Ausgabe 
18.6.1912 Erstes Blatt
 
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zu rufen.

Kreis Lauterbach.

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Anspruch nehmen.

Frankfurt, um 7.27 Uhr in 3

uni. Das Luftschiff5d)roabcn", das os zur Rückfahrt nach Franyurt auf-

das Promenadenkonzert darbictct, dürfte eigentlich keiner dessen vielen Besuchern fehlen, um so seinen Dank dafür zustatten.

" StadttHeater. AuS Nauheim wird uns

hiesige Turnverein wird vom 3. bis 5. August d. I. öOjährigeS Stiftungsfest feiern.

Lauterbach, 17. Juni. Die Arbeiten zu der neuen

Cuftfcbiffabrt.

Z III" angebrannt

Friedrichshafen, 17. Ium. ®eim Entleeren der letzten Gaszelle desZ III" entstand heute nacbmittag eine GaseM- zündung auf bisher unaufgeklärte Weise. Ein Keiner Test der Autzenhülle des Luftschiffes verbrannte an der Spitze und ein Tert der Träger wurde zerstört. Zwei Angestellte wurden leicht verletzt Die Reparaturarbeiten dürften höchstens 23 Tage in

__Uwotm*Main;- Iran t urt nicht unternehmen, und aurn beute ill aui sem Erscheinen kaum zu hoffen. Dagegen ist t-cute morgen alcick nach 4 Uhr Leurnant von Hiddeßen mit seiner Pouflug. maschineGelber .v»unb" vom großen Sande aus aufgeniegen und hat 45 kg Postslü^- mitgenommen, die er schon um 4 . Uhr der Postbehörde in Frankfurt zur Weiterbeförderung übliefern konnte. Mit demGolden £>unb" sind bis letzt über 201 kg Postsachen befördert worden. Die Poftkartenwoche ist übri­gens bis zum 23. d. Mts. verlängert worden: auch wird an der Post noch eine neue graue Marke zu 30 Pfg. ausgegeben, die aus 'Ansichtspostkarten und die gewöhnlichen Reichspostkarte» aufgellebt werden kann. Diese Harten kommen mit der Luftpost zur Beförderung. Jede Karte erhält den Aufdruck des Flugstemv.ls.

Wien, 17. Juni. Am Sonntag abend um, 7 Uhr stiegen in Paris Gras Aristide Economo und Jules Dubois mit dem FreiballonSonja II" zu einer Wettfahrt auf. Rach 19stünbiger Fahrt landete bei Ballon in der Nähe von Asparn in Sheber- Oesterreich.

Angers, 17. Juni. Der Große Preis des Aeroklubs von Frankreich ist von G a r r 0 s in 15 Stunden 40 Min. 57 Se­kunden gewonnen worden. Der große Geschwindigkeitspreis wurde ebenfalls von Garros gewonnen. Den Trostpreis über 427 Süo- meter gewann als e r st e r E s pa n e t rn 4 Stunden 4 Min. 46 Sek. mit Passagier; zweiter wurde Bobba in 4 Stunden 21 Minuten 42 Sekunden; dritter Brindefonc in 4 Stunden 32 Minuten 21 Sekunden Bei den fortgesetzten Flügen stürzte Al)and mit zwei Passagieren aus 20 Metern Höbe ab. Ein Passagier erlitt einen Beinbruch. Der Flieger Debussy stürzte in der Nahe von Chartres ab. Er zog sich innere Verletzungen, sein Passagier Beinbrüche zn

Arbeiterbewegung.

Der Ausstand der Londoner Hafenarbeiter.

London, 17. Juni. In mehreren Hafenstädten wie Car­diff, Newports Swansea, Barry und Saiford beschlossen die Hafen­arbeiter einstimmig, heute die Arbeit wieder auszunehmen. Der A usstaud bleibt also im wesentlichen aut den Hafen vonLondonbeschränkt. In einer Versammlung, die gestern am Trafalgar-Square stattfand, gab der Präsident des Transport­arbeiterverbandes zu, daß der Nationalausstand ins Wasser ge- salleu sei und daß den Streikenden Geldmittel fehlen. Es heißt, daß der Vorsitzende am Samstag für Beendigung des Ausstandes üngetreten fei, aber überstimmt wurde. Allem Anschein nach geht jedoch auch der Londoner Hafenarbeiter-Ausstand seinem Ende entgegen

Aus Stafct und Land.

