Ausgabe 
11.10.1912 Erstes Blatt
 
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'elästigungbeim rler zu Gießen.

M. Keßler über den 'bgonders beim Per- >s Polizeiamt Gießen KeAtt einen Polizei- vurde, das Laden und n bis September vor tobet bis April vor m diesen PolizMedl i Aushebung, >»eil es m Stunden das Aus« >em sei die Geruchbe« virtschafllich-n betrieb, ichmung und nach An- t Dr. Haberkorn Iain 16 hier eine über da? IHgung her Anwohner, äJrrbung Dtaliegt und eibejetf.

banbes Wetzsar Gießen toegerr r. Die Sachlage er- wurde deshalb bt»

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landes Wallen- ) Brauerschwcnd : R. M Familie R., msdesitzerin in Streit, ster konnte eine andere rasür, daß der Hausrat : vom 1. des daraus- verbracbk wurde. Vier­eren Äsav Wallenrod Mgswohni'ih hat, be- n und wandte an, daß je Wenn Wallenrod

R. in der Lage ge- Kosten selbst zu be- x den OrtsamE- -lsarmenverband Sah höhe von ö.20 Mark «gewiesen. Die Kosten zur halste zu ttagcn. Ä* g istwirtschast. Da je verneint, damab^ ll bei 420 Emmhnnn AmeinkratsmUglAr der Gesuchlteller stwe m Grunde und wegen es der Meisausschuß Wt Münnis nach ZrS

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Mannheim, 10. Ctt Ter Flieger b e Waal, der gestern nachmittag 6 Uhr in Mainz zum £luge nad) Tlonitheim aulgett'eqen war und in Worms wegen elntrelenber Tunfelbcit eine Notlandung vornehmen mußte, ist beute früh wieder auigestiegen, um den Rest der Strecke nach Mannheim -nrnckzulegen. Er landete kurz vor 8 Uhr glatt auf dein hiesigen tHenupInn. de Waal wird an den am Sonntag hier stattsiudendcn Schanstügen teilnehmen.

Berlin, 11. Okt. Tor Brand des Militärluft­schi fiesM. 3" in dor Luftschisshalle zu Tegel hat auch eine Beschädigung der beiden in der Halle befindlichen abge- rüsteten LuftschiffeM. 1" undM. 2" zur Folge gehabt.

Kleine GagestbroniL

In Schönebeck iElbe) ist die Familie des Arbeiters Kan- del an Vcrgistungserscheinungen erkrankt. Tie Frau und der zwölfjährige ^ohn sind gestorben. Man vermutet, daß die Vergiftung durch den Genuß von Hackfleisch verursacht wurde.

Am Mittwoch abend kurz nach 6 Uhr entgleiste bei dem Tunnel am Englischen Garten, vermutlich infolge falscher Wcichcn- itellung ein Perionenzug auf der Strecke Stuttgart Kann- sta t t. Tie Maschine bohrte sich in den Bahnkörper ein, einige Wagen wurden ineincmdcrgcschoben. Zwei Fahrgäste trugen leichte jl nicvcrlctzungen davon. Weitere Personen nahmen keinen Schaden.

Auf dem der Deutschen Reedern G. m. b. H. gehören­den Dampfer ,Lotte Menzell", der auf der Fahrt von den Azoren nach Kopenhagen begriffen ist, meu­terten drei Offiziere und 16 Mann. Portu­giesische Soldaten verhafteten die Meuterer und brachten sie in das Gefängnis nach Funchal, wo sie mit dem nächsten Dampfer nach .Hamburg geschickt werden sollen.

In London geriet gestern abend das Pclroleumlaaer von Arn old t u. Sohu in Brand. Der ganze Stadt­teil war von Rauch erfüllt. Das brennende Petroleum rann in den Kanal und verwandelte die Wasserfläche in ein Flammenmeer.

