Ausgabe 
15.7.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

162. Zahrgana

Erster Blatt

e

dringen.

diePost ü)l?. 2.viertel« läbrL mlSlchU Bestelle ZeilenpreiS: lotallö'üu miSivärt» 20 Vfenniq. (5 hefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz: für «Feuille- ton', .Vermischtes* und Gcrichtssaal": K. Neu- rätst; sür «Stadt-uni Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: £>. Beck.

Da hatte er nun seine Etikette weg. Er war geprägt und ge^ ftemcel? unb im Besitz bet nur persönlich geltenden Konzession, zeitlebens einaktige Lustspiele zu fchrciben.

Die militärischen Beziehungen Zranirelchr und RuhlandZ.

Paris, 1.3. Juli. In einem Artikel über die mitt* täriscyen Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland ührt derTernps" aus, baß das Wortiyncben mittels -es Gleichgewichts heute allen Regierungen gemern,cun ei Es wäre aber gefährlich, wenn man vergesfcn wollte, bas; bas französisch-russisch c B ün d n i S bis heute bic einzige Grundlage bes Glerch gewiAts bilde unb das) durch bic Anstrengungen der politischen Kräfte bcr a neben auf bem Kontinent gestört werben konnte, wenn nicht auch stets bie militärischen Kräfte der beiden ^opäi- scheu Gruppen sich bie Wage hielten.^ Was bas deutsch« Eommuniquü über bie Zufainmenkunst in Balti,ch-Port ausbrücke, werbe auch durch bic Anwesenheit des ru fischen Gcneralstabschefs der Armee unb Marine betont. An benr Werk arbeiteten General Schilinski unb Admiral Lieven, wenn sie mit dem französischen Gencralstabschef konferier» ten, mit beit französischen Korpskornmanbanten in ben uaaern von Mailly und ChalonS zusammentrafen, wenn sie sich von der ausgezeichneten technischen Ausrüstung und den jüngsten Fortschritten bes Flugwesens der frwi- Attischen Armee sowie ben Wert des tatkräftigen Beistandes überzeugten, den sie von der Industrie und der Armee Frankreichs erwarten könnten.

Die Vereinigten Staaten, die mit einer festen Bau srmme von wenigstens 450 Millionen Dollar für den itönal und seine Befestigung rechnen, wollen selbstverständ­lich von diesem gewaltigen Kostenaufwand den größten Vorteil für sich. Es genügt ihnen nicht, wenn sich die smlze Umschrift des Siegels der Panamakanal-Kommiffion The Land Divibeb The Worlb Uniteb" «Zertrennt vaS Laub die Welt umspannt- erfüllt. Das, was hier per amerikanische Ingenieur unter 93.rroenbung der über- reichlich zufließenben Mittel bcr Union geschaffen hat, trf vor allem ihr zugute kommen.

Seitdem bic Union sich auf den Philippinen festgesetzt, Spanien aus seinen letzten amerikanischen Besitzungen ver­drängt hat, greift sie immer mehr in bie Weltpolitik ein und muß darauf gefaßt sein, m Kriegswirren hinem- acioaen zu werden, gegen bic die Revoluttonchen in ben publiken Mittel- unb Sübaincrilas, die Aufstande in -Mexiko bas reine Kinderspiel sind. Seit den Kämpfen nahe k-r kanadischen Grenze unb auf kanabischem Boden im ,ahre 1812 und aller Wahrscheinlichkeit nach für unab- H-hbarc Zukunft beruht bie LanbeSvertnbigung ber Bcr- ciiiiflten Staaten auf dem Schutz bcr Küsten, uno zwar auf bur Lerteibigung zweier Küsten, bereu Hauptzugangs- runfte burch eine Strecke von otiOO Kilometer auf dem Atudwege unb volle 23000 Kilometer auf bem ^cctoegc voneinander getrennt sind. Eine ersolgrcick)e Kustcnver- teibigung ausschließlich von befestigten Punkten aus, bereu Artillerie jeber feinblichen Flotte noch so stark überlegen sein mag, wirb heute allgemein für eine Unmöglichkeit er- l art So bleibt eine Heimatsflottc bcr Hauptschutz der d eimatsküste. Sind znxi Küsten zu schützen, bie einer flotte ' durch einen Weg von sechs bis acht Wochen getrennt finb, fo hat je eine Flotte eine Küste zu verteidigen. s)tyn ver- ! men bic verschiebeneu Großmächte aus jedem her beiden ti? bereinigten Staaten begrenzenden Lzeane über See- ßrcitkräfte, die an Gefechtswert unter den Kriegsflotten der weltanführendeii Staaten stehen. Der normale Sin* ZJladit-Sbanbarb schriebe daher folgerichtig der Union eine i'tarine von zwei pollwertigen, in jeder Hinsicht voneinander unabhängigen Flotten vor. s)tun hat die Union im Jahre 1310 für ihre Fwttc unb habet tarn wesentlich bic flotte einen rDzcanS in Betracht 137 Millionen Dollar auf- gewanbt, wahrend selbst Englands sich mit 100 Millionen ')nitar, Deutschland mit 88 und Frankreich mit 68 Millio­nen Dollar für bie 1910 fälligen Marineausgaben bc- anüate Wie ober sollte cs werben, wenn erst eine zweite amerikanische Flotte gebaut werden müßte. Aus diesem Dilemma von fckwcrwiegenbster Bedeutung lur die Wehr­kraft bcr Vereinigten Staaten und heraus ans der Frage, nric ihr Land zu jeher Zeit an jeder Küste vollgerustet sein röuute, führt die Amerikaner nunmehr der Panamakanal, Der einst von ben Franzosen in ihren zentralamerilanischen nie Welthanbclsintcressen ins Wert gesetzte«ucztanal 1 Der westlichen Hemisphäre". Zu seiner Bestimmung wird Z gehören, ben Se^eg bcr amerikanischen Kriegsflotte oon Küste zu Küste auf weniger als ein Viertel der bis- üTcriacn Länge zu verkürzen und bannt bie au ß c r orb c n t lichc ?uj gabelt er j ul len, auch bic pazifische^ Sccftrcitkrastc ber bereinigten Staaten dem Ein-Macht-stanbarb nahe zu

