ji
9
aufrichtig, daß Mitglieder der national I Werkzeuge zu ersinden,um die deutschen LenkballonS lion ihre Stimme für Bcbcl als f z u v e r u i ch t e n. Frankreich habe IM Piloten und 82 Jh-
Die heutige Nummer umsaszt 12 Seiten.
„Wir bedauern
*
e
0
5
5
' zt-
vhicrte an Bass e r in nun:
s
r
s,
MV
3 S 2
ö S
o
i 9
S - s
c
ä. s S s
3
t
5
SU ucrniujicn. tyiunm iu» ijuui * ■'•» - t- ■
lotenschülcr, aber nur 73 hätten das Militärpatcnt, nur oO eien tatsächlich dienstbereit.
Tic Teputiertenkammer hat das Flottenpro-
verkleinern — vielleicht durch weiteres Borschieben der^ Redner- bühne —, daß der eigentliche Markt dicht gefüllt wäre. Im letzten Aufzuge hatte man ja mit Glück diesen Kniff angcwendel, indem man die Felsen recht weit in den Bühnenraum schneiden ließ, und dadurch wurde denn auch eine ganz besondere Wirkung erzielt.
Tic Ausstattung, die zum großen Teil in den Tlreaterwerk- ftätten angcserligt wurde, mar, wie aus dem vorstcheirden schon zu entnehmen iff, sehr schön und von gefälligster Wirkung. Tic Strafe, der Garten des Brutus, das Kapitol, das Forum, die Ebene von Philippi waren ganz hervorragend schön au'gebaul — obwohl z. B. die Rednerbühne — die rostra - tnn der mutmaßUchM Form abmid) und daher einigermaßen verblüffte.
schiffhüfen hinzukmnmen. ;
Reymond sprach die Befürchtung aus, baß bte Laae weniger gut sei, als Millerand annehme. Unter den 208 Flugzeugen Frankreichs seien kaum 100, die ernstlich ___11 Es sei nötig, einen Grhinbungö» und Zerstörungsdienst von Flugschissen zu organisieren, und
Gietzener Stadttheater.
Julius Cäsar.
Bon Shakespeare.
Gießen, 14. Fcbr.
: a: * ,o X ■* "rl» ■
ßja
TOI
yä»i°S <SeE-C L5KZ5
All diese Tinge, die dem Nichtkritiker glücklicherweise gc wohnlich entgehen, können natürlich den Werl der Tarttellung nur wenig beeinflussen, und darüber hinaus ist onzucrkennen, daß nicht nur ein ganz bedeutendes Man von Arbeit geleistet worden mar, sondern daß auch eine durchaus befriedigende Ein- heitlichkcit in der Veranstaltung herrschte, was bei der Zusammensetzung der Minvirkenden ganz besonders hervorzuheben ist. Jeden falls aber bat unsere Bühne mit dieser Aufführung, an die auch ganz große Theater wegen der außerordentlichen Sthmicrigfcücn nur ungern Herangehen, einen sehr großen Erfolg gehabt.
Wie im allgemeinen, war die Tarftdlung auch im einzelnen von einer angenehmen Frisch.', und ein Zug von Begeisterung zeichnete alle Leistungen aus — obwohl gerade hier den hervor- stechendsten Personen durch die schon erwähnte Anlage des Glückes enge Grenzen gesteckt sind, die besondere Schwieriikciten ver ursach.cn Als Julius Cäsar bemühte sich Herr Sator mit ©lud die hehre Größe des bedeutenden Mannes in Erscheinung zu bringen Herr Brachwitz führte sich mit seinem Mark Anton sehr vorteilhaft ein: er zeigte zunächst, bau er — ohne valbelisch zu werden — wirkungsvoll reden kann. Ein tchvner, eindrucksvoller Brutus war Herr Goll, ein listenreicher, klug wägender Cassius Herr G ü h n e, schlicht und würdig r)err Bolck als Casca. Etwas ernster und gesetzter hätte-Herr Grosser als TccüK' Brutus sein dürren. Sehr schön wurden die beiden Frauen dargcstcllt, die zwar nur wenig zu Wort kommen, aber ifbc an ihrem £rt von Bedeutung ist. Frl. Brehm war eine schöne, auch in ihrem Schweigen große Caloumia, und Frl. v o e r m a n n ragte als Sonia ebenfalls weit über das Mittelmaß hinaus Als Sklaven waren die Tarnen de Bruyn Lucius) und Schmidt ^Clodius sehr ansvrechend. Bon den übrigen Tar- Iftdlern die z. T. mehrere Rollen zu spielen hatten, sind noch zu nennen' die Herren Rapp.eporl, Norden, Carlo und Hilbert.
