Ausgabe 
12.3.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

^mermzon, Lie er vor einigen Tagen mit I über 40 Angestellten-Berbänd' Slanncangeiegenbctien maßgebenden Person.! handlangen, an denen auch die"

Giewen

isse9 TelT'

Aus der pnvatbeamte.idewegung.

In Berlin hat die diesjährige Bertreterver- sammlung des Hau p t au ss chuss es für staatliche Penftonsversicherung unter Beteiligung der Delegierten von

Ausland.

Aus Peking trirb gemeldet: Ein Erlaß begnadig« alle Gefangenen außer Mördern und Räubern und erlass die schon fällig gewesenen, aber noch nicht bezahlten (^nmbfteurrn ^5 kündigt die zeitweilige Anwendung der alten Gesetze an, sofern ne Nicht dem re Pichl iranischen Geiste zuwiderlaufen, und ermahn» alle Beamten, die Wohlfahrt der Republik zu fördern

ttchkerten ber der Besichtigung der vorerst nur für die Statio­nierung kleinerer Kriegsschiffe und für ihre Reparatur be­stimmten Cuxhavener Hafenanlagen hatte, sich für dre . Ausgestaltung Cuxhavens zu einem voll­wertigen Kriegshafen ausgesprochen hat. Tas ver-

-!Vrnn diese Nachricht bestätigt und gesetzgebe­rische tyolge annimmt, da Cuxhaven nicht nur die Elb- rnunbung, also Hamburg, verteidigt, sondern auch, zumal im Zusammenhang mit dem ihm gegenüberliegenden Wil- helmshaven, den der Wesermündung, also Bremens, den Ab­schluß der Verteidigung unserer Nordseeküste.

Als der Kaiser-Wilhelms-Kanal gebaut wurde, hoffte man von ihm, die deutsche Flotte gleichzeitig in der Ostsee wie in der Nordsee verwenden zu können und so ihre taktische Verdoppelung herbeizuführen. Tiefe Ho fnung mußte aber verfliegen, je mehr der Tonnengebalt der Panzerschiffe zu­nahm. Und wenn man auch jetzt dabei ist, den Kaiser- Wilhelmskanal durch Erbreiterung für die zurzeit größten ^chifsstypen fahrbar zu machen, so dürfte es doch immerhin sehr zweifelhaft sein, ob ein Kriegsschiff, das bei einem Kampf in der Nordsee Havarie erlitten hat, durchgeschleust werden .kann, um den Reparaturwerlstätten in der Ostsee zugcführt zu werden. Tenn darauf weist ja die Verlegung des Schwergewichts unserer Flotte nach der Nordsee hin, daß es sich für sie vor allem darum handelt, gegen England ckls Ausfallsflotte zum Schutz der deutschen Nordseeküstc zu dienen und sich nicht mehr auf die reine Defensive unter dem Schutz der Kanonen von Borkum und Helgoland zu beschränken. Eine Flotte aber, die über die ersten Verteidi- gungspositionen angriffsweise hinausgehen soll, wenn sie auch nicht die Ausgabe haben kann, die englischen Küsten selbst zu beunruhigen, bedarf in jedem Falle, auch nach einer gewonnenen Seeschlacht, der Reparaturen und der Ergän­zung ihres Materials, und dazu sollen, da die Durchschleu­sung havarierter Kriegsschiffe durch den Kaiser-Wilhelms- Kanal zeitraubend, wenn nicht ganz unmöglich ist, jetzt neben den Werftanlagen von Wilhelmshaven auch diejenigen von Cuxhaven und in späterer Zeit diejenigen von Emden dienen.

