die höchsten Altersklassen
waren, waren
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44-47
acht,».
47-50
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41-00
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>8.00—60.03
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57.00—58^0
73.00—75. *
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43-46
44-48
41-45
37-43
achtw. chlachh-
Frauen 4442 2108 98
78-81
71-76
gerade umgekehrt
Verhältnis 100:117 100:120 100: 140
66-60
52-55
95-1« 88-A
52-58
48-51
Männer 3816 1755
71
iint Tiefen- mann.
82-86
79-81
69-w:
95—11
87-83
81-87
(Vrig.-lelegr. des Han notierte: Rartoüe. del Wf. 10.o0-ll.00 iuz,t
burtenverhältnis ist 100 : 95, und das Greifenverhältnis 100 :140. Darwinisten bleibe es überlassen, ihr Beweis- material für die „natürliche Auslese" im „Mampf ums Dasein" aus diesen Zahlen zu ergänzen. Es sei nur noch der Vollständigkeit wegen darauf verwiesen, daß die Mor- biditätsverhällnisse, die ErtraiUungszisfern, ganz ähnliche Ergebnisse zeitigen. Im „Jahrbuch deutscher Städte" heißt es wörtlich: „Hinsichtlich der Ausscheidung nach dem Geschlecht fügen wir noch bei, daß mit geringfügigen Ab- weichungen die Erkranlungshäufigkeit bei den männlichen Masscnmttgliedern, und die Zahl der auf ein Mitglied entfallenden Krankheit« tage im allgemeinen großer bleibt als bei den Frauen." Allerdings fügt das Jahrbuch hinzu: „wobei wohl das höhere Durchschnittsalter der Männer von Einfluß sein mag". Daß dies nur ein Erklärungs- versuch ist, daß wir es auch fyier wohl mit ganz anderen elementaren Ur,aci)en zu tun Haden, die auf der höheren Gesamtqualität des Leibes beruhen, dürfte Har sein. Auch hier ist der Einwand von der „härteren Berufsarbeit" des Mannes zurückzuweisen, denn Arlidgc Hat für Norih- Staffordshire (Döpfereimanusakturen' und Wollner für Fürth lSpiegelbelegereien) festgestellt, daß die Männer viel leichter an Blec uno Quecksilbervergiftungen Erkranken als die ebenso intensiv beschäftigten Frauen.
Empfindlichen Männern »verden diese Ergebnisse der Geschlechierstatistik nicht erwünscht sein; aber in der öffentlichen Diskussion muß doch Recht Recht bleiben. Tas vorgeblich „starte Geschlecht" entnimmt vielleicht unserer Be- lrachtung die ernste Lehre, kräftig Hand anzulegen an die Verbesserung der eigenen Qualität, vor allem nach innen zu jener naturgemäßen Lebensioeise zurückzukehren, die dce wahre Lebenstunst bedeutet und uach außen überall auf bessere Lebensbedingungen hinzuarbeiten, die Sozialpolitik also nicht nur den anderen zu überlassen.
der Totgeborenen bestätigt, dieser Lebensschwächlinge und Dascinsunsähigen. 1909 wurden in Hessen <>32 Knaben tot geboren, aber nur 532 Mädchen. Auch dies Verhältnis ist nickt etwa ein Zustrll des einen Jahres, sondern die ständige Regel. Auf 100 tot geborene Mädchen kommen in Hessen immer etwa 119 Knaben.
Die natürliche Folge dieser ganz unverhältnismäßigen Ausmerzung des männlichen Geschlechts ist das numerische Uebergewicht des weiblichen. Im Mampfe um die Lebenslust bleibt es auf der ganzen Linie unbestrittener Sieger. Betrachten wir die Alterszusammensetzung der hessiscl-en Bevölkerung z. B. am Ende des Jahres 1900. Qbwohl infolge der zahlreichen Mnabcngeburten im ersten Lebensjahre 16 582 Mnaben und nur 16 026 Mädchen vorhanden
oeine 2431. *
leräumt, Rälbet gebtü» geräumt, ~
ßtfW
— LenausSchroancngesang. Ein bisher ungedrucklcs Gedickt Nikolaus Lenaus hat Jakob Fuchs in der Handschrifren- lammlung eines nach New Hort verschlagenen SSicnet Mvokalcn ^Braumüllcr entdeckt. Das Gedicht, vom 18. November 1844 datiert, das jetzt in der Berliner Wochenschrift „Tie Aktion" ver- öfieullichr wird, ist Lenaus Schwanengesang. 2te „Fatum" überschriebenen Strophen lauten:
Das ist der Fluch:
Es möchten alle weibenlstammten Wesen
Von sorgen frei und gotlgleich lesen
In der Statur weitausgeschtag'nem Buch.
