Protestantismus sollt ihr hassen als das größte Hebet. Schonend gegen die Gefühle Andersgläubiger oor.'.ugcbcn, sei ein Mißgriff des Teufels. Denigegenüber verlang^ aber die ultramontane Presse gegen den arlieli-ismus jede Schonung.
®egm den konfessionellen Frieden treibt jeder Jesuit, dafür kein einziger. Doiür sei es Pilicht jedes Teutschen, die Jesuiten zu bekämow.i und dem antiultrainontanen Verein bcivjtretcn, dessen Geschäfts eile m Berlin SW., Wilhelmstraßc 122A tu. Von ultramoni.'i'er Seite wird betonr, ohne die Jesuiten könne die Kirche nie t ..'eiicn. Lrotzdem hat Pavft Clemens XI\ den Orden aufgeh n llna in der zur Hälfte katholischen Schweiz v.t der Jesuitenauf ewig nerboten. ^er Redner ermahnt nocir mals die An-- en'.en, einmütig zusammenzutreten und Jesuiten und Ultrnnwn. nisnrus zu b kämpfen. Cs sei eine Schmach, daß der zweitgronl' Bnndes'.aal ein ultramonlanes Ministerium habe, das das Jesui:s zeie's utg -oben haben wolle.
Ter Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen.
Aus Stadt und Land.
w jenen, 15. November 1912.
♦♦ Die Bürgergeselt schäft feiert in diesem Jahre ihr 4 8. Stifungsfe st und veranstaltet aus diesem Grunde am Samstag, 16. November, im Frankfurter Hof einen Herren-Kommers. Sonntag nachmittag ist Familien-Ausflug mit Tanz auf der Liebigshöha.
** N ü ck v e r g ü t u n g c n f ü r d i e H e s s e n n u m m e r. Tie im Sommer herausgegebcne Hessennummer der Leipziger Illustrierten Zeitung hat in vielen Kreisen große Enttäuschung heroor- gerufen, da sie oen Crwartungen und den in Aussicht gestellten Bedingungen nicht entsprach. Mehrere Verkehrsoereine, Kreise und Städte haben daher den Antrag auf ginclerstattung eines Teils der von ihnen bewilligten Beiträge gestellt oder sich geweigert, den Beitrag zu leisten. Nach dem Beschluß des Arbeitsausschusses wurde in zwei Fällen dem Antrag auf Rückvergütung stattgegeben: unb zwar dem Kreisamt Alsfeld 50 Mark und dem Geschichts- und Altertnmsverein Treieichenhain 25 Mark. Ter Heberschuß, der 1090,91 Mk. beträgt, wurde nach Maßgabe der geleisteten Beiträge (2O,8«o) den Beteiligten zurückvergütet.
Landkreis Gießen.
= Sief), 14. Nov Eine Ausstellung künstlerischer Bilder wird durch den hiesigen Volksbildungsverein im Stistschen Gemeindcsaal von Sonntag bis Donnerstag stattfinden Sie hat den Zweck, im Hinblick auf die künstlerisch minderwertigen und geschmacklosen Bilder, die als Wand s ch muck massenhaft verbreitet werden, Ku zeigen, wie man sein Heim mit Bildern schmücken kann, die wahrhaft gut und schön und dennoch wohlfeil sind. Tie Sammlung besteht aus Künstlersteinzeichnungen, die der Verlag Kunstdruckerei Künstlcrbund Karlsruhe zur Verfügung gestellt hat. Daß diese Steindrucke das beste sind, was wir in der Gegenwart auf dem Gebiete der volkstümlichen Wandbildtunst haben, ist allgemein von sachverständiger Seite anerkannt. Eine Reihe deutscher Maler, die zu den bedeutendsten der Gegenwart gehören, ist ber treten, so Hans Thoma mit seinen gemütstiefen Landschaften und Wilh. Steinhausen mit seinen religiös- innigen farbigen Haussegen. Besonderes Interesse werden auch die neu erschienenen Kolonialbilder von Ernst Voll- behr finden, die der Maler auf seiner Reise durch Deutsch Süd-West geschaffen hat. Ein Teil der Bilder ist einfach und schön gerahmt Die Ausstellung soll zugleich zeigen, wie Bilder geschmackvoll gerahmt sind. Der Eintritt ist frei
= Münzenberg, 14. Nov. Hier findet am Samstag abend im Gasthauje von Volp ein Vortrag über „Die Bodenbearbeitung zur Winters- und Frühjahrsaussaat" statt. Vortragender ist Großh. Landwirtschaftslehrer Tamm- Lich.