Gießen, 18. Juni 1912.

** Tageskalender für Dienstag, 18. Juni. Stadt­theater: Erstes Operettengastspiel:Eine Nacht in Venedig". "Abends 8 Uhr.

V 0 r st e l l u n g des Zauberkünstlers Ben-Ali-Bey. Abends 8 Uhr in Steins Garten.

Eisenbahner-Versammlung im Lenzschen Jelsen- keller. Redner Reichstagsabg. I ck l e r. Abends 61/, Uhr.

" Oberbürgermeister Mecum bestätigt. Der Großherzog hat d« durch die Stabtoerordnetenversamm- hing zu Gießen auf weitere 12 Jahre erfolgte Wieberwahl des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen Heinrich Anton Mecum bestätigt.

Titelverleihung. Der Großherzog hat den Regierungsrat Dr. Philipp Weber, Mitglied der Eisenbahn» direktion zu Essen, zum OberregiecungSrat ernannt.

" Steuer Personalien. Der Gr 0 ß herz og hat den Obersleuerinspektor deö Hauptsteueramts WormS, Finanzrat Dr. Albr. Offenbächer zu WormS, in gleicher Dienst­eigenschaft an daS Hauptsteueramt Gießen versetzt. Die Stelle des ObersteuermspektorS des Großh. Hauptsteueramts WormS ist erledigt. Schluß der Meldefrist: 22. Juni.

" Kreisassistenzarzt. Der Großherzog hat den KreiSassistenzarzt bei den Kreisgesundheitsämtern Büdingen und Schotten zu Gedern, Dr. Fritz Schenck, zum KreiL- assistenzarzt bei dem KreiSgesundheitsamt Gießen ernannt.

"Veterinärwesen. Der Großherzog hat den KreiSveterinärarzt des Kreisveterinäramts Schotten Dr. Alb. Scheidet zum KreiSveterinärarzt des Kreisveterinäramts Offenbach ernannt.

"Konzert für den Jnvalidendank. Man schreibt unS: Morgen abend findet in SteinS Garten das jährliche Konzert unserer Regimentskapelle zum Besten des Invaliden- dankeS statt. Leider pflegt gerade dieses Konzert am spär­lichsten besucht zu werden, und doch sollte es um dcS guten Zweckes willen daS besuchteste von allen sein. Da unsere Militärkapelle die meisten Sonntage im Jahr unentgeltlich

Bade- und Schwimmanstalt, die von dem im vorigen Jahre hier gegründeten Badeverein an der Straße nach Dirlammen errichtet werden soll, sind dieser Tage in An- griff genommen worden, so daß es möglich wird, noch im nächsten Monat die Anstalt zu eröffnen. DaS Gelände i'i Freiherrlich Riedesel'scheS Eigentum und von diesen zur Ver­fügung gestellt worden. Das Bodebassin wird etwa 1500 qm groß werden; der schon vorhandene Weiher wird dazu benutzt außerdem ist genügender Wasserzufluß vorhanden.

Das Eisenbahnunglück in Schweden.

Berlin, 17. J-uni. Bezüglich des Eisenbahnunglücks bei Linkoeping wird noch mitpeteüt, baß jetzt feststeht, daß von bent| Unglück überhaupt nur Schlafwagen, die von Kopenhagen nac, Malmoe und Karlskrona kamen, betroffen worben sind. Die deutschen Schlafwagen unb die direkten Turchgangswagen 1. bis 3. Klasse, die zwischen Berlin und Stockholm verkehren, waren nicht im Unglückszuge, da die Fähre Verspätung hatte und die deutschen Wagen, welche mit der Fähre befördert werden, dm Anschluß nicht erreichten.

Linkoeping, 17. Juni. Die Rettungsarbclten wurden die ganze Nacht fortgesetzt. Gestern gelang es, die Züge in langsamer Fahrt an der Unfallstelle vorbeizuführen. Die beiden großen Lokomotiven sind tief in die Erde eingegraben. Ter Bahnkörper ist an der Stelle des Zusammenstoßes eine grobe Strecke aufgerissen. Das amtliche Verhör begann heute in' Malmslaett. An der Unfallstelle wird außer der Königin aau Prinz Karl erwartet

Stockholm, 17. Juni. Die auswärts Dcrbreüete Nachrich von der Verhaftung des Stationsvorstehers in Malmslaett | unbestätigt Bisher wurde überhaupt noch niemand verhaftet

gestiegen war, ist hier kurz nach 10 Uhr glatt gelandet.

