Ach glaube, wenn Sie uns ei n etwa» langsamere- Tempo gestatten, wir können Ihnen da» versprechen abgeben, bafc wir sie allgemein abschaffen werven. nur wegen des Termin» haben wir Bedenken. Tie englischen Kolonien hoben die Sklopen- holter hoch entschädigt, auch da muffe« wir die Frage prüfen, wie weit das Schutzgebiet dazu in der Lage ist, die Koste« aufzu- bringen.
Sodann der Mkoholmihbronch. Die Kolonialverwolkung steht nach wie vor auf dem Standpunkt der Dernburgschen Denkschrift. Sie wird alles tun. was in ibrcn Kräften steht, den Alkohalkonsum einzuschränkcn. Tie verbündeten Regierungen werden die Jni- tiative ergreifen, um in Brüssel diejenigen Bestimmungen der Brüffeler Akte, die in Afrika noch nicht durchgeführt sind, zur Ausführung zu bringen. Es handelt sich bei dieser Konferenz erstens um die Heraufsetzung bei Zoll» für Spiritus und Alkohol und zweitens um Festsetzung der Regulierung der in der Brüffeler Akte bereits festgestellten Sperrzone, eine Sone, die parallel mit der Küste gebt und über die hinaus in» Innere die Mächte der Kongoa.'te sich verpk'.ichtet haben, feinen Spiritus einzuführen. Frankreich hat sich aber zur Einhaltung dieser Abmachungen nicht verstanden (Hört! Hört» und die Brülleler Konferenz ging also an dem Widerstand Frankreichs erfolglo» auseinander. (Hört! Hört»
Wir werden aber nicht nachlaffen. bet der französischen Regierung vorstellig zu werden, damit endlich der Zustand erreicht wird, wie ihn die Mächte durch die Brüffeler Akte erreichen wollen. (Beifall.) Sodann die Kameruner Bahnprojekte.. Da» Südprojekt, das den Jntereffen der € übfirmen entspricht, ist an sich wohl überlegt und gut. To« Problem einer Südbahn lieat aber in Kamerun für da« Gouvernement ander«, al« für die Interventen und die auswärtigen Firmen. Wenn Sie sich die Karte von Kamerun ansehen, werden Sie sehen, daff e« notwendig ist, da» Innere von Kamerun mit seinen Produkten zu erschlieffen und eine Zubringerbahn nach der Küste zu bauen. Nun ist die Frage, ob von Kribi ober Tuala unb die Entscheidung muh für Tuala fallen. Einmal ist e« ein natürlicher guter Hafen, ber ein sehr guter Hafen werben wirb; Kribi leibet unter der Unmöglichkeit, einen Hafen anzulegen, e« ist und bleibt eine offene Reeve, und wir haben soviel schlechte Erfahrungen in Südwest mit den offenen Reeden gemacht, mit den Molen und Lan- dungSwerften, baff wir nicht einen Crt ohne Hafen nehmen können. Haben wir eine große Mole, so ist es baSselbe, wie in Togo, und eine kleine, so wie in Swakopmund. Aber nicht nur diese technischen Gründe sprechen für Tuala, sondern auch politische Verwaltung»gründe. Ta» östliche Innere von Kamerun ist noch nicht so erschlaffen, daß mit Sicherheit damit gerechnet werden kann, daß dem Vordringen unserer Kaufleute die Eingeborenen nicht Schwierigkeiten machen werten. E» muß damit gerechnet werden, daß gelegentlich Schuhtruppen nach dem Süden gebracht werden müffen, und da ist e« doch natürlich, daß man die Dahn dahin lenkt, wo die Schuhtruppenvem'altung sitzt unb olle die Verwaltungsorgane. Ausschlaggebend ist aber folgender Grund: Tie Bahn, die die Interessenten in Kribi haben wollen, wird immer eine Stichbahn sein unb bleiben, aber wir sind schon von der
Anlage von Stichbahnen in den Kolonien abgekommen. Wir brauchen eine große Zubringerbahn au» dem Innern an das Meer, die Anschluß hat an ein bisher vorhandenes Bahn. Wem, unb da» wäre die Mittellandbahn. Wie man im einzelnen bie Trace zieht, kann ich noch nicht übersehen. Tie Angelegenheit biefer neuen Eisenbahn liegt aber in ber Hanb beS jetzigen Gouverneurs Ebermeher, der außerordentlich sachverständig ist, der bi« ganze Eisenbahnbaufrage im Kolonialamt bearbeitet hat.
