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12.6.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutig- Nummer umsaht 12 Seiten.

spiel zu folgen, und fd)licRlid> verlangten auch Deutsch

nadjw

len zu kochm:

Großes. Keinerlei Ermüdung machte sich bemerkbar. Weder bei

den Zuhörern, noch bei den Aussührendcn.

B. v. N.

r) alten batte, gesellten sich der 200 Perioncn Itarfc Kötner Sirzenich-Chor" und derDessoffsche" Frankfurter ^raumchor.

m ganzen 400 Stimmen." So brachte jeder Abend Schönes,

iale ssen

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r land und Italien, das; ihnen zugcbilligt würde, was [ den anderen eingeräumt worden war.

Die fremden Postämter wurden keineswegs von seilen der Türkei formell zugclasscn, sondern sie wurden einfach I eröffnet, bezw. sie entwickelten sich aus so kleinen Anfängen, I wie 3. B. aus der Abgabe von Postsadjcn aus DampfschiffS- ragenturen oder Konsulaten. Und diese srcntdcn Postämter | machten mit der Zeit nidit nur dem türkisdjcn Dienst Kon-

Zweites deutsches vrahmssest in Wiesbaden.

Nun sind sie vorübcrgerauscht die schönen Stunden, in denen tin Toter seine unsterbliche Spradje redete. In diesen letzten lagen hallte der große Saal unseres Zburhmises wider, von morgens bis abends füllte ihn ein elegantes Publikum bis zum letzten Platz, -us allen Teilen Txutschlands waren Musikenthusiasten und stirahmsverehrer herbeigeeilt, aber nidjt aus Deutschland allein. Das Musikfest nahm einen säst internationalen Charakter an, und mehr noch wie sonst schlugen fremde Sprachen auf den Straßen

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Vie deutschen Seeleute in New York.

New ?)ork, 11. Juni Gestern abend sand int Hotel Astor das offizielle Bankett der ätabt New Bork zu Ehren der deutschen Offiziere statt, das sich zu einem der glanzvollsten offiziellen gesellschaftlichen Ereignisse gestaltete, das überhaupt jemals in Ncnnork stattfand Die Elite des Amcritanertums war anwesend, über siebenhundert Personen. An bei; Spitze ber Tafel saß Bürgermeister (4 a n it 0 r , zu seiner sinken Konter­admiral v. R e b e u r - P a s ch w i tz , zur Rechten der deut­sche Botschafter Graf Bernstorfs. Der Saal war mit verschlungenen deutschen nnd amerikanischen Flaggen aus- geschmückt, die Tifdic tvaren mit Kornblumeit verziert

Bürgermeister Gahnor führte in einer mit herzlichem Beifall aufgenommcnen R e d e die vcrsdssedenen Gründe an, tuarunt New Jork die deutsche Flotte so herzlich begrüße. Die Angelsachsen seien die Mntter, die Deut- schen die Großmutter Amerikas. Bon letzteren stamme alle Zivilisation. Amerika bewundere Deutschland, das seit der Gründung des Reiches für die ganze Welt den Schritt angebe, besonders unter der Regierung des letzigen Kaisers, den die Amerikaner als eine Art Amcri- inner ansehen. Falls irgendwo in der Welt Eifersucht über die großen Fortschritte Deutschlands herrsche, i n New 4)o r k bestehe diese nicht. Falls er im Namen der Nation sprechen könnte, würde er versichern, daß soldje Eifersucht in Amerika nicht bestelle. Tic Deutschen zähl­ten zu den besten Bürgern des Landes, die die angesehensten Stellungen inne hätten. Niemand in Deutsch­land könne auf den Kaiser ein herzlicheres Hoch ausbringen, als die New Yorker.

Graf Bernstorfs führte aus: Ick) hoffe, daß die deutsche und die amerikanische Flotte immer so einig sein mögen, wie heute auf dem Hudsonfluß Amerika sei das Land der unbegrenzten Gastfreundschaft. Er toastete so« bann auf den Präsidenten Taft.

Hierauf ergriff Admiral v. R e b c u r Paschwitz, mit Minuten langem Beifall begrüßt, das Wort. Er daitkte für den glänzenden Empfattg und erinnerte an den Empfang des Prinzen Heinrich und brachte ein Hoch aus auf den Bürgermeister Gahnor.

Rearadmiral W i n s l 0 w führte halb im Scherze ans, Amerika brauche Schiffe, wie denMoltke", um pünktlich auf die Minute cinzutreffen. Die Anwesenden sollten bei dem Kongreß daraus dringen, solche Schifte zu bauen. Tie Schiffe Idtnen als Friedensfreunde. Keine Nation lömte ohne starke Flotte im Frieden leben. Sie sei die beste Friedensgarantie.

