Ausgabe 
14.8.1912 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

Nr. 190

162. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

lieber Zrantreichr Luftflotte.

eine

Der sranzösische Ministerpräsident in Petersburg.

Paris, 13. Aug. Als Ergebnis der Besprechungen zwischen dem Ministerpräsidenten Poinears und dem Minister des Acußern Sasonow wird mit geteilt, faß ein Abkommen mit Frankreich und Rußland über die d) i n c* fische Anleihe erzielt worden ist. Rußland vertrat bisher den von Frankreich nicht geteilten Standpunkt, daß die Verwendung und Kontrolle der Anleihe durch da- Konsortium der sechs Grossmächte mit der besonderen pri­vilegierten Stellung Rußlands in China nicht in Wider» spruch stehen dürfe. Frankreich wird diesen Gesichtspunkt Rußlands, welcher von den anderen Großmächten nicht gc* teilt wird, künftig al- seinen eigenen vertreten.

DemEcho de Paris" wird au» Petersburg berichtet, daß Ministerpräsident Kokototzow erklärt habe, e- sei ihm wegen seiner Beschäftigung und wegen der nahe bcvorHcbcnbcn rv a b l c N zur Duma vollständig unmöglich, in diesem Iabrc nach PanS zu kommen. Dagegen werde derGroßsürst Nikolai Nico» la11ewitscb, dessen Besuch bereits für dieses Frühiabr an- gekündigt war, in vierzehn Tagen offiziell nach Pari- kommen, um als Vertreter der russischen Armee den großen französischen Armeemanövern beizuwohnen. ___________________

Mittwoch, U. August 1912

RotanonSdruck und Verlag der Br üblichen Universität» - Buch- und Etemdruckerei.

R. Lange, Sieben.

LieGießener .samiliendläNer" werden dem ,An»eiger* »iermal wöchentlich beigelegt, da« Kreisblalt für den Krell Gietzen" zweimal wöchentlich. Tieraadwirtfchastlichen Leit, frage«" erscheinen monatlich zweunal.

Redaktion, Expedition und Tnirferei: Schul- slrabe 7. fcoebuion und Vertag: e-w bl. Redciknon:^WNS.rel.-Adr.:Anze»gerchieven.

Deutscher Katt)olifentag.

Aachen, 13. Aug.

(Zweiter BerhandlunaStag.) ,

£>nite früh sand im Münster eut Pontifikalreauiem Tür den verstorbenen Zentrumsführer Windthorst statt. Daran schloß ich die

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Fläschchen a 75 i tieorc Wallenft ur liiaihplaö 21 d flcnübcr d. gnaelm: |

BrcnnHol t Zentner Ms 1.1' e j| nuS. J.havvcl,^. ohlendandlunfl.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhesien

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Franks vermehrt, so baß dem französischen Kriegs' Ministerium für das Jahr 1912 bic ammc von 33 231 3oO Franks für Flugmaschinen und Luftschiffe und Dtcnstbetrtcb derselben zur Verfügung steht eine Summe, der gegen über die, die der deurschen Heeresverwaltung für die e Zwecke zur Verfügung steht, kaum nennenswert ur. Hrerbe, ift noch zu beachten, daß trotz dieser außerordentlichen Miitel bic bas französische Parlament fernem Kriegs- Ministerium zur Verfügung fteHte, man in ferner Weise bic >-.auptwaffen der Armee vernachlässigte^ sondern iw Gegen- i'eil für diese gleichfalls bedeutende Mittel bewilligt hat. Tie Krone all dieser Rüstungen soll dann das Kadergesetz für Frankreichs Infanterie und Kavallerie werden.

