Zweites Blatt
162. Jahrgang
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Auffassung kurzen Eröffnungssitzung und Konstituierung des Landtags B fid) bot, j,„ Tezernbcr vor. Is. in der Hauptsache der Beratung
Haupt keine Angaben gemacht haben.
Geistesumgebung,
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ir im Biogri; abartigen CH» I )srccht.
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entdeckte.
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aller* nssUttungprd^' ckerei, Schilf
nimmt, wie schon jüngst kurz berichtet, am Donnerstag, deck 99 Februar, ihre Plenarsitzungen wieder auf, die nach der
des Voranschlags gewidmet sein werden. Ter neue Stammen Präsident, Oberbürgermeister Köhler*Worms, hat, wie üblich, auf die erste Kamtncrsitzung nur nnwesenllichc Bc« ratungsgcgenständc und zwar ad)t Anfragen von Mitgliedern des Hauses gesetzt, Anfragen der Abgg. Tr. Osann, Tr. Jutfler, Brauer, Korcll-Königstädten und Ulrid), die wohl
sämtlich eine kurze konventionelle Beantwortung durch die .gicrung und damit ihre Erledigung finden werden. Tic voraussichtlich nur kitrzc erste Sitzung nrirb gewöhnlich : 5shalb vorgesehen, um den einzelnen fraktionell noch vor* her und nachher Gelegenheit zu Sondersitzungen zu geben.
iir den zweiten Tag, den 23. Februar, soll als erster _.lnkt der Tagesordnung die übliche Adresse der Flamin e r an den Großherzog (als Antwort auf die Thronrede)
j ’reiung anspornen können Stein besserer Anfang mar denkbar für bte Lehre, daß die Atmosphäre, in der ich bisher gelebt hatte, nicht alle notwendigen ElnneMc für Leben und Freiheit .nthielt. Tenn ich kam sofort unter den Einfluß eines bmx>t* r ,enden Mannes, eines Lehrers von europäischer Berühmlheit und einer starken Persönlichkeit. £b die Werke Hermann LogeS Dauern werden, das weiß ich nicht. Was er schrieb, ist heute eine lebendige Macht, obwohl er selber längst im (fhrabc liegt. Aber einige von uns, die wir ihn hörten, leben noch, um zu bezeugen, wie 'ehr uns seine Persönlie^eit anzog und fesselte, in sittlicher Hinsicht nicht weniger als in Erkenntnisdingen.
— Tic deutschen Sü n ftle r »c r bä nbc und das Bis marck - National Denkmal auf der Elifenhöhe bei B i n g c n a Rb. Wir erhalten folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: „Ter Wettbewerb um das BismarckManona! Tenkmal ift beendet. Eine der größten Aufgaben, die der manu mentalen Architektur und Bildhauerei unserer Zeit gestellt wurde soll in einer Weise vergeben werden, die in der gesamten Künstler schäft Erbitterung hervvrrust. An diesem Wettbewerbe haben 'ich Di deutschen Mn stier mit 379 umfangreichen Entwürfen beteiligt um Cpfer gebracht, deren materieller Wert die für die Ausführung dee Tenkmales in Aussicht genommene Summe von 2 Mill. Man rod übersteigt. ?ll>er sic bradnen diese Epi er im Vertrauen darauf, daß den int ^lnsschretben genannten Preisrichtern ein maßgebender GinfluF auf die Turchführung zustehe. Diese Preisrichter, Die wegen ihres hohen tünstlerifchen Ansehens erwählt wurden, Hasen mit größter Sorgfalt ihrer Aufgabe gewaltet und nach eingehender geroiffenhaftcr Prüfung ihr Urteil in klarer Weise abgegeben
mich die dunklem
„Gießener $amlUenblärtet* werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich be,gelegt, bat „Kreisblatt für bn Kreis «letzen" ,weim«l wöchentlich. Die „CanbH>trtfd)eftlid>ee ietb fragen" erscheinen meneilicb zweimal.
Seilschaft, Cbtrtit» Fabrik Martin»«*
zur Arbeit der
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Äcbafttan. #rpebitwn und Druckerei: Schub- straße 7 Eroebmen und Verlag, 51. 5Ubattiorc«MÄ112. Lel-Adro Anzeiger«tetzen.
Die Einrichtung der R publik in China.
