Ter Minister des Aeußern
Petersburg, 1. Nov.
Rußroje Slowo"
Sasonow gab einem Redakteur der
Rumänien cs erschweren würde, seine loyale Haltung bis zu
’len die Ballanvölker mit politischen Faktor rechnen, xi ihnen anzunehmen kein
Silbe zu bewahren.
Jedenfalls müssen
Rumänien als mit einem wichtigen
TaS Gegenteil wäre Leichtsinn, den bei ihnen anzunehmen
Syarrasani
Frankfurt
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Vergleich
November i FesthalB©
abgeschlossen:
Pr» Leopold ftrtft, 9lecktsanwalt.
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Letzte Hncbricbtcit.
Türkische Siegesmeldung.
Konstantinopel, 2. Nov. Ter >rriegsrorrespondenk der Sabah meldet, daß die Bulgaren aus Luele Burmas hinaus geworfen worden wären. Die V e r * luste au f beiden Seiten sollen sehr groß sein, besonders aber bei den Bulgaren. Zahlreiche Kurden schreiben sich als Freiwillige ein.
Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 3. Nov. 1912: Mein heiter und trocken, im Gebirge leichter Schnee, tags mild, nachts Frost.
der nationalen Bedürfnisse erreichten mehrere hunderttausend Drachmen.
Von den Aegäischen Inseln.
Dem „Temps" wird aus angeblich guter Quelle aus 2clmos gemeldet: Die Uebergabe der Aegäischen Inseln an die Türkei wird nicht so erfolgen, wie man nach dem Wortlaut des italienisch-türkischen Friedensvertrages annehmen könnte. Diesem Vertrag ist nämlich eine geheime Klausel hinzugefügt, wonach die Italiener sich verpflichten, die Inseln an die Türkei erst dann zurückzuerstatten, bis diese es selbst verlangen würde. Diese Geheimklausel wurde am Tage nach bei griechischen Kriegserklärung auf Ansuchen der Türkei selbst hinzugefügt, die im Hinblick auf die Ueberlegenheit der griechischen Flotte es vermeiden wollte, daß die Inseln in einem Augenblick zurückgegeben würden, wo sie dies als unzweckmäßig, ja sogar "als gefährlich für sie ansehe.
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Grund vorliegt.
Der griechische Bormarsch ans Saloniki.
Athen, 31. Ott. Die Griechen marschieren
I. Beklagter nimmt feine Beleidigungen mit dem Aus- druck des Bedauerns als unwahr zurück.
n- £S!Inntc£ als Buhe an dir Minberfrfnile au Rödgen den Betrag von Mk. 5.00 und übernimmt alle bisher emuandeueii Gerichts- und Anwaltskofteu.
Gies;en, deu 16. Oktober 1912.
flCA. Karl Hofmann, Dr. Kat;.
Vorstehenden Vergleich bringe ich hiermit ans Kosten bev Angeklagten zur önentlicken Kenntnis.
Gießen, den 1. November 1912.
Handelskammer-Wahl
V’/u Ter Vorstand
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 1. Nov. Frankfurt wird im nächsten Monat als erste Stadt Europas den Zirkus der Fünfzehn tausend ncrjvirnitfot sehen. Es ist interessant, den Schöpfer des Planes, den Direktor Hans Stosch Sarra- s a n i, über seine Ideen plaudern zu hören: Es war stets mein Standpunkt, daß die Zirkuskunst dem Volk in seiner Masse gehört, nicht den paar Stammgästen auf dem Sattelvlatze und in den Logen. Eine ganze Welt an Tieren und Menschen aller Farbe *unb aller Gestalt wollte ich zum Aufmarsch bringen. Das war mein Ideal. Daß ich dies Ideal jetzt aus dein Vollen heraus in Frankfurt werde erfüllen können, ist meine Freude. Solch! einen Raum wie die Festhalle bat mir stets meine Phantasie vorgegaukelt. Es widerstrebt mir, viel Versprechungen zu machen: aber das eine Versprechen möchte ich doch geben: daß ich ein Material an Tieren und Menschen in Frankfurt sammeln werde, wie es kein Zirkusleiter Europas bisher zusammengebracht hat. Die Ziffern: 200 Pferde, 200 exotisck»«? Tiere, 400 Mitwirkende sotten das Schlagwort geben. Ich bin kein Anhänger des amerikanischen Zirkusspstems, daß das Interesse des Publikums auf drei Manegen zerstreut und dadurch Oualitätsleistungeu überflüssig macht. Ich will das Iritercsse auf den einen einzigen Brennpunkt, die Manege, konzentriert sehen. Der Rieseirraum verlangt von selbst einen Massenaufmarsch von Tieren und Mensch.m. Ich bringe Trupps von exotischen Völkern und Herden von Tieren.
