Ausgabe 
12.10.1912 Zweites Blatt
 
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entwickelt hat. Tie meisten evangelischen Theologen bat zur Zeit die Fakultät in Halle, nämlich 427 (1893 556 , Tübingen zahl: 405 (361), Leipzig 402 112 , Berlin 386 (427 , klangen 226 (327), Marburg 196 155 , Bötlingen 172 (15a , Hci- beiberg 169 (75 , Grei-wald 157 (278*, Breslau 131 (129 , Königsberg 125 (126 , Bonn 110 (100, C^ießeni 10474 Jena 98 (88 , Straßburg 91 101 , Krel 83 (87), Rostock 55 (5i)

Den neuesten Besuchsziffern der katholischen Fakultäten stel­len wir ebenfalls die Zahlen von 1893 .Gesamtzahl 1385^ ge­genüber : Weil obenan steht zurzeit Bonn mit 414 <20/ , dann folgen Breslau mit 310 221 , M(inner 308 26a), Freiburg 252 (235, München. 171 '44 , Tübingen 160 (175), Ltratz- burg 149 (0>, Würzburg 100 138 .

AU5 der Reä'tsprechung des Keidisgeri.tts. ix.

Haftung des Geschäftsinhabers für cm Ver­schulden eines Han 0lngsgehi l f e n g ege n über einem Handlungslehrling BGB. 88 618, 278, DGB. 83 62, 76 E. d. Rg. 77/408. r^. a .

Ein Handlungslehrling war bei einer zu Gesckfaft-'zwecken mit einem Rachen über die Mosel bei Koblenz ausgeführten Fahrt durch Umschlagen des stahns verunglückt Auf Weisung des 1 hin damals vorgesetzten Handlungsgehilfen hatte er bie Uebenahrt an einer Stelle unternommen, wo derselbe wegen des damaligen hohen Wasserstandes der Mosel g.iährlich war 4,-cn Handlungs­gehilfen traf hierbei der Bonvurf schuldhaften Verhallens, tvahreno ein Mitverschulden des Lehrlings nicht anzunehmen mar. Xie gegen den Gosckxiftsinhaber und den Handlungsgehilfen erhobene Klage der Mutter des Lehrlings ans Ersatz dkS ihr durch den Tod des unterhaltspslichligen Sohnes für ihre Lebenszeit ermachsenm Schadens hatte Erfolg: gegen den Handlungsgehilfen nach BGB. 8§ 823, 844, weil er durch seine Anweisung den Tod des Lehr­lings schuldl-ast verursacht hatte, gegen den Gesclxiftsherrn nach 88 618, 278 BGB., N8 62, 76 HGB Rach diesen Vorfchriften hat der Dienstberechttgte der Gefchäslsherr die Pflicht, ben Betrieb des Geschäfts und die Dienstleistungen seiner Bediensteten und Lehrlinge so zu regeln, daß diese tunlichst gegen gesundheit­liche Gefahren geschützt sind. Läßt sich der Geschäftsherrbei dem Betrieb des Geschäfts und der Leitung geschäftlicher Verrichtungen durch einen Gesckxiftsgehilfen vertreten, so hat er gemäß § 278 BGB. für eine schuldhafte Verletzung dieser 1 einer ^chutzpfftcht seitens seines Vertreters gegenüber dem Bediensteten, bezw. dem Lehrling, wie für eignes Verschulden, einzustehen.

vermischter.

Eigenartige V e r t> a i 1 u u g. Der Mütlergeselle W i e ch e r t, der am 24. Ceptbr. den Viehhändler E n d r u s ch e i t in Friedrichswalde bei Rtehlaukeii ermordet und beranbt hatte, wurde gestern Nacht in Berlin unter eigenartigen Umständen fefl- genommen. Gegen 1 Uhr erschien auf dem 37. Polizcücpier ein angetrunkener junoer Timm ohne Kopfbedeckung und verlangte Beamte zur Festnahme des Raubmördels W i e ch e r t. Zwei Polizeibeamte begaben sich mit ihm nach einer Wirbcha't in der Jägerstraße Hier niachle der Bursche Ausflüchte 11110 verdächtigte sich durch eiicnartige Reden, so daß die Beamten zu der lieber- nengung kamen, daß der Bursche selbst der (besuchte sei. Als sie ihm das auf den Kops zusagten, gestand er sofort die Tat ein. Er wurde Dcrnaftet.