Peking, 13. Febr. Zn einem heutigen Manifest lininit Yuanschikai den Titel „b c o o 11 m ä d) 11 g t r r
Donnerstag, 15. Zebruar 1912
JUtettonObrud und verlaa »er vrüdl'lche» Unwerfuail - B ich- anb SteinbrudertL Ä. Bange, Gießen.
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Todi dieses Urteil wurde oerniditet durch den Besdstuß einer nach Zahl und Namen unbekannten Mehrheit von Laien; daS Preisgericht wurde zu einem dekorativen .Schaustück entwürdigt. Und so ist es gekommen, daß ein Entwurf, der nach Urteil des! Preisgerichtes nicht in Frage stand, zur Ausführung bestimmt irarbe. Wir erheben Einspruch gegen diese Vergewaltigung läuft- leriichen Urteiler-, acaen diese verletzende Mißachtung der Arbeit deutscher Künstler schatt und der Männer ihres Vertrauens. Wir fordern die Durchführung des am künstlerischer Uebcrjcugung Namm enden Spruches des Preisgerichtes und erwarten, daß den Künstlern ihr Recht werde." Allgemeine Deutsche .Hunftgcnofien« chaft Deutscher Künstlerbund.
kf. Aus LordHalbancsGöttingcrUniversitäts- erinnerungen. Augenblicklich wird wohl in ganz Europa von keinem Manne so viel gesprochen, wie von Lord valdane unb seinem plötzlickwn Besuche in der deutschen Reichs Hauptstadt. Da mag es denn von Interesse sein, daran zu erinnern, mit welcher Liebe Jöalbanc an seinen deutsckxn Erinnerungen hängt. Er roac Dötting er Student und ist noch bis heute stolz, sich so nennen zu türien. Vor einigen Jahren bat er in einem Beitrage für ein «italisches Handbuch des auswärtigen Studiums einige Erinnerung en an seine Göttinger Jahre veröffentlicht, die seine Liebe zu der Hannoverscheu Musenstadt deutlich bekunden. Er schrieb damals: „Eine der frifdxften Erinnerungen aus meiner Vergangenheit ist es, rote ich vor 34 Jahren an einem Aprilmorgen pm i Uhr crui dem Bahnhof der Heinen Stadt Göttingen ankam. Ick; war 17 Jahre alt, konnte nur wenige deutsche Wörter sprechen und verstand noch weniger. ES war eine seltsame Sienc Das schweigen der Straßen wurde nur von einem Nachtwächter Horn untcrorochen, das alle halbe Stunden von einem alten Turm erteilte Tic einzigen lebenden Wesen, denen ich aut dem Weg« vom Bahnhof in die kstabt begegnete, war ein Mann mit einem Kvld in einem kleinen Karren, bespannt mit einer Iran und einem £mnb. Ader indem ich mich in die ungewohnte Umgebung der alten d uk'chen Universitätsstadt fand, begann für mich ein neues Dasein, ein fernen, das mein Leben umwälzte Nickn minder seltsam als
Es ist aber nicht zu leugnen, daß in der neueren Zeit huch die englischen Gewerkschaften mehr Streitlust und Btrcitficbcr zeigen als früher. Schon für das Jahr 1911 Berben die Ausgaben für Streitzwecke bedeutend höher als im Jahre 1910 gewesen sein. Immerhin zeigt es sich, daß dicher die englischen Gewerkschaften für reine Unter- flü>.ungszwecke mehr Geld übrig gehabt haben, als die Tie englischen Gewerkschaften haben
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Pon der internationalen Gewerksckaftrbeweoung.
