Ausgabe 
15.10.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

8 höchste Auszeichnungen 1911! Bel Installateuren, Elektrizi­tätswerken. bezw. in allen einschlägig. Geschäften erhält- lich Wolfram-Lampen-

Aktiengesellschaft, Augsburg

Naud) in Zukunft die Oberhand behalten möge Unber den üblichen fAnsprochen erfolgte dann die Uebergabe der Insignien der neuen Mürbe an den neuen Rektor, der bann einen Vortraglieber die Mode" hielt. Mit dein Gesänge des 98. Psalms seitens des Ehores txxeidjte die Feier ihr Ende. Ter Nachfolger des vor 2 Zähren verstorbenen Professors der Geographie, Geh -Rat Dr. Theobald Fischer, der erst am 1 April 1911 aus Kiel hierher gekommene Direktor des geographischen Seminars, Geheimrat Prof. Tr. Otto <Krü m mel, ist gestern gestorben. Ter Verblichene, der 18o8 in Exin in Pommern geboren wurde, war 28 Zähre Letter des geographischen Seminars in Kiel. Er war Mitglied der deutschen wissenschaftlichen Kommission für internationale Forschung und zweiter deutscher Telegierter beim Real-Ausschuß für internationale Meeresforschung in Kopenhagen.

Landwirtschaft.

X Nidda, 14. Oft. Tie Kartoffelernte ist nahezu zu Ende. Solch ein Segen von Kartoffeln ist lange nicht bageiucfen ; das beweist schon der Preis. Im vorigen Zahre kostete der Toupel- zentner gute, auSgelesene Ware m Mk., jetzt 4 Mf. Die Faule ist nur bei einzelnen Sorten und in tieferen Lagen eingetreten. Ter vom vorigen Zahre total ausgetrocfnete Boden hat all die über­reichliche Feuchtigkeit willig ausgenommen. Ueberbauot soll man nicht klagen. Tic Körnerernte, mit Ausnahme de- hmers, ist über­reichlich ausgefallen; auch das Grummet konnte meistens noch gut eingetan werden. Gemüse, Wurzelgewächse, gibt eS in Masse: nur hat der Frost in tiefen Lagen die Dickwurz etwas gedrückt. Tie Obsternte war bei uns mäßig; nur Zwetschen gaben guten Ertrag. Für die Wintersaat ist die Witterung fortgesetzt günstig. Man kann sagen: Diel Arbeit in diesem Jahre, aber auch viel Segen. Ein wenig mehr Genügsamkeit und etwas mehr Sparsamkeit Hilst auch über mancherlei Mangel des Jahres hinweg.

A Hof-Altenberg, 14. Lkt. Früher als gewöhnlich mußte diesmal der Weidegang für unsere Vogelsberger Rinder abgebrochen werden. Tie Nüsse int Nachsommer, dazu die kalten Nächte, wirkten schließlich nachteilig auf die jungen Tiere, infolge­dessen war auch ihre Gewichtszunahme nicht so bedeutend als in dem trockenen Vorjahr. Aeußerst billig, nämlich den Tag nur 0,50 Mark ist das Weidegeld für die Tiere berechnet, davon hat noch der Kreis die eine Halste übernommen, während die andere die betreffenden Interessenten zu tragen haben.

wandern vnd Reisen, Bäder und Sommersrischen.

