Ausgabe 
14.5.1912 Erstes Blatt
 
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Auslano.

Im englischen Unterbaust fragte Llond, ob zwischen England, T c n t s ch ! a n d und Portugal die Per Handlungen über die portugiesischen Kolonien sich ihrem Abschlüsse näher­ten und ob 3ir Edward rcö dem Lause darüber irgend welche Informationen geben tonne Parlamentsuntersekretär Acland erwiderte- Tie Frage der zukünftigen Entwicklunss der portu- giesischen Kolonien, die für Portugal und die an btc vortugiesi scheu Kolonien angrenzenden deutschen und britischen (Gebiete natürlich von großem Interesse ist, mar und wird ; weisel- l o -- von 'eit u 3 eit Gege nst and gegenseitigen Interesses uud ' r e u n d s cha s t l i ch e r Erörterung sein '.'Iber gegenwärtig sind die beiden eingebrachten Fragen zu verneinen__________________________________

Heer und Flotte.

Dom Wkhrverein.

Berlin, 13. Mai. Auf die gestern von der ersten Hauptversammlung des Deutschen Wehrvereins an den Kaiser und den Kronprinzen gerichteten .Hul­digungstelegramme sind Generalmajor Kaim folgende Antworten zugegangen:Majestät lassen der erstell Haupt- bcrsannnlung des deutschen Wehrvereins für das Gelübde der Treue danken Valentini." ,,Kaiserliche -Hoheit lassen Euer .Hochwohlgeboren und den Vertretern des deutschen Wehrvereins für die freundlichen Grüße herzlichst danken. Ter Kronprinz, der den Bestrebungen des deutschen Wehr­vereins ganz besondere Sympathie entgegenbringt, hat sich über die Grüße außerordentlich gefreut und wünscht den Beratungen reichste,i Erfolg, v. d. Planitz, Haupt­mann und persönlicher Adjutant."______________________

Die pariser presse und die Karlsruher Besprechungen.

Paris, 12. Mai Die Blätter beschäftigen sich fort­gesetzt eifrig mit den Karlsruher Unterredun­gen und den deutsch-englischen Beziehungen. Der T e m p s" bemerkt:

Tic deutsche Regierung tut alles, um die gegenwärtigen diplo­matischen Besorgnisse und die Bedeutung der deutsch-englischen Verhandlungen mit besonderem Nachdruck hervorzul>cbcn. Tie Friedensabsichten des Kaisers sind für uns unzweifelhaft. Nicht er ist es, der die ganze Ausmachung vorschreibt, die man mit den WortenEntgegenkommen ^ind Trübungen" kennzeichnen könnte. Zu der Ausmachung gehört auch die Annahme der W ehr- vorlage, die einen Erfolg für den Reichskanzler darstellt. Deutschland steht, wenn cs sich mit England nicht verständigt, ant Schlüsse der Verhandlungen stärker da als zu Beginn. Sein Vorgehen ist berechtigt. Wir wären froh, wenn Frankreich in einem ähnlichen Falle ebenso vorgehen könnte. Tas alles ist jedoch nicht beunruhigend, wenn die englisch-deutsche An­näherung keinen tendenziösen Charakter zur Schau trägt. Aber selbst dann würde sie sich zum Vorteil der allgemeinen Ruhe vollziehen.

TasJournal des Dsbats" schreibt:

sJJian muß zu dem aus;ergewöhiilichenTalent Mar­schalls ein sehr starkes Vertrauen Ijabcn, um zu glauben, baß seine Ankunft in London die deutsch-englischen Beziehungen bes­sern werde. Die Deutschen geben sich da wohl Illusionen hin.

Hier mag noch vermerkt werden, daß die Londoner Presse den neuen Botschafter Frhrn. v. Marschall mit Sym­pathie begrüßt und Artikel veröffentlicht hat, die das diplo­matische Geschick Marschalls hervorheben.

Einweihung bes Bismarrföenfmals aus der Walbeck, ch. Ober-Ingelheim, 12. Mai.

