Ausgabe 
15.1.1912 Erstes Blatt
 
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Landkreis tfhrijrn.

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g schließt für 1912 ab mii Mk. in 1911, mithin ein

im neuen Scmlbau von Engelhardt.

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anzeigen.

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Alleiniger Fabrikant auch des so beliebten VeilchenselfenpulversGoldperle

Carl Gentner, Göppingen

Fabrik chem.-techn. Produkte.

Hessen-Nasjau.

( ) Marburg, 14. Jan. Der Entwurf des Voran­schlages der Stadt M a r b u r a schließt Hie 1912 ab mii 1481500 Mk. gegen 1391 100 Mk. in 1911, mithin ein Mehr von 96 400 Mk. Eine Steuererhöhung tritt nicht ein

Gießen, den 15. Januar 1912. Tie Großherzogliche Direktion.

Dr. Hensell

Da- nebenstehende Stilett der Lchtcn Apotheker

Richard Brandts

Letzte Ilncbricbtcit.

Die preußische Thronrede.

Berlin, 15. Jan. Die vom Ministerpräsidenten ver­lesene Thronrede zur Eröffnung deS preußischen Land­tages hebt die glückliche Ent Wickelung der Fi­nanzlage hervor. Dem mäßigen Anleihebedarf stehen größere Rücklagen in dem Ausgleichfonds gegenüber. Das Ein ko m me n steuer ge s e tz soll in der Art umgearbeitet werden, daß die jetzigen Steuerzuschläge in einen Tarif umgearbeitet werden, ohne daß die Steuer erhöht wird. Ferner wird die Vorlage eines einheitlichen Wasser­gesetzes und die Neuordnung des Fischereirechts angekündigt, sowie ein Gesetz über Einführung des Ar­beitszwanges gegen Landstreicherei. Die Ju­gendpflege soll weiter gefördert und der Gesetzentwurf über das ländliche Fortbildungsschulwesen wieder ein­gebracht werden.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 12. Jan.

Umiiidier Wetterbericht.

WetterauSsicksten in Hellen am TienSlag, oen 16. Januar 1912 Wechselnd bewölkt, trocken, kalt.

Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Runkel.

Landgraf Ludwig-Gymnasium

nebst Vorschule

Anmeldungen neuer Schüler für das Schul- jahr 1912/13 werden vom 22. bis 25. Januar, vormittags von 1112 Uhr, im Gymnasialgebäude entgegengenommen.

Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen.

mmt 1912. vom Groß.

1 Dr. Pop, n unb Ober, rvßherzvg

Mainz die des ihm Don "dens dritter out tourben- r zum Eisen- elaismählgen amies in Gic- im Bahnhoss. iomotiDsiihrer r in Lchotlen weil sie durch von Personen

Zähre 1911. unserer Stadt Wen worden feinen SDlonole

13 (7), Wär;

16 (12), Juli Stober 23 (31), lern Alter nach

verinifchtes.

Irt. Wie viele Briefe jäiirlirb geschrieben werden. Tie Ponaustalten aller Völker der Erde befördern all­jährlich nach einer ualiemsdien Liattslik etwa 3 300000000 Briefe. Das wacht auf den Tag 9 041 096. auf die Stande 376 712, aus ole Minute 6 278 und ans die Sekunde 1 4 Brre e! Hatte inan alle diese Briefe beisammen, so stellten sie das ansehnliche Gewicht von unnefäbr 3 < 000 000 Kg. dar, und wenn man sie nebeneinander ausbreilen wollte, bedeckte» sie eine Fläche von 44 000 Hektar. Ta hie Erde rund 1 5'0 00 <000 Bewohner har, kommen aus jeben tm Jahre nicht mehr als etwas über 2 Briese 1

ttz tt. Eintragung des ÄatferL Parentantt» ta Berlin unter Br. 10100 gesetzlich geschützt, unb Nachahmungen desselben sind von bett «gl. Landgerichten Berlin, Altona usw. bestraft worden, ein UrteU wurde bereit» vom Reich».