Friedberg, 14. Okt. Bei einer Beteiligung von rund 40 Damen und Herren aus Friedberg und Bad-Nauheim unternahm unter Führung von Professor Kramer-Friedberg der TaunusklubWetterau" (Zweigverein Friedberg-Bad-Nauheim des V. H. C.) gestern seine 7. Programm-Wanderung. Sie begann in Butzoach und führte zunächst zum Schrenz er, wo das Muster einer römischen Grenzbefestigung und der Weidighain die Auf­merksamkeit in Anspruch nahmen, lieber Ebersgöns erreichte man dann Oberkleen und nach einer kurzen Rast daselbst Volln­kirchen und weiter Volpertshausen. Hier wurde das Schulhaus besichtigt. Heber den Stoppelberg, von dessen vielgerühmter Aus­sicht im Nebel des gestrigen Tages leider nichts zu sehen war, und durch das Kirschenwäldchen ging es dann weiter nach W e tz- I a r, woselbst man nach fünfstündigem Marsch anlangte. Nack) einem gemeinschaftlichen Essen im Hotel Kessel, wobei der Vor­sitzende Finanzrat Hoos-Friedberg den: Führer den Dank des Vereins aussprach, wurden auf einem Rundgang durch die Stadt die durch Goethe geweihten Orte besichtigt: der Goethe* brunnen, das Lottezimmer und das Sterbehaus Jerusalems.

Sport.

= Fußball. Die sonntäglichen Meisterschaftsspiele hatten folgende Ergebnisse: V. f. B. Gießen unterlag der Fuldaer Bo­russia trotz besseren Spiels mit 2:1 Toren. Gießener Sport­verein von 1900 konnte mit .4:1 Toren in Marburg den V. f. -B. besiegen. Gießen bedeutend besser.) T4e z-rvetten Mannschaften schelten: 1900 II. Wetzlar B. C. I. 0:1, (Ueberlegcnes Spiel von Gießen, durch Elfmeter entschieden). Wetzlar F. E. I. V f. D. Gießen II. 10:1. .Gießen verlor durch falsche Auf­stellung und Unlust der Spieler.) Kasseler Fußballverein schlug Sport Kassel mit 4:1.

Märkte.

F.C. Wiesbaden. Diehh o'-Mark 1b seicht vo n 14. Ctt. Austrieb: Rinder 8b (Ochsen 61, Bullen H Kühe 25), Kälber 67, Schafs 38, Schweine 316.

Markwerlauf: In Großvieh bleibt bei ruhigem Geschäft etwas Ueberftanb, bei Schweinen und Kleinvieh geräumt.

Preise für 100 Pfd.

Lebend- Schlacht- Ochfen. gewicht

Vollfleischiae, ouSgemästete« höchsten Schlacht- Mk. Mk.

wertes un Alter von 4-7 Jahren .... u458 98104

Tic noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 53-57 97lu3

Junge, fleischige, nicht auSgemastete und ältere

ouSgemästets 4752 8894

Bull e n.

Dollfleischige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . 5255 8691

Dollfleischige, jüngere 4851 8085

F ä ri e n. K n h

Dollfleischige auSgernästetö Färsen höchsten

Schlachtwertes 52-56 93100

Dollfleischigs ausgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bi5 zu 7 Jahren ... 4449 8290

Wenig gut entwickelte Färsen 4751 9098

Aellere auSgemcislets Kühe und wenig gut ent-

wickette jüngere Kühe 8842 7078

Mäßig genährte Kühe und Färsen 3237 6474

K ä l b e z.

Feinste Mastkälber 6668 110115

Mittlere Mast» und beste Saugkälber .... 6065 100-108 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 5559 9298 Geringere Saugkälber 5054 8390

Schwein

Dollfleischige Schweine von 80100 k» Lebend­

gewicht 69V3-70 8990

Dollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 68V.-691/. 88-89

Vollsleischige Schweine von 100120 kg Lebeud- gewlcht 71-72 89-90

Dollsteijchige Schweine von 120150 kg Lebend- geiuid)t 67-7O1/, 86-83

yandet.

Zur Börftulage.

Sämtliche Berliner Großbanken haben es in ihren letzten Wochenberichten versucht, die beispiellos beeinflußte Börsenlage, gestützt auf die wirklichen Verhältnisse in ein möglichst günstiges Licht zu stellen. Alle Berichte heben hervor, daß die Wirtschafts­lage nach wie vor günstig ist und betonen besonders, daß Deutsch­land von dem Balkankrieg aller Voraussicht nach am wenigsten zu befürchten hat. Jedenfalls fei die Spekulation mit d e in Zurückwerfen der Kurse unter allen Umstanden viel zu wett gegangen und das Privatkapital habe sich zu stark mitreisen lassen.

