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15.2.1912 Erstes Blatt
 
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Donnerstag, 15. Februar (912

Erstes Blatt

Er. 39

162. Jahrgang

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GietzenerAnzeiger

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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

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den endlichen Beginn

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In der erfolgten (£r> die größte Wahlerzahl

die formellen Voraiisictzungen für bei sachlichen Verhandlungm zu i'chafsen.

4 ii. Aroma Mage)

II!Ul cd) die Redaktion 113,

Tic Erklärung des Derrn Asquith bestätigt also, daß der Besuch Halbanes in Berlin eine außerordentliche politische Be­deutung hatte. Sic verrät noch mehr, nämlich, daß von der englischen Seite Vorschläge gemacht morden sind, die gegen­wärtig, wie der Minister sich ausdrücktc, von beiden Regierungen

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. erlag u. Expedition 51 töreRc für Tepeschen: Anzeiger Gießen.

Zunahme von Anzeigen »r die Tagesnmniner t > vornntlagS U Uhr.

>er Seide.

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parlamentarische Amt des Präsidenten und des 2. Vizepräsidenten zur Verfügung zu stellen.

Wntta^e veS jeulrumS und der Sozialdemokratie.

Tas Zentrum hat den Antrag a u f '21 u f Fi c b u n g des Iesuitengesepes tm Reichstag wieder ein a ebr a ch t

Tie sozialdemokratische Fraktion des Reichs tages hat beschlossen, den Antrag einzubringen aus Aus­hebung der Salz-, Zündholz- und Leucht­mitte l st e u er, dasiir Einführung einer Reichsein­kommensteuer ab 6000 Ms. und Einführung einer B e- st e u e r u n g der Nachlasse von 20000 Mk. ab.

Die Wehrvorlagen.

TieKreuzzeitung" bezeichnet die von anderer Seite verbreitete Meldung, daß die angekündigte neue Wehr- vorlagc bereits in allernächster Zeit den Bundesrat be­schäftigen würde, als verfrüht. Wie das Blait hört, hat die Heercsvvrlage das Kriegsministcrium noch nicht verlassen.

man eigentlich den Wiener Walzer Der .vaupixiajc naa) nm es die Wiener Walzer auch heute noch, die man tanzt, van Strauß dem Klassiker des Walzers, bis zu Lehar und Fall. K-ß

ttiblung eines Vertreters der stärksten, ... .

tatretenben Fraktion zum Vizepräsidenten kann die Fvrtschritt- lid)E Volksparlei keinen Grund erblicken, das Amt des Präsi-

ii aas üieichstagspräsibinin einzutreten, hat zu einer Präsidenten Irr iS geführt, iveldTc die Geschaftstätigkeitdes Reichs- ta i e s ü u f 3 u f) c b c n droht, und damit eine Notlago

'iält es die Fortschritt-

Nationalbücherei" im Herzen des deutschen Sprachgebietes, in Gotha Tiefe soll cntlralten alle Arbeiten zur germanischen Stammesforschung, zur deulsdien Landes-^und Volkskunde, zur Geschick le der Deutschen aller Zeiten und Stämme, zur deutschen Svrackr- und Mundartensorschung, zur deutschen Kulturarbeit auf der ganzen Erde. Eingehend zu berürffid)ligen märe das Kirchen , Rechts-, Gefellschasts-, Wittschafts- und das allgemeine Sitten leben der Deutschen: auch die vielgestaltigen Aeußerungen beutf(fier Kunst dürfen der neuen Bücherei nicht fremd bleiben. Eine wertere Abteilung hätte däs deutsche schöngeistige Schrifttum aller Zeiten -u bilden, soweit es nur immer beiträgt zur klaren Ersasfuna deutscher Eigenart und Geistesblüte. Jede nähere Auskunft erteilt Pro:. Paul Langhans, Herausgeber derDeutschen (Erbe", in Gotba.

