Ausgabe 
14.10.1912 Erstes Blatt
 
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Verein wird, wie rertZaison in Ver­öde Werke zur Aus. "Die Nonnen": Leitung von Pro- ,Missa 'sollem- unter Leitung von Requiem"; fr. des Palmenaartens autmann. Die an. ergäbe dieser Werke wünschenswert er- erlaubt sich daher, >erren, welche diesen , zum Antritt ein- 8 Mark, wovon bei ingen des Konzert« werden. Neuanir.est täglich (außer Mitt« 1 in seiner Wohnung den in der Universi,

echt. Man schreibt das die Zukunft dec mtyigung einiger«

£ro§ btt Mhe ftcherungch'ft'chk/M hten und Pflichten, ern? ist nicht ganz einzelner Kategorien nicht dem Verficht« klar darüber, ob t3 eten, außerdem gibt zuverlässige Angaben Gießen deö Vereins enn Dr. Cahn von it durch eingehender .fähigt ist, alle noch indmsse zu beseitigen, n Betracht kommenden Zweifel über die Be« Gesetzes herrschen, m den Vortrag deS Herrn

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Frau Postdirektor F. Schmitz.

Unterröcke in SäÄv«3-Ä 1 SalOfflOO 4 Cie.

1918 1911 1910 1909

1627

1627

1800

1873

Schweine 6659 t044 5713 5720 6)63

Freunde zuzufübren.

Bad-Wildungen, den 5. Dez. 191L

Cingciandt

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. Eine leichtsinnige Wette. In der ver­gangenen Woche wettete der die Arbeiten an der Stadtkirche aus- ührcndc Weißbindcrmeistcr, daß er außen am Gerüst aus den Stadtkirchturm klettern werde. Der Mann führte dieses Vor­haben auch aus und verdiente damit für eine Wirtshausgesellschaft ein Frühstück. Allzuhoch hat er demnach sein Leben nicht cm- geschätzt.

Letzte Uacbricbkn«

Das Ausbleiben der Antwort an die Großmächte.

:/: Konstantinopel, 14. Okt. (Priv.-Tel.) In Regierungskreisen ist man infolge des Ausbleibens' der Antwortnote der Balkan st aaten auf die Rote der Großmächte der Ansicht, daß. zwischen den vier verbündeten Balkanstaaten keine llige Ueberein- timmung besteht. Namentlich glaubt man, daß Grie­chen l a n d mit den Plänen Bulgariens und Serbiens wicht ganz übereinstimmt. Die türkische Feldarmee wird in fie­ren selbständiger! Armeekorps unter einem gemeinschaft« lichen Oberbefehlshaber operieren.^

Die Haltung Rumäniens.

:/: Bukarest, 14. Okt. (Priv.-Tel.) Die Nachricht, daß Rumänien mobil mache, ist falsch. Die rumänische Regierung will strengste Neutralität beobachten und nur dann davon äbgehen, wenn die rumänischen Interessen bedroht werden.

Gericbtssaal.

New York, 12. Okt. Im Prozeß gegen den Polizei- leutnanl Becker wurde heute der Spieler Rose als Zeuge, v er- nommen Er schilderte die Beziehungen Beckers zu dem «Piel« Höllenbesitzer Rosenthal und legte dar, wie der Mord geplant und der Taler gewonnen worden ist. Becker habe die Beseitigung Rosenthals immer wieder gefordert und se, schließlich, als sich die Ausführung der Tat verzögerte, wütend geworden, xie Aus­sage des Zeugen, der eine genaue Darstellung der Tat gab, machte auf die im Saale Anwesenden einen tiefen Eindruck. Becker saß in Schweiß gebadet auf der Anklagebank. Unter anderem jagte der Zeuge, Becker habe erklärt, er würde der Leiche Rosenthals auf der Polizeistation die Zunge ausschneiden, wenn der Tistrikts- auwalt nicht anwesend wäre.

Nniversitäts-Nackrichten.

Hk. Geheimer Rat Prof. Dr. Leo Ko en i g s b er g er, der bekannte Heidelberger Mathematiker, vollendet am 15. Okt. das 75. Lebensjahr. Der Gelehrte ist u. a. Tr. Phil, der Uni­versität Christiania.__

Cuitidn im l>rt.

