thern Pacific Bahn kontrolliert rotrb, teilt nut, daß die Gesellschaft durch die Bill gezwungen werde, den Plan einer Schiffahrtslinie von New Dorr nach Asien und einer anderen von New Dort nach der Westküste Südamerikas fallen zu lallen. Er betonte, daß nur durch das Kapital, das direkt oder indirekt mit den Eisenbahnen zusammen- hänge, eine amerikanische Handelsflotte geschaffen werden könne. Die New Yorker Zeitungen fahren fort, das Gesetz zu bekämpfen. __________________________________
Vie Unfallgefcchren in öer Holzindustrie.
lrb. Darmstadt, 13. August.
Auf Beranlaffung des Deutschen Holzarbeitervervandes ist hier seit Sonntag in der städtischen Turnhalle in der Grafenstraße (Eingang Elisabethenstraße 30) eine kleine Wanderausstellung von verschiedenen Schutzvorrichtungen gegen die Unfallgefahren in der Holzindustrie eröffnet worden, die eine weitgehende Beachtung aller interessierten Greife verdient. Die Ausstellung führt in Hunderten von Photographien die Folgen solcher Unfälle in Form von verstümmelten Händen usw. vor, wie sie namentlich bei Unachtsamkeiten oder kleinen Versehen, oft aber auch ganz unrerschuldet dem Maschinenarbeiter, dem Fräser, Säger u. a. passieren können. Gleichzeitig wird dann dargetan, auf welche Weise durch eine Reihe sinnreich erdachter Vorrichtungen sich diese Gefahren auf ein Minimum beschränken lassen. Auf besonderen Tischen sind von den großen hiesigen Firmen, Möbelfabrik E. Trier. Hofmöbelfabrik L. Alker und Hofmöbelfabrik I. Glückert eine große Anzahl von ausschließlich mit der Fräsmaschine hergestellten Produkten der Holzbearbeitungsindustrie veranschaulicht. Zum Schuß gegen die mit der .Herstellung verbundenen Gefahren sind nun Schutzplatten für die Ring- und Schlitzspindel, Fräsmessersicherer usw. zur Schau gestellt, deren praktische Anwendung und Zweckmäßigkeit von dem Aussetzer erläutert wird. Auch werden mancherlei ältere und neuere Holzbearbeitungsmaschinen mit einer 4000—5000maligen Spindeldrehung in der Minute vorgeführt, welche die Notwendigkeit des erhöhten Unfallschutzes dartun. Andererseits aber wird auf der Ausstellung auch Aufklärung und Belehrung darüber gegeben, in welcher Weise sich der Arbeiter selber durch einfache Vorrichtungen, namentlich gegen schwere Handverstiimmelungen, schützen kann, z. B. durch Anwendung der sog. hölzernen Schutzklötze, durch welche die Gefahren um etwa 50 Prozent eingeschränkt werden. Von Interesse ist in dieser Abteilung auch ein Muster Verbandskasten, wie er in jedem größeren Betriebe vorhanden sein sollte. In zahlreichen photographischen Abbildungen werden weiter auch die .Arbeitssäle bekannter großer Holzbearbeitungsfabriken vor Augen geführt und zwar Anlagen, die als Muster dienen können, und solche, in denen die vorhandenen Einrichtungen äußerst mangelhaft sind. Das letztere soll namentlich in vielen Frankfurter und Berliner Fabriken der Holzindustrie der Fall sein, in welch letzten etwa 50 Prozent aller Unfälle zu verzeichnen sind, die meist in halbfinsteren, unventilierten Kellcranlagen passieren. Eine An,zahl weiterer Photographien zeigen Betriebe aus Augsburg, München, Bremen und Hamburg. Zwei Darmstädter Photographien führen ebenfalls eine Muster- und eine schlichte Betriebsanlage vor. Ganz besonders schädlich erweist sich in fast allen Holzbearbeitungsfabriken der feine Holzstaub, der die Atmungsvrgane schwer sck)ädigt. Hiergegen ist die Anwendung eines gleich mit der Maschine verbundenen Exhaustors dringend erforderlich, der den Holzstaub soforr aufsaugt und ihn ebenso wie Hobel- spähne direkt an eine geeignete Feuerstelle oder dergleichen finyrt. An einem im Saal ausgestellten Modell eines Ent- staubungsapparateS und mancherlei Illustrationen wird die Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit einer solchen Anlage klar gemacht, während daneben zahlreiche Proben von Holzstaub und dessen Gefährlichkeit für die Lungen, sowie geeignete Vorrichtungen gegen das Einatmen näheres dartun.
