Ausgabe 
12.2.1912 Erstes Blatt
 
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H. Winn.

Unterstützung nur dankbar sein.

Neubau

Ost-

Anlage

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Skizze b

ständen aus

Ost-Anlage

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etwas wirklich Ideales schaffen, dann Gedankengangc des Herrn BinbewaiD

zeitgemäß unicrgebrathr. Man lege deshalb das Zinanz- amt, das Hochbauamt, die Bezirkslassen, vielleicht auch das Grunbbnctiamt mit noch anderen Staatsämtern in den Iusrizpalast und baue für die Justiz ein Gebäude, wie es diese erfordert.

Mit dem letzteren Vorschläge würden wobl die Inter­essen des Nordendes am besten gefördert und das Nordende könnte Herrn Bindewald für seine eifrige Anregung und

'jüiibcroabrung letzterer hat der Gemeinderat beschlossen, einen besonderen Schrank im Rathaufe aufstellen zu lassen Tamil nt ein guter Anfang zur Gründung eines Heimat museums gemacht, beim es ist zweifellos, daß noch mauttv alte Sachen vorhanden sind, die der sicheren Vernichtung cnl gegengeheu, aber auf diese Weise der Nachwelt erhalten bleiben.

Im Anschluß an diese Ausführungen sei hier noch der Lageplan des ursprünglichen Projektes wicdergegeben:

Neue Straße

Ausland.

In Athen wurde ein Tekrct veröffentlicht, durch das die griechische Kammer aufgelöst wird. _ Tie Neuwahlen sollen am 23. März statt finden. Tic neue Kammer soll am 1. Mai zusammentreten.

Im französischenSenat wurde das deutsch-französische Abkommen über Marokko und den Kongo mit 212 gegen 41 Stimmen angenommen. 38 Senatoren enthielten sich der Abstimnrung, 7 fehlten.

Geilshausen, 10. Febr. Sllderne Hochzc>l feiern Dienstag, 13. Febr. Pflastcrmeistec Konrad Hilbern und dessen Ehefrau Anna Elisabetha.

Grünberg, 11. Febr. Heute begingen die Ehclcu:.' Soenglermeister F l l rf hier das Fest ihrer goldenen H o r.) zeit im engsten Familienkreise. Ter Jubilar ist 79, die Iu'.. rin 75 Jahre alt; beide find noch recht rüstig.

Kreis Büdingen.

X N idda, 10. Febr. Tas gestern abend zum besten des _V. c r c i n s K r a n t e n p i l e g c veranstaltete Konzert

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L -Mstag aus Vt jinhailung forirw das li(i vohnt, eine I w Wohnung ,2 ZrreleitM !,ienbanten Ijp't und mach IlJFtt» wurde. xtä- Verbands kst^führung d< Ur Eigenschaft kimngtn für d L Verhaftung I lliitcrsuchungr Mich von Am Kia, ist Mm Ml, sondern kSrieie und 9 dm Freundm i Weit freiwill' fmrng veranlo ch. Vinge -vnixg beschlosst rxlhntg onzn ürtiai bcereÄ nj der Anzahl »neu belegt ro la Stadt Singe bi. strategische N Singen die a000 M unb ßtmier in Ausst

Die Vorzüge dieses Planes sind, daß das Arresthaus­gebäude vom Philosovhenwald her ganz verdeckt würde und die in der Richtung der Ost-Anlage geplante neue Verbin­dungsstraße zwischen Kaiser-Allee und Marburger Straße bald in Angriff genommen und in ihrem mittleren Tei' einen stattlichen öffentlichen Bau erhalten würde. Tie Straße nach dem Philosovhenwald würde bei Ausführung dieses Planes so bleiben können, wie sie jetzt vorgesehen ist.

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Will man aber greife man zu dem zurück und verwende den Iustizpalast für andere Zwecke, aber bricht als Biirgermeistereigebäude. Die Räume des Großh. Finanzamtes find nnzureick>end, der Staat muß in nächster Zeit für anbenveitige Unterbringung desselben Sorge tragen, das Hochbauamt ist schon lange für Zwecke der Universität erforderlich^ cbcji]ol|int> die Bezirkskassen nicht

