Nr. 159
Erscheint tägTich mti Ausnahme »H Sonntags.
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837
auch
Geschält mittelmäßig.
Mk.
Mk.
Für
46-50
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49-53
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Bngsmiich »u ermäßige i
41-00
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73-75
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106—108 96-IOC 86—95 76—83
Der» noch aus-
Mk. Mk.
68—76
60—70
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37—41
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l.<00 2.000 8.0U0 4.000 5.000
bis 1500 Mk. über 1500 , „ 2000 , , 3000 , , 4600 , . 6000 „ , 7200 ,
Preis für 100 Pfd. Redend- Schlacht« gewicht
57-58'/, 56'/,-58
58-59*/,
56-57*/,
= 200 Mk. — 800 , = 350 , — 375 , — 385
64—66
58—60
52—57
45—50
stelle für Ernährung raße 43.
’t im Täualingöbeim n-! er imentncltütüeT ärztliche !ind Pflege von Säuglinge:
--
. Beste Qualität
rteilt wird, rneniieien, daß in der m „ 'iJiiütifikfic - bei not
Skebattton, Expedition unb Druckerei! Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion: e^vllL Tel.-TldruAnzeiger«ieben.
20 Proz. (zuzählcnd) 10 Proz
, 5 ,
, 2M ,
1 .
um 13 Hundertteile, '
bis 2000 Dlk. um 12 Hundertteile,
, 3000 „ , 11
, 4600 , , 10 ,
„ 6000 . 8
, 7200 , , 6
um 4 Hundertteile.
Hier fordert der Antrag des Bauernbundes eine Abänderung der Skala wie folgt:
bis 1000 Alk. — 15 Hundertteile,
Samstag, 15. Juni 1912
Rotationsdruck und Verlag der «rüblichen UnwerfuätS - Vnch- und Strindruckerei.
9t Lang«, Gießen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 15. Juni. Neuerung in Gießens Umgebung.
Es ist gewiß eine erfreuliche und lobenswerte Absicht, in einem. Teile des Gießener Stadrwaldes einen Tierpark für in der Nähe nicht mehr in freier Wildbahn vor kommendes Wild, wie Hirsche usw.,- einzurichten. Eine zeitgemäße und den Verhältnissen Rechnung tragende Ausgabe wäre es gewiß aber auch, durch die Ä u f h e b u n a der Jagd Verpachtung in den vom Publikum viel und meist besuchten teilen des Gießener Stadtwaldes, das dort noch frei vorkommende Wild, hauptsächlich Rehe, mehr zu hegen, als dies jetzt der Fall fein kann. Tie Hege und der nur notwendige Abschuß müßte, soweit beides aus forst- und jagdlichen Gründen angebracht erscheint, den zuständigen Forstbcamten überlassen blechen, was gewiß, wi^ in ähnlichen Fällen, den Erfolg hätte, da8 Rehe im Gießener Stadtwald sogenanntes Standwild bleiben würden. Bei dem starken Besuch der in Frage kommenden Wald- teile kann das Wild, da es bei dem gewiß wachmännis^, n, aber doch auch regen, jetzigen Jagobetricb, wie es scheint, wohl kaum noch für lange Zeit durch gelegentliches Erblicken o.ssclbcm, oen Spaziergänger erfreuen, da es vor jedem Menschen rascher flüchtig
Seltersweg 30.
n 369.
vüchertisch.
— Griebens Reiseführer, Band 2, „Der Harz" 33. Auflage. Mit 14 Starten und einem Panorama. Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W. 35. Zu Beginn der Reisezeit ist eine neue Auflage dieses bekannten Harzsührers ersclnenen. Der Führer enthält erprobte Reisepläne für längere und kürzere Wanderungen mit verschiedenen Ausgangspunkten. Geographisches und Geschichtliches, sowie die reizvollen Sagen des Harzes sind in einem kurzen,,interessanten dlbschnitt behandelt. Die Wanderun-
ir. Apparate latten und Films, ;he, preiswerte Modelle, ihes Zubehör n Sie stets in der IW al-Drogerie arn, Schulstraße.
