sind in Dänemark die Fleischpreise um 8Pfg pro Pfund gestiegen.
Ter Gemeinderat in Jena bewilligte 10000 Mk. für die Versorgung der Bevölkerung mit preiswerten Lebensmitteln.
Ausland.
Den Madrider Zeitungen zufolge sind die Beamten für das spanischeProtektorat inMarokko bereits ernannt. Der frühere Militärgouverneur von Ceuta, General Alfan, werde Resident.
In Serbien ist ein neues Kabinett gebildet worden: Präsidium und Aeußeres: Pasitsch, Finanzen: Patschu, Krieg: General Putuik, Inneres: Petitsch, Justiz 7 Politschewitsch, Kultus: Luja Jowanvmitsch, Bauten: Johann Jowanowitsch, Volkswirtschaft: Kostu Stojanowitsch.
Bei dem Besuche, den der Kail er von Japan am Mittwoch nachmittag dem Prinzen Heinrich abstattete, befand sich in Begleitung des Kaisers Fürst Katsura. Prinz Heinrich speiste abends in der deutschen Botschaft mit hochgestellten Japanern.
Die ttaisermanöoer.
Oschatz, 12. Sept. Tie blaue fünfte Armee beabsichtigte, heute den roten nördlichen Flügel umfassend anzugreifen und zu diesem Zweck heute morgen um fünf Uhr die Linie Schloß Hubertusburg, Teutsch-Luvva Tahlem zu überschreiten. Rot wollte den Bormarsch sortfctzen und mir seinem starken linken Flügel seinerseits die gegenübcrstehendcn blauen Kräfte umfassend angreifen. Tie Fronten der Gegner, die bisher einander westöstlrch gegenüberstanden, dürsten sich also nordsüdlich vorschieben.
Cin ausführlicher Bericht aus Mügeln lautet:
R 0 t trat um 8 Uhr den Vormarsch an mit dem Kavallerie- korvS auf dem rechten Flügel. Dieses stieß zuerst auf die weit umfassende linke Kolonne der blauen Armee, nämlich die 7. Tivision. Von Blau hatte die 7. Tivision Befehl erhalten, auf Za uh witz vor^ugehen, dke 8. Tivision auf Kanitz und die 24. Division aus Matschatz. Die 40. Tivision sollte die Schwenkung der Armee in rechter Flanke bei Gröppendorf decken. Tas blaue Kavalleriekorps war dem linken roten Flügel entgegengesandt, um ihn auszuhalten. Mit dem linken Flügel von Blau trat also das rote Kavalleriekorps zuerst in Berührung. Letzteres hatte die Höhen bei Liebschütz besetzt. Tie 7. Division (blau) setzte in der Hauptsache ihren Vormarsch erfolgreich fort und trat in den Mittagsstunden in den Kampf mit der 6., der rechten Flügcldivision von Not, welche Befehl hatte, den Vormarsch von Blau zum Stehen zu bringen. Ter Angriff gelang der 6. Division mit Unterstützung von roter Kavallerie vollkommen. Tie 6. Tivision umfaßte ihrerseits die Umflügelung der 7. blauen Division und zwang diese zum Rückzug. In diesen Rückzug hinein attackierte die dritte rote Kavallericdivision die Artillerie der 7. blauen Division, nahm diese zum Teil und wandte sich dann auch gegen die Infanterie, die vielfach außer Gefecht gesetzt wurde. ,
Die 7. Division ging zurück. Zwischen der 6. und 5. roten Division, die über Oschatz vorgingcn, war eine breite Lücke entstanden, die zunächst durch rote Kavallerie ausgefüllt wurde. Trotzdem mußte die 5. Tivisi 0 n (rot) nach längerem Kampf bei Oschatz gegen die 8. und 24. blaue Division aus Lannewitz zurückweichen. Tiefes Zurückgehen kam zum Stehen, äls die 23. Tivision, die auf Leuben vorgegangen war, den Auftrag erhielt, mit möglichst starken Kräften nach Norden einzugreifen. Tem Rest der 23. Division (rot), der 32. Division (rot) und schließlich auch der 9. Division (rot), die hier spät abemds eingriffen, stand auf blauer Seite nur noch die 40. Division gegenüber. Diese hat sich nach langem Kamps zunächst in einer Stellung östlich von Hldlaß behauptet mit Unterstützung des blauen Kavalleriekorps, welches den Marsch der 9. Division (röt' erheblich ausgehalten hatte.