Weshalb bürgert fick der Hannover« Grudeherd über­all ein? Tic Antwort ist ganz einfach, weil in jedem Haus­halt jeden Standes nur dieser Herd alles hält, was er verlvricht. So wird geschrieben: t

Mil Ihrem Grudeherd bin ich ganz auizerordenllich zu« irieben wie ich'S nie für möglich gehalten hätte. Jetzt be­greife ich manchmal nicht wie ich überhaupt ohne einen Grudeherd fertig geworden bin. Ich habe schon Kuchen ge­backen, Gänse gebraten, alles gelingt egal vorzüglich. So­gar der große Steffel mit Wäsche kam in ganz kurzer Zeit ins Kochen. Bin Ihnen von -Herzen dankbar, daß Sie den -Hannovera Grudeherd hier eingeführt haben, und werde mir redliche iv.ühe geben, dieser wirklich guten Sache

-Schlitz, 13. Okt. Ein 20jährigc6 Dienstmädchen Hütte in dem Hause ihrer Dienstherrschaft hier heimlich ge­boten und daS neugeborene Kind bei Seite geschafft. Durch das auffallende Benehmen des Dienstmädchens schöpfte man Verdacht und benachrichtigte die Gendarmerie. Diese fand daS Kind in der Abortgrube. Ob dasselbe nach der Geburt gelebt Hot, wird die Untersuchung ergeben. DaS Dienst­mädchen wurde verhaftet.

Kreis Friedberg.

I^Bad - Nauheim, 13. Olt. Gestern erschienen z w ö ls französische Aerzte in unserem Badeorte; ftc besuchten unter Leitung von Beamten sämtliche hiesige Badeanstalten und sonstige Betriebe. Die Herren hielten dann eine Kon­ferenz ab und kamen mit den hiesigen Badebeamten und Olerztcn zu einem gemütlichen Beisammensein im Kurhausc zusammen. Tie Aerzte bleiben heute noch hier.

*- Butzbach, 13. Okt. Die Hauptversammlung desGesamltaunusklubs tagte heute unter ungemein starker Beteiligung. Unser Städtchen hatte reichen Flaggenschmuck an­gelegt Man schätzt die Zahl der Gäste auf mindestens 600<00, waren doch allein aus dem Frankfurter Stammklub an 400 Per­sonen eingetroffen. Ihr Sonderzug kam um Vr9 Uhr in Osthnm au Auch über 200 Klubmitglieder aus den übrigen Zweigveremen fanden sich hier ein. Tie Wanderung ging über Ostheim, Doch- Weisel narb dem Hausberg und dem Zipfen. Hier mar Empfang durch bie Butzbacher Klubbrüder, bereit Vorsitzender, Hauptlehrer Storch, die Ernste in l>erzlichen Worten begrüßte. L-en Wtll- kommen boten Elwre von Mädchen. Unter Vorantritt einer Musik- rnm-lle nina es bann nach Butzbach zur Hauptversammlung, die in der Turnhalle tagte. Präsident P. Ki t t el - Frankfurt der Vorsitzende des bie*igelt Verkehrs- und Wandervereins, vauptlehrer Storch und Bürgermeister Flach entboten Willkommengrüße. Namens' der Behörden sprach Kreisrat S ch l iep h a ke-Fried­berg Aus den Verhandlungen, die sich sehr glatt abwickelten, ging beroor daß der Hauptveretn über 5600 Mitglieder zählt, wovon auf Frankfurt allein rund 2000 entfal^n. Tie Zahl der Zweig- vereine beträgt 48. In dem Voranschlag für 1912/13 wurden die vorgesehenen Beträge für Errichtung von Studenten- und SckKlerherbergen, für neue Wege, Wegmarkierung, Schutzhutten usm. genehmigt. Tie Hauptversammlung mr 1913 erhielt, Hof­heim im Taunus. Tas Festesten fand um 3 Uhr im Heimchen Hof statt Um 5 Uhr war önentltche ireicr tm oaale des Heimchen Hofes, der die Gäste nicht alle zu fassen vermocht^ öaul)tlebrer Storch hatte ein Festspiel verfaßt, das den deutschen Wald. ver- herrlickste und von Mädchen dargestellt wurde. Tie Zusteller und der Verfasser, der bcrDorgmiren wurde, ernteten lebhasten Beisall Präsident P. Kittel-^ranksurt dankte den Butzbachem für ihre Darbietungen und brachte ein Frischauf am bie stabt aus. Unter Leitung des Pfarrers Loos besichttgten zahlreiche Taumden

Fernfahrt der ,L>anfcst.