Indessen treibt
Des Lebens Not die einen wie die andern, Tas Haar ergraut, die jimgen Jahre wandern. Bis nur der sthnöde wehr ührig bleM.
beseht: Alter 60-61 70—71 oo-r-o
Kann als diese
üebenö» odjlay.
B**
man sich einen größeren Lebensumschwung denken gewaltige Veränderung des Geschlechtsvcrhält« nisses von der Geburt bis zum Greisenaller'? Das Ge
ölten Kulissen, die zur Zunmerdckoration herhaltcn mußten, der Eindruck nicht einheitlich, zumal die LichNmrkungen des modernen Theaters hier sehlten. Uird das enttäuschte stark. Waren doch viele hergekommen in der Hoffnung, von Liebermanns Inszenierung eine neue Acra der Theaterkunst herzuleiten. Das muß.aber zugegeben werden, daß der Künstler in Anbetracht der geringen Mittel und des ungünstigen Raumes das Wirkungsvollste geleistet Halle. Vielleicht war es nicht ungünftig, daß die Dekorationen das Stück nicht stützen konnten. So war das Werk auf sich selbst angewiesen.
Gerade dadurch läßt cs sich erkennen, daß der starke Erfolg sich nur aus der Dichtung herleitet, daß wir ein neues kräftiges Bühnenstück Gerhart Hcruolmanns vor uns haben. So waren die Bedenken Hauptmanns seinem Werke gegenüber nicht gerecht- fertigt, und voraussichtlich wird nun das Drama von Lauchstcdt aus seinen Zug über die andern deutschen Bühnen antreten.
Sicherlich war aber dieser Erfolg mit bedingt durch die glänzende Darstellung, die von Paul Schlenther in bewährter Weise geleitet wurde und auf die der Dichter selbst in den letzten Proben entscheidend eingewirkt hatte. Dr. H. B.
Erstickt vom Schweiß
Der rohen Arbeit wird der Götterfunken.
.So ist aus Not, kaum erdentsproi, gesunken So mancher Blütenslor, manch edles Reiß.
Das ist .der Fluch:
Wir hasten, jagen, raffen und gewinnen Die unruhvollen Tage, sie zerrinnen. Und rasch bedeckt uns dann das Leichentuch.
* Eine 108j ähriae Automobilistin. „Ter Automobilsport verjüngt: nach jeder Autofahrt fühle ich mich um zehn Jahre jünger", das erklärte Frau Rebekka Elark, die älteste Frau Londons, dem Vertreter eines Londoner Blattes, der sie an ihrem 108. Geburtstage besuchte. Frau Clark ist im Vollbesitze ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Als das Automobil aufkam, wurde sie feine glühende Bcwunderin. Heute fühlt sie sich nicht wohl, wenn sie nicht jede Woche einmal eine Ausfahrt unternommen hat. Daneben gibt sie als Gesundf^ltsrezepte an: frühes Ausstehen, harte Arbeit und vollständige Enthaltung von allen geistigen Getränken.
— Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissenschaft. Ter ständige Sekretär des Nobelkomitees für Lüeratur an der schwedischen Akademie Tr. Marl David af Wirsen ist im Alter von 70 Jahren in Stockholm gestorben. — In Paris ist Anatole Leroy-Beaulieu, Mitglied des Instituts, gestorben. — Bei Ausschachtungsarbeüen zu einem Neubau wurden in dem Mainzer Vororte Finthen zwei gut erhaltene römische^Stein sarge aufgefunden. Tic in ihnen ruhenden beiden Skelette waren noch gut erhalten. — Die 50jährige Doktorjubelfeier begeht an: 19. Juni der Göttinger Philosophieprosefsor Geh. Reg.-Rat Dr. phil. David Peipers. Er stammt aus Frankfurt a. M. Seit 1867 gehört er dem Lehrkörper der Göttinger Hochschule an. — In Rindern bei Kleve ist, fine man uns miiteilt, eine Gcoenkta-ei zur Erinnerung an Johanna Lebus, die Heldin der _.lcmn..u Goetheschen Ballade, enthüllt worden. 2er Teichgraf Hüskcns hat diese Ehrung angeregt. „Lchön Luschen", oer die Franzoüu schon vor hundert Jahren ein Denkmal gewidmet haben, ruht auf dem Friedhöfe zu Rinden^
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8iit neues Stück von Serhatt Hauptmann.