Heute abend steht Rot in der Linie Lecky (westlich von Strehla) —Terpitz (westlich von Oschatz) — Saalhausen—Berntitz—Bockelwitz: Blau liegt gefechtsbereit auf ein bis zwei Kilometer gegenüber. Tic rote Kavallerie befindet sich auf dem nördlichen Flügel, die blaue auf dem südlichen Flügel ihrer Partei. Tas Gefecht dauerte noch bis in die späten Abendstunden an. Ter Tag, welcher für blau sehr günstig angefangen zu haben schien, fiel schließlich stark zugunsten vonrotuus.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 13. September 1912.
Zur Eröffnung der landwirtschaftlichen Ausstellung und Kreisschau.
Dem Herbste haftet mehr Erdenschwere an als dem Frühling und Sommer, die uns anf Verheißungen und Erwartungen hinlenken, während der Herbst der realistische Zähler und Sammler, aber auch der freudige Hausvater ist, der „von des Hauses weitsckmu-endem Giebel" die Ernte des menschlichen Pflanzens und Schassens übersieht. Daß auch in diesem Jahre, trotz mancher Widrigkeiten, unter denen die Landwirtschaft zu leiden hat, kein düsterer Pessimismus eingezogen ist, das beweist uns die morgen zu eröffnende Ausstellung. Während die Natur draußen ihr buntes l>erbstlick^es Kleid an^egen beginnt, schlägt uns zu Hause bad Herz froh beim Anblick der gefüllten Kammern. Zwar standen die ungünstigen Witterungsverhältnisse noch immer der Vollendung des Erntesegens entgegen, der trübselige Dauerregen bedrohte allmählich auch den Stand der Kartoffeln uirb erschwerte hie .Heimfahrt der Frnckst; aber das alles schafft'ja doppelte Teilnahme bei der morgigen Veranstalmng. Trotz der düsteren Zeitläufte soll sie zu einem Feste werden, an dem auch der Städter regen und freudigen Anteil nimmt. Vermag der Landwirt seine Vergleich und Wirtschaftsstirdien anzu- stellen und mit seinen Standcsgenvssen sich klar zu werden über nützliche Erfordernisse der Zukunft, so wird bei dem Städter neue Lust nach den Produkten der Scholle geweckt, und das Band zwischen Stadt und Land wird fester geschlungen, wenn der Landwirt selber zu uns komnll. Leider hat ein neuer Fall von Maul- und Klauenseuche in unserer nahen Umgebung, in Lang-Göns, den ursprünglich in großem Umfang geplanten Auftrieb von tflaiieiwieh ganz unmöglich gemackü, aber es werden der bunten landwirtschaftlichen Sckwtze noch genug sein, um auf dem Fest- und Ausstellungsplatz an der Hardt einen regen Verkehr herbei- zuführen. Die fremden Teilnehmer, insbesondere die Landwirte aus unserem lieben Cbcrbeffcrt, sollen uns in Gießen kürzlich willkommen fein, und wenn der allgemeine Wunsch nach einer dauerirden ?lufheiterimg des Himmels sich endlich erfüllt, bann wrrb ber Ausstellung unb Kreisschan her erstrebte Erfolg gewiß nicht fehlen!