Tie Kolonialverwaltung steht auf bem Standpunkt, daß bie Xnrife den Bedürfnissen de« Landes angepaßt fein müssen, der Eingeborenen und bet Weiffen. Es ist verlangt worben, baff auch bie Landstraffen auSqeoaut werden sollen und die Schutz, truppe mithelfen soll. Ich kann da mittcilen, bah in Sübwest» afrifa bie Schuhtruppe sehr rege beteiligt war an ben Tamm. bauten nach dem letzten großen Regenwasser. Da« Crienta. lifaje Seminar wirb nach der Anweisung ber Kolonial. bermnHnng ;etzt von allen besucht, die nach Ostafrika gehen. Wa« die Anwerbuna von Arbeitern : n L st a f r i k a an- langt, so ist gegen bie AnwerbungSverorbnung keine Klage bisher erhoben worden. Tie Klagen beziehen sich mehr auf da» Per- baltni« zwischen dem Arbeitgeber und ben Mittelspersonen, bie ba« Anwerben von Eingeborenen als Geschäft betreiben; ba ist ffswflt worden, die Gebühren seien zu hoch. Ta« ist aber keine Gebubr. das ist lediglich der Verdienst des Anwerbers.
Sodann ist an mich bie Frage gerichtet, ob bie neu erworbenen Gebiete in Neukamerun so wenig wert sind, al» damals bei den Verhandlungen in der Preffe behandlet wurde. Ich kann Ihnen die Mitteilung machen, daß allmählich in der Bewertung dieser Ländereien doch eine du rchauS günstige Stimmung Platz gegriffen hat. Ma« die KonzessionSgesellschaft - n betrifft, so arbeitet ba» Kolonialamt mit bem Auswärtigen Amt Hand in Hand in bec Erledigung dieser schwierigen Materie. E« ist selbstverständlich, daß wir uns durchaus auf den Boden der Kongoakte stellen und nicht gestatten werden, daß die Privilegien Einzelner die Han- delSfreiheif anderer stören. Im einw'nen darf ich bitten, daff 'ch mich über Neukamerun aussprechen kann, wenn Ihnen der Nachtragsetat über die Angliederung der neu erworbenen Lände, reien vorliegen wird. Herr v. Siebert hat die Inder frage berührt.
Es ist eine sehr schwierig« Frage, und wenn Herr v. Rechen, berg getadelt wurde, daß er in der Jndersrage eine zu lare ?,oh^-$ekieb,*n^at' dann muff ich diesen Tadel weitergeben an Die Machte, die die Kongoakte beschloffen haben. Ter Gouverneur kann nicht» gegen die Inder machen, ohne daß Deutsch, land ben vertragSrechten ber Inder gegenüber vertrag-brüchig wirb. Sie finb Jahrtausende, möchte ich sagen, in Ostafrika, unb ich kann Ihnen bie interessante Mitteilung machen, daff ein Sprach- forscher herauSgefunden hat, daß in ber Bantu-Sprache Sanskrit. Elemente enthalten finb. Diese Leute nun mit einemmal au« diesem Lande herauSzutreiben. da« geht nicht. Ich gebe zu, Seuchen unb onbere Krankheiten sinb von minderwertigen Ele. menten bei der Einwanderung hereingevracht, aber dafür gibt e» andere Gesetze, Quarantäne usw.
