Ausgabe 
19.9.1912 Erstes Blatt
 
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w. Alsfeld> 18. Sept. Wie jetzt feststeht, wird mit den 23 au ar bei t en zur Nebenbahn Alsfeld Nieder-Aula in der Gemarkung Alsfeld am 1. März 1913 begonnen. In einer von der Bürgermeisterei an die beteiligten Grundbesitzer ergangenen Bekanntmachung wer-

itritt ans diesem Grunde allen parlamentarischen Gepflogen- !heiten widersprachen. Der Ministerpräsident sagte ferner: Die Vorgänge in der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses waren beschämend, nicht weil das Präsidium geeignete Vorkehrungen zur Si durfte i- tag der Freiheit in ben Beratungen traf, sondern weil Ab­geordnete, statt ihre ernste Aufgabe zu erfüllen, durch Skandalfzenen verhinderien, daß der Präsident zu Worte kam. ___

Deutsches Neich.

Der Kaiser

ist ant Mittwoch vormittag nach 11 Uhr an Bord j)e£ Sleipner" von hoher See nach Wilhelmshaven zu- rückgekehrt. Er besichtigte nach dem Besuch der füMidjen Hafenerweiterung den neuen Torpedobootshafen, fuhr im Automobil nach der Kaiserlichen Werft und kehrte nach Besichtigung des LinienschiffsneubauesS" kurz vor 1 Uhr an Bord der in der Hafeneinfahrt liegendenHohenzollern" zurück. Bei der Besichtigung begleiteten den Kaiser die Großadmirale v. Tirpitz und v. Köster, sowie Admiral v. Müller. Die Manöver werden fortgesetzt.

ein und geht über den Schlffenberg, Forichaus oochivon, Kloster ArnSburg nach Münzenberg, von wo um 6 Uhr nach­mittags die Rückfahrt erfolgt.

"TieGestellungsbefehlefür die jungen Leute, die im Oktober zum Heer eingezogen werden, können von nun an auf dem Bezirkskvmmando abgeholt werden.

Landw. Kreis sch au. Die Firma H. Metten­heimer, Inhaber E. Hosch und C. Kerber, hat in der Gruppe X, Bienenzucht, ein Diplom für Honigglaser erhalten, in der Gruppe Obstverwertung hat sie außer Konkurrenz aus­gestellt. Bei der ObstauSslellung hat Fr. Jöckel in Grün- berg in Klasie 22 (reichtragende Apfclsorte von Pyramiden) einen 2. Preis bekommen.

Kreis Alsfeld.

fi'chrungen milnehmen, die keine Jugendvorstellungen sind; ebenso Personen, die blinder unter 6 Jahren in Kinos mitnehmen, also in diesem Falle auch die Eltern.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 18. Sept. Die Wahl des Ober­bürgermeisters Voigt zu Barmen zum Oberbürgermeister von Frankfurt a. M. ist vom König bestätigt worden.

w. Frankfurt a. 9)L, 18. Sept. Der Friseur Jose Wien,er versuchte heute abend gegen 6 Uhr eine Prosti­tuierte in ihrer Wohnung zu erschießen. Er brachte ihr sehr- schwere Verletzungen an der linken Schläfe bei, so daß diese in sehr bedenklichem Zustande nach dem Heiliggeist- hospital gebracht werden mußte. Der Täter wurde ver­haftet.

sj Bauerbach, 17. Sept. Von sämtlichen Gemeinden be8 Kreises steht Bauerbach seit Jahren bezüglich des Er­löses für verkauftes Gemeindeobst an der Spitze. So war cd auch diesmal wieder, denn eS wurden rund 2674 Mk. eingenommen gegen 1620 Mk. im Vorjahre. Infolge der gegen Fröste geschützten Lage gerät hier daS Obst in jedem Jahre.

X Fulda, 18. Cept. Ein von Schlüchtern kommendes ^Automobil. das von einem Neger gelenkt wurde, mußte

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werden.

* Steuerpersonalien. Der Großherzog hat den Hauptsteueramtskontrolleur bei dem Hauptsleueramt Bingen, Peter Karn zu Bingen, zum Niederlageverwalter bei dem Hauptsteucramt Mainz ernannt.

