Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten.
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homerule.
Wenn das Wort „Alles wiederholt sich nur im Leben", auf irgendetwas zutrifft, dann sicherlich auf den soeben oom Kabinett Asquith unternommenen Versuch, durch die Horner nlebill nach Gladstoneschem Muster die irische Frage zu lösen. Diese Frage hat das respektable Alter von 741 Jahren, denn seitdem im Jahre 1171 die „grüne Insel" von England unterworfen worden war, haben die Kämpfe ztvischen den Eroberern und den Eroberten fast niemals aufgehört, und selbst nachdem im ersten Jahre des vorigen Jahrhunderts die Vereinigung der beiden Königreiche vollzogen worden war, gelang es doch nicht, dieser Vereinigung eine Verschmelzung folgen zu lassen. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts sind sowohl von konservativen, als auch von liberalen Kabinetten unzählige, auf Irland bezügliche Zwangsgesetze eingeführt worden, aber diese haben die revolutionäre Bewegung ebenso wenig zu unterdrücken vermocht, wie die nicht minder zahlreichen wohlwollenden Reformen die Feindseligkeit der Iren gegenüber dem Reiche vermindert haben.
Der „große alte Mann" Gladstone hat, wie wir schon erwähnten, zweimal, im Jahre 1886 uno 1893, versucht. Homerule, d. h. die Autonomie für Irland, im englischen Parlament durchzusetzen, aber beide Male ist er dabei gescheitert, und zwar nicht zuletzt durch die Opposition in den Reihen der eigenen Partei, da auch zahlreiche Liberale befürchteten, daß Irland durch die Gewährung der geforderten Selbständigkeit nicht reichstreucr, sondern noch separatistischer gesinnt werden könnte. -53ei dem zweiten Versuch sand er zwar im Unterhause, nach "dem bei den Wahlen vom Jahre 1902 errungenen glänzenden Sieg der Liberalen, eine Mehrheit für die Vorlage, aber das Oberhaus bereitete ihr ein schnelles Ende. Für die liberale Partei bedeutete diese Gladstoneschc Taktik eine dauernde Schwächung, da die Unionisten unter Lord Rosebery und Chamberlain sich von den Liberalen trennten und zu den Konservativen übergingen.
Jetzt hat Asquith sich angeschickt, den zweimal mit untauglichen Mitteln unternommenen Versuch, der aber vielleicht zugleich einer am untauglichen Objekt ist, erneut zu machen und zu besserem Ende zu führen. Ter Not gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, denn wenn das Kabinett seine etwas bunt gemischte Mehrheit behaupten will, so muß es sowohl die Arb eit erp ar teile r wie die Iren bei der Stange halten. Die ersten haben bereits die Qittuna für die Unterstützung des liberalen Kabinetts erhalten, und zwar bei dem jüngsten Bergarbeiter aus st and, wo die Regierung durch die Einbringung der M i n d e st l o h n - bill offen für die Arbeiter gegen die Unternehmer Partei nahm, wenn auch die Arbeiter durch diese Zugeständnisse nur halb befriedigt worden sind. Nun hat die andere, die irische Hilfstruppe, ihre Rechnung präsentiert, und das Kabinett Asquith hat nicht gesäumt, sic zu begleichen oder wenigstens den Versuch zu ihrer Begleichung zu machen.