u . ------ aen stattgefunden. Den Ver­

handlungen, an denen auch die Reichstagsabgeordneten Mar- quart (natl.) und Siltart (Zentr.) teilnehnten, ging eine Sitzung des Siebener-Ausschusses mit den Bertre- tcrsi der Regierung voran, in der Fragen über die Organi­sation der- Versicherung erörtert wurden. Tic Vertreter- Versammlung beschloß nach Erledigung des Rechenschafts­berichtes und Her Jahresrechnung über das letzte überaus erfolgreiche Jahr in voller Uebereinstimmung die Forst, fuhrung der gemeinsamen Arbeit, Mitwirkung am weiteren Ausbau des Gesetzes und seiner inneren Organisation. Es wurde ferner ein Unterausschuß zur Prüfung der Frage der Vereinheitlichung des Privatbeamte u rechts eingesetzt. Für die Fortsühruug der Arbeit wurden größere Mittel bewilligt und daher die Beiträge von I auf «!Mk. für je 1000 Mitglieder erhöht. Bei den Wahlen für die Lrgamsation der Versicherung werden sich die im Haupt- ausschuß vereinigten Verbände jeder Bekämpfung unter­einander enthalten. Die bisherige Leitung einschließlich des gesamten Siebener-Ausschusses !Vorsitzender des Hanpt- ausschusses Josef Reif vorn Verbände Deutscher Hand- lungsgehilfen, Vorsitzender des Siebener-Ausschusses Hans Bechly Dom Deutschnatimalen Handlungsgehi sei, Der- bande) wurde aufs neue bestätigt.

übermäßig schwer geworden ist, von den üblichen Polarstrapazen abgesehen. Eine außergewöhnlich schwierige oder gar gefährliche Aufgabe war also der Zug nach dem Südpol beule nicht mehr.

Es drängt sich nun aber von neuem eine andere Frage auf Wie steht es um den wissenschaftlichen Wert der Er­oberung des Südpols? Diese Frage erhob sich bereits, als vor nun Jahren Scott seine jetzige zweite Südpolarexpedition vor bereitete und dafür u. a. die Hilfe der londoner geographischen Gesellschaft in Anspruch nahm. Diese Gesellschaft gab etwa folgen­des Urteil ab:Was die Gewinnung des Pols betrifft, so weiß man, daß bis zu ihm nur 100 Meilen zurückzulegen sind. Freilich tmrfte dieser Punkt nichts von sonderlichem wissenschaftlichen Jnter- epc bieten, und die [gl. geographisch? Gesellschaft könnte kaum eine Expedition mit dem Südpol als alleinigem Ziel empfehlen. Kapitän Leotr ist aber dafür bekannt, daß er seine Aufgaben nicht so enge fcRt." In der Tat hat denn auch Scott zwei Hauptaufgaben sich gestellt: erstens den Südpol und zweitensdie weitere wissen­schaftliche Durchforschung des Roßmeergebietes."

Bis vor Shackfttons Rückkehr war die Sache anders. Damals lag zwischen dem Südpol und dem iljm nächsten erreichten Punkt eine ganz unerforschte Strecke von etwa 850 Kilometer, Und es unterlag keinem Zweifel, daß auf ihr.sich viel Neues und Jnter- essames würde beobachten lassen. Das gesckmh denn auch durch Shackleton. Er verfolgte den hohen Ostrand des Viktorialandes bis 84° s. Dr. und sah, daß er dort nach Südost umbog, was zu wichtigen.Erörterungen über die Gliederung jenes Teiles der Antarktis geführt hat, in denen Amundsen, wie es scheint, mm die Entscheidung gelungen ist. Shackletou erstieg dann das zirkum- polare Hochland, das mit seinen Gletschern das Roßsche Eisfeld [peilt, und stellte fest, daß es gegen den Pol bis über 3000 Meter aniteigt; es bckder eine glatte Ebene. Auf ihr mußte der Südpol liegen und es mußte um ihn ziemlich genau so aussehen, nne dort, wo Shackletou umzukehren gezwungen war. Amundsen bestätigt das jetzt. Wäre es nun möglich, am Südpol selbst ein Jahr lang zu beobachten, so würden sich daraus,wahrscheinlich viele wichtige Tatsachen für Erdmagnetismus, Meteorologie, Gletscherkunde, viel­leicht auch Geologie ergeben: ein nur drei- bis viertägiger Aufent­halt einer ans wenigen Teilnehmern bestehenden Schlittenerpedi- tion, die int Interesse schnellen Reisens nur mit te-n notwendigsten Jnitrumenten ausgerüstet ist, hat dagegen keine sonderliche Be- deutuna. Und um einen derartigen flüchtigenKuß auf den Südpol' handelt es |ich bei Amundsen.

