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12.4.1912 Erstes Blatt
 
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Amtlicher wettervencht.

Oesfentiicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteransstchten in Hessen für Samstag, den 13. April 1912: Wechselnd bewölkt, Nachlassen der Niederschläge, stellenweise noch Nachtfrost; morgen milder.

Ilitaitaiii

schallt laut und frei und sie war am Tage vorher so tiberangestrengt worden, dass am Abend kein Ton mehr heraus kam. Einpaar Wybert- Tabletten haben die Stimme wie­der rein, den Hals frei gemacht. Sie sind für niemanden zu entbehren.

Hessen-Nassau.

I] Marburg, 11. April. Die Stadtverordneten. Versammlung lehnte den Antrag, einen Kredit von 220 000 Mk. zur Erbauung einer neuen Wagenhalle und zum weiteren Ausbau der elektrischen Straßenbahn zu bewilligen, vorläufig ab und stellte dem Magistrat an- heim, geteilte Vorlagen zu machen.

fc. Weilburg, 11. April. Die Eisenbahndirektion Frank­furt a. M. beabsichtigte zur Aufhebung eines Niveau- Überganges am Fuße des Karlsberges eine Straßenvevlegung und einen an das Lahmiser herantretenden Viadukt auszuführcn. Eine von dem Vezickskonservator Professor Luthmer-Frankfurt a. M. ausgeführte Orlsbesichtigung ergab, daß hierdurch das schöne Bild, das sich vom Bahnhof Weilburg aus auf den be­waldeten als Stadtprommcnade dienenden Karlsberg bietet, stark beeinträchtigt werden würde. Professor Luthmer empfahl, auf ein früheres Projekt der Eisenbahndirektion zurückzugreifen, das durch eine andere Führung der Straße diese Uebelstände vermeiden und den Waldbestand erhalten würde.

Kreis Schotten.

O Laubach, 10. April. Das Opfer einer VerwechS- lung ist ein junger Mann von hier geworden. Als er in der Nacht auf Mittwoch eine Wirtschaft verließ, erhielt er mit einem Holzscheit einen Schlag auf den Kops, daß er blutüberströmt zusammenbrach. Er vermochte sich noch in seine Wohnung zu schleppen, wo er andern morgens in be» wußtlosem Zustand aufgefunden wurde. Ter Arzt stellte eine Schädelzertrümmerung fest und ein Teil des HuteS war in das Gehirn eingedrungen. Der Verletzte wurde in das Johann Friedrich-Stift gebracht, wo er in hoffnungslosem Zustand darnieder liegt. Der Täter, ein schon öfters vor­bestrafter Dienstknecht von hier, soll den Schlag einem anderen zugedacht haben, Zwistigkeiten mit diesem hatten ihm vor nicht langer Zeit eine Gefängnisstrafe eingetragen. Er wurde in Haft genommen.

Kreis Friedberg.

L. Bad-Nauheim, 11. April. Heute morgen nahm die Kaiserin ihr erstes Bad. Am Nachmittag fuhr sie spazieren und kehrte um 5 Uhr wieder zurück. Vor der Villa Grodel stehen zwei Gendarmeriewachtmeister Posten. Es sind zehn Wachtmeister hierher kommandiert und außerdem befinben sich einige Kriminalschutzleute aus Berlin hier. Heute kamen der Großherzog und die Großherzogin zum Besuche der Kaiserin hierher.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 11. April. Prinz und Prinzessin Heinrich sind von hier nach Kiel wieder abgereist.

(bs) Darmstadt, 11. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Oberbürgermeister Dr. Glässing Mitteilungen über die Verhandlungen mit der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft. Eini­gen redaktionellen Aenderungen, die ohne Belang sind, stimmte die Versammlung zu. Als Termin der Grün­dung wurde der 15. April festgesetzt. Stadtv. Nodnagel sprach dem Oberbürgermeister für seine verdienstvolle Tätig­keit bei der Lösung dieser seit vielen Jahren wichtigsten Aufgabe der Stadt Dank aus, dem die Stadtverordneten lebhaft zustimmten. Der Oberbürgermeister betonte, er sei sich wohl bewußt gewesen, daß eine Geschäftsverbindung mit der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft nicht allgemein beliebt sei, daß er aber im Laufe der Verhandlungen habe feststellen können, daß die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft weit besser als ihr Ruf sei. Es stehe fest, daß der Stadt

Airchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Samstag, den 13. April, 3n der Stadtkirche.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer D. Schlosser.