— Harbach, 13. Nov. Im Gasthaufe von Herzbcrger findet nächsten Sonntag nachmittag ein Vortrag des Oeko- nomierats Weitzel-Lich über: ,D ie Vorteile der Feld- bereinignng* statt.
r. Lon dorf, 13. Nov. Lehrer Volk hielt im hiesigen Kriegerverein einen interessanten Vortrag über „Deutschland vor hundert Jahren", er besprach dabei auch die heutigen Verhältnisse und besonders den türkischen Krieg.
Kreis Lauterbach.
n. Sn ut erb ad), 13. Nov. Tas Felsenmeer bei Ilbeshausen wird nun bald das Auge des Wanderers nicht mehr erfreuen, da die Felsen leider dem Unternehmertum zum Opfer fallen. Glücklicherweise ist es seht den Be mühungen von Naturfreunden gelungen, einen lleinen Teil des Felsenmeers unter Ten km al schuh zu bringen, da mit es wenigstens dem Forscher erhalten bleibt. Es bestehl die Absicht, dal.in zu wirken, auch andere schöne und geo logisch wertvolle F. ispartien, wie die Basacktuppe auf dem Bilstein imo den A l te n b u rgs ko Pf ,bei Schotten unter Denkmalschutz zu stellen.
Kreis Schotten.
st. Schotten, 13. Nov. In der heutigen Genre i n d e r a l s s i h n u g waren anwesend: Bürgermeister Kromm, Beigeordneter Zinser und die Gemeinderatsmit- glieder: Schlorb V., Zeunges, Schlörb VIII., Weih, Schlitt, Pröscher, Meisii und Hofmann In der nichtöffentlichen Sitzung erstattete die Bürgermeisterei in ausführlicher Weise über den mit der Baubehörde, dem Ministerium und den Unternehmern gepflogenen Schriftwechsel über den Fi - n a nza in t s u e u b a u Bericht. Ter Stadtvorstawd erklärt sich vollständig mit der Ausführung der Bürgermeisterei einverstanden. eine frei gewordene Nachtwächter- stelle wird dem Christian Stein hier unter den üblichen Bedingungen und gegen Bezug des seitherigen Gehalts übertragen. - In öffentlicher Sitzung wurde zunächst die Anschaffung bczw. iiltctivcifc licbcruahme einer au tont a t i f d) e n Schaltu h r für die c I e 11 r isch e Straßenbeleuchtung beschlossen. Die Miete soll nach Mitteilung i\'v Bauleitung der ^leberlandaulage jährlich etwa 15 Mk betragen, wobei die Stadl für keinerlei Unter» haltungs- oder Reparatur kosten aufzukommen hat. - Auf die Anfrage des Kreisamts, ob in hiesiger Stadt wieder ein Ku r sns d e r Kreishaushalt ungsf chn l e ab gehalten werden soll, wirb beschlossen, unter der Voraus- seßung, daß sich mindestens 18 T ei ln hm er innen finden, die zur Abhaltung eines Kursus nvnvendigen Ausgaben zu genehmigen. Auf das Gesuch des Stenographenvereins „G adel s b e r g e r" meg 'n Ueberlajsung eines Hebung s lokals wird ein Sck'ulsaal zur Verfügung gestellt Auf Ersuchen des Landw.rtfchaftskammer-Ausfchnss.s für Ober- Hessen wegen Stiftung eines nhüteren Ehrenpreises von 10 Mk anläßlich der .Kreis-Ackerbau- und Obstausstellung wird die AuZahlung dieses Betrags nack.träglich g.n.hmigt. — Auf Nachsuchen wird dem neu gegründeten Ge mischten Chor .in Jahresbeitrag von'33 Mt. bewilligt, unter der nuvoriiaiiiten Bedingung, daß von ihm die seither vom >i.r dien eher, der sich aufgelöst hat, erfüllten .Ausgaben ubernomm.'ii werden. Auf Verfügung des Kreis- anus, 16011 ad) d i e Vergrößerung des Leichen- Sffnungöran m e s notwendig ist, wird beschlossen di" fraflhrtjen Herstetlungcn im nächsten Frühjahr auSzu-
3 Stimmen abgelehnt.
das nunmehr von ‘Voliüflen und Gendarmen belaacrt imrd.