Bürgermeister Low führte aus: Deutschland und Amerika haben geistig vieles gemeinsam. Amerika sei seit Anbeginn Deutschland verpflichtet. Ter erzieherische Ein­fluß Deutschlands auf Amerika sei jetzt ebenso wahrnehmbar, wie der Englands. Der Redner pries dann die Verdienste der Deutsch-Amerikaner, denen die Erhaltung der Goldwäh rung mit zu verdanken sei. Tie Mission Amerikas sei, an der gegenseitigen Verständigung aller Nationen mit­zuwirken.

DerHcrald" bringt heute einen deutschen Leit­artikel, in dem es heißt, dem Flottenempfang wohne mehr als ein offizielles Moment inne. Tie deutsch- amerikanische Freundschaft erstarke fort- während weiter. Es wirb an Steuben und andere Männer erinnert. Das glänzende Auftreten der deutschen Mannsd)aften sei Gegenstand allgemeinen Lobes.

1 f u r r c n 3 , sondern konkurrierten auch untereinander, mit den verschiedensten Mittel?. So Wurde in vielen ^Fällen bei der Besetzung voit Beamtenposten darauf Rücksicht zcuonmten, welchen Eindruck die Bevorzugung bestimmter Kneife oder Personen auf die spezielle Bevöllerunasschicht mndicn würbe, auf bereitKundschaft" das betreffende Post amt zu rechnen hatte. Die Drucksachen der Post, wie Emp- »jangssd)eine, Segellisten usw. wurden in den verschieden- I neu Sprachen hergestellt, um den versck)iedenen Volksschicht Wien den Verkehr mit den Postämtern zu erleichtern oder $ sympathischer zu machen. In Jerusalem und Jaffa ließ »die österreichische Post sogar ihre Trucksachen, Zirkulare usw. and) in hebräischer Sprache drucken und vervielfältigen. Das 0 r i g i n e 11 ft c ist aber der Gratis- Ho st d i e n st, den die österreichischen und die deutschen Postämter in .zassa und Jerusalem für den Dienst innerhalb der Stadt und ihrer Nad)barschaft eüiridjtete, um die Kundschaft an nd) zu ziehen. Reichseigene beutfdjc Postanstalten wur­den eingerichtet in Konstantinopel (Hauptamt in Galata mit 'e einer Zweigstelle in Stambul und Pera), in Smyrna, Bei- .ut, Jaffa und Jerusalem. Sehr viel mehr Postämter als

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Deutsdjland und jedes andere postalisch sid) einnistende Land erlangte Ceftcrreid) in den türfifdjen Levantegebieten. Von seinen im ganzen 3i> Postämtern wurden auf Grund des neuen österreichisd)-türkischen Abkommens einige schon 1909 geschlossen, und das Schicksal der anderen ist mit der allgemeinen Regelung der Frage der fremden Post­ämter seitens der Türkei besiegelt. Italien verlangte anfangs 1908, gestützt auf die ihm seitens der Türkei zn- stehende Meistbegünstigung, das Reckst, ebenfalls Postämter in der Türkei zu eröffnen. Hierüber kam es zwischen beiden Mächten zu einem Konflikt, der mit folgender inter­essanten E r k l ärung des türkischen B 0 t s ck) a f t e r s in Rom beigelegt wurde: Von dem Augenblick, wo die italienische Regierung die Eröfsnung von Postämtern nur in den fünf angegebenen Städten verlangt, wo bereits Poslämter^der anderen Mächte sich befinden (Konstantinopel, Valona, Saloniti, Smyrna, Jerusalem), ist kein Grund vor- Händen, gegenüber Italien eine andere Behandlung ein­zuschlagen, als die gegen die anderen Mächte beobachtete. Ta die Eröffnung von fremden Postämtern im Reiche auf keinem zugestandenen Rechte und auf keiner von der oitomanischen Regierung eingegangenen Verbindlichkeit beruht, so ist es selbstverstänblich, daß gegen die italienischen Postämter ebenso vorgegangen werden wirb, gemäß der Entscheidung, die in Zukunft hinsichtlich aller fremden Post­ämter gefaßt werden wird.

Daß der abnormale Zustand, unter dem die verschie­denen Mächie im türkischen Reiche eigene Pvstanstalten unterhalten konnten, in Zukunft nicht mehr bestehen wirb, steht außer Frage. Die Tage ber fremden Postämter in der Levante sind gezählt. Bald werden sie einer Vergangen­heit angehören, an die besonders die Briefmarkensammler eine dankbare Erinnerung bewahren werden. Wir aber Wollen nicht vergessen, daß'durch die eigenartige Einrichtung der sremden Postämter in der Türkei die Schrecken des ita­lienischen Krieges ganz wesentlich gemindert wurden.

