fliegt".
Weihnachtsmärchen „Prinzessin Goldhaar",
daS von der
von Meyerbeer, das .Teil" von Rossini,
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'•«w.
Die Anlagemusik fallt morgen auS.
Vom Stadttheater wird uns geschrieben:
ther" von Masscnct, ,Lphigenic auf TauriS" (in der Richard Sträusschen Bearbeittmg), „Die £)ugcnottcn'
. .. . - -'öden errichtet
wird. Prof, .Jaggar Hal einen sünsiährigen Urlaub erhalten, um die Tätigkeit des Hiauua Loa zu beobachten. Nach den Fest- ÜeUungen der Gelehrten deuten zahlreiche Symptome darauf hm, daß in der nächsten Zeit dieseni Lulkan ein großer Ausbruch bcvorstehe. Die ForsclmngSarbeü wird nicht ungefährlich sein, da der sehr tätige Berg schon mehrfach Lavaströme auf Entfernungen bis zu 60 Kilometer entsandte.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Kran Ellen-Saatwc der-Schlieper, drc auch rn Gießen vorteilhaft bekannt üt, har am Ptiwvoch auf dem schwe- discten Dtufikfetz in Bückeburg gespielt und'wurde vom durften au Schaumburg-Lippe in Anerkennung ihrer Leistungen nnt dem Urten iur &mi't und Äiüetrjchas: ausgezeichnet.
Nochmals sei auf die Operettenvorstellung am Dienstag hingewiesen, die in Johann Strauh's „Nacht in Venedig" ein wirklich reizendes melodiöses Werk bringt. Die Proben, die seit mehreren Tagen im Gang sind, haben einen vorzüglichen Eindruck gemacht, so daß mit dieser Aufführung nicht nur in Naul-eim und Gießen die diesjährige Operettensaison eröffnet wird, sondern auch in Bad-Hornburg, das jetzt auch die Operettenvorstellungen von Direktor Steingoetter erhält. Die Ausstattung ist zum Teil neu. Die Herren Studierenden genießen an der Abendkasse Er- Mäßigung.
- DaS Gastspiel Ben-Ali»Bey findet am DienS- tag, den 18., und Freitag, den 21. Juni, in Steins Garten statt. Das Programm bietet die magische Kunst dreier orientalischer Kulturvölker, und zwar im ersten Teste japanische Zauberspiele von den Damen Asoka und Tesima, im zweiten Teile wird Ben-Ali-Bey, der Meister, selbst die Wunder der Priester Alt-AcgyptenS verkörpern, im dritten Teile wird la belle Sulamith, die Tochter Ben-Ali-Bey'S, indische Märchen- zauberel und ihre mysteriöse Seelenwanderung vorführen, und die vierte Abteilung bringt die Verwirklichung deS Märchens auS 1001 Nacht mit der Geisterzeichnung. Karten im Dorverlauf bei E. Challier.
Heer itttö Flotte.
ZumkommandierendenGeneraldes durch die Mili- tärvorlagc bewilligten neuen Armeekorps rn Saarbrücken ist, wie ein Berliner Morgenblatt aus militärischen Kreisen erfährt, ter Generalleutnant Scholz, Kommandeur der 21. Division in Frankfurt a. M., in Aussicht genommen. Als künftiger Ge ner al des n e u e n A r m c c ko rps in Allenstein in Ostpreußen wird der Kommandeur der 1. Garde-Division Generalleutnant v. B e low genannt.
Andern und Rei
* Dillenburg. Zmessviegel und ist /klar Wald umgeben '.wrgänger würzige, Siescn und Garten des 2 die Stabt reichenden Ä m seiner wohltuend« 'Lassen. In der Uma ait fith stundenweit h Jtbetall sind Ruhebän hervorragenden fünfte uw, genießt man die Seite des Schloßberges mitelbar bei der ehrwi ''-nliche Schloß-Ho l'u’ften Rundblilk aus ’uumen. und das Mit firraufd) bringt nicht hi ■Hollen dcr EH'enbahnzüc 'Juyliit, ein großer Pa »n fallen. Gelegenheit i Mex» und Milchkuren -WjültKiwng versehn mmid) geöffnet. Gel
„Boccaccio" und »Llottc Bursche" von Suppä, „Rigolettv" von Verdi.
♦
♦ Ein Jnstitu t für Dulkanforschung in Honolulu. Der amerikanische Theologe Professor Thomas I a g g a r tritt in den nächsten Wochen von San Francisco die Ausreise nach Hoiwlulu an, um dorr an Auftrage des Massachusetts-Institutes für Technologie auf dem Vulkan Mauna Loa eine mit
Ausland.