Professorenaustausch mitAm erika. Professor Tr. phil. Paul S. Rein sch von der Universität Wisconsin, Madison, wird als Gast der Universität Leipzig im kommenden Sommersemester solgende Vorlesungen halten -Amerikanische Kul­tur und Polittk der jüngften Vergangenheit und Gegenwart ' ^cinstündig,Siaatsrecht der amerikanischen Union" undUcb- unqen zur Geschichte der amerikanischen Diplomat en" im Institut für Kultur- und Universalgeschichte".

T ie AusstellungStätten der Arbeit", die demnächst in Dresden ein bedeutsames Bild moderner Kunst vorführcn wird, soll am L März pünktlich ihre Pforten öffnen. Wie uns mitgeteilt wird, ist die internationale Beteiligung über aus glänzend ausgefallen. Die besten deutschen Künstler haben Werke cingefanbt und auch das Ausland wird gut, vertreten sein, vor allem Belgien, die Heimat Meuniers, des großen Schilderers der modernen Arbeit. D,e Belgier werden wahrscheinlich in cinn: Sonderabteilung in einem Saale vereinigt werden. Tie Jury tritt am 24. Februar in Tresden zusammen.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. In Braunschweig ist am 12 d. M. der Geheime Medizinalrat Professor Dr. med. Heinrich Eh ler s im 72. Lebens- lahrc gestorben.

Ve;« g4vret»: inonatlich75Pf..vieidel- lährhcb Mk. 2j?0; durch ribhole- iu Zweigstellen monatlich 63 Pf.: durch die Post Pik.2. uicrtel- i<ihrl. au»idiL Beitellg. Jciltnpreii: lokal lüPf, ausivän-r 20 Pfennig. 6 licfredakteur: A Goetz. Berantivortlich für den voliwchen Teil: August Goetz: für .Ienille- ion*, .PeennschteL* und ,19evid)td|nale: ll. Neu- rntb: für .Stadt und Land-: E.Heß: für den Anzeigenteil: H. Beck.

General-Anzeiger für Oberheffen

Rotationsörud und vertag der vrühl'fchen Uuiv.-Vuch- und Zteiudruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: 5chulftrahe 7 vüdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a.

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KF. Die Äochsche Forfchungsexpedition nach Königin-Luisc-Land. lieber die neue dänifche Grönland Expedition unter Führung des Kapitäns I. P. Koch, an der auch der Marburger Dozent Tr. Ä. Wegener als Botaniker teil nehmen soll, wird aus Kopenhagen berichtet. Tas Ziel der Ervedirion ist ein Teil Grönlaitds, den der verunglückte Forscher Mnlins Erichsen zuerst zu Gesicht bekommen hat. Luise-Land liegt etwa unter dem 77. Breitengrade. Es ist ein Land von der ungefähren Größe Seelands, das über das Inlandseis wie eine große Insel bciDorragt utü> sich bis zu 2000 Meter erl-ebt Wohl die größte Merkwürdigkeit, dieses Landes ist die, daß fich dort in einer anscheinenden Düste Hasen, Füchse, Moschusochsen iinden, denen man sonst nur aus dem Festlande begegnet Ter Plan der Exveditwn ist eine Turchauerung Grönlands tmrd) das Luife-Land von Ost nach West: der Hasen llvernivik ist als Ziel in Aussicht genommen. Solche Turchauerungen Grönlands sind bisher nur Nansen im Jahre 1888, sowie Pearn in den Fahren 189192 und 189395 gelungen. Nansens Route liegt bedeutend südlicher, Pearns Steifcroeg erbcblidi nörb 1 ich er. Bei der Reu'e sollen isländische Packoferde mitgenommen merben, Kapitän Mod) gedenkt die Ueberlandreise am 1. Mai 1913 antreten zu können. M od) ist ein alter und verdienter Grön- land^forscher. Seine erste Grönlandreise hat er im 3abre 1900 mit Amdruv unternommen. 1902 bis 1904 hat er als General stabsoffizier die Südküste Grönlands karwgraphuch seitgestellt, und 190608 hat er an Mnlms Erichsens Onönlanberrcbuion teilgenommen. Ter .üostenanschlug der Expedition beläuft fich auf etwa 67 000 Mark. Tie Summe wird zur Hälfte von dem Earlsbergfond, zur anderen Hälfte von privaten Freunden der Grönlandforschung bestritten.