S o -5
gramm mit 452 gegen 73 Stimmen angenommen.
Paris, 13. Febr. Zahlreiche Mitglieder des Pariser ül e ni e i n d c r a t ö unterzeichneten einen Aufruf, in dem alle Gemeinden Frankreichs aufaeforbert werben, zur Errichtung eines großen L u s t g e s ch iv a d e r s beizutrahen, das überall- bin die „Gute Botschaft oder den Tob" bringen könne. Geben wir, so heißt es weiter in bein Sluhruf, unserem glorreichen Paterlande eine unzähligr Schar von Flugzeugen, bic unaufhörlich mib rastloS alle Misere (Bremen überwachen. Tie Zukunft und das peil Frankreichs, der Schul; unsere Sicherheit und unsere Ehre beruhen d. rau'. Dem Pariser Gemeinderat wirb in seiner nächsten Sitzung der Eintrag vorgelegt werden, 500-0 Franks für den Ankauf von Militärflugzeugen zu bewilligen.
liberalen Reichstagssraktioii ihre St......
Präsidenten abgeben konnten und begrüßen mit Genugtuung den Fraktionsbeschluß, wonach nunmehr unsere Partei bic Beteiligung am Präsidium ablehn t."
£ie Haltun i Der hr fischen iiaLonoDibfrflPn Parket.
Offenbach a. M, 14. F-ebr. Fabrikant Thcod. Boehm tat seinen Austritt aus dem gesch ä stss ühren den .Zuschuß der hessischen natiönalliberalen Partei erstatt, weil der gcschästsführende Ausschuß die Haltung der Reichstagsirattion
-Z u fä
Vie präsi-iumrfrise im Reichstage.
Ein denkwürdiger und gleichzeitig, wenn man will, ominöser Tag! Zum ersten Male ein leibhaftiger Sozialdemokrat auf dem bisher sozialistenrein gehaltenen Präsi- dcntenstuhl des deutschen Reichstages! Tod) es trat bald Vertagung ein, und es wird sich zeigen, ob am heutigen Mittwoch endlich die Präsidentenfrage gelöst werden kann Tie Fortschrittliche Volkspartei hat, wie es heißt, um die vonftituicnnifl des Hauses überhaupt zu ermöglichen, im Einverständnis mit der Sozialdemotratie beschlossen, als Manbibaten für den Präsidentenposten den Abgeordneten Häm pf und als Kandidaten für den zweiten Vizepräsi dentenposten entweder Geheimrat Tove oder Tr Pach nicke vorzuschlagen. Sie versucht damit, die Arbeitsfähig feit des Reichstags bis zur definitiven Präsidiumswahl nach vier Wochen zu sichern So hätten wir es also, nach dem das Geschäftspräsidium durch das Ausscheiden Spahns ut die Brüche gegangen und die Hoffnung auf ein Präsidium infen sich durch bic Haltung der Nationalliberalen verflüchtigt hat, mit einem aus zwei Fortschrrttlern und einem Sozialdemokraten bestehenden radikal-sozialistischen Präsidium zu tun, das selbst dann, wenn es die National- liberalen aus dem Plenum heraus unterstützen, nur die äußerst schwache und von Zufällen aller Art abhängige Mehrheit der Linken hinter sick) hätte. Tie nationalliberale Fraktion ist in eine schwierige Lage gekommen und erhält aus dem Reiche zu ihrem Verhalten die verschiedenartigsten üundgebnngen. Viele Gerüchte schweben über das Zustandekommen ihrer neuesten Beschlüsse. Dazu schreibt indessen heute die „Natiouallib. Korresp.": „Mit dem Rück tritt des Herrn Tr. Spahn war die Gefahr des sogenannten G r o tz b l o ck p r ä s i d i u m s in greifbare Nähe gerückt, und sic tonnte nur noch durch den natiönalliberalen Verzicht auf die weitere Beteiligung an der Präsidialbildung beseitigt werden. Dieser Verzicht wurde denn auch in vollbesetzter Frattionssitzung f a st einstimmig (nur gegen zwei Stimmen) zum Beschlüsse erhoben, ohne daß sich während der ganzen Sitzungsdauer auch nur irgend eine jener „erregten Szenen" abgespielt hätte, von denen ein weniger gewissenhaftes als phantasiereiches Sensationsblatt anber- wellig spricht."