Die Ausstellung gibt sowohl dem Arbeitgeber, wie- dem Arbeitnehmer sehr beachtenswerte praktische Winke für die Anbringung von Schutzvorrichtungen; es sollte daher das Bestreben der Interessenten wie der Aufsichtsbehörden,
„Ethik" (1886), ,,System der Phylosophie" (1889), „Völkerpsychologie" (I 1900).
— JuleS Massen et f. Aus Paris wird gemeldet: Der Komponist Jules Massenet ist heute vormittag im Alter von 70 Jahren gestorben. Ei' hatte den Sommer auf seinem Landgut im Osten von Paris zugebracht, wo er arbeitete. Bor drei Tagen fühlte er sich nicht wohl und kam nach Paris, um seinen Arzt zu konsultieren. Hier ist er heute früh unerwartet an einem Schlaganfall gestorben.
— Das Jubiläum eines großen Kulturwerkes. Italien kann in diesem Jahre das Jubiläum eines großen Kultur- werkes feiern: Am 9. August waren 50 Jahre dahingegangen, seitdem der große Plan der Trockenlegung des mächtigen Sees von Fucino, unweit Roms, soweit verwirklicht war, daß der Abfluß der Wasser beginnen konnte. Der einst so berühmte See hatte einen UinkrciS von nicht weniger als 52 Kilometern und schon JuliuS Cäsar beschäftigte sich mit dem Gedanken, diese mächtige Wasserfläche auSzutrocknen und der Kultur dienstbar Mi machen. Claudius wagte sich dann an die Aussührung dieses Planes: 11 Jahre lang arbeiteten nicht weniger als 30000 Sklaven an der Herstellung des großen, 51/» Kilometer langen AuSslußkanals, der durch Felsen gebrochen werden mußte. Aber die Arbeit war umsonst, ein Konstruktionsfehler ließ das ganze Werk scheitern. Erst die gewaltigen Ucberschwemmungsschckden, die 1852 vom Fneinosee ausgingen, ließ den Gedanken an die Wiederaufnahme des Planes des Claudius austauchen, und nach vielen Mühen gelang es auch sckstießlich, eine Gesellschaft zu begründen. Mer die Schwierigkeiten erwiesen sich als so groß, daß schon kurz darauf das Gespenst des Bankrottes austauchte: im kritischen Aummblick kaufte damals mit kühnem Wagemut der Fürst Alessanore Torlonia sämtliche Aktien ans und beschloß, daS Werk allein zu vollenden. Im August 1862, acht Jahre nach dem ersten Spatenstich, konnte der Abfluß des WasscrS durch den Kanal beginnen. Nach einem Jahr war der Wasserspiegel des SceS soweit gefallen, daß die Abflußöffnung wiederum ver tieft werben mußte; das wiederholte sich noch niedrere Male, bis endlich, im Jahre 1875, nach 21 jähriger Arbeit, der See von Fucino vom Erdboden verschwunden war. Um ein must er hafteö Kulturland zu erzielen, nmrbc das trockcngelegte (Gebiet mit einem gewaltigen Netz von Bewässerungskanälen überzogen; diese Kanäle und Gräben weisen zusammen über 800 Kilometer Länge auf und werden durch 238 Brücken und Stege flbmuicrt Auf der Stätte aber, wo einst kaum 200 Fischer ihren Lebens unterhalt fanben und mit vieler Mühe für 70— 90 000 Lire Fische fingen, geben heute 14 000 Hektar besten Ackerlandes 10000 Men schm Arbeit, Brot und ein Auskommen. Das ge wonnene Gebiet wirft lährlicy rund 6 Millionen Lire Pacht ab. Dem Fürsten Torlonia kostete die Durchführung diese.' großen Kulturwerkes nach einem Berichte des „Messagero" rund vierzig Millionen Lire: Claudius hatte seinerzeit für sein mißglücktes Projekt 247 Millionen geopfert
— Kurze Nachrichten auS Kunst und Wissenschaft. Dem ordentlichen Professor für Philosophie und Pöda- flMit an der Universität Gießen. Tr. August Messer, ist von der Universitär strapburg der Preis der LomevStiftuna ver» liehen worden für die Beart»einmg des vmr ihr gestellten Themas: „Tas Problem der staatsbürgerlichen Erziehung",
namentlich der Gewerbeinfpetioren fein, jm eine mogiunu allgemeine Durchführung dieser Einrichtungen zu wirken und damit so viel als möglich zur Verhütung von Betriebsunfällen beizutragen. Erfreulicherweise wird die Ausstel- ung auch viel von behördlickvm Persönlichkeiten besucht. An einem gestern abend von dem bayerischen Abgeordneten R ai t h-Münck-en gehaltenen Vortrag über diese Unfall- Schutzvorrichtungen nahmen neben Zahlreichen Holzarbeitern auch Mitglieder des Kreisamts und Aerzte teil. Der Austeilung stattete gestern auch Finanzminister Braun einen äTigeren Besuch ab, wobei er sich eingehende Erläuterungen geben ließ.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. August 1912.