Ein Zyklon beschädigte im Weißen Meer viele Segel­schiffe. Im Omega-Golf treiben von der Besatzung verlassene Grade.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Ter medizinische N o b c l v r e i 6 für das Jahr 1912 wurde Tr. AleriS karre am Nockricller-Inslitut in New 9)or; .ür Arbeiten über die Gefäßnaht und Ueberpslanzmig von Organc verliehen. Ter Preis beziffert sich auf etwa 195 COO Francs.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. Der Einsender des Artikels in der vorgestrigen Nummer der Zeitung hat vollkommen Recht, wenn er die Zu stände in der Frankfurter Straße als unhaltbar be­zeichnet. Aus dem bisherigen Schweigen der dortigen Bewohner darf nicht gefolgert werden, daß wir mit allem zufrieden sind, was uns die Stadtverwaltung bietet. Kein Stadtteil wird auch so stiesmütterlich behandelt, wie gerade der südliche. Es wird aber nichts nützen, dort die Entwickelung künstlich zurückzuhalten, denn diesem Stadtteil gehört nun einmal die Zukunft. Die Vernach­lässigung ist augenscheinlich, denn in den anderen Stadtteilen ist alles bis an die äußersten Grenzen mit Kleinpflaster belegt und

saubere Bankette zieren die Straßenseiten. Bevor man an kost­spielige Anlagen, wie Ueberlandzentralen, über deren Rentabilität man sehr verschiedener Ansicht ist, herangeht, soll man dock erst innerhalb der Grenzen Gießens alles aufbictcn, dem stcuerzablen- den Bürger den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen. Dazu gehört auch, daß für ordentlichen Straßenbelag gesorgt wird, wenigstens in den Hauptstraßen und zu diesen zählt unbedingt die Frankfurter Straße. Man wird doch den Staub nicht mit Wasser bannen, wie es der Einsender des Artikels anregte, sondern es ist ein Straßenbelag nötig, der den Staub in dem Maße nicht auskommen läßt. Man kümmert sich um die Frank­furter Straße tatsächlich nicht. Noch heute trennt in der oberen Frankfurter Straße ein Wassergraben die Straße in einem bald fertigen Neubau Es werden keine Anstalten gemacht, ihn zu beseitigen: oder muß zur Entwässerung dieses Grabens erst die Kanalisation weitergeführt werden? Darum zögert man denn da­mit! Sind etwa Fehler gemacht worden, die den Weiterausbau des Kanals verhindern?! Es ist Tatsache, daß die Herren vom Automobil die obere Frankfurter Straße mit ungeminderter Ge­schwindigkeit befahren. Man kann dies den Automobilisten von auswärts allerdings nicht so sehr verübeln, können sie doch nicht ahnen, daß diese unwirtliche Gegend, schon das Stadtgebiet ist. Für sie fängt die Stadt erst am Eisenbahnübergang an. Man ruft nicht gerne nach einem Schutzmann, aber in diesem Falle wäre es doch wünschenswert, wenn sich hie und da einmal ein Uniformierter blicken ließe, damit den Herren Automobilisten vor Augen geführt würde, daß sie sich schon innerhalb der Stadtgrenzen befinden. Bei dieser Gelegenheit wird der Schutzmann vielleicht auch wahrnehmen, daß große Haufen Bauschutt, Sand und Bad­steine eines Neubaues in der Nähe der Lenzschen Schreinerei, die dort schon monatelang auf dem Bankett lagern, jeden Verkehr auf dieser Seite verhindern. Wir meinen, der Polizei fiele doch in allererster Linie die Aufgabe zu, dafür zu sorgen, daß sich der Verkehr glatt und ohne Gefahr für das Publikum abwickelt. Muß man bei uns wirklich erst den Weg in die Öffentlichkeit nehmen, bis Mängel beseitigt werden!

Märkte.

fc. Wiesbaden, 10. Okt. Heu- lind Strohrnarkr. Angefahren waren 10 Wagen mit Heu und Ctroli. Dian notierte: den 7/>O8.00 Mk, Stroh (Nichtstroh) n.600.00 Pik. Frucht m a r f t. Haier (neuer) 19,6023,00 Mk. Alles für 100 Kilo.

|] Marburg, 10. Okt Nachdem der Kreis 9)larburg wieder fend)cnfrei ift, konnte heute der bereits ausgesetzte S ch w c i n c» m a r f t ftattfinben. Der reiche Ausfall der Sxartoffclcriite blieb nicht ohne Einfluß auf die Preisbildung, wie auch auf den Handel, der sich äußerst rege gestaltete Tie Preise gingen während des Marktes merklich in die Höhe. Es kosteten 68 Wochen alte Ferkel 3038 Mk., größere 456u Mk., kleine Läufer 70100 Alk. und Einlegschiveme 160210 Alk. daS Paar, je nach Größe und Qualität. Tie Zufuhr belief sich auf 730 Stück.