Tie neue Homerulcvorlagc geht freilich nicht ganz so weit wie die früheren. Es sind darin vor allem Bestimmungen vorgesehen, durch die in den Wehrfragen und in Bezug auf die auswärtige Politik die Interessen des Reichs gewahrt bleiben, ebenso wie dem Vertreter der Staatsgewalt in Irland ein Veto gegenüber solchen Beschlüssen zusteht, die etwa das zu schassende irische Parlament zum Schaden der anderen Bestandteile des Reiches fassen könnte. Auch sind darin Bestimmungen vorgesehen, die eine Verge- ivaltigung der protestantischen Minderheit verhindern sollen, welche sich in der Grafschaft Ulster findet. In diesem, etwa ein Viertel der Bevölkerung umfassenden Teile der Insel ist der Sitz der Opposition gegen Homerule, und an diesem Punkt setzen besonders die Konservativen mit ihrem Widerlande gegen die Vortage ein. Aber auch unter den Liberalen befinden sich viele laue Anhänger und zweifellos auch zahlreiche heimliche Gegner von Homerule, wenn ihnen diese auch heute, wo die großen englischen Kolonien die Selbstverwaltung durchgesetzt haben, nicht mehr als so bedenklich erscheint wie früher. Nun konnte sich freilich Glad- 'wne noch als Empfehlung für Homerule auf das gedeihliche Verhältnis zwischen Norwegen und Schweden berufen, während der Führer der Konservativen Bonar Law jetzt auf die der Autonomie gefolgte Trennung der beiden Länder als abschreckendes Beispiel hinwies, worauf freilich wohl erwidert werden könnte, daß die Trennung andernfalls schon weit früher eingetreten wäre.
Die Heimreise Des Reichskanzlers.
Herr von Bethmann-Hollweg hat anscheinend die Erwartungen der Oeffentlichkeit zu seinem Aufenthalt in München wieder einmal enttäuschen wollen. Er wandelt, nach der folgenden Meldung, wieder seinen eigenen Weg:
München, 13. April. Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg fuhr heute nachmittag beim Ministerpräsidenten v. H e r t l i n g vor und gab seine Karte ab. v. Hertling erwiderte diese Aufmerksamkeit. Der Reichskanzler ist heute abend 10 Uhr 15 Minuten nach Bad-Nauheim abgereist.
Der formellen und korrekten Beziehung ist also Genüge geschehen. Ist das aber alles? Schwebt zwischen den beiden Staatsmännern gar nichts anderes als die Höflich- kcitsformel zwischen „entfernteren" Bekannten? Wenn der Kanzler auf anderem Wege seine Wünsche in München kundgibt, könnte man sich's gefallen lassen. Tie Lage, die der bayerische Jesuitenerlaß geschaffen hat, ist noch keineswegs ausgeglichen. Gerade weil er wichtige Folgen haben wird, hatte die Oeffentlichkeit es für beinahe selbstverständlich angesehen, daß der Kanzler mit dem bayerischen Ministerpräsidenten sich besprechen würde.
In Bad-Nauheim.
Er ist dann am Sonntag vormittag in Begleitung seines Adjutanten, Leutnants v. Sell, in unserer Nachbarstadt Nauheim mit dem fahrplanmäßigen Zuge nm 12.40 Uhr eingetroffen. Der Oberhofmeister Frhr. v. Mirbach, der bekanntlich die Kaiserin nach Nauheim geleitet hat, holte ihn an der Bahn ab, und die beiden Herren frühstückten im Sanatorium Groedel, wo Die Kaiserin nach ihrer Rückkehr vom Bade den Reichskanzler in ein längeres Gespräch zog.