— DaS GroßherzogSpaar begab sich gestern nachmittag von Darmstadt nach Bayreuth, um den Festspielen reizuwohnen. DaS Jürstenpaar wird dort bis zur nächsten Woche bleiben und dann zur Kaiserparade nach Mainz gehen. Vom 22. d. M. ab ist ein Aufenthalt von mehreren Tagen auf Jagdschloß Romrod vorgesehen, wohin der Erb- großherzog und Prinz Ludwig schon am Montag abgereisi ind. Die Prinzen werden mit ihren Eltern wieder nach WolfSgarten zurückkehren. Inzwischen wird das GroßherzogSpaar den Tennisspielen in Bad-Nauheim einen Besuch ab» tatten.
" Steueramtspersonalien. Der Großherzog hat den Finanzaspiranten Gottlob Lenz aus BernSburg zum Hauptsteueramtsassistenten ernannt.
•• StaatSbahn-Personal-Nachrichten. 93er- e ht: Schaffner Möller von Bebra nach Grebenhain- Crainfeld. Eine Belohnung erhielt Weichensteller Strieder in Gießen, weil er bei Beseitigung einer Störung außer Dienst freiwillig mitgeholfen hat. Dienst-AuS- zeichnungSschnüre erhielten: Oberschaffner JendroSzek in Nidda, Rescrvelokomotwführer Habicht und Kopp in Gießen, Blättel und HöoelS in Wehlar, Schaffner Rückert in Grebenhain, Nepp und Wolf in Nidda, Koller in Hungen, Ke iher und Becker II. in Gießen, Lokomotivheizer Siebert in Gießen, Stock in Hungen, Weichensteller Schäfer II., Loh und Conrad in Gießen, Nangierführer Erme l und Dietz in Alsfeld, NieS in Lieb- oS, Stationsschaffner Pfeiffer in Gießen, Weichensteller Falk in Alsfeld, Schaffner Volk in Gießen, Bahnwärter Hudel in Allendorf, Döring in Alsfeld.
*• Der Vorstand der Landwirtschaftskammer wird in der kommenden Woche eine Sitzung abhalten.
** Gravelo tieferer. Dieses Jahr soll die Ge- rächtnisfeier bezüglich, ber Schlacht von Gravelotte—St. Privat besonders eindrucksvoll gestaltet werden. Die neun Gießener Militärvereine, die alle dem hessischen Landeskriegerverband angehören, haben in einer Vertreteritzung beschlossen, die Feier in einem größeren Maßstabe zu veranstalten. Am Samstag abend findet in Steins Garten ein großer Herren kommers statt, zu dem die Spitzen der Behörden und das Regiment eingeladen worden ind. Außer aemeinsamen Liedern werden Gesangsvorträge und turnerische Aufführungen geboten, wobei die Gesangsabteilung des Staatseisenbahn-Vereins und der Männer- Turnverein ihre Mitwirkung zugesagt haben. Den Vorsitz wird der Beteranenverein stellen, die Festrede ist dem Vorsitzenden der ehern. 116., Rechtsanwalt Kaufmann, übertragen. Die Musik wird von der Regimentskapelle gestellt. Am Sonntag morgen um 9 Uhr treten die Mitglieder aller neun Vereine zur großen Kirchenparade auf dem Lindenplatz an, von wo aus sie gemeinsam in die Stadtkirche gehen. Im Anschluß an den Festgottesdienst findet eine Gedächtnisfeier auf dem alten Friedhöfe statt, bei der ein Stabsoffizier des Regiments die Gedächtnisrede halten wird. Dann rücken alle Vereine geschlossen an das Kriegerdenkmal, an dem zu Ehren der gefallenen Kameraden ein Kranz niederyelegt wird. Im Anschluß an diese Feier versammeln sich die Mameraben im Hotel Einhorn, während das Frühkonzert auf dem Lindenplatz stattfindet. Es ist zu erwarten, daß dieses Mal die Beteiligung aus allen Vereinen besonders groß wird, weil beschlossen wurde, daß die Vereine im Zuge tn sich geschlossen gehen müssen. Eine besondere Bekanntmachung wird noch erscheinen.