! Mainz, 17. Juni. Die Flugpost am Rhein und M a i n.) Ungünstiger Witterung halber konnte gestern das Zev- pellusttzUlSchwaben" feine Poftrunbfahrt FrankfurtDarmstadt

(BericbUfaaL

! Mainz, 18. Juni. Vor dem Landgericht Darmslack I beginnt morgen der bekannte Preßbeleidigungsprozeß Berndt- 1 Schapiro gegen Chefredakteur Hirsch. Etwa 190 Zeugen werden voraussichtlich zu vernehmen sein und 5 Rechtsanwälte find in der Sacke tätig, auf deren Ausgang man hier sehr gespannt ist.

X Hanau, 16. Juni. Wegen Totschlags Versuchs wurde der 30jährige Italiener Rosario Giovanno Esposito, der als Mineur am Tunnelbau bei Schlüchtern beschäftigt war. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Er war am Sonntag den 18. Februar d. Js. mit dem Tunnelarbeiter Angelo Thomaftxn beim Kartenspielen in ©reit geraten. Dabet ixrüdte er einen scharf geladenen Revolver auf seinen Gegner ab. Die Waffe Der sagte aber und T. blieb unverletzt.

Leivzig, 17. Juni. Das Reichsgericht hat in der Klage des Rentners Cbr. Petri gegen die Gewerbebank Gießen in der Schinall'schen Konkursangelegenheit ine Beruiung gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Darmstadt a b g e w i e s e n. Dadurch ist der Prozeß endgültig zu Gunsten der Gewerbebank entschieden.

Innsbruck, 17. Juni. In der vergangenen Nacht nnirbe das Urteil in dem Prozeß gegen die Innsbrucker Posträuber, btc Geschwister Volderaucr, gefällt. Die Angeklagten verübten im Januar 1911 einen großen Postbetrug. Der Hauptange'iagi. Karl Voldcrauer ließ sich in der Uniform eines Postbeamten einen Postwagen geben uno entführte damit ÜBertbrieffcnbimgen ;n- Betrage von mehr als 17 000 Kronen. Karl Volderauer wurde zu sechs Jahren, seine Schwester Marie, eine frühere Postbeamtin, zu 3'/s Jahren und die 'Ututter zu zwei Jahren schweren jtcr!c- | verurteilt.

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Die englische Wahlrechtsreform.

Im englischen Unterhaus brachte der Unter­richtsminister Pcare die Regierungsvorlage über die Wahlrechtsreform ein. Der Minister erklärte, die Vorlage schasse das Pluralwahlsystem und die Vertretung der Universitäten ab und beseitige alle Anomalien, oie in dem Wahlgesetz vorhanden sind Die einzige Bedingung für die Ausübung des Stimmrechts sei, daß der Wähler sechs Monate lang ununterbrochen seinen Wohnsitz in dem Wahlkreise gehabt und dort seinen Beruf ausgeübt habe. Die Regierung beabsichtige später eine Vorlage über eine Neueinteilung der Wahlkreise einzubringen. Es fei aber vorher notwendig, daß die Wahlvorlage Gesetz werde. Gegenwärtig besäßen etwa vier Millionen Männer kein Stimmrecht. Es sei ausgerechnet, daß unter dem neuen Gesetz etwa zwei bis zweienhalb Millionen Stimmen zu der Wählerschaft hinzukommen würden.

Der Minister erwähnte, daß, wenn auch den Frauen das Stimmrecht gewährt werden würde, würden etwa 10 1/2 Millionen Frauen stimmberechtigt. Vor dem 1. Juni >1914 werde das Gesetz nicht in Kraft treten. Nur int Falle der allgemeinen Wahl tonne es vorher zur An­wendung kommen, während Nachwahlen noch nach dem alten Wahlsystem vorgenommen werden müßten.

i'chlet, daß die gestrige Aufführung von r(sinc Nacht in Bene di g*, mit der auch die dortige Operettenspielzeit er» öffnet ivurde, der größte künstlerische Erfolg ift, den die Opccette bisher unter der Direktion Steingoetter verzeichnen konnte. Das volle HauL bereitete dem gefälligen Werke, den Darstellern, sowie dem Kapellmeister die wärmste Ausnahme; schon die Ouvertüre fand lebhaften Beifall, und so kann gc- ivtu auch heute hter cm genußreicher Abend mit Sicherheit verbürgt werden.