Gotha, 13. Okt. Das LuftschiffHansa", das uM 8 Uhr 33 Min. mit 14 Personen in Hamburg aufgestiegen war, erschien um 3 Uhr 20 Min. aus nordöstlicher Richtung über der Stadt und landete nach einer 6Mitz langen Schlaf «Fahrt m mastiger Höhe um 3.45 Uhr vor dem Luftschstshafen. Das Luttschin hatte kurz vor 12 Uhr in Braunschweig eine Zwischenlandung dorgenornmen, während der sich das Herzogspaar Johann Albrecht von Mecklenburg mit Gefolge an Bord begaben, um an der weiteren Fahrt teilzunehmen. *

Friedrichshafen, 13. Okt. Das M arineluftschisf L I" ist heute vormittag 8.35 Uhr zu der großen Fahrt, die 30 bis 40 Stunden dauern soll, aufgestiegen. Die Reise wird in der Richtung nach Hamburg gehen und soll m Johannisthal enden. Die Führung des Luftschiffes hat Graf Zeppelin selbst übernommen. An Bord befindet sich, die vollständige Manne- kommission. Insgesamt trägt das Luftschiff 21 Personen Al e radiotelegraphischen Stationen des Deutschen Reiches sind beule in Tätigkeit und bleiben mit der drahtlosen Telegraphie des Luft­schiffes in Verbindung. Beim Ausftieg herrschte dichter Nebel, in dem das Luftschiff alsbald verschwand

Budapest, 13. Oft. Ter ungarische Flieger Alexander Takaes stürzte heute früh auf dem N a k o f e r Flugfelbe ab und >var f o f o r t tot.

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VÜHertlfch.

E i n Wegweiser durch die Reich-persiche- rungsordnung, herausgegebcn von,der Landesverficherun'gs- anstalt Großherzogtlim Hessen, lieber unsere soziale Veriicherimgs- gesetzgebung, ihre Einrichtungen und Hilfsmittel sind die Ver­sicherten und vielfach auch dte Persönlichkeiten, die beruflich ober infolge freiwilliger Tätigkeit in der sozialen Fürsorge arbeiten, nickst genügeiid unterrichtet. Um den interemertrn Kreisen, vor allem auch ben Aerzten, Geistlichen und Lehrern die Kenntnis des Gesetzes zu erleichtern und damit die Wirkung der Gesetz­gebung fruchtbarer zu gestalten, bat der Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Großh. Hessen sich ent,chlossen, einen Weg­weiser durch die neu in >kraft getretene Relchsversicherungsord- nung herauszugebcn. Dieser Wegweiser, der im LtaatSverlag erschienen ist, bringt eine gedrängte Zusammenstellung der wich­tigsten Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung Orranrcn-, Uiifall-, Invaliden' und Hinterbliebenen Versickerung s und schliesst daran eine Uebersicht über die von der Lanbesversicherungsanstalt geschaffenen ober von ihr unterstützten hessischen WodlsahrtS- cinrictitungcn und Woblfabrtsbestrebungen. Gerade dieser letz­tere Teil des Wegweisers dürste mancherlei Interesse erregen unb einem Bedürfnis entgege"kommen, denn er gibt bie Grundsätze bekannt, die die Landesi>ersicherungöanstalt bei Ucbernafanie unb Turdirübrung eines HeilverfabrenS beobachtet, er verbreitet sich über die Tuberkulosefürsorge mit ihren Einrichtungen rote Fürsorge­stellen. Jnvalidenheime usw. er unterrichtet über die Bekainpfung des AlkoholiSmuS, über DobnungSnlrsorge, über Mutter- und Läuglingsfürsorge und über Mrübpelfüriorgc. Als Einlagen sind in dem Wegweiser zum Schlüsse noch abgedruckt das Tuderkulose- und das Alkoholmerkblatt des Reichsgesilndheitsamts, daSRierk- blatt des Ernst-Ltidroig-Pcreins über gutes und gesundes Wohnen, sowie 2 SäuglingsmerkblLtter, das eine beraudgegeben von der Hessischen Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge, das andere bearbeitet von der Reichs-Zentrale in Berlin. Das 104 ©eiten starke, mit einem ausführlichen Sachregister versehene Buchlem kostet im Einzelverkauf 60 Psg, bei Abnahme von mehr als 50 Stück 50 Psg. Ter Preis ist so niedrig rote möglich gehalten, und es kann somst den Versicherten wie auch den Aerzten, Geist­lichen, Lehrern usw. nur empfohlen werden, den zuverlässigen belehrenden Wegweiser, der dem Laien die Uebersicht üder die umfangreiche Reichsversicherungsordnung wesentlich erleichtert, M 1 r,tCc rNaturarz t", 40. Jahrg., Nr. 10 (Auflage 160 000). Redaktion: Dr. med. Schönenberger und W Siegert. ,Exped.: Berlin SW. 11. Aus dem Inhalt: Prof. Dr me<L (hntt Mlein : Tie deutsche Naturheilbeweguug und das Reformkranken- bnU5 Dr. med. R. Spohr: Die Svphilis und ihre natur­gemäße Behandlung. Dr. med. Ernst Winkler: Die gesund­heitliche Bedeutung des Vegetarismus. - Müssendie Mandeln geschnitten werden? Schutz vor Erkältungen. Beilage: Für unsere Frauen und Mütter: Dr. med. Lohmann: Die Skrofulose. Elise Steffen: Sechs einfache Küchenrezepte. Erwerbstätigkeit der Frauen und die künstliche Beschränkung bet Kinderzahl usw.