'U«I bciruTÄ dt-s-s Jahres'150 dazu an^di-Ä 'M°7 tticdcn Der ltluqzeugpark des |ranz°it|chen Heeres war Anfang iD;'>- 208 Flugzeuge stark und wird nunmehr, wie der Dehrverein bereits mitteilte, auf 334 dis Ende dieses Jahres

wurde von dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden Gras SDemfel v. Donnersmarck heute nachmittag eröffnet. An erster Stelle 'prach ^nmnasialdirektor Werra lMünsleri über:^re w is e n s ch a f t l i ch e Betätigung und A u f g a b e n d e r deutschen Katholiken". Der Anteil der deutschen Katho­liken an dem akademischen Berufe entspreche nicht der Verhaltnis- zahl. DaS liege aber nicht daran, daß die katholüchen Schüler weniger begabt als die nichtkatholischen wären. Auch in der Religion liege der Grund nicht, denn die Religion habe keine Furcht vor der Wissenschaft. Aber die Säkularisation habe den Katholiken tausend Bildungsmöglichkeiten geraubt. Immerhin werde eS jetzt besser. Erfreulich sei die Hilfe des Albertus- MagnuS-Dereins und für die weibliche Jugend die des Hilde» garduS Vereins.

Abgeordneter Maver (Kaufbeurens behandelte bay Thema. Pflicht der Katholiken zur wirksamen Betätigung auf Volkswirt fchaftlichem Gebiete". Er führte aus, daß die große Wirtschaftspolitik, die den Auf'chwung der deullchen Dolkskraft ermöglicht bat, der führenden Mitarbeit ^der deutschen Katholiken zu danken sei. Bon der von mancher Lette Prophe- zetten Verarmung der Katholiken ist bis heute nichts zu bemerken- wenn auch die VermögenSverteilung für die Katholiken eine günstige nicht genannt werden könne und die deutschen Katholiken in den einträglicheren ErwerbSarten, Handel und Industrie, un­verhältnismäßig zurückstehen. Angesichts dieser Tatsachen dursten die Katholiken die Hände nicht in den Schoß legen. Alle Instanzen müßten Mitarbeiten, damit die Katholiken allmählich in den 4-la» einrückten, der ihnen gebühre. ,

An letzter Stelle sprach Professor Mausbach Münster) übet daS Thema:Tct Äampf gegen bic moberiic 11ten - losigkei t" Es lasse sich nicht leugnen, daß eine Reaktion der Volksseele gegen die unheimlich wachsende Macht der lln- iittlichkeil eingetreten ist Aber noch heute lasse sich eine breite 'Mittelschicht von Durcb'ckmttts- und Gewöhnhettsmenschen in ihrer Ruhe und Genuß,ähiakeit gar nicht erschüttern. Gcnns', fei au» früher gegen daS 6. Gebot gesündigt worden, aber nicht in dem Umfang wie setzt. Rack dem Chrittentum ,er die Ehe die cuuiqe Form deS erlaubten Geschlechtsverkehrs. Kinderreichtum, sei ein Legen, aber keine Last, und wo iehn blS zwölf Sinder in der Familie zusammen arbeiten und spielen, da ist auch d,e ge­meinsame Erziehung burdigefübrt, belfer alS an den höheren schulen. Der Redner wandte ,,ch an die Frauen, die Priesterinnen der moralifchen Reinheit seien und sich.daher nicht der äußeren Prachtliebe ergeben dürften. Mochte sich daher die christliche Frauenbewegung auw die Tyrannei der Mode nicht mehr gc« fallen lassen Benally

Darauf wurde die Deriammlung geschlossen. Für den nächste« Katholi. ntag soll M cy in Aussicht genommen werden.