Eine Steigerung der ZulWe findet nicht statt, so daß also 1 alle höheren Gehalle in Summa nicht über 385 Mark Zulage ■ bekommen. /
Heber diese beiden Eingänge mürbe in der heutigen Sitzung U des Ausschusses beraten. Da sich verschiedene Tisserenzen er» ■ gaben, bat man den Finanzminister, sich noch an der Sitzung zu I beteiligen, da man gestern beschlossen hatte, heute ohne Regierungs- I Vertreter zu tagen. Eine Einigung kam jedoch nicht I i u it a n b e, unb der Ausschuß mußte sich, wie envähnt, aus den k nächsten Dienstag vertagen.
| Auch der zweite Ausschuß hielt heute eine Sitzung ab. ■ Auf der Tagesordnung standen die Aitträge der Abg. von B r e n- ■ 1 a n o und Genossen, Bekämpfung der Viehseuchen mrd Reb- W i ch ä d l i ii g c, der Abg. Ulrich und Genossen, staatliche Vieh-
Ochsen.
voll fleischige, ou-gemastete, höchsten Schlachtwertes im Alter von 4-7 Jahren . . .
Tie noch nicht gezogen haben lungejocht) . .
Junge, fleischige, nicht auÄgcmäjtcte und ältere auSgemäslete .....
Bull en.
Vollfleischige, jüngere
Aiäßlg genährte junge und gut genährte ältere
Järf en, stn h
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtiverte-» .... ......
vollfle»jchigs auSgemästete Kühe höchsten
Schlachtioertes bis zu 7 Jahren ...
Wenig giU eutiüidelte Färsen
Aeitere ausgemästete stütze und wenig gut ent- roidelte imtgere stütze
Mäßig genährte stütze und Färsen st ä L b ec.
Feinste Liastkälber
AtitUere Wta|t* und beste Saugkälber . . . . toeringete Alast-- und gute Scmgkälber . . . Geringere Saugkälber Schale.
Weidemaslschafe:
Plastlämmer und Alasthammel Sch ioeine.
vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine unter 80 hx Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ..............
von 1000 „ bis 3000 Mk. — 8 Hundertteile, über 30l0 , =4
Ter Absatz 2 dieses Artikels, der eine Erläuterung des Begriffes höchst erreichbares Tiensteinkommen ist, soll nach dem Anträge gestrichen werden.
Der Vorschlag des Abgeordneten Ulrich zu diesem Anträge heißt nun:
Hammelfleisch pr. Pkd 70—90 Psg„ startofseln pr. 100 Hq. 10.00 bis 10.50 ±’lfM Weißkraut da« etiief 00 bi4 00 Pfg^ Zwiebeln vcc Ztr. 10,00—12,00 Mk, Milch da» Liier 22 Psg. Nüsse 100 etiid 50—00 Psg^ ver Ztr. 0—00 Mk, Kirschen daS Pfund 40—35 Psg. Alarktzeit von 7—1 tthr.
w. Alrfeld, 14. Juni. Tie Stadt Alsfeld veranstaltet wieder in Gemeinschaft mit dem V a 11 b m i r I i d) a f t 5 f a m in c r- ausschuß für die Provinz Cbcrbcffen einen mit einer Verlosung verbundenen Prämiierun ,1 s mark t. Er jinbet diesmal Montag, 29. Juli, statt. Für Prämiierungszwecke sind 2200 Mark bewilligt Für Liebhaber und Züchter von reinrassigem Vieh, namentlich von gutem Pserdematenal, ist eine überaus günstige Gelezenlstil auf dem Alsfelder Prämieitinarkl geboten, erstklassiges Vieh zu sehen. Der Markt erfreut sich seit Jahren eines stets steigenden Besuchs. Tie mit dein Martte verbundene Verlosung findet wieder in der üblidKii Weise stall. Es kommen neben den lebenden Gewinnen (Fohlen, Rindern usw.) Haus- und landwirtsckiastliche Geräte zur Ausspielung. Während des ganzen Marktes konzertiert die städtische stapelte Müller auf dem Markt. Mittags findet in der Turnhalle gemeinschaftliches Festessen statt.