Folgende Meldungen liegen vor:
Berlin, 13. Febr. Wie wir hören, mirb .morgen der Abg. Äaempi von der Fortschrittlichen Volkspartei zum Präsidenten gelvählt werden. Herr Tr. Paasche wird, nachdem diese Wahl erfolgt ist, sein Amt als zweiter Vizepräsident ii i cb er legen.
Berlin, 13. Fahr. Aus parlamentarischen Kreisen wird gemeldet: Tic Fortschrittliche Volksvartci hat in ihrer letzten Besprechung vor der heutigen Sitzung des Reichs tages in Erwägung gezogen — obwohl cs gegen ihre Partei intcressen ist — das Opfer zu bringen unb den Pranbenleu des Reichstages zu stellen. Sic hofft weiter, daß der Abgeordnete Paafckie fein Amt als zweiter Vizepräsident nicht mebcücgen werde Sollte dies doch der Fall fein, dann wäre die Fortschritt liche Volksparlei weiter bereit, auch den zweiten V i z e v r a N denteu des Reichstags zu stellen, immer ausgehend von dem Gedanken, den Reichstag für vier Wochen arbeitsfähig zu er- baltev, um der Notwendigkeit einer Vertagung zu entgehen.
Eine Kundgebung der schlesischen Natiönalliberalen.
— Ein Stcinzeitfunb auf der Berliner Museum sinsel. Während sonst bei wichtigen Bauten wohl nach uralter Sitte ein Opfer in das Fundament versenkt wird, hat bei Den Fundameittierungsarbecken für das neue Teutsche Museum aut der Berliner Museunisinsel der Boden eine merkwürdige unb interessante Gäbe gespendet. Wie Prot Schuchardt in den amt- (idieii Berichten aus den Königlichen Kunstt'ammlungen müteilt, kam dickt neben dem großen Erdspalt, der so viele Schwierigkecken bereitete und schließlich überbrückt werden mußte, vier Meter unter dem Grunbwasserspftgel ein st e i n z c i t l i ch e S T o n g c s ä ß ans Lickt. Tie bauchige Amphora von IO1-.- Zentimeter Höhe unb 19 Zentimeter größter Weite war sehr gut erhalten: nur der Boden und ein Stück am Halse fehlten Ticjaft kugelige Form ist mit Verzierungen bedeckt, die in breiten Strichen ringridmitten sind. Sie stellen eine Umschnürung des Gciäßes durch Bänder dar. An zwei der sich gegenüberliegenden Bänder entwickeln sich die sehr kräftigen Henkel, die aber nur als Lesen zum Durchziehen einer Sckmur bestimmt waren. Das Gefäß wurde nicht mit den Händen, sondern an einer Schnur getragen Tic Form der Amphora, die sich von der Steinzeit wecket verfolgen läßt bis in die Schackst- qräber von Mykena, weist auf eine Herkunft aus Thüringen hin. Thüringen und die Altmarkt, mit Nordwestdeutschland im Hintergründe, haben in der letzten Steinzeit ihren Kulturstrom und wohl and) Volkssrrom in die Havel- und Spreegegenden unb von da weiter nach Böhmen und Mähren geleitet. Dafür ist die Keramik und auch die neue Amphora ein Beweis: sie stammt aus jener bedeutsamen Zeck, da die großen steinzeitlichen Kulturen von Mitteleuropa sich in jene Kultur - und Völkerwellen auflösten, die dann zur Sondergestaltmtg her einzelnen inbogermauijdjen Völker; führten.
