X Bad-Nauheim, 12. yatt. Wreoerum verscywrn- det ein Stück AlEauheims; her Staat will das nach stehende Siedehaus Nr. 5 jetzt auch auf Abbruch verkaufen. Ebenso geht es mit dem dabeistebenden Wohn-- chaus an der Salme 16 und dem alten Wiegeyäuschen.
§ Stamm heim, 12. Ian. Beider Stichwahl sieqte unser seitheriger Bürgermeister Nagel mit 97 Stimmen. Sein Gegner erhielt 72 Stimmen. Der Wahlkampf verlief ziemlich lebhaft.
(?) Altenstadt, 12. Jan. Der hiesige Kriegerverein, der seit 1874 besteht, hat die stattliche Zahl von 100 Mitgliedern aufzuweisen. Das Barvermögen beziffert sich auf etwa 1500 Mk. Nach dem Beschlüsse der legten General- Versammlung zahlen die Veteranen keine Beiträge mehr zur Vereinskasse.
Canöwirtjcbaft,
** Die abnorme Witterung des Sommers 1911 hat bei vielen Landwirten einen Aussall an Ertrag besonders bei Kartoffeln gegeben. Manche Kartoffelsorte hat sich in diesem Jahr als wenig ertragsreich erwiesen. Es wäre aber von unseren Landwirten verkehrt gehandelt, wollten sie diese im Jahre 1911 nicht geratenen Sorten ausscheiden. Vielmehr kann das Jahr 1911, weil es abnorme Witterungsverhältnisse hat, nicht allein entscheidend sein und der Landwirt wird solche Sorten, die sich in anderen Jahren bewährt haben, wenn auch 1911 nicht, doch wieder anbauen. Vielfach fehlt aber den Landwirten das geeignete Saatgut. Dasselbe ist, wie seit Jahren bekannt, von den Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer für Dessen zu beziehen. Aber nicht nur Saatgut in bester Qualität und Kartoffeln, sondern auch Sommerweizen, Daser, Gerste, Erbsen ist von anerkannten Feldern zu erhalten.
Börsen-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 12. Jan.
Die Erwartungen, mit denen die Börse in das neu Jahr hineingegangen war, haben sich bisher nicht erfüllt, fonbern cs hat sich statt der erhofften Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der Kurse ein Rü ckschla g eingestellt. Nack)dem die Spekulation in den letzten Monaten des vergangenen Jahres durch die Berichte.über die ansteigende Konjunktur in eine lehr zuversichtliche Stimirrung versetzt worden war, so daß sie sogar die zum Jahresschluß auf dem Geldmarkt eingetretenen Schwierigkeiten glatt überwinden formte, hat es an neuen durchgreifenden Anregmrgen gesekstt, die der Spekulation und dem Kapitalistenpublikum zu erneuten Meinungskäufen hätten Anlaß geben können. Das Geschäft ist infolgedessen wesentlich ruhiier geworden und es hat sich auch ein größeres Entlastungsbeoürfnis geltend gemacht, das die Kurse etwas ins Weichen brachte. Bei der Begründung des Stimmungswechsels schob die Spekulation die politischen Ereignisse in den Vordergrund, insbesondere die Ministerkrisis in Frankreich, die Vorgänge in China und die Tatsache, daß die Doffnung auf einen baldigen FriHensschluß zwischen Italien und der Türkei vorerst wieder ausgegeben werden muß. In Bezug auf die innerpolitischen Verhältnisse hat die Unsicherheit über den Ausfall der Reiä)stagswahlen ebenfalls dazu beigetragen, das Geschäft an der Börse ungünstig zu beeinflussen. Von gleicher Wirkung mag allerdings auch die im letzten Wochenbericht einer Berliner Großbank ausgesprochene Mahnung zur Vorsicht hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Geldverhältnisse gewesen seien, die man um so mehr beherzigte, als