So schreibt die Berliner Handelsgesellschaft in ihrem Bericht:Die vergangene Woche hat an der Börse wettere erhebliche Rückgänge gezeitigt. Dieselben find einmal zurück- zuführen auf die Nnsicherhett der politischen Lage, sodann auf die Erkenntnis, daß durch die Beteiligung weiter Kreise an der Spekulation ein Teklassement vieler Wertpapiere stattgefunden hat, das größer ist als man erwarten konnte. Tie nach Kursgewinn trachtende Spekulation ist selbstverständlich ein schlechter Wert- papierbesitzer als das Publikum, welches Tividcndenvaoiere kauft, um seine Rente und damit seine Lebenslage zu verbessern. Ter Spekulant wird naturgemäß in seinem Besitz viel eher ausge-- scheucht, als der Kapitalist, der au-3 Erfahrung weiß, daß poli­tische und wirtschaftliche Krisen immer nur vorübergehende Er­scheinungen sind und an der Fundierung wirklich guter Unter­nehmungen nichts ändern. Starke Rückgänge wiesen auch die Renten der Balkan st aaten auf, trotzdem nirgends die Befürchtung besteht, daß an deren prompten Zinsendienst zu zweifeln wäre. Man kann übrigens nicht behaupten, daß eine Bestürzung unter den deutschen Besitzern derartiger Werte festzustellen sei. Die Kursrückgänge stehen im wesentlichen Zusammenhang mit dem für diese Werte tn Paris herrschenden Rückgang; es ist eine alte Erscheinung, daß in Paris die Emissionshäuser sich in ernsten Zeiten um die von ihnen herausgebrachten Werte nicht kümmern. Da nun dem Angebot, das aus Verkäufen ängst­licher Leute unausbleiblich ist, keine Stutzungskäufe gegenüber» stehen und neue Käufer selbstverständlich nur spärlich an den Markt kommen, so treten Kursbewegungen ein, die den Anschein einer Panik erwecken, denen allerdings in den Tagen der Be­ruhigung eine ebenso starke Erholung zu folgen pflegt."

Tas scheint uns ein recht wenig schmackhaftes Zuckerwasser, das die Handelsgesellschaft ihren Kttnden offeriert.

Sorgsame Eltern

neben mit Vorliebe Lcciscrriir bei rasch wachsenden Knaben und Mädchen, bei welchen sich meistens Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Abspannung bemerkbar machen.

t'ccifcrrin in ein vielervrobles Stärkungsmittel um den Blut- znttand au verbessern, den Appetit und die Verdauung günstig au beeinflußen, und den Körper widerstandsfähig zu machen. Sehr angenehm von Geschmack. l5*

Preis Mk. 3. die Flasche, überall erhältlich.

Galenuö" Chem. Industrie, G. m. b. H., Frankfurt a/M. Die/e

Irmbigelyfr

L ist das Merkmal der Bureautz und Fabriksäle und den Atmungsorganen in hohem Maße

; schädlich. Darum neigen so viele Beamte und Arbeiter bei rauhem WeUerzu Kusten und Heiser­keit. Den meisten sind dieWybert-Tabletten zur Linderung des Hustens und Befreiung des

Aachens von der Verschleimung schon bekannt. Bitten Sie Ihren Kollegen darum, wenn Sie keine hoben. Sonst erhalten Sie in allen Apotheken und Drogerien die Schachtel zu 1 Mark. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke und Löwen-Drogerie. ss/i,

ist für Blutarme, besonders Frauen, Mädchen und vee Kinder jeden Alters ein unvergleichlicher Kraftspen- der. Sein belebender, erfrischender Einfluß auf Körper und Geist macht fick meist nach wenigen Tagen bemerkbar. Taö echte Bioson liergeflellt unter Benutzung deö Rcichsvatento 171371, in erhältlich in allen Apotheken u. Drogerien, die Dole wa. ", Kilo, Mk. 3.. |b'V3 Warme UnterzeuaeÄenrs1 Salomon i Cie.

