$
-.11-
44-48
61-88
47-60
84-89
40-00
84—00
Flelfchpreise in Gieße«
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
ödi*
Höchste Temperatur am 10. bis 11. März — + 9,1'0.
Niedrigste „ , 10. , 1L , — — 0,9*0.
v°n Itü
KwonSeife /
fabelhafter Waschkraft
Preis pro Stück 20 Pfg. — Jetzt überall erhältlich
Vertreter für Giessen und Umgegend: Adolf Siegel, Giessen, Loberstrasse 26.
SW E
NNE
68—70
67-09
90-92
89—93
75-80
70-73
64—70
60—68
Wir führen'
Auswahlen 1
Ochsen
Kälber Schweine
54-56 627,-54
53)4-55
517,-00
Sonnenschein
Benr. Himmel Leichter Nebel
72-75
70—76
51—53
49-52
62—64
55—61
60—54
43—49
103-106 91-10] 83-90 76—83
746,9 .49,3 -52,8
Jahrzehnten erprobten Stärkungsmittel, vortreffliche Dienste leistet. In leicht verdaulicher, dabei wohlschmek- kcnder Form enthält sie kraftbildende, appetitverbessernde Bestandteile, deren günstige Wirkung auf den jugendlichen Körper unbestritten ist.
Gegen Schluß des Schuljahres stellt sich, hauptsächlich bei rasch wachsenden Mädchen und Knaben, nicht selten Müdigkeit und Appetitlosigkeit ein. Vorsorgliche Eltern tun gut, diesem Zustande gleich zu wehren, wobei die Dar- reichungvon ScottsLebertran-Emulflon, einem seit
März
1912
35—38
80-34
89—41
40—43
68-70
66-00
64-65
45-48
42-44
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Zeugen vorläufig zu beurlauben und die Beschlußfassung über die Vereidigung auszusetzen, worauf die weiteren Verhandlungen aus Mittwoch, 13., vormittags 97, *Uhr vertagt werden.
Danzig, 9. März. Der Kätner Franz KliezkowSki aus Iwitzml («reis Preuß.-Stargard), der betdnilbiflt war, am 27. Juni vor. Jahres seine Stte'tock'ler, die Arbeiterin Ossowski, ermordet zu Haben, wurde nach dreitägiger Verhandlung von dem hiesigen Schwurgericht freigesproche n.
Brotpreise in G i
Welgbrol 2 Mg. 6-' Psg., Schwarzbrot 2 Hg. 54 Big
50 Kg. Schlachtgewicht 83—100 Slt.
7, Kg. Schlachtgw. 86-105 Vi.
V, , , 72-76 ,
Airchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
3« »er vtadtttrqe.
Mittwoch, den 13. März, abends 6 Uhr;
4. Passionsandacht.
Pfarrer Schwabe.
Tie Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch, und Brotpreise am 11. März 1912.
lk «g- 86-94 Ps-
% r 84-88 ,
7, , 64-86 ,
eine neuartige Haushaltseife von
fleisch pr. Vstmd 64—86 Psg^ Kalbfleisch pr. Psd. 84—88 83tcu Hammelfleisch pr. 145 60—88 Big., Kartoffeln vr. 100 Kg. 8.5) dis 9.00 Weißkraut da« Stück 15 bis 30 Psg* Zwiebeln per Ztr. 12,00—15,00 DIU Milch das Liter 22 Psg^ Aev'el per Ztr. 15 biS 20 Mk^ Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg^ per Ztr. 0—0a 'ML. Birnen das Pfund 20—25 Psg. Aiarktzeit von 8—2 Uhr.
F. C. Wiesbaden. Dirbb oi -Mark 16 e ri ch t oom 11. 'Dlärt Auftrieb: Rinder 97 (Ochsen 53, Bullen 0, Kühe 44), Kälber 33, Lchaie 24, Schweine 364.
