Ausgabe 
16.7.1912 Zweites Blatt
 
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162. Jahrgang

Zweites Blatt

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sZcheml It-lich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Oberheffen

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It(C5 finb.

ni9 Seid taufen,

itoater der Vorjc ahnhofS nach 5

DeGießener KamittendlStter" werden dem .Hnjeifler* viermal wöchentlich beigelegt, daS .Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erfcheinen monatlich zweimal.

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'? Setü Giess

die Woltn'ahrt des beut,"dien Volke«, aus ferne ewige Treue zum Landesfürsten, aus die stete Einigkeit -wischenFurst und x>olt.

Nack) einer Reihe weiterer Reden begaben ,id) dre Teilnehmer nach der Schi eh balle, wo das Schieben ,einen Anfang nahm.

9üit und Auskunft. _ r

Bei der ersten Gesundheitsstörung muß das Kind so rasch als möglich zum Arzt.

Das Submiffionsroefett.

Von Stadtv. Sames-Darmstadt.

tifwilllgit lehoff.

ihlem und ®eidl Sind fie nidjt f. lädigt vooxben , \n der M find doch genü: Stadt hinausi^' den Viehmaikt ) der Stadt, t Bürger.

einem Handwerker für Arbeiten verlangt werden, die er gar nicht herstellt. . . t

Tic Verordnung über Arbeilerfckutz und Unfallverhütung bei Doch« und Ticfbauten vom 15. Februar 1912 legt dem Bau­herrn. Unternehmer. Bauleiter, Bauführer, Aufseher, Arbeiter und dergleichen besondere Verpflichtungen au». Tan man auch die Bauherren und Bauleiter veramwortlick gemacht hat Ut nicht mehr wie reckt und billig. Einrichtungen, die alle am Bau beschäftigten Handwerker und Personen betre'fen, Einrichtungen, die vom Gesen vorgefchricben und von jedem am Bau benutzt werden, hat der Bauherr zu treffen, in Fällen, wo der Bauherr einen Bauleiter für feine Bauausführungen bestellt hat, i't die,er verpflichtet, diese Einrichtungen auf Kosten des Auftraggebers , zu beschaffen. Es soll in diesen Ausführungen keineswegs der XScr- f such gemacht werden, die einzelnen Handwerker von ihrer Gerant Wörtlichkeit zu befreien, sie sollen iebod) dazir dienen, btcicmgen Auslagen, die ihnen von anderer Seite geniad)t werden, uiid ge­linde gesagt, ein Verstoß gegen die guten Sitten darstellen, von der £>anb zu weisen.

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Redaktion. Erpedition und Druckerei: S*ul- ftrnBC 7. Expedition unb Verlag: 51.

Redaktion: e^Al 12. Tel.-Adr.:Anze,gerGleben.

Dienstag, 16. Juli 1912

Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen UnwersttälS - Blich- und Giehtbnideret.

R. Lange, Gießen.

Aus StciOt «n- Canö.

(' i c r, e n , 16. Juli 1912.

Durra. Hurra, hurw! _ .

Nachdem das .Doch auf den Kaiser ,verklungen war, tourbe | stehend die Kaiserhhmne gesungen, worauf zahlreiche Hochrufe aui den Prinzen Heinrich erfolgten. ...

Oberbürgermeister Dr. Adickes erwiderte nut einigen warm­herzigen Worten, in denen er betonte, daß das Fest seine ganz besondere Weihe dadurch bekommen habe, daß das Haus Hohen zollern «Bravo» und der deutsche nationale Geist »ich so eng hier in unserer Mitte berührt haben. Er schloß mit einem Doch auf den Prinzen. _ ...

Nach Oberbürgermeister Tt. Adickes verlas Cberidmfeenmcifter Jung zunächst ein Telegramm des Herzogs Karl Eduard von Coburg-Gotba. in dem dieser eingedenk der Tätigkeit feines Cheun» für die deutsche Schützensache die besten Grüße übermittelt, inib wies auf die historische Bedeutung Frankfurts hin Er fmloü seine markige Rede mit dem Alt-Frankfurter Wahlspruch: ,'^tark I im Recht", der sich vereine mit einem zweiten: ,.>zn Treue test . Jubelnd stimmten die Anwesenden in das dreifache Hoch auf den

Sie »>*- hemn^Lunter^

Frankfurt a. M., 15 Juli.