D.. a S Antworttelegramm des Pap st es

Fabrikbesitzer Brandts (M.-Gladbachi gab den einleitenden Vortrag, in dem er die Verdienste Windthorsts um den Volksvereut feierte. Aus dem GcscksäftSberlcht des Direktors Tr H oh n ging hervor, daß im letzten Jahre dem Verein 27 346 neue Mitglieder beitraten, darunter allein über 10 000 aus Bayern. . Abgenommen haben nur Schlesien um nahezu 1000 und kleinere Staaten und Provinzen um noch etwa 300 Mitglieder. Insgesamt zahlten die Listen Ende des Jahres 728 073 Don 1895 bis heute bat bet Volksverein l> 2 Millionen Schriften unter bad_ Volk gebracht. Ter Vorsitzende des Katholikentages Iustizrat Schmitt nl>er- brackste dessen Grüße. Es fei selbstverständlich, daß der Vorstand im Volksverein cn'dKine, besonders,wenn unsere Garde vor uns crerMcrt" Landtagsabgeordneter Graf Praschina pries die Verdienste des Dolksvereins um das katholisck>e £'eben und er­mahnte dessen Freiinde, ihm nnmer mehr Anhänger zuzusühren^ In der zweiten geschlossenen Versammlung wurden die Anträge beraten, die sich aus die Forderung bet Heidenmission beziehen. Der frühere Abgeordnete Bachem! s.Köln, begründete die Anträge. Von autoritativer Seite fer kürzlich das Dort gefallen: Der Staat ist ein geborener Heide und muß über den Religionen stehen Demgegenüber sei nachdrücklich der cknistliche Edarakter de- Staates zu betonen und auch die Not­wendigkeit der christlichen Religion, namentlich gegen den >cSlam. Sanbrat Freiherr v. D a l w i g k erklärte auS Erfahrung als früherer Farmer, baß ein christlicher Neger einen größeren Kultur- wert habe als ein JSlamit. Fürst Löw en st ein richtete! einen 2lppell an die Mitglieder des Adels, sie sollten ui unsere Kolonien hinausgehen, aber nicht erst bann, wenn sie ein bißchen um die Ecke gegangen seien, sondern von vornherein mit ieitern Ziel. Kapuzinerpater Kilian ans Ehartum teilte mit, daß ein ehemaliger protestantisck)cr Häuptling in Deutschland den katho­lischen Millionären die Fähigkeit zur Missionierung abgesprockicn habe. Dieser Häuptling habe bei dem Aufstand au, Ponape^eine führende Rolle gespielt. Es sei wünschenswert, daß die iodjc weiter verfolgt werde Erzbischof Jürgens ^Bombain be­richtete über die Missionserfolge in Indien. Tie Anträge wurden angenommen und sodann die Versammlung geschlossen«

Die zweite öffentliche Versammlung

üt Damen v* W' ^1,ebebCVcb5'f.

an den Katholikentag lautet:

Ter heilige Vater hat mit großer Freude die Bezeugung eurer kindlichen Anhänglichkeit, besonders die Gesin­nung vollständiger Hingabe geaenüber dem Apostolischen Stuhl und feinem obersten Lehramt, oie ihm von den bort versammelten deutschen Katholiken entgegen*

DieVierteljahrshefte für Truppensührung und Heeres- künde" bringen einen Aufsatz, der die Anstrengunycn der Franzosen beleuchtet. Besonders auffallend ist die $at- jache, daß man in Paris sich nunmehr entschlossen hat, auch dem L c n kl u f ts ch if f w e sen wieder erhöhte Auf­merksamkeit zu schenken. Die vor einigen Jahren ein- setzenden Erfolge mit der Flugmaschine ließen das lenk­bare Luftschiff in Frankreich in den Hintergrund treten: doch ist jetzt auf diesem Gebiete, hervorgerufen durch bic deutfchen Leistungen, eine Wandlung der Ansicht einge­treten, was zur Folge hat, daß bis zum Ende det Jahres 1 913 20 Lenkballone für die Mobil»

.UüOiJi., töttl: yi$ Kopflaus tnLw

SnÄmK

nrtM» Röinrirh I Kaiser ein, die hohe, stattliche Figur ungebeugt, mit freund '

jjrinj l/einiluj. I lichem Lächeln die Versammlung begrüßend. ES ist herz-

Zu seinem 50. Geburtstag. I zerreißend, i^n mit unerschöpflicher Geduld und Freund-

Bon Dr. Schröder-Düsseldorf Ilichkeit gegen sein schweres Schicksal ankämpfen zu sehen, '