Io. Frankfurt a. M., 14. Juni. Heu- und St ro b m arkl. Angesahren waren 7 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3.70—4.00 Atk., Stroh lKornlangstroh) 0.00—0.00 9)1 L, Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und au8 den Kreisen Dieburg und panau.
k.0. Wiesbaden. V le b h of»M a r k tb e ri ch t vom 14. Juni. Austrieb: Rinder 36 (Ochsen 5, Bullen 4 Kühe 31), Kälber 120, Schafe 14, Schweine 227.
unb Schlachtvichversick-crung, der Abg. Henrich unb Genossen über bas Wahlgesetz sowie noch ein Antrag Ulrich und Genossen, der dahin gehl, bau die Voraussetzungen und Vorbedingungen zu einer Verhaftung den derzeitigen Bestimmungen der Sttaf- prozeßordnung gegenüber wesentlich erschwert werden, und daß ferner jedem Verhafteten das unbedingte Recht auf Selbstbeköstigung, Selbstbeschästigung und Selbstbekleidung gesetzlich gewähr- leistet werde und daß ferner gesetzlich bestimmt werde, daß Unter» lüchungSgefangenc nur mit ausdrücklicher Zustimmung zur Reinigung unb Instandhaltung ihrer Zelle angehalten werden können. Tie ersten drei Punkie der Tagesordnung konnten nicht erledigt werden; nur der letzte Antrag wurde nach einem Bericht des Abg. Reh angenommen.
IHärtte.
Gießen, 15. Juni. Marktb ericht. Stuf heutigem Wochen- markte kostete-. Butter das Pfund 1,00—1.20Mk* Hühnereier 1 Stück 7—8 Pfg^ 2 Stück 00 Psg., Enteneier 1 Stück 10—0 Pkg-, Gänseeier 1 St. 20 Pf., Käse das Stück 6—8 Pfg^ Käsematte 2Stück 5—6 Tauben pr Pr. 0,80—1,00 T1L, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen vr. Stück 0,80—1,80 9?if., (Snleit pr. St. IM—2,20 Mk., Gänse das Pfd. 00—00 Pfg^ Ochsen fleisch pr. Psd. 90—93 Pig^ Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Psg^ Kuhsteisch 80 Pfg^ Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg^ Kalbfleisch pr. Psd. 88—92 Psg.-
wandern und Reisen, Bäder und Sommersrischen.
= Salzungen, 14. Juni. Bis zum heutigen Tage sind 1216 Personen zur Kur hier eingetroffen.
-= Neuweilnau. Nicht mit Unrecht wird dieses idyllische Fleckchen Erde, inmitten romantischer Berge uni) Burgen, von Kennern allgemein als die „Perle des Weiltales" und des wald- unb sauerstoffreichen Taunus-Gebirges gepriesen. Für Radfahrer unb Automobile ist Neuweilnau wegen ber prachtvollen, von allen Seiten bahin führenden Chausseen ein wahres Eldorado. Komfortable Wagen finb an den genannten Plätzen überall $u mäßigen Preisen erhältlich. Neuweilirau liegt 390 Meter hoch, ist ein Krrchdörfchon von echtem Taunuscharakter und zählt etwa 150 Einwohner. Gekrönt ist der Berg, an dem es liegt, von dem ehemaligen, zum größten Teil gut erhaltenen Stammschlosse des Grasen Tietz von Nassau. Zum Teil ist es Ruine, von einem öffentlichen, hcrr- lidjen, parkartigen, schattigen Buchen- und Eichenhain umgeben. Gegenüber, nur durch das tief eingeschnittene Tal, durch das bas schäumende, an Forellen reiche Flüßchen, die Weil, strömt, zehn Minuten entfernt, liegt Altweilnau, ebenfalls auf bürg- und ruinengekrönter Felsenhöhe, ebenfalls von großft, teils historischer, teils sagernunwobeuer Vergangenheit, mit gut erhaltener Turkw ruine, die zugänglich ist und einen entzückenden Blick auf Neuweilnau und in die Ferne gewährt. Ringsum ist dieses seltene Panorama von hohen Bergketten umschlossen, aus denen im Hintergründe der Feldberg hervorragt. So ist es trotz seiner Höhenlage von 390 Meter über dem Meere und seiner reinen Höhenluft gegen rauhe Luftströmungen nach allen Seiten vorzüglich geschützt. Die Umgebung bietet die reizvollsten Ausflüge auf staub- ireien Waldwegen. An allen schönen Punkten sind Ruhebänke angebracht. Auch machen zuverlässige Wegmarkierungen besondere Führer unentbehrlich. Inmitten aller dieser Herrlichkeiten liegt das für den besseren Touristen-Verkehr und Kurgäste eingerichtete Hotel „Zur schönen Aussicht". Zwar der ländlichen Gebirgs- Gegend angemessen, bietet es doch für alle Ansprüche Verständnis, und kaum wird es jemals ein Besucher unbefriedigt verlassen. Tas ältere Hauptgebäude des Gasthofs ist kürzlich durch einen modernen Anbau vergrößert worden, mit großer Halle, mit kühlem Speisesaal im Hintergründe, Nebenräumen, zwei Be rauben, offener Terrasse, großem Hof, Gärtchen ringsum; 20 cin- unb zweibettige, zum Teil heizbare, luftige Zimmer, jedes mit prächtiger Aussicht, stehen zur Verfügung. Im Bedarfsfälle ist noch mehr Unterkunft im Torfe zu haben.