Im österreichischen Wehrausschuß hat die Obstruktion eingesetzt. Wie uns heute aus Wien gemeldet wird, beendete am gestrigen Freitag Baczynskyi im Wehrausschuß um 1/3I2 Uhr seine 13stündige Obftruktionsrede. Die Sitzung dauerte fort. , „
Nach bei der Berliner Deutsch-Chinesischen Erscnbahnge, eil, chatt eingelausenen Nachrichten brachen in Tsinanfu Unruhen lokaler Natur aus. Für die europäischen Beamten beitehe augenblicklich keinerlei Gefahr.
rttrehe und Schule.
Das Schlußkapitel zum Fall Kraatz.
Berlin, 15. Juni. Das Reichsmilitärgericht hat als letzte Instanz die Klage des Pfarrers Kraatz gegen die beiden Offiziere, die während seiner Predigt in >er Luisenkirche in Charlottenburg den Gottesdienst ver- assen hatten, abgclehnt, und damit das Urteil der unteren Instanzen bestätigt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 15. Juni 1912.
Tageskalender. K i n e m a t 0 g r a p h: Täglich Dor- tellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
Gemäldeaus st ellungdesKun st Vereins im Turmhaus nm Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr.
Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittag von 11—1 Uhr.
•• Landesuniversität. Der Großherzog hat den Militäranwärter Vizewachtmeister Karl Mahnkopp in Darm- tadt zum Diener am physikalischen Institut der Landes- Universität Gießen ernannt.
” Medizinalwesen. Der Groß Herzog hat den : reiSarzt des Kreisgesundheitsamts Alsfeld, Medizinalrat Dr. Jos. Wengler, zum Kreisarzt deS Kreisgesundheitsamts Groß-Gerau, und den Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesund- )eitsamt Gießen, Dr. Gg. La n germ a nn, zum Kreisarzt des KreiSgesundheitsamtS Alsfeld unter Verleihung des Charakters ,Medizinalrat* ernannt.
** Titelverleihung. Der Großherzog hat dem Kunsthistoriker Dr. Gg. Biermann in Berlin-Lankwitz >en Charakter als >,Professor" verliehen.
*♦ Russischer Konsul. Der zum Russischen Generalkonsul in Frankfurt ernannte Wirkliche Staatsrat Damier, dessen Amtsbezirk sich auf Oberhessen erstreckt, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen zugelassen worden.
** Lehrerperson alien. Der Großherzog hat den Reallehrer an der Eleonorenschule zu Worms, Konr. Schneider, zum Zeichenlehrer an dieser.Schule ernannt.
** Erledigt ist die den Militäranwärtern vorbehaltene Hilfsdienerstelle bei dem Amtsgericht Mainz (1400 Mk. Gehalt und 168 Mk. Wohnungsgeld).
*♦ Eine öffentliche Sitzuna des Provinzial- Ausschusses findet Samstag, 22. Juni, vormittags 3/49 Uhr, in dem Sitzungssaal des Regierungsgebüudes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Besetzung der mittleren Kanzlei- und Unterbeamtenstellen bei den Kommunalbehörden mit Militär anwär tern. 2. Die Wasserversorgung der Gemeinde Frischborn. 3. Gesuch des Schankwirts Heinrich Heng zu Friedberg um Ausgestaltung seiner Schankwirtschaft, Haagstraße 11, zu einer Gastwirtschaft.
**ZurFlugwoche. Alles fliegt — selbst die Dienstmädchen fliegen, ivie folgendes drollige Geschichtchen beweist. In unserem Nachbarstädtchen L. kommt das kleine Karlchen zur Mutter und fragt, ob Engel fliegen können. Gewiß, sagt die Dtutter, und Karlchen meint nun, der Vater sage doch immer zum Lieschen in der Küche „mein Engel", das Lieschen könne aber doch nicht fliegen. „Warte einmal Karlchen", sagte die Mutter, „wie schnell Lieschen
allen Hilfsmitteln ter modernen Wissenschaft ausgerüstete Bc- obachtunasstalion für Vulkanforschung zu orgauisicren und zu leiten. Der Bau dieses Instituts ist bereits vollendet, die Anstalt ist das erste ständige Institut für Vulkanforfchuna, amerikanischen Wissenschaft auf amerikanisärem Bi
Deutsches Reich.