Zehn lange Jahre voll Arbeit und Mühe hat es bedurft, um das BiSmarckdcnkmal auf der Waldeck entstehen zu lassen. 1902 begannen die Sammlungen für den Bau des Turmes durch den Rheinhessischen Bismarckverein, 1907 war dcts Geld 70 000 Mark gesammelt und konnte mit dem Bau begonnen werden. Einen herrlichen Ausblick kann man von der Höhe des 37 Meter hohen Turmes genießen. Bis zum Niederwalddentmal schweift der Blick über die grünen Weinberge und den Rhein lnnüber.

Hunderte von Verehrern Bismarcks hatten sich zur heutigen Feier eingefunden. Darunter waren als Vertreter der Regie­rungen Regierungsrat Kreisrat Dr. Steeg-Bingen, Ober­amtmann Bohn-Bingen, die Bürgermeister von Bingen, Nieder- junb Ober-Ingelheim und Gau-Algesheim, der Vorstand des Rhein- hessischen Bismarckvereins, ferner Vertreter der Krieger-, Schützen-, Turn- und Gesangvereine, die Garnison Mainz war durch den Gouverneur und den Stadtkommandanten vertreten. Eingeleitet wurde die Feier durch Böllerschüsse, den FanfarenmarschLoch Deutschland" und einen von den Gesangvereinen Obcr-Jngel- heim und Gau-Algesheim vorgetragenen Choral. In Vertretung des Entwerfers des Bauwerks, Architekten Kreis vollzog die lieber» gäbe der Schlüssel an den Vorsitzenden des Rheinheslischen Bis­marckvereins der Erbauer der Säule Bauunternehmer Oskar L a u s w a l d - Mainz. Herr Lauswald führte aus, daß mit dem Bau der Säule im Jahre 1907 begonnen worden wäre. Bereits 1908 war der Ban bis zur Plattform gediehen. Er hatte damit eine Höhe von 27 Meter vom Boden aus erreicht. Alles was zum Bau verwendet wurde, stamme aus Rheinhessen, das Material wie auch die Arbeitskräfte. Darauf übergab er die Schlüssel dem Vorsitzenden des Rheinhessischen Bismarckvereins. Nach der Fest- ouöertüre erfolgte die Begrüßung der Festteilnchmer durch den Vorsitzenden Kommerzienrat Rick). A v e n a r i u s - Gaualges heim. Er führte ans, daß er sich freue eine so stattliche Anzahl Teilnehmer begrüßen zu dürfen, die alle versammelt seien, eines Mannes zu gedenken, zu dessen Ehre der eisenscste Turm bienen solle, der auch gleichzeitig zu dem Zweck erbaut worden wäre, nm dem Heros des deutschen Volkes dem Fürsten Bismarck auch in Rheinhessen in das rechte Licht zu setzen Gleich dem Turme, der aus einem festen Grund ruhe, habe auch der WtreichSkanzler aus einem festen Grund, der Liebe des deutschen Volkes go standen. Blicke man auf biejeßigen Zustände, so sei eine große Aenderung der Sage und Stellung des beutkhen Vaterlandes zu erkennen. Und da sei es dringend geboten, sich das Vorbild des großen Mannes eindringlich vor 9üigcn zu halten, und der Heranwachsenden Generation sein 'Jlnbenfen ins Lerz zu pflanzen.