Allgemein können wir die Jnd-r nicht m,«schließen. Daß sie dicht In jeder Beziehung erwünscht sind, gibt die Verwaltung ohne weitere« zu; aber die Jndersrage ist nun einmal eine von ben Schwierigkeiten, mit benen wir in ber Kolonie zu rechnen haben; wir können sie nicht au« ber Welt schaffen. Wa« bie Klagen über großen Schwierigkeiten de» Landerwerb« in Ostafrika anlangt, so finb bie Beschränkungen, bie bat Gouvernement barauf gelegt hat, hier vom Hause gewünscht worden, um der Spekulation entgegenzutreten. E« sind aber auch noch andere Schwierigkeiten ba; wer ein Lanb kauft, muß c« der- meffen haben unb bie Vermessung in ben Kolonien geht nicht toJe .5icc uni. Heber die Benutzung von Holzschwel en bei den E i s e n b a h n b a u t e n hat die Kolonialverwaltung verschiedene versuche gemacht. 3 Kilometer sind gelegt; wir muffen erst wiffen, wie sich da, bewährt. Ich glaube nicht, daß wir allzu optimistisch s-in können, nach ben Er- 'n btn «nb(„n tropif*fn Slofonicn. pur ^örbrnrng inrm IfJ 8 0 ?' ,f‘ ,m vergangenen Jahr eine M Uster. I®1® schon angeregt worden. 1
« chule in Wihenbausen wurde schon In der rubgetfomimffon beantragt, einen höheren Iahre«sad Der « b» Echü er einzustellen. Die Regierung batte erklärt, daß sie t ^"Vialvem-altung wird voraussichtlich im vachslcii Etat darauf eingehen. Schließlich ist von einzelnen Ab- «orbneten behauptet worden, daß wir zuviel Beamte in den Kolonien hoben Ich laffe e« dahingestellt, ob dieser °£C '/""«dearnle in Zukunft vielleicht gestrichen werden kann Ü1*1 -br*€1 <r°h0o*«.? w Herr NoSke vorstellt, ist einfach unmöglich. D,e Zahl der Beamten muh sich nach £r «oDhaM der Einwohner r.chtew E.^geht nicht, baff von zwei weißen Leuwn einfach immer einer Polizist und ein anderer Bureaubeamter ift Sie Engländer haben in Fidschi — in der Nähe von Samoa -- SfaL) ber GinGeb0tcnCn mc^c ®<anite al» w.r. (Lebhafter
2fßg. Schwarze LipPstadf (Senfr.):
• Bemühungen NoSke», seinen Parteigenoffen Lenke <n bete
1 teibioen, sind nutzlos. „W** Müb-n sind verloren — weiffzu- nxnenm nrrrrrr'yrrnrrrn-. ’TX'mmena 'ne Parteien deS Haute, sind einig in ber Forderung, eine geordnete Rechtspflege für unsere Kolonien zu schaffen. Die Sozialdemokraten zeigen ba« Bestreben, alles zusammenzutragen, waS bie brutschen Kolonien schlecht machen kann. Die Eisenbahnen, bie in Ostafrika nach den großen Seen fuhren, werden in zehn Jahren schon gute Erfolge zeitigen. Hederhaupt sollten noch mehr Bahnen ge- baut werden.
Der Arbeiterfrage ist bie aröffte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Der Albohol sollte in ben Kolonien verboten werben. Ta« ver- batten Fra..kreich« in biefer Bcqi-Huna i ft eines Kultur- ff träte« unwürdig. Ganz unbestreitbar haben sich unsere Kolonien entwickelt, uno es wird weiter vorangehen auf allen ©»bietenI
Ein v ertagung«antraa wird angenommen.
Mittwoch. 1 Uhr: Dahlprüsungen, Fortsetzung ber heutigen Beratung.
Schluß nach 6 Uhr.
Dom hessischen ZtaatLschuldbuch.
In der «seit vom 1. '21 oril 1911 bis bojui 1911 haben sich bie im Heisiscven eiaaieldiulobufb eiugetiageneii Forderungen um weitere 12 217 900 Marf vermehrt, wovon ö 221800 Mark bar em- gejahlt wurden.
