Ausgabe 
12.7.1912 Erstes Blatt
 
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162. Jahrgang

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

Die Entscheidung über die Vesoldungrvorlage.

politijcbe Lngcsschau.

G:ii Gesetzentwurf über die Äefitzsteuer

beit Tribünen herab.

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Von fortschrittlicher Seite wird uns aus Tarrn-

fortschrittlichen

wäre und daß man i, _

habe um 1> -> Proz. mehr oder weniger für die W gesamte Aufbesserung für Beamte und Lehrer scheitern lassen. Tie Erste Kammer braucht keine Rücksicht auf Wähler zu nehmen die Zweite Kammer, als Wahl- uimmcr, muß allen Interessen Rechnung tragen. Es wird an Anfechtungen und Angriffen aus die Haltung der tfrcu* tiüii der Fortschrittspartei nicht fehlen, jie wird denselben cntgegcnhaltcn können, daß sie nicht wie das Zentrum und die Rationalliberalen es getan haben, bereits im Kampf die inncgchabtc Position aufgegeben, sondern daß sie bis zur letzten Schanze festgehalten hat. Es i)t irrig, wenn sich Stimmen geltend machen in dem Sinne, daß die Pairskammer doch noch nachgegeben haben würde die Herren Fürst Isenburg und u. Hehl haben bei den Be­sprechungen leinen Zweifel gelassen, daß sie es bet dem Fall der Vorlage bewenden lassen würden, und die Stim-

nrort geben.

Zusammen mit dieser Entschließung wurde die Vor­lage uaeder an die Zweite Kammer zurückgegeben. Tie fortschrittliche Voltspartei, die vorher durch ihr redege­wandtes Mitglied Korell-königstädten sich so hartnäckig

ar. 162

Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer ConnlagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamilienblätter, ^metnml wüchenll.Ureir' blattfürdenUrettSietzen (Dienstag undfreilag): 1 ucimal monntl. Land­wirtschaftliche StilsraAtN 7 ernsprech - Anschlüße: ßir die Redaktion 112, Aierlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

tadt geschrieben:

Beide Kammern und die Regierung waren von morg.ns 9 uhr bis abends 7 Uhr ohne Mittagspause im stand>

Freitag, 12. Juli 1912

Bezugspreis: monatlich 75Pf^ viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Adhoie- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Ack.2. viertel«

ja beschäftigen wirb, der eine frühere Vorlegung cht gewünscht Imttc.

und Palette griffen. _ , ,,

Paul ist voil der ganzen <-ivve der malenden ~nL'l5 und einiger Vettern, die sich oem gleichen Metier zugervandt hatten, der bedeutendste. Das Atelier des Vaters und gcrome freunde be» vätcrlicheii Hauses, wie AdoU von Menzel, D nkel ^.rale und der Architekt Strati, sind feiner EiN.vicklung in hohem MaßeZörder- lich gewesen Mil den Ticrsludien begann er schon in der Jugend. Zn Wald und Flur und im Zoologischen Garten wurde emng nach der Natur gezeichnet und daheim mancher Vogel und Vier­füßler mit Wohlgefallen ausgestopft. Ter Vater ließ den Rei- -lungen des Sohnes freien Vauf. Im Jahre 1860 stellte der junge Maler, nachdem er brüt Jahre die Berliner Kunualademie be­sucht hatte, sein erstes Bild au-.-. Tann ging es mit Sturmschritten vorwärts. Ein längerer Aufenthalt in Vans ließ bie tumt= lcrische Kraft erstarken. Ter junge Deutsch errang 186a mit seinemSätangenbändigcr in der Tierbude" eine goldene Me­daille Später, im Jahre 1868, wurde ihm in Berlin die kleine goldene Medaille und 1872 die große goldene Medaille verliehen. Auch ernannte ihn die Kgl. Akademie der Künste 1868, §u ihrem ordentlichen Mitgliede. Ter Sohn war mit dieser Ernennung Kollege des Vaters geworden. Aber die frühen Erfolge waren ihm nur ein Ansporn zum weiteren Streben nach Vervollkomm­nung. Auf Reisen, die ihn durch ganz Europa und zum Orient

Paul Meyerheim.