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2 'llämitt | . 0 Flauen, j orangene Ehen j 'idjließungen ist 1 löst in Preußen | bet Personen, ß al§ die häA -29 Jahre all hren heicatelen, . »).

ankenpslegt. < in einen Aor« jer die Pflegt ich oeranstallen. . auch abgefehen hen bürgerlichen | ) ihren Sieben- meisen können. | HIet eS als seine s en auszubilden ' , nnd PenstonS' lenvereins rechl -l an Cchwestm Alädchen eine .

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Rrcis wi in ngcn.

XNidda, 14. Jan. Der hiesige Z w e i g v e r e I n des V. tz-E. feierte gestern imEambrinus" sein Auszeichnungs- unb Familienfest. Der zweite Vorsitzende, Aktuar Geiger, begrüßte die sehr zahlreich Erschienenen und gab eine Heber» iid)t über die Tätigkeit des Vereins im verstossenen ^ahre. Die Mitgliederzahl beträgt 121. Hieraus sand bie Heber* reichung der Auszeichnungen an die 'jjiitgtieber statt, Die acht unb mehr Wanderungen im verflossenen Jahre mit- oemacht ljatteu. Für die zum ersten Male Ausg.zuchneten bestand die Auszeichnung in einem krästigen Wanderstab, tuil.rend die zum zweitenmal Geehrten einen silbernen Ring uni den Stab erhielten. Oberamtsrichter Römheld hier hatte zu jeder Gabe einen für den Empfänger recht passenden Vers gedichtet, von denen mancher durch ft inen saiyrischcn Inhalt große Heiterkeit hervorrief. Unter den 11 Ausgezeichneten befand sich auch Stationsvorsteher i. P. Hammel, her trotz seiner 74 Jahre noch 11 Wanderungen im letzten Jahre nut* gemacht hatte. Lehrer Link-Rudingshain überbrachte die Grüße des Zweigvereins Hohecodskopf und des Gesamtvor­standes und schilderte die Bestrebungen des V. H.-C. Nun wechselten musikalische und humoristisch-deklamatorische Dor- trage, Lieder und drei kleine Theaterstücke ab. Von Mitter- cht an kam der Tanz zu seinem Rechte.

tu verbieten.

des bifebö;liehen Ordinariats werden der Prüfung beiwoh­nen. Am 27. Januar findet ein AbschiedslommerS statt.

Starkenburg tniö R klein liessen.

rm Darmstadt, 14. Jan. Die Prinzessin Viktoria von SchleSwig-Öolstein traf beute hier ein unb wurde von dem Großtzeizogspaar emvfangen, bas den Veiuch nach ba-i Neuen Palais geleitete. Gestern DornnLag mHjete ein junger Mann, bet angeblich Tcchn-krt. ist unb aus Mia^tstabt stammt, bei der Polizei, daß er in seiner Wohnung in der Wolost raße 21 enn einem fremden, gesährlich auSschenden Menscken überiallen, mit einem Revolver bedroht unb mit Chloroform betäubt worden sei. Er habe das Bivaußtsein verloren unb als er ausivachte, habe ihm außer versclstedenen Gegcistanden auch ein Geldbetrag, gefehlt. Die Höhe dieses Betrag, s (150 Mk.),^die in mandjer Beziehung e.was zweisclhaften Angaben und bie Tatsache, daß der angeblich Ucburfallcne seit Oktober Line Stellung hat, machten bie Polizei misstrauisch. Auf ertistlichcS Einreden endlich gab der Bursche am Abend zu, daß bie gatrze Geschichte criunben sei. Bon den Rädern vollständig ^rsiümmelt sand mau heule irut) zwischen Erzhausen uno Wixhausen bei st Icmcterucin 19 eine männliche Leiche, bie nahezu unkenntlich war Die Ermittelungen ergaben, daß man es mit bem 27 Jahre alten Landwirt Meer lau zu tun hat, der noch ledig, bei lemcm in Arheilgen wohnenden Vater tätig war. Man nimmt an, daß ein Schwermutsansall vorliegt, da M. mit einem Mädchen ein Ver­hältnis hatte, gegen das sich sein Vater abneigend verhielt.