Unb richten wir unfern Blick weiter hinaus über die deutschen Okme, wo der Land mann sich müht, bem Agrar- float Ehre zu mad>cn, so haben >a die zuständigen Stellen längst fettgestellt, daß die Landwirtschaft dem Lande die erforderlichen Leder,smirtel in zunehmendem Maße pro- buttert und daß auch in dieser Beziehung kein Verzagen aufkommen kann. An eine Beseitigung der Schutzzölle wogen der hcrr,chendim Teuerung benkt im Ernste wohl kern Mensch. Wer die Ziffern gelesen hat, btc wir vor einigen Tagen über bie Zolleinnahmen des Reiches ver
öffentlicht haben, der weiß, daß an diesem System feft* gehalren werden muß. Der Mittel, die Teuerungszustätrde zu beseitigen, gibt es andere, die keine Schwächung des reimischen Bauernstandes befürch.en lassen. Für Preußen gilt es z. B., noch weite Moorländereim für die Viehzucht nutzbar zu mack-en. Es wird bie Aufgabe ber Regierungen sein, in biesem Sinne neue Ziele zu stecken.
Wenn unsere oberhessischen Lanbwirte bemüht sind, durch ihre Kreisschauen das Interesse unb Vertrauen aller Kreise neu zu beleben, so bürfen sie Der frohen Zustimmung auch der Städter gewiß sein. Möchte dem morgen beginnenden Feste die Sonne, die jetzt wieder freundlich von heiterem Himmel uiederschaur, in ihrer vollen Wärme leuchten, und möchten die zahlreichen Gäste, bie bei uns eintreffen, anregende und freundliche Tage hier verleben!
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* * Tageskalender kür Camslaa, 14. Sept.: Vormittags 11 Uhr: Eröffnung der landwirtichaitlichen Kreisichau. Konzert auf dein Festplay; nackuniltags ' ,1 Uhr Jestesien und Konzen, l/,4 Uhr Verkündigung des Präiniierungsergednistes; nachmittags 5 Uhr^Dorführung der prämiierten Plerde, Konzert, Volksbelustigung und Tanz. e
Landes Universität. AuS Wien wird unS drahtlich gemeldet: Ter Kaiser von Oesterreich ernannte den ordentlichen Professor Tr. AloyS Walde zu Gießen zum ordentlichen Professor für SanSkrit und vergleichende Sprachwissenschaften an der Universität Innsbruck.
• * Forst Personalien. Tcr Grobherzog hat die Oberförster der Oberförstereien Wieseck und Mainz, Forst- metiler Karl Weigand zu Gießen und Forstmeister Ludw. Neuschafer zu Mainz, auf ihr Nachfuchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihnen aus diesem Anlaß den Titel .Geh. Forstrat" verliehen, sowie den Oberförster der Obcr- fücsterei Trebur, Forstmeister Herm. Ktttsch ztt Grvß-Geran, in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsteret Mainz versetzt.
• • Finanzamtspersonalien. Der FiuanzamtS- gehilfe bei bem Finanzamt Nidda, Louis Schüler ztt Nidda, wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihn» der Titel Kanzleirat erteilt.— Erledigt ist bie Stelle des Finanzamtsgehilfen bei Großh. Finanzamt Homberg. Schluß der Meldefrist: Montag, 16. September vormittags.
* • Eine wissenschaftliche Hochfahrt. Heute vormittag fand vom hiesigen Gaswerk ans die erste einer Reihe von wissenschaftlichen Hochfahrten statt, die Privatdozent Dr. Albert Pepp ler-Gießen und Dr. K. Stuchte y- Marburg im Auftrag des Königl. Preuß. Observatoriums Lindenberg (Kreis BecSkoiv) zur Messung ber Intensität der Sonnenstrahlen unternehmen. Tie Fahrten, die vom Gießener Luftfahrerverein (im Großherzogl. Luftfahrerverbalrd) veranstaltet werden, erstrecken sich, tuic bereits gestern im Feuilleton mit- geteilt war, bis in den nächsten Sommer hinein. Die heutige Fahrt sollte ursprünglich vom Gaswerk Elektron in Griesheim auS stattsinden, mußte aber int letzten Augenblick hierher verlegt werden, da ein Behälterschaden am Griesheimer Werk vorläufig dort keine Ballonfüllung gestattet. Der Aufstieg des BallonS ,Marburg", ztt dem sich außer bem Vorsitzenden, Prof. Dr. König, und einigen Mitgliedern des Gießener Luft- fahrervereinS, auch eine große Anzahl von Schaulustigen auf dem Füllplatz und in der Roonstraße versammelt hatte, erfolgte um 7210 Uhr. Der Ballon ging sofort in südlicher Richtung davon unb verschwand bald im Dunstkreis.