Im Anschlüsse hieran fand die B e s i ch t i g u n g des Turmes durch die Ehrengäste statt. Bon einem Erker bes Turmes herab hielt Oberlehrer Professor Gebhard Friedberg die Festrede. In kernigen Wprten schilderte er, daß der Platz bereits durch Tradition dem Andenken großer Taten des deutschen Volkes und großer Männer geweiht sei. Es tue not, sich in der gegenwärtigen Zeit die Erhebung und Einigung des deutschen Volkes zu oer gegenwärtigen. Tas deutsche Volk müsse Tage haben, an denen es sich iuid dem Getriebe des Mtags heraus auf sich selbst besinnen könne. Für Rheinhessen sei ein solcher Tag heute der Tag, an dem nach jahrelanger Arbeit der Bau vollendet worden sei. Zum Vergleiche deS Lebens und Wirkens deS großen Mannes diene am besten der Rhein, bei bessern großen Namen die Herzen aller Deutsck>cn höher schlagen würden. Tie Gestalt deö deutschen Flusses lasse sich mit dem Leben des Altreichs­kanzlers vergleichen Der Redner verglich den Oberrhein mit der Jugend bes Fürsten, den Mitteirhein mit dem Mannesalter und den Niederrhein, den holländischen Rhein mit dem Alter des Fürsten, dem es gleich dem Strome nicht vergönnt gewesen wäre, seinen Lebenslaus in seiner Lebensarbeit zu beschließen Der Turm sei zum lebendigen Gedächtnis an den lebenden Bis niard ausgefithrt luovben. Und wenn es auch manchem nicht schön in den Obren klinge, so müsse immer wieder ucriicberi werden, daß nicht die Massen die Geschichte machten, sondern Männer. Und wo stehe das Wahrzeichen des Mannes beijet als an dem Rheine. Gleichwie die Säule mitten in den Strom rage, habe auch Bismarck in die deutsche Geschichte geragt. Ein ed und ,Grundstein des Andenkens an den größten Helden des 19. Jahr .Hunderts für Kinder und Enkel möge der Turm sein zugleich

aber auch ein Stein des Anstoßes, allen denen, die es verlernt hätten deutsch zu denken und deutsch zu fein.

Im Namen der Regierung dankte Reglerungsrat Kreisrat Tt. Steeg - Bingen allen, die am Bau beschäftigt gewesen waren. Ueberall in Deutschland würden Türme zum Andenken an den großen Mann auf geführt: es sei auch dringend nötig sich und der kommenden Generation das Bild des großen Reichs- b grünbers vor Augen zu halten und vertrauensvoll in bie Zu­kunft zu schatten. In bi dem Sinne soll auch das heutige Fest gefeiert werden Mit Böllerschüssen wurde der offizielle -teil der Feier beendet. Ein zwangloses Beisammensein und bei Ein» brud» der Dunkelheit eine sehr gut gelungene Beleuchtung bet Säule schlossen das Fest ab.

Ans Stadt «nd Land.

Gießen, 14. Mai 1912.

**TageSkalender für TienStag, 14. Mai. Verein für Frauenstimmrecht: Oefienllicher V o r 11 a gTrof. D. 6 rfi i a n : .Das kirchliche Frauenstimmrecht*. Abend- 8/» Uhr im votel Schütz. .

** Vom Hoftheater. Der Großherzog hat den Generaldireltor bes Großherzoglichen Hoftheaters und der Hof- musik Geheime Hofrat Emil Werner aut fein Nachsuchen unter Anerkennung feiner treuen und ausgezeichneten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Kommandeur- lreuz zweiter Klasse des Lud-rwigs-OrdenS verliehen.

** Pfarrdien st nachrichten. Ernannt wurden assistent Bürstlein zu Pfungstadt zum Pfarrvikar daselbst: Pjarrassistent Mangold zu Griesheim zum Pfarrassistuiten der Landpfarrei Mainz (mit dem Wohnsitz in Bretzenheim): Pfarr- amtSkanbidat Adolph, seither Repetent an der Theologischen Fakultät der Landesuniversität Gießen, zum Pjarrassistenten von Griesheim und Arheilgen fmit dem Wohnsitz in GrieSheim): Pfarr-Verwalter Bönning zu Braucrschwend zum Pfarrvikar tn Wald-Michelbach: Pfarrverwalter Eichenauer zu Nieder-Flörsheim zum Pfarrverwalter in Brauerschwend: Pfarr- assistent Rieder zu Klein-Linden zum Pfarrverwalter in Mittel - Seemen: Pfarrvikar Cl o tz zu Beerfelden zum Pfarrassistenten in Bad-Nauheim; Pfarrassistent Floel zu Darmstadt zum Pfarr­verwalter der Petrusgemeinde zu Tarmftabt; Pfarrverwalter Stumpf zu Heubach zum Pfarrassistenten in Beerfelden (erste Pfarrstelle). Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: bie evang. Pjarrstellen zu Echzell unb Udenheim.