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 12. Okt. 1912: Zunächst noch heiler und trocken, tags mild, fväter etwas Trübung. ? h-_ :-----------i1- 1 ' .

Letzte 27«cdrichten.

Keine montenegrinischen Erfolge.

Konstantinopel, 11. Okt. Ter Kriegsminister macht bekannt, daß die Montenegriner in den Kämpfen gegen das türkische Freiwilligenkorps bei Berane b i s jetzt keine Erfolge davongetragen hätten.

Die Verantwortung »igtanot.

Pari-, 11. Okt. DerMarin" schreibt, daß England einen großen Teil der Verantwortung trage, wenn eS zu einem Balkankrieg komme. In Sofia und Belgrad werde man nicht losschlagen, wenn es den Mächten gelingen werde, in Mazedonien eine der westlichen Zivilisation entsprechende Lage zu schaffen. Dem Zustandekommen einer Vereinbarung hier­über stelle Großbritannien mit Rücksicht aus seine mohammedanischen Untertanen in In dien Hindernisse entgegen.

Eine Warnung beS westeuropäischen Handele.

f.7: Köln, 11. Okt. sPriv.-Tel.) Ein hiesiges Großkaus- haus, das mit den Balkanstaaten gute Beziehungen bat, ahielt aus Serbien eine Warnung, dort weitere Geschälte zu machen. Serbien stchevordem AusbrucheinerRevolution, einerlei, ob cs zum Krieg oder nicht komme. 2lud) in Bul­garien machten sich Anzeichen stärkerer Erregung geltend.

Die bulgarische Krieg-begeikerung.

:/: Sofia, 11. Okt. (Priv.-Tel.). Die letzten Trup- penabteilungen sind nach Süden abgcgangen. Die Zahl der Freiwilligen aus Mazedonien loächst immer noch an und die Begeisterung läßt noch keineswegs nach.

Ein Vorfall an der dentsck.franrö'fischen Grenze.

Paris, 11. Okt. Nach Blättermeldungen ist an der Grenz­station Toucourt rin Wagen angehalren worden, in dem rin M a j or des in Metz liegenden 145. Infanterieregiments in Uniform mit Frau und Toaster saß. Ter Major erklärte, daß er die Schlachtfelder besichtigt habe und der Kutscher irrtümlich aus französisches Gebiet geraten sei. Ta sich diese Angaben als richtig herausstellten, wurde dem Major die Rück­kehr nach Metz gestattet.

*

rm. Darmstadt, 11. Okt. (Priv.-Tel.). Der Geh. Staatsrat Krug von Nidda, der auch BundcsratÄbcvoll- mächtigter ist, nrirb am 1. November d. I. in den Ruhe­stand treten.

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acz. Frau Baurat Brünning.

Grudeherdes empfeblen.

Marburg, den 11. Juli 1912.

WcSbalb bürgert sich der Hannovers Grudeherd über­all ein? Tic Antwort ist ganz cinsach, weil in jcdcm Haushalt jeden Standes

kein anderer Herd der Welt, die Vorteile bietet, die An- schanungskostcn nicht groß, die Jnbetriebbaltung einfach und fuottbiüig ist! Alles dies ancrtvnm man wie folgt: Ick bestätige Ihnen hierdurch gern, das; der von Ihnen gelieferte Hannovera GrudeherdFreya" I meinen Er­wartungen nach icdcr Richtung emsvricht. Er eignet sich z. .Nochen Braten wie zum Backen vor.zügl. ist genügend Cbcrbine vorhanden, der Tauivs- und Dunstabzug be­währt fick üolttommcn. Die Küche wird durch den nur mittelgroßen Grudeherd genügend erwärmt, io daß in jedem Falle eine wesentliche Bernngerimg der Heickoitcn ein« tritt. Trotzdem der Ofeu Tag und Nacht ohne Unterbrech­ung brennt, waö auch wieder Zeit und Arbeit erspart ist der 2<erbrauch an Brennmaterial lebt gering ich kann daher einer jeden Handfran die Anschanung eines

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