Tie gesamte Buckschiild beträgt heute auf 1918 Konten 77 274 800 Mart und verteilt sich nich den ZinSjäijen und ben '21b- teilimgen des Scbulbbncus wie folgt: 647 Konten zu 4 Proz. im Benage von 16 600 lo0 ML, hö2 Konten zn 8*, chroz. im Betrage von 34 238 600 Pik., 494 Konken zu 3 Proz. im Betrage von ^6 345 .00 '2J,arf.
Tie steigende Inanspruchnahme deS Ltaat-schulbbuchcS ift in befonbeiem Plane zu leouacblm seit dem Iniraittriten der AenOer- uugen znm cdmlobudige eg. die neuen der itiefr iung von den Eintragungsgebühren wesentliche Erleichterungen bei der Legitimation brachten und letiier Baremzahimigen zur Begrünbung einer Schutdbnedforderung zulaisen. In letzterem Falle tonnen entweder zum Eintrag belüminte Schuldverschreibimgen aller ZmL- gaitungen vroöifionsfrei augekau't werden, ooer es erfolgt die direkte Eintragung nach dem jeweiligen Kurswert. Tie direkte (Aintragung tu zurzeit auf die 4prozentigen bis 1918 und 1921 unkündbaren 'Anleihen beidiräiitl.
Annahmenellen sowohl ttir eüizntragende Schuldoerschreibungen al« auch für Oieldeiuzahlungen sind in Tarmnabt: das wroßv. Staatsschuldbuchbnieau iLnijenitrave 1), die Grovh. etaat«idjulben* fasse und die peiftfcbe Landes'Hijvolhelenbank, außerhalb Tarin- nadts sämtliche Reichsbaiikaniiatten, die Oiroßh. Bezirkskasjen (mit Ausnahme der 'Lezirksfasjen Giegeii I und 'Mainz I und 11 , sowie da« eteueramt (tzernshenn. o-eldeinzahlungen für Schnlbdnch- 'wecke werden auch von der Reichs.on aut das Poiischeckkonto der Großh. Hauptitaatsfchie (*Jlr. 17, Frankfurt a. M.» entgegen- genommen. Ter Antrag ift in diesem Falle unmittelbar an das - taatsschuldbnchburean ober an eine der oben genannten weiteren Annahmenellen zu richten.
Tie näheren Bedingungen wegen ber Eintragung finb au« den ^Amtlichen Nachrichten über das Ltaatsfchuldbuch' zu ersehen, die neb|t den er orderlichen Antragsiormularen bei bem Grogh. Ltaatsschuldbuchbureau in Tarmitaöt wie auch bei junulichen vorgenannten 'Annahmeitellen unentgeltlich zn bauen sind.
Tie Vorteile, welche die -Lchnlübncheintragimg für eine sichere und toflenloie Permö^cnsverivaliung und 'Permögensanlage bietet, gewährt m gleicher Weise das Reichsschuldbuch für die Besitzer von Schuldverschreibungen des Dieicliee. pierür kommen als Anncihmeiiellen neben dem Reichsschuldbuchbuieau in Berlin sämtliche nut Kasteneinrichtung versehenen Reichsbautanualteu, die Grotzh. Haupt -aatslaiie tu Tarmnabt, sowie bie tiroyh Bezirks- faiien, nut Ausnahme derjenigen, an deren Sitz sich eine Reichs- banfamtalt befmbet, in Betracht. Bon Dreien dellen tonnen die .Amtlichen Nachriniten über das Reichsschuldbuch", sowie em Jlerfblatt unentgeltlich bezogen werden, die über alles Wissenswerte Aufklärung geoeiu
•
Tie Zinszahlung. Die am 15. Mai fälligen Zinsen der in das Les,siche SlaatSschuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden Hexischen Kasim unb bei den Reichsbankanstalten vom 1. Atai ab gezahlt, vom gleichen ^age ab wird die Slaatsfcknildentasse die durch die Post oder durch Gulfchrsit auf Reichsbant-Gtcowitto zu berichtigenden Schuldbuchzinsen überweisen.