Genau so wie der politische Sozialismus nach einer Je mopolitischen Organisation strebt, suchen aud) die Ge- ^rkschaften immer mehr iltternationale Verbindungen Unter sich herzustellen. Ter soeben erschienene Bericht oes trternarionalen Gewerkschaflssetretariats über die Gewerk- ftaitsöewegung im Jahre 1910 beweist wieder einmal, daß hi deutschen sozialdemolratisd)en Gewerkschaften „in jeder Beziehung" an der Spitze stehen. Nock) vor einigen Jahren »nr England als das klassische Land der Gewertschafts- htnjcguitfl an erster Stelle, nuinnehr marschiert Teutfdp lanb an der Spitze. Insgesamt gehören den 19 Landes- zentralen, die dem Jnternationaleit Setretariat ange- ftiloisen sind, über 6/3 Millionen Mitglieder an
Bemerkenswert ist, daß der Bericht sestftellen mutz, „daß fortgesetzt unmöglid) ist, von den englisckjen Gewerk- jchaften, soweit sie der Landeszentrale angehören, genauere Angaben über Einnahmen, Ausgaben und Kassenbestände ;u erhalten, da dieselben laut gesetzlicher Verpflichtung nur Mr Behörde gemacht werden." Jedenfalls stellt der Bericht Hcit, daß die 100 größten englisckien Gewertschaften bei über
. Giessc,i: gstllt jelikaleS
die Crtdumgebung war für die ich an jenem Täge mit Nichts hätte mich stärker
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejsen
Kopenhagen, 11. Febr. Im Folketing richteten heute die Rechtsparteien an den Minister des Aeußeru eine Anfrage über die auswärtige Politik der Regierung? Ter Minister erwiderte, daß die Regierung gerne die Gelegenheit benutze, über die auswärtige Politu fick) auszufprechen, und er führte dann weiter aus:
herrscht ui Täncmart volle Einigkeit darüber, daß es das Ziel der dänischen auswärtigen Politik sein muß, bei Un- ftimmiglcitcu mit anderen Staaten, die nicht auf diplomatischem Wege gelöst werden können, die Entscheidung durch ein Schiebt gericht herbeizuführeu, bei Konflikten anderer Staaten unter» I einander icdoch absolute Neutralität zu wahren. Die dänisch ' Regierung und der dänische Reichstag hckben diese " " r" jedesmal zum Ausdruck gebracht, rociui ein Anlaß Dte sind weder direkt noch indirekt durch mündliche oder sckwi" liche Verabredungen, gcftbrocigc denn durch Verträge odxr Alli-
durch bte internationalen Erperirnente kr deutschen Gewerlsd>afteu mitreißen lassen in die Streitiattil'. Schon vor einiger Zeit hat bas „Morre jpoiideuzblatt der Generaltomiuissiou der Gewcrksd)aftcn" betont, baß man die Stubienkommissionen ber englischen tzeiverkschaften schon in ber 'erforderlichen Weise oufHärcn tocrbc, wenn sie nach Deutschland kämen. Tic deutschen Wewert scha s ts sü h r er sckieinen also Erfolg gehabt zu haben.
Kerner ist zu beachten, daß durch die Einführung der eng- Wchcu Arveitcrvcrsicherung die Gewerkschaften dort mehr i (4cb für Streitzwecke frei bekommen. Vorläufig bleibt es Woch dabei, daß Deutschland den Streikrelord hält. Die I vc tschen Elcwertsdiaftcn lönuen für fid) den Ruhm in s?In- jlfpnub nehmen, die meisten Streits anzuzetteln und die Nächsten Beträge hierzu zu verwenden.
Bezeichnend ist, daß die amerilanifd)en Gewerkschaften I fui den Bericht des iuternatioualen Sekretariats iibcr>
anzen gebunden. v
Deutschland gegenüber brächten die histonich gegebenen Verhältnisse an unserer süddeutschen Grenze es mit sich, daß die natürliche Shmpathie, die bei allen Tönen gegenüber den 1864 von uns getrennten dänisch sprechenden Nord schle «wig er n sich f ndel, ostmals so zum Ausdruck gc.ang , daß sie mißdeutet werden kann. Tic jetzige Regierung >si aber ebenso nnc die früheren Regierungen bestrebt, durch freund schaftliche Erörterung mit der deutschen Regierung aut diesen Gebiete zu einer vollen Verständigung zu gelangen. Bei diesen i Erörterungen sowohl wie bei allen hierher gehörenden Erwi I gungen und Verhandlungen haben zwei Tatsachen für die Re I gierung bestimmend sein müssen. Erstens, daß der vertragsmätz^ | beste h ende Zu st and vollauf respektiert werden mutz' dieses seltsamen Märchenwaldes tummelten sich wirtliche kleine Singvögel, bereu Schnabel und Krallen vorher vergoldet worden waren. Der Tanz und die lärmende Festfreudigkeit mochte die ociicbrrten Heinen Sänger nicht wenig entsetzi haben, bann sie liegen ängstlich zur Decke empor und suchten hier einen sicheren Schlupfwinkel. Aber das war von dem fBeranHaltet schon vorher m Rechnung gesetzt worden und geschickt zu einem neuen Effekte benutzt: das Tedcngeroölbc d.s Saales war IxUblau gemalt rooroen, um die Blaue des Himmels vorzuteuseden, damit es aussähe, als flatterten die Tleincn Vögel frei im blauen Äcther.