Keine Schwurgerichtssitzungen. Das für den 23. d. MtS. in Aussicht genommene Schwurgericht fällt a u S, da keine Anklage wegen eines Verbrechens vorliegt, daS zur Aburteilung vor das Schwurgericht gehört hätte. Die auSgelostcn Geschworenen werden zu der ausgefallenen Tagung leine Ladungen erhalten. ES ist erfreulich, daß sich die Kriminalität in unserer Provinz so gebcsiert hat.

"In der Goethe st raße zwischen Seltersweg und! Süd-Anlage werden die alten Baracken nun bald ver­schwinden. Bisher hinderten die komplizierten Besitzverhält­nisse die Entwicklung dieses Straßenteiles, obgleich seine Lage im Mittelpunkt des Verkehrs zur Errichtung moderner Wohn­häuser geradezu herauSforderte. Die Jntercffentcn, Gold- acbcitcr Noll und Metzgermcister Meister haben jetzt einen Besitzaustausch vorgenommen, so daß für die ganze Strecke die Aebauungömöglichkelt geschaffen ist.

Der Wiesbadener Rhein- und Taunusklub wird am nächsten Sonntag seine 9. Wanderung in unserer Gegend unternehme,,. Er trifft um 801, bezw. 806 Uhr hier

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Sinne Vergleichsversuche mit der israelitisd>cn Religionsgemeinde unternommen werden. Die Angelegenheit der Einführung einer F i l i a l st c u e r wurde der Finanztommission zur, eingehenden Prüfung überwiesen. Gegen die von Otto Rudolf beabsichtigte Herstellung einer Einfriedigung hat der Stadtvorstand auf Grund der vorgelegten Pläne nichts cinzuwenden. Zu der von Fabri­kant A. H. Schmidt beabsichtigten Einfriedigung seines Fabrik- grundstücks erklärt sich der Stadtvorstand einverstanden. _ Von Festlegung einer Baufluchtlinie soll mangels eines Bedürfnisses abgesehen werden. Zu einem Wirtschaftskonzessionsgesuch wurde die Bedürsnissrage bejaht, da es sich um den Uebcrgang einer bereits bestehenden Konzession handelt. Ein Gesuch wegen Fassadenänderung wird zurückgewiesen und die Vorlage genauerer Pläne verlangt. Zu einem weiteren Gesuch um Errichtung eines Holzstalles wird die nachgesuchte Dispens versagt. Nach­träglich auf die Tagesordnung gesetzt erfolgte noch imtcr An­erkennung der Dringlichkeit die Vergebung der Lieferung und das Aufhängen der Vorhänge in der neuen Volksschule. Der Zu­schlag für die Lieferung wurde erteilt der Firma Gebr. Bücking, für das Aufhängen dem Sattler Bernhard Duchardt II. In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Funktionszulage für die Haupt- lchrer der Volksschule mit Rücksicht auf die in der neuen Schule und deren Einrichtungen erntretenden Mehrarbeit von 400 Mk.

I auf 500 Mk. erhöht und zwar mit dem Zeitpunkt der Eröffnung , I der neuen Volksschule. Dem Schreibgehilfen Ide wurde seine

DemEclair" wird aus Brest gemeldet, in dortigen Vergütung um 5 Mk. im Monat erhöht und zwar vorn 1. Sep- Marinekreisen werde behauptet, daß Delcasfö die Ent- tember ab.

sendung des dritten Gesd>waders nack) dem Kreis Friedberg.

Mittelmeer bis Ende Dezember auf schieb en werde. h. Ober-RoSbach, 18. Sept. Ein Automobil aus Der Grund dieses Beschlusses sei der, daß sich bedeutende Bad-Nauheim überfuhr gestern ein dreijähriges Kind. Ausbesserungen mehrerer Schiffe als notwendig heraus- DaS Kind erlitt einen schweren Oberschenkelbruch und mußte gestellt haben. bem Friedberger Hospitale zugeführt werden.

Der russische.Minister dee- Auswärtigen, Sasanow, " Nieder-Wölllstadt 18 Sevt Beim Ab- ist in Begleitung des Direktors seiner Kanzlei, Baron s C U f t x 5 tu

6. Schilling, nach England abgereist. brennen von selb,tg-sertigt-n Pulnersröschen erlitt em

Die Beerdigung Nogis und seiner Frau hat am Schul,unge infolge vorzeitiger Explosion an den Händen Mittwoch unter .militärischen Ehren stattgefunden, und im Gesicht erhebliche Verletzungen.

l « -----------1 . Starkenburg und Rheinheffen.

