Ausgabe 
9.10.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ms

en

trägt t39 700 59 Proz. aller Wohnungen, gegen 3b 61 57 Proz. im Vorjahre. Beanstandet wurden 3533 Wohnung 8,9 Proz. mit 5319 verschiedenen Anständen (gegen 3462 Woh­nungen 9,4 Proz. mit 5622 Anständen im Vorjahre). Hier­nach hat die Zahl der beanstandeten Wohnungen irn ganzen zwar zugenommen, prozentual ist sie aber etwas geringer als im

hessische wchrunqspflcge im Zähre 19p.

Ter Bericht des Hessischen Landes-Wohnungsinspektors ist erschienen. Danach unterstanden im Jahre 1911 der Woh - nungsaufsichl: 40 674 Wohnungen, bestehend ans brct Räumen (einschl. Küche), 19 840 Wohnungen, bestehend ans zwei Raumen (einschl. Küche), 6504 Wohnungen, bestehend ans einem Raum (einschl. Küche).

Hiervon waren Kellerwohnungen bezw. Wohnungen, die zwar nicht teiliveise unter dem Erdreich lagen, aber nicht unterkellert

waren: 758, Tachwohnungen: 16 702.

Es betrug ferner die Zahl der Schlafstellenräume 11 857, die Zahl der Schlaträume für Lehrlinge, Dienstboten usw. 39 702.

Tie Zahl der in 1911 besichtigten Wohnungen be­trägt O39 700 59 Proz. aller Wohnungen, gegen 36 667

äußerste Anspannung unserer Kräfte, unseres gesamten leiblichen, geifrigen und sittlichen Könnens, der ist tm Jrrrunr

Tie Überzeugungen, die Stein und Arnot, ^axnbort und Wneifenau, Kaiser Wilhelm l , Moltke und Ai-maxd vertraten, mo noch b ute die reichste und reimte Quelle unbeugsamer, opjemnl tiger Vaterlandsliebe. Indem wir sie betätigen, lersten wir auch der Welt einen Dienst. .. . . . .

Wer in dieser Gesinnung mit uns eins ist undieder gute Teutschc Mutz -s fein der trete dem T.mischen Wehrveretn bet Er ist begründet, diese G.iinnuna n Stegen und aus ihr Die nötigen Folgerungen für die Gestaltung un^es Heerweien^ zi ziehen, die durch die letzte Heeresvorlage leider Nicht m dem Um fange gezogen worden sind, wie cs aus schwerwiegenden mitt tärischen und politischen Gründen geboten erscheint, ^r ^rnu der Gegenwart fordert gebieterisch, das Versäumte nachzuholen.

Vorjahr.

Von 11857 Schlafstellenräumen wurden 286 = 2,4 Proz. (3 Proz.), von 39 702 Schlafräumen der Tienstboten, Lehrlinge usw. 477 1,2 Proz. (1,5) beanstandet.

Von den grossen Städten des Landes hat in 1911 Offenbach die meisten Anstände aufzuweisen. Hier ist gegenwärtig die Wohnnngsausficht zweifellos am besten organisiert: denn neben dem WohnungsinipeUor ist eine Assistentin tätig, eine Einrichtung, die als mustergültig bezeichnet werden kann. In Mainz beträgt der Prozentsatz der beanstandeten Wohnungen 13 Proz., in Worms 17,8 Proz., wogegen Darmstadt mit 6,7 Proz. wesentlich zurückbleibt. In (Kiesten ist die Wohnungsaufsicht nur in sehr geringem Umfange gehandhabt worden.

Von den Landkreisen hat Schotten die meisten Beanstan­dungen (21,9 Proz. der besichtigten Wohnungen) aufzuweisen, es folgen Bensheim mit 12,1 Proz., Lauterbach mit 11.8 Proz., B üdingen mit 8,9 Proz., Heppen h e i in mit 8,7 Proz., während die übrigen Kreise unter dem Durchschnitt von 8,9 Proz. bleiben. Am geringsten ist der Prozentsatz im Stadt und Landkreis (Kiesten (1,5 Proz.) und Groß Gerau (2,4 Proz.).