Aber bei all diesem märckwnhasten Glanze waren die Pariser jener Zeit gegen die Gefahr gefeit, vor lauter Schauen das Essen tu vergessen. Tic Fremden, die im 15. und 16. JalwHunden Frankreich besuchten, berichten Erstaunliches von dem wahren Gargantuaavvctü der Franzosen. Eine ganz einfache Mahlzeit musste wenigstens fünf ober feck,s Fleischgerichte, uniranen; man aß Schwäne, Kraniche, Schildkröten, Pfauen, Fasanen, .tzasen, Wachteln, Wildbret und Fisch. Tas Lieblingsgericht der tkinen Leute war damals der sogenannte „hoschepot", der sich aus allen möglichen Arten von Fleisch zusammensetzte. Noch zur Zeit des Sonnaitöniq? war der Appetit der Franzosen in schöniter Blüte und Ludwig XIV. war bekanntlich selbst nickt nur kein Nostverächu., sondern der Besitzer eines Appetites, ber für unsere heurigen Begriffe wie ein groteskes Märchen anmutet. In ihren Briesen criählt unsere Liselotte von der Pfalz, daß sic den Sonnenkönig einmal folgende Reihe von GerickNcn beim „Frühstück" vertilgen lab: vier Teller Suppe, einen ganzen Fasan, cm Rebhuhn, einen Teller Salat, zwei Scheiben Schinken, Hammelbraten mit Vtarob laud, einen Teller Süßigkeiten, einen Teller Obst und schließlich nod; — yvei ljarte Eier Nack diesem Imbiß konnte cs Ludwig dann bis zum Tiner aushalten, bas Abends um zehn Uhr ein genommen wurde. Aber bann hatte er auch roicbcr „guten Awpetit".
Iw HilW Millionen Mitgliedern im Jahre 1910 eine Jahresein fr fcabmc von 52,2 unb eine Jahresausgabe von fast 55 Mill.
Wnrfit, Mark hatten Für reine Unterstützungen gaben diese 100
Zischen Gewerkschaften fast 41 Mill. Mark aus, für Mireiks annähernd 3,2 Mill Mark. In dem Weichen Berichtsjahr gaben die deutschen Gewerk |||(b asten für Streiks ü b c r 1 1 M i l l. M a r t a u s. Dabei W zu bedenken, daß in den für Reiseunterstütznng veraus- llü ten 10,2 Mill. Mark ein bcträd)Üid)cr Teil Strcifuntcr- sliitzung darin steckt Für die .grantenunterstutzung haben bu deutschen Gewertsdiasten etwas über 9 Mill. Mark, für jic Jnvalidenunterstützung etwas über 500 000 Mark und Wr Sterbegeld etwas über 88-1000 Mark ausgegeben, bleiben i.«ho weit hinter den von den cnglifd)en Gewerkschaftew Gutachten Ausgaben für Rcisennterstützungszwecke zurück.
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zer, London i Cr
Organisator der Republik" an und befiehlt den Zivtlbeamten und der Polizei, ihre Obliegenheiten weiter zu verfolgen und die Ordnung aufreck)tzuerhalten Die Manifeste sind jetzt an die Stelle der kaiserlidwu Edikte getreten. Die chinesische Presse veröffentlicht heute in rotem Druck die gestrigen drei Edikte. Die Blätter verzcidmcn die Art, wie die Republik begründet wurde, als eine „w u n bet bolle" Leistung und betonen die Sehnelligkeit des Umscknvunges und den geringen Verlust an Menschenleben
Peking, 14. Febr. Sunyatsen sandte an Yuau chitai ein Telegramm:
Ich habe von dem Edikt unb von Ihrem Briefe, in roclrficm Sie fick als Anhänger ber geeinigten Republik bezeichnen. Kennte nis genommen und bin über beide sehr erfreut. Indessen ilt die geeinigte Republik außerstande, die Ernennung des Crganiiatoi? der Republik durch einen Kaiser der Tickingdynauie anzuei ennen. Wenn man auf diesem Punkte bestehen ^will, so können sich ernste Folgen daraus ergeben. Ich bitte Sie, sofort nach Nanking zu kommen, um die Hoffnungen des Volkes zu ertüllcn. Wenn Ihre AnwesenIwit im Norden zur Aufrechterhaltung der Ordnung und.Leitung der Verwaltung notroentng ist, ernennen Sic einen Vertreter nut unbeschränkter Vollmacht und warten Sic alsdann die Entscheidung der Nationalversammlung ab.