Marktoerlaui: Geschält in Rindern gedrückt, bleibt Ueber- stand; in Schweinen und Kleinvieh lebhaft, geräumt.
PrecS iür 100 Psd Lebend- Schlacht
Cott« »eunten »irb 6»n Hl he er*e fwrtaeft
mb »wer nie lof« na» Grwichi ober Reo, foneent nur te Dcrfleeclfee 8er‘en ■",eT«r Sckru,marke «»scher mit dem XorfAK eau ch »owne. O m. b. H., ftranffmt a. fH.
Btfian. teile: stelntze, Medizinal-Vederrran 1 bOX), prima • («ert» 6ao.untcrpfce4Dbongfau.tT «alt <4, uuterpbolpborigfaurei Patron 1* ,el”n,r »pb. «umm» pule, ja tBofler 1
fllärüe.
Gießen, 12. Marz. Marktbericht. Auk leutigem Wocben- marktt kosteteButter da« Pfund 1,80-1.35 1HU Hühnereier 1 7—8^1^ 3 ©lud 00 Psg., Enteneier daö Stück lo Pl<,
ttoie das ©tück 6—ö Käsematte 2 Stück 5—6 '
•tQul'eii pr 1-r. 0,80—1,00 ü'it^ Hühner pr. St. 1,00—1,60 -l’it x. atmen pr. Stuck 0,80—1,80 Mk^ Gnten pr. St. 1,80—2,20 Mt WQn(e da« Psd. 75-80 t'fg„ Ochsensleisch pr. Psd. b6-94 thin&rletM) vr. Hund 84—86 Kuhfleisch 70 Pfsp, Schweine-
Fr
s0nnaH .
Ochsen.
Pollflesschige, miSgeniästete. höchsten Schlacht- wenes un Älter von 4-7 Jahren ....
Tie noch nicht gezogen haben tungejocht) . . Junge, fleischige, nicht aiiSgemäilete und filiere auSgemchlets
Bullen.
Dollfleifchige, ou«geio, höchsten Cchlachtw. . .
Bollflestchige, jüngere barien. R ü lj *.
Pollfleischige auSgemäslete Färsen HSchslen
Schlachtivertes...........
l'oU|iei|d)tge auSgernäslete Kühe höchsten
SchlachtwerteS bi» zu 7 Zähren
Wenig gut eimvidelte Färsen Äeltere auSgemäslete Kühe und wenig gut entwickelte jnngere Kühe
Älävig genährte Kühe und Färsen M äl u ec.
feinste Mastkälber... . . ... . . .
ÜJiiUlcre 4) tast- und beste Saugkälber .... Geringere Mast- und gute Saugkälber . . .
Geringere Saugkälber . o dj a 's.
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Mastyauunel .....
Schweins.
Lollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht
PoUsteischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht Pollsleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht
BoUsteijchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewichts
Unreme Sauen und geschnittene Eber . . I
<ßerid?t»jaaL
«raf Wolff-Metternich wegen Zalschlplelr vor «ericht.
.. Berlin, 9 März. Nach eintägiger Pause wurden heute die Berhaiid ungen in dem Falschspielerprozeß gegen den Grafen Giobert Woljs-Metternich und den Rumänien Bujes sortgesetzt Nach Ervssimng der Sitzung stellt zunächst der Verteidiger Rechtsanwalt Werlbauer den Antrag, den indischen Beamten, der Korss- >ronig verhaltet habe, zu vernehmen und die Registerratten des Kriminalkommissars v. wlanteuffel über die internationalen Spieler vorzulegen. Daraus wird der Oberkellner Ziehenberg und der Forilastessor a. D. Bergell noch einmal vernommen, woraus der medizinische Sachverständige Dr. Forster sein G u t a ch t e n abgibt.