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bei Wettstreiten trotz guter Leistungen schlecht absr i. ,n. währen» die Eerufsmuüter meist infolge guter Bciic! u -:i besser irtg» kämen. Dirigent Bauer Wetzlar wendet sich t.v-egen, daß >t.m« vonisten Pr.'isrickster seien, manche Vereine seien dadurch gc» zwungen, bei den Komponisten Gbörc zu Taufen werden Vorkommnisse von den Wettstreiten zu Lang-Göns, Aror.-n Vinocn, Kronberg und Villmar bekannt gegeben und gerügt. Biele Wen streite wurden nur gehalten, um ein Geschäft zu machen, in der Umgebung Gießens seien dieses Jahr allein 6 Wettstreite. Der Dirigent dürfe nicht mitsingen, oder gar mitten im Lied den T-m erneuern. Noch mehrere Redner beteiligten sich an den Verl-iuc-- lungen. Tie erörterten und l an stände tcn Mißstände sollen r:r.- öfscittlicht, die Reform der Wettstreite angestrebt werden.

* Kincmatograp h. Eine sehr sehenswerte brama* tische Kriegsepisode,Die Verräterin", erfreut seit Sams« tag die Besucher. Die große Tragödin Asta Nielsen bat darin die Hauptrolle, und wenn auch die Vorgänge selbst ein bischen willtürlich erfuirden und zurechtgemachl sind, io hat die Vorführung doch künstlerischen Wert eben durch die glänzenden Tarfreilunqcn wie auch ferner bur.....b-

schen, naturgetreuen Bilder, die ein seines malerisches Ver­ständnis des Regisseurs verraten. Gin junger deutscher Offizier wird zur Besetzung eines Schlosses tommandien, und die gesellschaftlichen Beziehungen zu dem Schloßhcrrn und seiner Tochter leiten die Haupthandlung ein, in bereu Verlauf die heißblütige Französin die Deutschen zuerst an sranz. Freischärler verrät, dann aber mit eigner Lebensgefahr deutsche Hilfe für den bedrängten, von ihr geliebten deut­schen Offizier herbeiführt. Tte kinematographische Buhne verträgt natürlich mehr gebrängte Handlung als etwa ein Theater bringen konnte. Dafür macht das rein stosfliche, das der Kinomatograpb vermittelt, meist wenig Anspruch auf künstlerischen Gehalt. Ter Hauvtwert und das künstlerische Interesse liegt vielmehr aus dem Bildlichen und der Dar­stellung. Wenn grobe Geschmacklosigkeiten, z. B. unwahr- scheinliche Rührszenen und Verwandlungsstucke vermieden 1 werden, können die Kinematographentheaker, die mit be­sonderem Erfolg auch das Gebiet des Humors aufgreifen, eine nützliche und unangreifbare Stellung einnehmen. Hm- somehr,'daß sie auch zu Lehrzwecken reichlich Verwendung stnden dürfen.

** Von der Kriegerkameradschaft Hassia. Ter 10. Februar ist der GründungStag der Hassia. Ter Gründer war Lehrer Gremm, der btc Vereine Dietzenbach, Niedec-Roden, Jügesheim und Dutenhofen ins Leben tief. Prinz Ludwig, der spätere Großherzog Ludwig IV. über­nahm daS Protektorat. 1878 zählte die .Hassia* bereits 1450 Mitglieder in 41 Vereinen. Inzwischen wurden in allen Teilen Hessens Kriegervereine gegründet, die sich in mehrere Gruppen teilten. 1885 erfolgte der Zusammenschlich aller hessischen Lriegeroereme. Heute umfaßt die Hassia rund 70 000 Mitglieder. Die Mitgliederversammlung 1912 findet am 16. Juni in Ober-Olm bei Mainz statt. Ter Jahresbericht des Verbandsorgans »Hessischer Kamerad* chließt mit einem Fehlbetrag von 466 Mk. ab. DerHassia' ist ein Slntrag zugegangen, der für die Ziele deS Bundes Jungdeutschland- 1000 Mk. fordert.

** Der Maskenball des Schützenvercins, der in den schön dekorierten Sälen der LiebigShöhe abgehalten wurde, war vorzüglich besucht und alles war in bester Stimmung. Die Säle waren mit schönen Masken angefüllt, btz'onderS eine reizende Mädchengruppe, Kinderspiele darstellend, sodann die urfidele Herrengruppe deS Vereins Bavariq fanden größten Beifall. Der erste Wagen der elektrischen Straßenbahn um 2 Uhr war mit einem Fahrgast besetzt, der zweite um 3Vr Uhr mit drei Personen, ein Zeichen, daß niemand Lust hatte, nach Hause zu fahren.