Unterschlagungen eines D r e S d e n e r A n w a l ts. RechlSamvalt Herrmann Friedrich B s ch 0 r e r anS Dresden ist nach Unterschlagung von 60 0l>0 Black flüchtig geworden. Bschorer war beun Landes- und Amtsgericht tätig und besaß eine ziemlich ausgedehnte Praxis. Er hat jetzt die Gelder seiner Klienten unter­schlagen. Gegen ihn wurde ein Hastbefehl erlassen. Bschorer ent­flammt einer angesehenen Familie; sein Vater war früher Amts» gerichtSrat. Nach der Verurteilung des Landgerichtsrats Tr. Snell und dem Falle des Rechtsanwalts Falk hat diese neueste Affäre in den beteiligten Kreisen großes Aufsehen hervorgerufen.

Tersprechende Film". Es ist kürzlich mit brui- schein Kapital die Ausbeutung einer in Deutschland gemachten und in allen Kulturstaaten patentierten Erfindung finanziert wor­den, die für unsere Industrie und unseren Export von größter Bedeutung zu werden versprickst. Es han­delt sich um einensprechenden Film", eine Erfindung .von außerordentlicher Verwendungsfähigkeit auf beit verschiedensten Ge­bieten der Technik. Run hat Thomas Edison, der bekannte amerikanische Erfinder, kürzlich erklärt, daß er mit einer groß artigen Neuheit, demsprechenden Film", demnächst die gesamte Kinematographenbranche reformieren würde. Edison hat dabei, wie uns die Deutsche Zentralstelle für Patentstreitigkeiten mit­teilt, ober übersehen, daß der sprechende Film inzwischen ,001t einem TeutkbflmeriFaiier A. M. Newman tatsächlich erfunden ist und daß diese Erfindung bereits in der.ganzen Welt durch eine große Zahl von Patenten geschützt ist. Aus der großen Ver- wendunasmöglichkeit der Erfindung auf wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiete geht das Interesse der deutscltcn Industrie an der Frage ohne weiteres hervor. In erster Linie ist die Uhrcuindustrie beteiligt. Der sprechende Film findet hier Ver­wendung für einez ei t a n s a g e n de U h r", bei der durch eine Sprechvorrichtung jede Zeitangabe gemaclst wird. Von größter Bedeutung wird der sprechende Film auch für den F e r n s p rech­ne r k c h r werden. Auf Veranlassung ber Deutschen Reichs- Post-und Telegraph en Verwaltung sind bereits erfolg « reiche Versuche gemacht, den Film zur Entlastung der .überan­strengten Tclephonbeamtinnen sprechen zu lassen. Eine weitere Verwendung des sprechenden Films ist für den Eisen da hn- v er kehr in Aussiäst genommen. Der- Film ermöglicht, daß auf allen Stationen durch einen Druck deS diensttuenden Beamten aus einen Knops in jedem Wartesaal mit lauter Stimme die Ab- ahrtzeit und die Richtung der Züge verkündet wird. Auch für 1 n t c r g r u n b b a 1) n e n mit kurzen Hallcznten kann durch den predKitben Film eine Ansage der nächsten Station in allen Wagen chon während der Fahrt erfolgen.