Etwas , anderes ist es, wenn in Verbindung mit diesem Ziel die beiden jetzt in Rede stehenden Expeditionen Beobachtungen an anderen Stellen chres Reifegebiets haben vornehmen können. Man

hort daßeme Abteilung dec Amundsenschcn Unternehmung sich mit der Enonchung von Eduardland beschäftigt hat, wählend die Ludpolabteilung unterwegs war: das war ein glücklicher und wnienichaftlich nützlicher Gedanke. Aber dazu braud-i man nicht Den -üdpol zu bestürmen: beide Tinge stehen nicht m Zusammen­hang. Von Interesse ist auch, daß die Höhe des Raudgebirges des inneren sudvolaren Plateaus bis 4500 Meter ansteigt- doch auch das kann die Bedeutung des Südpols für die Wissenschaft nicht erhöhen. Amundsen selbst wird nicht im Zweifel darüber lein, bafc bie Wissenschaft seinen Zug zum Südpol allein nur al» eine ivortliche Bravourleistung bewerten wird: und er, der 1 einerjeit den Nordpol, als dieser noch nicht entdeckt war, als ein ganz nebensächliches Ziel seiner geplanten Fahrt durch das Nordpolarbecken bezeichnete, kann ebenfalls die Bezwingung des Südpols unmöglich höher einschäheu. Aber er brauchte oiesen lensationellen Erfolg, weil er dadurch die für seine wissenschaftliche Nordpolfahrt noch fehlenden Mittel es fehlten ihm beim Aus­bruch 170 000 Mk. von seinen spröden Landsleuten zu er­langen yoMe. Diese Mittel roerben tbm ja nun sicherlich leicht juflicccn, und so beftände der wissenschaftliche Wert der Südpol-- eroberung im Grunde darin, daß sie die wichtige Nordpolfahrt zu ermöglichen verspnckst. Vielleicht ist an der Tat Amundsens das Wertvollste, was jetzt in der Südpolfteude ganz außer Acht getanen wird: die erwähnte Erforschung des Eduardland^ das das Roßsche Eisftld im Osten begrenzt. Endlich ist noch -x er- rtmrten caB die Südpolarforschung sich letzt irr'olgc der Bezwingung des ^udpols anderen, dringend der Erkundung bedürftigen Teilen der Antarktis zuwenden wird.

Cuxhaven als Kriegshafen.

.Der geographischen Lage der deutschen Küste gemäß zerfallen unsere Befesttaungen in die der Nordsee und in dre der Ostsee, dre tn den beiden Kriegshäfen Wilhelms- lMen und Krel ihren maritimen Ausdruck finden. Zwar gibt es auch noch an der Ostseeküste starke Befestigungen, wie z. B. die von Swinernünde, die bestimmt sind, die Odermundung zu verteidigen, und die Befestigungen von Weichselmunde, die denselben Ztveck bei der Weichsel ver­folgen unb außerdem noch dazu bestimmt sind, der Deckung der Danziger kaiserlichen Marinewerft zu dienen. Aber das Hauptgewicht der deutschen Küstenverteidigung legt man trotzdem auf die Nordsee und nicht auf die Ostsee, weil hier einmal die Sperrung der dänischen Gewässer, falls Däne­mark seine Neutralität bei einem deutsch-englischen Kon flitt aufrechterhält, wozu es von seiner Südgrenze her durch Deutschland eventuell gezwungen werden müßte, das Ein dringen eines englischen Geschwaders in die Ostsee unmöglich machen würde unb man zweitens deutscherseits von diesem, sowie von der Aktion einer russischen Flotte, wenig zu be­sagen hätte, weil die Landungsverhältnisse an der Ostsee tüfte recht ungünstig sind und außerdem, selbst wenn ein Lanüunasvcrsuch glücken sollte, er durch die handfesten Mecklenburger, Pommern und Altpreußen und sei es auch nur durch den Landsturm leicht zurückgewiesen würde.