tOnn®cniaer ruhig scheint das Meer beherrschende Groß­britannien die Verletzung bcr zweiten Bestimmung hin- nehmen zu wollen: bie unter,chiedliche Behandlung der Schiffe. Man will das freilich in Amerika nicht ohne wei­teres tun, sondern den amerikanischen Schiffen bic Panama- kanal-Gebühreu zurückzahlen, das ist eine Vorzugsbchand- [ung her amerikanischen Schiffe, bie .dem.--nunc bes mit Enakanb abgeschlossenen Vertrages zuwibcrluuft. Aber man ist in Washington anscheinend wenig geneigt, ben Ein­spruch den jSir Edward Grey erhoben hat, berücksichtigen zu wollen. Präsident Taft hat bereits irn Unterhause er- tlarfber Kanal ist kein internationaler Wasserweg. Er ist ein reiner Privatweg ber Vereinigten Staaten, von biefen unter gewaltigen Kosten efbaut. Er liegt auf einem von bcr Union auf unendliche feiten gepachteten Gebiet. International ist er nur insofern, als wir ihn für alle Jea* tioncu zu gleichen Bedingungen offen halten. Wirb man sich in London mit bieser Antwort begnügen und sich damit trösten, baß bic Union so gut wie feine Handelsflotte hat?

England und der pariamalanal.

Der Panamakanal, dieses wohl bebcutendste Ingenieur- werk unserer Zeit, geht seiner Vollendung entgegen. Auf ben 1. Januar 1915 hat man bie Eröffnung dieser zweiten hrofjen Weltstraße zwischen Ost unb West des Erdballs festgesetzt. Doch ber geniale Leiter biescs Riesenwerks, 5deist George Washington Goctchals, zweifelt nicht daran, daß er schon im Oktober 1913 Schiffe wirb hinburchlas,en

Washington, 13. Juli. Staatssekretär Knox machte bem Senat von bem Protest Englands gegen die Panamakanalbilk in einem Brief an ben Vor- fibenoen ber Senatskommission für interozcaniscyc Kanäle, Mister Brandages, Mitteilung. Der Briet, tn dem die englischen Einwendungen auseinandergefetzt werden, und der °°u dem englrjche» G-schüftsträger Mr. Mitchell Jnnes erhobene Protest besprochen wird, wird allgemein aufgefaßt als Ausdruck bcr Entschlossenheit des Staate hepanements, hie gesamte AngekcgnHeit hem Kongreß zu Überlassen. In bem Brief erklärt Knox, aus her englischen Protestnote gehe hervor, baß es bie Ansicht d?r britischen Regierung fei, baß bie Eximierung aller amerikanischen Schiffe Don bcr Zahlung ber Kanalzölle bic Verletzung bes Hay-Pauncefotc-Vertrages bedeuten würbe, hast cs ferner arunbsätzlich leinen Unterschied ausmachen werde, ob man ben amerikanischen Schiffen Zölle aufcrlcgc, nur um sie ihnen nachher wieder zurüüzuerstatten, oder ob man f c ihnen überhaupt erlasse. Tic englische Note drucke d e Ansicht aus, daß dieses Verfahren, den Schiffen die Zolle adzunchmen, sic ihnen aber wieder zu erstatten, wenn viel­leicht auch den Vertrag dem Buchstaben nach erfüllen, so aber hoch jedenfalls gegen hesscn^Gcist verstotzen wurde.

