Ausgabe 
14.3.1912 Erstes Blatt
 
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Giessen (Boonstrasse 6), Stuttgart, 14. März 1912.

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SeriAr

Dießen, 13. März 1912.

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preisen

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Leibaestern, den 13. März 1912.

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Dian schtti!! it Zchneida« teil gelceln ehr von ta noch hinj» ( kommen, ü icht alle }v sich an b eilt, baß t* I alles fli'

Frau ®lor- 2l(ten»53u;f- r, 77 3.4 uS SJiOft ' licolhc; $ Sßingbwiw', lichelb^,

larrengeschäst in Vilbel und benutzte die Abwcstn- citgcbers. um auf dessen Kosten gute Zigarren zu rauchen und zu verschenken. Er will die Zigarren an dir Arbeiter verteilt und sich zu dieser Verfügung berechtigt gehalten haben. Paß Gericht erachtete den Nachweis bewußt rechtsdrigen Handeln'- nicht geführt und hob das auf Strafe lautende Urteil des Schöffengerichts auf.

1 Schinin!. Macht öpt. durch (hu. frevelt wird, letracht, obtr tonne, ^Icn. werden durch gewohnheus- Städten - Haltungen - ge zu lohnen- ter, der bas ausschmulten ag, ohne sich ie Salti cir fn deraniqen dieser Zivchc er Umslündöl darüber do angen, bieim nmungen bei ftereicn such angemessenL

Beerdigung Freitag, 15. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes ans. Kondolenzbesuche dankend verbeten.

Letzte Nachrichten.

Ein Revolver-Anschlag auf den König von Italien.

Nom, 14. März. Al4 sich der König heute morgen zu einer Seelenmesie für d n König Humbert zum Pantheon begab, feuerte ein Unbekannter mehrere Revolverschüsse auf ihn ab. DerKönig blieb unverletzt; derTäter wurde verhaftet.

Mrbk bm nw«) eine btm °n btt tzs, Ironien (j4 an bet e 1,1 *t tinttn lnrinbeschule

^S^erein kn Sonnst; b'c l>ch mit ntkrlanb. ifS Projeklez mlung auch

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetterausstchtei» in Heften für Freitag, den 15. März 1912: Trüb, leichte Regensälle, mild.

Kleine Lagezchronik.

Au» der Zecke Friedrich Heinrich bei Mörs wurden vier Arbeiter verschüttet. Zwei sind tot, die anderen beiden fdbivcr verletzt.

DaS Ardcnncndorf W a r m s 0 n t a i n e wird seit einiger Tagen von Erdrutschungen heimgesuchl. Unterhalb des Dorfes befinden sich lief auigelwblte Echieserschachte. Tie Stiitk Pfeiler des Erdbodens balnii nachgegebni. lieber 300 Menschen mußten das Torf bereits verlassen.

DieNew Pork Tribüne" erfährt von unterrichteter Seite, daß Spanien mit der National Eim Bank wegen einer Sech zia-M illionen Anleihe in Verlmndlungen steht, um eine Eisenbahn von Madrid nach Frankreich sowie einen Tunnel durch die Pyrenäen zu bauen. Den Ban soll eine amerikanische Gesell­schaft ausfahren.

In Bombay wurden infolge einer furchtbare»» E r p l 0 - sion von l1 _ Tonnen Dynamit, die auf einem schlvim- menden Magazin untergebradit waren, neun i»»dische Matro­sen, die sich auf dem Fahrzeuge befanden, iit die Lust ge­sprengt und sind samt dem Fahrzeug vollständig verschwunden. Meilenweit int Umkreise wurden Fensterscheiben eingedrückt.

Georg Wallenfels

Marktplatz 21, Telephon 46 gegenüber d. Engelapotheke.

Danksagung

Für die vielen Beweise innigster Teil­nahme an dem schrnerzlichen Verluste unserer guten, unvergeßlichen Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Kusine, sowie für die liebevolle Pflege der evang. Schwestern und für all die reichen Blumenspenden sagen auf diesem Wege herzlichen Dank.