Hier liegt also keine Gefahr für Deutschland vor. Anders dagegen an der Nordseeküste, da hier erstens, weil es sich 1 tn der Hauptsache um Gebiete des ehemaligen Königreichs Hannover handelt, das antinationale Welsentum man denke an die Verschwörungspläne der Welfen vorn Jahre 1870 - einen gewissen Einfluß hat, und man zweitens in (riiglanb über die Fahrverhältnifse im Wattenmeer voll und ganz unterrichtet ist, so daß man, wenn nicht von deutscher Seite em Flottenvorftoß erfolgt, an der deutschen Nordsee­lüste nicht nur leicht landen, sondern sich auch der Haupt­plätze des deutschen Handels, Bremens und .Hamburgs, durch einen linksseitigen Flankenmarsch leicht bemächtigen könnte Denn für den iSchutz dieser Städte und der Nordseeküste überhaupt hätte Deutschland wegen der Diversion nach Schleswig-Holstein schwerlich ausreichende Landtruppen zur Verfügung, und die relativ geringe Rekrutierungszahl der beiden Hansestädte, sowie überhaupt Nordhairnovers, mag sie auch jetzt durch die Einwanderung aus dem Osten etwas gestiegen fein, läßt erwarten, daß dort bei einem plötz- "chen lieb erfüll nicht einmal ein genügend starker Landsturm den Engländern Widerpart halten kann.

. , Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen« 1 Za st- Der Direktor der Landesbibliathek zu Kassel, Dr Phil. Ed. Lohmeyer, tritt Jum 1. Oktober d. I. m den Riche- itanb; zu seinem Nachfolger ist der Oberbibliolhckar Professor Dr Lugo Brunner auserfehen. In Würzburg ist am Samstag infolge eines Schlaganfalles die Großh. Hess. Kammersängerin i. P. ixrau Antonie Mayr-Olbrich, Ehrenmitglied unserer Hof-' bühne, gestorben. Antonie Mayr-Olbrich, eine ausgezeichnete Koloratursängerin, war 1868-69 für die Darmstädter Low per verpflichtet worden und beinahe ein Vierteljahr hundert hindurch blieb die Künstlerin eine Zierde der Bühne. Im Jahre 1892 schied he auy dem Verbände des Hoftheaters. Der Großherzog ernannte die .Künstlerin am 5. Oktober 1893 zum Ehrenmitglied der Hof- kühne. Der chirurgische Leiter des Lazaruskrankeuhauses in Berlin, Sanitätsrat Lochlein, ist gestorben.

Unsere Marineverwaltung hat es sich deshalb angelegen sein lassen, einem etwaigen Ansturm der Engländer au unsere Nordseeküste fd)on in erster Linie durch vorgescho­bene maritime Positionen zu begegnen. Wies schon die Be­festigung Helgolands, die fortdauernd ausgebaut lvird, auf eine energische Verteidigung der Elbmündung und damit Hamburgs hin, so fanb der -Schutz der deutschen Nvrdsee- küste weiter seine folgerichtige Ergänzung dadurch, daß man auch die Emsmündung durch fortifikatorische Anlagen auf der Insel Borkum schützte, die vielleicht in absehbarer Zeit noeft zum Bau eines Kriegshafens in Emden selbst, dem alten Ursprungsori der brandenburgischen und damit der Preußischen und deutschen Kriegsmarine, führen werden. Das Neueste auf dem Gebiet der deutschen Küstenverteidi- gung gegenüber England ist nun, daß Kaiser Wilhelm auf

Oie wissenschaftliche Bedeutung der Süöpokroberung.