3n der Zohannestirche.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer AuSfeld.

katholische Gemeinde.

Samstag, den 13. April:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, den 14. April, weißer Sonntag:

Vormittags von 6'/. Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.

, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Leier der ersten hl. Kommunion der Kinder.

, um 11 Uhr Heil. 'Messe.

Nachmittag? um 3 Uhr: Ehrisienlehre; Andacht mit Segen.

Montag, vormittags um 8 Uhr: Amt für die Erstkommunifanten.

* Der Großherzog hat das Allgemeine Ehren­zeichen mit der InschriftFür Verdienste": den Vizefeld­webeln n. D. Hoß selb, Müller und Saxer, sämtlich seither im Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Hess.) sj:r 118; ferner: dem Unterzahlmeister Best rm Fußartille- ric-Regiment Generalfeldzeugmeister (Brandenburgisches) Nri. 3 und dem Vizefeldwebel a. D. S t ü h l e r, beide seither im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 verliehen und dem Schornsteinfegermeister Joh. Nik. Kolb in Mainz die Erlaubnis zu erteilen, die ihm von dem König von Preußen verliehene Rote Kreuz-Medaille 3. Kl. annehmcn und tragen zu Dürfen.

** Di e Kontrollversammlungen im Kreise Gießen beginnen am 15. April, weshalb wir auf die heute im Kreisblatt veröffentlichte Bekanntmachung Hinweisen. Tie zum Erscheinen verpflichteten Mannschaften des Be- urlaubtenstandes ausT r e i s a. d. Lumda seien darauf auf­merksam gemacht, daß sie bei der Kontrollversammlung in Lollar (nicht in Londorf) zu erscheinen haben.

"Elsen bah n-Betciebskraulenkasse. Bei der am 10. April stattgefundenen Vertreterwahl zur Eisenbahn- BetriebSkrankenkaffe gingen von den aufgestellten 15 Kandi­daten folgende» fünf nut fast doppelter Stimmenmehrheit al? Sieger ouS der Wahl hervor: Karl Zorn, Güterabfertigung Gießen, Karl Schinulbach, Bahnmeisteret 6 Gießen, Friedrich Otter, Bahnhof Gießen, Georg Dreher, Bahnhof Langgöns, mb Friedrich Jung, Bahnmeisterei 1, Gießen.

Kreis Büdingen.

--'Büdingen, 11. April. Dem diesjährigen Kreis­tag ist ein Bericht des Kreisobstbauinspektors M e t t e r n ich vorgelegt worden, der unter dem Titel:D e r Obstbau im Kreise Büdingen in den Fahren 1908/10" gedruckt morden ist. Der Bericht bringt eine reiche Fülle Material und ist ein ehrendes Zeugnis für die Tätiy- (eit unseres Kreisobstbauinspektors und zugleich für die Kreisverwaltung und den Obst- und Gartenbauverein des .Kreises. Von besonderem allgemeinen Interesse find bie Kapitel: Beobachtungen bei Gemarkungsrundgängen ; Pflan­zenphänologie und bas Obstsortiment des Kreises Büdingen, ^bstsortenrcinzuchtstation Bad Salzhausen, Hausspa.ier- zucht, Naturdenkmäler, Blumenschmuck, Obstverwertung, Krankheiten und Feinde der Obstbäume.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 11. April. Zwecks Gründung einer Ortsgruppe des hessischen Landesverbandes .Jung­deutschland" sand gestern nachmittag im Konfirmanden­saale eine von dem Schulrat Andres einberufene Versammlung statt. Schulrat Andres, der zum Vorsitzenden der zu bildenden Ortsgruppe ernannt wurde, schilderte die Bestreb­ungen und Ziele der Jungdeutschlandbewegung. Die Ausgabe bestehe hauptiächlich darin, die deutsche Jugend in der Zeit zwischen Schule und Eintritt in daS Heer an Körper und Seele gesund zu erhalten, da der Einfluß der Eltern und Lehrherren in dieser Zeit nicht mehr auSreiche, die Jugend in diesem Alter vor Schädigungen zu bewahren. In den Turnvereinen und anderen sportlichen Veranstaltungen werde zwar viel zur körperlichen und sittlichen Erziehung der deutschen Jugend getan, aber nur 25 Prozent der gesamten jungen Deutschen treiben regelmäßig Leibesübungen. Der Bund Jung­deutschland wolle aber alle jungen Deutschen in seinem Bunde vereinigen, unb bieser Gedanke gehe hauptsächlich von dem General-Feldmarschall Freiherrn v. d. Goltz au8, dem die Erhaltung und Stählung unserer Volks- und Wehrkraft am Herzen liege. Nach einem an die Anwesenden gerichteten Appell zum eifrigen Mitwirken an dieser edlen Aufgabe sand eine lebhafte Aussprache statt. Es wurde eine Ortsgruppe gebildet und in zirka 14 Tagen soll eine Ausschußsitzung stattsinden.