Au» Stadt und Land.
wiebcu» 1. Mai 1912.
♦♦ Lehrerpersonalien. Uebcrtragcn wurde dem Lehrer Paul Rochelmeyer zu Baoenrod, Kreis Msseid. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschiue zu Ober-Ingelheim; der Schul- amtßaibirantin Elisabeth Wagner aus Wiesbaden cme Lehrerinitelle au der Gemeindesüiule zu Langen. Erledigt ist eine eoang. SdMlstelle zu Gras-Ellenbach.
** Kommers zum Jubiläum des altphilologischen Seminars. Man schreibt uns: Um Misi- veritändnissen vorzubeugen, sei bemerkt, dasi der Kommers zur Feier des Seminariubilaums am Freiiag um 9ya Uhr in Steins Garten für jeden zugänglich ist, der an ihm teilzunehmen wünscht. Das Seminar stellt die Musik und die Lieder, sein Bier bezahlt jeder Teilnehmer selbst.
** B o m Geschtchtsoeretn. WelcycS Jntereffe die Gießener Emioshner dem 'JJlujeum deS Oderhejsischen GeschichlS- verein» entgegen bringen, das zeigt die Besucherzahl der letzten vier Sonntage: Ostermontag 160 Besucher, Sonntag, den 14. April 120 Besucher, Sonntag, den 21. April 117 Besucher, Sonntag, den 28. April 167 Besucher.
Lauoireiö teHettcu.
4- Hungen, 29. April. Die alte Brücke über die Horloff, die baufällig und für den Verkehr zu schmal ist, wird nunmehr durch eine neue Eisenbetonbrücke ersetzt, deren Herstellung der Lolat-Eisenbeton-A. G. übertragen Ist. Mit den Arbeiten soll noch in dieser Woche begonnen werden.
+ Lich, 29. April. Die Baumblüte, oie für Birnen- und Zwetschenbäume nun zu Enoe geht, hat in unserer Gegend eine Ueppigkeit entfaltet, wie sie sich die ältesten Leute nicht erinnern. Auch die Apfelbäume haben in der ttnospe mehr wie gut angese^t uno weroen in einigen Tagen ihren Blutenflor entfalten. Es wäre ein Schaoen, wenn jetzt noch Nachtfröste dazwischen komipen.
Kreis Schotten.
st. Schotten, 29. Apru. <zn der am 26. d. Mts. abgehaltenen Stadtvorftandssitzung, in der Bürgermeister Kromm, veigeoroneter Zinjer und die Stadt- Vorstandsmitglieder Schiörb V., Zeunges, Schlorb V1H., Weitz, Schlitt, Mciski uno Hofmann amoesend waren, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Tie vom rireisgesundheits- amt gewünschten Zusätze in der entworfenen Dienstanweisung für das B e st a t t u n g s p e r s o n a l der Stadt Schotten bezüglich Abgabe der rtleioer von an ansteckenden Krankheiten Verstorbener, und datz die Leichen erst nach bet Leichenschau bezw. bei tragischen Todesfällen erst nach der gerichllichen Untersuchung angekleidet werden dürfen, wuroen gutgeheihen. Die Beschluirsasiung über die ifa- nasilation des am «reiSamtogrundstuck vorbeiflieben- den Mühlgrabens, die von Grog^. Kreisamt angeregt war, wird mit Rücksicht auf die noch schwebenden Bechano- lungen wegen Erweiterung des Bapnifvfs bis zu deren Erledigung verschoben. Die von den Stadtlommissionsnrit- fllieocrn Plock und Cellarius geprüfte Rechnung deS P r ä m i e r u n g s m a r k t e s von 1911 wird borgetragen und, da Anstande nicht uoriteacn, dem Rechner Entlastung