Im Namen

der trauernden Hinterbliebenen:

H. Adolph.

Zucker'öSaludcrma" hat mich von einem schweren Hautausschlag rasch u. üöfl.befreit lOOOTanf. E. Phylipv,Ausscher." Aerztt warm emvs. Dose 50 Pf. u. 1 M. «stärkste Form« bei W. Ailbinger, Seltersweg 79a, A. Noll, Bahnhofstr. 5111 ($. Noll, Kaiser-Drogerie. (slu/i

Daunagung

Für die vielen Beweise innigster Teilnahme an dem schmerzlichen Verluste unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders und Onkels

Herrn Georg Dern VI.

sagen nnr auf diesem Wege innigsten Dank.

Tie tieftrauernben Hinterbliebenen.

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li 1912. [>

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Braut-Seide v.

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Statt besonderer Anzeige.

Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass gestern unsere liebe Matter, Schwiegermutter und Grossmutter

Frau Katharina Kreuser

geb. Mayer

an den Folgen eines Schlaganfalls im 65. Lebensjahr sanft entschlafen ist.

Die trauernden Hinterbliebenen.

I. d. N.: Karl Bucher and Frau, geb. Kreuser.

vstchertisch.

Tas 1. Märzheft desLiterarische»» Echos" ist derRomantik" geweiht. Reinhold Steig veröffentlicht bisher unbekannte Urkunden zum Leben und Werk dcS MalerS und Radierers Ludwig Grimm, des wenig bekannten jüngeren Bruders von Jacob und Wilhelm Grimm. In einem interessanten 'Aussatz charakterisiert Oskar F. Walzet das Verhältnis Wilhelm von Humboldts zur Romantik. Uebcr die neu aufgelegten Wiener Vorlesungen Friedrich Schlegels referiert Rudolf Pecktcl, und als einenEnkel" der Romantik erkennt Franz Deibel den Dichter Herbert Eubenberg, der in seinem neuen Roman Katinka die Fliege" ganz den Spuren E. T. A. HoffmannS und Jean Pauls solgt.

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Militäv-ins Ausstandsgebiet entsandt.

r:: Köln, 14. März. (Priv.-Tel.) Wegen der zunehmenden Strcikun ruhen hat der Mini st er eingewilligt, daß Militär in das Streikgebiet verlegt »vird. Das 15. Infanterieregiment kam mit seiner Maschinengewchrabteilung in die Gegend von Dortmund. Wenn cs die Lage erforderlich macht, wird beute mit der Heranziehung von Militär fortgefahren. Aus der Zeche R a d b 0 d kam es gestern abend zu Unruhen, in deren Verlauf 35 Verhaftungen vorgenommen wurden. Aus der Zeche Kaiserstuhl mußten die Arbeitswilligen durch Waffengewalt gegen Angriffe der Streikenden geschützt werden.

Düsseldorf, 14. März. In Hamborn war gestern abend alles ruhig. In Bruckhausen kam es zu einem unbedeuten­den Zusammenstoß, doch konnte die Ruhe sofort wiederhergestellt werden.

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Ma*

Aus der Hessischen Zweiten Kammer.

bs. Darmstadt, 14. März. Die Voranschlagsbc- ratung wird von der Zweiten Ka»nmer fortgesetzt. Ka­pitel 39, höhere Bürgerschulen, »vird auf Antrag des Äbg. M 0 l - than zurückgestellt. Bei Kapitel 40, Lehrer-Scminarien, wünscht Ava. Bach (Natl.), daß bei der bevorstehenden Reform die Lehrerschaft zu Rate gezogen »verdc. Er tritt ferner für hie bessere Bezahlung der Seminarlehrer ein und fordert die Er­hebung von Schulgeld an den Scminarien. Abg. 11 r ft a b t (F. Vp.) spricht sich für den Abbau der Seminarien und die na­tionale Einheitsschule aus. Gcheimerat Süffert führt aus, daß man die Lehrer bis jetzt nickst falbe böreit können, weil sic nicht offiziell organisiert seien. Bei Kapitel 41, Volksschulen, wünschen die Abgg. Ucbel iZentr.) und Bach (Natl.) die Re­gelung der Anslellungsvcrhältnisse der israelitischen Reliaions- lehrcr. Bei Schluß der Redaktion spricht Geheimerat Süffert, der eine zusagende Antwort gibt

Gießener Strafkammer.