-r Seelisberg Schweiz Es ist kaum möglich, ein entzückenderes Landschastsbild zu finden, als es bas auf einer Höhe von 800 Meter über Meer liegende Bergplateau von Seelisberg bietet, ein Landschaftsbild von zauberischem, wechselvollem Reiz und großartiger Aussicht. Unter sich der blaue See, aus dessen Fluten bte senkrechten Felsen aufsteigen, bte blühende Alpenmatten und Wälder und blitzende Schneegefilde tragen. Im Westen schaut das smaragdene Hügelland herein, schon und anmutig wie ein Märchen. Die Natur von Seelisberg füllt das Auge mit Schönheit und die Seele mit Ruhe, aus der neue Kraft quilü. Tas Hotel-Pension Bellevue im Seelisberg erfreut sich eines vorzüglichen, wohlbegründeten Rufes. Tas Haus ist durch einen modernen Neubau erweitert worden, mit machtvoller Halle. Taneben die große Aussichtsterrasse mit der wundervollen Fernsicht und schattigen Anlagen. — Ein verwandtes Haus ist Hotel Müller u. Hoheneck in Engelberg, ebenfalls vergrößert, neu ausgestattet und vortrefflich geführt. Engelberg liegt 1019 Meter ü. N., in dem bekannten herrlichen Hochtal der Zentralschweiz, 2* ,■ Stunden von Luzern.
gen durch den ganzen Harz sind mit derselben Genauigkeit und Ausführlichkeit besckwieben, wie die interessanten, alten Harzstädte, oder die lieblich gelegenen Kurorte, die Heilung für die mannigfachsten Leiden bringen. Der reichhaltige Text wird in zweckmäßiger Weise durch ein vorzügliches Karten material vollständigt. Neben der großen Ausgabe hat der Verlag eine kleine Ausgabe, die für einen kurzen Aiisentlwlt reichen dürfte, herausgegeben.
Aus ßcffcti.
Aus den Ausschüssen der Zweiten Kammer.
bs. Darmstadt, 14. Juni.
Der Finanzausschuß, der geglaubt hatte, heute seine ßtäungen beenden zu können, mußte sich zur weiteren Beratung auf den nächsten Tienstag vertagen, nachdem in der heutigen Sitzung ein Antrag der Abg. Brauer unb Tr. Weber und ein Vorschlag ocy Abg. Ulrich zu diesem Anttage eingegangen war. Ter Antrag fordert, daß in dem Artikel 1 des Gesetzes, die Ge halte ber Staatsbeamten betreffend, die Worte „bet einem höchsterreichbaren Tiensteinkommen der Stelle" gestrichen werben. Ter im Regierungsentwurf enthaltene Artikel 1 lautet:
„Mit Wirkung vorn 1. April 1912 werden die Gehalte der Staatsbeamten um die nachbenatntten Hundertteile der von ihnen jeweils bezogenen bisherigen Ofehaltssätze ieber Stelle erhöht und zwar bet einem höchst erreichbaren Tiensteinkommen der Stelle
daß feind der Tiere, außer zu wissenschaftlichen Zwecken, mit Erlaubnis der mexikaniickren Regierung und der Regierung der Bereinigten Staaten, getötet werden bart. In der durch hohe Felsen geschützten, nur vom Meer aus zugäng lieben Elesantcnbucht sonnten sich die Tiere und waren durch das Erscheinen der Mcnsckicn gar nicht beunruhigt. Ein großes männhdx$ und ein großes weibliches Exemplar wurden getötet, und während ihr Fell abgezogen wurde, fdilicfcn ganz dicht dabei andere Tiere ungestört weiter. Der Gelehrte nahm mehr als fünfzig gute Photographien und studierte alle Einzell-esten im Leben der See-Elefanten gencku. Die Herde bestand hauptsächlich aus großen Männchen und jungen Tieren von verschiedener Größe, nur fünfzehn Weibchen waren da, und von diesen hatten mir sechs Neugeborene bei sich.