2M Pferde
Der kostbarste u. größte Marstall, den Europa jesah.
20© exotische Tiere
Elefanten. Löwen, sibirische Tiger, Grizzby-Bären, Kamele, Renntiere Nilpferde, Känguruhs, Affen, Zebras, Zebroide. Seelöwen, Wolfsjäger, Tapire, indische Büffel, Mysoreochsen.
400 mitwirkende
Die Elite der europäischen Artistenschaft. Trupps von Chinesen, Japanern, Arabern, Türken, Cowboys, Indianern, Russen usw. usw. .,OI
3 Musikkorps: Ungarn, Janitscharen, Bersaglieris.
Dcpcschenwcchfcl zwischen Wien und Bukarest.
Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Bukarest: Am Freitag fand ein zweimaliger Depescheuwechscl zwischen Kaiser Franz Zofef und KüuiZ Carlos statt.
Eine russische Regierungserklärung.
Schermuly. znm Pfau.
Aus Stafct und Land.
Gießen, 2. November 1912.
** Tageskalender Stadttheater. Sonntag nachmittag 8'/, Uhr: „Jet fidele Bauer"; abends 7'/, Uhr: „Ter B i b e r p e l g".
Konzertverein: 1. Konzert. Solisten-Abend: Prof. Jos. Peinbaur, Frau Marie Pemba ur, Frl. Gertrud G c y e r s b a ch. Sonntag nachmittag 5% Uhr in der Neuen Aula.
K i n e m a t o g r a p hTäglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
B a k o s s K a m m e r - L i ch t s v i e l e: Täglich Vorstellung.
Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.
Museum des o b e r h e s s i s ch e u G c s ch i ch t s v e r e i n s. Geöffnet Sonntag vormittags ll —1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11 —l Uhr unentgeltlich.
Gemäldeaus st ellungdes Kunstvereins im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11 — 3 Uhr, außerdem Mittwoch uachmittag von 3-5 Uhr.
-I nlnge nut \ i f findet am Sonntag, 3. Nov., vormittags II Uhr, in der Süd-Anlage (mir bei gutem Welter) statt. Spiel- plan: 1. „Gin ’c’tc Burg ist unser Golt". 2 Ouvertüre zur Oper „lUignon", von Twmas. 3. Fantasie aus der Over ..Stradella", von Fr. v Flotoiv. 4. Wir präsentieren! 1. Vreismarsch aus dein Wettbewerb der „Woche*, von H. Ailbouth.
