
Landkreis Gießen.
— Großen-Linden, 16. Febr. Der hiesige Rad- fahrer-Verein beschloß in der kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung, sein 20jährigeS Stiftungsfest, verbunden mit Banner weihe, Dauerfahren und Preis-Corsofahren, am 14. und 15. Juli d. I. abzuhalten.
kh. Steinberg, 16. Fckrr Der Gesangverein Ein- tracht, der am 8., 9. und 10. Juni d. I. fein 43 jähriges Sm- tungssest, verbunden mit einem Gesangswettstreit, feiert, hält am 25. d. M. seiner Vertretertag ab. Bis jetzt haben sub eine Anzahl Vereine angemdbet. Die Vereine, die sich weiter an dem Wettstreite beteiligen wollen, können ihre Vertreter dazu entsenden, da die Zahl der gemeldeten Vereine noch nicht so gwtz ist, daß keine mehr angemeldet werden können.
^ Burkhardsfelden, 16. Febr. Der Ziegenzuckf verein hat beschlossen, eine Verlosung von Saanenziegen und Lämmern abzuhalten. Der Verein besitzt seit vorigen Sommer eine eigne Ziegenweide.
s. Lollar, 16. Febr. Am Donnerstag, 22. Febr.. abend» 8 Uhr findet öffentliche Geniei nder a t ss itzung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Antrag von verschiedenen Gtemctnbe- ratdmitglicbem wegen Errichtung einer Ortskrankenkasse 2. Aufklärung und Richtigstellung über die in dem letzten Bottraa des Ortsgewerbevereins Lollar gemachten falschen BehurprilNSe:' wegen des Krankenkassemvesens in Lollar. 3. Gesuch des Lermanr Nies um Abgabe von Baugelände in der Steinstraße. 4 Ver gebung der Lohnfahrten. 5 Genehmigung verschiedener Sieb' nungen. — In der bei Gastwirt Gerlach abgehaltenen HauK' Versammlung desSchweineversicherungsVereins wurde an Stelle des seitherigen Rechners B. Römer Gastwirt L. Moos' gewählt. Letzterer hat sich erboten, das Amt um vrfjn Mark billigt zu verwalten. Römer erhielt 40 Mark. — Ein hiesiger Ländler wurde wegen Nichteinhaltung des Biehsenchengesetzes Anzeige gebracht.
Kreis Alsfeld.
— Lehrbach, 16. Febr. Unsere Gemeinde hat zur Bestreitung ihrer Kommunalbedürsn>ffe die nachträgliche Erhebung einer Umlage von 2000 Mk. — 33,945 °/e der doppelten Grundzahlen und der ganzen Einkommensteuef betrüge beschloffen.
Kreis Schotten.
0 Laubach, 16. Febr. An hiesigem Gymnastum sand heute unter Vorsitz des Geh. Oberschulrats Nodnag-.'! aus Darvtsbadt die wündlichc Maturitätsprüfung