Weimar, 14. Juni.
Erst nach langem Zögern hatte Gerhart Hauptmann sein JStama „Gabriel Schillings Fluckst" in der „Neuen Rundsck)au" veröffentlicht, weil er es nicht auf „den Hasardtisch einer Premiere" legen rooUte. Nun ist sein Wunsch doch in Erfüllung lypangen, den er in seinem Vorwort aussprach: Vor einem Keinen Kreise, der sich aus aufrichtigen Verehrern seiner 5Vun|t irjammensevte, ist in einem Heinen intimen Theater sein Werk jin wenigen Aufführungen zur Aufführung gelangt.
Lauchstcdt! Eine Fülle von Erinnerungen an die klassische Reit erheben sich bei diesem Namen. <jaft alle Sommer Aog hier kos Weimarer Theaterpersonal unter Goethes Leitung ein. vier ',cud die Totenfeier für Schill« statt, zu der Goethe leinende pinnten „Epilog zu Schillers Glocke" dichtete. ber -tat, h diesen Rahmen der Uraufführung eines Hauptmann fchen 26erke» verlegen, war ein ungemein reizvoller Gedanke.
Noch steht der alte Theaterbau: schlicht und einfach, zeugt tja ton dem feinen Stilgefühl der Goethczeit. erremch ist der Zu K^uerraum für unsere Verhältnisse roinjig Hein. Kaum 400 Per hticn vermag er zu fassen. Auch die Buhne nt w klein, baß ne Huie Massenentfaltungen ermöglicht 4. te Heine Buhne zwang SKitt vornherein zur Anwendung stilisierter Mittel. zaj.ntT mußte W:ii verfallen, auch wenn Mar Liebermann nickt die In- li.’nienmg übernommen hätte. Diese Aufgabe war aber doppeu »ifierig, da das Stück größtenteils am Meeresuser IPjelt._ <r>o s'iu^tc eine Dekoration geschaffen werden, die der Phantafie spiel- kuat ließ, sich eine weite Ferne selbst zu fchanen. Zudem gehen Ipei Hauptmanns Bühnenanweisungen derartig ins einzi.lne, daß I der Anwendung stilisierter Mittel öiamentral entgcgengeietzt IKe inen. Und doch hat sich Lieberntanii damit abgesunden, ohne I 'm Dichter einen Zwang anzutun. Bei den L^enm, die am ie ere spielen, trat dem Beschauer unwülkürlich dtc irrimierung
Liebermanns Radierungen vor Augen, und io roaren oicje I ilymdbildcc gerade das spezifisch Liebermann,che. ^-^un trotz Mer Atilisiemngsversuche war bei den be,chranktcn ffiindn, den
Der italienifd]=türtifd)e Krieg.
Ter Kampf bei Lebda.
Ein rechtes und zuverlässiges Bild über den Ausgang des Kampfes bei Lubda läßt sich schwer gewinnen, da die amtlichen türkischen und italienischen Meldungen wieder einmal himmelweit auseinandergehen. Vielleicht war der italienische Sieg ein Pyrrhus-Sieg!
Konstantinopel, 16. Juni. DaS Kriegsmini- fterium veröffentlicht über den Kamps bei Lebda am 12. Juni folgende Depesche: Türken und Araber griffen mit zwei Kolonnen zwei große italienische Befestigungen an. Es gelang nach sieben stündigem Kampfe, die Verteidiger zu vernichten. Dabei eroberten sie eine Fahne, eine Menge Waffen und Munition und zer-
rott «*•
störten zwei Kanonen. Die znwite Kolonne rückte bis an die Küste vor, griff das Lager der Italiener an und tötete zahlreiche Italiener Der Rest flüchtete in die italienischen Befestigungen Tie Streitkräfte der Italiener bei Homs und Margbeb versuchten einen Gegenangriff, wurden al'er siebenmal zu-
zeschlLgen Homs, Sidibark und Maraheb n-11 den von der Flotte und der Artillerie tapfer verteidigt. Tic Türken und Araber zogen sich zurück, nack>dem sie die Lebensmittel- u n b Munitionsvorräte der Italiener verbrannt hatten. Tie Verluste der Italiener betragen 17 Offiziere und über 1 OOO M a n n tot: seitens der Tür ken und A r a b e r s i n d 1OO gefallen, darunter ein Leutnant, ungefähr 200 wurden verwundet.