(Zu seinem 70. Geburtstage.)

Die von der Kgl. Akademie der Künste im Mai 1900 ver- Snstallete SonderauSstellung von Werken des Meisters, der am 13. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, bot die schönste Gelegenheit, eine ziemlich vollständige Heber sicht über sein künjtleriiches Säiasjeu zu gewinnen. Es hingen da schon vor vierzig Jahren ge­malte Bilder. Tie Modeströmungen der Zeit hatten ihnen nichts onzuhaben vermocht sie berührten so frisch wie Sckröpsungcn der Gegenwart. Tie unbefangene Auffassung des Gegemiandes in feiner Wirklichkeit ist eben ein Palladium, das ewige Wirkung sichert. Und die Ausstellung zeigte, was Meyerheim nicht nur im iierbilbc, sondern auch in der Landschaft, im Genre und im Por­trät leistet. Tie Bildnisse seines Vaters und Tantel Ehoöoroicckis, das Brustbild der Marcella Sembrich und das lebensgroße Reiter bildnis der Frau Pringsheim, die landschaftlichen Schilderungen aus der Schweiz, Tirol, dem Schwarzwalde, Frattken und Tim ringen, der holländische Antiguar, die Savoyardenkinder und der Scherenschleifer int Torf, feine Märchenbilder Rotkäppchen und Aschenbrödel und die mit der Jeder gezeichneten Illustrationen zu den Grimmschen Hausmärchen, feine mit Geist und Witz gemalten Ehrenurkunden und Fächer und die mit sprudelnder Laune ge zeichneten Tischkarten, sie und alle die vielen anderen Gaben seines 'Pinsels und L-tiftes brachten die Vielseitigkeit dieses schattens, die Feinheit der Beobachtung, die Straft der Farbe und die Aus- drucksfähigkeit der Zeichnung mit überzeugender Kraft zum Be­wußtsein. .

Es ist ein wahres Wort Goethes:Gegen grosze Vorzüge eines Ändern gibt es kein Rettungsmittel als die Lieöe". Gegen jene Paul Meyerheims ist dieses Rettungsmittel längst zur Anwen­dung gebracht. Tie schmuete Billa, die ihm Professor A. Messel vor Jahren in der Hildcorandstraßc gebaut und die er selbst vom Bestt Lül bis oben itn Atelier reizvoll geschmückt hat, wird die große Zahl der Gratulanten wohl kaum fassen können. Pinn liebt m ihm Len Künstler, den erfolgreichen Lehrer, der als Leiter der -tier- flaffe an der Kunstakademie tüchtige Kräfte herangebtldet rat, liebt in ihm den Musirenthusiasten, Der int Cello Quartett leinen Mann steht, und den mit Witz und Humor begabten Berliner.

Bei feiner Geburt zitterte zwar nicht wie bet jener des cEhakespearefchen Oven Glendowcr bic, Erde, wohl aber Eduard 'Meyerheim, der Pater, vor Freude, daß der Zuwachs der ö'amme

ncqcn die Gewalt der Ersten Kammer mit großen Berten verteidigt hatte, trat Mann für Mann fetzt dem Bcschlnfse der Ersten Kammer bei. Rur die Sozialdemokraten und einige Bauernbündlcr standen grollend abseits. Aber dw Vorlage war gereitet! Lautes Bravo erschallte selbst von

wird dem Reichstage, wie wir aus bester Quelle hören, voraussichtlich erst im März 19 13 zugehen. 3w Reichs- schatzamt sind Vorbereitungen für einen solchen Entwurf erst insofern getroffen worden, als eine Denkschrtst aus-, gearbeitet wirs, die jich mit dieser 9iarene emgeljenb be- jant und die verschiedenen Arten einer Besitzstcucr be- irricht, ohne bestimmte Vorschläge für die zukünftige Ge­setzgebung zu machen. Tiesc Denkschrift wird den Bundes- taaten zugehen und wird im Laufe des nächsten Winters eine der Grundlagen bilden für die Verhandlungen

den Finanzministern der Einzelstaaten. Befttmmte Plane in irgend einer Richtung sind bisher noch nicht gefaßt