Nach Empfang dieses Telegramms Ivies ,?)uanfchitai T a n g s ch a o i; i telegraphisch an, mit den Republikanern im Süden über die noch streitigen Punkte zu verhandeln.
London, 15. Febr. Tte Kaiserin-Witwe gab heute Puanschikai eine letzte Audienz, die sehr rührend ver laufen sein soll. Die Ausnahme des Abdaulungsdekrets im Süden war nicht günstig. Ter Süben i st verstirnmt, weil darin keine Ülncrteii n u nj b c r SQ a n k in g er Regierung zu finden ist. In Sck)anghai wird heftiger Einspruck) erhoben. Die Lage in Peking soll fo kritisch sein, wie niemals seit Ausbruckt der Revolution. Die Soldaten Tluanschikais sind ungehorsam. Sunjatsen und die Nankinger Nalionalversammlung verweigern die Zustini n'inig zu Puanschikais Ikeberiiahmc der Präsidentschaft. Das diplomatische Korps folgt diesem Beispiel, weil der Präsident vom Bol ke ernannt werden müßte.
Die auswärtige politit der dänischen Regierung.
nur:
Laselsefte in alter Zeit.
I Tic jüngsten Bestrebungen, bei der .Verrichtung der Tafel und 1 i tk-r,i Lcrrieren der Speisen künstlerische Geuchisvunkle geli.-nb
Ifc ».acken, zeigen im allgem'inen einen erfreuttrt)en 3ug sur lei.rfod heu, sie verraten das Bemühen, nicht turci, Masse und Irnnf, sondern du ick Einheillichkeit der Geräte und durch mne »teiuing der Farben zn nirteu. Ter geteedte Tisch unserer Zeit irn an M a s s e, I a n z und Ueppigkeit des Matcnals r t mit vergangenen Jahrhundenen rivalisieren, cm neues Gc Weckte geht andere Wege als die Vergangenlieit. ,
[ Mit der TafelCultur verflossener Jahrhunderte bcidnutigt Nck M jene In der Aufsatz in der Espana Moder na, in dem auch das fctec Jestmahl geschildert wird, das bn der Hochzeit >? em M h v IV. u n d der W a r i a von Vkcbiei m Pa r i s, man Mill wohl tagen, gefeiert wurde, denn ungeachtet der Humane von Merbiffen übertönt der entfaltete Prunk die Einzelheueii des Wiens Der mächtige Saal leuchtete in einem vernnrrenben ^tibrr ■eine von Gold und Silber: wohin das Auge idjrocitte, tand es Mldschmuck, blitzende Geräte, funkelnde MTiUallgcgemtanbc, wahre l.amcngärtcii: und dies alles war in itrahlenbe tidüUromc gc k?tt, nährend schwere Tiiftc nnd Wohlgerüche die Atmosphäre iMchslutetcn. Aber damit nock nickt genug: bei icbem neuen
Ititiqe wurde die Dekoration des Saales und ber schmuck ba: u|a verändert Man hatte eine Vorrichtung getronen, durch l.i es möglich tvar, den Tisck nach jedem Gange zu verfemen: wie hah Zauberei glitt plötzlich die mächtige -raicl in bic Ticjc, um ! Int in e Augenblicke später in neuem Gewände wieder zu enckeinen.