** Von Der Freidenker-Vereinigung wird uns geschrieben: Am Donnerstag, 15. Februar, wird im Hotel Einhorn Generaldirektor L t e b e r aus Leipzig über Spirit iSmusrätsel" sprechen. Ter Vortragende, >er lange Zeit in spiritistischen Mreifen Amerikas verkehrt jat, spricht aus eigener Erfahrung und gibt seiner Zuhvrer- chaft Aufklärung über die Wunder der vierten Dimension, über Ti sch rücken, Geiperklopfen, Geisterstimmen usw. Gene­raldirektor Lieber, der s. Zt. auch mit dem Kaiser auf einer Nordlandreise war, ist ein ausgezeichneter Redner Seine Vortragsweise ist packend, und reißt die Zuhörer mit fort.

n Staufenberg, 11. Febr. Heute fand hier eine Aus­stellung für künstlerischen Wandschmuck statt, die der Verlag der Nunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe zur Verfügung gestellt hatte. Sie konnte dank dem Entgegenkommen der Ge­meinde in den beiden Sälen des Rathauses in günstigster Seife dem Auge bargeboten werden und wurde von alt und jung fleißig besucht. Mit der Bilderausstellung waren eine Reche von Gegen ?.. l_3 Staufenbergs alter Zeit ausgestellt. Zur würdigen Aufbewahrung letzterer hat der Gemeinderat beschl

SEe man sich aber für das Projekt mit dem Brücken- Übergang entscheiden, dann schließe man den Neubau direkt an den Iustizpalast an. Ter Straßenzug der Landgrafen Maße würde dann wie projektiert, durchgeführt (Skizze b) junb über diese ein schöner großer Bogen gespannt. Tiese Partie müßte dann in der Höhe des Gebäudes mit zwei «gleichen Flügeln durckMführt und oben in einer schön ge­fälligen Bekränzung ihren Abschluß finden. Tadurch würde man auch dem Eingesandt in Nr. 26 des Gießener An­zeigers entsprechend, ein hübsches Bild im Rahmen kommen.

Landkreis Gießen.

w. Klein-Linden, 11. Febr. Der Gesangverein Arion wird sich in diesem Jahre wieder an einem GesangS- w eit st reite beteiligen. Der Verein steht unter der Leitung öcS MusiklehrerS Kissel in Gießen.

s Lollar, 11. Febr. Ter Turnverein Lollar feierte am Samstag im Saalbau zur Linde sein Winterfest. Eingeleitet wurde es durch ein Musikstück, bann folgte ein Aufmarfch mu Freiübungen. Hierauf hielt ber 1. Vorsitzende Bürgermeister Schmidt eine kurze Ansprache. Nun begann das Riegen- und Schauturnen, wobei sehr schöne Hebungen gezeigt wurden. So­dann folgte daS FestspielIm Himmel und auf Erden". Nach­dem der Vorsitzeirde einen Rückblick auf das verfloßene 8 er eins» jahr gegeben hätte in dem 49 Preise errungen wurden, forderte er die Turner auf, auch künftig so weiterzuarbeüen. Auch konnte der Verein wiederum an 5 Mitglieder das Diplom für 25 jäfongi Mitgliedschaft überreichen. Es waren dieS: Ludw. Hofmann V. Landwin, Ludw. Schadeck IV. Landwirt, Gemeinderechner Ä Schwalm sowie die Werkmeister Hr. Müller und Ludw. Frank. Herr Hofmann sprach dem Verein im Namen der Jubilare seinen Tank aus. Hierauf folgte die Preisverteilung des Wetturnens, das am vergangenen Sonntag stattgefunden batte. Zum Schluffe sprach Lehrer T a a b allen, die an dem schönen Gelingen beS Festes beigetragen hatten, Tank aus und sclrloß mit einem Hock aus die ^Leitung des Turnvereins Lollar, die in bewährten Händen liege. Ter um 12 Uhr beginnende Tanz hielt alt und jung nod' lange zusammen Ter Verein gedenkt im Jahre 1913 sein 30* jähriges^Stiftungsfest in größerem Umfange zu feiern.

bereit, Darüber Auskunft zu erteilen, 11t le t er bei den Verhandlungen in derBrusseler Zuckerkonferenz gegen­über den Anforderungen der russischen Regierung die deutschen Interessen zu wahren gedenkt."

Ter ehemalige Reichstagsabgeordnere mr Erfurt, Landgerichts­rat Paul Hagemann lNatl.) ist gestorben.