Eine italienische Flottenbewegung.

Tas Rcuttrjchc Bureau meldet vom 10. Juni aus Smyrna: Am Samstag sollen neunzehn italienische Kreuzer aus der Höhe der Insel Li ros bemerkt worden sein. Sic bewegten sich in der Richtung aus die türkische Küste.

Italienische Vorstöße.

Tripolis, 11. Juni. (Agenzia Stesani.) Gestern früh macht«' eine Ka r, a l l e r i eb r i g c. v e einen Erk in Dungs- z u g bis über 5ibi abd cl Gili hinaus. In der Nahe der Ver­schanzung, wo die Brigade Nainaldi kämpfte, sand man zahlreiche Gefallene der Truppe Tuareds. Sodann durchforschte die Bri­gade die Oase Zanzur und steckte das an der südlichen Grenze gelegene feindliche Lager, dessen Baracken soeben verlassen morden waren, in Brand. Zahlreiche von den Türken benutzte Telephon- und Tclegraphenlcitungen wurden zerstört.

Wie aus Ben G h a s i gemeldet wird, zerstreuten Kamelreitcr und italienische Kavallerie gestern früh bei einem Erkundungszug einige Gruppen Beduinen.

Tie italienischen Gtsamtvetlnste.

Rom, 11. Juni. Nach Mitteilungen des Kriegsministeriums sind bis jetzt auf den Schlachtfeldern oder infolge von Verwun­dungen während des italienisch-türkischen Krieges 5 7 Offiziere und 588 Soldaten gest 0rben. Die vermißten zwei Offiziere und 325 Mann, die größtenteils dem 11. Bersaglieri-Rcgimcnt angehören und seit dem 23. Oktober 1911, dem Tag des Gefechtes bei Schara-Schat nicht mehr gesehen wurden, sind hierin nicht einbegriffen.

kf. Neue Wunder der Chirurgie. Dr. Alexis Garrel, der kühne Chirurae des Rockcseller-Znstituts in Ncu - York, hat seine jüngste Errungenschaft aus dem Gebiete der Chirurgie weiter ausgebaut. Vor einiger Zeit erregte er durch die Mitteilung, cs sei ihm gelungen, lebcndcGewcbeaußcr- halb des Körpers zu zücbtcn, ungläubiges Staunen. Als er aber in Berlin in einem Vorträge die Einzelheiten seines Ver­fahrens auseinandersetzte, mußte man ihm Glauben schenken. Ties Verfahren hat er nun, wie er längst in einem Bortrage derAme­rican Medical Association" auseinandersetzte, so vervollkommnet, daß man, wenigstens in den Vereinigten Staaten, für eine lieber- Pflanzung jederzeit das nötige Organ beschaffen kann. So wurde er selbst jüngst von Chicago her ausgesordert, einen bestimmten Knorpel für eine Äuieoveration zu liefern. Diesen gewünschten Knorpel halte ex lebend in einer Nährflüssigkeit: er verpackte ihn daher in einen Kühlapparat, schickte ihn mit dem Schnellzuge nach Chicago, und alsbald konnte die Ueberpslanzung dort vor- gcnommen werden, während früher die Aerzte darauf angewiesen waren, Körperteile, die überpflanzt werden sollten, von einem anderen lebenden Menschen ober einem Tiere herauszuschneiden. (Sanel will es letzt so weit gebracht haben, daß Gewebe außer­halb des Körpers volle neun Monate selbständig weiterleben und-wachsen. Bei einem Versuche mit einem Stucke eines Hühnerherzes hat er eine Lebensdauer von 104 Tagen erreicht, und bet der rnikrofkooischen Untersuchung dieses Versuchs­stückes zeigte sich, daß vorn fünften Monate an sich neues Binde­gewebe gebildet hatte. Tr. (Sanel verwendet neun verschiedene Nährflüssigkeiten, in denen er Die Gewebe außerhalb des Körpers wachsen läßt. Er entnimmt sie frischen Leichen und hält sie dann vorrätig, bis sic irgendwo gebraucht werden können. Dies ge­schieht mit den DeridheDenüen Köroerteüen, mit Haut, Knochen, Knorpeln und verschiedenen Drüsen. Tic Zentralstelle hierfür ist in Den Bereinigten Staaten natürlich das Rockcfellcr-Jnstitut in Ncuyork.