Er Hal den Grasen einen Monat lang in der Chantee beobachttt. Zeichen einer Geisteskrankheit im engeren Sinne zeigten sich nicht, aber Anzeichen dafür, daß er geistig nicht ganz normal ist. Es liegt erbliche Belastung vor, aber auch die unzweckmäßige Erziehung nnrftc auf den Grafen sehr nachteilig ein. Er kann als eme degenerierte Persönlichkeit bezeichnet werden. Er ist voll- Itanöig unsahig, sich zu konzentrieren und nach bestimmten festen Zielen zu arbeiten. Tober entwickelt er eine starke Impulsivität Er ist von psychopattscher Konstitutton und insolge ferner schlechten Erziehung ethifch verkümmert, den Wett der Worte, die er gebraucht, vermag er nicht richtig einzuschätzen. Wenn er nicht gezwungen wird, ist er kaum imstande, irgend einen Berus aus- zusuhren, da er immer versagt, wenn sich ihm Schwierigkeiten ent- gegenstellen. Solche Personen können natürlich sehr leicht auS- geiiuht werden Diese Neigung zu Lügen und Uebertrcibungen "r Nicht rem pathologssch, sondern gelegentlich auch bewußt. Der 8 ol kommt nicht in Frage; der Gras ist aber zweifellos geistig muiDerwertig und verminbett zurechnungsfähig.
Daraus wird der Bankier Psandreier (Düsseldors) 6er- nommen, der eme Beilrerbungszenttale der Svielerwechsel in Düsseldors unterhalten haben soll. Nach der Vernehmung handelt 16 Vw darum, ob dec Zeuge beeidigt werden soll; der Staats- »mvalt widerivricht der Vereidigung. Das Gericht beschloß, den
ne össentliche Beleuchtung ist ein Zuschuß von 109 675 Mk. gegen )6075 Mk. im Vonahre erforderlich. Tas Kapitel Schulden- nlgung weist in Einnahme 372986,76 Mk. und Ausgabe 749 052,11 Mk. auf, so daß der Zuschuß 376 065,35 Mk. be- rägt. An Kapital;insen sind bei einet Eiimahme von 795 855,46 Ull. und 1358 924,76 Mk., Ausgabe 563 069,30 Mk. auszu- iringen. Tie Vermögensrechnung schließt mit 6 573 200,22 Mk. ib bei einem Zuschutz von 2100 000 Mk.
gewicht
Mk. Mk.
Lanöwirtschaft.
R. B. Darmstadt, 10. Marz. Ter Verband der süd- ve st deutschen Milchproduzenten-Vereinigungen uelt gestern und heut hier seinen 4. Verbandstag ab. Der Verbandstag war von mehreren Hundert Vertretern besucht. Nach Begrüßung durch den Verbandsvorsitzenden, Oekonomierat Fritsch- Dilshofen, hielt Oekonomierat Walter- i'angielb eine Anspruch, woraus Bürgermeister Müller und Generalsekretär Haas die Vettreter willkommen hießen. In einem Rückblick über das verflossene Jahr wies der Vorsitzende namentlich auf die Schäden hin, die der Landwittschast durch die Mäuseplage und die große Futternot bereitet worden sind. Die Frachtermäßigung für oic Krastfuttermittel habe deren Preise nur in die Höhe getrieben, ohne daß die Landwirte Vorteile davon gehabt hätten. Man sollte die Regierung bitten, in Zukunst die Rückvergütung der halben Frachtsätze in Erwägung zu ziehen. Auch die Maul- und Klauenseuche habe große Schäden hervorgerusen. Die Eisenbahnverwaltung sollte den Milchproduzenten mehr entgegenlommen und namentlich die Bestimmung beseitigen, daß bieje ihre Milch selber abnehmen müssen. Auch sollte die soziale Fürsorge für die Laud- wittschast dahin weiter ausgedehnt werden, daß die MUch befördernden Eisenbahnzüge nicht so srühzeitig abgelassen werden, im Sommer nicht vor 6, im Winter nicht vor 7 Uhr. Den Geschäftsbericht erstattete Geschästssührer Dr. Krüger. Darnach zählt der Verband rund 45 000 Mitglieder, die in elf Organisationen zusammcngeschlossen sind. Sic besitzen 300 000 Kühe im Werte von 210 Millionen Mark, die täglich 