Die Männchen, die getötet wurden^ maßen 16 Fuß in der Lange bei einem Umfang von elf Fuß, reichten also nicht an die Länge heran, die man früher bei diesen See-Elefanten ge sunden. Tas erlegte Weibckstn war fast elf Fuß lang. Im ganzen nahm der .Forscher die Hätcke von den drei größten Männchen, einem Weibchen, zwei vollständige Skelette und sechs lebende etwa einjährige Tiere mit Tie Häute sind außerordentlich schwer, am Vorderteil des Nackens fast einen Zoll dick: der Speck an manchen Stellen vier Zoll stark. Obwohl die Seeleute die Tiere necken, ja manche sich sogar auf ihren Rücken schwangen und sie stießen, rührten sie sich nicht vom Fleck, sondern blieben ruhig und gruben sich gleich wieder tief in den Sand ein. Ihre Bewegungen sind plump und gleichen dem Kriechen eines Wurms, indem die Vorderflossen auseinander gestellt werden und sich vorschieben, worauf dann ber ganze schwere fette Leib nachkriecht. So gestaltet sich ihre Fortbewegung sehr langsam. Die großen 'Männchen, die die Weibchen mit den Jungen begleiteten, wurden häufig von alleinstehenden Männchen angefallen und in heftige Kämpfe vernnckelt, wobei sie sich mit den Eckzähnen nicht unbeträchtliche Wunden beibrachten. In ber Wut lassen sie einen starken, schnaufenden Ton hören, aber von den bellenden Tönen, die für die antarktische Art des See-Elesauien bezeichnend sein sollen, wurde nichts gehört Der eigentümlichste Teil am Körper des ©ec» Elefanten ist der breite, fleischige Rüssel, der bis gegen neun Zoll lang ist und sich dick und schwer über den Nasenlöchern erhebt. Wenn das Tier kriecht, ist der Rüssel schlapp unb hängend, wenn es schläft, ruht er in einer formlosen Masse auf dem Sand. Wenn aber das Tier aufgeregt wird, bann richtete er sich zu bedeutender Höhe auf.
Die einjährigen Tiere, die nach dem Neuyorker Aquarium gebracht wurden und dort jetzt tüchtig heranwachsen, wurden mühelos mit Netzen gefangen: keines ivar über fünf Fuß lang und ihr Gewicht zwischen 167 unb 301 Psunb. Die Meinen lassen ein Schreien, ähnlich dem des Pfaus, hören. Jedenfalls ist der nördliche' See-Elefant, der sich von seinem südlichen Verwandten in der Art des Rüssels, dem Aussehen ber Neugeborenen unb vielem anberen deutlich unterscheidet, vor dem Schicksal des Aussterbens bewahrt.
— H es t XVI der „Entscheidung en hScherer r ichtshöf e in hessischeu S t euer sa chen", gesammelt von Geheimerat Tr. Becker in Tarmstadt, Verlag I. Tiemer in Mainz, ist soeben crfdiiencn. Tas Heft enthält u. a.: Zulässigkeit und folgen der Zurücknahme einer Berufung. — Mietverluste. — Tic rage, ob ein Gewerbebetrieb, der neben dem Hauptbetrieb stattfindet, nach dem Gewerbesteuergesetz besonderer Besteuerung unterliegt, ist eine Rechtsfrage. — Im Veranlagungs- uno Rechts- . mittelverfahren nimmt die Veranlagungskommifsion und Landeskommission Nicht die Stelle einer Partei in zivilprozessualem Sinne ein. — Zur Wohnsitzfrage. — Formelle Erfordernisse für die Rechtswirksamkeit von Zustellungen in Steuersachen. — Verteilung des Einkommens bei Gewerbebetrieb in mehreren Bundesstaaten. — Begriff ber Gewerbsanlagen im Sinne des Gewerbestell ergefetzes.
PiirLandwirl: Wl.wA«h ass
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Ihnen Mluen tz heil'^ 5uttcr9h$bner^ Mbncrd^
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Aus der Zagd nach den seltensten Säugetieren Nordamerikas.