Königin Wilhelmina und Prinz Heinrich der Niederlande trafen am Freitag mittag von Dobbin in »Schwerin ein und fuhren im Automobil nach Gram in .Mecklenburg-Schwerin. Am Spätnachmittag begaben sich die Königin und der P.rinzgemcM im Automobil nach W il i- g rat), um dem Herzogpaar Johann Albrecht einen Besuch abzustatten. Die Rückkehr nach Dobbin erfolgte abends von Wiligrad im Hofsonderzug.
In der Sitzung der badischen Ersten Kammer am Freitag kam zunächst die Frage der Aufhebung dkr Münchener Gesandtschaft zur Vcrl-andluna. Die Erste Kammer stellte ohne weitere Aussprache den Münchener Gesandtschatfsposten wieder her. Die Angelegenheit geht nun zur Beratung wieder an die Zweite Kammer zurück. Der Ausschußantrag betreffend die Verhältniswahl lourde von der Ersten Kammer in feinem ersten Teile, der sich gegen die Einführung der Verhältniswahl
iFran", Operette in 3 Akten, Musik von Carl Weinberger, .König für einen Tag" („Si J'ötais Roi"), .romantisch-komrschc Oper in 3 Akten von Adolphe Adam, übersetzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Paul Wolff, „Fräulein Teufel" ,(Uraufführung), phantasttschc Operette in 3 Akten, Atnsik von.Dr. Otto Schwartz, „Ariane und Blaubart" (erste deutsche Aufführung), 9Närchcn in 3 Auszügen von Maurice Maeterlinck, 9)fcufit von Paul Dukas, „Äc verfä-enkte Frau", komische Oper in 3 Aufzügen, Text von Rudolf Votbar, Pvrsik von Eugen d'Albert, ^.All-Wien", Operette .in 3 Akren, Acusik nach Motiven von Josef Lairner, für die Bühne bearbeitet von Emil Stern, „Dunja", eine russische Dorfkomödie in 2 Bildern (nach einer Gogolschen Erzählung) von N. R. Nikarvw, Musik von Iwan Knorr, „Das alte Spiel von Jedermann", erneuert von Hugo von Hosmannstt-al (gelegentlich des Ensemble- Gastspiels des Deutschen Tteaters, Berlin), „Eva", Operette in 3 Akten, Musik von Franz Lehär. Neu einstudiert wurden „Wer
in dieser Session ausspricht, cinftimmig angenommen Ziffer 2, die von der Regierung eine Denkschrift über die Materie fordert, wurde mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt.
Die Großherzogin Marie Adelheid von Luxemburg vollendete am 14. Juni ihr 18. Lebensjahr und tritt somit in die Großjährigkeit ein. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt aus diesem Anlaß: „Wir bringen der jungen Fürstin zu diesem Ereignis Herz- liche Glückwünsche dar und verknüpfen damit'den Ausdruck der Hoffnung, daß unter der Regierung der Großherzogin Luxemburg, mit dem Deutschland durch alte geschichtliche und lebhafte wirtschaftliche Beziehungen der- Kunden ist, weiterhin blühen und gedeihen möge."
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-tngcn auf biß epi üiiung des langjähr ^.Schönberger ?igung der Sache ist
Angriffe der Italiener aus die Dardanellen?
Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Eine neue Aktion der Italiener im ägäischen Meere wird für Mittwoch ,oder Donnerstag erwartet. Ein vom Piräus hier eiligetroffener rumänischer Dampfer begegnete drei Stunden vor dem Eingang in die Dardanellen zwei italienischen Kriegsschiffen.
Nach einem Telegramm der „Kölnischen Zeitung" herrscht in Konstantinopeler Kreisen die Ansicht vor, daß ein ernster italienischer Angriff auf die Dardanellen bevorstehe. Die militärischen Maßnahmen sind ausreick>end. Türkischerseits ist um die Dar» danellen eine ganze Armee konzentriert; immerhin konnte den Italienern bei entschlossenem Borchen zu Wasser und zu Lande eine Besetzung der Halbinsel 'Gallipoli gelingen. Alles hängt bann von der Haltung Rußlands ab. Nach anderer Auffassung wird die türkische Stellung auf Gallipoli und auf dem asiattschen Ufer der Dardanellen nicht zu überrumpeln fein, sondern ein systematiscl)es Vorgehen eines ganzen italienischen Land- heeres erfordern.______________
Aus Heften.
Ter Abgeordnete Grünewald und die Wahlprüfungen.