Errichtung einer Deutschen National­bücherei in Gotha. Tie Teutschbewegung der letzten Iahr- ;ehnte bat zu neuem Leben auf allen Wissensgebieten geführt, bie fick mit dem deutschen Volkstum und feinen Beziehungen zu anbcrcit Vollskulturen befaffen. Aber es fehlt bis heute eine Sammelstelle, die den Arbeitern auf dem Gebiete der Ersorschuna

Die Eröffnung öes englischen Parlaments.

London, 14. Hebt. Der König begab sich mit der Königin in feierltchem Aufzuge nach dem Parlaments- aebäude. Fünf Galaequipa^en mit hohen Staatsbeamten fuhren dem königlichen, mit |echs iiabellenfarbenen Pferden bespannten Wagen, vorauf. Nachdem der König und die Königin auf der Estrade der Sitzungshalle des Oberhauses Platz genommen hatten, verlas der König

die Thronrede, in der es heißt:

Unsere Beziehungen mit den fremden Mächten find andauernd freundlich. Ter Kriegszustand Livischen Italien und der Tür fei dauert bedauerlichenveise fort Meine Regierung ist bereit, sobald fich eine günstige Gelegenheit darbieten sollte, sid) mit den anderen Mächten an jeber Vermittelung zu beteiligen, die dazu beitragen könnte, die Feindseligkeiten zu beenden. Tie Lage tu Persien fährt fort ernste Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen Meine Minister, die in ständiger Verbindung mit der russischen Regierung sind, erwägen, welche Mittel am besten die persische Regierung in Stand setzen könnten, die Ordnung und Ruhe in Persien wiederlierzustellen. Dem Parlament iverben baldmöglichst die auf die persischen Angelegenheiten bezüglichen Dokumente vor gelcgt. Fd) hege die Zuversicht, daß die Krisis in China durch die Einführung einer dauernden Regierungsreform, die den An sichten be^ chinesischen Volkes entspricht, bald ui befriedigender Weife beendet wird. Meine Regierung fahrt fort, die Haltung strikter Nichteinmischung zu beobachten, während sie zugleid) alle notwendigen Schritte tut, das Leben und bas (figentnm der britischen Untertanen zu schützen. Ich erkenne in vollem Maße an, daß die Führer beider Parteien in E h i n a jeder zeit bestrebt gewesen sind, das Leben und die Interessen der Fremden iu Ehina sicherzustel len. Dem Parlament werden auf China bezügliche Schriftstücke zugehen. Ter König kündigte ferner an, datz im Haag ein Ab kommen über die Regulierung des Opiumhandels und ähnlicher Erzeugnisse abgeschlossen wurde.

Ter König berührte sodann den Krönungsdurbar in Delhi. Ter Turbar habe einen überraschenden Beweis der Ergebenheit und Loyalität der Fürsten, Edlen und Völker In mens gegeben. Ich glaube zuversichtlich, daß bic Verlegung des Sitzes der Regierung nach Delhi, die Errichtung von neuen Gouvernements für Bengalen, von neuen Vizegouvernements für Behar, Ehotanagpur, Orissa und eines Chefkommissariats für Assam die Wohlfahrt des indischen Reiches förbem wirb.

Ter König betrad)tct mit schwerer Sorge bic in Aussicht stehenben Streitigkeiten zwischen ben Arbeitgebern unb A r - beitem. Er hegt jeboch die feste Zuvcrfkcht, daß eine ver­nünftige Auffassung auf beiden Seiten vonoaltcn und eine Ent­wickelung hintanhalten werde, die den Handel des Landes unb die Wohlfahrt des Volkes ernstlich berühren würbe.