wund et Bouiard verbarrikadierte sich dann in feinem Hause
führen, da dies tbei der jetzigen Witterung nicht mehv möglich tötet. 15 Reisende verwundet. — Bei Düsseldorf ist, und die erforderlichen Mittel im Voranschlag für 1913 fuhr eine Tampslotomotive der Rheinischen Bahngesel - einzustellen. — Nachdem der Stadtvvrstand im vorigen schäft auf einen Güterwagen, der von Krefeld kam. B,. Javre den Erlaß einer Dienstanweisung fiir das Bestat- dem heftigen Zusammenstoß erlitten acht Personei tungspersonal der Stadt Schotten ausgeführt hat, stand schwere und etwa 30 leichtere Verletzungen. — Jnfole.- heute die hiernach notwendige Anstellung eines Leichen- falscher Deichenstellung stießen zwei Züge der Gincinnat, bitters und die Annahme von Leichenträgern auf der Tages- Hamilton und Tavtoneisenbahn in der Nähe von Jn- ordnung. Die Bürgermeisterei beantragte diese Anstel- dianapolis zusammen. V i e r z e h n Per s o n en s i nd hing mit der Bedingung, daß es jedermann freigestellt g e t ö t e t, fünfzehn v e r l e y t.
sein solle, sich der Einrichtung zu bedienen oder nicht. Ter * Al ord taten eines Wahnsinnigen. Ans Grenobl« Stadt sollten daraus keinerlei Kosten entstehen, es sollte wirb Gemeldet: In einem An'all von Genies,wrung erschoß du nur eine Erleichterung für die in Trauer versetzten Familien f«ut§befit1er Bon j ar d m Eey Ihn «et den ©mspddiht sein. Tie Mehrheit de- Stadtvorstandes ist mit Rücksicht "..d den Gutspackter MerloiN, eilte dann tu en<
- *3 -7 Wohnung und crfdioB dort seine eigene Frau. Em zu vlh
auf tue anderwärts mit biqer Einrichtung gemachten Be- eilenber ühlUt)äd)lcr wurde von dem Wutenden tödlich v e: obacgtungen gegen den Antrag und so wurde er mit 7 gegen
Jahr in unserer Gegend nicht ergiebig; dagegen ist viel Hochwild vorhanden, besonders in den Taunuswäldern. Oberförster Rumpf von Ockstadt erlegte unlängst 6 Hirsche, 4 Hirfchkalbinnen und 2 gehörnte Hirsche.
in. Bad-Nauheim, 13. Nov. (Sitzung der Stadt
* Schweres Schiffs Unglück auf der Donau Tie „Neue Freie Presse" meldet aus Bukarest: Auf der Tonau ereignete sich ein schweres Schiffsunglück. Ein Schaluppe wollte im Hasen von O st r o w 50 Mann der Grenzwache nach der Stadt bringen. Bei einer Wendung (enterte die Schaluppe und sämtliche Insassen stürzten tr die Flut 4 4 Gr en z wach ter, ein Korporal, so
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 13 Nov. Die Hasenjagd ist dieses
. wie von der Besatzung drei Matrosen und der Me> verordneten). Für eine zweite Treppe nach dem Zohannis-- chaniker ertranken. Tie anderen konnten gerettet berg wurden 4900 Mk. bewilligt. An den Höhenwegen des werden.
Sophia Jwanon'nsdi und ist die Tochter einr-
IohannisbergS sind 22 Bauplätze vorgesehen, von denen * Eine s e r d i s ch e I u n g f r a n v o n O r l e a n s. Unter stchs verkauft seien. — Die neuen Rauvorschriften über den den Banden von ferbtid-.en Komilcuschis, die sofort bei Autzdrur des Krieges in die Tnikci vordrangen und den tuvtudieii Gruppen
... - • , - r, n r r. Fleifcherineisters, der sonst nut viel Ruhe und noch
31,15 Mk. für den »veitmeter vergeben werden. Zn Zukunft größerem Gewum in Belgrad fein Geschäft betreibt. Schon oot
(Sdänbeobftonb von den Nachd-rgren,en werden genedmiqt. |tbroer |diefim ulad1leil, uo£ chc Ne lcgllldr,n
— Für die Emriehtung von Sammelheizung und eleitrischem Truppen folgten, zeichneie üdi vor allem eine Truppe aus, die umn
Licht im Amtsgerichtsgebäude werden 8800 Mk. bewilligt. — dem Befehle eines außallend jugendlichen bort ölen schlanken TaS Baugelände in der Leunengrube soll für kleine Bau- -n'hrerS stand. Nur die wenigen Vertrauten wußten damals, dar ______- , . " cm.___,( (K;. dieser Führer eigentlich kein Fahrer war, sondern eine uhreri» vlatze oorgoeben werden, wenn hierm Mangel ist. ~ d, cjne jnnfle xome a»s Belgrad, die heute in ihrem Vaterland etz dieses Gelände neu anzulegende Straße erhalt den Namen ucue Jungfrau von Orleans berühmt in. Tie kriegslustige toll. Uhlandstraße. — Das im Ctadtwald.e in diesem Winter ge- kühne junge Serbin, die bereits an drei großen Schlachten teil- fällte Stammholz soll auf Empfehlung deS Ministeriums'an genommen und sich durch ihren verlegenen persönlichen Blut aur- die Firma Heinrich Schumann in Limdack) (Unterfronfen) für loderen' Fleiß
soll das Holz öffentlich versteigert werden.