.........Anzeiger für Gderheffen

Notationsdruck und Verlag der Srül'l'schen Univ.-Viich und Steindruckcrei n. ränge. Iledaltion, Lrpcdilion und vruckerci: 5chnlftratzi 7.

8 »"" Bübingen: Zernsprecher Nr. 269 Seschüftsfielle vadndosstratze 16a. __

ein Zunge war. Zwei andere Sprößlinge, Fran; und Richard, folgten. Unter der treuen Sorge des Paterfamittas und der Mutter, einer Schwester des gefeierten Bildhauers Trake, wuchs ein Kleeblatt heran, das für die Farbentöpfe des Vaterhauses sich ebenso lebhaft wie für dessen Fleischtöpfe interessierte. Tie Be­geisterung für Farben lag im Blute. Auf den heiligen Lukas, Den Patron aller Maler, mar ja die Familie Meyerheim feit Generationen eingefchworen. Schon der Urgroßvater war Maler­meister gewesen, im tunstjreudigcn Tanzig, und der Grotwater Tetoraiwnsmaler, der Schüfen, Sälen und Zimmern bi: ijbhere farbige Weihe gegeben, auch einige Kirchenbilder gemalt und wahrend der französischen Ctfuvaüoii sogar Herren und -tarnen aus Ciiijiertreifen porträtiert hatte. Von den vier löhnen des wackeren Mannes übernahm Gustav, der jüngste, das väterliche Gefckmjt, die drei anderen wanderten nach Berlin, wo Eduard, der ätteste, als Verherrlichet des nord- und mitteldeutschen Kleinlebens hohen 9iuhm gewann, Wilhelm mit Vorliebe Soldaten und Pferde und Hermann Städtebilder mit Staffage malte Also kein Wunder, daß Paul und Franz Meyerhetm gleichfalls zu Pinsel

kf. Ostende in London Die Gluthitze hat in manchen Köpfen geradezu absonderliche Pläne hervorgcbracht. -tie -eiter des bekannten RiefenpalastesOlympia" in London haben die! Absicht, Lstende nach London hinüber zu schaffen, d. h. die Halle- in der noch vor kurzem die internationalen Reitkonkurrenzen aus* getragen wurden, in ein brausendes Meer mit hachgehetiden Vrogerk und prächtigem Gestade zu verwandeln. Tas Meeresroaper wird täglich frisch in das Bassin hineingelassen werden; rote, das wollen bic Erfinder dieses Planes auch schon gelöst haben Um auch denen, für die die edle Schwimmkunst noch ein mit sieben Riegeln verfchloifenes Buch ist, die Annehmlichkeit eines Seebades irrt yjcrjui Londons zu gewähren, wird der Boden des Baums lang* fam abfallen. Zn das Wasser hinein füljrt ein breiter ^teg, auf dessen Ende ein niedlicher Pavillon für die Musik ück) erheben wird Zm Sandgeftade können die Kinder mit ihren Schaufeln sich die prächtigsten Sandburgen erbauen, und um das Ba,,i» herum führt eine dem Lstender Kai nachgebildete Prornrnade, auf der zweifellos die Elite Londons sich ein -Stelldichein geben wird. So wird in der Themsestadt für die vom Glück Enterbten gesorgt^ die zwar das nötige Geld besitzen, aber aus anderen Gründen; sich den Genuß eines Seebades verkneifen müssen. Geld muß aller­dings da sein, denn die Eintrittspreise werden gesalzen genug lern.;