Tie „Agenzia Stesani" erklärt dazu:
Die türkt,che Darstellung des Kampses bei Lebda ist eine Mystifikation, die den Zweck hat, Europa und die öffentliche Meinung in der Iiirfei zu täuschen. Tie erste Niederlage der Türken und der Araber wird dreist in einen Sieg um gewandelt, obwohl selbst die türkische Meldung zugeden muß, daß die Türken und Araber sich zurückziehen mußten. Was die Verluste anbetrisst, wurden belanntlich 421 Leichen der Feinde bei Lebda geborgen, und es blieben noch viele auf dem Felde liegen, während die Jotliener 31 Tote und 56 eVrwundete hatten
Nene Kämpfe.
Rom, 17. Juni. (Agenzia Stefani.) General Ca^ merara meldet mittels Funtfpruch aus Mersa Buseeifo vom 16. Juni: Nachdem mir um' 6 Uhr früh Marabnt und 2idi Bufceifa besetzt und Truppen gelandet hatten, besetzten wir sofort die benachbarte Safe und Höhe. Beide Stellungen liegen an der Küste etwa 12 Kilometer von der Stadt Misrata. Bei unseren Bewegungen suchten uns nicht sehr zahlreiche feindliche Abteilungen aufzuhalten, wurden aber baldigst durch Schiffsartillerie und später durch das Gewehrfeuer der Matrosen und der gelandeten Truppen unter Zurücklassung einiger Toter zerstreut Wir hatten keinerlei Verluste. Später zeigten sich diese zurück geworfenen Abteilungen, die inzwischen Ver- ftärkungen erhielten, auf der rechten Seite. Gegen Nachmittag gingen sie zu einem regelrechten Angriff vor, der von unseren Truppen abgemiefen wurde. Der Kamps dauerte bis gegen 6 Uhr. Dann wurden die An- g r e i s e r, die 50 T o t e auf dem Schlachtfelde zurück ließen, zum Rückzug gezwungen. Wir erbeuteten zahlreiche Waffen und NLunition. Unsere Verluste waren zwei Tote und neun Verwundete, darunter ein Askari tot und zwei verwundet.
Benghasi, 17. Juni. (Agenzia Stefani.) Gestern früh wurde während einer Brigadeübung bei Mocca- Ga11a in der Oase G a r i u n r c eine Abteilung Kavallerie und Eingeborenentruppen von Beduinen angegriffen. Der Feind wurde mit Verlust von mehreren Toten in die Flucht geschlagen. Die Italiener hatten feine Verluste.
Türkische Meldungen.
Konstantinopel, 17. Juni. Der Minister des Innern teilte mit, daß gestern nachmittag ein i t a l i e n i s ch e r Torpedobootszerstörer den Hafen von M a r m a r a anlief und sich wieder entfernte, nachdem er den Hafen rekognosziert hatte. Nach einer Mitteilung des Krtegsministe- riumS stieg gestern bei Der na ein italienisck-er Flieger auf und warf in das türkische Lager Bomben, die jedoch feinen Schaden anrichteten. Der Flieger wurde von einem Schrap nell getroffen und fiel herab. Ter Sultan sprach über den neuen Sieg der Türken bei L e b d a seine Befriedigung aus
Kriegssteuern in der Türkei.
Konstantinopel, 17. Juni. Tie Regierung übermittelte der Kammer die Gesetzentwürfe über die Steuererhöhungen während des Krieges. Die Ge-
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Das zarte Geschlecht in Hessen.
Die Weltreisenden berichten einstimmig, daß das Weib frei den meisten Naturvölkern hart arbeitet, schtocre Lasten schleppt und gewöhnlich kräftiger gebaut und besser ent* TOidcU ist als der Mann. Zu Hearne sagte ein Jndianer- •DäuptHng ganz naiv: „Die Weiber sind zum Arbeiten ge- Irfiaffcn. Eines von ihnen kann so viel heben und tragen wie zwei Männer." Auch in der >kulturwelt sind bei den niedrigsten Bolksstämmen die Frauen ebenso groß und stark wie die Männer Bei den Dftruffen z. B., die noch in I gang primitiven Zuständen leben, zeigt die Körperlänge i beider Geschlechter Vicht entfernt so große Unterschiede wie beispielsweise bei der Nation der ausgeprägtesten Multur- I Verfeinerung, den Franzosen. Zu allen Zeiten und bei allen | Stämmen hat das Weib auch am Kriege teilgenonnnen. I 6ben|o sind bei vielen Natnrvölkem Männer und Frauen I oleid) gute und gleich mutige Jäger, Schwimmer und Baumkletterer. Ackerwirtschaft und Töpferei erscheinen vielsach | als rein roeiblidje Beschäftigung, während umgekehrt in I Zentralasrika die gesamte Schneiderarbeit den Männern । obliegt — auch für die schwarzen Ladies.