Tie freundliche Badestadt macht auch in diesen trüben, regnerischen Tagen einen freundlichen Eindruck. Weniger wegen der bunten Wimpel, die längs der Zritrstraße aufgepflanzt worden sind, als vielmehr wegen der schüchternen Neugier des Frühlings, der aus allen Bäumen und Sträuchern des tjcrr'.idjeii Parks hervorlugl. Aus den grün schimmernden Wipfeln hallen die Gesänge aus kleinen Vogelkehlen. Gerade im kühlen Vorfrühling läßt sichs in Nauheim schon gut sein. Seine Lage gewährt für das vieltausendstimmigc leise sich rührende Konzert des Wonnemonats gewissermaßca die wirkungsvollste Akustik. Blühende Sträucher und grünende Hecken beleben den Teich, auf dem die Wasscrsayrer sich vergnügen, meist die frohe Jugend der „eingeborenen" Naichrirner, die mit den stolzen Schwänen um die Wette rudert. Das Teichhaus hat seine gastlichen Räume schon geöffnet, und die Sonntagsgäste konnten in der offenen Halle nachmittags im Freien sitzen. 'Die kühlen Düfte und Lüfte locken aber dann zum Weiterwandeln auf die umliegenden Höhen, wo die ordnende Hand des menschlichen Gärtners, wie früher int Park, die schönsten Naturwunder hingezaubert hat. Ueberall schön gepflegte Wege, die sich bequem emporschlängeln, herrliche Waldniederungen, bis man von oben in das kleine Schluchtental nach dem Teich und der Stadt zu über freie Rasenlichtungen einen einzigartigen Ausblick erhält. Im Vordergründe die jauchzenden Laute kleiner Wanderer, die in den hängenden Hainen bald verschwinden, bald über den Rasenflächen wieder sichtbar werden, weit dahinter in blauen Nebeln die Welterau mit ihren zum Vogelsberg sich hinziehenden Höhenzügen, unter denen beständig eilende Eisenbahnzüge ihre Wölkchen gen Himmel senden. Mer das Wetter ist launig, und die schüchternen Sonnenstrahlen werden bald von leichtem Regenguß abgelöst. Er ist jedoch fruchtbar, und wenn er auch die Augenweide des Spaziergängers einschränkt, so schafft er doch das Seine, damit sich in wenigen Tagen bann umso erstaunlicher „alles, alles roenben" kann. Vom Johannisberg sieht man kaum bie Türme bes nahen Friedberg. Wie die Stabt Nauheim aber nach jener Seite sich immer weiter ausbehnt, wie die Stadtverwaltung auch hier alles zur Verschönerung ^ut/unb Statur fand Menschenhand ar mantsch zusammenwirken, bas wirb man ba oben deutlich gewahr. 'Nicht nur bie neuen Bäderbautcn haben das .Ansehen der Stadt gehoben; auch in weitern Umkreis ist uns ein liebliches, herzerfreuendes Bild erwachsen.
Drunten, wo man nach der Terrasfenstraße festlich mit Fahnen geschmückte Masten aufgestellt hat, steht eine große Menschenmenge, die eben die zurückkehrende Kaiserin mit Hochrufen begrüßt; sie macht noch immer den freundlichen Eindruck wie vor vielen Jahren.
Um 1 Uhr 30 Minuten ijahe der Reichskanzler bereits die Mreise nach, Berlin angetreten. Seine Ankunft dort erfolgte um 11 Uhr 42 Min. abends.
X Bad-Nauhcim, 14. Aprü. Von außerhalb weilten dieser Tage und besonders beute Hunderte von Besuchern hier, die auch meistens das Glück hatten, die Kaiserin auf ihren Ausfahrten zu fe^en. Die Kurkapelle, die bereits anwesend ist, wird am Dienstag, dem offiziellen Saisonbeginn, erstmalig konzertieren. Wie verlautet, wird das Kurtheater -früher als sonst — bereits mit Anfang Mai — seine Spieltätigkeit eröffnen.
L. Friedberg, 13. April. Die Kaiserin besuchte gestern nachmittag unsere Stadt. Um 3Hz Uhr fuhr sie und ihr Gefolge in zwei Automobilen zum Hinteren Burgwr herein zur Burg Friedberg. Tie Herrscyaften benötigten breje, bann daS Innere der Burggraftats und den Schlo^park. Von hier aus fuhren sie am altehrwürdigen, wieder hergestellten Rathause langsam vorüber, der Kaiserstraße entlang nach der Ockstädter Kreisstraße. Von dort über Oapadt nacy Staubeun zurück. Auf letzterer Straße stiegen die Herrschaften aus und spazierten eine Zeitling zu Fuße.
Ei« Besuch der Zarin?
Köln, 15. April. (Priv.-Tel.) lieber den mehrfach an- gekündigten Aufenthalt der Zarin in Bad-Nauheim verlautet, daß das Besinden der Kaiserin eine baldige Uebersiedelung nach Nauheim unmöglich macht. Die Badekur der russischen Kaiserin dürfte erst im Spätsommer erfolgen.