Vom Abgeordneten Justizrat Grünewald erhalten /wir folgende Zuschrift:
Die in Nr. 137 Ihres Blattes enthaltene Mitteilung „Aus dem Wahlprüfungsausschuß" ist in mehreren Punkten unrichtig und bedarf ter Richtigstellung:
1. Berichterstatter bezüglich der Wahl Kredel bin ich gewesen und habe die Ungültigkeitserklärung beantragt, weil in 5 Wahlversammlungen die Wähler mit Freibier regaliert worden waren. Dem Vernehmen nach wurde hierauf in der Person des Herrn Mgeordnetcn Zuckmeyer ein anderer Berichterstatter bestellt und die Wahl für gültig erklärt: Freibierspenden sind demnach statthaft. , ,,L r
2 Die Wahl des Abgeordneten Korell war nicht bean- ,standet, lediglich der Wgeordnctc Bahr hatte Erhebungen ge- > wünscht und der Ausschuß hatte dieselben veranstaltet. Berichterstatter war ich nicht.
3. Ich habe mich nicht „über die mir im Ausschutz zuteil gewordene Behandlung beschwert", wie Ihr Bericht sagt, dazu lag kein Grund vor, da diese Behandlung selbstverständlich von prima Qualität war, sondern ich habe dem Ausschuß das abschriftlich beifolgende Schreiben zugehen lassen, aus dem erkennbar ist, daß die Behandlung der Wahlproteste durch die national» liberal-bündlerische-ultramontane Kammermehrheit mir Anlaß gibt, die Tätigkeit als Berichterstatter in Wahlprüfungssachen, die ich als eine richterliche Tätigkeit aufsasse, nicht mehr zu üben.
Hochachtungsvoll!
M. Grünewald, Landtagsabgeordneter.
Das hier erwähnte Schreiben an den Ausschuß tautet: _
Gießen, 11. Ium 1912.
Herrn Abgeordneten Breidenbach, als Vorsitzenden des 3. Ausschusses der 2. Kammer der Landstände
Darmstadt.
Sehr geehrter Herr Kollege!
In der Anlage erhalten Sie den Bericht über die Wahl des Herrn Abgeordneten Kredel. Mein Nichterscheinen in der morgigen Sitzung bitte ich zu entschuldigen; nach ter Behandlung, die letzthin die Rellamationen von leiten der Landtagsmehrhert erfahren haben — cs wurden Verstöße für unerheblich erklärt, die f. 3t. zur Erklärung der Ungültigkeit der Wahl Christ geführt haben — vermag ich es nicht über mich zu gewinnen, in diesen Angelegenheiten noch tätig zu sein, ivenn ich auch der einmal übernommenen Pflicht, den Bericht über die Wahl Kredel zu erstatten, noch genüge.
Hochachtungsvoll grüßend Ihr
gez. Grünewald.
Ereignis im 5 "e,-^ften Tin t ;,ietfrn falten, ongefn ; Blessen Meer !? L^^Ll
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London, 14. Ji fas >chon so^viele U rate leinen Schuppen far Mbxt h di. Ä'
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•* Jugend i c ft. Der Festausschuß hielt gcjtcrn unter dem Vorsitz des Beiaeordneten Keller feine erste Sitzung ab, in der man sich über die Gestaltung des Festes im einzelnen verständigte. Zu Beginn der Sitzung teilte der Vorsitzende mit, daß am -tage des Festes das hiesige Regiment auf den Truppenübungsplatz aus rücke. Da danach die Regimentskapelle für das Fest nicht mehr zur Verfügung tehen würde, habe er sich sofort mit dem Megimentskoin manbeur ins Benehmen gesetzt, der in entgegenkommendster Weise genehmigt habe, daß die Regimentsmusik — trotz der hierdurch erwachsenen Schwierigkeiten — noch en en Tag länger hier bleibe, um beim Fest Mitwirken zu können, was mit Genugtuung ausgenommen wurde. Die Cb er ei hing des Festes wurde — wie in den früheren Jahren — Haupttehrer Knauß übertragen, dem auch die Bildung des Arbeitsausschusses überlassen bleiben soll. Die Reihenfo!g? der Schulen im Festzug wurde durchs Los wie folgt bestimmt: 1. Stadtknabenschule, 2. Gnmnaslum, 3. Höhere Mädchenschule, 4. Realgymnasium und Oderrealswule 5. Stadtmädchenschule. Der Festzug soll um 2* 4 Uhr an )er Bürgermeisterei abgehen. Den Eltern der Kinder der zwei untersten Klassen soll empfohlen werden, sich der Kleinen nach Ankunft des Zuges im Walde möglichst anzu- nehmen, da deren Ueberwachung bei dem zu erwartenden großen Andrang sehr schwierig ist. Tas Eintrittsgeld wurde auf 30 Pfg., im Vorverkauf auf 25 Pfg. festgesetzt nach 6 Uhr soll lrintrittsgeld nicht mehr erhoben 1 Derben.