.Die übliche Einsck-ätzung des weiblichen Geschlechts als I physisch minderwertige Personen erweist sich nicht nur mit Bezug aus die Naturvölker als irrig Sie Ijat auch bei den I Lultumationen einen argen Stoß durch die bündigen | Zahlenergebnisse erlitten, die von der modernen Bevölke- | rungsstatistik geliefert worden sind. Es handelt sich hier l nicht um zufällige Schlüsse, sondern um Folgerungen aus | großen Massenziffern Tie von Moebius bel)auptete „phy- [ iwlogische Inferiorität" des Weibes ist heule nicht mehr I zu verteidigen. Das Nachfolgende dürfte vielmehr etwas I ganz anderes beweisen.
Beim Eintritt in die Welt befindet sich das weibliche U Geschlecht wie überall so auch im Großherzogin m I Hessen in der Minderheit. Im Jahre 1909 wurden neben l 19 345 Knaben nur 18 118 Mädchen geboren. Auf 100 roeib- 'M liche kamen immer 106,8 männliche Geburten. Sofort bc» | ginnt aber die Sterblichkeit einen auffallenden Vernich- I rungszug gerade gegen das männliche Geschlecht. So starben I nach der hessischen Sterbetafel von je 1OOO Lebendgeborenen 1 jedes Geschlechts nur 151 Mädchen gegen 184 Knaben. Nur iS vom 4. dis 15. Lebensjahre steht die Knäbenwelt ein wenig ,|B günstiger da, nüinentlui) zu der Zeit der weiblichen Puber- 1 tat. Aber etwa vom 15. Jahre ab übernimmt das weibliche 1 kRGeschlecht wieder die Führung, die nur noch einmal in Ddkm durch die ersten Geburten gefährdeten Alter von 25 bis ■■30 Jahren unterbrochen wird. Von 1OOOOO gleichzeitig Maeborenen Knaben und Mädchen srnd im Alter von fünfzig F Fahren noch 56 321 Frauen am Leben, aber nur 53 257 Jänner, also rund 3OOO weniger. DaS 80. Jahr erreichen || 8071 Männer, aber 8849 Frauen, und 90 Jahre alt werden 1 528 Frauen gegen 548 Männer.
Tie entschiedene Lebens Zähigkeit des weiblichen Geschlechts, die aus dieser günstigen Sterblichkeit spricht, findet auch in der „mittleren Lebensdauer" beider Geschlechter einen Ausdruck. Das Weib hat weit bessere Lebensaussichten wie der Mann. Tos fünfjährige Mädck)en darf im Durchschnitt erwarten, 59,26 Jahre alt zu werden, her gleichaltrige Knabe aber nur 58,62 Jahre, ebenso die 30jährige Frau 64,76, der Mann aber nur 63,65 Jahre. Ißn anderen Staaten ist die Differenz noch viel größer.
Die größere Hinfälligkeit des männlichen Geschlechts möchte man auf den ersten Blick auf die härtere und gefährlichere Berufsarbeit zurückführen, aber auch auf Alkohol, ' ‘labat und Ausschweifungen anderer Art. Aber fdjon die 1 Linder st erdlichkeit, wo von diesen Schädigungen keine Rede sein kann, deutet daraus hin, daß wir es hier -mit einer primären Veranlagung, mit einer ausgesprochenen „physiologischen Inferiorität" des männ- lidtjen Geschlechts und nicht, wie Möbius behauptet, des weiblichen zu tun haben. Das wird noch durch die Ziffern
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SÄ.W*. 162. Wsang . Dienstag. 18. Juni 1912
erscheint täglich, aus:er JHtcSav Be,nq»prclS:
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für die Redaktion 112, Berantwottlcch für den
General-Anzeiger für Gberhessen MÄIZ
Rotatfonrdnick und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. >nd Steindruckerei R. tauge. Redaktion, Lrpedttion und Vruckerei: Schulftraße 7. 'f,5 -Stadt und
btf vormittags 9 Uhr. ____________________Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschüstzstelle vahnhofstrahe 16«. B«T