* Regiment sjubiläum. Das Thüringische U l a n e n - R e g i m e n t Nr. 6 begeht am 18. Februar 1913 111 Hanau die Feier seines hundertjährigen Bestellens. Alle ehemaligen aktiven und Reierve-Osfizrere, Sauitats-- Offiziere und Beantte, Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments, die an der Feier teilnehmen wollen, werden gebeten, chre Ädrezze, UnieEof^ece und Mannschaften

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setzentwürfe betreffen die 26 -prozentige Erhöhung der Grund- und Immobilien-, sowie der Gewerbe-Steuer, die dreiprozentige Abgabe von den Beamtengehältern, dre Er­höhung der Militärbefreiungslaxe von 50 auf 60 Psund für den aktiven Dienst und von 30 auf 40 Pfund für ine Reserve. Einige andere Steuern, angeblich Salz- und Spiri­tuosensteuern, sollen eine mäßige Erhöhung erfahren.

Sport.

= Radsport. Der Gau 9a Sieg-Lahn des Deutschen Radfahrbundes hielt am 16. Juni seine 10 0 - Kil 0 m e ter - Preisfahrt auf der Strecke MarburgBiedenkopfLaasphe Frudingen und zurück ab. Dem Starter Gaufahnvart Marx Gießen stellten sich trotz des sehr windigen regnerischen Wftters 10 Fahrer, von denen folgende die ausgesetzte Prämiierung erringen konnten: Junioren 1. O. Komps (1885" Gießen) 3 Std. 36 Min, 2. E. Unverzagt (,,1885" Gießen) 3 Std. 37 Min., 3. H Dech (Radsahrerv. Wieseck) 3 Std. 39 Min., 4. K. Lenz (1885" Gietzen) 4 Std. 7 Min. Senioren II. 1. A. Höß (Germania Gteßen- 5 Std. 14 Min. Ferner erzielte.Ernst Unverzagt, Radf.-V. 1885 Gießen, bei dem kürzlich abgehaltenen Rennen ,,Runb um Westdeutschland" 237 Kilometer in der Junior-Maye den 15. und Senior-Klasse den 2. Preis.

* Der hiesige RuderklubHassva" errang bex der am Sonntag in Fran kfurta. M. abgehaltenen 19. Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes die Metster- chaft im Einer und den 2. Senior-Vierer. (H. Joedt, Rohr­bach, Friederich, Schüßler, Steuer Wolf). Auch die Leistun^n im 1. Vierer unb Achter, die der Rudersport-Verein Amicttia-Frank­furt a. beide nur mit .einer knappen Biertellänge vor Hasiia gewinnen konnte, boten Vorzügliches. Sämtliche Rennen wurden durch sturmartigen Südwesvvind, hohem Wellengang und immer- währendem Regen stark beeinträchtigt, aus welchem Grunde auch die Rennsttecke von 2000 auf 1700 Meter gekürzt werden mußte.

Deutsches Reich.

Der Reichskanzler empfing am Montag den Botschafter Freiherrn Marschall v. Bieberstein. Der Botschafter ist dann mittags nach London abgereift.

TieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie wir hören, ist für den demnächst frei werdenden Posten eines kaiser­lichen Generalkonsuls in Kalkutta, der derzeittge erste Sekretär der kaiserlichen Gesandtschaft in Peking, Legations­rat Graf von L u x b u r g , für den gleichen Poften in Ofen­rest der derzeitige Legationssekretär der Königs. Gesandtschaft in München, Legationsrat .Gras von Fürstenberg-Stamm­heim in Aussicht genommen.

Aus Bamberg wird mitgeteüt: Im Anschluß an die Tagung des Vereins für die Hebung der Fluß- und Kanalschiff- sahrt in Bayern wurde am Montag der neue Prinz-Ludwig- Ha fe n in Anwesenheit des Herzogs von Coburg durch den Prinzen Ludwig feierlich eröffnet

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Angabe von Dienstzeit und Eskadron bald an das Regi­ments-Geschäftszimmer nach Hanau zu senden.