Ter deutsche Schutzmann Wilhelm Gauß, um dessen Auslieferung von Teutschland wegen Tiebstahls nachgefucht norden war, ist an Deutschland auSgeliefert worden. Gauß hatte gegen feine Auslieferung geltend gemacht, daß er feinen Diebstahl begangen habe und in Wirklichkeit von der deut­schen Polizei gesucht iverbe in Verbindung mit der Spionage- nngelegenheit von Wilhelmshaven.

Ans Stadt unO Land.

Gießen, 12. Februar 1912.

** Tageskalender für Montag, 12. Febr.: Konzert- verein: Zweiter Orchester-Abend: Meininger Hoftapelle. Abends 71/, Uhr im Stadtthcater.

Große Gießener Karneval-Gesellschaft: Herren- Abend. Abends nn Wintergarten des Cast Amend. Dlnfaug 8 Uljr 33 'Dimuten pünktlich.

*' In Audienz empfangen wurde vom Groß­herzog am Samstag u. a. Rentner Hch. Koch von Alsfeld.

* Staatsbahn - Personalien. Außerordentliche Belohnungen für die bei der Abwendung unmittelbar drohender Gefahren bewiesene besondere Aufmerksamkeit, Umsicht und Entschlossenheit: Der Unterassislent Küster und der 2luShelfer Karl in Wetzlar und der Hllfsweichensteller Schleicher in HerSfeld.

** Eine dankenswerte Ausgabe für die Stadtverwaltung. Tie dieses Jahr bevorstehende Heer es Vermehrung hat bei einer Reihe von Stadt­verwaltungen jetzt schon einen kleinen Wetttainpf hervor- gerusen. Tie Gelegenheit erscheint ihnen günstig, die mehr ober minder in die Augen fallenden Vorzüge ber. ihrer Obhut anvertrauten Stübte als Garnisonsort ber Reichs­regierung vorzuführen unb burch bie Bereitwilligkeit zur Uebernahme aller möglichen Verpflichtungen sich bie Vor­teile unb Annehmlichleiten einerkleinen Garnison" zu sichern. Unser Gießen hat zwar schon seine Garnison. Es sollte aber bennoch nichts unversucht laisen, ben einen ober anbern ber neu auszustellenben Truppenkörper hierher zu bekommen. Tie Vorbebingungen bazu finb hier sicher in minbestens bem gleichen Maße vorhanben wie bei ben anberen etwa in Hessen vorhanbenen Orten, bie für bie Auf­nahme eines neuen Truppenteils in Frage kommen könnten. Wir besitzen einen schönen, genügend großen Exerzierplatz, ber nach Kaiser Friebrichs Ausspruch ber schönste in Teutsch- lanb ist, genügenb Platz für Kasernenbauten unb eine ge- funbe Lage. Dazu kommt, baß Gießen als nichtiger Eisen­bahnknotenpunkt für ben Fall einer Mobilmachung sicher noch militärische Bauten usw. gut brauchen kann und es in Friebenszeiten als Mittelpunkt ber Garnisonen Marburg, Wetzlar unb Butzbach ber Stützpunkt für größere militä­rische Hebungen jein kann, auf bie ja neuerbing» mit Recht so großer Wert gelegt wirb. Von ben brei hexischen Pro­vinzen besitzt Oberhessen bas wenigste Militär. Es hat im ganzen nur 4 Bataillone Infanterie, wahrenb Starken­burg unb Rheinhessen allein in ben großen Garnisonen T arm stabt unb Mainz bas vielfache bieser Zahl bejitzen. Auch ohne etwas von bem Inhalt ber Milllarvorlage zu kennen, tann angenommen werben, baß sie für Hessen vor allem bie Vervollstänbigung des 5. Hess. Jnsaiitcrie-Regi- ments Nr. 168 durch ein drittes Bataillon bringen wirb. Ta bessen 1. Bataillon in Butzbach garnijonierr, würde Gießen als Standort für das neuzublldenbe dritte Ba­taillon hervorragend geeignet fein.

Stadttheater. Die Aufführung von ,JuliuS Gäfar' am hiesigen Stadttheater erregt auch in den 9tach* barsiädten lebhaftes Interesse. So ist von Riarburg au5 für Den 26. l. MtS. eine Theaterfahrt hierher geplant und em Ausschuß, an der Spitze der Rektor der Lkarburger Univer- ilät, Prof. Tr. Schenck und Oberbürgermeister Trojv, erlägt einen Aufrufan alle Kreise der Studentenschaft, der Dozenten­schaft und der Bürgerschaft RtarburgS" zur Beteiligung an dieser Fahrt. Auch aus anderen Nachbarorten liegen zahl­reiche Anfragen wegen der AufführungStage vonJulius Eäsac^ vor.