Landkreis Gießen.
Hattenrod, 13. Aug. Eine Ziegenweide wurde am Sonntag vom hiesigen Zuchtverein eingcweiht. Zuchtinspektor Kreutz-Gießen hielt die Festrede.
Kreis Büdingen.
h. Berstadt, 13. Aug. Für daS silberne AmtS- jubiläum ihres Bürgermeisters Wolf am kommenden Sonntag trifft die Gemeinde große Vorbereitungen festlicher Art.
Kreis Lauterbach.
n. Schlitz, 13. Aug. Wie bekannt, begeht am 20. September die hiesige evangelische Gemeinde den Tag, an dem vor 1100 Jahren das erste Kirchlein im Schlitzerland an der Stelle, wo heute die Stadtkirche steht, erbaut wurde. Die Vorbereitungen für das Fest sind nunmehr im vollen Gang. Der Großherzog hat sein Erscheinen in Aussicht gestellt, während der Kaiser einen Vertreter entsenden wird. Auch Staats- und Kirchenbehörde werden vertreten sein. Nach dem vorläufigen Programm findet vormittags ein Festgottesdienst statt, in dem der Kirchengesangverein, ein Frauen- und Knabenchor Mitwirken werden. Nach Beendigung des Gottesdienstes wird, sofern der Großherzog hierher kommt, eine Galatafel im Gräflichen Scküoß der HaUenburg stattfinden, wozu besondere Einladungen ergehen werden. Gegen 4 Uhr ist ein offizielles Festessen der Festgäste und der Bürgerschaft im Guntrumschen Saalbau. Am Abend schließt Has Fest in der Turnballe mit einer Darstellung lebender Bilder, die sich auf wichtige Ereignisse, besonders aus der kirchlichen Entwickelung der Gemeinde Schlitz beziehen. — Der Bier- suhrmann Plauz von der hiesigen Gräflichen Brauerei geriet in der Nähe von Fulda unter fein Fuhrwerk und wurde schwer verletzt. Es ist schon jetzt das zweitemal, daß der Mann einen schweren Unfall erleidet. ►— Einen außerordentlich reichen Ertrag liefern dieses Jahr die Haselnuß st räucher; sie sind mit gut entwickelten Früchten, die meistens in einzelnen Büscheln von o—6 Stück zusammenhängen, geradezu übersät.
A £> c r b ft e i n, 13. Aug. An Stelle der voriges Jahr abgebrannten 18 Häuser am Rirfelder Weg sind jetzt 91e u • bauten entstanden, bte soweit serliggestellt sind, daß sie im Herbst bezogen werden können. — Unser Wasserwerk wird gegenwärtig erwcitett; die Quellen werden in dem Walddistnll Burgfried gesoßt.
Plockst
Einwohnern;
Das Marmarameer.
heute etwas
Zwei!
14 Jednmann m
Ej, beten KitniW-
-'M
f, Wtti S»" L:"..n, heim In 5ja »allen Ed Huf ihr» I t.'sftit ciiM 8
(t«i der klein" ,« M«ntini sgec Revolution yst man in go fcrt? gebracht, vi »ikllte. Da her efr man sie inbi
krhnngcrnS. 1 »jydb; die neuan •jaitn bereits au •jn ochte ein für ! -i': und jetzt ist I Misch und st fcht - europcii Kim Osten das Muiltinische Mai Made hin, alte 8 Mgebirgen und
-..fnt von
*;»<« WS?