*» Ein neuer Diehmarktplatz in Gieren. Wie uns von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, ift von dem Ministerium an die Stadt die Aufforderung ergangen, einen neuen Biehmarktplatz anzulegen. Rach Lage der Gesetzgebung wird die Stadt diesem Verlangen ent- irechen müssen, wenn sie die Märkte fernerhin erhalten will. Angesichts des Umstandes, daß die hiesigen Märkte chon lange Zeit hindurch wegen der Seuchengefahr nicht abgehalten werden konnten, erscheint uns aber das weitere Verlangen der Staatsbehörde, daß bis zur Schaffung des neuen Viehmarktplatzes kein Diehmarkt stattfinden davs, als viel zu weitgehend. Denn wenn das Marktverbot noch längere Zeit hinaus bestehen bleibt, wird es schwer, wenn nicht unmöglich sein, den ehemals so bedeutenden Gieße­ner Markt wieder in seinem früheren Umfange ins Leben

vermischtes.

* Ein schwerer Unfall. Aus Brandenburg (Havel) wird gemeldet: Nach Beendigung einer Schieß- Übung der 2. Batterie des 2. brmwendurgischen Ar tillerieregiments wurden aus der Chaussee die Pferde eines Wagens, auf dem Scheiben und andere Gegenständ, verladen waren, plötzlich scheu und rasten gegen eine: Chaujsecbaum. Dabei ging der Wagen in Stucke und bi. Soldaten wurden entweder heruntergeschleudert oder g>- rieten unter die Trümmer des Wagens. Ein K a n 0 n i e: ist an den Folgen der Verletzungen gestorben, in andere liegen in bedenklichem Zustande im Garnisoniazai.l.

* Ein Gewitter sturm richtete am Samstag h. Mittel- und West-Missouri großen Schaden ar 26 Personen sind umgekommen, der Materialschaden - bedeutend. Die Städte Merwin, Adrian, ea10 : und Sedalia sind stark beschädigt lvorden. In 3 0 n c. oille (Ohios wurde der Glock en türm der katholii'cye:. Kirche durch den Tornado lvährend des Gottesdienstes u m geworfen. Drei Personen wurden getötet, dar-, unter der Priester, der nach dem ersten Sa-reck de" Gläubigen befahl, zu flückften, während er blieb, um bi. letzten Sakramente zu spenoen. Der materielle Verlust 1 Ohio wird auf eine Million Dollars geschätzt. -- Auch in Guanajuato (Meriko) verursachte ein Wolle, bruch den Verlust vieler Menschenleben und rid* tete großen Schaden an. Der Fluß führt viel Leichen.

* D i e Ebenedes Todes. Die aus Mexiko eintrefsenoc' Berichte über das Schicksal eines Teiles vorn Rebellenheere M Generals OrSzco geben ein furchtbares Bild von dec (irnie, i>: der Tod in der Mapimi-Wüfte gehalten hat: wett über 600 Man: haben in diesen Tagen in jenen wüsten, wasserlosen Einöden Dur} Verschmachten ein grauenvolles Ende genommen. Äurj Dort hatte eine Schlacht ftattgefunben, bei der die Rebellen von Drt Regierungstruppen in die Flucht geschlagen wurden. Sie wuti.lt versprengt: es war bestimmt, daß das Rebellenheer im <jal: einer Niederlage zum Rückzug die Straße nach Escalon benut-t® sollte, aber in der allgemeinen Verwirrung und in oer Paiiv flohen die meisten in der Richtung auf die Mapimi-Wüfte. Der Flucht ließen sie ihre Vorräte im Stich Wenige lag« Jtwt n befand sich die Vorhut in troftlosem Zustande inmitten unnud" barer Sand Hügel. Ueberall brachen auf dem Wege die ücuy vor Erschöpfung zusammen, bis zum Glück endlich einer D*j Führer einen alten Brunnen entdeckte. Hier löschte man sem<W Dürft. Doch unmittelbar darauf brach von neuem auf rdi|ClboT1 Weise eine Panik aus, das Gerücht, die Verfolger seien ihnen u'G mittelbar aus den Versen, verbreitete sich, man beschick,, sofort weit zu eilen, zerstörte aber vor dem Abmarsch die Pumvvorrichu>'M datnu die Regierungstruppen kein Wasser finden mochten. der eingebildäen Verfolger traf sechs Stunden später in vollH Auslösung eine zweite Äteilung Rebellen am Brunnen ein u 1 stürmte die Vasserstätte, da uMerwegs sckon vi-.'le verj 'c-' J medergesunken waren. Es tarn zu gräßliche» SzeMv» ckcq

Kreis Friedberg.