** Für bie Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Freitag, 17. Mai 1912, nach­mittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt worden: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch Oskar Gutmann für West-Anlage 31. 3. Baugesuch S. H. Sondheim für Nord-Anlage 11. 4. Fensterläden an der Bezirkskasse in der Senckenbergstraße, ö. Einfriedigung des Grundstücks der Firma Ludwig Georgi an der Lteinstraße. 6. Gesuch des Engelbert Bürk wegen Anbringung eines Schaukastens am Lause Seltersweg 10. 7. Bauliche Herstellungen in der Volkslesehalle am Selterstor. 8. Errichtung eines Stall­gebäudes bei der Forstwartwohnung an der Licher Straße. 9. Bauveräiiderung im Lause Frankfurter Straße 63. 10. Uebernahrnc der Klinitstraßc in städtisches Eigentum. 11. U m g e st al tun g d er Wc st - A nlag e. 12. Neubefesti­gung der Fahrbahn in der Schulstraße. 13. Verbesserung des Feldwegs von der Schönen Aussicht nach dem Berg­werk. 14. Verlegung des Stadtbachciulaufs an der Möser- ।elfen Mühle. 13. Nachtrag zur Kühlhausordnung. 16. Ver­gebung von Arbeiten und Lieferungen. 17. Das Wap­pen der Stadt Gießen. 18. Zuschuß für die Jugend- wehr. 19. Bestimmungen über die Deputationen und Aus­schüsse. 20. Allgemeine Arbeitsordnung für die städtischen Arbeiter. 21. Gesuch des Peter Wöll um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Hause Wagengasse 9 (Post- feiler).

' Gießen in bet 1. Wohnungsklasse. Abg. Grünewald hat im Landtag beantragt, die Stadt Gießen ui die erste Klasse des Wohnungsgeldtarifs zu versetzen.

** Tic 7 0. Geburtstagsfeier wurde, wie uns von einem der alten Herren geschrieben wirb, am 12. und 13. Mai von noch 20 Gießener Alters- unb S dj ul g c it offen gefeiert, gewiß ein seltener Fall, baß eine so große Zahl von 70jährigen in einer Stabt wie Gießen leben und noch so rüstig unb guter Dinge ihr Gebunslagsfest feiern konnten. Zn Anbetracht bessen hatten die Teilnehmer diesmal bei der Hauptfeier am 12. Mai im Hotel Kühne ihre Frauen zugezogcn. Das ganz^ Arrangement ber Feier war so nach aller Wunsch ausgefallen, baß sich von nachmittags 4 Uhr ein so froheS gemütliches Treiben entwickelte, wie es bei Lcuteii in biefem Alter selten vorkommt. Bei ausgezcichneiern Mahle, bei ernsten unb heiteren Vorträgen, bet fröhlichen Weisen eines Quartetts vergingen bie schönen Stunden zu rasch. Als man sich zwischen 9 unb 10 Uhr zur Heim­lehr rüstete, trennten sich Die Altersgenossen mit Dem Versprechen: Montag mittag 4 Uhr alles erscheinen im Philosophenwalb. Bei herrlichem Wetter fanden sich beim auch alle Teilnehmer vom Tage vorher in ber fröhlichsten Stimmung zu gemeinschaftlichem Kaffee mit Kuck-cn unb Waffeln zusammen, um ben Rest ber Feier mit vollen Zügen zu genießen Ein flottes Tänzchen beschloß sie unb so würbe geschieben mit dem Rufe:Auf Wiedersehen zum . Geburtstag!"