Saloniki. Prinz Georg ist zum ersten Adjutanten Königs ernannt worden. Die Schenkungen zurst Besten
gegenüber folgende Erklärung ab:
Tie Siege der Balkanstaaten haben eine neue Lage geschaffen, mit der man rechnen muß. In Anbetracht des festen Entschlusses aller europäischen Mächte, bezüglich des Balkankon- sliktes in voller Uebercinstimmung und gemeinsam zu handeln, wäre ein selbständiges Vorgeh.'n einer einzelnen Macht, mit der Begründung, daß die Formel von der Erhaltung der territorialen Unantastbarkeit der europäischen Türkei überlebt sei, ihre frühere Bedeutung verloren habe und in der Praxis ccks unbrauchbar erscheint, unangebracht. Tie öffentliche Meinung Europas und Rustands bringt zweifellos den siegreichen Verbündeten Sympathie entgegen, aber die Regierungen iönnen sich nicht von Sympathien leiten lassen. 3t,' haben Verp lichlungen, die sie nicht vergessen dürfen. Ebenso beickäftigen Z u k u n f t s f r a g e n die Aufmerksamkeit der europäischen Kabinette ohne Rücksicht auf die Zugehörigkeit zu politischen Grupven. Es ist unzweifelhaft, das das solidarische Vorgehen der Kabinette den europäischen Frieden bestens garantiert und den gegemvärtigen Meinnngsvei- fchiedenheil einzelner Mächte verbeugt. Man kann nicht von einer Sonderpolitik des Dreibundes oder der Tripel-Entente sprechen, die der gemeinsamen europäischen Politik entgegengesetzt iei.
Auch die Friedensliebe des rumänischen Königs muß hervorgehoben weiden. Ter europäische Elwrakter der ru- mänisck>eu Politik erscheint als ein wichtiger Faktor, der von den Großmächten wie auch den Nachbarn Rumäniens gewürdigt werden muß. Ich bin überzeugt, daß Rumänien hierdurch tatsächlich nur gewinnt, die traditionellen russisch-rumänischen Beziehungen von neuem gefestigt und gemeinsame ruhmreiche Erinnerungen geschaffen werden, die durch vorübergehende Meinungsverschiedenheiten niemals verdunkelt werden können. Ich zweifle nicht, baß Bulgarien ben vollen Wert der gegenwärtigen Beziehungen •ii Rumänien versteht und baß cs keine Lage schaffen wirb, die
In der Pritzattlagesache des Monteurs Gnuil Altlwff in Rödgen, Privatklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Leopold Kat? in Gießen, . __ _ , gegen
den MonleurNarl Hofmann in Staufenberg, Beschuldigten, . , wegen Beleidigung,
wurde heute nachfolgender
Kaufmännischer Verein
Wir laden hiermit alle wahlberechtigten Mitglieder auf
Mnstaß, den 3. ds. Mts., abends 9 Uhr,
in unser HauS ff. Stock) zu einer Besprechung über die
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Verein MMinncu junger Mädchen
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rtitf Sonntag;, 3. Nov., abends 8 Uhr, freundlichst ein.
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(Eingang durch den Hof. [vi/n
ben den Feind in der Gegend von Visa siegreich zurückgeworfen.
Konstantinopel, 1. Nov. Nazim Pascha telegraphierte heute um 2 Uhr nachts: Der rechte Flü gel unseres Heeres rückt seit gestern itt nord westlicher Richtung vor. Die Armee Mahntud Muktar Paschas hat die Bulgaren geschlagen und viele Kanonen und Munition erbeutet Ich habe allen Armeekorps befohlen, die Offen sive zu ergreifen und vorzugehen.
Auö den Kämpfen bei Luele Burgas veröffentlicht die Wiener „Neichspostz' eine packende Schilderung: Unter dem Sturmgeschrei auf das Bajonett erhoben sich nicht mehr als 400 Schritt vor der feindlichen Feuer linie ganze bulgarische Znsanterieregimenter und warfen sich in einem einzigen Anlauf auf den Feind Die Offiziere sind gegen die Exaltation ihrer Leute machtlos. Ein Reg- inent, das noch gar nicht in der Feuerlinie angekominen war, warf sich lediglich infolge des Zurufs eines Unter Offiziers mit wildem Schlachtgeschrei auf den Feind, ohne auf die Kommandos zum Halten zu achten.
Eiil türkischer ycrluft zur See.
Athen, 1. Nov. (Reuter.) Ein g r i e ch i sch e s T o r p e d o b o o t brachte den türkischen streu z c r „Feth - i-Bul an d" im Golf von Saloniki zum Sinken.