In der Thronrede werden ferner einige Gesetzvorlagen angekündigt, darunter Maßnahmen für eine bessere Verwaltung in Irland: ferner Gesetzentwürfe über die Entstaatlichung der Kirche in Wales, die Wanderung des Wahlrechts, Verbefserung des Gesetzes über die britische Staatsangehörigkeit gemäß

den Empsehlungen der Reickskonferenz und gewisse soziale unb industrielle Reformen.

Die Besprechung im Unterhaus.

Irn Unterhaus sprach zuerst Bon ar Law, der u a. sagte: Lord Haldane hat in irgendeiner aeheini' nisvollen Mission in Berlin zu hin gehabt. Ich hätte geglaubt, daß wir genug gehabt hätten von der Amateur- diplomatie im letzten Sommer. Ich selbst glaube nicht daran. Wenn es notwendig war, daß irgend ein Minister nach Berlin ging, würde meiner Ansicht nach der Staats­sekretär des Auswärtigen der geeignete Minister gewesen fein. Die ich höre, ist angegeben worden, daß Haldane den Vorzug besitze, deutsch zu sprechen. Ader das ist eine nicht ungewöhnliche Kenntnis. Ich nehme an, daß auch unser Äotichaster in Berlin deutsch spricht und das; dieser Grund also leine ausreicl>ende Erklärung ist Ter Redner erklärte sich mit dem Inhalt der Rede Churchills einverstanden.

Darauf ergriff

Premierminister Asquith öas Wort. Er gab int Verlaufe seiner Rede eine bedeut­same Erklärung über die deutsch-englischen B e z i e h u n g en ab.

Es ist eine unbcjmrifdte höchst beklagenswerte Er f d)e inu n g , baß bic traditionellen Gefühle der F r c u n b s ch a f t unb des guten Willens zwischen Deutsch­land und unserem Lande während der letzten Monate er n ftlidi getrübt wurde. Uns wirb z. B. erzählt, daß es in Deutschland riclc Leute gibt, die fest glaub.it, bas wir einmal oder einige Male int Sommer ober int Herbst des letzten Jahres einen Angriff auf ihre Lande in Erwägung zogen unb sogar vorbereiteten, und daß bic Bewegung unserer Flotten mit giüdfidr hierauf sorgfältig berechnet waren. Ich schäm' mick' fast, einer io wilden unb ausschweifenden Einbildungskraft 3 u widersprechen. (Beifall.) Tie ganze Grrinbung ist eine reine Erfindung. (Beifall.) Es gibt, ich brauche es in diesem Hause kaum zu versichern, nicht'einen Schatten einer Begriiitdung baiür. Ebenso lag nirgends unb ui keiner Zeit irgend ein aggressiver ober provv- satorischerEharakterinben Beweg un gen unserer Schiffe.

Beide Regierungen waren unb find von dem aufrickstigen Wunsche beseelt, emo bessere Verständigung herbeizuführen, und im letzten Monat hatten wir Anzcidicn bafür, daß der Besuch e i it c 5 bett i f d) c n 9)1 1 n i ft e r 0 in Berlin nicht unwillkommen fein würde ^Beifall bei ben Ministeriellen.) und die «Erreichung dieses gemeinsamen Zwecks erleichtern würde. Lord Haldane würde auf jeben Fall früher oder später in der mit der Londoner Uni ocriitäk'fommiffion verknüpften Angelegenheiten nach Berlin gr gangen sein. Unter diesen Umständen hielten wir es für gut - und ich glaube, daß niemand sagen wird, wir wären schlecht be raten gewesen daß Haldane seinen Besuck, beschleunige unb ihn dazu benutze, in freundschaftlichen und Dertraulidytn Mitteilungen mit denen Fühlung zu nehmen, die verantwortlich sind für die Leitung der bcutidicn Politik.