3'--^ .-HZ gse §
1;
o s5j.l
01 ~ -
71 -KdZZ
Deutsche» Reich.
Tie sächsische 2. Kammer verhandelte über folgende f o r 11 ch r i t t l i ch e Anfragen: „Kennt unb billigt die Regierung die Gründe, bic bestimmend gewesen sind, die Reichstag s st i ch w a h l im 23. Wahlkreis Plauen auf erneu spateren Tag als die Stick)wahl in den übrigen sächsischen Wahl» kreisen anzuberaumen'? Staatsminister Gras Vitzthum von Eckst a edl erfiärte, das Ministerium des Innern habe dtc Wahl- kommissare angewiesen, die Stichwahlen auf den 20. Iamiar an- juberaumen, außer, wenn besondere llmftänbc bic Wahl eines andern Tages angezeigt erscheinen ließen. Ter Wahlkommissar in Plauen habe in feinem Bericht an daS Ministermm aut bic große Ausdehnung des Wahlkreises hingcwiesen, die ihn hinderte, die Wahliinterlogen rechtzeitig in die Hände der Wahlvorsteher gelangen zu lassen. Einen anderen wesentlichen Grund erblickte der Lahlkommissar in dem llmftänbc, das; am Sonnabend in Plauen ein Wochenmarkt und Börse stattsindet. TaS Ministerium finde keine Veranlassung, die Maßnahmen des Wahlkommistars zu mißbilligen. Mit der Anregung der Interpellanten, den Bundesrat zu veranlassen, die Stichwahlterminc einheitlich test zulegen, würbe bic sächsische Regierung wohl kaum innen Erfolg erzielen.
Ausland.
Aus London wird gemeldet: Tic Audienz HaldancS nach seiner Ankunft in London beim König währte 50 Minuten Sehr bemerkt wird, daß zuvor der Marineminister eine 1>, stündige Audienz beim König hatte. Beide Audienzen währten für cngludtc Gepflogenheit ungewöhnlich lange.
Tic Ernennung Sir Edward Greys zum Ritter des Hosenbandordens erregt besonders Interesse, da biete Auszeichnung nur in ganz seltenen Fällen einem Kornmoner zu Teil geworden ist und in der Regel nur Peers vom Range eines Grafen in den Orden ausgenommen werben, ^cit Mitte oes nötigen IahrhunbcrtS haben nur vier Mitglieder bcs Uni er- • Hauses den Orden erhalten, zuletzt Lord Palmer,tone. Sir Edward. Grey tritt in bic vakante Stelle des verstorbenen Herzogs v. Fifc./
Der ftänbige Ausschuß der Internationalen Z u ck e r -J fonlerenj hat am Tieiistag seine Arbeiten unterbrochen. Er! wird erst am 26. Februar Wieder zusammentreten. Eiii Ein-/ Verständnis aller Länder wurde über folgende zwei Punkte er-, zielt: 1 die Erneuerung der Konvention auf weitere fünf Jahre nach ihrem Ablauf unter den gleichen Bedingungen wie zuvor.! 2 Rußland ist ein außerordentliches Ervortkontingcnt von 2o0000 Tonnen zft bewilligen, wovon 150 000 Tonnen auf bic Kampagne 1911/12 kommen, währenb 100 000 Tonnen auf die verschiedenen Kampagnen späteren Tatums zu vertecken sind. Die einzige Frage, die noch zu regeln ist, wie bic Verteilung der 100 000 Tonnen auf die verschiedenen Kampagnen oder in welchem X5cr* hältnis sie ftattfinben soll. a
Die „Newyorkcr Tribüne" meldet aus Waihington: Das Staatsdcvartement wies die amerikanischen Konsulatsbeamten in
IR«?-
$ I i :
I
H =?, vt''
H ü 'S -
T. - j
-
SS3433 üX®«"-
s teH*.