Darüber liegt noch folgende Meldung vor:
Das griechische Torpedoboot 12 drang in der Nacht in den Hafen von Saloniki ein und feuerte erfolgreich einen Schuß gegen den Kreuzer Feth i- Buland ab. Dieser neigte s i ch auf die rechte Seite und sank. Das Torpedoboot kehrte unversehrt nach Caterina zurück.
Eine Bestätigung darüber, ob der Kreuzer wirklich gesunken ist, bleibt abzuwarten.
Tic Tardanellcnfragc.
Die „Voss. Ztg." teilt aus Athen juiJ: Das englische Kabinett hat Griechenland mit geteilt, das; keine griechischen Kriegsschiffe in die Dardanellen ein fahren dürfen, in denen auf englischen Wunsch die Seeminen entfernt worden sind. Die englische Flotte halte sich bereit, auf den ersten Ruf Kiamil Paschas zum Schutze ocr christlichen Bevölkerung Konstantinopels in die Meerenge einzufahren.
Eine Unterredung mit dem türkischen Minister des Acußeren.
Der Sonderberichterstatter des „Matin" in Konstantinopel hatte eine Unterredung mit dem Minister des Aeußern Nora dun ghian, der u. a. sagte:
Wir haben ben Krieg nickt gewollt, unb verlangen nur eines, baß die Grcktel, die er mit sich bringt, möglichst rasch einEnbe nehmen unb baß dem Blutvergießen möglichst bald Cinhalt getan wirb. Aber, solange wir nicht den Sieg b a v o n getragen haben, können wir unsere Waffen nicht stieb erleg en, die keine Angriffs-, sondern Verteibigimgs Waffen sind. Aus bic Frage, welche Haltung bte Pforte einem Verm ittlungsanerbieten der Gcsamtmächte gegenüber beobachten werde, antwortete der Minister: Wir haben gezeigt, baß wir immer bereit waren, bie Ratschläge Europas zu befolgen. Wir sind auch heute bazn bereit. Wir glauben nicht, baß es bie Thrkei war, bic Herrn Poineare ein Hindernis in ben Weg legte, als er vor Monatsfrist so hochherzige Anstrengungen unternahm, um den Frieben Europas zu schützen. Die Türkei wirb sie auch morgen nicht behindern, wenn er die Ausgabe unternimmt, ben Frieden wiederherzustellen. Wir werben den Großmächten bes Westens von neuem zeigen, baß ber Friede feine aufrichtigere Stütze hat als uns.
Serbische Hilfe für Bulgarien.
Die im nördlichen Mazedonien überflüssig gewordenen serbischen Truppen sind nach Bulgarien abmarschiert, um sich den bulgarischen Streitkräften vor Adrianopel anzuschließen. Größere Massen serbischer Infanterie passierten bereits Sofia.
Aus Sofia wird berichtet. Ans Rekruten der Jahrgänge 1912 unb 1 913 ist eine nene Armec von 100000 Mann gebildet worden. Alle Tage werden serbische Truppen und schwere Belagerungsgeschütze über Sofia nach Adrianopel transportiert. Die Svbranje ist für deu 1. Dezember eiuberufen.
Die Union ber Balfanlänöer.
Der Berliner „Lolalanz." meldet aus Belgrad: Wie verlautet, beschäftigen sich die parlamentarischen Kreise des Balkanbundes mit dem Plan einer Z u s a m m e n t u n f t aller Abgeordneten der Ba l ka nft a a t e n in Uesküb. Hierbei soll die Union der christlichen Balkan Völler erklärt und Beschlüsse gefaßt werden über einen noch engeren Zusammenschluß. Tiefe feierlichen Sitzungen sollen drei Tage dauern Große Festlichkeiten und Kundgebungen für die Solidarität sind geplant. Die Zusammen tun st findet gleich nach Beendigung des Krieges statt.