Der heutige zweite Festtag des Deutschen Biindesfckießcu^ sah die Sckü^n schon in aller Herrgottsfrühe am Sckievst-md Es wurde wieder auf fast all den zableidien standen g-eickonen, während draußen auf dem weiten Festplatz sich cm fröhliches Leben und Treiben entfaltete. ,

Tic Sckieß st a n d 91 n I a g c des 17. Teunchen Bundes- schiebens ist die größte chrer Art. Sie ist räumlich etwas Dom allgemeinen Festplatz entfernt, weshalb man eine elektrische Straßenbahn zur besseren Verbindung angelegt bat. Xie schützen haben damit den Vorteil, daß sie fid) abseits vom allgemeinen Trubel beiinden und in ungestörter Andacht ihrer Passion ob- liegen können. Tie 99 Stand-, 83 Feldscheiben, 14 Pistolen- itänbe und 6 Jagdftände für lausend Wild sind mustergültig angelegt. ... mc

Jnzwisd)en bat auch der Gabentempel seine Pforten geöffnet und dem staunenden Auge der Schützen zeigen sidi bic zum Teil ganz wundervollen Festgeschenke, die vom xeutfchen Maifer, Kaiser Franz Josef von Ccftcrrcid), dem Großherzog von Hei cn und säst allen anderen deutsdien BundeSfürsten, den Freien 3:äblcn, den früheren Feststädten des deutsche^ Bundes, dnefiens und einer Reihe von Patriziern der Stadt Franksurt gestiftet worden sind. Tie ersten 40 Ehrenbecher^gelangten bereits am Sonn.ag abend in später Stunde an die Sieger im Wett,dneßen auf Stanbfdwibe zur Verteilung. Als bester ^dnifee erwies sich hierbei wiederum der Tiroler Hans Haller aus Meran. Beim Wettschießen aui Feldscheibe war der Beste Ebel (Cannstatt).

An dem zu Ehren des Prinzen Heinrid) veranstalteten ö.a dch zu g nahmen etwa zehntausend Personen teil. Prinz Hernrick nahm vom Balkon vor dem Kaisersaal der Festhalle die Huldigung I entgegen und dankte mit herUidie» "Worteii.

oevichcn<.r;!iac,l......

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Inhabern

|Z. Deutsches Sundesschichen.

(Fortsetzung.) .

Bald nach 3 Uhr sand in der Festhalle ein Festbankett statt, bei welchem Prinz Heinrich folgende Ansprache hielt:

-Cure Königliche Hoheit Durchlauckttgster Großherzog, Enn Exzellenz, Herr Cbcrbürgcrmeiftcr, Sehr geehrte Herren, Verehrce Festversammlung! Trotz aller Iubelstimmmig ist wohl cm ernste-.' Wort am heutigen Tage hier am Ort. Wer vaterländische schickte kennt, der weiß, daß unsere vorangegangenen Genera- tionen mit dem Gedanken der Gründung des Deutschen^Jceicke^ sich befaßten, und so kam es, daß im Jahre 18bL der Deutsche i Schützenbund gegründet wurde als Träger des national, n Gedankens. Als solchen sehen wir die heutige Fettversamm hing vor uns. Mit Freuden begrüße id) die Abgesandten b-cs I uns so nahe und treu verbündeten Landes der osterreidnsck^ I ungarischen Monard i- Bravo! Mit gleicher Freude cmpiinb. I id) mit Ihnen die Entsendung unserer Stammesbruder aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika, der anderen uns besreun beten Nachbarstaaten nicht zu gebenfen, die cbcuialL, hier pc< I treten sind. Wenn wir uns fragen: Haben wir endlich das Biel