"’s
' yx
- WtU
I
, N 3^»
> Sy 0» ? I
; mhtil
bei der Präsidentenwahl n.’i bedauert bat.
Das französische .tlottcnproaramm in der Kammer.
Die französischa Kammer hat über das Flottenprogramm eine interessante Aussprache gehabt, worüber uns berichtet wird: „
Paris, 13. Febr In der Kammer wies Marine Minister Deleassö au, die Notwendigkeit hin, neue Schiffe zu bauen, und erläuterte die Einzelheiten des Flottenbauprogramms, dessen Aussiihrung bis Ende 1919 gesichert sei. Die Regierung habe die Ausführung nin z w e i I a h r e b e s ch l e u n i g t. Tic Gesamtausgabe werde sich auf 1318 Millionen belaufen Im Jahre 1920 werde Frankreich 12 Docks für Panzerschiffe von mehr als 20000 Tonnen haben. . .
Zn der Aussprache erklärte 23 G n aj e t, es ^ci notwendig, das Marineflugwesen LU organisieren und ein besonderes "lugzei5g ausfindig zu machen, das sich auf dem Meere und den Schiffen niederlassen könne. Ma- ^ineminister T c t c a j f e erwiderte, daß ihm ein solches Flugzeug am 20. Februar geliefert werde.
Ter Präsident des Marineansschu^cs bemerkte zu der Frage der Cinschräntnng der Rüstungen, man müsse von dieser friedlichen Politik Gebrauch machen. Trotzdem fei es notwendig, das; man gut bewaffnet fei. "Bemerkenswert sei, das; Amerika, wahrend cs einen internationalen Schiedsgerichtsvertrag Vorschläge, seine Tätigkeit \m Flott en bau verdoppele. Niemals habe England soviel Schiffe gebaut, 30 schiffe seien jetzt im Bau. Deutschland, Oesterreich und Italien entwickelten ihre Marine. Deshalb sei es nicht Frankreichs Ausgabe, die Abrüstung zu beginnen.
Das Fluyschisiwesen Frankrei-tß.
M i l l e r a n d führte u. a. aus: _ Gegen Ende dieses Jahres werden wir 27 Feld- und 5 Festungsluftgeschwader, bestehend aus 34 4 Flugzeugen, mobilisieren können. Im Jahre 1912 werden 30 Zentren für das Fluglvesen eingerichtet sein, zu denen noch die selbständigen Flugplätze tönernen. Jedes Fluggeschwader wird 7 Piloten und Mechaniker auf'weisen. Im ganzen werden wir 234 Lffizier- piloten, 210 Beobachter, 42 Mechaniker, 110 Offiziere, 1600 Korporale ober Sappeure und 5’>0 Soldaten aufzuweisen haben. Ferner wird ein Luftschifferregiment mit 7 Koni- vagnien gebildet Der Redner detonte sodann, daß zur Verwirklichung dieses Programms 12 Millionen nicht aus- reichen würden. Er werde sofort nach Annahme des Budgets einen besonderen Elesetzentwurf einbringen, durch den els Millionen für Material und eine Million für Pcrfonalaus- gaben ausgesetzt werden. Andererseits sollen zu den für das Lustfchiffwesen vorgesehenen 5 Millionen Franken noch 3 Millionen für die Herstellung von Luftschiffen und Luft-
m. 58 Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 14- Scbruar (912
WM IhoMM zlltulQCi
«LM General-Anzeiger für Gberheffen BMs
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Erpedition und vruckerei: Zchulftrahe 7. Land-- E.Heb'^ür den bis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofftrahe 16a. u.iz-.genteil: o. -kck
Breslau 13 Febr. Ter Provinzialverband Flugzeugen erranneiuj kt natiönalliberalen Partei in Schlesien telegrap.>d.enst der eit eien.