ch. Nieber - Ingelheim, 14. Jan. Auf der Straß erstickt. Hier wurde auf der Straße bie Seid) e eines etwa 30 Jahre alten Mannes aufgefunden. Allem Anscherni nach wollte er sich an einem dort befindlichen Kalkofen er­wärmen und ist dann durch die ausströmenden Kohlenaas betäubt und erstickt worden. Ausweispapiere wurdet bei der Leiche nicht vorgefunden, bocb läßt das Aeußere der Leiche und die Gegenstände, die bei ihr vorgefunden wurden, auf einen Ausländer schließen.

Sonntag morgen um 4 Uhr verschieb im 57. Lebensjahre unsere liebe Mutter, Schweller, Schwiegermutter, Großmutter unb Taute

Frau Anna Nnnkcl Wwe. geb. Stamm

was wir hierdurch tiefbetrübt mit der Bitte um stille Teilnahme

Gießen (TeufelSlustgartchen 8), den 15. Januar 1912.

Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3'/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhots auS statt.

tiG.i Gelände am ^ichtenauerweg in Baublocks. 5. Verkauf von Gelände E Festsekutm des Preises über Abgabe von 5anb aus der Gemeinde-Sandgrube usw.

- Wies eck, 13. Jan. Deute schlachtete der Land­wirt und Milchhändler H Deibel ein 9 Monate altes Schwein in der beträchtlichen Sckwere von 497 Pfund

- Annerod, 15. Sm. Der GesangvereinWei­terleit" hielt am Samstag abend in der Wirtichaft Engelhardt seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Ad. Schmitt gab u. a seine Freude über das treue Zusamm nhalten d« Mitglieder kund, hierauf wurde zur Rechnungsabhorung ockchritten, wobei den Mitgliedern em recht erfreulicher Avichlutz vorgelegt werden konnte. Auch bie Mitgliederzahl hat lieb im I.hten Fahre wieder vermehrt. Es erfolgten bann die üblichen Wahlen usw., woraus zum gemü.lichen Te.le übergegangen wurde. Gisang unb einige schöne Vorträge hielten die Mitglieder in Iroher Stimmung reckst lange beieinander. Der 8er in Heiterkeit macht unter bet Leitung seines Dir>genteu, Musiki hier Altert Äarsten au» Gießen, i?it den letzten Jahren w.senttiche Fortichr.tte. Als Beweise hierfür bienen bie aut ben besuch.en Wettstreiten er­rungenen Preise, und auch am vergangenen W ihnachtsm e zeigte der Verein wieder sein bestes Slönnen in einer AbendunterHaltung

Eine E h r e n e r k l ä r u n a unb ihre Folgen.

2er Agent W. Z. aus Biebrich war früher Dienstknecht m Elpenrod gewesen und hatte dort ein Liebesverhältnis mit einen. Dienstmädchen unterhalten, das einem anderen Mädchen Anlaß zu allerlei Redereien gab. Um nun seine Geliebte vor weiteren üblen Nachreden m schützen, verfiel Z. auf folgenden eigenartigen, aber strafbaren Einfall. Er verfaßte im Namen des Mädchens, in den, er die Urheberin des Gerüchtes sah, eine Ehrenerklärung, in bet oiese die seiner Geliebten zugefühile Beleidigung als unwahr unter Dem Ausdruck des Bedauerns zurücknahm, utw veröltentlichte dien Ehrenerklärung in einem Alsfelder Blatt. '2>as andere Bkabcheu hat den Mißbrauch feines Namens hingenommen, und die Sache hätte wohl nie das Gericht beschäftigt, wenn nicht lange Zeit nach- Dem Vorfall der frühere Dienstherr Anzeige erstattet hatte, weil Z als Zeuge in einem Prozesse zu seinen Ungunften ausgesagt hatte. Z. ist geständig. Er erhält wegen Urkundenfälschung eine Woche Gefängnis.