Wie schroff die Meinungen in England einander gegen* Äerstehen, zeigen die Aeußerungcn der „Morning Post", welche Die Vorlage als „mutwillig und unsinnig" bezeich-- net, und die der „Taily News", welche davon „ein neues
Gebrauchsmuster Warenzeichen
tz». WM BMinhofstrawe 56 la.Referenz.8trengdiskr
-......., -as die Aussichten von Homerule betrifft, so
tonn die Annahme im Unterlaufe, wo die erste Lesung schon in dieser Woche ihr Ende erreichen und die zweite -i noch vor Pfingsten erfolgen dürfte, als sicher gelten. Falls, oas anzunchmen ist, das Oberhaus das Gesetz wieder bei* inirft, würde es auf zwei Jahre, also bis 1914, zurück- gestellt werden müssen, was allerdings seine endgültige Annahme nicht verhindern würde, da das Veto der Pairs i wif Grund der jüngsten ObcrhauSreform nach zwei Jahren gegenstandslos wirb und das Mandat dieses homerule- sceundlichen Unterhauses erst im Dezember 1915 abläuft. Immerhin werden bie Iren sich auch im für sie günstigsten | Fall noch einige Jährchen gebutben müssen.
(Eine neue Mahregel Yuanschikais.
Im Süden Chinas brodelt cs noch ganz gewaltig. Tie Truppen sind völlig desorganisiert, meutern und plmtdern. Nun hat Juan schikai eine Art von Diktator für den Süden ernannt, einen General, auf dessen unbedingte Ergebenheit er wohl rechnen kann:
Peking, 14. April. Ein soeben herausgegebener Erlaß bestimmt, daß General Huang Hsing, militärischer Besehls Haber von Nanking, unter der Oberleitung Jüanschikais mit der Aufgabe betraut worden ist, die Ordnung bei den sü d lichcn T r u p p c it aufrecht zu erhalten. Er Hal über alle Heeres- und Marineangelegenheiten den zuständigen Minisierien Bericht zu erstatten, kann aber im Notfall, falls im Süden neue Ereignisse losbrechen, alle erforderlichen Maßnahmen treffen und die Leitung aller Zivil-, Militär- und diplomatischen Angelegenheiten Nankings in die Hand nehmen. Die Kontrolle der Finanzen wird ihm gemeinsam mit dem Finanzministerium Übertragern Wenn die südlichen Truppen beruhigt sind, wird das Amt Huanghsings wieder abgeschasst.
Der Erlaß wird daher als sehr wichtig angesehen, weil er die Absicht Juanschikais zeigt, den Bruch mit dem Süden zu ver- meidcit uud weiterhin die stillschweigende Anerkemtung bringt, daß die Behörden des Südens noch nicht vorbereitet sind, ihre militärische Organisation aufzulösen.
Ur. 88 ___Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 15. April 1912
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vom italienisch-türkischen Kriegsschauplatz.
Gin Flug zweier Lenkballone.
Rom, 13. April. Tic Agenzia Stefani meldet aus Tripolis: Gestern flogen zwei Lenkballons von Tripolis nach B u ch a m c z , von wo sie, nachdem sie über zwölf Stunden in der Lust gewesen, zurückkehrten. Die Leniballons versorgten sich mit Benzin von dem vor Zuara kreuzenden Schiffe.
Aus Der na wird gemeldet: l^ach im Landesinncrn verbreiteten Gerüchten verlegen die regulären türkischen Truppen und die Beduinen, dte bisher um Tobruk lagerten, wegen Wassermangels ihre Stellung nach Bomba.
Aus Macabez wird drahtlos gemeldet, daß dort ein Bataillon Askaris gegen eine Abteilung Araber, die die Arbeiten am Fort Buchamezzu hindern suchten, einen erfolgreichen Vorstoß unternommen hat. Tie Araber wurden mit großen Verlusten zurückgeworfen. Sieben Askaris wurden verwundet, einer schwer. Heute wurde weiteres Maetrial ausgeschifft. Die Befestigungsarbeiten in der Oase schreiten günstig fort.