Zahnbelag. Jede Mahlzeit laßt in der Mundhöhle Speise- reffe zurück, die mit Speichel vermengt sich an den Zähnen fest­setzen. Zum Teil gehen diese Neste in Fäulnis Über, zum Teil bilden fie einen häßlichen Zahnbelag, aus dem allmählich der Zahnstein entsteht. Rauchen, Tabakkauen ustv. verfärben die Zähne und geben ihnen ein häßliches Aussehen. Tägliches, zwei­maliges Putzen der Zähne mit Kosmodont - Zahncreme mit aktivem Sauerstoff (Tube 60 Pfennig) macht die Zähne blendend weiß. Zn allen Geschäften zu haben. Probetube gratis durch die Kolberger Anstalten für Exterikultur, Ostseebad Kolberg.

beim Abschluß des Vertrages außerordentliche Vorteile zu- gestanden worden seien.

* Darmstadt, 9. April. Auf Veranlassung der Hess. Handwerkskammer sand heute morgen in Darmstadt eine Set» ammlung der beteiligten Kreise über die Durchführung der Gesellenprüfung in Hessen statt. Ter Zweck der Ver- ammlung war, eine Aussprache über die Erfahrungen herbei­zuführen, Wünsche auf Aenderung ober Verbesserung deS Prü- fungswcsens -u hören und einer Besprechung zu unterziehen. Anwesend waren von der Handwerkskammer die Vorstandsmit­glieder Falk-Mainz, Rockel-, Laub- und Sames-Tarmstadt und Syndikus Engelbach-Tarmstadt, die Vorsitzenden der Ortsgewerbc- vereine, Innungen, Gesellenprüfungsausschüsse, sowie zahlreiche, ich ebenfalls für bie Prüfungsfrage intercssierenbc Per- onen. Rach Begrüßung ber Versammlung durch Gewcrberat Falk leitete Syndikus Engelbach mit einem tunen Vortrag über das Prüfungswesen die Verhandlungen ein. Er besprach die Frage der Zulassungen zu den Prüfungen, die Abgrenzung der Be­zirke, die Prüfungen der in Großbetrieben ausgebildeten Lehrt linge, die Tätigkeit und Aufgaben der Beisitzer, die Bewertung der Gesellenstücke, insbesondere auch die Bewertung der theoretischen Prüfung usw. Eine anregende Aussprache ergab eine Klärung mancher Fragen, so daß mit der Versammlung selbst der Zweck der Aussprache vollkommen erreicht wurde.

(m) Offenbach a. M., 11. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde die neue L o h n t a f e l und Arbeitsordnung für die städtischen Ar­beiter verabschiedet. Die Lohntafel enthält fünf Klassen. Der Höchstlohn wird nach achtjähriger Arbeitszeit erreicht. In ber ersten Lohnklasse beträgt der Arbeitslohn 3542 Mark, in der zweiten 3340 Mark, in der dritten 3138 Mark, in ber vierten 2734 Mark unb in ber fünften Lohnklasse 2330 Mark. Nach ber neuen Lohntafel erhalten 202 Arbeiter eine wöchentliche Zulage von 1 Mark, 200 Arbeiter 2 Mark, 9 Arbeiter 3 Mark, 28 Arbeiter 9 Mark, 5 Arbeiter 5 Mark, 13 Arbeiter 6 Mark, 3 Arbeiter 7 Mark, 2 Arbiter 8 Mark Und ein Arbeiter eine wöchentliche Zulage von 11,56 Mark. Durch bie Einführung der Lohntafel ist eine Mehrausgabe von 57 405,44 Mark erforberlich. In dieser Summe sind nicht enthalten bie Stundenlöhne, bie Löhne ber Saisonarbeiter usw., so baß der Mehrbetrag die Summe von 100000 Mark erreichen wird. Für den Erweiterungsbau des städtischen Elektrizi­tätswerks wurden 500 000 Mark bewilligt. Weiter er­klärten sich bie Stadtverorbneten für bie Gewährung eines Beitrags für bie Lupusbekämpfung einverstanden. Mit ber Prüfung der Straßenbahnverhältnisse wird ein Sonderausschuß betraut. Außerhalb der Tages­ordnung wurden noch 5000 Mark zur Weiterbeschäfti­gung der Arbeitslosen zur Verfügung gestellt.