Sa gleicher Zeit war die in prack ti olle Gewänder gekleidete icner- i ratt burd) 5alltürcn in der Ecke bes Laales icrichwunden, um kn:i in neuen Trackten wieder aufzutauchen, bie tn -x-arbe, Unitt und Sckmuck sorgsam aut den Lateltckmuck abgemmmt Ewen. So wurde jeder Gang zu einem eigenen tn nck adge-
!offenen Feste, ia sogar die Klänge der Mwil roami bis aut s Einzelne auf das Gerickte abgestimmt. Belm LdMcnbr.itcn kl angen ländliche Weifen, beim Wildbret fröhliche Vorner unb ■tgbmelübien. Der Reichtum unb bic Waffe der ^ikdcii nur .»bei fo groß, daß allein, so bemerkt ein_ Augenzeuge, der Nack- 6klt auSgcreicht habe, um eine ganze Stabt zn wttigcm. -ten Gipfelpunkt bildeten die Süßigkeiten unb das Obst. Xbiebcr roai Vx Tafel verfdm-uuben, da erklangen plötzlich eimchmeickwlnd die Rileit Akkorde lockender Tauzroeifen, bic mächtig ammidnen, und i hier tiefen Klängen erschien bic Tafel wieder im -^aalc. Aus kn „gedeckten Tifck.'" war plötzlich ein prachtvolles Blumcmtuck ttnorden, über und über war bic mächtige Fläche mit Bluten uni xmen gefckmückt, unb an den Rändern erhoben fidj mirntdjc ]4 umc Und inmitten dieser plötzlich crtchienencil Lanbichatr tum hüten fick ui zarten Schleicrgewänbcrn Nnmvhen und Lylvbioen, Tinzcrinnci:, die den Gästen gezuckerte Früchte und Süßigkeiten ' .t den Bäumen pflückten. Tie Liköre riefelten in kleinen Quellen ' ickntn Stränchern unb Bäumen und auf den Aesten unb Zwerg en
Zweitens, baß die Erhaltung der dänischen Sprache unb Shiltur bei den Dänen im Auslände weiten Kreisen unseres Volkes sehr am verzen liegt, ^n Bezug auf solche Tätigkeit zur Erhaltun-i völkischer Kultur bei Stammcsvcrwandten, welche fremde Staatsbürger m Grenz ländern find, herrschen bei beiden Volkern faktisch verschiedene A n f f a s s n n ge n Auf ber einen Seite hat es deshalb die Aufgabe der Regierung sein müssen, Narzu legen, daß die P r i d a 11 ä t i g l c 11 zur Erhaltung ber b ä - Nischen Sprackie unb Kultur bei den Dänen Norbtckles- wigs innerhalb des Rahmens der du ui scheit Gcictzgebung unb in Ucbercinftinimung mit unseren liberalen Traditionen erfolgt. Es ist aber zugleich unsere Aufgabe geroefen, baut beizutragen, baß bie Tätigkeit in einer wichen Weife entfaltet wird, daß fie Innen berechtigten Anlaß zu Mißdeutungen gibt und sich von jeber Einmischung in bic politischen unb staatsrecht licken Verhältnisse u n f c r c 6 9? a ri) b a r 1t a a t e a ictn hält. Bekanntlich wird in gewissen Kreisen Teutfchlands eine gegen Dänemark gerichtete Agitation betrieben, bte lick aut ganz unrichtige Darstellungen der Absichten und der Handlungen der dänisck>eil Regierung und des dänischen Volkes 1 cutid)- land gegenüber stützt. Es liegt in hohem Grade in unserent Interesse, diese Angriffe nach Möglichtett zn bekampten Leshalb konnte das Ministerium des Aeußerti die Veröffentlichung der 'Jlbhanblung des (tzeiiiwaldirektorS Rubin nur wünschenswert finden und es mußte später diese Ertlärung abgeben, weil tältdthd) behauptet wurde, bic dänische Regierung könne bte vauptgeiickts- punkte des Artikels nicht teilen Es wäre schädlich gcivesen wenn über den Standpunkt der Regierung irgend cm Zweifel bestand.
Nack) der Rede des Ministers des Aeußeru wurde aus Antrag I. E. Ehristenfeu unter Zustimmung der Partei führer folgende Erklärung angenommen: Indem das Folkc- ting zu den Erklärnngeu des Ministers des Aeußern über die äußere Politik sein Vertrauen aussprick)t, gebt das Folketing zur Tagesordnung über
Erkrankung des SroWrzogs von Luxemburg.
Schloß Berg (Luxemburg», 14. Febr. tzcute morgen 10 Uhr wurde folgender ärztlictte K r a n k h e i t s b e r i di t. verösfeutlidst: In den letzten Tagen wurden bei Sr. K. 5)oh. dem Großherzog-erheblickfe S d) 1 n ck b ef cki we r d e n fest- gestellt, so daß die. Nahrungsaufnahme mit großer Mühe erfolgte. Als Folge hiervon ist eine bedeutende Gewickfls-' abnapme und ein VerfaN der Kräfte zu konstatieren. Efestern abend trat Fieber ein: 38,9 Grad. Puls 120. Atmung, unregelmäßig. Die Nacht war unruhig bis (icflen 1 Uhr nachts; dann wurde der Großherzog unter allmählichen, Zurückgehen der Temperatur ruhiger Temperatnr heute morgen: 37 Grad. Puls 96. Atmung regelmäßig.


