Ausgabe 
12.3.1912 Erstes Blatt
 
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verschwunden.

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Amtlicher Teil.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gtetzea.

WetterailSsichten in Hessen füt Mittwoch, den 18. Mär, 1913 kalkig, meist trocken, Temperatur wenig verändert.

Qanöcl und Verkehr, VolFsu>irtfd?aft.

Gewerkschaft Gießener Braunstein-Berg­werke norm. Bernie. Tie Bilanz für 1911 zeigte gegenüber der deS Dorjahre- keine wesentliche Veränderung. Don dem Brutto» Überschuß in Höhe von Mt. 622 666 (im Vorjahre Mk. 653 621), wurden verwendet für: Verzinsung der Anleihen Alk. 121 707, Tilgung dec Anleihen Mk. 164 325, NebenauSgaben Mk. 30168, Tanliüinen an den Grribenoorsland Mk. 30 000 und wie im Vorjahre für je Mk. 50 Ausbeute iür das Vierteljahr 2 Kuxe Mk. 200 OOu, im Ganzen Mk. 546 200, so daß inrAbschreibungen zur Verfügung standen Alk. 76 4'i5 (gegen Alk. 106 037 im Vorjahre). Der Abruf für das laufende Jahr ist bis jetzt recht gut, so daß aller Wahrscheinlich­keit nach mit einem höheren BelriebSüberschuß wie in 1911 zu rechnen sein wird.

Damafius Macoch entflohen.

Der in der vorigen Woche wegen MordeZ und Diebstahls verurteilte Paulaner-MönchDamasius Macochist aus dem Gefängnis entflohen und bis jetzt spurlos

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Gerichtrsaal.

§ Straßburg 10. Diärz. Wegen wiederholter Miß- Handlung von Schülern hatte sich vor der hiesigen Strafkammer der Pfarrer Camtll Schneider aus Gberach zu verantworten, ker AngeNagte scheint nut einer Familie Luck in Feindschaft zu leben und dies den Lindern der Familie gegenüber zum Ausdruck zu bringen, denn er ist wegen Mißhandlung de- Schulers Clemens *!?.nur T,flrf Geldstrafe vorbestraft Tie erneute Straftat s.'^Ete sich gegen die 13jährige Luise Luck und den 11 Ihrigen Leo ;*** OT *t,dLen .Ica,e er wegen eines geringfügigcn Verleben» P6,,n« ^'echendank und schlug mtt dem Sud« emeS Glocken- h.V.*°^11,e <,n 'ter Rl,obc erhielt einen Stoß ms Geinck, au mehrere Wochen lang krank war. Ein anderes hTnh b-stand darin, das; er die Kinder lange

b'"burch au' dem Kirchendoden knien ließ, wobei sie zur Cr- Der Derlreter d^L7e? b ?änbe au' Ce" Rücken legen mußten. G^r.ch^ beantragte 14 Tage Gc'au ni» Ter

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Berlin, 11. März. Deute fand die erste diesjährige Gc- sellschaftsversammlung des Kalisyndikats statt. Der Vor­stand teilte mit, daß der vorjährige Gesamtabsatz der deutschen Kaliindustrie auf Grund der Durchschnittspreise pon 1910 zirka 160 Millionen Mark betrug. Was das diesjährige Geschäft be­trifft, wurde bereits mitgeteilt, daß der' Januar-Absatz etwa 1,7 Millionen Mark höher war als der Absatz sämtlicher Syndikats- Werke inllusive Aschersleben und Sollstedt im gleichen Monat des Vorjahres. Die Februarzahlen lieaen noch nicht vor. Trotz­dem das nordamerikanische Geschäft infolge Versagens der Fluß« schiffahrt bis weit in den Februar Hinern rubig war, war der Absatz an die deutsche Landwirtschaft und nach den Deutschland benachbarten Ländern so außerordentlich lebhaft, daß mit einem Mehrabsatz gerechnet werden dar), immer unter Berücksichtigung der Mengen, welche im vorigen Jahre außersyndikallich abgeladen wurden.