Mainz, 12. April. Ter totgesagte Hoboist Prüfer vom Inf.-Regt. Nr. 88 ist von den Toten auferstanden. P. war Korpsältester bei der Kapelle, er sollte demnächst, nach dem er 13 Jahre dem Militär angehört, zum Vizefeldwebel befördert werden. In den letzten Jahren ließ er sich zu viel mit Frauen­zimmern ein und machte Schulden. So schuldete er allein seiner Wirtin über 800 Mk. Als er vor 8 Tagen in Bingen für die Kapelle 550 Mk. eingenommen hatte, verschwand er mit dem Gelde und trieb sich in Frankfurt herum. Von dort aus ließ er eine Postkarte nach Berlin abgehen, die von dort an hiesige Bekannte ging. In der Postkarte war mitgeteilt, daß Prüfer sich am ersten Ostersciertag von der Stadtbahn habe totsahren lassen. Am Mittwoch nachmittag wurde der Totgesagte in Frankfurt ver­haftet. In seinem Besitze wurden nur noch 35 Pfg. und ein Revolver mit sechs scharfen Patronen vorgefundcn. Prüfer wurde gestern ins Militärarresthaus gebracht.

Kreis Wetzlar.

e. Wetzlar, 10. April. Die Vereinigung zur Er- Haltung der Burgen wird am 9. Juni auf der Marksburg bei Braubach ihre Generalversammlung abhalten. Daran schließt sich eine dreitägige Besichtigung der Baudenkmäler des LahntaleS. Am 11. Juni wird unser wiederhergestellter Dom, der KalSmunt und daS Kloster Altenberg besucht.

X AuS dem Schöffengrund, 10. April. Durch die Neuverpachtung der Jagdbezirke ber Bürgermeisterei Schöffengrund wurde eine Jahreseinnahme von 2380 Mk. erzielt. Da sämtliche Jagden auf 9 Jahre verpachtet sind, er- wächst der Gemeindekaffe eine Gesamteinnahme von 21 420 Mk. Dazu haben die Jagdpächter größtenteils den Wildschaden übernommen.

Letzte Nachrichten.

Die französischen Kämpfe in Marokko.

Paris, 12. April. Nach einer Meldung aus Oran sind bei dem Kampf von Maharidja 25 Franzosen getötet und 100 verwundet worden. Die Marokkaner sollen 200 Tote auf dem Schlachtfeld zurückgelafsen haben.

London, 12. April. Die Unruhen in dem Ser Werksrevier von Südluneashire haben aufgehört und die Arbeit wurde überall wieder ausgenommen. Auch in Südwales ist der Streik beendet.

der viel und laut zu sprechen hat. Eine Schachtel mit ca 400

Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mark. ss*/«

Niederlage in Giessen: Pelikan-Apotheke Kreuzplatz 2.

vermischtes.

Herzogin Wera von Württemberg, Groß­fürstin von Rußland, deren Tod wir gestern mitteilten, war eine Tochter des 1892 gestorbenen Großfürsten Konstantin und der im vorigen Jahre verstorbenen Prinzessin Alexan­dra von Sachsen-Altenburg. Sie verheiratete sich 1874 mit dem Herzog Eugen von Württemberg, ber schon nach dreijähriger Ehe starb. Ihre Tochter Elsa ist mit dem Prinzen Albrecht zu Schaumburg^Lippe verheiratet, während die jüngste Tochter Olga, die nut dem Prinzen Maximilian zu Schaumburg-Lippe verheiratet war, schon seit acht Jahren Witwe ist. Herzogin Wera erreichte ein Alter von 58 Jahren. Vor drei Jahren war sie von der griechisch-katho­lischen zur evangelischen Kirche übergetreten. Die Bei­setzung der Herzogin finbet voraussichtlich in der Gruft des alten Schlosses an der Seite chres Gatten und ihres Sohnes statt.