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Lin neuer italremsch-türrrscher Gesechl.

DieA^enzra Stefani" veröffentlicht auö Benghasi dom 18. September folgende Depesche des Generals Rer- soli aus Der na: (Heftern früh näherten fick) die Türken sehr geschickt den Stellungen, welche die Italiener am 14. September besetzt hatten, und richteten einen Angriff auf Easa Aronne und noch nachhaltiger gegen Csa- relleben und den Eingang des Tales Buryes. Der An­griff wurde durch Artillerie, die rechts und links von Wadi Derna gedeckt aufgestellt war, unterstützt. Der Smgrirf ..

auf Casa Aronne wurde bald zum Stehen gebracht und ent- den sie ausgefordert, die nochmalige Bebauung, der binotig- schieden zurückgewiesen. Auch der Angriff in der Richtung ten Flachen zu unterlassen, da das erforderliche Gelände auf Esarellebw und gegen das Tal Buryes konnte trotz der bis zum genannten Zeitpunkt von der Eifenbahnverwaltung Hartnäckigkeit der Türken infolge der wunderbaren Kalt- in Anspruch genommen wurde. Gelände zu den bMtigkeit und Tapferlcit der Italiener zurückgewiesen wer- Brücken usw. an der Grunberger Straße wird schon am den. Die Italiener gingen unter Hurra alsbald zum Gegen- 1. Oktober benötigt. _ ..

angriff gegen die Hohen von Erruassat und Ezonni über, w Alsseld, 17 Sept, tota b t vor stand ZI itz u n g.) wmiÄvvipUMi »hie nroüe Anrabl Türken vernichteten sie Anwesend: Bürgermeister Volung, al» Vorutzender, Bei- umziNgelten eme groye Lnzayt gurren, oerniemelen px qcorbnctcr Weitz, sowie 11 Stadtvvrstandsrnitglieder. Zu Beginn teils und nahmen die anderen gesai^m. Gegm Uhr be- 5ifunq tciIt bcr Vorsitzende mit, daß die altdeutsche Weberei sanden sich die Türken in vollem Ruckzuge, wnksam von 5erb Stein zu Alsfeld eine prachtvolle ältdeutsche. Decke rür Der italienischen Artillerie bescksossen, welche ine Artillerie Tisch des Standesamtsz-irnmers des Rathauses gestiftet habe, der Türken verfolgte. Weiter wurde eine Eingabe, in der darum nachgefucht war, für

Unterdessen sammelten sich, wie bemerkt wurde, zahl- den Verbrauch von elekttischer Energie zu Beleuchtungszwecken reiche Gruppen türkischer Soldaten unter Deckung im Osten einen höheren Rabatt als seither zu gewähren, bekannt gegeben und von Casa Armine. Sie wurden durcks einen Sturm- nach eingehender Aussprache an die ElektrizitätswerkskommMion a n g r i f des linken italienischen Flügels verjagt und Unter überwiesen. Die _Zr°elitische Rellmon^em^e AlEld hatte iriifhrptriefrAi Die Italiener legen den Voranschlag der etabt Alsfeld für das ^apr 1J12 betrachtlid?en ^lustm zuruckgetrieben. t a l r e n r erhoben, weil die Kosten des Friedhofs, der Kirche,

hatten 61 -tote un bl 13 S er n>it Pfarrhauses und des Turmes auf die Allgemeinheit aufgc=

zählten Toten auf türkischer S e 11 e betragen w o h r seien, anstatt diese allein der evangelischen Gemeinde

als 800: zählt man diejenigen hinzu, die dte Türken aufzuerlegen. Der Vorsitzende erinnert hierbei an den ähnlichen fortgeschafft haben, und die in den Tälern zerstreut umher Fall zwischen der katholischen und evangelischen Gemeinde Äerb- liegen, so wird der Gesamtverlust der Türken über tausend stein und legt dar, das; es sich um einen schwierigen Punkt Mann betragen. Auch die Zahl der Verivundeten ist ent- handele. Tas Kreisamt hat angeregt, die Angelegenheit auf gut- sprechend hoch. 41 Türken wurden gefangen genommen, "chem Wege zu regeln. Die. mnanzkommisiton hat^nach ein> k.-ifvrp.r gehender Prusung dem Gememderat vorgesd/lagen, die Kosten

darunter ein ct-;.s»Mahflrf.nMhrMnrtl.n der Unterhaltung des Pfarrgebäudes, Zm'chutz zur Dekanatskasse,