Asquith schloß:

Ich kann freilich in diesem Stadium keine Prophezeiung aus spreckwn, noch in Einzelheiten xingehen. 91ber ich darf sagen, daß tm Laufe des Besuches Lord Haldanes auf beiden Seiten der auf richtige und entschlossene Wunsch zutage trat, eine bessere gegen festige Stellung zu begründen, ohne und das lassen Sie fid) vollkommen klar machen ohne die besonderen Beziehungen, in denen Deutschland ober England zu anderen Mächten stehen, in irgend einer Weise zu opfern ober zu verschlechtern. (Bestall bei der Lpposition.) In diesetn Sinne sind bic Verhattblungen geführt worben, und das frische Lickt des Meinungsaustausches hat dazu geführt, daß beide Mäd)1e heute mit einer sorgfältigen Prü­fung der britischen Vorschläge beschäftigt sind.

Lin Jubiläum 6es Walzers.

I Der Tanz regiert die Stunden. Fasching ist es, und in hundert iMichiedenen Formen wird dem Prinzen Karneval im Tanze gc tknat Aber unter all ben MobetSnzen, die kommen und gehen, IM dock nod) keiner bic königlich.' Stellung des Walzers zu er Mttern vermocht. Ein Bail ohne 2Salzer das wäre fast immer, als eine Speise ohne Salz, lind doch ist der Walzer r vor 1.50 Jahren volkstümlich, vor einem Jahrhundert erst r llschaftsfähig geworden. 1809 nahm ihn bic französische (9e Bl'ffwft in bic vornehme Tanzkarte auf, unb in Eltgland hat er gerade vor 100 Jahren, im Jahre 1812, seinen Platz erobert. Jahre 1812 wiederholte fick in England das in weit größeren fi'tabc, was Für5 vorher au dem Festlande vor sich gegangen ü: i'ic Gesellschaft spaltete fick in zwei Lager, die für und wider Vv Walzer stritten. In Teutsdstand war es unter beit Dichtern Sieger gewesen, der den Walzer als .uutgücfaig" in üblen Ru' A bringen suchte: in England war es kein Geringerer als Bnron, V; jid) gegen den Walzer wandle Alles Predigen gegen den $.hcr l>alf aber gar nichts, im öcgenteil, es brad) im Jahre ein wahres Walzerfieber aus, aut das man burdi die Berichte reisenden Engländern vom Festlandc l>er eigentlich hätte fcrbcreitct sein föiutcn, ja aus der englischen Wert heraus gäbe Mußten die Engländer den Walzer sck'on kennen, denn Rowlandfon, ler den cngliid-en Derlher mit Bildern geschmückt hat, hat in seinen (Di!dein den Walzer mehrfach verwendet.

Wer anfänglich gegen ben Walzer geeifert hatte, beeilte fick zur | . Ederen Seite übermtreten. In allen Privathäusern lernte man flnfiig walzen. Auck) Lord Bnron konnte feinen Groll gegen den I $01.5er nickt anfredit erhalten. Schon im folgenden Jahre, 1813, er milde gesinnt, ja er schrieb sogar m einer feiner Dich krgen über den Walzer.

Wie iu Deutschland der Walzer plötzlich so beliebt geworden i>t, Meines fick, um ihn als Volkstanz handelt, ist nod) nicht enbgültig wr Siegeszug des heutigen Walzers beginnt im Jahre 1787 von Vein aus. Damals wurde dort eine $2 per von Martin auf geführt il'ttt cofa rnra" unb liefe Loer enthielt als Einlage einen Walzer, a ungeheuren Beifall fand. Damit hatte der Walzer als Tanz stlzültig allen anderen Gesellschaftstänzen gegenüber ben Sieg tr euen. Wenn man heute vom deutschen Walzer spricht, meint

Der Hauptsack)e nach find des Deutschtums bic einschlägige Literatur lückenlos zur Vcr- u-----<=-*ß, fügung stellt. Sic soll erstehen in der Gestalt einerDeutschen

Die Wahl öes Reidistagspräpöiums.