eine glanzvolle Aufführung: zwar keine, bic völlig emwand- frei war - unb welche wäre daS! - aber eine Audngrung, an der man seine reckte Freude liabcn konnte, Ulrb dw ^chrit wr cdnitt bewies, das; aut allen Seiten mit angeitrcngtcitcr Hrrrt tüdrtia gearbeitet worben war. So kam denn auch eine -Darbietung heraus, dic^sich unbeschadet sehen lassen kann, Nianenautzuge waren z T. ganz ausnehmend gut gelungen, aber bobu wuri^, wn ton unaufhörlichen Zoimevn abg^i. bock auch manchs mal mit allmvicl Gerämch gearbeitet, da-.' firn Icibcr immer int »ZerrÄomuieCen betiebt. Daß
mandmial sehr deutlich zu Horen waren, \ev nur mbtnbci cnaxlmt.
Ter ganzen Anlage des Stückes und ,einem unglucklicheii Ausbau entsprechend, der das ganze in drei schart gewabertt. Anwven teilt— Cäsar, Mark Anton, Brutus - die nacheinander ckeichgeordn^c Höhepunkte bilden, muß der ^Mellnwr mit grotzen äußeren Prunk bedacht fein, um der Erniudm g Zmckauer > die Spitze bieten zu können. Dtrektor St
’id) mit der Autführnng den herckiaNten zanF aUcr ^braieririuiWi verbtent hat, hatte mit viel Geschick und stro^m Gluck an■ Vielem Punkte eingesetzt und eine glanzrolle.^hlr^chgWrbnte e ^tr Ührung in oic Wege geleitet. anlenswertertvnn. hatten ,ick ihm Mju eine Anzahl Studenten zur Vertagung gestellt die ,ich tm Verein mit dem Personal unseres ^tadttheaters ehrlich um den durchschlagenden Erfolg bemühten und ihr^.stutes a# oan erfreulichen Gelingen beitrugen. Unter Stemgoett^
Leitung hatten sie sich im allgemeinen tadellos geichult, unb wenn etwas zu beanstanden wäre, dann wäre cs nur da-, e- war ihrer nicht genug. Bei einem so Ix'beutu ngsvo lle n Ju Ttr i t trou dem auf dem Forum, dürfen keine Lücken aut der -bumu Ktn oa muß Kopf an Kopf stehen, denn Rom war gror>, und d>.r oo Eäsars und seine Beisetzung barte sicherlich taut ende von Memckhn herbeigezogen, die der Rede Mark Antons mit angehaltenem cklem lauschten. Sind bei einem solchen Bilde aber Luckcn in ber Volksversammlung, dann ist man unwilllürlich versucht, die Unwcund^n vu zählen, unb das römische Volk entpuppt tich als ein neincs Häuflein Menschen: die Illusion ist dann natürlich gettort. s.aran kranken in allen Theatern alle Volksaufläuft, wenn tnan^von I Max RKuhardts Massenszenen absieht, und es Wäre deshalv zu bdienlen, oh cs hier nicht möglich wäre, den Bähncnraum io zu 1
I Die Aufführung, bic sich infolge mehrerer großer Pausen bis nach i »12 Uhr hrnzog, fand ganz außerordentlich starken Bcitlll | unb machte auch sichtlich einen großen Eindruck aut bic Zuschauer — die den bedeutenden Erfolg auch dadurch bei tätigten, daß sic noch lange auf ihren Plätzen aushielten unb die Darsteller immer wieder riefen. Den größten Erfolg hatte aber gestern die Regie, unb wenn auch Herr Direktor Stcingoetter den Beifall neidlos seinen Künstlern überläßt, der größte Anteil daran gebührt ihm, der rood’cnlang keine Mühe und keine Arbeit geidwut hat, um eine sehenswerte und sogar bedeutende Cäsaraufführung zu ermöglichen. Jedenfalls bau ohne Ueberhebung fcftgeftdlt werden, oaß auch wesentlich größere Theater kaum eine bessere ?llifsührung hätten M wege bringen können. Es war rin großer, voller Erfolg. N.