Sem fünfundzwanzigjähriges A rbe itS- jubiläum beging am Samstag der in der Lederfabrik von Louis Lotz beschäftigte Lederarbeiter Heinrich Kraft aus Altenhain. Geschäftsinhaber und Mitarbeiter ehrten den Jubilar durch nainhafte Geschenke.

** 58 a 11 o n a u f ft i e g. Am Himmelfatzrtstag wird der Aus­stieg eines Leißlustballons ^System Montgolsiere) geboten werben. Tic Luftschifferin Margarete Baumgart macht nachmittags eine Fahrt auf bem Sportplatz des Vereins für Bewegungsspiele. Der Ballon hat eine Hohe von 20 Metern unb 40 Meter im Um­fang. DaS interessanteste ist bie Füllung, bei der über einem provi­sorischen Ofen der Ballon hängt. Ein -strohseuer wird angezündet und in 30 bis 40 Minuten ist der Ballon fertig zur Fahrt. Der Ausstieg erfolgt stehend aus entern sveischwebenden Trapets. Mor­gens wird ein Probeflug mit demselben Ballon gemacht, da der neu gebaute Ballon noch nicht geflogen ist. (S. Inserat.)

* Der hiesige Militär-An Wärter-Verein unter­nahm am Sonntag nachmittag einen Ausflua. Hin 1.50 Uhr führte bei Zug die stattliche Zahl von über 200 Personen mit Musik nach Bieber yier wurde in der Rehmühlc Rast ge­halten unb unter fröhlichen Klängen der Kapelle Weller herrschte bald aUcmbalben Frohsinn unb Freude. Für bie Kinder wurden Stiele abgehalten, währenddem die Großen sich bei einem ge­mütlichen Tänzchen die Stunden verkürzten. Vom Vorsitzenden wurde in zündenden Worten unseres Landcsherrn und des Kaisers gedacht. Nur zu halb flössen die schönen Stunben dahin und manchem schien ber letzte Abendzug ber Biebertalbahn ab 9 Uhr noch viel zu früh.

** Versendung von Paketen während der P fing st zeit. Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 20. bis ein­schließlich 25. Mai weder im inneren deutschen Verkehr, noch im Verkehr mit dem Ausland ausgenommen Ar> gentinien gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens drei, Pakete mit einer Pvslpatetadresse versandt werden.

** Unbestellbare Postsendungen Wie wir erfahren, Jagern bei der Lber-Postdirektion in Darmstadt folgende Sendungen, deren Losender vielleicht zu unseren Lesern zählen, als unbestellbar eine Postanweisung über - Mk., vom 13. 4. 11., .'lufgalv o Bad N.iuhcim, Emp fänger: Paul Schaffhauser ui Bruchsal; eine Postanwer-

jung über .Ji.vom 27. 6. 11, Aufgabeort: Bad-"?^. I heim, Empfänger: Lcd Gippert in Frankfurt Bockenbeim I eine Postanweisung über 2 Mk., vom 6. 6. 11, Aukqaveoi N Schotten, Empfänger unb Bestimmungsort inwclannk: ci:v | Postanweisung über 2.30 Mk, vom 2. 7. 11, Aufgabeort Gießen 2, Empfänger und Bestimmungsort unbekannt. I Einschreibbrief vom 23. 8. 11, Aufgabeort: Bad-Nauheim I Empfänger: A. Sfriabin in Alupka (Rußlands ein Ei,. I schreibbrief vom 23. 8. 11, Aufgabeort: Bad-Nauheim, Emt I fänger: Jos. Rappinowitz in Ehereasu: ein EmsckrcK. I brier, Inhalt 100 Mk., vom 16. 9. 11, Aufgabeort: < . I Nauheim, Empfänger: Anna Becker Wwe. in S w-k . I Hausen Süd: eine Einschreib-Postkarte vom 7. 10. 11, Au gabeort: Gießen, Empfänger: Arthur Mehler in Reo?.'; ein Einschreibbrief vom 2. 10. 11, Aufgabeort: Gießen Empfänger: C. L Alford in St. Louis: ein Einschreibbr, f vom 19. 8. 11, Aufgabeort: Bad-Nauheim, Empfänge, P. P. Fou-Stein in Namangam (Rußland. ; ein Eiufchre brief vom 1. 8. 11, Aufgabeort: Bad-Nauheim, Cm: j fänger: Frau Xenia de Zankcoitsch in Slavgorod (friii lano): ein Einschreibbrief vom 1. 8. 11, Aufgabeort: B, Nauheim, Empfänger: P. Fou-Stein in Namangim (Ruß land). Die zur Empfangnahme der Gegenstände Bet?