Bremen, 11. März. Der in der Sitzung des AufsichtSrats und des Vorstandes des Norddeutschen Lloyds vorgelegte Abschluß des Geschäftsjahres 1911 weist einen Bruttoüberschuß von rund 41,5 Mill. Mark gegenüber 38,1 Mill. Mark im Vor­jahre, mithin eine Steigerung von 3,4 Mill. Mark auf. Trotz der mehrere Mlllionen Mark betragenden Einbuße im nordameri­kanischen Passagiergeschäft war es durch entsprechende Verbesse­rungen des allgemeinen Fracht-, Südamerika- und Australgeschäfts sowie der Vermehrung der Einnahmen aus den ^Beteiligungen und dem Fortfall der Schuldenzinsen möglich, dieses Ergebnis zu erzielen. Es wurde in Aussicht genommen, der auf bett 3. April zu berufenden Hauptversammlung die Verteilung einer fünfprozentigen Dividende vorzuschlagen.

** Konkurse in Hessen. lieber den Nachlaß der Heinrich Lich VL Ehefrau, Katharine geb. KauS vor Londorf wurde am 1. März daß Konkursverfahren eröffnet JohS. Berlin III. zu Londorf wurde zum KonkurSoerwaller er­nannt. Konkursforderungen sind bis zum 25. März bei dem Amts­gericht Grünberg anzuinelden. lieber das Vermögen des Gast­wirts Friedrich Schneider in Gießen wurde am 1. Mär; das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Kochs in Gießer wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sin» bis zum 17. März bei dem Amtsgericht Gießen anzumelden. lieber daS Vermögen deS Karl Jung, Ingenieur zu Offen* bad) a M., Alleininhaber der Firma .Karl Jung, Eisenbeton' baugeschäft und Zementsteinwerk', wurde am 4. März da« Kon­kursverfahren eröffnet, da bte Zahlungsunfähigkeit des Gemein­schuldners nachgewiesen ist. Rechtsanwalt Kranz in Offenbar: wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen stn b'2 zum 10. April bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden.j Heber daS Vermögen des Landwirts Heinrich Peter Wilhelm "Müller von Nteder-Ramstadt wurde am 5. März da' Konkursverfahren eröffnet Gerichtsvollzieher i. P. SReibfieir in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt KonkurS- forberungen sind bis zum 25. März bet dem Amtsgericht Darm-' stabt IL anzumelden.

Wandern nnd Uelsen.

** D. H. C. Vom schönsten Wanderwetter unterstützt, unter­nahm am Sonntag der Vogelsberger Höhen-Club, Zweig- vereinGießen seine 12. und letzte Bereinswanderung 1911/12 nach dem Westerwald. Von tzaiger, dem uralten Dillstädtchen ging der Marsch unter kundiger Führung dem Aubachtal aufwärts nach Langenaubach, einem wohlhabenden, schmucken Dörs- chen, woselbst Frühstücksrast gehalten wurde. Hinter Langenaubach setzte der Austtteg fräftig ein und führte über einen mächttgen Bergrücken, aus dessen Höhe man prächttge Rundblicke auf die Dcsterwälder Berge und Täler genoß, durch Br eit scheid einem industriereichen Dörfchen in das Erdbachtal. jfru-n vor einer wild-romantischen Waldschlucht, die ebenfalls durchschritten wurde, verschwindet plötzlich der dicht an der Cttaße herlausende Erdbach, um 1 Kilometer weiter unten in bedeutend verstärktem Maße wieder zum Vorschein zu kommen. Auch den sogen Stein- kammern, zwei Höhlen in den wildzerklüsteten Kalkgewänden deS Laichens, wurde. wentgstenS teilweise, eine gebührende Besich- tigung zutell. Don Erdbach, wo wiederum kurze Rast erfolgte tührte der Weg nochmals über einen Höhenzug, von dessen Gipfel sich die benachbarten Höhen, u. a. Greifenstein sowie daS Dill­tal und namerttlich Herborn, das Endziel der Wanderung Überaus malerisch präsentierten. DaS prächttge FrÜhlingSwettn . fibde Stimmung bei den 50 Wanderern auS- gclöß, die dann beim Cchlußtrank imNassauer Hof" jur Geltung «VJk t (x ,???' ^Qn8' Ätaoicr- und Pistonvorträgen

Aufbruch °CU unb iu mahnbe der Führer zum

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Kleine Lageschromk.