Kieme Tageschronlk.

In Dahlhausen bei Mülheim wurde bei Ausschach­tungsarbeiten in einer Tiefe von nur 75 Zentimetern unter einem Baum ein m cnschlickes Gerippe bloßgelegt, von dem aber der Schädel fehlte. Das Skelett dürfte etwa 50 Jahre gelegen

| Zum Schulanfang s=

haben Zu jener Zeit wurde in dem jetzt abgebrochenen vause eine Wirtschaft betrieben. Die Untersuchung ist cingcteilet

Aus den Kellereien der Berliner Charit 6 sind zwei­hundert, zu Versuchszwecken dienende, weiße Ratten ge^ stöhlen worden. Sie gehören dem Institut für Krebsforschung.

In einem Torfe des Erzgebirges hat ein Gutsbe- si tz e r jahrelang in dem Haushalte statt Kochsalz steuerfreies Viehsalz verwenden lassen, um Geld zu sparen. Er muß die Salzsteuerhinterziehung, deren er sich schuldig machte, mit 60 Mark Geldstrafe büßen.

Der schweizerische G e n e r a l st abs m a j o r F ried - r i ch Wille, der älteste Sohn des schwcizerisckten . Korps-Kom­mandanten Ulrich Wille-Bismarck und der aus der badischen Linie entstammenden Gräfin Clara Bismarck, stürzte bei einem Rekognosziernngsritt mit seinem Pferde und starb.

In Budapest trug eine Arbeiterfrau ihre drei Kinder im Alter von vier, drei unb eineinhalb Jahren vor die Stadt und schoß auf sie aus einem Revolver. Der dreijährige Sohn wurde getötet, der vierjährige Sohn lebensgefährlich verletzt. Das kleine Mädchen versteckte sich im Gebüsch. Polizisten entwaffneten die Frau. DaS Motiv zu der Tat will sie nicht angeben.

DaS Jndustriestädtchen Horrtelgeist von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht worden, die eine ganze Anzahl von Wohnhäusern mit den Nebengebäuden in Asche legte. Etwa hundert Menschen sind obdachlos.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 11. April. Wie feit Jahren war der Besuch der diesjährigen Frühjahrs-Ledermesse schwach, aber die Stimmung fest. Die Zustchren in dem Hauptartikel der Meße, in eichenlohgegerbtem Sohlleder waren sehr klein und der gesamte Bedarf konnte nicht gedeckt werden. Zahmsohlleder ge­mischter Kerbung erzielte befriedigende Umsätze, ebenso nord­deutsches Sohlleder, das zum Teil große Nachttage bei geringem Angebot halte. Hier fehlten die schweren Sortimente in nord­deutschen Wildkühen. Man notierte: Zahmsohlleder, prima starke Ochsen 150160 Mk., Zahmfohlleder, kräftige Kalbin 150-165 Alk, Zahmsohlleder, geringere Ware 140150 Mk., Wildkühe, teilte Tiere in schwerer Ware 175183 Mk., Wstdkühe, feine Malmedyer 160-168 Mk., Wstdkühe in leichteren unb geringeren Sorten 145 bis 155 Mk., Wildochfen in feiner Ware 165175 Nik., Wildochsen in billigeren Erzeugnissen 150 160 Mk., Wildochsen, norddeutsche schwere prima 125136 Mk, Wildochsen, norddeutsche leichtere und geringere 110125 Mk., Wstdkühe, norddeutsche schwere prima 125 bis 13t Mk., Wildkühe, norddeutsche Nebensortimente 110-120 Mk., Brandsohlleder je nach Beschaffenheit 100-125 Mk., Vacheleder, feine Ware 165180 Nik. sBacheleder, gute Mittelware 150160 Nik., Vacheleder, geringere Ware 135145 Mk, Slipfe, fein und leicht 190-220 Mk., Kipfe, Mittelsorten 160-180 Mk., Kipse, ge­ringere 140155 Nik., Rindleder in feiner Ware 220240 Mk., Rindleder in geringerer Ware 190210 Nik.

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