Washington, 13. Juli xer ^^^deschlof), hie Panamakanalbill nach Erledigung der Tagesordnung in bcr nachstcnSitzung zur Ad stimm ungzu bringen. Dies bebcutct die Ablehnung des von England gestellten

Der monarchistische putsch in Portugal.

Lissabon, 13. Juli. Eoneeiro soll am 8. JuU an bcr .v> a n b verwundet worben fein. In E ha v es unb Cabcciras bc Basto werben Kriegsgerichte eingesetzt. - Die flüchtigen Monarchisten aus Gabe- Eeiras de Basto sinb bonb rciSciten n ge s chl o s s e Qn bem unweit von Lissabon gelegenen Eozimbra sind gestern Unruhen ausgebrochen, zahlreiche Personen wurdenk DCrIMabrib, 13. Juli. Es finb Telegramme von ber. Grenze eingelaufen, nach denen Eoneeiro sich an den Spitze von 700 Monarchisten in Balenca befindet., Der- Gouverneur bcr Provinz Eaeeros telegraphiert, die spanischen Behörden verhafteten etwa 40 Monarchisten^ die über bie Grenze zu gehen beabsichtigten,

Cabcciras he Basto, 13. Juli. Die zur 23en folgung der Verschwörerin die Berge entsandten reu« blikanischen Lruppcn töteten sechs von chnen und nahmen zwei gefangen^ Die Kriegsgerichte- begrnnenk heule m 11 d c n B e r h a n d k u <g e n geaeu dte Gefangenen. S?icr find wettere zehn A u f ,t a n d i s eh c getötet, fünf : n Priester verhaftet worden. Eine Bande Verschwörer,, die bei Grou lagerte, ging beim Erscheinen. emer reM. blikanischen Kavallerieabteilung über bie spanische Gren^ -in Coimbra wurde aus bem Hause eines Royalisten eine Bombe geworfen, bic jeboch nur Sachschaden an* riditcte In Evora wurde der Bruder des Erzbischofs verhaftet, auch in Bellos sind nach Lorn ahme von Haus* suchungen mehrere Angehörige der hohen Gesellschaft ber* h^M-brib', 14. Juli. In Granollers bei SBau cclona drangen heute Kar 1 istcn in eine republikanische. Versammlung ein und feuerten mit Revolvern auf das Pubkitum. Einer wurde getötet, bret vettetzt. Iw Barcelona veranstalteten bic Karlisten Kundge*. bungen bri bauen gerufen ttmtbe:Hiebet nut bed Republik Portugal, cs lebe das Haus Braganza. Zehnt Personen wurden verhaftet.

nt. 164

Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, autzer Sonntags. Beilagen: i icrmal wöchenilich -itbener.^amilienblätter: * oemial möchentlRreir- fclatt färben Kreis6ie6en

Tie Kaiser-W il he Im-Gesell schäft zur SörderuiA der Wissenschaften in Berlin beabsichtigt mnerhalb rheinisch^ westfälischen Jndustriebezirks ein wipenschastttches Institut ms ^eben au rufen, das sich insbeiondere der Erforschung der 7t 0 b l c und Ihrer Derivate widmen soll. Damit wurt« ein Don nambaiten Vertretern der Wissenschaft und der^.Praxis als b£ sonders aussichl^voll bezeichneter Plan verwirklicht. Zum Sitz^ d-^Ansi°tt A-Mühih-.m (Ruhr- in «usncht Die Stabt erklärte sich bereit, neben anderen Städten des Vn-. bustrstbezirks Zusisiimahmc Mer grost-u Mm

uni. bie Einrichtungslost-n 5u utenebmen unb bas Kaif-r-Wilhelms-Gefellichast in B-rlm kostenlos »ur Lermmm«, zu nellen. Die Lobe der bisher zugencherten und mit Bestiimm- beu noch erroartbaren Beitrage lassen " ^brndungmttdev erfolgten Bereitstellung des Gebäudes eine baldige Verwirkkvhuu< Les Planes als gesicheN erscheinen.