InKassel veruvren drei roeiblidje Korrigentinnen au-5 Rache ein gemeinschaftliches Attentat auf eine Aufseherin und mißhandelten sie sv brutal, daß sie ins Krankenhaus' gebracht werden mußte.

Wegen der Metynlalkoholvergtttungen ist Termin zur Hanptverhandlung auf den 26. d. Mts. und die folgenden Tage anberaumt worden. Die Anklage richtet sich gegen den Drogisten Scharmach-Charlottenburg, den Reisenden und Essenzfabrikanten Zastrow, den Reisenden Bruno Menen und den Reisenden Romerski.

In der Nacht zum Sonntag löste sich auf den Hüttenwerken in Hayingen drei mit glühendem Metall gefüllte Gußpfannen von der Lokomotive los, rasten da? steile Geloste hinab und stießen mit einer Lokomotive zusammen. Dabei wurde der Maschinen führer, der Heizer und der Zugführer sowie ein italienischer Arbeiter getötet, ein anderer italic- nischer Arbeiter wurde schwer verletzt. Die Leichen waren schrecklich zerquetscht.

In Lorient gerieten Hafenarbeiter, welche bei der Löschung eines Weinschiffes von dem Wein zuviel getrunken hatten, in eine schwere Schlägerei. Einige stürzten ins Meer. Ein Leichnam wurde nach mehreren Stunden auf- gefischt. Zwei Leute wurden schwer verletzt. Mehrere wer­den noch vermißt.

Letzte Nachrichten.

Aus der Hessischen Zweiten Kammer.

bS. Darmstadt, 12. März. (Priv.-Tel.) Die Zweit» a V1* die DoranschlagSoeratung bei

Kapttel 23, 9R i n t ft e r t u m deS Innern, fort Abg. Bor« betmer lZtr.) wendet sich gegen die Ausführungen deS «bx. Bach datz daS Zentrum intolerant sei, und wendet sich dan". gegen dteFreismnigen, die sich den Sozialdemokraten oerfdjrtebö hC^<n , w^ert, daß die Regierung endlich die Beanttenbejol-l dunas-Dorlage machen solle. Abg. Dr. Wolf (fortschr. 8pJ roenbet suh gegen die Abgg. Dr. Osann, Dr. Weber und DrI Ä S^itt (Ztr.), der auf der Tribüne', unoeritaridlich ist, polemisiert gegen die Abgg. Dr. Fulda un> Korell-Königstätten. Bei Schllrß der Redakttou sprüht der Redner roeuer.

Aus Stabt unb Canö«

Gießen, 12. März 1912.

**Tageskalender für Dienstag, 12. März: Stadt­theater: »Ter ßeibqarbift.* Ankang 6 Uhr.

Kirchlich-positive Vereinigung. Vortrage von Dasior Keller au« Freiburg in CteinS Garten. Nachmittags 5 Uhr: .JesuS ein Akkord. Abends 8 Uhr: Zwei Zeugen vor Gericht. «

** Die Lahnkanalisierung. Samstag mittag wurde hier endgültig die Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet zur Beschaffung eines P r ob em o t o r- schiffeS, wie es für die kanalisierte Lahn vorgesehen ist. Es beteiligten sich die Stadt Gießen mit 3000 Mk., Limburg mit 2000 Mk., Diez mit 1000 Mk., Weilar mit 1000 Mr., Weilburg mit 1000 Mk., Nassau mit 600 Mk., Eisenwerke Buderus mit 5000 Mk., Rhein-Nassauische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschast Lauenburg mit 5000 Mk., verschie­dene Industrielle mit insgesamt 10000 Mk. Das Schiff kostet runb 40000 Mk. Der Minister beteiligt sich mit etwa 12 000 Mk.