Gießen, 13. Marz.

Früh verdorben

kst der Schriftsetzer K. von Ockstadt. Kaum 1$ Jahre alt, hat er schon eine Reihe bon Diebstählen, darunter einen schweren Diebstahl begangen. Sie trugen ihm heute eine Gesamtgesängnis- ftrafe von 8 Monaten ein. Bei Mei früheren Diebstählen war ihm bedingter Straferlaß gewährt worden. Diese Gnade vermochte ihn nicht zu bessern, so daß er jetzt die Strenge des Gesetzes fühlen muß. hieran konnte die Reue, die er zum Ausdruck brachte, und seine Beteuerung, diese Diebstähle seien die letzten gewesen, nichts ändern. Auch lassen diese selbst keine milde Be­urteilung zu. Außer den Fällen, in baten er seinen Lehrherrn in Friedberg bestohlen bat, handelt es sich darum, daß er sich nachts in das Zimmer eines Betrunkenen geschlichen und dessen Porte­monnaie entwendet hat, daß er als Kellner die Sparbüchse eines Vereins, bei dem er bediente, entleert und in der Wohnung feiner Wirtin, nachdem er dort eingestiegen war, Geld gestohlen bat.

Neberschreitung des Züchtigungsrechts.

Die 7jährige M. K. hatte in der Schule zu Hartmannshain tin Tintenfaß gestohlen und dadurch den Zorn ihres Lehrers auf sich geladen. Als sie am Nachmittag auch noch ihren Namen mit Tinte auf den Schultisch schrieb, schritt der Lehrer zu einer

Universitäts-Nachrichten.

Hochschule für kommunale und soziale Ver­waltung. Aus Köln wird uns gemeldet: Soeben ist die ministerielle Genehmigung für die Kölner Verwaltungs-Hochschule erfolgt. Die neue Hochschule, die den amtüdxn TitelH 0 ch - schule für kommunale unb soziale Verwaltung" führt, ist bestimmt: eine vertiefte, allgemeine und fachliche Aus­bildung, sowie eine systematische Fortbildung in der Wirtschafts­und Verwaltungswisscnsckxrft zu geben. Das Studium dauert vier Semester, nach deren Ablauf enttveder die Kommunal-Bcamten- Prüfung, oder die Sozial-Beamten-Prüfung abgelegt toerben kann. Studien an anderen Hochschulen werden bis zu zwei Semestern angerechnet. Mit der Organisation des Unterrichts und der Lei­tung des inneren Uiitcrrichtsbetricbes ist der Nationalökonom Prof. Dr. jur. et phil. Adolf Weber beauftragt.

Starkenburg und Rheinhessen. -

d. Mainz, 13. März. In der heutigen Sitzung der Stadt­verordneten wurden die Pläne und Kostenanschläge zur Erbauung eines Realgymnasiums im Bauauadrat V des Schloß sreiheitsgebietes gutgchcißen und ein Kredit von 583 000 Mk. bewilligt. Der Bauausschuß wurde ermächttgt, über die Aus. sührung der Arbeiten und über die Wahl der Konstruktionen und der zur Verwendung kommenden Materialien selbständig zu bo schließen. Tie Entscheidung über die Frage der Errichtung eines Direklorwohnhauses wurde vertagt, bis mit der Regierung eine Einigung über die Mietgelbverhältnisse erzielt ist. Die Gc> suche ber kausmännischen Angestellten um Einführung der völ­ligen Sonntagsruhe im Hanbelsgewerbe ivurbc abge­lt h n t. Der Festsetzung des Oktrois auf Wein in Fässern in Höhe von 1,20 Mark für das Hektoliter wurde zugestimmt. Es wurde beschlossen, bei den Gemeindesteuern das Po ft mahn­verfahren einzuführen.

Kreis Welzlar.