Tie Heilwirkung ber Farben. Aus ber Erkennt­nis, daß die LiclUstrahlen gewisser Farben fühlbaren Einfluß auf das Gemüt ausüben, ist in den letzten Jahren eine neue Wissen­schaft erstanden, die diese Erkenntnisse in den Dienst der Heil­kunst stellen will: die Ehromotherapie. Der französische Medi­ziner Dr. Lamnonier widmet in der Revue diesen Bestrebungen einen interessanten Aufsatz, in dem er auch den RackMeio erbringt, daß sckwn vor vielen Jahrhunderten, ja vor Jahrtausenden das Volk den Einfluß gewisser Farben auf Menschen und Tiere er kannte. Viele alte Sitten und Bräucl«? finden nur dadurch ihre Grfiüriing. So haben die Chinesen heifplelsweife seit ältesten Zeiten die luunbcrlid.< Sitte bcibehalten. Pockenkranke rot an- zumalen. Und in Tonking wie aud. in manchen Gegenden Austra­liens pflegen die Eingeborenen noch heute vielfach das Gesickst der an Masern erkrankten Mmber mit Hundeblut einzuschmieren, bis cS ganz rot in Die Rumänen auf dem Lande ziehen masent- kranken Ambern rote Hemden an und tn Spanien gibt die Land­bevölkerung den kleinen Patienten eine gewisse Marmelade aus Granatäpfeln ein, tveil man der roten Farbe eine Heilwirkung zufchreibt Mit diesen Formen fdüiduen Aberglaubens hat natur gemäß die moderne Ehromolherap:. niästs zu schaffen, wenn auch jene allen Bräuche sich vielfach als Vorläufer ber heutigen wissen- fdwftlidi fnitemamicricn Besirebunyen aiiipredien lassen Die Rorbenbclianblung genisser Atanfhetten tuirb heute bu rd> Lickst- vestrablungen auSgesührt. Nach dem französisch,'» Arzte haben beispielsweise rote Beittalstungen in gewissen Fallen von Haut- krankheiteii eine günstige Wirkung erkennen lassen und dem blauen Lickste schreibt man bie Wirkung »u, die Lel^-nSzähigkeit mancktor Bakterien zii^bredstn Dasselbe gilt auch von dem vrolelten Lichte Du! grüne darbe hat aus sensitive Menschen eine starke pspchische Wirkung, sie bmitngt und fördert damit das Einsdstasen. Psi, chologifd>e ttrperimente haben auch erwiesen, baß das Rot nickst nur auf octoine ^ierc, fondern auch auf Menschen aufreizend tutrh ej regt die Nerven an und n.'ckt bei mand-en 'einnervigen Per^ sönltchkctlcn Geinhle des Unbehag-ns. die sich bie ;u Erregunas Mi 1 rauben steigern können Zn primitiveren Formen können wir solche Ginflünc ja in der Ticrivelt beobachten; nicht nur der

Börsen-LiZochcitbertcht.

-- Frankfurt a. M., 11. C hoher.