der letzte Ausweis der Reichsbank noch eine beträchtliche Anspannung der Mittel des Instituts erkennen ließ. Am Montanmarkt, der wiederum im Vordergrund des Interesses stand, kämpften zwei Strömungen abwechselnd um die Herrschaft. (Sitte Berlin-rheinische Firma, die zu mehreren der großen Montanunternehmungen Fühlung unterhält, nahm Gewinnreolisationen und zum Teil auch Blankoabgaben vor, wobei namentlich Phönix, Bochumer und die Aktien der großen luxemburgischen Werke stärkerem Kursdruck unterlagen. Auf der anderen Seite aber waren Käufe für rheinische Großspekulanten in Darpenern zu beobachten, die mit den bevorstehenden Preiserhöhungen des Kohlensyndikats motiviert wurden und auch Schlesien trat als starker Käufer für feine Werte auf. Eine gewisse Stütze wurde dem Montanmarkt auch durch die Rekordziffern der Roheisenprvduktion und durch verschiedene neue Preiserhöhungen, sowie durch die sich weiter bessernde Sage am amerikanischen Kupfer- und Eisenmarkt zuteil. Eine nachhaltige Kauflust vermochten alle diese Momente jedoch nicht herbeizuführen, da die immer noch ungelösten Verbandsfragen zur Zurückhaltung mahnten. In anderen Jndustriepapieren war das GesckM ebenfalls ruhiger und Die Kursbewegung wenig einheitlich. Chemifche Mbert haben eine weitere Einbuße von 25 Proz. erfahren im Zusammenhang mit dem angekündigten zweiprozentigen Dividendenrückgang und im Dinblick darauf, daß demnächst die billigen Abschlüsse der Gesellschaft für die zur Düngerherstellung erforderliche Thomasfchlacke ablaufen und die Gesellschaft infolge der von den Düttenwerken in erhöhtem Maße erfolgenden Selbstverwendung der Schlacke in Zukunft höhere Aufwendungen für den .Schlackenbedarf wird machen müssen. Bankaktien haben ihre letztwöchentlichen Avancen zum Teil wieder verloren, ebenso Bahnen und Schiffahrtswerte.
Deimische und fremde Fonds lagen vorwiegend schwächer. Privat - Diskonto 33/e Proz.
” Mu tte.
6*irf-en, 13. Law T o rftb ert cbl. ?hif l enünem Wochen- markte louele. 9 uiter rr. Vö. 1,00—1.15 Mk. vnbnereier 1 et. lo—12 lfgn Male in. St. 6—s ng„ Kasematte 2 St 5—6 i-fg., Landen vr Tr. ü,«U—1,<K) Mt, Viibiiec vr. St 1,"O—1,60 Mk., v ahnen vr. Stil cf 0,^0-1,80 Mk^ Enten vr. St 1,k0-2,20 Mf. Gänse das Pid 70-80 l-fa„ Ccbfeuflcifrb vr. i*fb. >-6—94 Mg.. Rindfleilcb vr. l-hinc* M—86 ifg., Rnbsleisch 70 Pig^ Schweine- fleisch vr. 1 llm) 64—86 ifqN Malbfleiid) vr. i-fö. 76—80 ctu. vammelfleibi) vr. Ifo 60—MO 1-fg., Mavtoiieln vr. h>0 Ra. 7.00 dis 9.00 Weißkraut das Stuck lo dis 30 Psg, Zwiebeln ver Ztr. 10,00—12,00 1HL Milch das liier 22 'big- 21 einet ver Ztr. 15 bt8 20 lUfw -Hüffe 100 Stück 50—00 Vffl., ver Str. 0—00 Ulf. Birnen das 'Vhuiö 15—25 Vffl. Alarftzeit von 8—2 lltjr.
F.C Wiesbaden. i e h b of-'Ulart toeri 6 t uo n 12 Jan. Antrieb: Rinder 65 «Lchsen 25, Rühe 40, Bullen 0), Halber 145, Schafe 24, Schweine 20 i.
Mailtverlnm: Diiiuev schleppend, Kälber und Schafe mittelmäßig, Schweine ruhig. Breis für HO B'd.
Veueub- Schlacht
gewicht Ochsen. Mk. Mk.
9’onneHcMne, onsgemälleie. i'ddiften Schlacht-
ivertes nu 'Jlllev von 4 7 Jahren . . . 50—53 91—93
Tie nod) nicht gezo> en haben uuuieiocbt) . . 50 52 90—92 7unae. f eisckige, nicht auSgemäuele uns ältere
au6geinä'iet? 46-49 82 89
Mavrg genährte junge, aut genährte ältere . . 4u—44 74—81
Butten.