ff ff

^cr*. öu»*

S n n

WA g-ag *1 qt 3

o- 2 SC

üo

o =

s>a

2.2.5?

rt

«uH H*

er <£>

8S

S

3

er s

e: s CP

P

<5o

cr

Cu o

&

(Sl

ro P s 3 P S O" S e

3 ° '

5 s

= p . crc?>

3 <y s er 5

TH. at

er er e.

C

M2 5 a ^613

S

-r>

S S * F

P P * --3

ssS

(P er

p-

" 3 tp

CD

P' er

&

er n Z*

=" ff

= p

uu ro o

3

S cs«

«S

3 r»

S B p r» CT* ff

= s - ex-

2.3

2 cz3

o 3 5.

S m rt p

r>. s

z c

cS

2 a 5-4 =

2. §>

p

©'1 CC2 2 ? "'S

g <£' So'2rdoo ja- °zs 3. n 5 a 2. '

=? er 5 3 s 5 a

P44W-

IA> CT 5?> er p -

(s) (vl

g- x£ 7Z>22

223 -L

TP -- Q

ro <$v n 5

o 2.CO3

O

5?

o

3 or

p

3.

2

o; td o

r»"2 P

5 er

3

'^3^0 *"

bi.2; S"

= 02, 3

c s($l. a- r» r» "

M C "

kP

?S|8

~ - s>:2 S-

er lat

er ck ® 2

5 '

c~ - tT 2S-

03

" S «ff o

n 2 S' = =P-n

> ^..S> 2 x w

2-3 2.L'. 60 **

" 5 = L'» e-

....

31 e 2 p

§ ® 3 S ri » 5,. =3 2 .

O 3" 3 CP

3 3 9 3.3

- ff

3} _

n ts

4

&»=

2". d

« V.

O'

4-

0*.

<0

0 s

r

>

63

s sJ

<T>

OO'O 4-0*0»

Q* O *

Barometer 1 aus 0° Z. reduziert

er * er

4- co te

Temperatur der Lust i <*>

,»p» o>

O* CO CO

Absolute A

Feuchtigkeit H.

CP

8§

Relative la, Feuchtigkeit

8SW

SSE

CO

Wind- <5 nchtuug Z

to 60 CO

Windstärke | A'

10

10

10

®rob 1"*

der Bewölkung tn gednirl der

slchld Ö

pqaiß j

Hon Stehen.

Welter

3 GP

3 3

3»

° 2* 3 3

" 3

2.or

o-S

s p 3"

ff 3T

ZA

2^

"3 3 »3 n»3-2'^o3ti Z-Z

-n-3 l^er- 3,5.

5 3 CBS/ ry

-.0 «piD.3- ->

3o^= n

3 ff-^3»^®. o" 3 3

a c

3

3

2

a 3

tz^3- 3.5

er

3 2

W - c **

PL

X ff' 2.

3 er

8TS. ff*»

7> 0,! Uff

tos 3 3 <ff 3 ff 3,

Q, ä5T.od ff

p p »

"3 2

CP O

er *

n °* er

" O

K * H er 5 o

. p . = 3 £ er V -- ' r " IS*

3:3 3 3 »WCr :ig@® ZffP 2 § =

3

' 2.-3

T >Ä, p o

Fff «

3 CP e»

ff 3L2 "

1*- 3

P

Ä ff"1-1 P 2 to

3 5 ' 5® §2

; ff ^

toa §'s5a6'3"ffw c- 2 »t

iSÖ^orffff

er

P E ff to 0n <7=:

Q c* -2 *1

N* c Ei