Sm 14. August feiert Prinz Heinrich seinen 50. «e- ci,}em 3UB °»s dem Thron, mit dem andern im burtStag und kann an diesem Tage auf eine 35iäfyrigeI . - .. ... .. _____ i

jufbal)« im Dienst der deutschen Marine zurückblicken. Tic bann der Kaiserliche Tu Iber bte Auge g fch 1

Gestalt dieses fürstlichen Seemanns ist ja unferm Volke be- batte^ nneS auch der Kaiser in seinem ersten Erlaß an Inders lieb vertraut, denn in ihr spiegelt sich gleichsam Martne aus den Printen Heinrich besonder» hin.t MC grobartige Entwicklung unserer deutschen Seemacht, die »«6/ hciN e» da, ..d-b e« m.ch Nicht nur Mit

m Lause seines Werdegange» au» Heinen Ansängen zu ihrer Patzer ,,reude ersilllt hat, ihr durch ein aub >

heutigen imposanten Größe emporstieg. anzuaehoren sondern das; mich seit rrihester Juaend ,n

Nachdem Prinz Heinrich im Alter von 15 Jahren (1877 °°llcr u - b er e, n st i m m u n g mit meinem 7. eben bic für die Marinelausbahn vorgeschriebene Eintrittsprü- « r» d er, dem Prinzen He t n r ich von Preuben, ein

iung bestanden hatte, tat er feinen ersten Dienst an Bord "bhaste.s und warmes Jntere|se m,t ihr verbindet.

der altenNiobe", die damals Kadettenschulschiss war. Er ... biescn kurzen Taten der Inhalt des Lebens besuchte die Marineschule und legte das Seeladetten^ramen den^ Prtnzm Heinrich abiw k«n^wegS et|ch°psb Bon

ab und trat bann am 15. £ höbet 1878 aus dem Sccfabctten- l'rbte er und hebt es noch heute, eigenhanbig in Aus bwihckiiki Trim Abalbert" eine «Reife um die Welt an llbu"8 de» stählenden Segelsport» das «teuer zu MName'^Zlnsses w"r wS nceQneh bem jÜnflen £e- »ber auch lebe andere 2-rt°°n -Port, soweit dieser

'dniyer gcfunbcit In bicfcm Sinne erkannte er frühzeitig hfS bcn Werl der Automobile für den Nachrichten- unb 11«fpr ^hin^r Transportdienst in unserer Armee. Er lernte fojort ent

''P^^ldalb ert um tau ft wordemUnserjetziger ^ulomobil selber führen und scheute nicht Zeit noch Mühe, ÄC nSi - ihre Verwendung durch ZuverläsfiakeilSsahrten und

917L durch Verbesserung der Motore dem Vaterlande immer am"et die'Gten t, bcÄc^ben Sohne sicher -u macheiu Daun kam d.c ^ Jep^lin

» -°°-°nd«nstihren, fehlte wieber Prinz Wilhelm, als mnen^der -ri.-^b-.m G-,en in

, .infer jetziger Kaiser, nichts deS Steuers persönlich übernahm. Doch immer lag ihm

Bis zum Herbst des folgenden Jahres (1881) abfolüicrtc bQran# solche neuen, sportlichen Erfindungen auch höheren Prinz Heinrich nun mit feinen Altersgenossen den Lfsizier fielen nutzbar zu machen So regte er u a. die arktische oetus auf der Marineschule in Kiel und legte im 1 ^eppclin-£'uftfdyiffejrpebition an und übernahm selbst den