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen-- schäft. Tie Sommer Ausstellung des Frankfurter Kunswerems, wird der klassischen Malerei Frankreichs im 19. Jahrhundert gewidmet sein und an Land ausgewählter Werke der führenden^ Meister einen Ueberblick über die Entwicklung der moberneir französischen Kunst von Ingres und Delacroix über bie großen Impressionisten bis zu van Gogh geben. Ter bekannte Pädagoge emer. o. Prozessor der Philosophie und Pädagogik an der Prager deutschen Universität Hofrat Tr. Phil. £tto Willmann, Herren­haus Mitglied, feiert am 19. Juli das 50 jährige ^oktoriubilaum., 1903 trat Willmann in den Ruhestand und fiebene nach Saij«, bürg über.

Wohl selten hat das Hohe Haus in der Rhein,traßc -.u Darmstadt einen so heißen Tag erlebt, wie heute, vier [ war es nicht lediglich die Frage um Aniiahme oder Ab- I chnung der Besoldungsvoriage der Regierung, hier han- ! gelte es sich um eine politische Frage von weittragender Bedeutung Eine politische Frage, die eine Antwort er­häschte: Wer ist stärker, die Erste Kammer oder die Zwcite Jammer. Hier wurde nicht gestritten um eine Materie, hier wurde um eine Idee gekämpft

Für die Erste Kammer erschien der Beschluß der Zwei ten Kammer, den Lehrern eine Aufbesserung von 15 Pro- zent ihrer Gehälter zu gewähren, unannchntbar. lln-.in» ichmbar einmal aus dem ilrundc, weil die finanziLllen Verl'ältnisse des Landes eine derartige Erhöhung Nicht ri-rtraqcn; aber auch aus dem Grunde unannehmbar, weil ran die hessischen Lehrer in ihrer Gehaltsklasse nicht an tie Spitze aller anderen deutschen Lehrer stellen wollte. Die Zweite Kammer dagegen bat dem Drängen der Lehrer iiiid)'crl)öl)tcr Aufbesserung i B.züge nachgegebcn uno sie mit 15 Prozent Gehaltserhöhung m die G.haltsklajse ter mittleren Beamten eingereiht.

Rach den Beschlüssen der Erfreu Kammer von gestern sih sich die Zweite Kammer geiictigl, die von vornherein cuf einen harten Widerstand reck .etc, ihre Ansprüche herab- zusctzen und statt 15 nur 13,> eozent zu fordern. ~er geänderte Beschluß der Zweiten Kammer ging dann Rückünßerung an Die Standc en. Es war vor«

uch dieser Borschl \ dc r Ab

Lilie Gnade finden würde. Sie lehnten ihn ao mit der kurzen Begründung, daß nun einmal das .'Zsenland für seine Lehrer nicht so viel aufwenden könne. Sie beharrten cuf ihrem Standpunkt und die Vorlage ging zum zwett.u- nal den Landesvertretern zu. Diese standen vor der Frage: Sollen wir uns vor der Ersten Kammer neigen, oder sollen wir fest auf unseren einmal gefaßten Beschlüssen - »hen bleiben? Sie mußten sich freilich bei Lage der ganzen Sache sagen, daß mit einer solchen FestigieN die i x-anze Vorlage arg gefährdet werden könnte. Politiker, die mehr der Sache als ihrer eigenen Person dienen wollten, erhoben warnend ihre Stimme, es nicht zum Aeuy^rsten zu treiben. Was helfe alle Prinzipienreitere., wenn man fcen Beamten, Lehrern mit leeren Händen kommen würde?