" Der Sängerkranz veranstaltet am kommenden Sonntag, den 18. d. Mts., unter Leitung bewahrter Kräfte in Steins Garten ein großes FastnachtSoergnügen, dein die Idee: Ein Abend in Ltizz a zu Grunde liegt. Die groß­artige Dekoration des Saales ist von Theatermaler Schw edler entworfen und gewährt einen entzückenden Anblick. Tas Fes! wird jedenfalls eines der schönsten des Sängerkranzes werden.

** Die 4. Sänger-V er samrnlun g zur Bekämpfung der Unlauterkeiten bei Gesangswettstreiten ivurdc geitern nachinittag imHotel Schütz" unter dem Vorsitze Des ebormeiftcrS Schlosser- Wiesbaden abgehalten. Nach der Er- östnung wies A. Klein-Gießen auf die drei bereits stattge- babteu Verfaninilungeki zu Frankfurt, Limburg unb Wiesbaden hin, überall fei man dec Ansicht gewesen, dav die UeoclitanDc vei ben Wettstreiten energisch zu bekämpfen seien. Auch in dec hiesigen V.-riammlung merkte man dies aus den Ausführungen der Redner beraus; Die Versammlung war aus Der Umgebung 1. lesens, Marburgs und Wetzlars gut besucht. Cbormeistcr c ü; l o > s c i S.-iesoadeu erstattet Den Bericht. Er geoacht. zuerst bcr Anregung zur G ründung Des Verbandes unb hob einzelne Mir «lande bei Wettpreiten hervor. Er erkannte auch an, daß gerade burd- die Wettstreite Die gesanglichen Leistungen der Gesang- vereine gewaltig gciticgcn seien seit Dai letzten 10 Jahren. Eine gänzliche Beseitigung der Wettstreite würde eine Verflachung des Gesanges mu sich biingak Tie Wmfireuc sollten nicht Ad-

llebergangsbeftimmungen zur Heid)$= verficherungsordnung

Ucbergangsbeftimmungen zur Reichsversicherungsordnung sind dem Reichstage zugegangen. In ihnen wird bestimmt, daß die eingeschriebenen Hilsskassen vorläufig noch so lange als Er'atz- kassen weiter bestehen sollen, bis die ihnen ausgestellte amtliche Bescheinigung ungültig geworden ist. Bis zur Errichtung der Oberversicherungsämter sollen ferner die Kosten der Schieds- acrichte nach den bisher geltenden Vorschriften des § 107 des InvalidenoersicherungsgeseyeS und deS § 10 des Gesetzes betr. Abänderung der Hnfallverfichemngsgesetze getragen werden. Schließlich wird bestimmt, daß bis zum 1. Juli 1912 die oberste Verwaltungsbehörde Aufgaben des Versicherungsamtes auch Or­ganen von Knappschaftsvereinen oder Knappschaftskasseli über­tragen kann, wemt die versicherten Vertreter in den Organen auf Grund der bisherigen für den Knappschaftsverein oder die KnappschaftSkasse geltenoen Bestimmungen in öffentlicher Wahl geipählt worden sind.

3um Neubau Oes Siebener AmtsgerichtsgebäuOes.

Man schreibt uns:

Das Eingesandt des Herrn Adalbert Bindewald in ,Tct. 30 des Gießener Anzeigers habe ich mit Jnteresje ge­lesen und ist es erfreulich, daß das Nordende in Herrn Brndewald einen so eifrigen Vertreter seiner Interessen hat.

Doch ist es für die dortigen Interessen gleichgültig, lobStaat und Stadt" oderStadt und Staat" gesagt wird; deshalb wird das Nordende auch nicht aus den Fugen gehen.

Die Widersacher des Nordendes, bie Herr Vinbewald hinter der Sache vermutet, srnb meines.Wissens nirgenbs vorhanden. Auf die Einzelheiten ber ibealen Ausführungen des Eingesandts näher einzugehen, würbe zu weit führen.

Zur Sache sekbft bemerke ich, baß ber Flügelbau nicht wie in Nr. 26 oes Gießener Anzeigers burch Skizze bar­gestellt, hinten an, sonbern auf beiben Seiten gebucht war, etwas vor ober hinter bem Hauptbau zurück, wie es mit der besdebenben Außenarchitektur am besten sich vereinigen ftäßt (siehe Skizze a). Daburch wirb eine sehr gute Ver- binbung mit bem Justizpalast geschaffen unb lange Gange