unserer Vorväter crrcidit?, so dürsen wir nut >2tolz und ohne« EhauvinismuS bekennen: Jawohl! Gott sei Dank, bauen tmr ein festes, geeinigioS deutsches Vaterland. (Lebhafter Bei'allj I Fragen wir uns aber: Wie sieht es in biefyn M'che aus. I Ter Deutsche ist ein ebenso wohlerzogener rote tud)tigcr_ uno l fräftiger Mann und Arbeiter. Leider sind wir uns bezüglich unseres inneren Daseins nicht allesamt einig und ich wocktt den heutigen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne euum Appell an Sie, die Sie die Träger des nationalen Gedankens sind, an I die bürgerlichen Parteien ergehen zu lassen. Es klopie cm ^eder an feine Brust und frage sich: Haben wir das festgebalten.

I was mit ihrem Herzblut Hunderte und Tausende in den tteozigei I Jahren babingegeben haben? Wer heutzutage in xeut,d)lani | sich nicht zu Kaiser und Reich bekennen will, der gehört nickt unter uns. «Großer Beifall. Die Festesstunmung a l-i.l macht

I es nicht, die Arbeit im täglid)cn Leben! Unb so aptz'll ere id) an I unseren bürgerlichen Stand. Er arbeite im stillen ,'ir bie I Kräftigung unb Befestigung des Reiches Bravo.' Au» ,'iord I unb ©üb, aus Ost und West, find Sie .zusammengestromt, von I allen deutschen Stämmen. Jeder deutsche Stamm fei treu feinem I Herrn, und wir alle zusammen seien treu unserem obersten Derrn, I Sr Majestät dem Deutschen Kaiser! (Bravo!) Möge dieses Fest nicht verklingen, mögen Sie nicht ausemaildergeb.n, ohne

I sich einander gelobt zu haben: Treu zu Kaiser und treu zum Ji ick. I treu unseren beutfehen Idealen. (Bravo!) Dress ist Trumpf, Trumpf für den Bürger ist aber auch der Gehör,am. und nun I bitte id) Sie. Ihre Gläser zu erbeben und fid) alle erheben su I wollen unb mit mir auszurufen: Sc. Majestät der beutfche Kaiser unb König von Preußen, ben Gott schützen unb erhalten möge,

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für den Verein gespendete Betrag von 300 Mark in diesem Jahre leider fortgcfatlen sei. Die Rechnung schließt mit 287 Mar; Ueberschuß ab. Ter Voranschlag für das laufende Jahr sieht 700 Mark für die Installation der elektrischen Beleuchtung, die bereits fertiggestellt ist, vor. Für die Wafserleitimg sind 12 500 Mark eingestellt. Die Burgkücke soll nut fließendem Wasser versehen werden. Es sind, um die Ausgaben zu besttetten, 1867 Mark erforderlich. Hieraus macht der 2. Vorsitzende Geh Justizrat Prof. Sckmidt Mitteilung, daß man bei Anlage des Wasserbehälters für Torf Gleiberg zwischen dem Burg fried und der Sckiwmauer auf Mauerreste gefloßen ist unb einige ueme Funde gemacht hat Ter Boden zwischen dem Burgfried und der Sd-'.lbmauer weiß eine Schichtung des Erdreiches auf, die erkennen läßt, daß dort Menschenbände gewirkt haben. Der Provinzial- Konservator in Bonn ist umgehend von der Sachlage unter* ridjet worden und hat in Aussicht gestellt, einen fachkundigen Be­amten an Ort und Stelle zu entsenden unter dessen Leitung die Durchforschung der Stelle erfolgen soll. Es beliebt bamit 4ie Möglichkeit, einen Anhalt über bie früheste Baugeschichte der Burg ;u bekommen Geheimrat Schmidt verweist noch auf das vorn SaniuMtat Tr. S*.rfenberg.®iu6el»abt dcm Beim, Mtonfte Aquarell ..Studentenauszug nach dem Gttioerg , das mtt "camens- unreriefcriften versehen ist. Lehrer Lochau-Gleiberg ubergckt dem Vorstand eine Steinkugel, die man etwa 2 Meter tief unter bem Boden beim sogenannten Gebäck gefunden hat, ferner eme eiserne Kugel, wohl aus einer Wallbuchfc aus der Zeit des 30- i ahn gen Krieges usw Die Funde werden im Vorstandszmwrer ausgestellt Ein Rundgang durch die 9hiine, bei bem eine offen» gelegte Mauer am Burgfried besichtigt wurde, bildete den schlug der Versammlung, der sich ein genrütliches Zusammensein auf dem Burghof unb ber Terrasse anschloß .