"Richterpersonalien. Der Großherzog hat dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz Gust. E r ck m a n n uni) dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms Hch. Mann den Charakter als Amtsgerichtsrat erteilt

** TechnischeHochschule. Der Großherzoa hat den rußeretatsmäßiaen außerordentlichen Professor an der Tech­nischen Hochschule Dr .phll. Karl Gust. Sch w alb e in Darm­stadt auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen.

- Hessische Polizeikonferenz. Am Montag vor­mittag sand im PolizeiamtSgkbäude in Darmstadt eine KonferenzderhesfischenPolizeiverwaltungSoor- stände unter dem Vorsitze deS RegierungSratS GenneS stalt, zu der sich außer den Vorständen der Polizeioerwaltungen von Alzey, Bad-Nauheim, Gießen, Mainz und WormS auch .Provinzialdirektor Fey, KreiSamtmann Emmerling von Worms, sowie sämtliche Oberbeamten deS Polizeiamts Darmstadt eingefnnden hatten.

* Aus dem Militär-Wochenblatt. Dahms, RechnungSrat, Proviantamtsdirektor in Darmstadt, auf seinen Antrag zum 1. Mai 1912 mit Pension in den Ruhestand versetzt.

e Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gammelsbach.

Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte. Morgen abend findet im Hörsaal deS phisikalischen JnstitlltS ein Vortrag über ^Röntgen­strahlen und Radium*, mit Experimenten, statt.

* DaS Patent a16 Geometer 2. Klasse wurde dem Geometer 2. Klaffe jKarl Schneudier auS Hainbach für den Kreis Alsfeld erteilt.

* Treue Dienstboten. Die Großherzogin hat am Geburtstage Ihrer Hoheit der Prinzessin Elisabeth olgende Ehrenzeichen für langjährige treu geleistete Dienste n ein und derselben Familie an folgende Dienstboten ver- iehen: A. Das Goldene Kreuz mit Brillanten Margarete Dingeldein aus Rimbach, 42 Jahre bei Frl. Katharine Lindenstruth in Fürth i. £).; Eva Grad aus Hirschhorn, 40 Jahre bei Dekan Geistlicher Rat Hesch in Nieder-Olm; Elisabethe Sieg aus Münster, 40 Jahre bei Herrn Bauinspektor K. Schön in Lich; Katharina Weil aus Rockenberd, 40 Jahre bei Herrn Bernhard Seulburger I. in Butzbach; Magdalene Zahn aus Seligenstadt, 40 Jahre bei Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch in Gießen. B. Das Goldene Kreuz Elise Kartbäuser aus Allendorf, 25 Jahre bei Freim Marie von der Hoop in Darmstadt; Margarete Lämmer aus Llngersbach, 29 Jahre bei Geh. Kommerzienrat Adolf Krafft in Offenbach; Elisabethe Nau aus Nieder-Ohmen, 25 Jahre bei Herrn Restaurateur Wilhelm Prell in Gießen; Minna Re eh aus Weilmünster, 25 Jahre bei der Familie des f Schulinspektors Gutberlet in Gießen; Margarete Will aus Treis an der Lumda, 25 Jahre bei Herrn Löb Glück in Allendorf an der Lumda; Auguste Roth aus Petersberg, 30 Jahre bei Herrn Ernst Falkenhainer in Alsfeld. Gesuche um Verleihung deSGol­denen Kreuzes" zum 11. März 1913, denen eine Bescheini­gung der zuständigen Bürgenneisterei oder Polizeibehörde beigefüat sein muß, aus der hervorgeht, daß die Beding- ungen für die Verleihung desGoldenen Kreuzes" erfüllt ftnb, müssen bis längstens den 15. Februar 1913 bei dem Obcr-Kannnerherrn Freiherr Riedcsel zu Eisenbach in Darmstadt oürgereicht sein.