Die unsichere politische Lage, insbe ondere ber drohende Balkankrieg beeinflußt die Börsen in Grabe. Den panikartigen Kurzstürzen der Vorwoche beim Vorlieg^en der ersten Mobilmachungsnachrichten ist eine neue, allerdings nicht ganz so sckstvere Erschütterung gefolgt, und zum zweitenmate mußten die deutschen Märkte ihren vorschnellen LpttmiSmitS, mit dem sie bie gesunkenen Kurse wieder beraufgetrieben hatten, mit 1 ärmeren Verlusten büßen. Wenn auch die Verluste an Kapital bei der neuesten Teroute nicht ganz so groß waren als in J>er Vorwock-e, so ist Doch die Situation zurzeit viel ernster, -tie nod) vor wenigen Tagen gehegte Hofmung, daß es den euro- päisä>en Mächten gelingen werde, den Ausbruch des Krieges viel - lcid)t noch zu vermeiden, ist durch die inzwischen erfolgte Kriegs­erklärung Montenegros zunichte geworben. Nickst ganz fchulolos daran, daß ber Ausbruch des Krieges die Börse mteber in dem Gefühl der allzu großen Sicherheit überraschte, und die letzten Wochenberichte der Großbanken. Sie beurteilten die Situation fast sämtlich felyr zuversichtlich und sprachen insbe«on­dere die Ueberzeugung aus, daß selbst bei einem Abbruch des Krieges die wirtschaftlichen Folgen für Dentscktland nicht erheblich sein werden, falls der Krieg lokalisiert bleibt. -Liefe Ansicht ist fedoch nur berechtigt, falls der Krieg auf eine sehr kurze .unter von höchstens einigen Wochen beschränkt bleibt. Schon fetzt, un­mittelbar nach dem Ausbruch des Krieges macheii sich die ersten Folgen auf wirtschaftlichem Gebiete bemerkbar. -ter Ausweis der Neichsbank läßt bereits eine erhebliche Verminderung der Giroeinlagen und des Metallbestandes erkennen, da die Han- relswelt in unsicheren politischen Zeiten naturgemäß finanziell stark gerüstet fein muß. Die Geldgeber sind mit der Herein­nahme von Diskonten vorsichtiger, was ein Anziel>en des Privat­diskonts zur Folge hat. Das Reichsbankdirektorium ist mfolge- )effen genötigt, Maßregeln zum Schutze seines MetallbeftanbeS zu ergreifen, so daß die Aussichten für die lange BeidehalttlNg des Diskontsatzes von 4i 2 Proz. damit stark verringert weroen. Vor allem wird aber bie Bank von England daraus bedacht ein, den kommenden Ereignissen so gerüstet wie nur möglich gegen­über zu stehen und größere Goldentnahme des Auslandes ebenfalls durch eine Erhöhung der Mindestrate boryibeugen. Das würde eine allgemeine Versteifung b er internationalen Geldmärkte zur Folge haben, die sich bei der diesmaligen Ultimoprolongation in sehr schwerwiegendem Maße geltend machen würde. Auch die jetzt noch bestehende i n trn st r i e l l e Hoch­konjunktur kann durch die politische Beunruhigung jäh unter­brochen werden, indem eine gewiße Zurückhaltung Platzgreifen und ein Rückgang der Abschlußtätigkeit eintreten dürfte. Die Börse ist denn aud) nickst nur in der Beurteilung der Politik und der Geldverhälttiisse, sondern aud) in der Beurteilung der Wirtscl-aftS- lage etwas unsiclfcr geworden. Durck) die letzten Kursabfdstäge dürste aber ungünstigen politiscl)en und wirtsckmftlichen Verljält- Nissen fd)on in höherem Grade Rechnung getragen Jein. Die Erholung, die in ber zweiten Hälfte der vorigen Wockje nack) ber vorangegangenen Panik eintrat, ist mittlerweile wieder ver- sckstvunden, obgleich sie ziemlich kräftig war, immerhin dürfte die Kursbewegung in der nächsten Zeit nod) von Tag zu Tag mehr ober weniger wechseln. Privatdiskont 4l/e Proz.

Stier reagiert sehr stark auf bie rote Farbe, lon^n auch der Elefant, Hunde und Hähne. Und interefiant in, dr.ier Richtung sind auch die Versuche, die mit Insekten und ^binnen gemam. worden sind. Es zeigte sich, daß unter einer fatbloien GHfläflloae ine Spinne und eine Wespe friedlich nebeneinander herlienm bringt man die beiden Tiere aber unter eine fcharlachrote Glav glocke, so stürzen sie sofort wütend aufeinander los und kämpfen, öis ber Tod eintritt. Die Zeit ist nickst mehr fern, mo diese Er­kenntnisse aus den Einfluß der Farben in ber Heilkunde ^achzene«. Bedeutuii. erringen rceroen: schon heute werden an mandxit Nervenheilanstalten die Erkennmisse der Ehromolherapie berück- sickstigt und künftig wird man vielleickst aud) bet ber ö-arbea- ausstattung der Krankenhäuser die starken pfychi'ch.'n Einwirnuigen giaviiicr Farbtone aus Mensdyn in Reckmung ziehen.

Sandel nnd Verkehr, Volkswirtschaft.

Lchifssliste Uir billige Briete nach den Ver­einigten Staaten von Amerika (10 Psg. für fe 20 Gr.): Die Porto- ermäßigimg erstreckt sich nur auf Briete, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen nsw. nnd gilt nur für Briete nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten ^lmenkaS, z. B. Kanada.Kaiser Wilhelm der Große' ab Bremen 1b. Oktober, Eincinnati* ab Hamburg 17. Oktober,George Washington" ab Bremen 19. Oktober,Kronprinzessin Eecilie* ab Bremen 22. Oft., Pennsistvania" ab Hamburg 28 Oktober,Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 29. Oktober,Großer Kurfürst" ab Bremen 2. November, Amerika* ab Hamburg 7. November,Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 9. November,Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 12. November. «Postschluß nach Ankunft der Frühznge.) Alle diese Schiffe, außerCincinnati" undPennsylvania", sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste Befördenmgögelegenheit bieten. ES emp- stehlt sich, die Briefe mit einem Leitvermerk wiedirekter Weg" oderüber Bremen oder Hamburg" zu verfehen.