Der See-Elefant ist das größte aller mit Schwimrnfüßen bersehenen Säugetiere; ein ausgewachsenes männliches Exemplar ist 22 Fuß lang mit einem größeren Umfang als das größte Walroß. Er verdankt feinen Namen zum Teil seiner Größe, zum Teil aber auch dem ausgeprägten Rüssel, ber beim vollerwachsenen Männchen entwickelt ist. Es gibt zwei Arten dieser Riefeiirüssel- Stobbcn: die eine lebt in den fällen Gewässern ber antarktischen 1® Inseln, die anbcrc war früher an den warmen Küsten S$alifor* nienö verbreitet. Aber während noch vor sechzig Jahren biefe nördliche Elefantenrobbe in großen Herden längs der Küsten von Mexiko unb Kalifornien zu finden war, galt dies merkwürdige Tier bereits im Jahre 1869 als „fast, ivenn nicht völlig aus- fleitorben“. Der See-Elefant lieferte nämlich ein wertvolles Oel, den sog. Seetran unb mar deshalb die gesuchteste Jagdbeute der >ceehuiidsjäger, die die Tiere binnen kurzer Zeit ausrotteten. Dieses angebliche Verschwinden des nördlickien See-Elefanten behütete einen offenbaren Verlust für die ^Wissenschaft, denn in den naturhistorischen Museen waren keine Skelette erhalten, Photographien gab es nicht und die wenigen Zeichnungen waren schlecht unb ungenügend Da glückte es nun vor einem Jahr dem' Direktor
Neuhorker Aauariums, Charles Haskins T o wn send, die einzige noch vorhaitdene Herde von -sec-Elesanten im stillen - 5zcan aufzufinben. In einem interessanten Aufsatz des Century k Magazine schildert er feine Jahrzehnte hindurch unternommene joagb nach dem seltensten Säugetier Nordamerikas.
Schon 1884 hatte er eine Expedition unternommen, um «wenigstens Häute und Skelette der Elefantenrobbe aufsutrciben; 2wirklich gelang cs ihm auch mit Hilfe der kundigsten <seehunds- il’cnger 16 Stück zu finden, aber er konnte fie nur noch inJotcm lljuftanb erhandeln, denn die nach dem 4. ran gierigen zyängcr i Haren dem Gelehrten zuvorgekommen. Augenscheinlich waren das Iglhe letzten See-Elefanten, denn acht Jahre lang war es, auch bei äfrigem Sudpen nicht möglich, eines dieser 4-ierc zu Gestcht zu »kommen. Erst 1892 fand Townsend auf einer neuen Expedition -an- unerwartet acht weitere dieser RieienrüNelrobben. lieber he Lebensgewohnheiten der Tiere fehlte icdoch jebe rtunbe^ und teiiso hatte man auch keines der großen männlichen vTcnr iarc mit vollentwich ltent Rüssel gefunden. Die ^ehniui't danach Ute erst neunzehn Jahre später gestillt werden: im .rar; 1911 achte sich Townsend mit deut Erpeditionsichm „Albatros nach uabalupe auf, entern unbewohnten Erland 140 englische Je eil en •Jtr der Küste Kaliforniens entfernt, wo er die letztenLee- tlefanten gefunben hatte, mit ber schwachen Hoilnung Diellacht »och ein paar dieser Tiere anzutrcstcn. Aber da-' Gluckstoar ihm L’Ü>, und so entdeckte er denn an einer versteckten ^telle ber vit'cl, die den Seehundjägern unter dem Namcnintn- l'uQt" bekannt war, eine Herde von etwa IsO e ec - LU lanjen, ine hir in völliger Ruhe und Behaglichkeit, noch nti. beachtet von t item Menschenauge, ihr i.dyllisches Leben tuhrten. Ten tiShungen des Direktors ist es gelungen, bicje ^jrbc b c d iinjigen llcberrcft von der Rasse der nördlrchen^e-Ellsanten dar^- Mt, unb daher für das Weiterbestehen dieser -tterart von Höchsts Zchetttung ift, unter staatlichen .schütz au itdlen, l
Dicrtes Blatt 162. Jahrgang
rie „»i.tzener $amilienblätter* werden dem 11^ t X
.Anzeiger' Ptermal wöchentlich beigelegt, da« J fc. I S 9 R jL S 9 >.
„Krtlsblatt für den Kreis «letzen" zweimal V II W 'W ■ V F ▼ V VH V
wSchentlich. Tie „randwirtschaftliche, Sett-
fragen4* erscheinen monatlich zweimal. Seneral-Anzeiger für ®bert)e|jen
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