♦* Die 16. Regatta ter Gießener Ruder-Ge- sellschast 1877 (6. Regatta des Lahn-Regatta-Verband, - findet am Sonntag, 28. Juli, nachmittags, statt. Folgende Rennc? ind ausgeschrieben: 1. Jean Kirch Gedächtnis-Rennen. Vierer. Hcrausforterungspreis, geftiftet öon der Familie Kirch zum Andenken an Herrn Jean Kirch, dreimal (auch ohne Rethen olge) zu gewinnen. Offen für die dem Lahn-Regatta-Berbano angehörigen Vereine. (Sieger von 1910: Weilburger Ruter»Ver- ein.) 2. Junior-Achter. Ehrenpreis. 3. Einer. „Lahn- iZokal", gestiftet vom Deutschen Ruder-Verband. Herans.'^e- ungspreis. Ter Preis muß Dreimal in ununterbrochener 3icUjer.- olge gewonnen werden, bevor er in das Eigentum des fiegcnten Vereins übergeht. Nach Mckgabe des Preises erhält der siegende Verein einen Ehrenbecher. (Sieger von 1906 und 1908 : 7 Müller von der Frankfurter Rudergesellschaft „Germania". 1910: E. Maschmann, Mainzer Rudergesellichast.) 4. Vierer. Wander preis, gestiftet von dem Prinzen Eitel lyriebridj von Preußen ür die Regatten des Lahn-Regatta-Vcrbandcs. Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1909: Mainzer Rudergesellschaft von 1902, 1910: Hanauer Rutergesellschast 1879, 1911: Ruderklub „Germania" Homberg. 5. Zweier ohne Steuermann. Herausforderungspreis. Zweimal (auch ohne Reihenfolge) zu gewinnen. Sieger von 1910: Gießener lluder-Gesellschaft. 6. Zweiter Vierer. Ehrenpreis. Offeit jur Ruderer, welche nicht in den Rennen 4 und 12 starten. 7. Junior- Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von Ülpothekcr Schwieter. 8. Junwr» Einer. Ehrenpreis. 9. Akademischer Vierer. Herausforderung^ preis. Gestiftet von der Alma mater Ludoviciana, zweimal ^aud- ohne Reihenfolge) zu gewinnen. Offen für immatrikulierte ober vor dem Staatsexamen stehende Studierende deutscher Hochschulen. Sieger von 1910: Rutergesellschast Heidelberg 1898. 10. Doppel- Zweier ohne Steuermann. Ehrenpreis. 11. Junior-Vierci Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Regatta-Verband angc hörigen Vereine. 12. Vierer. Wanderpreis, gestiftet von der I Stadt Gießen. Mr siegende Verein erhält bei Rückgabe de« ; Preises einen Ehrenschild. (Sieger von 1908: Frankfurter Ruder- : gesellschaft „Sachsenhausen", 1910: Hanauer sttudergesellscha't 1879.) 13. Ermunterungs-Vierer. Ehrenpreis. Offen für .
Ruderer, welche bis zum 28. Juli noch kein offenes Rennen un . Vierer (Auslegerrcnnboot) gewonnen haben. 14. Großer j Achter. Wanderpreis, verliehen von Großherzoy Ernst Ludwig. I Der siegende Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehren- I child. (Sieger von 1908: Gießener Rudergesellschaft 1877, 1910: 1 Dffenbacher Rutergesellschast ..Undine".) Allenfalls erforberinfr.’ Vorrennen werten Samstag, 27. Juli, nachmittags, und Sonntag, | 28. Juli, vormittags, gerudert. Melde- und Nennungsschlup: < Freitag, den 12. Juli 1912, 6 Uhr nachmittags. Startvei- s losung: Freitag, den 12. Juli 1912 8 Uhr abends im Boots- | haus der Gießener Rudergesellschast 1877 e. V. Die Meldungen 1 und Nennungen sind unter Beifügung der Einsätze, sowie ter I Bezeichnung eines Obmannes an den Regatta-Ausschuß, z. H. bei I Herrn Heinrich Hochstötter, Postfach 7, zu richten.