tigten müssen sich binnen 4 Wochen bei ber Oberpostbireirw: melden, widrigenfalls die Postanweisungsbeträge und d in den Sendungen enthaltenen oder durch Versteigerung e Inhalts erlösten Geldbeträge der Postunterstützungs: - > überwiesen, die Briefe aber vernichtet Werber

Landkreis Gießen.

--- Grün berg, 13. Mai. Heute weilten Geh. Ministerin rat Eüfsert und Geh. Lberschulrat Block an5 Tatmflc' hier und wohnten dem Unterricht an der Höheren Bürget, schule in allen Klassen bei; auch die Sammlungen der An. stalt wurden einer eingehenden Besichtigung unterzogen.

Kreis Büdingen.

§ Hirzenhain, 13. Mai. Vorn 28. Mai bis 1. Jun: ; findet auf dem Bienenstand des Lehrers Hensel (Redakstu der bBiene^) ein Kursus für Anfänger der Bienen, zücht, vom 24. bis 29. Juni ein solcher für fortgeschiiit,: - Imker statt. Die Teilnehmer erhalten vom Obcrhejß'ck.ii Bienenzüchteroerein freie Eisenbahnsahrt, Kost und Vovy.t-, Im verfloßenen Jahre war der Kursus von zwölf Personc.i besucht.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 13. Mai. Heute kann der Bürqei- meister Alexander Stöpler von hier auf eine 25jährig I Amtstätigkeit als Bürgermeistev und Ortsgerichi- Vorsteher der Stadt Lauterbach zurückblicken. Aus dici-ir Anlaß wurde ihm von dem Großherzog daS Rittet,rc»j 2. Klasse oeS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen n.: der Krone verliehen. Auf Wunsch des Jubilars ivnrdc von einer offiziellen Feier Abstand genommen, und ec hat 'ih durch eine Reise auch jede andere Ehrimg ferngcl)all ; Bon dem Stadtoorstand erhielt ec einen wertvollen Bc?-.r " als Jubiläumsgabe. Bürgermeister Stöpler erfreut sich btt feinen 63 Lebensjahren einer großen körperlichen Rüstigkeit. , Außer feinem Amt als Bürgermeister und LrtsgerlchtSooc^ie.;.': ist er noch Mitglied dec Zweiten Hessischen Ständekanmiei. des Provinzialtags, deS Kreistags, KreiSausschusseS und dn KreiSschullommission.

Kreis Friedberg.

= Friedberg, 10. Mai. DaS 2. Reiterfest bei Wetter auer Reiterver e inS wird allen Besuchern im | Reit- wie im Fahrsport daS schönste und beste Rialerial t>« Wetteran und Umgebung vor Augen führen. Die Statt Friedberg, das Landwirtschaftliche Kasino, der Gießener Reitci' verein, sowie verschiedene Freunde deS Reitervereins hob? I wieder schöne und wertvolle Ehrenpreise gestiftet und wcil?u I stehen in Aussicht; bei den verschiedenen Schausahren, den I Trabreiten und der Springkonktirrenz gibt der Verein au r Geldpreisen sämtlichen Teilnehmern edenjo wie vor zwei Jahren schöne Becher als Erinnerungsgaben.