** Abonnements konzerte unserer Regi­mentskapelle. Der Poscrunenvirtuos Paul We sch re, Kanmrervirruos und Lehrer der Kgl. akad. Hochschule für

** Hauptversammlung des Gleiberg-Vereins. Am Samstag nadjmittag hatten sich zur alljährlichen Hauptver­sammlung die Mitglieder mit ihren Tarnen im Kai,er,aal der öieiburg in großer Zahl eingefunden. Der 1. Vorsitzende Geheime-- rat Dr lliinger begrüßte den Landrat Dr. Sariorius-Wetzlar als den Vertreter derlAussichtsbehörde, ferner die Vertreter des Kreises Wetzlar und der Stadt Gießen. Der Verein bat im ab- gelaufenen Jahre durch den Tob verloren bie Mitglieber: General­birektor Kaiser-Wetzlar, Kommerzienrat Georgi-, Kreisarzt a. D. Stammler unb Rentner Will). Orbig-Gießen. Tic Versammlung erbebt fid) zur Ehrung ber Verstorbenen. Aus dem Geschäfts­bericht über das abgelaufcne Jahr ging hervor, datz "-.Anteile zur Ausgabe gelangten. Ter Verein zählt 134 orbcntlube und 8 außerordentliche Mitglieder. An freiwilligen Beitragen sind je 200 Mark von den Kreisen Wetzlar und Gießen sonne 100 Mark von der Staot «vicßen gegeben worden. Geh. Kommerzien- ratt Heichelheim-Gießen hat 300 Mark zu ben Kosten der elek- triidjen Beleuchtung gespendet. Geheimer Kommerzienral Gail hat das Nassauer Zimmer und den Wilhelms-Balkon

Verein -6ibeW Glessen.

lwocb' den 17-9^ MW Liebig wigsplav-

itihnen horbilblid) borgegangen. c m . .

Das Reid, bat ein Gesetz zur Stdicrung der Bauforderungen a schassen, dessen Handhabung jedoch in andere Bahnen gelenkt I rrr: cn muß Baden ist burd) den Ministerialerlaß vom 30. De Ltott 1911 vorbildlich vorgegangen. Andere Regierungen haben Michl, aus anderen Wegen etwas zu erreichen. Alle diese I'.äinabinen werdest vom Staat und der Stadt getroffen, nm dein I r; [cm- rbcbrängtcii Handwerk, das mit einem großen Notstand zu hu'ien hat, zu Helsen unb zu fördern. , c ,(

Tiefe behördlichen Maßnahmen werden auch dankbar vom I huidverf anerkannt. Ganz andere Verhältnisie sind jedoch bei I in B.-rgebungen durch Private und deren Organe. ES wird auch I | ci ausdrüdlid) anerkannt, daß es eine große Anzahl von Privat Irdntettcn gibt, die ihre Arbeils und Vertragsbedingungen den Mutigen des Staates anpassen, es muß aber auch leider getagt I ® r> n, daß es Architekten gibt, die Arbeils und Vertrags ürDüigungen ausstellen, die gegen die Verlehrssitle verstoßen, in I Drneu der Handwerker vollständig rechtlos gemacht ist und in I Denen ihm Nebenleistungen aufgebürdet werden, die weder tm I scccus kalkulierbar, noch zu übersehen find. I