erteilt. Tic noch vorhandene, zu Prämierungen verfüg, ba -? Summe beträgt 851.67 Mk. Die Bürgermeisterei soll bie zur Genehmigung des diesjährigen Prämierungsmarktes notwendigen Schritte bald unternehmen. — Deitzbinder- melfter Johs. Wetzlar wird als Dohnungsinspek- tor für unsere Stadt bestellt, nachdem der seitherige Doh- nungsinspektor, Zimmermeister Neumann, f.in Amt n.eeer. gelegt hatte. — Der Verteilung der, aus einem in 1875 geführten Prozeß gegen den Fis kus wegen LoShol;- abgabe aus Tomanialwaldungen noch vorhandenen, bei der Sparkasse Homberg angelegten Prozeßtostenvorlag.n wurde zugestimmt. — Der Lenkmaipfleger hält die beschlossene Herstellung des Rathauses noch für verfrüht Die Mehrheit des Stadtvorstandes hält aber die Arbeiten für notwendig, es wird deshalb die Llusführung beschlossen. — Ein Gesuch eines auswärtigen Lanowirles wegen Einräumung eines Fabrtrechtes am alten Breunges- hainer Weg wird aogelehnt. — Wegen Bekiesung der Friedhofswege wird beschlossen, von Sanblie.ecQn.en Offerten einzuholen. — Die Biutiausrommisfwn berchiet, oaß der voraeschriebene Rundgang ausgefuhrt und Anstände sich nicht ergeben haben. — Ein mit dein Kunst« malet Hermann Bahner auf sechs Jahre abgeschlossener Pachtvertrag wurde genehmigt. Ihm wurden 2^5 Quadratmeter Gelände an der alten Straße zur Errichtung eines Ateliers verpachtet.
Lrcis Friedberg.
L. Friedberg, 2d. April. Die Lehtetveteranen, die 1859 das Friedberger Seminar ver.ießen, werden am dr.llen ^fingstfei.rtag trüber in Frank urt einen App.ll abha.ten. oie haben feit dem Verfassen des Lehrerseminars schon o,ters eine Jahreszusammeukunft gehabt. In ben letzten Jahren haben sie dazu ihre Sennuartollegen, die 185b und 18-0 auf dem Friedberger Seminar waren, dazu eingeladen. Abwechselnd wurde in oen Städten Friedberg, Homburg und Frank,urt der Appell abgehaiten. Äyxm den öu Seminaristen, Die 1859 Friedberg vergeßen, leben noch 20, zwei davon finb noch in der Ähnle tätig.
L. Friedberg, 29. April. Heute vormittag fand im Festsaale des Preoigersemtnars die Aufnahme der neu eintretenden Kandidaten rheol. statt. Es traten sechs neu ein uno vom vorigen Semester verblieben 10.
r. Reichelsheim, 29. April. Sonntag den 28. d. MtS. fand die Schlußfeier der Gesellenprüfung im Gasthause zur Post fiati. Der Bor sitzende des Ortsguverbevereurs, Metzgermeister Karl Sprengel II., gab bekannt, daß die 17 Prüflinge gut bcuanden hätten. Er ermahnte die jungen Gesellen, lich noch theoretisch und praktisch auszubilüen und nicht dem Gedanken Raum zu geben, ihre Ausbildung sei nunmehr beendet. Zn ähnlichem Sinne sprachen noch der Bectreter dec vandwerks- lammet, Schlossermeisier Knipp von Bab-^tauheim unb Vaupt- lehrer Schneid von der Gewerbeschule Friedberg. — Hier war man der Meinung, die kalten Nachte hatten dem Frühobst geschadet; dem ist aber nicht jo. Wenn nicht jetzt noch vernichtender Spätfrost eintritt, so haben wir hier eine recht gute Frühobst ernte zu erwarten.
Starkenburg und Nheinhessen.