Wie vorausgesagt 1 vorden war, so ist es in der gestrigen S.tzitng des Reichstages gekommen. Die fortschrittliche Pelkspartei stellte die fehlenden Herren des Präsidiums. Herr Kämpf, der einen so heißen Wahlkampf hinter fich hol, hätte es sich wohl vor vier Wochen noch nicht träumen lassen, daß er bald sogar auf dem ersten Präsidentensitz Ik onen würde. Abg. Kämpf wurde mit 193 von 374 ab> . Ergebenen Stimmen gewählt, Zentrum und Konservative halten 173 weiße Zettel abgegeben. Er gab die der Lage mlsprechende Erklärung ab, daß er sich verpflichtet fühle, Bic Wahl an.zuiiehmen Herr S ch e i d e m a it n trat ab, iiinb die Ersatzwahl für den nationalliberalen Abg. Dr. ilaafcf)e konnte nunmehr unter bürgerlichem Präsidium vor ijjid) gehen. Herr Tove erzielte eine Stimme mehr, als Mibent Herr Kämpf. Ter Block der Rechten demonstrierte ffcicbcntin mit 165 unbeschriebenen Zetteln.

So fontitc denn endlich in die sachlickw Beratung ein» ? getreten werden. Zunächst standen Anfragen auf der Tages- irbnunfl: die bereits envähnte Interpellation $aHermann (ifltt.) nnb Cjcn. betr. die Verhandlungen der Brüsseler Ilickerkonferenz. Staatssekretär Wermuth stellte die Be- «nlwortung mit Rücksicht auf die schwebenden Verhand-^ iimgcn für später in Aussicht. Auch die sreisinntg-sozial- -.öemokratische Anfrage (Abgg. Ablaß und Albrecht) in Sachen ! ler sofortigen Auflwbung des Zolles auf Mais und Futter- t flerflc und die Suspendierung des vom 15. d. M. cnitreteu» ben Kartoffelzolles bis 1. Mai d. I., erlitt dieses Schicksal. L'vnocffcn gast Herr Wermuth die mit Beifall begrüßte Er­klärung ob, daß der Bundesrat nach Möglichkeit auf Er- | stickterungen bedacht sein werde.

Damit war für den Reichssäckelmeister der Moment 1 gefonrmen, dem Reichshaus halt für 1912 seine er fenternben imb empfehlenden Bemerkungen mit auf den Leg zu geben. Herr Wennuth entledigte sich der Aufgabe tmt Ixrtanntcr Sicherheit. Ter Haushalt schließt mit einer : Äcfamtausgabe von 2,8 Milliarden ab, davon entfallen

Millionen für das Heer unb 450 Millionen auf die , Wonne. Unter den Einnahmen beanspruchen Zölle und steuern mit 1,59 Milliarden die erste, die Reichspost mit | 781 Millionen die zweite Stelle. Herr Wermuth greift nr in die Vergangenheit zurück, fein Zahlenmaterial ergeht iid mit Vorliebe in sinanzhistotisckien Parallelen zwischen . 18'0 unb jetzt.Kber auch die Olegenwart kommt nicht 311 kurz Tie Wehrkraft soll auf der Höhe bleiben und mHerr Wermuth legt viel Betonung hinein auch in Zu- I hilft wirdnichts übertrieben und nichts verabsäumt" r Verden.

Von der Fraktion der Fo r t s ch ri t t li ch en V 0 Iks- partei wird dem Wolffschen Bureau über bie von 'ihr gefaßten Beschlüsse mitgeteilt:

Tic bcmonftnuiDc Weigerung der zunächst berufenen Parteien,

gtididiicn bat. Ängesichts dieser Gefahr 1.5 2 Volkspartci für ihre Pflicht, in die B

Ii tauen abzulehnen, auf das sie einen Anfpruck) nicht erhoben hat. r bic spätere Zeit nach Bcsei tigung ber gegen- ||lli r t i g c n außerordentlichen Lage behält sich die 11r t i d) r i 1111 d) c Volksparlei ihre Entscheidung I Ans diesen Gründen Irat bic Fraktion ihre Mitglicber I m p f unb Tove dringend und einmütig gebeten, sick) für das * ' 1 IIIM

eWafdien i"1 . i aiisiiW migOdi - Beilifi*', aBe Hi 1* i &