Eine türkische Erklärung über die Frikdensvcrhandluugen. a(^0 rcinc Kultuskosten auf die evangelische Gemeinde auszu-

DerBerl. Lok.-Anz. meldet aus Konstantinopel, dagegen die Kosten für Friedhof, Turm usw. auf die ge-

Der Minister des Aeußern erNarte zu den 3'r i ed ens u nt er - famte politische Gemeinde auszuschlagen. Der Stadtvorstand nahm Handlungen in einer Unterredung, alle Gerüchte, die bi§l)cr bic)-cn Beschluß einstimmig an und es sollen in vorstehendem über die Friedensverhandlungen in der Presse umgehen, nnb1 - ~ - - - '- ......

falsch. Sie sind ebenso falsch, wie die Nachricht, daß die Prä­liminarien bereits unterzeichnet, daß die Verhandlungen abge­brochen oder unterbrochen wurden. Richtig ist, daß es außer­ordentlich schwer ist, eine Basis zu finden. Denn wenn es sich für Italien um die Frage des Presttges handelt, so bedeutet es für uns nichts weniger als unsere ganze Existenz.

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vermischter.

* Ein deut scher Gymnnsialprosessor! Italien verschwunden. Der aus Friedri > thal im Bezirk Saarbrücken stammende Direktorr dortigen Realgymnasiums, Professor Strammwitz ' wie dasB. T." meldet, feit dem 26. August in Cberüau wahrscheinlich in Florenz, spurlos verschwunden, um o- Bemühungen seiner Heimatoehörde, irgendwelche Aaa^ ten über seinen Verbleib zu erhalten, sind bisher ergebm»»' gewesen. Professor Sttammwitz verbrachte feine in der Schweiz und begab sich dann nach Lderitalien v Florenz aus schrieb der etwa 50 Jahre alte, intPCTpaf r Mann am 26. August an feine Haushälterin in thal, daß er fünf bis sechs Tage in Florenz bleiben da das Wetter sehr schön sei. Er bat, daß man chw 1 eiligen Briefsachen nach Florenz in sein Hotel narnic solle. Diesen Wunsch hat die Haushälterin j

sie wartet noch heitte vergeblich auf die Rückkehr ip Herrn. In ihrer Besorgnis tvandte sie sich scstlicsstich ar 1 Bürgermeister von Fnedrichstchal, der sofort die ino Schritte unternahm, um den Verbleib des Proselsor ermitteln. Er telegraphierte an das Hotel, hat aber 1 gleick) die Rückantwort bezahlt war, keinerlei Auskuns i halten. Schließlich wandte er sich brieflich an das Konsulat in Florenz, aber auch von dort ist bis letzt >1 keine Nachricht eingetrofjea.

in der tnbemS heria

mir bcr miet) 'JicnUot uiijieiiöcn iJanönraBt einem eiuycyt«> kommenden Wagen atisiveichen. Da beide Gefährte an e\;< abschüssigen Stelle zusammentrafen, konnte der Chauffeur Automobil nicht mehr bcmeiflcm und verlor die Gewalt üd das Auto, so daß eS gegen einen Baum stieß. Infolge b< Anpralles stürzten die Jnsaffen, ein Wiesbadener Itaufn.u» Gerber, seine Frau und sein Töchterchen, heraus. 'Hat: und Tochter wurden leicht verletzt, die Mutter erlitt c:n<x Schädelbruch und mußte nach Schlüchtern transportiert werde.