** Volksunterhaltunasabend des Evang. Arbeitervereins. Der Gemischte Chor des Evang. Ar- beitervereins brachte am Sonntag unter freundlicher Mit- nnrkung des Orchestervereins und Leitung ihres gemein­samen tüchtigen Dirigenten Musiklehrer W. Gernhardt einen wohlgelungenen musikaliscken Dolksunterhaltungsabend DaS Programm war dem Zwecke entsprechend nicht geeig­neter zu wählen, die Chöre Hangen recht gut, besonderen Dank ifl dem Orchesterverein für seine Mithllfe zu zollen Dessen Leistung war unter Berücksichtigung, wie der Vor- tragaibe der Erläuterungen bemerkte, daß der strebsame Verein an den sich gestellten Ausgaben selbst lernen nnH, recht anerkennenswert. Der Besuch war in Anbetracht des sckumen Frühlingswetters und trotz des leider gleichzeittg ftattsindenden Konzertes des Bauerschen Gesangvereins recht aut. Am Schlüsse mürbe Herrn Gernhardt vom Vorfitzenden des Evarrg. Arbeitervereins unter anerkennenswerten Worten ein Lorbeerkranz überreicht.

* * Die Musterungen beginnen im Kreise Gießen am Freitag, 15, März. lSiehe Bekanntmachung im heutigen KreiSblatt.)

** Paket Versendung. Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadreffe ist für die Zeit vom 1. bis einschl. 6. April weder tm inneren deutschen Verkehr nod) im Verkehr mit dem Ausland ausgenommen Argen- tinien gestattet. Rach Argentinien können auch in dieser Seit mehrere, jedoch höchsten« drei Pakete, mit einer Post- paketadreffe versandt werden.

- ~ ®In dem gestrigenFeuilletonDie Enweckung des Slldpol^' muß eS tn der zwerl-n 3ra;tc, Zei/e 18 von oben beiden: nnr errichteten ein kleines HauS und mcht: wrr errerchten ein kleines Hau-.

Landkreis Gießen.

- --- Hausen, 11. März. Gestern nachmittag hielt Herr Dr. Hoffmann von Fttedderg, Sekretär des Oberhessifchen Obstbauvereins, in der Gastwittfchafl von H. Schacdt hier einen sehr intereffanten Vortrag über Behandlung und Pflege der Cb ft bäume, Krankheiten und Schädlinge derselben und deren Bekämpfung. Der Vortrag wurde von der sehr zahlreich auch von Annerod, Steinbach und Matzen- dorn besuchten Versammlung mit großem Beifall ausgenommen.

Vekanntmachung»

in der Gemarkung Mainzlar.

der Zeit vom 9. bis einschließlich 22. März 1912 heg: Bürgermeisterei Mainzlar bal offen t9C 59rn^Un9dDCTilC^ni8 m Einsicht der beteiligte: hiergegen sind bei Meldung des Ausschluss^ mnerdalb der oben angeaebenen OffenlegungSfttst bei Grotzb Burgermeyrerer Mainzlar schrisllich cinzureichen und zu begründen 0r i ed b e r g,, den 4. März 1912.

^tr ^^oßberzogliche Feldbereinigungskommissür.

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5. Lollar, 11. März. Zur Verhaft u n g der v e -H» W i l d e r e r ist noch folgendes zu berichten: Am Mittwoch morgen fand Forstwart Fuchs in einer Fichtenschonung des LolAer Kopfes oberbalb des Weiherbrunnens beun Schnewen von Teck- reifig ein Reh. Ter Beschaffenheit des T.eres nach mußte er annchmen, twß es erst tags vorher ge)chosten worden sei. Dern Verdacht fiel sofort auf Heinrich Fev, der seit Abbüßung fexmr Strafe das verbotene Handwerk wieder zu betreiben toten. Fuchs teilte seine Entdeckung dem Jagdpächter Deibel sowie der Gen­darmerie mit. Da die beiden Gendarmen anderwetttg 6etoafhgt waren, gab Deibel dem Forstwart einen Arbeiter zur Düse mtt, worauf beide in der Nähe des Tieres Posten standen. Gegen 8 Uhr abends glaubten beide Schritte zu hören, konnten ledoch wegen der großen Dunkelheit nichts bemerken. Als ste sich an das Versteck begaben, sahen sie, daß das Reh verschwunden war. Inzwischen waren auch die beiden Gendarmen emgetrosfen. Der mitgebrachte Polizeihund wurde an bte Fundstelle gebracht, wo er sofort die Spur aufnahm, die in bte Wohnung des Hemrtch Fey führte. Man sand ben Wilberer noch babet, wre er bas Tier zerlegte, weshalb er sich auch ohne werteres zu einem Ge- stänbnis herbeiließ. Auf Vorhalt des Forstwarles Fuchs baß an dem Red ein großer Teil fehle, erllärte Fey nach anfanglrchcn Ausreden, bas Fehlende habe sich sein Onkel Phtlrpp Fey geholt. Die Sicherheitsbeamten begaben sich hierauf auch, nach dessen Wohnung und holten ihn aus dem Bette. Das Flersth wurde in dem Bette der Kinder gefunden, wohin es die Frau m der Erle versteckt hatte. Am Samstag wurde unter Leitung eines Kriminal- beamten nochmals Haussuchung in beiden Wohnungen vorgenom­men, die noch verschiedenes Verdächtige zutage förderte.