tief enj Vt tiefe 8® I ,W=nt*, ■’ . rfn und -
bild zunichte gemacht werden. Von mutwilligen Händen wurden auf der Strecke der Bahn in der Nähe der Layen. mühle an einer Stelle, an der die Geleise ein großes Gefälle aufweisen, große Steine auf die Schienen gelegt, die, wenn sie nicht bemerkt worden wären, den Zug zur Entgleisung gebracht haben würden. Es gelang im letzten Augenblick, den Zug zum Stehen zu bringen und das Hindernis zu beseitigen. Wie die Untersuchung ergeben hat, ist der 19 Jahre alte Dienstknecht Friedrich Hahner auS Elsheim der Schuldige.
Heffen-Naffau.
--- Bieber bei Rodheim, 13. Aug. Nach ortsstatutarischer Bestimmung wird auch hier für die erwachsene männliche Jugend mit Beginn des Winterhalbjahrs eine ländliche Fortbildungsschule eingerichtet. Ter Unter- richt erstreckt sich auf die Zeit tont 1. 9!ovember bis 31. März.
b. Biedcn köpf, 13. Aug. Die diesjährige Hauptversammlung der Lehrervcreinigung im Kreise Biedenkopf ; ist auf Montag, 26. August, festgesetzt. Aus der Tages» I ordnung stehen: 1. Psychologie der Jugend lickten im Aller von 14—18 Jahren mit besonderer Berücksichtigung bei Fortbildungsschüler (Lehrer Schneider-Engelbach 2. kurzer Gang durch die alte Philosophie als Einführung in das philosophische Verständnis (Pfarrer Cunz-Battenseld).
X Bad Orb, 13. Aug. Bei der Anlage eines Truppenübungsplatzes für das 18. Armeekorps im Vor- ] spessartgebirge müssen die beiden Dörfer Lettgenbrunn und Vi 11b ach üoHftänbig abgebrochen werden Obwohl die Militärbehörde bestrebt xft, sich gütlich mit den | Besitzern zu einigen, gibt es in Lettgenbrunn noch einige । Besitzer, die außerordentlich hohe Preise sordern. Obwool J ihnen das Fünffache des reellen Wertes für ihre An wesen geboten worden ist, widerstreben sie einer gütlichen l^cretn- I varung. Aus einem in der Lokalpresse ausck^Mxliener Streite ist zu entnehmen, daß ein Besitzer, brr Jahren sein Anwesen für 40000 Mk. verkaufen toofltt, jetzt 442 000 Mk. vom Staate fordert. Ein anderer, bet das väterliche Gut mit Inventar für 20000 Mk. übernommen hat, hat jetzt vom Staat das Angebot von 108000 Mark erhalten, worauf er nicht eingehcn will. Daneb« ) trägt der Fiskus noch Auflassungsgebühren^ Umsatzsteuern usw.
w Cronberg i.T., 13. Aug. Die Kronprinzessin von Griechenland ist heute mittag auS England ju längerem Aufenthalt auf Schloß Friedrichöhof eingetroffen.
F. C. Wiesbaden, 13. Aug. Im Regierung»- bezirkWiesbaden hat die Sammlung für die N atio- nalflugspende lebhaften Widerhall gefunden, wie untenstehendes Ergebnis zeigt. Doch ist dabei zu bemerken, daß eine große Anzahl von Spendern im Bezirk, besonders aus den Kreisen Frankfurt a. M., Wiesbaden^Land |inb -Stadt und Rheingau ihre beträchtlichen Gaben direkt art die Zentralstelle Berlin gesandt l>aben. Die tatsiichllch im Bezirk aufgekommene Summe hatte in den einzelnen Greifen folgendes Ergebnis: Biedenkopf 1997,98 Mk.. Till ? 6748,77 Mk., Frankfurt a. M. 34 673,00 Mk, Höchst a. N. 27 844,77 Mk., Lberlahn 1183,32 Mk., Obertaunus 4579,32 Mark, Oberwesterwald 1971,00 Mk, M>eingau 2005,90 Mk, St. Goarshausen 1830,92 Mk., Unterlayn 2713,93 Mk, Untertaunus 581,90 Mk., Unterwesterwald 1906,10 M, Usingen 940^0 Mk., Westerburg 450,00 Mk., Wiesbaden- Land 2690,40 Mk., Wiesbaden-Stadt 37 769,32 Mk. zusammen 129 086,93 Mk. Hierzu kommt noch die 3ammlunj des Kreises Limburg, deren Ergebnis noch aussteht.
jtrcid Frteoocrg.
