Ausgabe 
11.10.1912 Zweites Blatt
 
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Tic landwirtschastlichcn HairHhaltungsschulcn zu Langen und Liudhcim bctr.

Die landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen zu Langen und Lindhetrn eröffnen nm 3. Januar 1913 einen neuen fünhnonotUdjen SlmfuS.

Der Zweck und die Aufgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- und Landwirtsslande zu künftigen tüchtigen Hansirauen durch angemessenen wirlfchaittlcheu Unlerrlcht und durch praktische Unterweisung in allen in einem einfachen bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten.

(Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft, We- müsebaü. Cbstverwertung, Gefundheus- und Ernährungs­lehre, Krankenpflege, Rechnen, Adsassung von Aufsätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeuen. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesang gepflegt.

Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen:

a) Mädchen ans Hessen.....* ... 25 Mk.

b) Mädchen von außerhalb Hessen.... 40 , für den ganzen Kursus.

Ter Preis für die Verpflegung wird nach den Selbst­kosten, bezw. den Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich.

Die Anmeldungen, welche bis spätestens Ende November b. Js. erbeten werden, sind bei den Vor­sitzenden der Ortsschulkommissionen der Haushaltungs­schulen, den Herren Bürgermeister Metzger-Langen bezw. Oekonomierat We st er nach er - Lindheim einzureichen, welche ebenso wie die Landwirtschaftskammer selbst zu jeber weiteren Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berück- sichliguitg der nach dem 1. Dezember d. Js. eingehen­den Anmeldungen kann Verbindlichkeit nicht übernommen werden.

Neber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwirtschastskammer.

Darmstadt, den 24. September 1912.

Der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer.

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1. Jntterliefernug.

Für die Zeit vorn 1. November 1912 bis zunt 31. Oktober 1913 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Maschinen- und Handdrusch), Hafer, Wetzenschalen und Hundekuchen vergeben werden.

8. Berkans von Dünger.

Der in der Zeit vom 1. November 1912 bis zum 31. Oktober 1913 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden.

Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die unterzeichnete Direktion bis zum 19. Oktober d. I einzureichen. D,0/10

Die Bedingungen sind daselbst cinzusehen.

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für die Zeit vom 1. April 1913 bis 31. März 1914 ist 3U ücrnebcn.

Angebote find verfchloflen bis ,'väteftcns 31. Oktober d. Fs. beim Stadt. Slrmcnamt, Afterwcg 9, wo auch die Bedingungen «ungesehen werden können und die An- gebotsformularc erhältlich sind, einzureichen.[Bu/l0 Betrifft: Das Ginbalten der Tauben während der

Saatzeit. .

Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 39, Ziffer 2 des Feldstrafgefetzes vom 13. Juli 1904 aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis 20. Oktober 1912 einzubaltcn. ,

Diese Bekanntmachung nndet auf dte Militärbries- tauben keine Arnvendung.Bn/io

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tftädt. Arbeitsnachweis giessen.

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Cs können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern:

1 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Gärtner, 2 Schuhmacher, 1 Schlosser für autogene Schweinerei, Erdarbeiter, Handlanger. 1 Kellnervolontär, 1 Köchin, 2 Küchen- und Zimmermädchen. 1 Laufmädchen, 1 Bäcker.

Lehrlinge: 1 .Kellner.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

Schlosser, Jnstallaleure und Svengler, 2 Maschinen­schlosser für landw. Maschinen, 1 jüngerer Anstreicher, 1 jüngerer Schmied, 3 Schreiner, Stuhlbauer und Stuhlvolierer, 1 jüngerer Backer, 1 Schweizer, land­wirtschaftliche Knechte und Taglöhner, Erdarbeiter, 1 Köchin, 1 Dienstmädchen.

Es suchen Arbeit:

1 Sattler, 4 Tapezierer und Polsterer, 1 Metalldreher, 1 Betriebsschlosser, 1 Maschinenformer, Schreiner, ein Schneider, 1 Zimmermann, 1 Bäcker, 2 Eisendreher, 2 Heizer und Maschinisten, Anstreicher, Weischinder u. Lackierer, Taglöhner, Hausburschen, 1 Bureaugehilfe, Putz-. Wasch- und Lauffrauen.

Gast und Schaukwirtfchaftsgewerbe: Kellner.

Aushilfskellner. Zapfer. Bu/io

Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieszen.

Die Besitzer von Obstbäumen der Gemarkung Giehen werden hiermit nuinciorbcrt, zur Bekämpfung der Cbft- banmschädlinge sämtliche Cbftbriume bis Mitte No­vember gehörig obhnhen und mit Kalkmilch «gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu lassen.____________________________________________________ IBu/io

Gclättdeverpachtung.

ES sollen an Ort und Stelle auf die Dauer von 6 Jahren meistbietend verpachtet werden:

Montag, den 14. Oktober, vormittags 9 Ubr beginnend, etwa 40 Triebviertel am Mittelweg nach dem Philvfophenwald. Zusammenkunft auf der Katfer-Allee bei der Wolsstraste. . ,

An demselben Tage, vormittags'/,! 1 Ubr, 10 Grab- stücke aus dem Gelände der früheren Aktienbrauerei, zwischen Wilhclmstrabe und Liebigstraste und in der Stepbansmarl. , . ... ,

Ai, demselben Tage, nachmittags 2 Ubr, eine gröbere Anzahl von Grabstückcn am Schlangenzabl. am Aulweg und vor dem Weiher. Zusammenkunft bet der Schönen Aussicht.

An demselben Tage, nachmittags 3'/, Ubr, ver­schiedene Grabstücke an der Crednerstraste.

An demselben Tage, nachmittags 4'/, Ubr, ver­schiedene Grabstücke zwischen Damm- und Schillerstrabe, eytlang der Main-Weser-Babn. \

Dienstag, den 15. Oktober, vormittags 9 Ubr. verschiedene Grundstücke und Wiesen am Wallbrunnen, aus der Warte, an der Marburger Strafte, in der Lechenau, am Steinkautcrweg, am Wistmarer Weg und bei der früberen Tonnenanstalt. Zufantmenkunst auf der Mar- burger Strane am Wiefecker Weg.[B8/to

Bei Niederschlägen treten vielfach die Wässer aus Winkeln und Negenrohrsinkkasten an den Strahenfronien auf den Bürgersteig, ivodurä) die IvubfteiQC verunreinigt werden. Um dies zu vermeiden, ist für eine eingehende Reinigung der Hoswässcreinläusc und Rcgenrobr- sinkkaften zu sorgen.IB4/10

Samstag, den 12. Oktober 1912, norm. 11 Ubr, werden im Stadthaus, Gartenstr. 2, die in den Waldungen der Stadt Gienen sich ergebenden Birkenbcfcnreiser, zusammen etwa 9U Wellew in verschiedenen Losen meist- bietend versteigert. IB4/IO

DaS Heugrasgeld von den städtischen Wiesen für das Rechnungsjahr 1912 kann in den nächsten 8 Tagen noch ohne kosten an die Stadtkasse bezahlt werden. [B/io