.laran die Seeofsizier-Berufsprüfnna ab. Nach einem Kur Vorsitz im Arbeitsausschuß. An der vorbereitenden Expe- sus zur Matrosen-Artillerie-Abteilung in FriedrichSort ^tion im Jahre 1910 nahm der Prinz persönlich teil, wurde der Prinz am 1. Lktober 1882 als WachtoffizierI Dann kam die Aera der Flugzeuge. Prinz Heinrich ii Bord der GlattdeckskorvetteLiga" kommandiert. Tiefes hatte bereit« nach den ersten bescheidenen Erfolgen dieser Echiff besuchte Südamerika und Westindien. Auf der Aus Maschinen ihre künftige militärische Bedeutung und Bei reise hatte der damals also zwaii'.igjährige $rinu rveubbarfeit erlannt. Seine Begeisterung und nie ruhende Gelegenheit, eine Probe schneller Entschlußfähigkeit abzu ^aifraft führten ihn schon im Anfang des Jahres 1909 legen. Es ging in einer stürmischen Nacht eine schwere ^azu, selbst praktisch auch diesen Sport auszuüben. Seine See über daS Achterschiff und spülte die Mannschaften schon in anderen Sportarten erprobten Fähigkeiten, feine Vorn Ruder (Steuerrad) in den Waffergang. Ein Matrose besondere technische Begabung ließen ihn schnell zu einem wurde verletzt, eine Ruderspake brach. Als in diesem kn tüchtigen Piloten werden. Er begleitete den Fluazeugführer tischen Augenblick das KommandoRuder schnell faffen" G-Ulcr in Frankfurt a. M. zuerst als Passagier, Dann nahm «ertönte, war der Prinz mit einem Sprunge von der flom- er theoretischen Unterricht und übte die Handgriffe. Nack tnanbobrüdc als Erster auf dem verlassenen Posten und mehrfachen Probeflügen erfüllte er am 9. November 1910 konnte mit aller Kraft das Ruderrad so lange halten, bis Darmstadt vor amtlichen Zeitttehmern die inter- T genügend Leute wieder zur Stelle waren. nationale vorgeschriebene Prüfung und erwarb damit daS

Es folgten nun Jahre des Dienstes an Land und an Deutsche Flugzeugfichrerzeugnis Nr. 38 War er damit Bord in der Heimat, während derer der Prinz zeitweilig einer der ersten Führer in Deutschland überhaupt, so enchemt cn ber Kieler Universität immatrikuliert war. 1885 erfolgte mir besonders bemerkenswert, daß der dentiche Kaiseriohn, die Beförderung zum Kapitänleutnant, 1895 zum Kontre- der Großadmiral der deutschen Flotte, gleichzeitig an Le den s- nbmiral. Von den Kommandierungen in diesem Jahrzehnt,!jähren ber älteste aller vorhandenen Flugzeugführer der welche alle Zweige des vielseitigen Marinedienstes um Welt war. _____________________________________

faßten, seien nur die wichtigsten genannt. Dazu gehört bic Führung einer Torpebobootsbivision im Sommer 188,. In benfelben Sommer fiel bie Feier ber 0runbfteinlegung | Pes Norb--Lstsee Kanals, ber unser alter Kaiser Wilhelm trotz seiner 90 Jahre persönlich beiwohnte. Als ber Kaiser an jenem festlichen Tage die Flottenparade abnahm, folgte Prinz Heinrich mit feiner Division im Kielwasser. Es war das letzte Mal, daß es ihm vergönnt war, unter den Augen seines kaiserlichen Großvaters Dienst zu tun. In dasselbe | Jahr fiel auch das 50 jährige Reaierungsjubiläum der Groß­mutter des Prinzen, Königin Viktoria von England. Der Prinz wurde mit seiner Division zur Teilnahme an den Festlichkeilen entsandt. Es war das erste Mal, daß eine ge­schloffene deutsche Torpedobootsdivision die Nordsee durch

I qUC^cUncbr,SnbieS?fr®Ä «Vk» ÄI °Uf iCbC*

I nährend der Regierung^ unjeres ledigen Kaders war bic I Frankreich hat 9 Luftschiffe fertig, von denen » eines Kommandanten M JE ,,H^izollern , dfl((e^ing3 5 den erhöhten Anforderunyen, die das fran- I nachmaligenKaijeradler . In bu|er löfifdic KrieaSminifterium jetzt stellt, nicht mehr genügen.