(h) Vilbel, 17. Juni. Durch unberufene Hände wurde in der Nacht vom Samstag zum Sonntag der H 0 ch b e h ä l - ter des am Weinberge belegenen Wasserwerkes ab- aelassen. Infolgedessen waren viele Häuser stunden- ang ohne Wasser.

Starkenburg und Nhcinheffen.

(M) Offenbach, 17. Juni. Das neuerbaute Post­amt 3 in der Lillistraße mit Telegraphenbetrieb und öffent­licher Fernsprechstelle wird am 1. Juli eröffnet.

ch. Bingen, 17. Juni. Der Testamentsvollstrecker des verstorbenen Rittergutsbesitzers Karl Puricelli, Herr Giers- berg, bat der Stadt Bingen die Mitteilung gemacht, daß der Verstorbene ihn beauftragt habe, im Falle seines Ablebens, der Stadt Bingen 100000 Mark aus zu zahlen. Das Geld soll für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Die Zinsen des Legales sollen für die öffentlichen Anlagen der Stadt ver­wandt werden.

Hessen-Naffau.

X. Gelnhausen, 17. Juni. Der Allgemeine deutsche Jagdschutzverein hat auf seiner in Koblenz abgehaltenen Jahresversammlung auf Antrag des Fürsten Franz Josef zu Isenburg-Birstein, der Witwe des durch die Zigeuner Ebender erschossenen Försters Ro manuS 500 Mk. beivilligi.

Universitäts-Nachrichten.

Hk. Marburg, 17. Juni. Der a. o. Professor der Ge­richte an der hiesigen Universität Dr. Hans Glagau hat einen Ruf an die Universität Greifswald als Nachfolger von Geh. Rat Prof. Ulmann erhalten. . Der Privatdozent und Abteilungsvorsteher am hiesigen chemischen Institut, Professor Dr. Karl Fries ist zum außerordentlichen Professor daselbft in Aussicht genommen.

wandern und «eisen, Sader und Sommerfrischen.

** Ein Vogelsberger Blatt. Unter dem Titel , Frischau f", Blätter für Heimatliebe unb Wanderlust, Monats­christ des Vogelsberger Höhenklubs, erscheint auf An­regung des Zweigvereins Frankfurt mit dem 1. Juli eine neue Zeit- chrift, die außer fachgemäßen Artikeln Vereinsnachrichten des Klubs nebst Mitteilungen aus den benachbarten Wandergebieten bringen wird. Als Schriftleiter wurde Oberlehrer Weiß bart (Laubach) bestimmt. Das Matt wird jedem Müglred des Vogels­berger Höhenklubs durch feinen Zweigverein gegen Erstattung der Bestellgebühr übermittelt. m L

+ Bad-Salzhausen, 16. Ium. Umer Badeort hat in diesem Jahre einen viel stärkeren Besuch von Kurgästen als in der gleichen Zeit des vorigen Jahres. Die Gasthöse und Pensionshäuser sind fast völlig besetzt. Dazu kommt noch täglich ein großer Verkehr von Geschäftsleuten und Handwerkern infolge der sehr regen Bautätigkeit. Das Kaufmannserholungsheim zeigt sich letzt schon als ein sehr stattlicher Bau unb ist im Rohbau nahezu vollenbet. Einige Private lassen sich hier gegenwärtig Villen er­richten ; denn neben vielen anderen Annehmlichkeiten bietet Bad- Salzhausen noch den Votteil nichtiger Gemeindesteuern und steht in dieser Hinsicht an zweiter Stelle unter allen Gemeinden des Finanzamts Nidda. Nach der Uebersicht der Gemeindeumlagen für 1012 beträgt nämlich der Zuschlag in unserer Gemeinde nur 38,661 Prozent.