Eine wertvolle Sammlung ist, wie uns au£ München berichtet wird, m diesen Tagm der ^omglich baynuchm ^ifnhcmiL- der Wissen,chasten uberroieien worden. yanoeu sich um die umfangreichen botaniidien ©ammlunQen lia-i mesischen Öerbanen, Die der beutiaie ^or,rhungsreiieu^ E ^osseus der als erster allgemeiner NaturwipemchaftlOg das nördliche Siam und einen Test Lstasiens bereiste, auf jnnent Mahnen zusammengebracht bat und deren Bearbeitung ut^äaiii^ micrung jebt vollendet worden ist. chie ^ammlungengtt^n.ein kostbares rarsachenmaterial zu ben winemchastl^mErgEntN^ jener Forschungsreise, denn es gelang dem deutschen ^ottcher nickt nur eine große Zahl neuer Arten und eine noie GJattima Richthosenia siamensis Hoss, festzustellen, sondern die Reise bvachta auch neue wissensäMtliäie Aufschlupe über die Bedeuttmg Bambusstaude, des Reisbaues und des Teakholzes. Auch dte Frage nach dem Saecharum der alten Griechen konnte von Hopa^ gelöst werden. Die von jener deutschen yorichungsretse Itom*1 menden etynograph-.schen Sammlungen besinden sich ^m bereits in dem Berliner und m dem Hamburger Mmmon iwo, Völkerkunde.

(Dienstag und Freitags-, zweimal monatL Land- telttschastliche Seilfragtn enilprech - Anschlüße: __

ss-äsS General-Anzeiger für Cberheffen i*"hmtncorone2ineili"en Hofationsörutf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch. und Steindruckerei H. ränge. Nedaltfan. ckrpeditian nnd vruck-reli Schnlftratze 7. kil obonmuag3n9Ub" Büdingen: Zernfpr-ch-r Nr. 2by Sefchäf,-stell- vahnhofftratze ibn.

von Ludwig $ulöas ersten Mujenkindern.

(Zu seinem 50. Geburtstage, 15. Juli.)

Ludwig Fulda besitzt eine gute Dosis prächtigen Humors, der , Überall, aber besonders da, wo er von sich selbst prahlt, zutage tritt. Wie köstlich ist bie Schilderung s einer Er st Musenkinder!In jenem zarten Kuidesaltcr, m speichern andere geistteiche Knäblein sich ihre Zukunft ^diglich in der Gestalt eines Zuckerbäckers vorzustellen vermögen, der fnne wmt- >,cken Erzeugnisse selbst aufißt, da mackste er bereits Vene nut Der früh entwickelten Bosheit, wie sie geborene Verbrechernatureii kennzeicksttet." Aber ber junge Fulda strebte nach ^oberem,- simpler Verspoet zu fern. Und so wurde er denn #rmatd^er Lichter! Sein Dämon schrie nach einer Bühne, Nicht vergeblich schreien lassen, so blieb ihm kerne ^ahl, er mufst ,'cin eigener Theaterdirektor werden. eo war tr benn WtrcDt, Dein Wohnhause seiner Eltern für die Aufführung ^mer nsten Dramen em- ..Vb«- wnstlerijche Weihe"«ä*1 ® dies fertig brachte, hat er selbst mit folgenden

Aus den Betten, die nur philistöses Vorurteil dem Schlche vo - behalten konnte, nahm ich die Leintücher, um ste»u einem Vo hang zu verarbeiten. An der Wäscheleine, die jd) ebcnialh i^rer prosaifcheren Anwendung eittzog, wurde er aufgehangt. rra g^ Haken, in die eigen dazu vorhanhenen Wändegehämmert, ver lieben ihm Halt Ta es mir ausgefchlo,,en id)un, bal> jemand noch 'wo anders Play nehmen wollte.als in meinem Zu- 'ÄT' W Ä »Ä "ar- Äh

Mutters vorbildlich geordneten schranken entlehnt, m denen ick

Tichte-s war keine leichte: H'nn^r war nicht nurBegründer und Leiter des Unternehmen», chch" Allein ausschließliche- Auwr. i-in Reg-sieur. Te°m°tu g ^ninrient und Kassierer, sondern auch sein erster schau'l-leter

Sckulmonarch und scharfsinnige Kenner der Seelen" dein sich nach , Sn Fortschritten des vielversprechenden -obne^ crfunbigenbcii Vater' 3br Sohn ist begabt, aber moraliich verkommen Als der Verkommene" über diesen Ausspruch seinen Vater i ich. gramen und seine Mutter Tränen vergiegen fah, da f^l.esihm wie Sckuvven von den Augen, und ein Blick in bic jchwinbelnde Tiefe