O Aßba ch, 13. März. Auf Anregung des Bürger weistcrs Braun-Krosdorf wurde am Sonntag abend hier ein Unterhaltungsabend abgehalten, der außerordentlich stark besucht war. Der im Erweiterungsbau unserer Schule geschaffene Fe st s aal ist für eine derartige Veranstaltung wie geschaffen. Das Programm war äußerst reichhaltig: Deklamationen, Gesänae und Mufikvorträge boten viel Unterhaltung.. Ter GesangvereinFrohsinn" hatte sich in den Dienst des Abends gestellt. Die Einnahme soll zu wohl tätigen Zwecken Verwendung finden.

Hessen-Nassau.

* Aus Hessen-Nassau, 13. März. Nach der jetzt ver­öffentlichten Statistik über die Viehzählung vom 1. De­zember 1911 stellt sich ber Viehbcstanb in Hessen-Nassau gegenüber dem Vorjahr wie folgt: In 172 109 (172 409 in 1910) Ge­höften mit Viehbestand besaßen 180 791 (182 234) Haushaltungen 87 259 (87 072) Pferde, 564 151 (575 784) Rinder, 160 012 (168 201) Schafe unb 675 527 (686 719) Schweine. Es ver­mehrten sich beninad» bie Pferde um 187 bczw. 0,21 Proz., während sich die Rinder um 11633 bczw. 2,02 Proz., die Schafe um 8159 bczw. 4,85 Proz. unb bie Schweine um 11192 bczw. 1,63 Proz. verminderten. Hinzugesügt sei, baß die Zunahme der Pferde nur im Reg.-Bez. Wiesbaden fcftgcstellt wurde, im Rcg.-Bez. Kassel dagegen eine kleine Abnahme der Pserde sich hcrausstellte. Die Zahl ber Gehöfte überhaupt betrug 270054 (gegen 268 661 in 1910).

X. 53 a b -Orb, 13. März. Von ber Stadtverordnetenver - sammluna war am Samstag Termin zur Vornahme ber Wahl eines Bürgermeister s angesetzt wvrden, wogegen ber Ma giftrat Einspruch erhoben hatte, da nach seiner Ansicht erst bie Gehaltsfrage für bie neu zu besetzende Stelle geregelt werden müsse. Der Wahlakt wurde durch telegraphische Verfügung des RegierungspräsibsMen Zu Kassel bis auf weiteres eingestellt.

Lin schwere; Eisenbahnunglück.

Am Mittwoch früh ftreifte ein nach Szenkowa (Galizien) ausfahrender, mit Feldarbeitern besetzter Zug eine stehende Loko­motive, wodurch einige Waggons entgleisten und viele Personen verletzt wurden. Seither gingen folgende Nachrichten ein:

Krakau, 13. März. Bei dem Zusammenstoß in Trzebinia wurden zwanzig Personen schwer und 33 leicht ver­letzt. Der erste Rettungszug kam aus Trzebinia, der zweite aus Krakau, wohin die Verletzten in bie Krankenhäuser gebracht wurden. Während des Transportes ist ein Arbeiter gestorben. In dem verunglückten Zuge »varen Arbeiter, sogenannte Sachsen- aänger, förmlich eingepfercht, woraus sich die große Zahl der Verletzten erklärt. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da viele Passagiere in den Trümmern ber umgestürzten Waggons eingeklemmt waren. Die Verletzungen bestehen viel­fach in Arm- unb Beinbrüchen, sowie Quetschungen. Als nach der Rückkehr des Hilfszuges nach Krakau die Verletzten in bic Krankenhäuser gebracht würben, mußten zu ben Transporten Möbelwagen unb anbere Fuhrwerke benutzt werden. An der UnsaUstcllc wurde ein noch größeres Unglück dadurch v'er- hütet, daß ein Bahnbeamter den WienKrakauer Schnellzug, der die Kreuzung bald nach dem Zusammenstoß passieren mußte, cntgegcneilte unb burch Laternensignale, im letzten Augenblick zum Stehen brachte. Wie amtlich festgestellt wird, ist das Un­glück dadurch herbeigeführt worden, daß sich bei der Annäherung beö Arbeiterzuges 1441 gegen die Auss'ahrtsweiche eine auf dem Nebengleise stehende Rangierlokomotive gegen den ausfahrenden Zug in Bewegung setzte.

Krakau, 13. März. In das Krankenhaus wurden an­geblich 46 Schwerverletzte eingeliefert, von denen 23 operiert werden mußten.