L. Ossenheim, 13. Mai. Die Wetter dahier ? ganz schlammig geworden, wie es bei der Usa schon Jan

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. ßjinbahnbrückc, j bald vollendet s I dlimn der zweigleisi jvadin.

h. Mainz-Moi !toq und Budenheim :!:nmndslen Salatk« lvr:5:It. Jetzt ist Ho in hnangewachjen, üi? oon Mainz nai Etitnanbtang von ft -gm zu können. 5 ! Last nach alle, um tin jesselndes 5 Händler und um den Prei ^mlicher Höhe ber I *1 ®tgeniDQitig w WM btja^ll D

lang der Fall war. Durch bie Verseuchung ber Flüßche» verenden die Fische, und die Landwirte können die Pfer> nicht mehr zur Tränke führen.

Starkenburg unD Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 12. Mai. In der Streitfrage ta Freih. v. Eschenbach' schen Faniilie gegen die fle niembe Ober-Mörlen wegen Doppelbesteuerung fanb gestern Verhanblung vor bem Provmzial-AuSjchuß statt Obcr-2)iörlen verlangt, baß bie seit 1861 tn Dieburg wohnende Familie auch tn Ober-Mörlen Gemeinde- Kapitalrentensteuer bezahle, da sie auf ihren dortigen Wo be­sitz öfter und zuletzt über neun Monate ununterbrochen gr> wohnt habe. Der Generalbevollmächtigte der Familie, Ueb.'l bestritt diese Behauptung und wurde dabei vom Siebiiut: Bürgermeister Röder unterjiützt. Bürgermeister Geibel Dir Unter-Mörlen vertrat auf Grund der An- unb Abmelduu deS Personals bie gegenteilige Ansicht. Ober-Mörlen toui> unter Verurteilung in Mark 10 Äoersionalstrafc abgeir t' 1

T atm ftabt, 13. Mai. Ein liebet fall soll im Walde zwischen Mörfelden und Groß-Gerau r b worden fein. Ein 19-jähriger Kammacher von Lamm bei Won S der den dortigen Wald mit einem Fuhrwerk passierte, gibt <1 daß er plötzlich von zwei Strolchen angefallen a" sei. Als er sich gewehrt habe, seien die beiden Anareiier bami gelaufen. Alsbald sei bann aber ein dritter Strolch auf ihn c i gedrungen und da habe er in seiner Bedrängnis seinen * gezogen und zweimal auf feinen Angreifer geschossen, bis i J zweiten Schuß der Mann aciallen sei Da der so zu Bode? Itrcdtc Angreifer bisher nicht ermittelt werden konnte, roirbj ' J der etwas darüber mitteilen kann, gebeten, dies bei der Lta.i:» anwaltschaft in Darmstadt zu tun

m. Offenbach, 12. Mai Die hiesigen organiiü"' i Bäckergesellen stehen in einer Lohnbewegung. Die - berungen der Gehilfen bestehen in einer Verturzun^ Arbeitszeit, die an den Wochentagen 11, an den so ul tagen neun, oder wöchentlich 75 Stunden betragen Ter Mindestlohn der Gehilfen soll 23 Mk., der der L arbeitet 20 Mk. in der Woche betragen. Die Ueberstuno» fallen mit 50 bezw. 40 Pfg. für Gehilfen und Hilfsarbeii bezahlt werden. Ferner wird die Beseitigung vcS - unb Logiszwangs sowie die Anerkennung des städNf paritätischen Arbeitsnachweises angestrebt Tic Ber.i barungen sollen aus die Dauer von zwei Jahren fcftgciu werden. Etwa 40 Meister Haden diese Forderungen teils anerkannt. "Nächsten Dienstag soll bie cnno? * « darüber herbeigeführt werden, welche Maßregeln gc.ü>>- die Forderungen nicht bewilligenden Meister ernt ;' n den Rollen. Die mit oer Ausführung der e l c U r i IW

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