Märkte.

F.C. Wiesbaden. Biehh ok-M ark tberi cht vom 11. Okt.

Auftrieb-. Rinder 71 (Ochsen 20, Bullen 0. Kühe 51), Kälber 107, Schass 41, Schweine 198.

Geschäft mittel. Preise für 100 Ptd.

Lebend- Schlacht-

O ch f e n. gewicht

Vollflekschige, miSgemästele, k'Schsten Schlacht- Dtk. Mk.

wertes im Alter von 47 Fahren .... 5458 98103

Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 53-66 97102

Zunge, fleischige, nicht auBgemäftcte und altere

auSgemästetö 4852 8995

Bult e n.

Vollsteischige, auSgew^ höchsten Schlachtiv. . . 5053 8490

Bollsleischige, jüngere 4449 73-82

t'äri en. Rüb»,

Vollsteischige auSgemästete Färsen höchsten

Schlachtwertes . 51-56 93100

Vollsteischige auSgemäslete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... 4449 8290

eitere onSgemastete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe 4650 8896

Mäßig genährte Kühe und Färsen .... 8842 7078

Genug genährte Kühe und Färsen 8237 6474

K ä l b es.

Feinste Mastkälbec ..... 6668 110115

Muttere Mast- und beste Saugkälbev .... 5862 97-103

Geringere Saugkälber . . .....5457 9096

Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 4953 8289

« cha 4.

Weidernastschafr

Masiläminer und Aiasthammel 42 - 00 8800

S ch 10 e lnr.

Vollsteischige Schweine von 80100 k? Lebend.

o, Sewicht ..........f9/,-70 89<N)

Poll,Milchig« Schweine unter 80kg Lebendgewicht 68'/.-69 88-89

Vollsteischige Schweine von 100120 kg Gebend-

gewicht 71-78 8990

Vollsteischige Schweine von 120150 kg Lebend- geiuidji . . . 69V,-701, 87-88

Eingesandt.

(^ür Form und Inhalt aller unter binar Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Zeppelinlandung.

Zu meiner großen Freude und, wie ich annehme, zur Freude aller fall am 27. Lhöbet der ZevpelmkreuzerViktoria L u ifc bierherkommcn. Viermal überflog er untere Stadt, ohne zu landen, letzt soll ei zur Wahrheit werden, daß die Gießener

und die Bewohner von ganz Oberhessen auch einmal einen ,Leppelin" bei sich zu Gast haben. Als seinerzeit das Echter­dinger Unglück das deutsche Volk in seinen tiefsten Tiefen er­schütterte, da zeigte es sich, welcher Begeisterung das denlfdfe Volk fähig ist und was es leisten farui, wenn eine große nationale Zdee es durchweht. Damals marschierte Oberhessens Hauptftodt an der Spitze der Sammlungen. Und nun kommt, wenn auch etwas spät, ein Nachkomme des Echterdinger »kreuzers zu uns, herrlicher und leistungsfähiger als das damals ücruiiglücfte Luft­schiff fine Verkörperung des Sieges menschlicher Energie und menschlichen Geistes. Möge, wenn der Spharensang der Propeller durck) die Lüfte rauscht, in uns allen wieder bie alte Begeisterung wachgerufen werden, die uns damals durchwehte. Möge Gießen und Oberhefsen fein Festgewand anziehen, um denZeppelin" würdig zu empfangen. Glockengeläule und Fahnenschmuck, Fest­kleid und Feflstimmung müssen die Freude dartun, die mir alle über den Besuch empfinden Jeder sollte fein Teil zum würdigen Empfang beitragen und mitwirken, daß keiner auf dem ^tricb fehlt, daß Ordnung und Difziplin herrschen, und daß das Fest einen ungetrübten und glänzenden Verlauf nimmt. Es handelt sich um eine Huldigung vor dem Geiste des allverehrten Grasen Zeppelin. Ein Bürger.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische wenieinoe.