Die KreiL-Wöhnungsinspektorin in Worms hat 1911 268 Rnchrevijionen und 60 Neubesichtigungen darunter acht Eigcn- wohnungein vorgenommen. Nur sechs von diesen 60 Wohnungen waren nicht zu beanstanden. Fm Berichtsjahre 1910 wurden von den beanstandeten 156 Mietwohnungen 175 in Stand gesetzt, bei 281 war Frist bewilligt. Diese und die neu beanstandeten Mietwohnungen erfuhren Verbesserungen in 50 Fällen. Tast es bei dieser verhältnismässig geringen Zahl von Verbesserungen ge blieben ist, liegt daran, da st es sich bei den Beanstandungen meist nm recht verzweifelte Fälle handelte, wo Vorsicht geboten war, um die Mieter, gewöhnlich schlechte Zahler und kinderreiche Fa­milien nicbt_ obdachlos zu machen, denn der Wohnungsmangel hat iul> vci stärkt und die Möglichkeit, alte Bauernhäuser wieder in einen dem WohnungSausfichtSgeseb entsprechenden Zustand zu versetzen, wird eine immer geringere.

Aus die einzelnen Größenklassen von Gemeinden verteilen sich die erhobenen Beanstandungen wie folgt: Gemeinden mit über 2000<> «feien: 2225 12,4 Proz. der besichtigten Wohnungen,

Gemeinden nut o- bis 20000 Seelen: 172 6,9 Proz der be

fichtigten Wohnungen, Gemeinden mit 2 bis 5000 Seelen: 391 =

Vroz. der besichtigten Wohnungen, Gemeinden unter 2000 <5eclcn: 445 - d Proz. der besichtigten Wohnungen.

der Beanstandungen wächfl also mit zunehmender k bcrJ"cmcn,bcn Tas .ist aber nicht etwa ein Beweis dafür, a® '.pbninigsverhäitnisse in den größeren Gemeinden un

günstiger seien als in den Heinere», vielmehr ist bieie Erscheinung m der .Hauptiache daraus zurückzuführen, dah in enteren die Woh uungsauflicht scharfer gehanbbabt wird als in letzteren

Lie oben erwähnten 5349 Anstände beziehen sich auf: lieber- luHung in 490 Fallen, ürcudftigfcit 365, bau und feuerpolizeiliäw Grunde 509, auSbe, ierungsbedürftige Decken, Wände, Fustböden, Fenster, Treppen -4W, Mängel in Abortanlagen 278, ungenügende ÄtPSft , 33' ^ahrdung der Sittlichkeit 243, sonstige Gründe in 851 Fallen.

Aie Erledigung der Beanstandungen geschah in folgender Weue: ne wurden beseitigt in 2309 Fällen, b). leergestellt

-L C-1 !nain-ylll.e.n ium ^ufsucl^ii einer anderen Wohnung 5äneii tn WUen, q) Fristen wurden bewilligt in 875 u*h cSiiAK0? 10 Jv4llc von Heberinlliing von Wohnungen 5,tm <Sfeit Vorkommen, wirft ein wenig ^abei fc kSLkä die Dohnnngsverhälkniffe im allgemeinen untb4nSnh^nbtMv Jtod? darauf zu verweisen, dast es sich nur bauiern 1 tcoen nt.* «i. ... x, niin Eigen ^ür b? 'nc 0,t,ual- nod' viel schlimmer

öcittfcbc Koloniett.

Deutsche Kohlenfclder in Belgifch-Konqo?

Le Mouvement Geograpkfique", das 6"te Bezrehun- aen rum belgischen Kolonialministerium unterhalt, teilte kürzlich mit, dast in der Nähe des T a n ga n 111 a I c c ö vieiversprechende Kohlenfunde gemacht worden sind. Fetzt meldet der Brüsseler Korrespondent derAsrican World", dast die Kohlenfefber in deutschen £ aii oen sind. Tie Kohlenfeldcr sollen nur 10 Kilometer vom r-ec entfernt am User des Lufumuflusses liegen, in unmittel­barer Nähe der belgischen Tanganfikabahn. 4,as Vorkoni- men soll eine sehr grofic ssläche bedecken AnthraMohk und Gaskohle sollen vorhanden sein Man verspricht sich in Belgien viel von diesen Kohlensunden nicht allein zur Heizung der Dampfer aus dem Kongo und der Eisenbahnen, sondern auch der Kupferschmelzhütte in Lubumbaschi bet Elisabethville.

lCird?e und Schule.

Die Besetzung des ersb.schöflichen Stuhles in Köln.