Am krassesten sind die Mißstände ost bet den Architekten, die ben ihrem Architeklenbureau nod) daS Gewerbe des General I ti'inebmer» betreiben und die sich dadurck) ost erheblidsen tvewliin I i Kosten der Handwerker sichern, indem dieselben alle Nebcn- Hnngen, die mit der Hauptleistung absolut nichts zu tun haben, I n Handwerkern in besonderen Bedingungen auferlcgcn. In ik n der Hochkonjunktur toürde ja ein derartiges Vorgehen ohne lang sein. In diesen Zeiten würden die Handwerker Derartige I it5erungcn einmütig zurückweisen, aber in Zeiten deS wirt,chatt I

Rückganges und Tiefstandes klammern sich so viele an l .nvit Faden und denken, die Auslegung toegen ber Nebenleistungen Icnm nie unb nimmer im Sinne der rigorosen Niederfchrist gc KuC'babt werden. Wie täuschen sich die Ahnungslosen, wenn ibn(ii dann bei der Lieferung und Ausführung gesagt wird, bas sich: ja alles im Vertrag, das alles mufyincntgtltlid) gemacht ftrnen In dem Kausmannsstand hat man längst mit ben L Zugaben aufgeräumt unb erklärt bas Gebaren der sog. Zu flilx-n fürunlautcreu Wettbewerb^. Zu solcher An,cl)auung^ Erni aud) das Handwerk kommen, daß Zugaben, bie mit Au, ttnbung der Arbeiten in keinem Zusammenhänge mit ber Lie- ferung ober Herstellung stehen, verweigert worben. Eigentum- Id) muß es anmuten, wenn ein Privatarchttckt von ben Vand- ttrfcrn für seine Bauausführung eine Kaution verlangt, t.nt rlci in welcher Form. Das Reich hat eingefehen, daß der icmbtücrfcr mit seinen Forberungcn gesichert werben soll und nun und hidr wird versucht, die oft sehr geringen Detriebsmitt^

Handwerkers für Privalbauten noch festziilegcn. Oft nach 'alvreil wirb eine berartige Käulion jurürfgegeben für die ber Handwerker oft hohe Bankzinsen zahlen muß. Wenn der <staat ober He Stabt in gewissen Fällen Kaution verlangt, so kann das tut PrivatarbcitSvergebmigeii nicht verglichen werden. Der Staat tnb die Stadt ixibcn bie Pflicht, alle ihre Bürger zu beruck- ' stigeil, Im ben keine so freie Hand in ber Auswahl ber Hand wer ter, bjqtqcn sieht Privaten ha-j Reckst der Auswahl zu. Es sei be»» xU>' jedem Handwerker empfohlen, keinen Vertrag zu untere jh eiben der hon privater Seite Kaution verlangt.

Aus weitere unbcred)tigtc Forde runge n i n u b - nissionSunterlagen fei hier nod) besonders hmgennefen.

Sehr oft wird die unentgeltliche Einfriedigung eines Bau- .irndstückeS während der ganzen Bauzeit von irgend einem vand- y-tcr am Bau verlangt. Der Bauzaun ist Sache des Bauherrn, l Wit)! nicht allein die Baustelle des Bauherrn, sondern aud) alle ton ihm gelieferten Materialien, auch die Materialien aller am Jan beschäftigten Handwerker. . . ...

Läßt eS sich wirklid) rechtfertigen, diese Herstellung und Unter» xiltung, die oft erhebliche Kosten verursacht, von einem Gewerbe- itibcnbt'n iinentgcltlid) zu verlangen? Der Bauzaun ist ein Mtanbtcil deS Baues und durch Gesetz vorgeschrieben und somit rich auf Kosten deS Bauherrn herzustellen unb zu unterhalten.

Dasselbe läßt fid) von der gesetzlich vorgeschnebenen Abort- müagc sagen. Es kann doch auf einer Baustelle unmöglich von jidem Handwerker eine Mortanlage errichtet werden. Tie Er- nditunq unb Unterhaltung nur vom Maurer zu verlangen, ist billig. Achnliche Verhältnisse liegen bei der Wasserbefchaffung

Menn nun aud) in Arbeitgeberkreisen immer lauter ber Wunsch tu: and) die ihnen aufedegten Arbeitsbedingungen m Staat :th Gemeinden und bei Privaten zu regeln, so muß auch dieser Und) als berechtigt anerkannt werden. .