m. Blaibach, 13. Nov. Bist dem Versand der Weihnachtsbäume ist bereits begonnen worden. Gestern sind zwei Wagen nod) Station Bad-Nauheim verladen worden. Tie Preise gegen frühere Jahre sind außerordeistltd) hoch.
-- Groß-Karben, 14. Nov. Ein landwirtschaft licher Vortrag, der am Sonntag nachmittag im Gast hause von Nuckdäschel (Bahnhof Groß-Karben, veranstaltet wird, behandelt die R e i ck) s v e r s t ch e r u n g s o r d n u n g , unter Berücksichtigung der für die Landwirtschaft besonders getroffenen Bestimmungen. Redner ist Assessor Tr. Ahl- Darmstadt.
Starkenburg und Rheinhessen.
IN. Offenbach a. M.. 14. Nov. Seit nahezu 6 Jal>ren liegt das Theaterleben in Offenbach fast völlig dmneder, nachdem das alte Stadttheater in der Kirckügasse wegen Baus illigleifn geschlossen werden mußte. Seil dieser Zeit begnügt man sich mit einer wöchentlich einmal stattfindenden Tl/katervorstellung in dem sog. Interimstheater, einem Saal mit einer primitiven Bühne. In der Zwischenzeit sind zahlreich.' Theaterprojekte ausg.'tanch. und ebenso schnell wieder verschwunden, weil die finanzielle Seite bisher nicht gelöst werden konnte. Es ist anerkennenswett, daß der neugegründete Offenbacher Verkehrsverein die Frage in iemeni Programm ausgenommen bat und in einer gestern abend abgehaltenen Versammlung di.' Thcaterangelegenheil in ein neues Stadium gebracht hat. Es handelt sich um eine Aussprache über die Theaterfrage, der ein Bericht des Theaterdirektors Adalbert S t c s f t e r - Hanau, des derzeitigen Leiters des Jnterimskheaters, über die Bedeutung eines modernen Ibeaicr« in tünftlerifcber und wirtschaftlicher Beziehung vorausging. Seine Rede gipfelte darin, daß das Bestreben der Bürgerschaft dahin gehen müsse, in Offenbach- ein ivirkliäies Theater zu erhalten. Tie Spielabende könnten sich wochentags auf 3 Vorstellungen erstrecken, Sonn tags 2, wovon die Nachmittagsvorstellung zu billigen Preisen gegeben werden soll. In der sich anschließenden Aussprache be tonte Redakteur Kaul, daß die Theaterfrage nur durch die Stadt gelöst werden Wnne. Tas Theater müßte auf-der Grundlage eines Volkstheaters mit billigen Preisen errichtet werden, da als Theaterbesucher namvutlid) die mittleren Bürger kreise und die Arbeiter'säwit in Betracht kämen, wälrrend die wohlltabenden«Leute nach wie vor die Frankfurter Theater besuckwn würden. Wenn auch das zu erbauende Theater lediglich den Charatier eines Vorstadt theaters tragen werde, so könne und müsse es doch aus einem künstlerischen Niveau stehen, das den Bedürfnissen nach jeder Richtung hin Rechnung trägt. Eins der schlimmsten Hindernisse für ein Theater bestehl hier in den außerordentlich stark vertretenen Tbeater-Tilettantenvereinen, die gegen vett/ältuisinäßig hohe Preise sich berufen fühlen, Theatervorstellungen zu geben. Beigeordneter Eißnert vertrat die Ansicht, daß die Lösung der Tlieaterfrage durch die Stadl gesch-ehen müsse, doch fei diese augenblicklich nicht in der Lage, ein Theater völlig aus eigenen Mitteln zu midyten. Es Wusse daher auf die finanzielle Mitwirkung der besser situierten Bürgersck-ast gerechnei werden. Tie Nvtirn'ndigkeit sei von der Stadt längst anerkannt, nur fehle es an den Mitteln. In der weiteren Aussprache wird die Gründung einer Aktiengesellschaft angeregt, während ein anderer Redner die Ansicht oertrat, daß die Stadt vorerst widrigere Aufgaben zu lösen habe als die Theater frage. Herr Schlosser, der Leiter für städtische Kultur in Frankfurt vertrat den Standpunkt, daß nad) seinen Ersahrnngen