Bollfletschige, ousgew^ höchnen Schlachtw. . . 44—46 74—78
BoUpeischige, jüngere 39—42 66—70 t'ür en. R ü h r.
i oll fleischige auSflemäuete fZärsen höchsten
Schlachtwertes 46 — 51 83—90
1 oU|ieud)tfle ausgemäslete Ruhe höchsten
Schlachtivertes bis zu « Jahren 40—43 74—78
Wen g gut em.uiaelte ,>arn-n . 3 —42 73—81 Matjig genährte Ruhe und Järien 29—32 5m 62 'Hellere ausgemäslete Ruhe und ivenig gut ent-
wickelte lungere Rühe 34—38 63—71
M al u ec.
, ein Oe Masllälber 62—64 101—106 'üiitllere 'Man- und belle Saugkälber . . • . 56— 61 96-101 Geringere 'Ulan- und gute Saugkälber . . . 52—55 87—89
^einigere «-.auglalber . 47—51 bO—86
e cd a ‘ i.
Weidemauschafe:
Masllämmer und vlaiiuammel 37 -39 76—78
Schweins.
i ollstelschige Schweine von 80-100 kg Lebend
gewicht 48—49 62—63
'4 oül.eijchige Schweins unter 80k? Lebendgeivicht 47—48 61—62
loUfieiitijige Schweine von 100-1-u kg Lebend
gewicht ......... 48—9471 62-63
Bolifiei>chige Schweine von 120—150 kg Lebend
gewicht .... 47—48 61 - 62
ceit|d)iöeiite über 150 kg Lebendgewicht . . 437,-45 56-57
Monat!. Uebersicht »er Todesfälle in der Stabt Siehrn.
Monat Dezember 1911.
Einwohnerzahl: angenommen zu 11.30) linkt. 1600 'Mann Dli(it-ir) Slerblichleltszniei: 15,3 •/„, nach Abzug von 24 Ortsfremden 6,1 /->.
Rinder
Anrn.: Tie in jtiuiiunern genv^a Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der bi’fTeffpnhrn Krankheit auf von auswärts nacl Gießen gebrachte Kranke kommen.
Es Harten an: Zusammen:
Erwachsene:
NN
vom
1. ttebensiahr:
2.—15. Jahr:
Rindbettfleber
1 (1)
1(1)
—
—
Tlvbtherle
1 (1)
—
1(1)
Tyvtms
1(1)
1 (1)
—
—
Tuberkulose
4(!)
4(2)
—
—
^unfleneliizüiidunfl
5(2)
2(1)
2(1)
1
Herz- und (Äefäß-
hanfheiien
3
3
—
—
Schlaqfluß
8(1)
8(1)
—
—
Tarmtrankbeiten
3(3)
2(2)
1(1)
Blinddarmentzündung 1 (1)
1 (1)
—
—
Nierenentzündung
l'D
KD
—
—
Neubildungen
6(4)
5(4)
—
—
Selbstmord
1
1
—
—
Dllnicbliiufl
KD
KD
—
—
Verunglückung
1 (1)
1(D
—
—
anderen Rrankheiten
9(5)
4(2)
2(2)
8(1)
Summa:
40 (24)
30 k18)
4(3)
6(3)
Die nach- Ä OF7tp *‘ind am Sonntag, 14. Jan. 1912, tlebenden Avi ulv von 1 i Uhi iiuuaic- o s \i unr naent- nnr tiir dringende Füll»» «>ch-r anzatreffen: D ielt
Dr. Schliephake, Goetbestr. 44. Dr. Steinreich, Neuen Bäae 25.
Wenn man hustet
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Ach! Mädchen lass den Mut nicht sinken
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Faorlk : Cöln • Rodenkirchen
winken schlau
Wird er Dein Bild stets vor sich sehn Und bald ist es um ihn geschehn!
Auch Dir wird einst ein Männlein Nur musst Du dann verfahren Um bald zu werden seine Frau.
Lass Muttern ihn zum Kaffee
Werner Breuer
Feinster Kaffee Zusatz.
Reichs-Konamex*^
Unterfertigte erlaubt sich hiermit alle in Giessen und Umgegend wohnenden Burschenschafter zu dem am
Mittwoch dem 17. Januar 1912, abends 8 Uhr
in Steins Garten stattfindenden
der Marburger und Giessener Burschenschaft geziemend einzuladen. Mit burschenschaftlichem Gruss!
Die z. Zt. der Giessener Burschenschaft vorsitzende
Burschenschaft Frankonia.
I. A.: Hugo Holzapfel, derzeitiger Sprecher.