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Kurze Zeit nachdem die Attentäter Werner und Wmges ver sucht hatten, iu Friedberg das Rathaus mit einer Bombe m die Luft zu svcengen und daraus einen Bankbeamten niedergefchossen hatten, um die Ncickisbankuebeiistelle zu berauben, erhielt cm b.aüicrter Fabrikant in Friedberg einen E-rpreiierbrle|, in c m t auigclordert wurde, binnen einer Woche 3000 Mark an eine bestimmte Stelle zu legen, andernfalls er mit seiner Familie in Die Lust nciprengt werde. Ter Brief war in einer Weite ge­halten, daß auch ein beherzter Mann mit der MögliMrett des angedrohten Angriffs rechnen konnte. Alle Bemühungen der Polizei, den Schreiber zu ermitteln, waren erfolglos. 4.er Bries dbft war scheinbar von einer Verbrecherbande abgeianbi unb nut Tie schwär e Hand" untericidmct. Da erschien vor kurzer Zeit der 35 Jahre alte Bäckergeselle G P. aus Holzheim am d.m Polizciamt und erllärte, er wolle Anzeige gegen.feinen Dienst- bcrrn, der ihn wegen Unregelmäßigkeiten im Geschäft entlassen hatte,' erheben, weil er ihn zum Meineid habe verleiten wollen. Außerdem habe er ihm in einer schwachen Stunde anvertraut, daß er seinerzeit einen Erprcsserbries an den betreuenden Fabri­kanten geschrieben habe. Der Poliieibearnte schöpfte Verdacht. Er diktierte dem Anzeigenden einen Brief gleichen Inhalts unb üche ba bie Schrift bes Anzeigenden war dieselbe wie die de« Ervresserbriess Weitere Ermittelungen ergaben die volle -schuld des gemeingefährlichen Menschen, der bereits wegen versuchter Vrandstiirung und Versicherungsbetriigs mit einem Jahr 0c» iäugniö vorbestrait ist und hier seinen Dienstherrn tur eine ^at verantwortlich machen wollte, bie er selbst begangen batte unb 'ne mit Zuchthaus bestraft wird. Er erhält wegen veriuchter Erpressung, begangen durch Bedrohung mit Mord oder Brand­stiftung, sowie wegen falscher Anschuldigung zwei Jahre neun Monate Zuchthaus, außerdem werden ihm bic Ehrenrechte aut zehn Jahre aberkannt unb es wird die Zulässigkeit von Poli­zeiaufsicht ausgesprochen.

Ein schlechter Scherz.

Der Taglöhner L. D. von rstödgen batte m A-ricbbera für einen Händler verschiedene DoHgeTü.Lc Säcke zur Bahn gebracht und dafür 25 Psg. als Lohn erhalten. Dies war ihm zu wenig und als er am nächsten Morgen be.i Händler in Ieinem Magazin beschäftigt sah, schloß er bie Tür zu und iperrte ihn für etwa eine halbe Stunde ein. D'uf Freiheitsb-raubung aber steht Frei­heitsstrafe und der sck)lechte Scherz kostet den Angeklagten einen Tag Gefängnis.

Nachwehen zur Bürgermeisterwahl.

In Mittelseemen hatte Bürgermeisterwahl statggefunben. Der 67 Jahre alte Schmied und Gemeinderat I. K- LV. stand nicht aus Seiten der siegreichen Partei. Er wurde zur Anzeige gebracht. Warum? Weil er ein Stück altes Eisen, das angeblich an bet Kammer eines Gemeindebrunnens früher angebracht gewesen war, benutzt hatte, um die Türe eines aus Latten bestehenden Fohlen- stalles zu schließen. Er wurde deshalb vom Schöffengericht w. gen Unterschlagung zu 5 Mk. Geld/.nfe verurteilt. Das Berufungs­gericht ließ sich das corpus delicti vorlegen: nn altes ver­rostens Stück Bandeisen von äußerlt geringem Wert, das nach der glaubhaften Aussage des Angeklagten herrenlos in seinem Hofe herumgefahren sei. Das Urteil wurde aufgehoben unb der Angeklagte f r e i g e s p r o ch e n; auch seine Auslagen werden auf die Staatskasse übernommen, soweit das Gericht sie als zur 4>er> teibigung notwendig ansah.