DasMainzer Journal" meldet aus Rom: Die Besetzung des erzbischöilichen Stuhles zu Köln steht »och im Laute dieses Jahres, voraussichtlich im November, zu erwarten, ^te Kandi­datur des Abtes Fidelis von Stofingen, Mana Laach, fall raum mehr in Frage kommen. Die Besetzung soll mit einem -tu e 11 < Priester nicht Ordensmitglied) aus der E r z^d i ö z e s e seU>st erfolgen. Ob die früher genannten Kandidaten, L-tiftsprobst ±x. Kaufmann-Aachen, Bischof Tr. Hartmann-Münster, Leminar- regent LauSberg Köln u. n. dabei in Frage kommen, steht nod) dahin, erscheint aber wahrscheinlich. Einem römischen Telegramm desselben Blattes zufolge wird der Heilige Vater anordnen, daß die Katholiken den n i ch t k o n f ess i o n e l le n G ewe rschaften unter der Bedingung angeboren dürfen, dast |ie gleich zeitig Mitglieder eines ausgesprochenen katholischen Vereins sind, zum Beispiel eines katholischen Männer- und Arbeitervereins oder Gesellenvereins.

Dcrmtfcbfes.

. Dulverervlosion in Mexiko.

Aad) einem Telegramm aus Tampico in Mexiko er folgte in einem Speicher eine P o l v e r exp lo s i o n Bisher

Unseren Anzeigenkunden zur gefälligen Beachtung.

Um den größeren Anzeigen für die Samstagsnummer eine sorgfältige Satzausstattung zu sichern, empfiehlt es sich dringend, die Aufgabe ein bis zwei Tage vorher zu bewirken. Bei der großen Menge der Anzeigen kann nnr bei rechtzeitiger Bestellung eine wirkungsvolle Anordnung gewährleistet werden.

Verlag des Gießener Anzeigers.

CiifthiMnatyrf.

Frankfurt a. M., 8. Olt Das LuftschiffViktoria Lüne" unternahm heute vormittag eine Fahrt in die Umgebung Frankmrts, an der folgende Periönlichkeiten teihtabmen: Prinz anb Prinzeisin Fnednch Karl von Hessen, Erbprinzefiin Elisabeth rcopol> von Anhalt, Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen, ferner die Prinzen Manmilian, Philipp, Christoph, Wolfgang und .uchard von dessen sowie her Konsul von Bafscrmann. Für .wule nachmittag ist bas Lufischiff von dem Inhaber der bekannten Wiesbadener ^ektfirma Henkell gechartert.

Zum Abbruch Tarnen ober wurden aus anderm Gninden nicht mehr zum Wohnen benutzt: 242 Hamer, enthaltend 330 kleine und 60 größere Wohnungen.

Der Reinzugang beträgt hiernach:

1779 Häuser, enthaltend 2068 kleine und 10o6 größere Wob

Nach dem Ergebnis der Volkszählung gab es am 1. De;. 1910 abgesehen von Anstalten usw. 280 654 Haushaltungen gegen 262 157 am 1. Dezember 1905. Die Zahl der Haushaltungen tft mithin in den 5 Jahren um 18 497 gewachsen oder im ^ahr^ rund um 3700. Rechnet man aus jede Haushaltung eine Woh, uung. so würden also die nach obigen Ermittelungen in 1911 neu hinzugekommenen 3124 Wohnungen den Bedarf nicht ge deckt haben. Es läßt sich hieraus freilich nicht ohne weitere-.' ein Schluß ziehen auf ein etwa zu geringes Wohnung^angebot Tie Ermittelungen über die Zahl der neu erstellten Wohnungen werden zwar nicht viel Fehler aufweisen, aber Die 3ani oer neu hinzugekommenen Haushaltungen ist nur eine -lurmiOfnitty zahl, die die Möglichkeit offen laßt, daß die tattachliche Zahl eine andere ist: ferner kommt es wenn auch majt häufig oor, daß zwei Haushaltungen nur eine Wohnung haben, immerhin kann aus jenen Zahlen doch so viel entnommen werden, dast die Wohnungserstellung und besonders die Produktion kleiner Wohnungen in 1911 hinter den Bedarf in geroinem Umfange zurückgeblieben ist: denn nach den Erfahrungen und etwa k der Bevölkerung auf kleine Wohnungen von 3 Zimmern nebst Küche und weniger angewiesen, also von den 3700 Haushaltungen etwa 2700 denen nur 2068 Wohnungen jener (Kroße gegenuberstchen.

Mas die gemeinnützige und genossenschaftliche Tätigkeit an­belangt so hatten die am Schluffe deS Berichtsiahres bestehenden 42 Bau vereine an Geschäftskapital: a) gezeichnetes 1270 909 Mark, b) eingezahltes 1 153 492 Mark.