Von H. Singer.

In Norwegen gubelt .man darüber, daß es Amundsen gelungen ; ist. offenbar als erster den Südpol zu beyringen. Man feiert dni Mann und seine Tat und gewiß mit Recht Der Südpol der Erde galt eben für die Allgemeinheit schon immer als die schwie- ! ugste und letzte große Entdeckungsaufgabe. In Wirklichkeit war n das allerdings nicht mehr. Seit dem Vorstoß der ersten Äeottschen Expedition vom Jahre 1902 war es- nämlich nicht mehr Nveifelhaft, daß der Südpol in kurzer Frist seines Schleiers beraubt werden würde: ja, man hatte allen Grund zu der An nähme, daß das noch eher geschehen würde als die Eroberung des Nordpols. Tatsächlich ist ja nun doch der Nordpol als erster an die Reihe gekommen; aber es war klar, daß ihm der Südpol sehr bald folgen mußte. Von dem Südpol wußte man, daß er inmitten einer Landmasse lag. Deshalb konnte er niemandem, ott ihm zustrebte, entweichen, und so war es schließlich nur eine I Frage der Technik polarer Schlittenreisen, wami die Eroberung glücken würde.

Man wurde auch bald mit dem (geeigneten Wege vertraut, ur begann etwa unter dem 78. .Breitengrade am Biktorialande, -ri^em schließt sich im Osten eine merkwürdige Meereseisdecke von uubekaniiter, aber jedenfalls mehrere hundert Kilometer weiter stidlicher Ausdehnung an, die nach dem Entdecker ihres Nordabbrucks >rls Noßsches Eisfeld bezeichnet werden kann und im großen und ?ano~n eben und spalt en los ist. Shackleton drang im Südsominer «00. auf dem Eisfeld polwärts vor, -erstieg das Randgebirge Viktorialandes und gewann damft ein von Inlandeis über- ÄZenes JBIateau, womit er seinen berühmtenRekord" von « 23 Süd aufstellte. Es war nun klar, daß sein nächster Nach- S* höchstwahrscheinlich über diesen Punkt bis zum Südpol wider gelangen würde, da dort oben das Gelände keine Hint«r- | t'he mehr bot.

I Somit hatte Shackleton einem glücklicheren Nachfolger aufs i vorgearbeitet; er hatte den sicheren Weg zum Südpol nicht yur gezeigt, sondern ihn fast bis zum Ziel sozusagen gang- gemacht. Scott hatte es auf seiner zweiten Reise verhältnis-

I ii-2'9krIcid>4- Etwas größer erschienen die Schwierigkeiten für uicht am Plateaurand entlang nach Süden zog, I «^rn. guer über das Roßsche Eisfeld. Er hatte von feiner an der Walfischbucht bis zum Plateau- ^o,?^wa 600 bis 700 Kilometer zurückzulegen, und diese Stteckc "*<ver nicht bekannt. Aber die nunmehr vorliegenden Berichte v*|ininb|en£ lassen erkennen, daß ihm dort das Vordringen nicht