Da aber die

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Die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherztehen,-

Der Oelmüller P. Sch. von Marburg hat durch seinen Fuhr- knecht A. F. von da in den Jahren 1910 und 1911 einen Oelwagen m verschiedenen Orten des Amlsaerichtsbezirks Homl^rg a. O. uml-erfahren unb Samenöl an die Käufer in beliebiger Menge ab- geben lassen. Beide sind vom Schöffengerickst zu geringen Geld­strafen verurteilt stwrden, weil sie nicht im Besitz eines Wander- gewerbcscheines gewesen sind. In der heutigen Berufungsverhand- lung wurde nachgewiesen, daß die Angeklagten durchweg vorher bestellt worden sind unb deshalb nicht verpflichtet nrnren, einen Wandergewerbeschein -u lösen, mit Ausnahme eines einzigen Falles. Wegen dieses einen Falles erkennt das Gericht -gegen beide Ange­klagten auf eine Ordnungsstrafe von je einer Mark: tm übrigen erfolgt Freisprechung.

Die Gießener K e l le r b i eb st ä hl e unb ihre Sühne.

Seit Jahr und Tag wurde eine Anzahl Bewohner von Gießen durch Kellerdiebstähle heimgesucht, ohne daß es alsbald gelungen wäre, der Tater habhaft zu werden. Die Diebstahle wurden meistenteils in der Weise ausgeführt, baß bie Diebe heimlich in bie Kellerräume einschlichen und die vorgehängten Schlösser gewatt- lam erbrachen. Abgesehen hatte man es hauptsächlich auf Weine, Liköre, Konserven, eingemachte Früchte ui'w., aber auch andere Sachen, wie Sardinen, feinen Käse, Sohlenleder, Stallhasen und em Fahrrad wurden des Mitnehmcns wert gefunden. Es waren vorwiegend Kaufleute, die man plünderte, aber auch andere Per­sonen wurden nicht verschont. So halte man bei einer Hebamme neun Flaschen Südwein, der für 2Bödyncrinnen bestimmt war, und iclbft vor bem Besuche bei einem Sckwtzmann schreckte man nicht zurück. Endlich gelang es der Polizei, die 'Diebe festzunehmen und das Nest auszuheben. Hierbei wurde eine Anzahl

Der gestohlenen Sachen gefunden: auch konnten an Etiketten, Aufschriften und Ueberreften eine Reihe von Diebstählen nachgewiesen werden, so daß sich bie Verhafteten in­soweit zu einem Geständnis bequemten. Außer den drei Tatem sind die Ehefrau des einen und bie Hausleute, bei denen sie in Untermiete gewohnt haben, wegen Hehlerei angeklaot, weck em Teil der gestohlenen Sachen in deren Haushalt Verwendung gefunden hat. Das Urteil lautet gegen den 19 Jahre alten, bereits im strafrechtlichen Rückfall befindlichen Gartner H I. von Gießen wegen acht schwerer und dreier einfacher Diebstahle auf zwei Jahre sechs Monate Gefängnis, gegen den noch nicht 18 Jahre alten Taglöhner H. H. von hier, gebürtig aus Wallen- rod, wegen sieben schwerer und zweier einfachen Diebstähle auf ein Jahr drei Monate Gefängnis, gegen den Former L. v. von hier wegen eines schweren und eines einfachen Diebstahls auf drei Monate zwei Wochen Gefängnis. Die Ehefrau des .L H. und die H. H. Eheleute von hier werden von der Anllage der Hehlerei und mangels ausreichenden Beweises freigesprochem