-Der Staat und die hessischen Städte sind mit wenigen Aus

Säuglingsfürsorge int Sommer.

Sechs wichtige Regeln für die heiße Zeit:

1. Das Zimmer kühl halten! Fleißig luften. Fuß» hoben feucht halten! Boi Tage Vorhänge (unb Läden) zu! Bei Nacht Fenster offen! Tas Kind muß das kühlste Plätzchen in der Wohnung haben.

Das Kind kühl halten! Leichte Klerbung und leichtes Bettzeug (and) im Freien)! Nur keine Feder­betten! Bei großer Hiße kann das Kind auch nackt liegen. Täglick) wenn irgend möglich lauwarm baden ober wenigstens lauwarm abwaschen.

Brusttinder widerstehen der Hitze am besten. Unter keinen Umständen darf jetzt abgestillt merben!

Größte Vorsicht in der Ernährung! Ja Nicht uber- füttern! Ge^en den Durst gebe man Dünnen lau­warmen Tee! ,, r .

Kuh- oder Ziegenmilch muß frisch fein, beim Bezug sofort abgekocht und Mch wieder gut gekühlt wer- ben. Tie Mild) muß immer kühl stehen!

6. Jedes mit der Flasche ernährte Kind muß ärztlich überwacht werden! In ben 45 Beratungsstellen der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge erhält jede Mutter und Pflegemutter unentgeltlich

Außergewöhnliche Sickerheiisvorrichtungen werden von c-taat | 6-urßen S^en, was

uid» Stabt besonders bezahlt und können von den Handwerkern^ dev Bemerkungen zu dem Schützen'.-st, das

b.c keinerlei Einrichtungen hierfür haben, billigerwein^vom Bau-. ck S Wien gefeiert irarbe, trank der Redner auf puführenden nicht verlangt werden, ebensowenig können sie vonf im Jahre tvvv in .^len

Nach langen Verhandlungen und Beratungen der Organ, rwn des Handwerks, die einige Jahre zurück liegen, hat das iji'che Ministerium am 24. Februar 1911 einen neuen Erl ar r das Berdingungswefen veröffentlicht, ber ben Wünschen bes nvwerks in dankenswerter Weise Rechnung trägt, und der zum löbrud bringt, baß alle nicht in organischem Zusammenhang irr Ausführung stehenden Nebenleistungen besonders zu ver- Einlagen unb zu vergüten sind. Es sind aud) Befttmmungen ge ..'im worden, baß Arbeitsvergebungen an Innungen und freie tmigungen erfolgen können und damit.ist eine noch ichi: «n- f mneltc Anschauung gefallen, das; bei tinem Zusammenschluß rt Handwerker und Abgabe gemeinsamer Ofserten von einer m-fmadxrei geredet werden darf. STapitakltiKhc Unternehmungen !u. längst in Snnbifate zusammengeschlosfen, der Zusammen- M und bie Organisation geht oft so weit, baß auch die Pro- L|t on IM Verhältnis zum Bedarf geregelt wirb. Auch die rb-itm'dkfit ist in strammen Organisationen zusammengeidstossen iid kann von einer Lohndrückerei nicht mehr geredet werden. 1 i>en meisten Gewerben bestehen Tarifverträge, die Lohn, Ar- litMeit unb Bedingungen regeln, die kein Unternehmer straffrei

Jeder Handwerker ist verpflichtet, die für feine Arbeiten not- frenbiqcn Vorkehrungen zu treffen, unbillig ist eS, an Bauten bie Üenftcllimg von Gerüsten für Spengler, Bildhauer usw unent- «tttlick etwa vom Maurer ober Deißbtinber zu verlangen bie bieie für ihre ArbeitSverricktting überhaupt nickst benötigen, bereu Umfang sie im voraus nickst kennen. Unbillig ist ferner, zu Der Inigcii bab ber Maurer oder Weißbinder alle Turckbrucke, btc | 1 u r di' Jnstallationsarbciten nachttäglich entstehen, un (nrgeltlid) zuzumauern ober in Tünch auszu bessern hat llefcer ben Umfang ber Arbeiten hat ber betresfenbe Unternehmer Innen Einfluß, kennt beshalb auch bie Kosten ber Herstellung im voraus nickt..