Die Manöver der Grotzh. hessischen (25.) Divisio

Das Gefecht bei Schornsheim-Wörrstadt.

ko, öauptauarticr, Herrnsheim, 18. Scrt

Heute, am Schlußtage der Herbstübungen der 25. Tivitzcn führte sic unter Leitung des kommandierenden Generals Exzelle-» v. Eichhorn ein Manöver gegen einen markierten Femd aie] dem folgende Idee zugrunde lag:Rote" Truopen, die am ba linken Selzbachufer stehen, linker Flügel westlich Gau«Ooernhern werden vonblauen" Truppen, deren rechter Flügel auf bei Petersberg, südöstlich von Bechtolsheim steht, angegriffen. T: blaue" 18. Armeekorps im Vormarsch über den Rhein send die 21. Division über Mainz, die 25. unter ihrem Äommander Generalleutnant v. P l ü s k o w auf einer bei Nackenheim g» schlagenen Brücke über den Strom und geht gegen den fttnblidxi linken Flügel vor. Während die 21. Division durch Besäxiüiguil der Brücke in Mainz aufgehalten ist, erreicht die 25. Tivist- am 18. Sept, vormittags 71 ? Uhr von Lörzweiler koinmene e- Bahnhof Mommenheim und beabsichtigt über Selzen 'Köngerndr.i auf Undenheim vorzngehen.

Dieroten" Truppen, zum Teil markiert, bestehen aus bei Jnf.-Regt. 117 und 118, Trag. Regt. 23., 4. und 5. Trag 24, 1. Abteilung Feldart.-Regt. 2o sowie reitende Batterie ^vcltcr Regt. 25 und 4. Pioniere 21, unter ihrem Führer Generalin: Franke erhalten den Befehl, dem Vormarsch desblauen" Äet.i zu begegnen. Die 25. Division mit Ausnahme der beiRoN aufgeführten Truppen hatte am 17. abends Ortsunterkim': u den Orten zwischen LaubenheimOppenheim bezogen, währen die Res.-Jnf.-Regt. Nr. 1 und Nr. 2, zuBlau" gehörig, iüfr westlich und nordöstlich von Mommenheim biwakierten. I, blauen" Kräfte sandten 7'/, Uhr vom Bahnhof Wommen!».-- die Vorhut unter Oberst v. T r o tta, bestehend aus Stab 1, . 3. Dragoner 24, Jnf.-Regt. 116, 4. und 5. Batterie Attilleri Regiment 25, Pioniere 21 ohne 4. Kompagnie über Selin- Köngernheim auf Undenheim. Das Gros, Jm.-Regl. 168, ?r|i» artillerie-Negt. 61, Jnf.-Regt. 115 und die Ref.-Jns Brig. sol-» ui angemessenen Abständen. Es entwickelte sich, ein Begegnung gefecht, bei dem 3./116, in Schützenlinien ebenso 1., 2, 3 P» niere 21 südlich der Straße KöngernheimWörrstadt in Richtung auf Wörrstadt vorging, während 1. und 2. 116 ui Köngernheim auf Gabsheim vorgingen, um dem Gros Zeit $ Gefechtsentwicklung zu schaffen. Dem Jnf.-Regt. 168 und ta beiden Res.-Jnf.-Regt. war cs daher möglich, weit links ik holend auf Spiesheim vorzudrin^en, während das Garde-RegNV auf dem rechten Flügel auf Schornsheim vorging. Tie** Kavallerie hatte mit zwei Zügen ein Gefecht zu Fuß gegri h auf Schornsheim vorgehenden Schützen des Jns.-Regts. llö irt gegen Teile der in einer Mulde zwischen Undenheim und Gabsdeii verdeckt haltendenblauen" Kavallerie begonnen. Unbemat besetzte die Maschinengewehrabteiluny der 115 er den Unbaibfuia Berg und eröffnete überraschend ein verheerendes, Feuer gfee die bei Schornsheim haltendenroten" Reitergeschwa die reitende Batterie, so daß es dieser unmöglich wurde, ü aufzufahren. Eine Attacke, die die schon erheblich zus geschossenenroten" Schwadronen gegen die Masänneng ritten, wurde glänzend abgeschlagen, zumal in dem Au 3./115 noch rechtzeitig einzugreifen vermochte. Das Ins. Rem ging weiter rechts imo links der Straße nach Wörrstadt an fehl an Jnf.-Regt. 116 vor. 'Während des Vorgehens wurde Gefecht abgebrochen.)Blau" war Sieger.

Ter Großherzog und die Großherzogin, Prinzessin Lu Battenberg und Eizellenz Graf v. Schlieffen wohnten der Uebung bei. General v. Eichhorn hielt nach dem in der Nähe von Wörrstadt eine Klitik ab und sprach sich die Leistungsfähigkeit der Truppen sehr lobend aus, vor allem dem Marsche und im Gefeckit. Er nahm hierauf von den O der Division, die zu dem Korps gehörten, das er acht Jahre geführt, herzlichen Abschied. Generalleutnant v. Plüskow M den glänzenden Marschleistungen der Infanterie uneinge'^n:"'«- Lob. Tie Verpflegung von Mann und Pferd durch die Ouait.' wirte wäre geradezu vorzüglich ausgefallen.