»u ernioglicyeti, ist oie leii)iDei|t Abgabe einzelner Num- mem auf kürzere Zeit gestattet. Die neu erfcheinenben xZatentschriften werden den Auslegestellen in einwöchent- I*lu^en Zwischenräumen überwiesen unb bem Publikum als­

bald nach i rem Erscheinen zugänglich gemacht^

** Roheit. Am Samstag abend schlug ein Mädchen im liituenroen einem 10 übrigen Mädchen mit einem ®aiiemmcr I b gcgjn den Kopf, daß über dem linken Auge eine große klauende 11 iSunbe entstand, die in der Pcrbandöstelle Seltersweg der ^r:<ro. | Zani'-älskokönne vernäh' und verbunden wurde. Ware der eu'^ag | Leier geraten, so wäre das Auge unrettbar v deren gemeßen, j^ic Eitern können nicht genug darauf hingewiesen roertkn, ihren 1 Bindern das Werfen und Schlagen mit gefährlichen Werkzeugen

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Kreis Alsfeld.

= Zell, 14. Jan. Der neu gegründete Sängerbund ' Schwalm-Antrift" hält sein 1. Bund es fest am 13 14. unb 15. Juli in Zell ab. Der Verein will mit diesem Feste die Weihe seiner neuen Fahne verbinden.

Kreis Lauterbach.

--Lauterbach, 13. Jan. Dampfsägewerksbesitzer Heorg Krömnielbein III. hier, der an Stelle seines im Früh- sahr vorigen Jahres abgebrannten Sägewerks an der Ba.hn- tretfc GießenFulda, am Bahnhof LauterbachSüd ein neues großes Dampfsägewert erstehen ließ, beabsichtigt, auch am Bahnhof Rixfeld der Strecke LauterbachStock­heim, ein zweites größeres Dampfsägewerk zu errich­ten. Einen größeren Geländetomplex, aus dem auch große Holzvorräte gelagert werben sollen, hat der Unternehmer bereits erworben. Infolge der günstigeti Lage des Rix- selber Bahnhofs zu den nahen großen Fichtenwalbungen ist ber Transport der Stämme zu dem Sägewerk sehr be­quem unb erheblich billiger, als wenn bas Holz nach Lau- terbad) gefahren werben müßte

+ Ä e blos, 14. Jan. Heute fand hier die Enthüllung einer Leteranen-Ehrentafel statt. Die Ehrentafel ist von der Gemeinde unb dem Strivgerumin gcmcimam ge(.iitei, in Marmor angeicrtigt und in der Kttche angevracht ;x.xt ^nweihungsfeier faiü) um 1 Uhr in der Kirche statt. Nach, der kirchlichen Feier fand bei Gastwirt Fölsing eine Nachfeier itott. Die sämtlichen noch lebenden Kriegsteilnehmer wurden aus Gemerndekosten be- irt + Wallenrod, 14. Jan. -Eine De kanats k r a n keu­sch w e st e r für bie Orte Heblos, Bickendorf, toterd, Walleniud unb Almenrod wurde durch Pfarrer Knott im Beiiern des Frei­herrn Mbrecht Riedesel zu Eisenbach iu ihr Amt emgerotoen.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 14. Jan. Die mündliche Entlas­sungsprüfung am Lehrerseminar beginnt Diens­tag, 23. Januar. Sie dauert drei 4,agc. Ein Vertreter ber obersten Schulbehörde wie deS Obertotisiftoriums und

b. Wies eck, 14. Jan. Am Dienstag, 16. Januar, sind et Gemeinderatsitzung mit folgender Tages-ord- , r.una statt: 1. Prüfung der Rechnung von 1910. 2 Lrts- : baufabungen für die Gemeinde Wieseck. 3. Ortsbausatzung i Nerufs-Burgermeister, hier nachträgliche Genehmigung ei* riqer Abänderungen durch das Ministerium. 4. Einteilung

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