Prinz feinen faiferlidjcn Bruder zu den ersten «taate^ I ücrmc{)rtcn Aufmerksamkeit, ber ,ich jetzt

besuchen an ben Hofen von Rußland, Skandinavien u bl £cnfba[(one erfreuen, hat der Ausbau ber Flieger- Dänemark »ruvve nicht zu leiben gehabt. Die ber Heeresverwaltung

Die Ausreise des nunmehrigen $rinSabmralS na* r>1 ^/J'^cnbc 3 a b e r 81 u ( Cftafien vor 15 Jahren, im Anschluß an die Besetzung de-.-> zur L<ersugung S4<*t«>a cYrthrpä 150. daru ai Kiautfchon Gebietes burch bic beutsche Marine im xs 1879, ist noch in aller Erinnerung In der o,tasiati,chcn. .

Stellung war der Prinz zunächst Ches der 2 Division bev 11J*-

Sreuzergefchwaders, im letzten Jahre (tyrüljiabr 1899 bi-.- ^^.'^brl" Welchen Wert Frankreich darauf legt, möglichst 1 Jrül)ial)r 1900) Chef des ganzen K-MergeschwaderS. die unbefch7äntte Herrschaft der Suft an sich reißen zu

Nach der Rückkehr m die Heimat führte können möge folgendes beweisen: Das Kriegsbudget 1912

dann drei Jahre lang das l erlangte für die- Vermehrung der Luftfahrcrtruppen, für

flotte. Als ein Intermezzo fallt in bie)e Zeit fReife L»r £Umduffe und Ausbau des Flugwesens 18116 540 Frs. Taufe ber in Amerika frbauten neuen segcliacht d'..' T bekannt wurde, wurde in Presse und Par-

Kaisers. Die folgenden drei Jahre sehen wir dennt cin?rimmia die Ansicht laut, daß diese Summe

als Chef ber Marinestation ber iftfec nut bem oiV » weitem zu gering fei; unb bereits am 13. Februar 1912

Kiel; 1906-1909 ist er Ehef der aktiven S<Vachtflott^ weitem zu ^.^nister an, daß er für Zwecke des

Seit 1909 ist der Prinz, der in bemielben^Jahre zumIgroße Nachtragskredite cinbringo Großadmiral ernannt wurde, Gencralin^ktor dn deut, -uftw geschah am 5. März SBcmgc xage barau

scheu Marine tätig. Bei biqer Gelegenheit lei ^merkt dav bic Kammer und der Senat die Nachlraaskrcditc.

Prinz Heinrich auch Äldmiral m der österreichischen Inarin. N N "^9 9Riär, bereits trat darauf bte mit Einbringung und Eliren-Abrniral der cngli,chen Flotte otz^n der urrnei Nacktragskredile eingebrachte Gesetzesvorlage über daS bekleidet Prinz Heinrich den Rang eines Genei:alftlbmar in Kraft. Das Kriegsbudget wurde schon

fchalls und ist, neben vielen anderen.^cnstellungcn, Ehc - cn s Luftfahrzwecke um lo 114 810

des Füsilier-Regiments ,.Prrii^ Hemrick von Preuven . I oura> ' ---

Der Prinz ist seit dem 24. Mai 1888 mit P rin je s | in Vcn v7n He sen und bei Rhein vermahlt. Die Hochzeit erfolgte in jenen unvergeßlichen Tagen, m denen bÄtfd* Kaiserkrone fttr so virze Zeit das Haupt seines -sterbenskranken Vaters schmucken burfte Jn Mo l t - Briefen finden wir eine a^iehendeschilderungder^eicr, Eben" schreibt dieser,komme ich von der ^rauung. i'eierlichkeil in Eharlottcnburg. Die Braut mit ber Krone au, )enr Haupte und bedeckt mit ben .Kronjuwelen ,ah reipcnb niebertnieten, ihr bte Hand zu tunen, x-ann trat der

Hauptversammlung deSVolkSvcreinS für daK katholische Teutschlan b".