Tic Truppen rückten sofort an die Stationen, Kavallerie Artillerie traten sofort den Marsch nach ihren Ottsunterkün-a an. Sie werden erst am 28. September in ihre (Garnisonen » rücken. Oberst v. Bergemann vom Kriegsministenum 1 Berlin und Oberst Ludendorf vom Großen Gencraluab ir> r ton den drei letzten Manövertagen bei, um sich Über die Leiitui.« der Reserve-Jnianteric-Brigade zu unterrichten.

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Das Urteil gegen Tr. Snell.

^-Dresden, 18. Sept. In dem Prozeß gegen den gerichtsrat Tr. Snell, der sich feit vier Tagen vor der tvtvi ftraffammer wegen Betrugs, begangen durch KreDilschwinbel'» zu verantworten hatte, wurde heute nach zweieinhalbstündiger 5 ratung folgendes Urteil gesprochen:

Ter Angeklagte Tr. Walter Snell wird wegen gesetzten Betrugs zu einem I a h r sechs M onat.cn fängnis verurteilt, wovon sechs Monate als PcrbüBi 1 ( Tic Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter wirb < Angeklagten auf die Tauer von drei Jahren abgesprowm

In der Begründung des Uttells wird ausgeführt: ras» gebnis der Beweisaufnahme habe das Gericht überzeugt, daNv Angeklagte in allen Fällen der Anklage des Betrugs schuldig! Tas Gericht hat dabei angenommen, daß der An geklag t' t dauernde Schädigung seiner Gläubiger beabsichtigte. Er 1 aber Rücksichr auf feinen Stand nehmen müssen. ia « ' nicht tat, sei ihm die Fähigkeit der Belleidung öffentlicher - auf die Tauer von drei Jahren abgesprochen worden. 1 Angeklagte nahm das Urteil sehr ruhig entgegen.

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Ans staöt «nd LanH. m. Offenbach, 18. Scpt. Das Kreisamt hat eine

(Sieben, 19. September 1912. Polizeiverordnung -erlassen, die den Besuch von jugend- ** (vy, . . liehe n Perso neu in den Kin em atog rap hen-

? V a nCUcn Theatern regelt. Nach dieser Verordnung dirrfen Kinder

Romans, der in der heutigen Nummer der ter 6 cvai)rcn überhaupt nicht zugelassen tuerden. Fugend-

Familienblatter beginnt. Wir sind der Ueber^eu- Pnsonen unter 15 Jahren dürfen nur zu solchen Vor- aung, daß wir unseren Lesern mit dieser l>ochst pannenden, füürunncn ohne Aufsick^versonen ^uaelassen werden die febl>ait geschobene« Geschichte einen interessanten. Paeten- ^srcht.^r^

Untcrhaitung an den Z

tangen L.anterabcnden beitragen totrb. nuc Spielplänc zur Durchsithrung gelangen, die von der

, * *" ~ . __ r Polizeibehörde für solche Vorstelluiugen genehmigt sind. In

^ehrerpersonalien. Ernannt wurde der Neal- nUe anderen Vorführungen dürfen .Mnder von 6 bis kehrer an der Oberrealschule am Stadthaus in Offenbach i/z Jal)ren nur in Bogleitturg ihrer Eltern, Vormünder, Martin Quirin zum Neallehrer an der Oberrealschule am Pfleger ober anderer Personen, denen ein Aufsichtsrecht Friedrichöplatz in Offenbach unter Belastung in der Kategorie über Jugendlick)e zusteht, und zwar nur bis 10 Uhr abends, der Volksschullehrer. Erledigt ist eine Lehrerstelle zu Bemerkt sei nock), daß wegen'Uebertrettina der Polizeivor- Radmühl. Dem Inhaber kann eine Ortszulage gewährt l^rift nicht nur die Unternehmer und Leiter der Kinos 1 > bestraft werben, sondern auch Personen, die fein Auflichts­recht über Jugendliche haben und trotzdem Kinder in Vor-