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** Psarrpersonalien. Der Großherzog hat den durch bie Dekanatsinnobe des Dekanats Büdingen für den Rest der laufenden Wabloerioden vollzogenen Wahlen des evangel. Pfarrers Aug. Schäfer zu Bübingen zum Dekan unb des evangel. Pfarrers Ludw. Bär zu Lindheim zum Stellvertreter bes Dekans bes Dekanats Bübingen bie Bestätigung erteilt. Dem Gnmnanallehrer i. P. Pfarrer Sie. Dr. Dieckmann zu Rob- heicki v. b. H. wurde mit Genehmigung des Großherzogs bie Verwaltung der evang. Pfarrei Ober-Eschbach übertragen.
** Ter Bericht bes Vorstandes ber Anwalts- kammer für 1911 12 teilt mit, baß in Hessen 258 Anwälte gegen 250 im Vorjahre tätig sind. Hiervon entfallen auf Starkenburg 104, auf Oberhessen 64 unb auf Rheinhessen 90 Anwälte. Zn Oberhessen haben sich in Gießen 28, Alsfeld 5, Bad- Naubeim 4, Bübingen 3, Butzbach 2, Friedberg 7, Grünberg 2, Herbstein 1, Homberg 2, Hungen 1, Lauterbach, Nidda unb Orten berg je 2, Schotten 1 unb Vilbel 2 Anwälte niedergelassen. Zn den fünf größeren Städten bes Landes stellen ?.i) bi? Zahlen ber dort beschäftigten Rechtsanwälte wie folgt: Darmstadt 55, Gießen 28, Mainz 58, Offenbach 17 und Worms 11. Tie Zahl der Fälle, in denen in Zivilprozessen am Oberlandesgericht und an den Landgerichten Rechtsanwälte zur ParteiveNretung im Armenrecht bestellt waren, betrug 993 gegen 677 im Jahre 1911 Es entfielen 1911 auf das Oberlandesgericht Tarmstadt 105 <90 i. V.), Landgericht Tarmstadt mit Offenbach 395 (350), Landgericht Gießen 117 (132) und Landgericht Mainz 376 (385) sogenannte Armen Prozesse.
** Bei Postpaketadrefsen ist es für den inneren deutschen Verkehr zngelassen, daß auf die Rückseite des Abschnitts Zettel mit schriftlichen Mitteilungen geklebt werden.
** T i e Vereidigung der Rekruten unseres Regiments fand nach vorausgegangenem Gottesdienst heute vormittag statt.
** Gin neues hübsches Gesch äftshaus hat Herr Karl Horn an Stelle seines niedergelegten alten Hauses in der Marktstraße errichtet. Tas von Architekt Hamann erbaute Haus paßt sich mit seiner belebten Architektur recht wirkungsvoll in feine Umgebung ein und ist eine Zierde der ganzen Martt- stratze. Die großen hellen Verkaufsräume ziehen sich durch zwei Geschosse, in dem unteren Geschosse werden die Mannsaktiirwaren unb im oberen Herren- unb Knabenkonfektion geführt In ben oberen Stockwerken befinben sich Wohnräume. Vor allem gefällt bie hübsche Eisenkonstruktion der Schaufenster und bie schöne Eingangstür aus Metall.
* * I m Allgemeinen Staats-Ei senbahn-Ver- ein hält heute abend im Lenzschen Felsenkeller Sani- lätsrat Dr. K a e ß einen Vortrag über Maßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose. ,
* * Paletotmarder. Aus dem Flur ber Universitäts- Aula wurde gestern einem Studierenden ein grauer Ueberzieher gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt.
* * N ä ch t l i ch e S ch l ä g e r e i. In der Ludwigstraße kam es heute nacht in der Nähe des Realgpmnasiums zu einer Schlägerei. Tie Bewohner der Umgegend wurden durch laute .Hilferufe imd durch einen heftigen Wortwechsel erschreckt. Polizei war nicht zur Stelle.
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Zur Beivirtung wird u. a. auch Kaffee, Tee und Gebäck bereu gehalten.
Tie Mitglieder unserer Gemeinden werden recht herzlich zur Teilnahme eingeladen.
__Ter Vorstand: D. Schlosser.