bei Thcalergründungen man auf dem Wege einer Aktiengesellschaft am schnellsten zum Ziele kommen würde. Tas Wort „Volks bühne" cnüllc alle Anforderungen, die mau an ein Theater zu stellen I)abe. Tas Theater falbe dieselbe Berechiigung wie die Kirche. Es sei zunächst Ausgabe des Berkehrsvereius, Material aus anderen Städten mit ähnlicher Bevölkerungszusammensetzung zu sammeln, um auf grimb dessen der Stadt Vorschläge über die Finanzierung unterbreiten zu können. Man müsse auch in Erwägung ziehen, daß hnrd' den Neubau der Technischen Lelw- anslalten viele junge Leute nach Ofienbach kämen, denen etwas in dinsllerisd-er Hinsicht geboten merden müsse, wenn man mit auberen Städten, die ähnliche Institute haben, eriolgräd? konkurrier n wolle Im Interesse der- Stadt müsse man diese Leute am Playe zu halten suchen, damit sie nicht gezwungen werden, in Frankfurt das zu suchten, ivas sie hier vermissen. Nack) weiterer Aussprache wurde die Versmnmlung nad? 11 Uhr von Bilchdruckereibesitzer Englert geschlossen.
Hcsfcn-Naffau.
0 Rodheim a. d. Bieber, 14. Nov Jnsolge der sorlgesetzten Nässe wird der W e i d e g a u g der S st) a s e sehr beeinträchtigt. Früher als sonst mußten diesmal die Tiere die Ställe aussuckten. Im vorigen Jahr blieben i? ic Schafherden bis zur Weihnachtswoche draußen im Pferch. Es kosteten diesmal die Lämmer durchfchnittlich 19 Mk., Jungschafe 35 Mk. und die Wolle 1.50—1.70 Mk. das Pfund
Ausbriid) des Krieges begann das Fräulein Jwonoivitsch mit btt Crgautfierung ihres Freikorps, in dem auch ihr Bräutigam-. Dienst tut.
Kleine Tagcschronik.
In Duisbur^g find nad) dem Genuß von Bonbo^- mit angeblich giftigen Farbstoffen hrei Kinder et- fr an kt. Eins ist bereits gestorben.
In der Lehmannschen Tampfmühte in "M ü n ch e b‘c rq Mark) brach früh Feuer ans, das die Mühle und btn Speicher mit den gesamten Lagerbcständen vernichtete.
Tie P a p i e r w a r c n s a b r i k von Smorowsky uni Schmaltz in Landshut ist durch Großfeuer mit allku Maschinen total zerstört worden.
LingcfanSt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arti!:! übernimmt die Redaktion dem Pnblikuni gegenüber tcined.i Verantwortiing.)
Gießen, 15. Nov. Am 1. Oktober haben die Arbeiter bd BaImhofs Gießen, foivie die 'Jlvbeiter Oer zürn Betiiebsarnt I «t- hörigen Bahnrneiüereien 2 und 3 eine Lohnaufbesserung um 10 jeden Tag erfahren. Nur die ebenkalls zum Betiiebsamt I et- hörigen Arbeiter der Bahnmeisierei 5 Gießen ivurbeii nidit oni- gebelfert, anscheinend miß dein Grunde, roeil in den Cvifdiafteu Ott ortsüblichen Tagelöhue etivos niedriger sind als in der <toM öierzn fei erwähnt, daß die in Wieieck, Gießen, Großen-Bust^, Alleu-Bufeck und in anderen Orlen vorhandenen A> eiter der meistere« 5 Gießen unter denielbcn 2euennifl6vevhältnifl* lebet, müssen, tvie die in Bahuhoi Gießen beschäftigten Arbeiter, bie ja nud) meist auf dem Laude wohnen. Ter faum nenncndivtrtt Unteifdiieb der ortsüblichen Tagelöhne füllte dock) bei den fetzigen Teuernngsverbältniffen nicht ins Gewidit «allen. Rach (ii- funbifliinaen fei bemerkt, bau die Prelle der Diielivohnungen uni Lebe««smiltel in oben genannten Orten ebenso hod) sind wie in da Stadt, ja daß man die Lebensrnittel zum Teil in den Gießenn; Kaufhäusern noch wesentlich billiger bezieht. Deshalb ist eine Voi > aufbesseriinq and) für biefe 'Jltbeitcv eine mibeduigte 'Aotivendigüz beim es ist eine lck)were Anigabe uir einen Familienvater, mij einem Tagelohn von 2,70 bis 3,20 Pik. eine Familie von mehrem! Köpfen zii ernähren.