Die zur Verteilung gelangte Dividende betrug 3Vs und 4 Proz. Soweit Angaben vorliegen, betrugen die Reserven: a) gesetzliche 210 695,20 Mark, b) Hilfsreserven 129 431,15 Mark.

Tie Gesamtzahl der bis Ende 1911 errichteten Hauser betragt 743 im Herstellungswerte von 7 859 800 Mark. Davon sind: Einfamilienhäuser 258, Zweifamilienhäuser 347, ^reifamilien- häuser 61. Häuser für vier und mehr Familien 77.

Am stärksten ist mithin das Zweifamilienhaus vertreten. Wenn also auch gesagt werden darf, daß das Kleinhaus nickst nur in der gemeinnützigen, sondern auch in der gewerblichen Bautätig­keit im Lande einen hervorragenden Platz einnimmt, so muß doch andererseits mit Bedauern festgestellt werden, daß das Heine Einfamilienhaus immer mehr zurücktritt und von dem Zwei- familienhaiis verdrängt wird. ,

Tie L a n d e s v e r s i ch e r u n g s a n st a l t hat im Jahre 1911 398 070 Mk. für Arbeiterwohnungszwecke dargeliehen, und zwar an folgende Bauvereine: Alsfeld 16 000 Mk. zu 3/2 Prozent, Bensheim 16 600 Mk. zu 4 Proz., Bretzenheim 20170 Mark zu 3V» Proz., DarmstadtDaheim" 26 500 Mk. zu 4 Proz. und 5400 Mk. zu 3'/. Proz., Fürth 21200 Ml. zu 4 Proz., Heppenheim a. d. B. 20 000 Mk. zu 3Vs Proz., Offenbach 4900 Mark zu 4 Proz. und 37 000 Mk. zu 3Vs Proz., Nidda 10 000 Mark zu 3'/. Prvz. und 14 000 Mk. zu 4 Proz., Vilbel 9000 Mark zu 3V2 Proz., ferner an- Arbeiter der Firmen Cornelius Hepl, Merkel'usw. 197 300 Ml. zu 3'F Proz., zusammen 398 070 Mark. An die Beamten-Baugenossenschaft Worms wurden drei Darlehen im Betrage von 31800 Mk. ausgezahlt. Von der Landeskreditkasse sind 1911 Darlehen für Wohnungsfürsorge­zwecke nicht gezahlt worden.

In Bezug auf die Tätigkeit der Gemeinden auf dem Gebiete der positiven Wohnungsfürsorge wird bemerkt, daß im Berichtsjahre wiederum mehrere Gemeinden die Bürgschaft für Darlehen der Bauvereine übernommen haben. In Roßdorf war die Gemeindebürgfchaft indessen nicht zu erlangen, trotzdem da­selbst Mangel an Kleinwohnungen besteht. Ein Verfahren gemäß Art. 5 Ab). 2 des Wohnungsfürsorgegesetzes konnte nicht durch­geführt werden, weil die Genosfenschast, der vielen Schwierig­keiten, die sich ihr in den Weg stellen, müde, beschlossen hat, das von ihr augefaufte Grundstück an die Mitglieder parzellcn- weise zu veräußern und die Bebauung den Mitgliedern selbst zu überlassen.

Die Stadt Neu-Isenburg hat zunächst 20 000 Mk. zur Erbau­ung von Kleinwohnungen zur Verfügung gestellt: ferner hat die Gemeinde Usenborn auch im Berichtsjahre den Bau kleiner Wohnungen fortgesetzt, während die Gemeinde Lörzenbach i. O. zur Erbauung eines Wohnhauses durch einen ortseingesessenen Arbeiter die Bürgschaft für das erforderliche Hypothekendarlehen bis zu 80 Proz. der Herstellungskosten übernommen hat.

wandern und Reifen, vader und Sommerfrischen.

Lich, 8. Okt. Seine 9. und letzte diesjährige Programm- wandernng unternahm der hiesige Zweig verein des V. H. C. bei einer Beteiligung von 30 Tanten und Herren am Sonntag unter Führung von Stud. Fr. Roth. Der Marsch führte nach den Lahnbergen und zwar von Station Bieber über Hohen­solms nach Wetzlar wo imDeutschen Haus" bis zum Ab­gang des letzten Abendzuges frohe Stunden verlebt wurden. Die Beteiligung an den diesjährigen Wanderungen des Zweig Vereins war ganz vorzüglich, so daß einer größeren Anzahl Tanten und Herren, die sich an mindestens acht Touren beteiligt haben, die goldene Nadel überreicht werden kann. Es soll das demnächst gelegentlich eines Familienfestes geschehen.