Sonntag, den 13. Oktober. 19. nach Trinitatis:

3n der Ztadtkirche.

Vormittags 9X Nkw: Vroiesior O. Schöll aus Friedberg.

Feier des 35. Fahres'estes des AZartburgvereins.

Vormittags 11 Uhr: Kmdeikiiche füi die MatthäuSaemeinde.

Pfarrer D. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der foiifirmicrten männlichen Jugend der Diattbäusgeineinde.

Tienslaa, den 15. Ottover, nimmt der FrauennfifsionSverein wieder seinen Anfang und wird alle 14 Tage Dienstags um 4 Uhr im Plaithäussaal gebalien. Tie Diitgliebev weiden herfiich dazu emgeladen 2 ic Beteiligung weiterer Frauen ist sehr willkonnnen. Besonderer Anmeldung bedarf es dazu nicht.

Donnerstag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, im Matthäus- (aal: Bibelstunde (Bilder aus der Aponelgeschichte).

Pfarrer D. Schlosser.

3n der Zohannerlirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Ansfeld.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die ZohanneSgemeinde.

Pfarrer A n S f e l d.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er.

f)lbends 7'/, Uhr: Vereinigung der lonfirmrerten weiblichen Jugend der Liikasgemeinde im Lukasiaale.

Desgleichen der konsirmierten männlichen Jugend dcr Johannes- gemeinde ini Zohain^ssaal.

Montag, den 11 Oktober, abends 8 Uhr: Jin Johannessaal: Sitzung des Jrauenvereins der Johannesgcinemde.

Aiittivoch, den 16. Oktober, abends s Uhr: Bibelsiunde im Johannessaal. Pfarier A n s ' e l d.

Freitag, den 18. Oktober, nachmittags 4 Uhr: Versammlung deS Fraiieiimissiousvereins der LukaSgemeinde im i.'ukassaal.

9lächstkünstigen Sonntag, den 20. Oktober, feiern wir bai Erntedanlfen, an diesem Tage wird eine besondere Kollekte für die Armen erhoben werden.

Wartburg.

Christlicher Verein junger Männer.

An jedem Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung nnd Vortrag, Gemeindehaus Kirchslraße 9;

an jedem Dienstag, abends 81/, Uhr:.Aibelstunde, Wetzsteinslr.38;

an jedem Mittwoch, abends 8 Uhr: Turnstunde, Turnhalle der Stadtknabenschule;

an jedem Donnerstag, abends 8 Uhr: Lese- und Spielabend, Wetzsteinstraße 38.

Natholische Gemeinde.

Setterdienst.

SamStag, den 12 Oktober:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, b c n 13. O ft., 20. Sonntag nach Pfingsten:

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. 'Messe mit Predigt.

Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz-Andacht mit Segen.

Abends um 8*/2 Uhr: Stiftungsfest des Kath. fianim. Vereins.

Montag, Dienstag, Niittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag abend um 6', Uhr ist Rofenkranrandacht mit Seien.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Wetter

«i!

Oft.

1912

11.

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110

5,2

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7

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11.

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Nebel, Reis

Höchste Temperatur am 10. bis 11. Oktober = 4- 11,5 C.

Niedrigste , . 10. 11. , =- 1,7 0.

Niederschlag: 0,0 mm.

Ärztlich empfohlen.

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Beftanbtetle ; finster Medizinal-Ledet- »tob 16U.0. bnm« G.vieren 50/>, unter?! l^e-rigiaurer Äal( unterpdosobori liaurtS Äatron 2.0 pulv. Ztaiant 3.0. feinfter arub. ttuEtntt vulv. 2.0. ÜDalftt 12»,0, ttlfobol 11A öterjii oromawche Gmulflcn mit Bimts Mandel, und ®auUI)eriaöI je 2 Trovten.

Wenn Sie 3hr Kind

drücklich den Namen Tr. Hammel.

D*1,

gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so neben Sie ihm Tr. Hommel'S Haematogen. Warnung! Man verlange auL-