L. Ockstadt, 13. Aug Der Gemeinderat hat beschlossen, sich dem Wölfersheimer Elektrizitäts- werk anzuschließen.
Starkenburg und Rheinheffen.
= Darmstadt, 13. Aug. Daß die Ausstellung „Der Menschs, die im vergangenen Jahre den Glan:, pnnft der Dresdener Jnternatlonalen Hygiene-AuSslellu..z bildete, auf daS wärmste Interesse beim Publikum stößt, da» zeigt sich schon an den ersten Eröffnungstagen. Vom Freitag | bis zum gestrigen Montag ist die Ausstellung bereits von J mehreren Tausenden besucht worden, die die Gegen, j stände in den einzelnen Hallen eingehend besichtigten und an fl den beweglichen 'Apparaten und Vlodellen ihre Studien machten. 9lHcrbing§ hat die Ausstellung ,Tec Mensch' auch | für den Laien so großen Vorteil, daß ihre Besichtigung nich: ermüdet, sondern daß beinahe jedes Objekt dem Beschauer neue Schaulust und damit neues Jntereffe abnötigt.
rm. Darmstadt, 13. Aug. Tie vierte Sendung nordischer Ochsen ist hier eingetroffen und wird auf dem Markt das 7e Kilo zu 86 Pfg. auSgehauen; das Kalbflestck kostet 98 Pfg.
M. Offenbach, 13. Aug. Ter 20jährige Schuh, macher HanS Werner von Butzbach wurde in Offenbach wegen umfangreicher Fahrraddiebstähle in Gießen unb Frankfurt heute verhaftet.
' dtltberühuitc ersten:
ßenn
bi» ft
1 kri»!im
OTb $
ch. Ingelheim, 13. Aug. Ein Anschlag auf einen ;,-yi y Zug der Selzta Ibahn konnte noch im letzten Augen- ^i.
Die Stabte und Dörfer am Marmarameer, die jetzt wieder von einem schweren Erdbeben fcimgefuAt ; wurden, sind gerade mit Rücksicht auf derartige Kata- strophen, die sich in früheren Jahrhunderten häufiger ereigneten, fast durchaus aus hölzernem Material gebaut. Das gilt von der volkreichen Millionenstadt Konst an inuUKl ebenso wie von dem fleinften an den felsigen Gestaden dcs blauen Meeres gelegenen Dörfchen.
Mermer-Denisi, so heißt das Marmarameer bei kn Türken, ist die Propontts der Clriechen. Es ist ein Binnenmeer zwischen Europa und Asien unb reguliert die Wasser- mengen, die das reichlich von Zuflüssen gespeisie Schvaru' ; Meer unaufhörlich nach dem Mittclmeer abgtbt. Seinen.! jetzigen Namen hat es von der Insel Marmara, die dann | liegt und im Altertum Prvkonnesos hieß. Nock heute tu sie reich an dem Gestein, das ihr den Namen gab, an Mar* i mor; außerdem liefert sie viel Wein, Getreide unb Cd nach der Hauptstadt. 12000 Menschen, meist Griechen, bewohnen sie in reichen Dörfern. Wichtiger als diese Insel sind aber heutzutage die berül)mten Prinzeninseln Sie liegen auf der asiatischen Seite und sind von Konstantinopel in drei- bis vierstündiger Fahri zu crrcidjcn, M einer Fahrt, die auf unglaublich veralteten und verräucherten Dampfern vor sich geht, — wenn man überhaupt P6d Glück hat, auf einen solchen zu gelangen; denn bet sogenannte „Fahrplan", der existiert, scheint nur dazu vor- Händen zu sein, um anzuzeigen, zu welchen Zeiten o,c schiffe ganz gewiß nicht abgehen. .
Trotzdem ist der Verkehr zwischen der Hauptstadt^ unv den Inseln im Frühjahr und Sommer sehr groß. Aachden» die I n s e 1 d a m p s c r mit unsäglichen, aber immer den-
T 'n Hauptrolle
w
unb $0
* u,i«aa fei
Hl aus
•i« noch
UUK
trau,
■Nä