<Berid?t»faaL

~ Lauterbach, 7. Oft. Ter Bndewäiter Georg Bauer uon hier, der vor cmiaen Wochen mit etwa 350 Mk. Badegeldern und VereinSbeilrägeu flüchtig aing und in Metz verhoflct wurde, ist heute vor dem hiesigen Schöffengericht zu drei Pt o n a t c n Gefängnis verurteilt woiden. Bon dem veruntreuten Weibe befand sich nichts mehr in seinem Besitz.

New Bork, 7. Okt. Im Prozeß gegen den Polizeileutnant Becker begann heute die Auswahl der Geschworenen. Der vor sitzende Richter drohte dem Hauptanwalt Beckers, M a e F n t v r e, er werde ihn aus dem Saale entfernen lassen, wenn er nicht seine Dckibigenben Angriffe gegen den Distriktsanivalt einstelle. Das Gerichtsgebäude ist von einer großen Menschenmenge umgeben. Der Gerichtssaal wirb scharf bewacht, um das Eindringen von Personen mit verborgenen Waffen zu verlstndern.

sind 22 Leichen geborgen worden, doch glaubt man, daß noch mehrere Personen getötet worden sind.

^ilenbohn Unfall An? Nordhausen, 8. Okt, wird un- gemeldet: Bei der Haltestelle Niedergebra der Strecke Aoidhail'euLeinefelde stnb gestern von dem um v Uhr abends ii der Richtung nach Nordbauien verkehrenden Güterzuge mehrSre -tagen e n t q I e i ft und mit solcher Wucht ineinander aeiahren, daß ,'ie sich aufeinander türmten und die Gleise stimdeiitang aefverrt rva en. Bon Nordhausen mußte ein Hilsszng mit Arbeitern zur Unfallstelle abaeianbt werben. 9tach angestrengter fünfiiunbiaer Tätigkeit konnten die Züge wieder lauaiam vor beifahren. Tie Züge in Der Richtung Halle - Kassel und KastelHalle erlitten durch den Unfall mchrftünbige Verspätungen und auf den Uebergangöftationcn war keinerlei Anschluß ntehr zu erreichen Ter Materialschaden ist bedeutend.

Plötzlicher Tod eines blinden Anwalts. Während einer Erbschaftsverhandlung vor dem Krakauer Zivil­gericht stürzte der 69 Fahre alte Advokat Tr. Ferd. Z a p z e w s k i ivährend eines Plädoyers vom Schlage gerührt zu Boden und war am der Stelle tot. Sein Klient, ein gewißer Garbacy, warf sich schluchzend über die Leiche und rief: »Herr Doktor, Sie haben mich so gut verteidigt!' Tr. Z. war seit Jahren blind, führte aber dennoch bie Geschäfte seiner Kanzlei weiter. Tie Elften ließ er sich stets vorlesen und führte feine Prozeße nach dem Gedächtnis durch.

NsZ

ÄSuS®

5=Simmerroobtua ZÄjä v. RoienbaMW r 4Zinw.

4617 Wrtniarbenro. lfdcrslrahe 1b tu

-Uabercv van-Mt

<6^22-

"Wäü allem > spät-

ii-2591 NÜMMb mit und odne Ad u vrkdncntt^O^ "Credner»tr. 31 4-ZillimenoohMg H vermieten. - Raben 5MW! Koetbeitrani

Zchöne gcräumigF iarbcnwobnnng, 4 mit :ubebör an ruhig nlebalb od. spater Jt :iiab. Ltcvbattitr. 4r

schöne IZimmrV« ui vermieten.

^ab- Fraukfurtn e 4 Z. W., 1.5t. fof.j '8ru(feite. 6, Näb- Ät 4-Simmcrtovbnnufl mieten. :'ioö. g-ran 6trai;c 27 im Vnticn.

3 Zimmei

2chöne3-3immcrwol>i neu bernerichiel, fof. ob. Ä vermieten. Mere t-.diibinbenneiitcx Set Hlei-lsnrane 8.