Bon derfranzö fischen Akadcmieder Wissen­schaften. In der Montagsiyung Der Akademie der Wis­senschaften legte Prinz Roland Bonaparte ein Werk des Thronpräsidenten Herzogs Philipp von Orleans vor, in dem dieser seine arktischen Reisen und ozeanographischen Arbeiten schildert. Priit; Bonaparte bemerkte, daß dieses Werk, das zur Vermehrung der positiven Kenntnisse beitrage, dem Her-og von Orleans ;ur großen Ehre gereiche. In derselben Sitzung machte Professor Metschnikoss Mitteilungen über feine Ver-

«t unser Ohr.

In Wiesbaden war man auf das Kommende wohl vorbereitet. 2ic Kurkapellc hatte schon oft mit Glück die Werke des Meiucrs torgeiragcn, ja schon 1884 spielte sie unter Leitung des Korn fo hi ft en selbst seine berühmte F-dur-Sinfonie, die schlichtweg die , tiieebaDfiicr Sinfonie" genannt wird, da Brahms sic zum größten teil hier komponierte. In den 70er und 80er Jahren war er ein läufiger und gern gesehener Gast unserer Kurstadt. Aus diesen t'Tunben fand vielleicht dieWiesbadener Sinfonie", die am licrtcn Tage gespielt wurde, die beste Aufnahme^

Ter erste Abend wurde durch dasSchicksalslied" cingeleitet, röhrend Arthur Schnabel aus Berlin als zweite Nummer das ss-iuolI-Klavicrkonzcrt spielte. TasTeutsd)c Requiem" bildete »at Schluß des ersten Abends. Ter zweite Festtag brachte gleich htuci Veranstaltungen: ein Morgenkonzert, mit der E-moll-Gello conate, Dem E-moll-Jrio, ferner Frauenchöre und Lieder. Der tbcnD brachte dann das Große Chorwerk, dieNäinc", dieF<N- inb Gcdenksprüchc" für achtstimmigcn a capella-(Sbor, fowic zwei große Jnstrumentalwerke. Während am Nachmittag des dritten Tages Tr. Leopold Schmidt aus Berlin einen fqielnDcn Bor trag über Brahms hielt, lauschten die Zuhörer abends voll aiv |tad,tigem ©djauer derTragischen Ouvertüre", der dieVaria tbnen eines Themas von Haydn" folgten. Herr Meschacrt wutzte lieber durch dieErnsten Gesänge" alles in Bann zu schlagen und kc zweite D-dur-Sinfonie leitete bann als exhluß über_in jonni k rcs Gebiet. Und Dann der letzte Tag mit Den beiden Sinfonien; »eWiesbadener" in F-dur und Die E-moll-Sinfonie. ^azwuchen fcNeuen LiebeslieDer-Walzer". .

, Den mächtigen Orchestcrkörper leitete «yritz Steinbach mit kfannter Umsicht. Es hatte etwas Erhabenes, JmpontcrcnDcs, kn Mann mit Der energischen Battttta wirken zu leben, wie er tlt diese Werke auswendig beherrschte. Zu unferm hundert rann i-rkcn Kurorchester, Das sich auch Diesmal wieder glanzend oc- kdljrtc und Das noch eine Verstärkung von zehn Kontrabaiien

Die türkische Post und der Krieg.

Noch ist fein Ende des italieinsd)-türkischcn Sieges ab- Zusehen. Italien rüstet zu neuen Vorstößen gegen die Dar­danellen, gegen Smyrna und gegen die Inseln Chios, My- iilcnc, Lemnos usw. Trotz der Länge und Hartnäckigkeit Der iricgciifdjeit Operationen haben Handel, Wandel und 'De- peschendienst Zensur!) viel weniger gelitten, als man aiiiiehmen sollte und als man wirklich befürchtet hatte. Jedem mit Levantedingen weniger vertrauten Beobachter muß diese Tatsache sogar sehr aufgefallen fein. Ter Grund aber für die bei allem Unglück erfreuliche Tatsache liegt in den eigenartigen postalischen Verhältnissen des osmanischen Reiches. Es besteht nämlick) hier die Anomalie, daß neben den türkischen Postanstalten auch solche einer Anzahl von anderen Mächten errichtet wurden. In früheren Zeiten bestand ja in der Türkei so gut wie keinerlei Post^ dienst, während die Ausbreitung der Handelsbeziehungen mit den seefahrenden Nationen diesen die NotwenDigkeit nahe legte, ihren eigenen Postverkehr auch auf ihre Kon fulatc, Gesandtschaften, Handeltreibende in ber Levante aüszudehnen.