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Fahrlässig7eit

nahm die Kammer bet dem Handelsmann S. G. von Dübels- l/kirn an, ber von dem Schöffengericht Büdingen wegen vorsätzlich^- wissentlicher llcbcrtretung viehsnichciipoliz.ilicher Vorschriften mit 3 Tagen Gefängnis besttaft worden war, weil er ohne Ursprung:' zcugnis ein Kalb von £)ain^rünbau nach Mittelgriindau verbracht Ijatte. Seine Behauptung in ber heutigen Bcrhanblung, er habe in bcm gegebenen Falle ein Zeugnis nicht für erforberlich gehalten, wurde für nicht widerlegt erachtet. An bie Stelle der Vorsatz- strafe trat deshalb eine Geldstrafe, bie auf 20 Mk. bemessen würbe.

Von her Anklage, seinem GesckßiftsheiTrn zwei Kistchen mit Zigarrengestohlen zu haben, erzielte ber Arbeiter K. von Frank­furt a. M. Freispreckmng Er »var Aufseher in einem Mineral­wasser- und Zig hcit seines Arm

Landwirtschaft.

** Landwirtschaftskamm er r Hessen. Infolge des ungünstigen Ausfalles der 1911er Ernte ist bic Nachfrage nach gutem Saatgetreidc unb besonders Saatkartoffeln, in diesem Jahre eine grobe. Durch die Saatbaustellen der Land- wirtsck-aftskammer ist m Hessen eine Einrichtung getroffen, bic es den Landwirten möglich macht, stets sottenechtcs und reines Saatgut bewährter Sorten von Kartosieln, sowohl wie von Som­merweizen, Gerste unb Hafer zu beziehen. Die Landwirtschafts- tkrmmer für Hessen ist gerne bereit, ben Bezug solchen durch sie angeTörten Saatgutes ihrer Saatbaustellcn zu vermitteln.

zweiten heftigeren Züchtiguirg mit einem Haseknußstocke. Dabei schlug er bas Kind derart, daß eine JtarPc Anschwellung ent- ftond unb die Heilung mehrere Tage in Anspruch nahm Für biefe Über bas Maß hinaus gehende Bestrafung wurde ihm eine Geldstrafe von 20 Mark jueifannt.

Schlechte (Erfahrungen

machte der Steinhauer R. W. in Hungen mit dem Stcinhauer R. B. aus Norblwusen, den er sich im November vorigen Jahres aus dem Gewerkschaftshaus zu Frankfurt a. M. geholt und alS Geselle bei sich eingestellt halte. B. arbeitete einen halben Tag, dabei beschädigte er ein wertvolles gotisches 5breuz, und bc gehrte schon am Nachmittag einen Vorschuß von 6 Mark, da er geliehenes Gelb zurückzahlcn müsse. Er erhielt bic 6 Mark unb verschwand, ohne sich um Stelle und Darlehen zu kümmern. Als rückfälliger Betrüger hat er feine Tat mit 9 Monaten Ge­fängnis zu büßen.

Der FLrsorgezögling

H. W. von Wahlershausen n>ar Knecht J>ei dem Landwirt E. in Mittelgrünbau unb teilte mit bessen Sohne bic Schlafstube. In ber Nacht vom 4. auf 5. September 0. I. stahl er bcm hingen Mann bas Portemonnaie mit 11 Mk. unter bcm Kopfkissen heraus uiw vcrschwanb bamit. Der Diebstahl trug ihm 3 Monate Gc sängnis ein, da er bereits zwei Vorstrafen wegen Diebstahls hat.

Oessentliches Aergernis

durch Vornahme unzüchtiger Handlungen auf hellbclcuchteter i?itsstroße erregte am 13 Fckwuar d. I zu Lich der Schmied und ünecht.O H. R. von Grünberg. Er ist bereits tvegen einer foldjcn Tat vorbestraft unb muß deshalb zur Sühne 6 Monate ins Ge­fängnis.

Freisprechung.

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Gießen, 14. Marz 1912.

Danksagung.

Für bie vielen Beweise herzlicher Teilnabme bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Gauen und unseres guten Vaters Herrn Alois Blum sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Blum.