*
Gießen. Von Anwohnern der Nord-Anlage werden all die Vereine, die in diesem Winter in der Turnhalle an der Nvol Anlage Festliä-keiten veranstalten, dringend gebeten, doch bal Teilnehmern und immentlidi der Jugend nahe zu legen, ifi Festfreude auf der Straße niöglidn't zu dämpfen und ihr n: so laut Ausdruck zu geben, daß die Nad)truhc dadurd) gcsic' wird.
Märkte.
** Gießen, 14. 91 ou. V i eh markt. Bei dem am 12. i 13. November abgcbaltenen Markte waren 377 Stück Nindtii uiid 385 Sck)iveine aufgetrieben. Der nächste Markt findet to anSfiditüd) am 2 6. u nb 2 7. November statt.
Ic. Wiesbaden, 14. Nov. beu- und S krohmnrll 9higeiQ(iren «uaren 39 Wagen mit Leu und Strol). Man noütts Heu G.GO—7.H0 Mk-, Etro l; ( uditnrol)) 4.00—4.60 Mk. - F ruck, tmark t. Haier, oller, 22,50 Mk., neuer 15,30—20,6) 5! Alles tür 100 Kilo
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
le. Tranksurt <t. M. i c h f» oi- M a r f t b e r i cf) t vom 14. 9. Austrieb. ■ Rinder^ darunter Ochsen v, Btillen 00, Kühe tjärfen 72, Kälber •-«.», Schale 397. Schiveme 1213.
Tendenz: Ochsen geräumt, Kälber, Schafe und Schweine l*| hast, geräumt. Preis für 100 3
Lebens- c-.faxF
gewicht
Kälber. Mk. M
Feinste Mastkälber 66—68 110-l> Tiittlere Mast» nnb beste Saugkälber .... 61—66 I03-E;
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 56—GO 95-1*
£ di o < e.
Etallmastschase:
Tlaülämmer und jüngere Maühammel . . . 41—42 86-'" Aettere Maslhammel, gut genährte junge 3d)afe
und geringere Mastlammer ..... 32 -33 75—'
S ck) iv e i n;.
Bollslehcbige Schweine von 80—100
Lebendgeivicht 68.00—69.00 87.00—»U 8.;ok!<eiict)tqc Schivetne untec 80 k>
Lebendgewicht. 68.00—69.09 87.00—W
Pollfleischige Schweine von 100—120!;;
Lebendgeivicht 68.50 —69.03 87^)0-88 fl rUfierduge Schweine von 120—150 k?
Lebendgewicht 68.50—69.00 67.00—841
Na weiszt bn, Paul, das ist ne Lacht!
Der mi feilte».
♦ Mehrere Eisenbahnunfälle ereigneten sich am vorigen Mittwoch: Von dem auf dem Bahnhof Jüterbog haltenden Güterzug 6808 liefen etwa 30 Achsen ab und stießen zwischen Grüna und Jüterbog mit dem Personenzug 286 zusammen. Der Schluufchafsner von dem e c atervifl wurde getötet Drei Reisende wurden j le uh t verletzt — Wie aus Bcau sor t gemeldei wird, 1 streßen aus der ^cfunbärbahnlinu' Angers—Novant zwei Glcflölt
Personenzuge zusmnmen. Der Maschinist wurde ge- aus. i ~ /
.Idi hab mabibaiiig nebndit, idi mürbe ernitfmit traut roert- Nun hab id) erst 1K 2tüd von den Sodener Bastille,« genomo^o ——und idi sichle mich roabrlmfttn schon um vieles rooblcr AbcrcM JJLXnun an foUen die Sodener mir nicht mehr ausgeben und td)r« .mich an den regelrnaniflcn Gebranci, gewöhnen, au mal X'. »tleinen Tinger io wohl mich vorbeugend wirten. Faoc
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