Aus bem Vorgetragenen geht hervor, baß ort unbilliges von f'cwibwerkern verlangt wirb unb daß es notmenbtg wirb, nur solche Är'beits- unb Vertragsbebingungen anzuerkennen, bie ber Verkehrs "L Tie'u in? 11verhütungsvorsckriftcn haben den em- id iten Handwerkern Lasten auferlegt, nut denen sich jeber abunben §miuß Diese Vorschriften fordern von dem Handwerker dmemgen Ä herheitSvorrichtun^en, 'bic für seine Bauausführung eisorder-

Deutfchen Schützenbund ein. .

Wor^o^Er^danktt^zunächst"^Icheglückt von bem überaus her; I diese Kosten für das Nassauer Zmimer unb ben hdicn Empfang" ben beutscken Schützenbrüdern unb über- übernommen, wahreich Stabtv. Petri 11^. kostenws gesamte brachte die herzlichsten Grüße der Kaiserstadt an der Tonau. pknteninDentar des Vereins Mit neuern ^mtrid) öt

Gr fuhr bann fort Wenn also zum beutscken Schützenfeste aus Der Vorsitzende dankt den Gebern und sprldst dobei sielchzeltig allen Herren Säubern Tutühe Männer herbeigceilt iinb, um scm Bedauern, aus, baß dervon einem Unbekannten alljaMd) bie Schützenkunst zu üben, zugleich aber auch ein Weltfest bes I deutt'chen Gebankens zu feiern, so könnt ihr euck, liebe.beut,chc Schützenbrüder, denken, daß wir Wiener unb bester reicher nicht fern bleiben wollten. Tenn auch wir wollen für alle Zelten Deutsche ,'ci.i unb bleiben und in unseren Adern rollt toie ui ben eueren beutsches Blut, bas beut (die Blut, da- un ^.aute der Jahrhunderte so ost ben heimatlidien Boden getränkt hat, als cs galt, deutsche Lande und beuti'dx Kultur vor dem 45er derben zu sckützen. Tie Aufgabe, welche ber erste deutsche Kauer vor mehr als einem Jahrtausend ber Ostmark setzte, als er ue qrünbete, ist audi heute noch nicht ersdwptt: ick meme sogar, I daß der Ernst dieser Ausgabe heute unb in ber Zukunft mit aller Mackt in die Erscheinung tritt und treten wird. Ader wir werden ebenso treue deutsche Grenstvacht lwlten mie es umere Vorfahren getan haben. Ihr aber, ihr heben deutschen Bruder vom Reiche, die ihr dessen eingedenk seid, baß mit ber deutschen Ostmark ein stärkstes Bollwerk lallen wurde, ihr seid umere natürlichsten Freunde: ber «unb, ber uns zmammenhalt wird nicht fallen, solange Deutsche sich ihrer hehren Ziele beroußt ttnb.

So wie wir Deut,'d)cn bie Eigenart der einzelnen stamme achten unb schätzen gelernt haben, so haben wir einander auch gesunden, nachdem uns durck bie Geschichte politische Grenzen gezogen worden sind ^ic Weltgeschichte wird es zum Ruhme beut,eher Zunge für alle Ewigkeit icnbalten, baß in unserer Zeit bie beiden crlauditen deutt'chen Fürsten und Kaiser, welche zwei im Vereine unbezwingbare Reiche beherrschen, einander die innig,ten »ireunbe waren Hat es während der fünfzig Jahre leit dem ersten bcub ,'ckeu BundeSfchießen je eine Zeit gegeben, in welcher deutsche pursten unb deutt'cke Völker in gröfeerer Einigkeit nebeneinander und zueinander standen? So können wir denn getroit m bie Qufumt blicken, und bie deutt'chen Schützen werden immer ihrem Fürsten geben, was des Fürsten ist, unb ihrem Vaterlande, was