— Mainz, 29. April. Der De u t s ch n a tio n ale Handlungsgehilfen-Verband ball am Sonntag, u. Mai, hier in der Liedertafel seinen 8. Handlungsgehilfentag für Hessen und Hessen-Nassau ab. Die Tagesordnung umfaßt wichtige Zeitfragen. Herr Jul. Schellin, Frankfurt a. M., behandelt die „Wirtschafl- liche Lage der Handlungsgehilfen in Hesten und ,^essen-Nasscut", die zum ersten Mal einen Ueberblick über die besonderen Anstellungsverhältnisse des Gebietes im Vergleich zum Reichsdurchschnitt bringen soll. Herr Franz Sabelberg, Oberlahnstein, spricht über Regelung der Son n tags ruhe durch die Gemeinden, und Herr Wilh. Gießen, Frankfurt, hat einen Vortrag über Lehrlings« wesen und die Jugendpflege im KaufmannSc stände" übernommen.
Landwirtschaft.
•• Einige« über Obftbaumjudjt. Au« Trail- Horloff wirb un« von einem Lejec geschrieben, daß man zu vflanzende Obiibäume möglichst au« näcbltcr Uläuc beziehen folltc, in eriiec Lime aus ber eiaenen (Äcmaifung. Wenn aber siernvejiig noiweiibig ift, ist es den er, bie Obstbäunie au« nördlicher gelegenen o>emarfuiiflen zn beziehen, da es Vesser ist, vatz ber Baurn in ein« waimere Gegenb fommt, als umgeteort Alan kaufe nur 6 dis o v,aure alle Bäume mit einjähriger Krone, einmal veredelt, nut 5—ü üronenäsien. Tie Stämme sollen wie Motnljalme gebaut und bie Wlirzeldlldung DoUfoinmeii fern. Bei schlechter Bobenbefchafsen- üeit soll Die Baumgrude je 1 Aletei lang, drei! unb tief lern, ba- gegen genügt lei gutem Boden eine Tie e von 7ö Zentimeter. TU Baumpfahle müfien z,bo Dieter lang uno 10 Zentimeter dick fein. Sie sollen möglichst aus einem Ficylenitanuniuta deitehen. Unten müssen 50 Zentimeter gebrannt und geteert sein; o>>ch die obere Fläche soll geteert sein.
Universttäts-Nachrichten.
— Ter Piinbettist uno Zivllrechtsleiuer Gegelmerat ProUffar Dr. jar. Fribolin Eisele m Freiburg L Br. voUeubet am 2. Mai da« 7ö. Leben«iahr. Am 1. Oktober 1911 hat Prof. Eisele in ben Ruheitanb.
Best bewährt» gesunde und magendarmkranke
Nahrung fUr: sowie schwächliche. In der Entwickln^ zurückgeblieben« Kinder.
i-Klndtre*!
Tie sparen, ohne zu eutbehren,
Vanoluueifc. y<ur 20 Bfg. ba« LtuL 5 Stuck sogar nur W5 Bfa. Hergejteut nach dem uxfpiünglidjcn Rezevt vom langjährigea Fadriiamen der Pseilrlnmeiie: E. Aaumann. Offenbach a.M.1-" "
Wir empfehlen uns für ille In du Bankfach ein schlafen den Oeeehlfu wie«
An- and Verknaf von Wertpapieren, Geldwerten etc.
Ausetellang von Schecke- and Kreditbneten auf alle grösseren Plätze der Welt
Einlösung von Kupons
Diskont-, Scheck- and Konto-Korrent-Verkehr
Aufbewahrung und vollständige Verwaltung von Wertpapieren und Wertgegenständen aller Art.
Vermietbare Safes (Schrankfächer) ef
In unterem dlebes- und feuersicheren, unterirdischen Gewölbe «ur Aufbewahrung und Selbstverwaltung von Wertpapieren eU- Mietpreis eine« jeden Fache« je nach Grösse von Mk. 10l— an fürs Jahr.
Bank für Handel und Industrie
Niederlassung Giessen
Mftllat
Die Direktion;
Diets