3 Millionen Liter Milch liefern. Die Gesamtproduktion der Milchproduzenten [teilt sich im Zähre auf über eine Milliarde Liter Milch im Werte von 182 Millionen Mark. Die Verhältnisse der Milcyproduzenten seien im letzten Jahre recht schwierig gewesen, hauptsächlich infolge der Maul- und Klauenseuche, des Scheidenkatarrhs und der großen Futternot. Man war deshalb zu einer Preiserhöhung der Milch gezwungen, die überall durcl)geführt wurde. Es wurde mit den Milchhandlerorganisationen ein Uebereintommen getroffen und der Buttcrpreis gemeinsam mit dem Handel geregelt. Dem Milcl>- Produzenten drohten aber weitere Gefahren, namentlich in den Aussührungsbestiinmungen zum Reichsviehseuchengesetz und es wird daher vorgeschlagen, an den Bundesrat eine entsprechende Vorstellung zu richten. Bei Einsührung des Eichgesetzes würden nur bann Schwierigkeiten zu erwarten sein, wenn darin auch die Eichuna der Milch-Transportkannen vorgesehen werden würde. Man sollte bei den Beratungen der Behörden Milchproduzenten als Sachverständige mit heranziehen. Auch für die Zukunft sei eine weitere Bewegung auf dem Milchmarkt zu erwarten. Im Anschluß daran hielt Dr. H a m m a n n - Darmstadt einen Vortrag über „Die Milchversorgung der Städte", worin der Redner betonte, daß sich infolge der rationellen Biehwirtschaft der Fettgehalt der Milch im allgemeinen gehoben habe; er ist von 3,7 Proz. in früheren Jahren im Jahre 1909 auf 3,81 Proz. gestiegen und damit bedeutend höl-er, als in den meisten andern Ländern. Die Milchproduzenten hätten das größte Interesse an der einwandfreien Beschasfenhqit der Milch und sie arbeiteten deshalb eifrig an der Verbesserung mit. Die Macht der Milch- kontrolle reiche aber nur bis zum Konsumenten selber und gerade in der Küche werde durch falsche Behandlung febr viel gesündigt. Hier gelte es, durch Aufklärung und Belehrung eure rationelle Verbesserung zu erzielen. Der Redner wies daraufhin, daß viele größeren Kommunalverwaltungen die Milchver- besscrungsbestrebungen der Produzenten und deren Zusammenschluß ausö eisngste unterstützten. Der Milchverbrauch in vier großen hessischen Städten ist folgender: Mainz mit 111000 Einwohnern konsumiert täglich 38 614 Liter Milch, Darmstadt mit M Emwohnern 29 182 Liter, Worms mit 46 000 Einwohnern
13 268 Liter und Gießen mit 31000 Einwohnern 10 368 Liter, d. f. Pro Tag und Kopf der Bevölkerung in Worms 0,29, in den andern Städten 0,33—0,35 Liter oder rund 117 Liter pro Aahr und Kops. In der Aussprache erörterte Landwirt Hensel- -lortelrueil die Ausführungsbestimmungen zu dem Reichsgesetz über die Bekämpsung der Maul- und Klauenseuche. Er wies dabei aus die Agitatton der Sozialdemokratie hin, die bei diesem Gesetz gegen den kleinen Bauern getrieben werde und sprach die Erivartuna aus, daß das hessische Aussührungsgesetz im Sinne der von der Landwirtschastskammer gemachten Verbesserungsoor- Ichlägc zur Annahme kommen werde. Oekonomierat Walter- Langseld betonte ebenfalls die Notwendigkeit einer Verbesserung der Regierungsvorlage über die Aussührungsbestimmungen, nwbrenb $ircrtot Riehm - Karlsruhe zum weiteren Zusammen- Ichluß aller süddeutsck-en Miläwroduzenten aussordette und Abg. : Friedrich eine .Eingabe an die Zioette Kammer zu richten vor- schlug. i
Ihn «tt Btt bWtr ■tatie—bm5i*4tr — bau ÄcTcrv. .f ►<»ta bti CcoU» feten XkTlafcraUl
Getreidepreise in Mannheim
Weiten 100 Ng. 22.o0-bü.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 19.75-00.00 Mk.