Reinette 15 M, Lothringer 10 M7, Holländer 12 Mk., Parkows Pepping 15 Mk., Voskorp 18 Ml , Fürstenapfel 12 Mi. Das Mischobst kostet pro Zentner 10 Mk., Kelter dbft 3 Mk. Die Tafelbirnen bewegen sich im iPreis zwischen 10 unb 12 Psg. das Pfund. Hofratsbiriu: und neue Poitcau 10 Pfq., Pastorenbirne, Sir Butterbirne und Mundnetz- Virne 12 Psg An Obst stehen insgesamt rund 435 Zentner nnn «erkauf. Man rechnet mit einer Einnahme von 57ro Mark. Dazu kommen noch rund 1213 000 Mk. für das Obst bei den Versteigerungen an den Bäumen, so daß die Kreisstraßeiiverwaltung mit einer Einnahme von rund 18000 Mk. rechnen kann, 1911 mürbe ebensoviel emgenom men, 1910 19000 Mk. Die gesamte Obstmenge an den Kreisstraßen betrug iu diesem Herbst 2 MM) Zentner.

Die Zahl der Schlachtungen tnr städtischen Schlachthof für das letzte halbe Jahr während der letzten fünf Jahre ergibt folgende Uebersicht: Gros; vieh Kalber 8106 3442 8563 4143 3370

die alte Markuskirche. Um 1 »9 Uhr verliehen die Frankfurter mit Sonderzug unsere Stadt.

Starkenburg und Rheinhessen.

d. Mainz, 13. Okt. Zu einem verbängnisvvllen Brande hätte es am Samstag abend im Rochusbospital kommen können. Kurz nach 6 Uhr bemerkten Patienten vom Mittelbau aus, daß gegenüber auf dem Speicher des Männerbaues Rauch aufstieg. Sie verständigten sofort die Verwaltung. Das Personal batte sich mit Patienten in den dritten Stock in die Blockstatiou Zinnner 40 begeben und bemerkte dort starken Rauch. Beim Oeffnen der Tür stieg eine Feuersäule in die Höhe. Sofort wurden die im neben- liegenden Zimmer 45 befindlichen drei kranken Kitider und sämt­liche übrigen kranken im dritten Stock in den Betten in andere Ä'TQntcnfälc getragen. Ter inzwischen eingetrotfenen Feuerwache gelang es alsbald, das Feuer zu löschen. Ein im Zimmer 46 desindlicher Kachelofen scheint den Bra,id im Kamin verursacht zu haben, wodurch das Okbälf in Brand geriet. Nachdem das Dach auseinander gerissen worden war, bemerkte die Feuerwehr daß das Feuer schon sehr ausgedehnt war, das Balkenwerk inuß schon seit mehreren Tagen davon ergriffen gewesen sein. Bet den Löschardeitcn erlitten durch die herabstürzenden Balken und Dachziegel zwei Feuerwehrleute Verletzungen im Gesicht und an den Händen.