• • Kaufm. FortbilbungSschulunterricht für die weibl. Jugend. Man schreibt unS: Die Einführung des obligatorischen kaufmännischen FortbilbungSunterrichteS für die tnännliche Jugend ist als ein Fortschritt zu begrüßen. Leider ist bis jetzt der weiblichen kaufmännischen Jugend dieser Vorteil noch nicht erschlossen. Deshalb betrachtet der hiesige Kaufmännische Verein weiblicher Angestellter eS als seine Pflicht, auch dieses Jahr wieder einen Kursus zu eröffnen. Die Erfahrungen, die der Verein mit seiner Schule machte, sind im allgemeinen gut. Die Schule vermittelt strebsamen jungen Mädchen die notwendigsten elementaren Kenntnisse für den kaufm. Beruf; sie übt einen erziehlichen Einfluß auf sie au5, der bei den manig- fachen Versuchen des Geschäftslebens nicht entbehrt werden kann; sie ist dem Handelsstande eine wertvolle Stütze, indem sie ihm weibliche Hilfskräfte in genügender Zahl heranbilbet, ivas er selbst allein burch die praktische Lehre nicht vermag. Außerdem hängt mit der Vorbereitung für den Beruf auch das spätere Gehalt im engsten Zusammenhänge. — AuS allen diesen Gründen legt der Verein großen Wert darauf, daß bie Kurse gut besucht werden. (Näheres besagt das heutige Inserat.)
" Der Evang. Arbeiterverein veranstaltet amjSonn- tag bei günstiger Witterung einen AuSflug nach bem Gleiberg, wo eine Zusammenkunft mit den Evang. Arbeitervereinen Wetzlar unb Marburg geplant ist. Bei ungünstiger Witterung ist gemütliches Beisammensein bei Mitglied Sauer, Neustadt, in Aussicht gestellt.
• • Der Bau des neuen Amtsgerichts an der Ost-Anlage ist soweit gediehen, daß die Bctonmauern des Fundaments fertiggestellt sind und man mit dem darauf ruhenden Mauerwerk den Anfang gemacht hat.
"Ein netter Empfang iviirde gestern abend einer Frau zu teil, bie aus dem Krankenhause zu Darmstabt entlaßen unb zu ihrem Ehemann hier zurückkehren wollte. Der Ehemann unb Schwiegervater verweigerten nicht nur die Aufnahme, sondern schlugen sie und schleiften sie zum Hause hinaus auf die Straße, wobei ein Menschenauflaus entstand. Die Sache wird wohl ein gerichtliches Nachspiel haben, da die Polizei einschreiten mußte.
Landkreis Gießen.
— Heuchelheim, 12. Sept. Heute nacht gegen 4 Uhr wurde auf dem „Heuchelheimer Mühlchen" ein- gebrochen. Ter Versuch des Einbrechers, durch die in öen Garten führende Küchentür in das Innere des Hauses einzudringen, mißlang, da hier eine Doppeltür angebracht ist. Tas Schloß der äußeren Tür war erbrochen. An dem Fenster, das im Sommer als Büfett dient, hob er die Fensterläden aus und schnitt anscheinend mit einem Diamant eine Fensterscheibe l^eraus, um das Fenster zu offnen Turch dieses drang der Dieb in den 9?üfettraum, wurde aber durch den Hund und die bereits wachgewordenen Haus bewobner verscheucht. Er ergriff die Flucht und nahm nur eine Blechichachtel mit sich, in der er Zigaretten vermutete Als er aber sah, daß sie Ansichtskarten enthielt, warf er fic in dem vorderen Garten weg. Ter Einbruch schien gut
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auf
um eine bessere Zahnpflege herbeizuführen
begonnene
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Alsfeld,
11. Sept.
Der für den 15., 16.
lassen, bereits
imqenomn k Tioiiioi 6 noch im :s. Darm
vorbereitet zu sein. Schon mehrere Male kam eine
Vertrauen erweckende Frau einmal durch die Kück
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Mk. durch E
Erkrankungen der Zähne zu beseitig«.