47i(i|3:3immtttoobn. befa. zu verm. Letziteir

Märkte.

ke. Frankfurt a. 9)1., 8. CiL Heu- und St rob markt. Angefahren waren G Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für veu 3,503,80 Alk., Stroh (fiornlangüroi)) 0.00 - 0.00 Alk., Wirrstroh 0,000,00 WIL Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Tieburg und Hanau.

fc. Frankfurt a. M., 8. Okt. Herb st-Pferde markt. Angetriebeu waren 1500 Pferde. Wlan bezahlte für mittlere Pferde 1000-1400 WIL, für schwere Pferde 1800-2000 Wlf. und höher, für Lichitspferde 40005000 WIL, für englische Reitpferde über 5000 WIL Geschäft lebhaft. Markt in Arbeitspferden geräumt, in Luxuspferden verbleibt geringer lleberftanb.

fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 9. Okt. Aufgetrieben waren 1447 Schweine. Boll fleischige Schweine von 80 bis 100 kff Lebendgewicht 6^.0070.-.0 WIL, Schlachtgewicht 88.00 90.00 WiL, vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 68.0069.00 WIL, Schlachtgewicht 87--8.- 0 WiL: vollsteischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 68.0)70.00. WIL, Schlachtgewicht 8890.00 WiL: vollfleischige Schiveine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 68.5070.00 WIL, Schlachtgewicht 87.0089 WIL Geschickt mittelmäßig, bleibt lleberftanb.

kirchliche Nachrichten.

Lvangelische Gemeinde.

Heute abend 8 Uhr: B i b e l st u n d e im Lukassaale.

Pfarrer B e ch t o l s h e i me r.

Donnerstag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr: B i^b elst un de im Wlarkussaale: Brief an die Pbilivver. Pfarrer Schwabe

Meteorologische Beobachtungen der Sic.ion Sieben.

Welter

1912

<o!o 1 E

SS-V«

Höchste Temperatur am 7. bis 8. Oktober r 13,7 0.

Niedrigste , 7. 8. , 1,2'0.

Niederschlag: 0,0 mm.

8.

2«

53,2

+ 13.7

4,1

35

N

4

0

Sonnenschein

8.

'< 54,7

51

4,1

62

N

2

0

KlarerHimrnel

9.

; U

55,7

1.6

4,7

92

N

2

0

Dunst

Die Folgen von Erkältungen

wird man leichter überstehen, wenn man eine Zeit- lang Scotts Emulsion einnimmt und dadurch dem

Körper neue innere Kräfte zuführt. Die Wirksamkeit von Scotts Emulsion ist so anerkannt und erprobt, daß viele, Erwachsene und Kinder, sie in Zeiten von ErkältstngSwetter od. vor Eintritt der rauheren Witterung regelmäßig einnehmen, um Erkältungen und Husten vorzubeugen. Die Widerstandsfähigkeit des Körpers wird dadurch ungemein erhöht, eine ganz besonders für schwächliche Personen erwünschte Wirkung, die sonst bei jedem Witterungswechsel mit den bekannten Er­kältungsbeschwerden zu tun haben.

Aus den reinsten und wirksamsten Bestandteilen zusammengesetzt und durch das eigenartige Seottsche Verfahren zuträglich und schmackhaft gemacht, ift SeottS Emulsion ein zuverlässiges, wohlgeeignetes Mittel, die Gesundheit rasch und nachhaltig zu befestigen.

W?an kümmere fick nickst um die billigeren Angebote der vielen Ractmbmungrn, sondern bleibe bei der echten Seotto Emulsion, die ihren Preis vollauf wert ist.

fir «-ug. <önrf nnd Wrifr.

|~---FBANKF URT

! rabnkale in Tuben: SenFe.Fisch & Fleisch-Pasten»

I n di. prei mitt «t»

Hand-Arbeiten. Ä-Salomon&Cie.

. 5 S

Krill

MS'

3 Zim.-Wobn. (Wim vcimier 3idh. bei« mold, rtcinilr. 31. Maniardentvobn., mit Küche, an ruhig v sofort ob. sväier i: HI3 Babnbosttraf

|3:3immrriöohnti MS rrbncntraio, $$ j-"'1 L.riinknbcrE

Rmmerwvlm.mil L verm. Zu ctfr.iöber «ÄplÄ ®5J®L?kJvat.oei

uynn. ftttiuhiiit

'br Willi, U1 üe, !

Ä-u

Hafer-Kakao

wird bei

Blutarmutund Bleichsucht als Krafligungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur eent m blauen Kartons für I M.. niemals lose