Aber der Ruf verhallte! Tie Zweite Kammer lehnte cs ab, sich der Ersten Kammer zu fügen^und wieder mußte die Gesetzesvorlage den Weg in den Saal der «tandes- Kerrcn nehmen. Inzwischen war die Stimmung aufs höchste sestiegen. Standesyerren und Abgeordnete fanden sich in den Wandelgängen zu Eifrigen Gejprächcn zusammen; Mi­nister und Parlamentarier besprachen in lebhafter Unter­haltung die Lage. Tas zahlreiche Publikum auf den Tri­bünen der Ersten und Zweiten Kammer w-ankte und wich nicht. Endlich, die Uhr zeigte s/46, trat die Erste Kammer wieder zusammen. In etwa 10 Minuten war ihr Entschluß der Lefsentlichkeit bekannt: Elf Prozent! und darüber nichts. Aber so ganz umsonst war der heiße Kampf doch nicht gekämpft: Der Zweiten Kammer war es gelungen, dem anderen Hause eine Entschließung abzuringen, daß jich die Erste Kammer bei einer künftigen endgültigen Be- ioldungsregelung den Beschlüssen der Zweiten Kammer nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber stellen würde.

War das ein Sieg ? Rur die Zukunft kann hier Ant-

jäbrl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal löPf^ auswärts 20 Pfennig. 6besrcbaktenr: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: Angust Goetz; für .Feinlle- ton', .Vermischtes' und »Geiichtssaai": R. Dien- ratb; für .Stadt und Land": (S.£cb; für den 2lnzeigenteil: H. Beck.

Erstes Blatt

Gie

. ung war allgemein so verzwcifk - 6 bereits die auf Freitag bestimmte Rheinfahrt abgcfetzt mar, ein Zeichen der allgemeinen Niedergcfchlagenheil Es ist daher als feststehend crnzufehcn, daß für das Jahr 191- die Beamten und Lehrer ohne Ausbesserung geblieben waren, dies zwar unwiederbringlich. Auch die Aussichten für das Deftni- tioum batten sich hierdurch verschlechtert. In bic|cr schwie­rigen Situation galt cs zu retten was zu retten war und die Partei, die von Anfang an die Rot der Beamten und .Lehrer dringlich geltend gemacht und für Hilfe sich ciii- acsctzt hatte, hat richtig gehandelt, wenn sie Wetter schauend u wMv W-. r.. _ I bic definitive Regelung ins Auge fai^e ittid für dicfe

haus versammelt, um mit der Beratung und Abstimmung 1^ .. Auspizien schuf, anstatt mit verschränkten Armen Über die Besoldungsvorlage zum Ende zu lommem sich damit zu begnügen, ihren Standpunkt zu wahren

dem auch der Pcrmittlungsvorfchlag der Zweiten Kammer, I ^ot der interessierten Bcvölkerungsklassen weiter

den Lehrern LP 2 Proz. und den Beamten 30 Proz. oer Sätze zu gewähren, üon der Elften Kammer abgttihnt war, Moralisch ist so konnte Abgeordneter Grünewald aus- ünberten die nationalliberale Partei und das 6-ntrnm den die Erste Kammer durch ihre Erklärung gebunden,

seitherigen Stanbpunlt, indem fic Beitritt »u dem Befchlatz U bcr' definitiven Regelung sich nidyt mehr den Wimschen

der Ersten Kammer erklärten, ^emgcgcnnbci ooLcitc 1 .ilucitcn Kammer zu widersetzen, nun gilt es, den Bauernbund 'mit 2 Ausnahmen), Fortschrittler (ohn-Hen- - b im kommenden Jahre ausgetragen wird, vorzu- rich, der nicht anwesend war) a muß ium ^cle führen