Kreis Alsfeld.
T Fischbach, 10. Sept. Etwa 70 Morgen Gemein wald zum Preise von etwa 33000 Mk. soll die Gemeek an die Frciherrn von Binke käuflich abgetreten haben. (Ke Anzahl Gemeindeangehörige ist damit nicht cinDcrftaaki und will Schritte tun, um den Verkauf rückgängig zu ma^s.
Kreis Lauterbach.
r. Lauter bach, 12. Sept. Seit etwa 8 Tagen ift V Badewärter Karl Bauer des in diesem Sommer rröihwei Schwimmbades des hiesigen Badevereins verschwunden, ft befand sich im Besitze von etwa 400 Mark Veremsgeld^m, >c er in letzter Zeit bei Mitgliedern ein kassiert hakkc uno bce man vermutet, daß er damit flüchtig gegangen ist. Bauer «nj« diesem Herbst beim Militär eintreten und es ist nicht ansgesÄsso^ daß er sich mit dem Gelde ins Ausland begeben wollte, nm sich du» Militärdienst zu errtziehen. (Wie aus Metz gemeldet nnro, til Ä an der französischen Grenze festgenommen worden.)
Kreis Schotten.
v. Schotten, 12. Sept. Die Hauptversammlung bd Vereins .Lehrerheim Vogelsbe rg* findet am 2. OW auf dem Lehrerheim statt. Die Zahl der Mitglieder ist » abgelaufenen Vereinsjahr wieder um 100 gestiegen. -W Andrang von Erholungsuchenden war besonders im Jutz«, | August so groß, daß noch 25—30 Betten nötig 9ter: wären, um allen Ansprüchen zu genügen. Allerdings nxt>. Ende August und Anfang September durch die Witter« der Besuch sehr beeinträchtigt. Sluch die alljährlich im 2ebm- heim am LubwigStag stattfinbenbe große Jamilienkonir^, oberhessischer Lehrer war auS bem gleichen Grunde r t mäßig besucht. Die ftuher sehr mißlichen finanziellen?<■> hältmffe beS Unternehmens erfahren nach unb nach « Sanierung, so baß auch im letzten Jahr außer ber rta;.- rechten Amortisation bie Schulb auf Anteilscheine um 8öu V. verminbert werben konnte.
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Ää »er :10. alt«
ausgesandt.
() Li ch, 12. Sept. Schon täglich werben Güterbahnhose von hiesigen unb auswärtigen Zwetschen verloben. Für ben Zentner werden dis Mk. 3,00 bezahlt. — Wie allerorts, so waren schlechte Wetter auch hier bie Lanbwirte mit bem
beS Hafers zurückgeblieben. Viele Leute haben ihn tn letzten Regentagen cingefahrcn, um ihn auf der Scheue zu trocknen. Andere haben ihn naß gedroschen, um die Körner zu trocknen. Ter Weizen hingegen ist z maschint.
einmal früh morgens um 4 Uhr auf das Mühlcher Schnaps zu kaufen. Anscheinend war sie zur ~
+ Lrosd >ir tzrinrindrve plagte Sum täuschen Bal fcr.nic bar a hcuplstraße eil r härteren C dL cm (Safe Bnti' und di, irr man dillic |h bit Sttaßc
Kreis Büdingen.
4- Büdingen, 12. Sept Gestern unternahmen Lehrer und Lehrerinnen des Kreises Büdingen Führung des Schulrats Scherer von hier eine gemein, f a m c Reise nach Darmstadt, um die Ausstellung „Ter Mensch" zu besuchen.