f\ Hungen, 11. März. Ein falscher Lärm hatte gestern wieder eine Zigeunerjagd herbeigeführt. Rodheirner wollten drei Zigeuner am SamStaq abend im Gräßer Wäld- chen gesehen haben. Gestern früh traf nun die hiesige Gendarmerie dort ein; nachdem sie durch bewaffnete Bürger , auS Rodheim verstärkt worben war, erfolgte das Absuchen des Wäldchens. Man fand keine Spur von Zigeunern.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterb ach, 11. März. Der Kriegerverein veranstaltete gestern abend im Saale der Spießturnholle hier ; eine wohlgelungene Theaterauffuhrung, deren Reinertrag der Unterstützungskaffe des Vereins zugewiesen wird. In An- ' betracht beS wohltätigen Zwecks war die Turnhalle, trotz der , am Mittwoch vorauSgegangenen Theateraus' irung deS j Rhein-Main-Verbandes, b,iS auf den letzten Platz besetzt. Tie einzelnen Rollen des ,Der Registrator auf Reisen^ waren in bewährte Hände verteilt und ernteten j reichen Beifall. Ein Mitglied hatte die Vorstellung in eine loyale Begebenheit umgestaltet und dabei das Nebenbahn­projekt SchlitzNiederaula ins Auge gefaßt.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 11. März. ImSolmser Hof^ fand gestern nachmittag eine Hauptversammlung der Mit­glieder der hiesigen Vorschußkasse statt. Auf der Tages­ordnung stand die Neuwahl deS Direktors und Rechners. Als solche gingen aus der Wahl hervor Kammersekretär Hamburger als Direktor auf die Zeitdauer von drei Jahren, Nechnungsgehilfe Barri als Rechner auf Lebenszeit. Die von dem verstorbenen Rechner Göbel verwaltete Untererheber­stelle wurde Stadtrechner Schmidt provisorisch übertragen, die Verwaltung der Kirchenkasse Rechner Langwaffcr.

Kreis Friedberg.

(L) Bad-Nauheirn, 11. März. Unsere Ludwigs- quelle wird zurzeit neu gefaßt. Die Leitung nach der Trinkkuranlage ist fertig gestellt und zu Beginn der Saison wird man in oem neuerbauten Pavillon die Wasser des Kurbrunnens, des Karlsbrunnens und der Ludwigs- quelle trinken können.

Heffen-Naffau.

0 Marburg, 11. März. Zwecks Besprechung über die Feier des im nächsten Jahre stattfindenden 100-jähr. Bestehens des Kurhessischen Jägerbataillons Nr. 11 hatten sich gestern im Fronyof hier etwa 150 ehemalige Jäger eingefunden. - Es wurden neben einem Gesamtfest­ausschuß Einzelausschüsse für die Kreise Marburg, Kirch- : Hain, Frankenberg und Biedenkopf gebildet.

w. Fulda, 11. März. Auf dem Wege nach der Niederröder Höhe wurde ein 14jährigeS Mädchen von 1 einem mächtigen Auerhahn im Gehölz angegriffen. Während deS Kampfes stürzten beide zu Boden. DaS Mädchen kam auf den Auerhahn zu liegen. Der Kampf endete damit, daß daS Mädchen mit einem Stück Holz dem Auerhahn so lange auf den Kopf hieb, bis dieser verendete.