Abgrundes, an dessen Rand er geraten war, vollendete seinen echten Dichter selbstverständlich ift r0 Quollen aus dieser erschütternden KttsisLieber hervor, teils voll herb r Fttbstanklagen, teils voll elegischer Betrachtungen über 'eine verlorne Jugend". Später kamen dann Die ernucn inneren Kämpfe der Berufswahl, und daraus crwuajs wie 6ulda wlbst hpfrmit__ fein erstes großes Drama, die Tragödie eines Richters .

Christian Günther war sein Held, ber unglückliche l^Miche ^cker, der rettungslos hin- unb herfchwankend zwrfchen einem Berufe, den er nicht liebte und einem, den er nicht auszufullen vermochte, -imninbc aina Einen tragischeren Konflikt tonnte er uch damals mNttnen 19 Jahren nicht denken: denn in etnem abnlicheii ^mie MU marterte er feine eigene Seele. Spater icbnet.bann ryulba^ als erste größereGelehrten-Arbeit"nne gründliche Ab- Ainblung über ihn und gab seine etwas verstaubten Bme mi. erstaunlichen Anmerkungen heraus/.

Tic Arbeit aber, der er den Vorgeickmack der ^digteit ver­dankte, die der erste noch so kleine öffentliche.Griolg giot, war ein kleines Lustspiel m gereimten Berfcn: --^e-Aufrichtigen , das Ludwig Fulda gan; nebenbei als Svielwerk mutziger stunden ge­schrieben und das bei einer Preiskonkurrenz einc_ ^enoolle Er­wähnung baDongctragen hatte. Zwar tand bas -luck ain ckb.nd der Ausführung selbst eine beifällige Aufnahme, bereichter durfte sich sogar, mehr erblassend als errötend vor lernen Muburgern ö? Ausführung fand in Frankfurt statt - verneigen aber der Wahn sollte doch nur kurz sein. Lckwn am^anderen Aorgen er- tÄie eine Hinrichmng, unb derKopf, ben er lief) zugunsten bei? Mit- und Nachwelt zerbrochen hatte, fiel unter bem .vcnferbcil & & mit bumofm Schall M Solen". 3m Aller vor, .)Z ^adren schrieb er bann abermals,wahrend Iein Geist noch immer die Pläne zu historischen Trauerfpielen und. vhüoiophilchen Evovöen wälzte", ganz nebenbei cm kleines ^uitipul, betitelt.

Unter äugen". Lbgletch er und feine Freund- ubeyeug . waren, daß es keinen Schuß Pulver wert iei, ging . mit Glück über alle Bühnen, erngefchloffen die )einer Baterftadt.

Montag, 15. Zuli R2 yezugspret»: monatlick75Pf., viertel­jährlich Mk. 8.20: durch Abholc- iu Zweigstellen monatlich Pf.: durch

----Schweren Herzens hat England unter bcm^Ti der Ersuchens, die Bill zwecks diplamatifcher Verhandlungen höchst ungünsttgen internationalen Lage, in bcr cs sich nach aufznhal.cii.__________________

bem Bnrcnkricgc befand, alle Rechte, bie cs in Bezug aus -------------------

die Erbauung eines niittclamcrikanifchcn Kanals von frü­herem Vertrage her hatte, an bie Vereinigten Staaten hinl angegeben unb sich am 18. Rovernder 19UL zur llitterzeich- numj des Hah-Paunecfotc-Vertrages entschlossen, chie ein­zigen Bcschränkringen Norbameriras, die im Hay-paunee- fote-Vertrage noch übrig blieben, bestanden in der Ver- pflichtung, den Kanal nicht stärker zu bcfeftigcn, als aus polizeilichen Gründen notwendig wäre, sowie keinen Unterschied in bcr Behandlung der Schiffe zu machen. t

lieber die erste Bestimmung haben sich bic Amerikaner bereits hinweggesetzt. Große Bcscsttguiigswertc sind ins- bcsonbcrc an ber pazifischen Kanalmunbung angelegt wor­den sie bienen offenbar weit mehr zur Abivehr äußerer Feinde als zur Unterdrückung totaler innerer Unruhen. Aber England hat cs stillschweigend hiiigenommen, indem es sich vielleicht sagte, daß in erster Reihe feinem Bundes­genossen Japan diese Besestigungswcrle schach bieten