-r Nidda, 12. Sept. Der Vorstand der Bezirksspar. lasse Nidda harte vor einiger Zeil den Beschluß gesoßt, bk Zähne sämtlicher 2 chul ki n de r d:s Sparkass.bezuft aus Kosten der Kasse durch einen Zahnarzt u n t c r) u & fc zu lassen. Demzufolge hat in den letzten Dochm er. Zahnarzt aus Darmstadt in 29 Gemeinden der Kreise dingen, Schotteir und Greßar über 2600 Schul linder u sucht und in dringend nötigen Fällen auf Wunsch s tostenlos das Zahnziehen vorgenvmmcn, im übrigen Eltern zweckdienliche Berbuttmtgsmaßregeln nii
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17. Sept. ds. Js. festgelegte Bürgerrneistcr-Ausileg wurde wegen der andauernd ungünstigen Witterung des Rückstandes der Feldarbeiten auf nächstes Frühjahr verschoben.
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X. Friedb erg, 12. Sept. In ihrem JahreSberieTr äußert sich die Handelskammer Friedberg u. a. w folgt: Ueber die Verhältnisfe im Eifenb ahnweser unseres Bezirks referieren wir hier kurz, daß M eine Reihe neuer Züge auf den Hauptlinien eingefübrt ff doch noch zahlreiche langjährige Fahrplan wünsche leder unerfüllt geblieben sind, deren Durchführung unr ach weiter erstreben werden. Erwähnen wollen wir die a* gestrebte Vermehrung der Züge auf den Strecken ,rn* berg—9!idda, Nidda—Schotten, Friedberg—Hungen—^»» berg und wir hoffen, daß sich diese Verbesserungen, ebarti wie die Einführung der Triebwagen durchführen lass« werden. Der laug erstrebte Eilzug auf der Strecke Wu’frtn- Gelnhausen und zurück läuft feit dem 1. Mai. Der Umbat das Bahnhofes Bad-Nauheim ist fo beschleunigt worden, baf die mittleren Haupt räume und die erhöhten Bolwstn^ der Hauptstrecke im Gebrauche sind, was für btc zahlreich« Herzkranken von erheblicher Wichtigkeit ift. Auch für bei Neubau des neuen Zentralbahnhofes in Friebberq n*rt möglichste Beschleunigung zu wünschen, da die VeihülE« in dem alten beschränkten Dahnhose geradezu uniiulibc: sind. Wir erachten es für dringend erforderlich, daß be Einstellung des neuen Bahnhofes Friedberg rechtzeikiq fr' ein direktes Ausladegleis, sonne für cin ^tdustrteqlas Sorge getragen wird. Die Stadt Friedberg darf hier ff'*1 Opfer scheuen. Alle günstigen Faktoren, wie vorzügliche Wasservcrhältnissc, billige elektrische Kraft durch bf ne»« Zentrale sowie vor allein genügende Arbeitskräfte in ben benachbarten dicht bevölkerten und leicht zu crreiAcntei Orten der Wetterau und des Taunus sind yier »orlxmbm um eine Industrie für die Zukunst entstehen zu lassen großer Teil der Arbeiter der Wctterau, der fyeute in furt beschäftigt und täglich unterwegs ist, könnte I Wendung finden, was vor allem in sozialer Hinsrckrt d zu wünschen wäre und auch der neuen Entwicklun spräche, die Industrie immer mehr außerhalb ber stabte zu verlegen. — Gestern mürbe die über 'jO JaM bestehende Ein- und Ausladestelle des ltt Güterbahn Hofs geschlossen. Zu gleicher Zeit &1 den die neuen Ladestellen im neuen Güterbahnhof m w brauch genommen.
-h Vilbel, 12. Sept. In ber gestrigen Gemeinde- ratSsitzung würbe ber Beschluß deS Friebberger KreS auSschuffeS, bie Friebberger Straße noch in biesem Jahre V pflastern, einstimmig abgelehnt. — Für bie Anstellung de Gemeinbebeamten plant ber Gemein berat ben Erlaß emc OrtSsatzung. Ter Entwurf sieht den Rechner unb schreiber als Beamte, alle übrigen al5 Bedienstete an. sollen auf Lebenszeit, letztere mit Kündigungsfrist ange!«^ werben.