Frankfurter Herbstflug.

Frankfurt a. M., 13. Okt. Der Herbstflug, der heute vormittag durch eine Matinee im Union-Theater cingeleitet worden tvar, hatte trotz der ungünstigen Witteruugsberhaltnifie ein zahlreiches Publikum angelockt, welches den Flugvorsührungen der Flieger Wenl, Kahnt und Janisch nut gewannter Aufmerksamkeit folgte. Die Flüge, die um 3 Uhr nachmittags begonnen hatten und sämtlich wohl gelangen, dehnten lid) utö zum Einbruch der Tunkelheit aus. Gegen '/-6 Uhr erschien Leut­nant v. Hiddessen auf seinem Euler-Apparat aut der Heim­fahrt von seinem Postflug nach der Rennbahn von Wiesbaden und ging bald darnach nieder. Die Luftpost beförderte mehrere tausend Postkarten. Von einem Postflug derViktoria Luisc war wegen des herrschenden Nebels Abstand genommen worden.

Oberpostassistent Wilhelm Todt.

** Schlägerei. Gestern abend kam es in der Katser- ANee in der Nähe der Wolfstraße zwisä)en Arbettern und Soldaten zum Streit. Zwei Soldaten wurden von den Arbeitern mit Stuhlbeinen und Lattenstücken nicht un­erheblich verletzt. Ein großer Menschenauflauf wurde ver­ursacht.

Kreis Büdingen.

X Büdingen, 12. Okt. In dem nun schon 4 Jahre währenden Konkurse der Bankfirrna Max Werthei­mer u. (So. in Büdingen sand heute vor dem Amtsgericht eine Gläubigerversammlung statt. Konkursverwal­ter Rechtsanwalt Keil-Büdingen erstattete vorerst einen Be­richt über den jetzigen Stand des Konkurses, woraus zu entnehmen ist, daß die angemeldeten Forderungen 2i/2 Mill. Mark betragen, wovon bis jetzt 885 763 Mk. anerkannt sind Weitere Forderungen von über eine Million Mark würden noch anerkannt werden müssen, so daß insgesamt mit 2 Mil­lionen Mark Passiven gerechnet werden könne. Diesen Passiven stehe eine Aktivmasse von 128000 Mk. gegenüber, infolgedessen eine Dividende von 67 Proz. sich ergeben würde. Die anhängig gemachten Prozesse seien zum größten Teile durchgeführt. U. a. feien noch in der Schwebe die Prozesse der Stadt Büdingen unb der Aktien-Zuckerfabril Stockheim. An Wechselforoerungen seien 5600 000 Mark angemeldet, die zum Teil jedoch auch in dem Konkurse des Vorschuß- und Kreditvereins Ober-Mockstadt, e. G. m. u. H., geltend gemacht wordeii seien. Wenn sich eine Einigung der Wechselgläubiaer in beiden Konkursen erzielen lasse, könne damit gerechnet werden, daß der Konkurs der Ban'- irma Max Wertheimer u. Co. im Jahre 1914 zu Ende siche Die Gläubigerversammlung beschloß, die bei der fürstlichen Rentkammer Büdingen liegende Summe von 78000 Mk. bei dem Borschußverein Büdingen anzulegen. Bei der Ersatzivahl zum Gläubigerausschuß wurden Rechts­anwalt Koch in Büdingen und Rechner 'Gröninger in Dudels- l)eim gewählt.

Kreis Lauterbach.

Hier. 57833^

....

Vermischte».