Lingesanöt.
. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber (einerlei Verantwortung.)
Gießen, 12. März.
Der Verfasser des zweiten Eingesandtes bittet uns, ihm nochmals das Wott zu geben, da er auf das gegen ihn gerichtete Eingesandt der Thcatetdirektion noch wesentliches zu sagen habe. Im Vindlick daraus, daß er feinen ersten Angriff in einigen Punkten rektifiziert, lassen wir ihn ausnahmsweise nochmals zu Wort kommen. Tie Red.
Aus das Eingesandt des Herrn Direktors Steingoetter sei folgendes erwidett:
Das erste Eingesandt, das im Anschluß an die Kritik des „Gießener Anzeigers" einige Darsteller persönlich benorgelte, war gleichfalls anonym, trotzdem hat sich ©err Steingoetter dagegen, nicht verwahrt, merkwürdigerweise. Die Konsequenz war natürlich, daß die Entgegnung eines unbeteiligten und objeftü) Denkenden auch anonym bleiben durfte.
Herr Direktor Steingoetter behauptet, es sei der Leitung Unkenntnis der Regie vorgeworsen, davon steht aber in meinem Eingesandt kein Wort. Ebenso ist die Aeußerung von „beweislos oorgebrachten, osscnsichtlich persönlichen Gehässigkeiten" sicherlich nur der Ausfluß einer unberechtigten Verärgerung, die mich nichts angeht. aWs man der Leitung des Theaters in bezug aus die Sache selbst Vorhalten könnte, ist allerdings das, daß viele Male schon össentlich über das leise Sprechen der Künttter geklagt worden ist, und daß die Leitung demgegenüber es noch nicht so weit gebracht hat, ihre Autorität e^olgreich durchzudrücken. Das ist das wesentliche, was Herrn Tirettor Steingottter angehen konnte. Die übrigen Ausführungen bezogen sich aber doch wohl aus den ersten anonymen Einsender, bet allerdings in dem Breit- treten rein persönlicher Momente, das mögliche geleistet hat, um Mißtrauen hervorzurufen. Was Herr Steingoetter von sich selbst über seinen anerkannten Rus und seine lünstterijchen Fähigkeiten behauptet, fällt a!us dem Rahmen der Betrachtungen heraus, die ich hier anstellen wollte. Daß er den guten Willen besitzt und nur von ehrlichen .Motiven geleitet wird, soll allerdings hoch anerkannt werden. Darüber darf man aber das Augenmaß nicht verlieren für Notwendigkeiten, die das Zusammenarbetten mit einem großen Personal und sonstigen mehr ober weniger einflußreichen Mithelfern immer toieber ergeben.
Es ist hier wie überall in großen betrieben: die Verantwortung fällt zuletzt auf ben an der Spitze stehenben Leiter bes Unternehmens zurück, und er muß sich bann opfern — für andere.