In gewissem Sinne stehen natürlich diese Pläne auch mit der neuen Flottenvorlage in engstem Zu­sammenhang. Denn nachdem man auch das zweite Ge­schwader unserer Kampfflotte von Kiel nach Wilhelmshaven verlegt hat, bedarf es, da nach der neuen Flottenvorlage noch ein drittes Geschwader der Hochseeflotte, die bisherige Referveflotte, in Dienst gehalten werden soll, einer neuen Flottenstation. Tie Verhältnisse Wilhelmshavens sind eben doch nicht so günstig, um bei dem immerhin engen Fahr­wasser drei Geschwader zugleich und in kürzester Zeit zu entwickeln. Die mehrfachen Spionagefälle weisen darauf hin, daß England die Verlegung des Schwergewichts der deutschen Flotte von der Ostsee in die Nordsee mit arg­wöhnischen, ja ängstlichen Augen verfolgt. Das kann und muß Deutschland nur darin bestärken, auf diesem Wege fortzufahren, um, 16 Stunden von der englischen Küste entfernt, eine Flotte in Bereitschaft zu halten, die England endlich einmal zu Gemüte führt, daß Deutschland auch auf See ein nicht zu unterschätzender Gegner ist.

lornmarkr' tim# lainlt toi M lauöt - Voiw Silikats IM# i*l sind: sein von PtK Hieben Hebe eilen; 2 Nick I en des 8- ' ei reichlich I nng; 3. ceisj in Kali, we1^ | rlust zur voig E 'kommt;!F.« Kiesel-Shu I mduBRsmögt j rohl im HenJ H i im Frühjr r empfehle »tmai* latwiek« «terbM« »(bafer verse Sorte tkirtoffeb _handverkk:,-l

DciUfcbes Neich.

DieNordd. Allg. Ztg/' meldet: Tie leitenden Minister der Bundes st unten treffen am Donnerstag zu einer Be- I p r e d) u n g mit dem Reichs kanzler über die Wehr-, vorlagen und ihre finanzielle Deckung in Berlin ein.

Vonunterrichteter Seite" wird derTägl. 9hinbfd>nu" mit- geteilt, daß vor einigen Monaten im Auftrage der beutfdxn Regierung zwei hohe Beamte in Wien weilten, bereit Aufgabe es war, festzustellen, wie viel Petroleum zu liefern, Ceftcrreid) imstande ist, falls Deutsdstand ein Petroleum' Monopol in Vorschlag bringt. Die Auskünfte, die die beiden Herren erhielten, waren wenig ttöstlich, und zeigten, daß die Befürchtung wegen eines starken Nachlassens der galizisd^i Pe- trolcumprodultion durchaus am Platze war. Ein Pcttoleum- mo Ito pol kommt daher vorerst nicht in Frage.

'SieNordd. Allg. Ztg." schreibt:P r i n j r e g e nt Luit- PoldvonBayern vollendet am Dienstag sein 91. Lebensjahr, (rin gütiges Geschick verlieh dem ehrwürdigen Fürsten gesegnetes: Alter in voller geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit. Die Bevölkerung Batzerns bringt wiederum dem Haupte des Königs­hauses eine Kundgebung treuer Anhänglichkeit dar. So schließ« sich auch ganz Deutschland in freudigem .Gedenken der fdwnen Feier, die den erhabenen Senior im Kreise der deutschen VtMde-- fürsten: und hochverdienten Förderer des Reichsgedankens gilt, an. Die Wünsche aller vereinigen sich, daß dem edelgesinnten Regenten Bayerns noch manches Jahr regen wohltätigen Wirkens befchteden sei.

Tie badische 2. Kammer stimmte am Montag im Prin- zip einer neuen Irrenanstalt bei Muggensturm mit einem Aufwand von 10 Millionen Mark zu. . Finan-minister v. Rhein- bolot legte zugleich einen Nachtragsetat zum Verkebrsbudgel für 1912/1.3 vor, der eine Forderungen 1208 000 Mk zur Er- ^ö^£J.'|uni> Akkordlohnsätze der in ftaat-, lieben Betneben befchaftigten Arbeiter mit Wirkung vom 1 März enthält. Die durd/schnittliche Aufbesserung soll jährlich 11,0.3 Mk betragen. Der jährliche Turchschiiittslohn stellt sich auf 1360 9Jlt momit Baden nach den Ausführungen des Finanzmäiisters an der Spitze sämtlicher deutscher Eisenbahnverwaltungen st eh:.

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