Feuers brun st inderMünchenerPeters- kirche. In dem Dachstuhl der Peterskirche zu M ü n ch e n am in der vergangenen Nacht ein Brand zum Ausbruch, der leicht dem ganzen Bau hätte gefährlich werden können, wenn nicht sein Entstehen zunr Glück rechtzeitig bemertt worden wäre. Auf den Feueralarm hin erschienen die Be­rufsfeuerwehr und mehrere Kompagnien der Freiwilligen Feuerwehr. Der Brand konnte nach halbstündiger Arbeit unterdrückt werden.

Kleine Tagerchronik.

In dem D-Zug BreslauBerlin wurde ein Eifenbahn- bteb in der Person eines Zimmergesellen aus Breslail ertappt. Bei der Ankunst in Berlin wurde der Uebeltater der Polizei über- 9CbC3n der Nacht zum Samstag wurde während der Fahrt der Postwagen des zwischen Bordeaux und, G e t te verkehrenden Ermeßzuges ausgeplünderi. Soweit bis letzt testgestellt werden konnte, sind zahlreiche Geld- und eingeschriebene Briefe geraubt loorb^" emer stabt. Volksbadeanstalt in Berlin wurde ein 25jähr. Nradä-cn, das ein Wannenbad genommen hatte, t o t aurgefunben. Es war entweder vom Herzschlag getroffen, oder infolge eines Krampfansalles ertrunken. m f .

AusLondon wird gemeldet: Bei dem gestrigen Nebel, einem der stärksten seit Jahren, kam es an verschiedenen Stellen zu Unfällen, indem z. B. Personen von Omnibussen.überrannt wurden. Auf dem Lande sind fünf Personen in Kanäle oder Teiche gefallen und ertrunken. Ter Kanalverkehr war stundenlang n"^Auf^der Strecke Turin Mailand wurde ein Brief aus New York mit einem Inhalt von 100000 Lire gestohlen Die Nachforschungen nach dem Dieb sind bisher erfolglos geblieben

In Madrid stahl ein Kassenbote Wertpapiere der Bank von Spanien im Werte von 130 000 Pesos, die er an verschiedene Banken verkaufte. Tarauf verschwand er

Zwischen Algier und dem nahen Stufte nort L>ag honat ist eine Postkutsckic von einer Meersturzwelle überrascht und fort- geschwemmt worden. Von den zwölf Personen, die sich in dem Postwagen befanden, sind zehn ertrunken.

Am Samstag um 11 Uhr abends wurde in Tiflis em hef­tiges Erdbeben verspürt. Aus verschiedenen Orten werden Beschädigungen gemeldet. Inder in der Nähe der Stadt gelegenen Sommerfrische B o r s h o l m ist ein G a st h a u s e i n - 9 C Witter Kohlengrube bei Northsvell (Australiens sind durch einen Brand auf 230 Meter Tiefe 90 Bergleute ab- geschl offen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Tienstag, den 15. Okt. 1912 : Vielfach trüb, stellenweise leichte Regenfälle, mild, südwestliche Winde.

1908

Wenn man die Zahlen miteinander vergleicht, so hat nach der Stückzahl der geschlachteten Tiere der Konsum an Fleisch trotz der außergewöhnlich hohen Fleischpreise nicht abgenommen, denn nms an Großvieh und Kalbern 1012 weniger geschlachtet wurde, ist an Schweinen mehr geschlachtet worden. Trotz dieser Statistik wird aber ans den ztzopf der Bevölkerung der Verbrauch tm letzten Jahre niedriger einzuschätzen sein, weil das durchschnittliche Schlachtgewicht des Großviehs und der Schweine erheblich geringer war als früher. Als Folge der vorzüglichen Futter^ ernte ist bemerkenswert, daß im September d. I. die we nrgsten Kälber innerhalb von fünf Jahren zur Schlachtung kamen. Während sonst fast stets oOO Kalber geschlachtet wurden, mit Ausnahme des September 1910 wo es nur 460 Tiere ausmachte, ist im vorigen Monat bie Zahl aus 374 heruntergegangen. Der Landwirt verkauft jetzt trotz der hohen Preise für Kälber die Tiere nicht, weil es bei dem Futtersegen lohnender ist, die Tiere für Mast- und Zucht­zwecke heranzuziehen. , . . ,

Sein 2 5j ä hrigeS Dlenstsubilaum feiert heute