Gießen. Wie aus dem Bericht über die letzte Stadtverordnetenversammlung zu ersehen ist, wurde bei Titel 44, Polizei, die seither gewähtte Unterstützung von 270 Mark an Polizeibeamte zur Unterhaltung von Polizeihunden als „unnötig" gestrichen. Wie man diese Unterstützung als unnötig bezeichnen kann, ist mir nicht verständlich, denn unsere Polizeibeamten sind doch keineswegs so bezahlt, daß sie aus eigenen Mitteln Hunde anschaffen und unterhalten können. Und wenn diese Leute die wenigen freien Stunden, die ihnen nach anstrengendem Dienste bleiben, dazu benutzen, um Polizeihunde heranzubilden, die mithelfen sollen, Leben und Eigentum der Bürger zu schützen, so ist ihnen sicherlich eine kleine Vergütung für ihre Mühewaltung im Interesse der Stadt und der Bürger zu gönnen und auch wohl am Platze. — Wenn aber gemeint war, daß das Halten von Polizeihunden überhaupt unnötig sei und hat man »eshalb die Unterstützung gestrichen, so möchte ich in aller Be- cheidenheit unseren Herrn Stadtvätern widersprechen. Polizei- ßund — das heißt ein Hund irgend einer mittelgroßen, kräftigen Rasse, der im Verfolgen von Spuren, Festhalten von Verbrechern, Verteidigung seines Herrn usw. firm ausgebildet ist, sollte heute, elbst in der kleinsten Gemeinde, nicht mehr fehlen. — Daß man in andern Städten dieser Ansicht ist, beweisen die großen Unterstützungen, die andere Stadtverwaltungen ihren Beamten in dieser Beziehung zukommen lassen. Der preußische Staat selbst ist dazu geschritten und hat eine Zuchtanstalt ins Leben gerufen, wo Hunderassen gezüchtet und ausgebildet werden sollen, die sich ür den Polizeidienst eignen. Die Ministerien für Forst- und Landwirtschaft sämtticher Bundesstaaten stiften jährlich Staats- und hohe Geldpreise für hervorragende Leistungen in der Zucht oon 3agb- und Schntzhunden und in allen Städten werben bei Ausstellung von Hunden seitens der Stadtverwaltungen hohe Betrage — ich kenne einen Fall bis zu 1000 Mark — bewilligt, um die Reinzucht von Gebrauchshunden zu fördern.
. 6i.cr m Gießen ist man anderer Ansicht und entzieht den Polizeibeamten eine Unterstützung, die sie doch nicht für !md) Jv11 verwandt haben, sondern die der Sicherheit und dem Wohl der gesamten Bürgerschaft zugute kam. N. E.
Spielplan der vereinigten Ziranksutter Stadtthealer.
®pcrnl)aui.
, Donnerstag, den 14. März'): ,Ter Loangelimann." Freitag den lb. Marz^ abends 67, Uhr: .Lohengrin.' EamStag, den 16. Marz: .Die oerfchentte Frau/ isonntag, den 17. März nach- mittags 37. Uhr: .Früulem Teufel/ Abends 7 Uhr - Tel?- 'Montag, den 18. März, abends 7% Uhr^ .Mignon.' Tienstori den IS-März: Ter fliegende Holländer.- MittwoL° den Ä. Mär?' abend» 7)4 Uhr: „Der Zigeunert?aron "
Schauspielhaur.
TonnerStag, den 14.Marz'): „^auff, 1. Teil (mit Prolog im Himmel). Freitag, den 15. März, abends 77. Uhr: Drittes (Lft. Ipiel von Irene Triefch vom Lessmg-Thealer in Berlin: RoS. merSdolm. Samslag, den 16. März: .Flachsmann als Er/eber - Sonntag, den 17. März, nachmittag» 8-^ Uhr: .Prunerofe.' Avend» H
Berttchingen.' Momag, den 18. Marz, abends
U&C«n .und letzteS Gastspiel von Irene r r i e I ch - .Tiana Magdalene." Dienstag, den 19. März: »Heimat.« miut- I uachmitlags 2% Uhr: .Wilhelm Dell.'
Abend» 7 Uhr. ,Zops und vchwert." —
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr,
G,