** Löwe-Abend. Die hiesige Ottsgruppe des al Ibeui- feben Verbandes veranstaltete gestern im großen saalr des Gesellschaftsvereins einen Löwe-Abend. Als Mittvirkende waren außer dem Bariton Adolf Müller aus Frankfurt, zwei cm- heimische Kräste getvonnen worden, die sich ihrer zum Teil rar: schwierigen Ausgaben mit bestem Gelingen entledigten. Leid^ war die Veranstaltung nicht so besucht, wie der geistvolle itom-. ponist, dessen Schöpfungen bedauerlicherweise viel zu feilen bor- getragen werden, und auch die hervorragenden Leistungen de: 1 Künstler es verdient hatten. Der sehr geschmackvoll zusammen- i gestellte Spielplan brachte aus dem reichen Schatz ter Üöwesche' । Vertonungen einige seiner hervorragendsten Schöpfungen, do: i denen trotz seiner zahlreichen Oratorien und seiner Opern, bi.' I Balladenkompositionen weitaus die bedeutendsten i'inb. Gleicliwot. nimmt Löwe auch als Vokalkomponist eine der ersten Stellen eu. Am gestrigen Abend übten bie getragenen, schweren Tondichiun,icr. die vor allem durch eine mcisterhastc Klangmalerei ausgezcicim: sind, eine tiefe Wirkung aus: aber auch die heiteren Stücke, wi! z. B. des Glockentürmers Töchterchen, Maikaser und Hochzciks'.n- hinterließen einen starken Eindruck. Herr Müller wußrc m: j großem Geschick die wundervollen Weisen wiederzugeben, die tef Komponist mit feinem, musikalischem Gefühl zu den Dichtunge: ven'aßtc. Die warme, lebensvolle Art des Vortragenden, b<: prächtig zu charakterisieren versteht, und seine klingende, tei: Stimme riß die Zuhörer zu immer neuem Beifall Inn. Auc» Frl. Stammler wußte mit ihrer geschulten schönen Srimn : die Besucher zu fesseln und ganz in den Geist Löwescher Empfmdunt zu versetzen. Die bisweilen große Anforderungen stellende B - glcitung sand durch Herrn Hahn eine mustergültige Wiedergab-
** Flugsport. Alle Postkarten, die zur Postkattenwo^ der Großherzogin erschienen und mit den Flugvostmarken öeriete* sind, können noch bis morgen abend hier aufgegeben werden, uX mit der ersten deutschen Luftpost beförbert zu werten.
** Neues Geschäftshaus. Die Firma HeinriI Hochstätter, Tapetenhandlung, hier, kann in diesem Zah:e auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma wurde vc» dem Großvater des jetzigen Inhabers im Jahre 1837 als Tapeten sabrik und -Handlung gegründet und ist immer im Besitz ter 1 Ixe geblieben. Die Fabrikation wurde später fallen gelafi". Zu ihrem Jubiläum hat die Firma Hochstätter an die stet« ihres seitherigen Geschäftshauses Ecke des BrandplatzeS und r* Schloßgasse einen stattlichen Neubau errichten lassen, ter tu* I wesentliche Verbesserung und Verschönerung des dortigen Straße-* I bildeS bedeutet. Das Erdgeschoß teS geräumigen Hauses mv* I ganz von den Verkaufsräumen eingenommen, wahrend hinter dc» l Laden, sowie im Keller und ersten Obergeschoß sich die umian> I reichen Lagerräume befinden,.die hunderttausende von Tapete*! rollen in sehr übersichtlicher Anordnung enthalten.
— Bcsttzwechsel. Medizinalrat Pros. Dr. 6Ira U verkaufte für 60 000 Mk. fein Anwesen Stephanstraße 4 Apotheker Felix Werner.
— Die Preise für Schlachtvieh, die unsere Metzs-<I jetzt anlegen müßen, stellen sich wie folgt: Ochsen Mk. 98— Rmder 1. Qual. Mk. 96—96, 2. Qual. Mk. 92—94; üü«I 1. Qual. Mk. 90—92, geringere Ware Mk. 80 —86; ftälbc I Mk. 86—90; Schweine Mk. 73—74. Der Hantel ist übe.- I zeugt, daß die Preise für Rindvieh nicht weiter steigen werdri . »und daß bei den guten Futteraussichten in einigen —|