suche zur Bekämpfung Der in Den Eingcwcibcn sich entwickelnden Gifte,Z)ie in Den Arterien, Den Nieren, Der Leber unD Dem Gehirn jene SchäDigungen verursachen. Die mit Den Das Alter b c- gleitenden VeränDerungcn iDentisch seien. Professor Metschnikof f behauptet, daß es, ihm im Verein mit Tr. Wollmann gelungen sei, diese Gifte mit in Den EingewciDen Der Hunde vorkommenden Mikroben, Den Glykobakterien, wirksam zu bekämpfen. Ter Chemiker Professor Armand Gautier trat den Behauptungen Metschnikofss entschieden entgegen.

TerVorstandsratdesBereinsdeutscherJn- genieure, der gegenwärtig in Stuttgart tagt, bewilligte zur Förderung des Unternehmens illuftricrter technischer Wörter­bücher 50 000 Mark unter der Bedingung, daß von anderer Seite mindeitens lährlich 50 000 Mark für Den gleichen Zweck zur Ver­fügung gestellt werden. Für eine deutsche Versuchsanitalt für Luftschiffahrt und Flugtechnik wurde aus die Tauer von drei Jahren ein jährlicher Zuschuß von 10 000 Mark bewilligt. Tic nächstjährige Hauptoeri'ammlung findet in Leipzig statt.

Ter Tod eines jugendlichen Forschungs­reif enden wird aus dem fernen Osten berichtet. Bor zwei Jahren trat ein buddhistischer Mönch namens Tatschibana eine große Forschungsreise nach Zentralasien an: sein Gefährte bei Der kühnen Fahrt aber war ein kaum dem Knabenalter entwachsener junger 18iahnger Engländer Orlando Hobbs. Tatschibana ilt nun nach Kioto zurückgekehrt und berichtet, daß sein jugcnolicber Kamerad aus der Reise den Tod gefunden hat. Tie beiden haben mit ihrer Expedition die berühmte TaNa-Makan-Wüste, von der Sven Hedin nur den Rand berührte, völlig durchquert: sie folgten dem alten Pilgerwcgc nach Fahsien, überwanden Dann Das Altai-Gebirge und erreichten schließlich Singkiang. In Turfan wurden Ausgrabungen veranstaltet. Während Tatschibana eine Wüstenreifc ^tach Kaschgar unternahm, ließ er feinen jungen Ge­fährten in Turfan zurück, um hier die Ausgrabungen zu über­wachen. Als er nach Diermonatiger Abwesenheit wieder nach Turfan kam, war Hobbs gestorben. Tie Erpedition hat aber eine Reihe außerordentlich bedeutsamer Entdeckungen von histo­rischem und religionshistoriidiem Wert ergeben, insbesondere ge­lang eine reiche Beute von Sanskrit- und alten buddhistisd)ev Inschriften.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- fchaft. Durch die Erössnung des Testaments des Schriftstellers William T. Staeds, der bei dem Untergang ber ,,T i - t a n i c" den Tod fand, wurde festgestellt, daß Stead fein auf 260 000 Mark geschätztes Vermögen seiner Gattin und alle feine Papiere zur genauen Prüfung und freien Verfügung seiner Tochter vermachte.

»Malten, le Jun 1. jg

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r-, _____Erster Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 12. Juni 1912

Der Siebener Anzeiger ä J __ __ " _ v ?-

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kür die Redaktion 112, IV VeraMwottlich sur den

E8 General-Anzeiger für Oberhessen

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für Die Tagesnunin.er «otanonsdtud und Verlag der vrühl'schen Unio.'vuch- und Steindruckerei H. Lange. Nedattion, Erpedition und vruckerei: §chulstrahe 7. und

S vormittags S Uhr. Büdingen: Zernsprecher Nr. 269 Seschcistrstelle vahnhosftrahe 16a. Lnzeigentell-^H Beck.

5o sah sich zuerst Oe st erreich veranlaßt, den Schiffs­agenturen, die es im Orient durch die ftgatlid) privilegierten Linien besaß, einen zunächst nur in ganz geringem Umfange aedachien Postdienst anzugliedern, der aber im Laufe der Zeit sid) entwickelte und für Die österreichische Postverwal tung so lohnend wie für die tiirkische nachteilig wurde. Ter Lützen, den die Postämter brackften, aber and) daS moralische Moment, das eine solche Vertretung ihrer Flagge mit sid) Eismaschinen brachte, veranlaßte auch die anderen Nationen, besonders Gartenmöbel H hußland, Frankreid) und England, dem österreichischen Bei