Ausrechtcrlmltung des früheren Befchlnsfkv (Ick 2 4-L1-8v > -----

90 Proz.>, s 0 daß nunmehr die ganze Vorlage gefallen war; die drei Parteien erklärten, daß |ic weiter den Machtgelüsten der Ersten Kammer nicht nach- qeben lönnten. Wiederholte Reiommnnilation an bic Qxrjic Kammer ergab dortseitig Festhalten an den 11 Proz. für die Lehrer. Es ist nunmehr als das Verdienst zweier Gießener Abacordneten, Geh. Justizrat Schmidt und Justizr.tt Grüne­wald, anzusehen, daß weitere Verhandlungen cingclcitet wurden und zum Ziele führten. Es mag dem fortfchrltt- lichcn Politiler nia)t leicht geworden sein, den leitljcrigcn, vis zu in letzten Ende des kainpfes von [einer Fraktion innegehaltenen Standpnntt zu verlassen und sich mtt den 11 Prvz. für die Lehrer vorerst zu begnügen, allem die Erwägung, daß endgültig 2 Millionen den Beamten und Lehrern entgangen wären, die Landtag^abgeor rulen _ iruenu cmci juujiuhs ---, y -

mitnichts" nach Hause gekommen waren, war auvschlag- Serben auch erst in Monaten gefaßt werden können,

gebend, der fortschrittlichen Volkspartci das schwere £p|er .ß ncuc Besitzsteuer in Art und 5^>öhe des Ertrages

zuzumuten, daß sie einen für die Beamten und^Lehrer bis bcn Einnahmen des Haushaltsetats abhängig gemacht dahin mit größter Zähigkeit eingenommenen standpnntt L crbcn r^ll Tie Verhandlungen über die Steuer werden aumab. Wie der Fraltionsrcdner erklärte, konnte es nur Dezember beginnen und eine endgültige Stellung­geschehen, nachdem die Erste Kammer die von ihm formu- , . $ Bundesrats isi kaum vor März 1913 zu er«

Heute Enlärung,daß sie nur für bas Provisorium aus ' . fci bie Vorlage schließlich erst im April den

ihrem ablehnenoen Staudpuntt beharre uno sich bvi Be- ' * -- -----...... früh «Rnrrrnnnn

ratung des Desinitivums nicht mehr grundsätzlich ben Be- v

schlüsscn der Zweiten Kammer widerfetzen werbe , abae- ___>

,onbo^ÄUÄM = 6 lam im ÄInW»ÄÄ'Än'Ä weiteren verlauf feiner Unterf)ou|reöe auf bie «eurte.tung l,tÄÄMm« meÄÄg

iHt zum «orwurfc gcmacht^atte, sie zu ^r B-^^er Ä U

begegnete. Wenn man die Lage in Per freu betrachte, dann dürfe man nicht erwägen, ob das Abkommen einen boll- lommenen Zustand geschassen hat, sondern ob die Lage Duren bas Abkommen besser oder schiechrer geworden ist. I Wenn man an alle Unruhen beult, die in Perlen geherrscht 11 üben und daran, was nicht allein in Persien, sondern ut Den allgemeinen Beziehungen zwischen Rußland und Eng-

1 [aub sich ereignet hätte, wenn das Abtommen nicht existieren würde, dann muß man sagen, fuhr Grey fort, daß die Aufrechterhaltung des Abtommens mehr denn je notig ift. 'Xie Lage in Persien, die, wie er zugebe, unbefriedigend sei hätte doch zu schweren Komplilalionen geführt, wenn ein derartiges Abkommen nicht bestanden hatte. Lhne Abiommen wäre Rußland beständig unter der Furcht ge­standen, daß England in ^üdpersien aus oer Verwirrung führten, im Gebirge, insbesondere in der Umgebung von Mittew- ivalD, und im Berliner Zoologischen Garten suchte und Taub et für feine Kunst immer neue Anregung und Erfrischung. Frisch sind auch sein Humor und seine Lebensireudigkeit geblieben. Möge es dem Siebzigjährigen beschiedcn sein, mit dem Pinsel m dep Hanb bas Alter Tizians zu erreichen! w. 5t.

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