Die „Agenzia Stefani" meldet aus Tripolis: Die Umgebung ift völlig ruhig. Am Samstag herrschte ein starker Gibliwind, der sich abends ^um Sturm verwandelte. Bäume wurden gebrochen, zwei kleine Observatorien niedergerissen, zwei Flugzeugschuppen beschädigt und drei Soldaten verletzt. In Ain Zara wurden Funken aus der Soldatenküche vom Winde fortgetragen, sie verursachten im Fort einen Brand, der unverzüglich gelöscht wurde. Ein Kundschafter berichtet, die Besetzung des Forts Buchamez veranlaßte ein schnelles Steigen der Lebensmittelpreise im türkischen Lager.
Benghasi, 14. April. (Agenzia Stefani.) Kundschafter, die aus dem türkischen Lager kamen, erklären, dort sei ein Abgesandter Sidi Ahmeds, des Scherifs der Senussi, mit zwölf Briefen an die Chefs der Zaoujas, die auf Seiten der Türken stehen, angekommen. Darin werde ihnen befohlen, in ihr Gebiet zurückzukehren und sich dem Kriege fernzuhalten.
Eine türkische Darstellung der italienischen Laudung:manöver.
Konstantinopel, 14. April. Tas Kriegsministerium veröffentlicht folgende Telegramme: Am 10. April vormittags beschoss enneun italienische Kriegsschiffe unb zwei Transportschiffe Zuara. Die Beschießung bauerte bis gegen Abenb. Ein Teil ber Stabt, die Kaserne unb bie Moschee mürben zerstört. Verluste an Menschenleben wurden nicht verursacht. Am 11. April wurde die Beschießung wieder ausgenommen. Nachmittags versuchten bie Italiener zweimal zu landen, was jedoch an dem Widerstande der Türken unb Araber scheiterte. Nachdem noch drei italienische Kriegsschiffe eingetroffen waren, ließen bie Italiener brei Kriegsschiffe vor Zuara unb birigierten ben Rest ber Flotte nach Seib - Said, bas sie bombarbierten. Die Türken unb Araber fanbten Verstärkungen dahin. Am nächsten Tage befchoffcn die Italiener bie Umgebung von Seib-Saib unb landeten in Grua eine Abteilung Soldaten mit Maschinengewehren. Ten entsandten türkisch-arabischen Verstärkungen gelang es, bie Fortsetzung ber Landung zu verhinbern unb die Verbindung der Flo11e mit ben getan bei.cn Truppen abzuschne iben. Tie Türken unb Araber entfanbten von Zuara bebeutenbe Verstärkungen mit Artillerie, um bie Durchführung des italienischen Planes gegen Seib-Saib zu verhinbern und die in Grna gelandete italienische Abteilung zu vernichten. Neun italienische Kricgs- unb Transportschiffe befinden sich im Westen von Leid-Said.
Line Rede des franzöfischen Ministerpräsidenten über die französisch-englischen Beziehungen.
Cannes, 13. April. Poincare, Deicasse, Milterand und der englische Botschafter Bertie besichtigten heute vor mittag trotz des schlechten Wetters die auf ber Reede liegenden Kriegsschiffe unb begaben sich alsdann nach Cannes zum Festmahl. Darauf fand die Enthül lun g des Denkmals König Eduards statt. Ter englische Botschafter hielt eine Rede, in der er sagte: König Eduard gab durch feine häufigen Besuche in Frankreich persönlich dazu Gelegenheit, baß sich zwischen den beiden Ländern Beziehungen wahrer herzlicher Freundschaft au- gebahnt hätten. Ter Botschafter fügte hinzu, daß das gegenwärtige Fest bewiese, daß der Wunsch König Eduards vollkommen in Erfüllung gegangen sei.
Darauf ergriff Poincare das Wort zu einer Rede, ui ber er zunächst an die Prinzenzeit König Eduards erinnerte. Als.
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