Ausgabe 
13.9.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

er.

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^rneckt äsende,

Also muß es ein Theatermann sein. Aber und dieses aber schneidet das ganze Burglheaterproblem auf nicht einer, der seine Jahre, sondern einer, der feine Genien- träfte in die Wagschale zu werfen hat. Wir brauchen feinen Mann, der sich rote Reinhardt oder Brahm anderwärts bewährt oder wie Kilian und Gregori anderwärts nicht bewährt hat, sondern einen, der sich gerade hier bewähren wird 3o unglaubhaft einfach ist die Lösung des Problems, und ich muß nur noch kurz beweisen, daß seine Nichtlosung den ganzen Hurglheaterniedergang verschuldet hat und daß die Wiener Hofbuhne darum fo uninterefsant geworden ist und ihr im Ensemble und im Spielplan darum der Nach- wuch- fehlt, weil Burgtheateraufsührung und Burglhcaler- anüellung gleichsam Approbation anderweitiger, mW anders­artiger Anerkennung und Bewährung würben. Als Hart- mann und Kainz gestorben waren, erhitzte man sich an dem

in der Zbleinbürgergegend seines Geschästsviertels ^tönigs. datteln und Sultansfeigen fellzuhalien vermag. Ein Ren« dantanturproblem. Aber Heinrich Vaubc Hal diesen jungen Mann aus Darmstadt, jenen aus Itzehoe geholt und sie wurden Sonnthal, Lewinsky, Haumeisler. Kam keiner vom Berliner königlichen Schauspielhaus, sondern alle aus der Provinz, die damals nicht Provinz, sondern Schmiere war. Und mit den Herren Grillparzer und Baucrnfeld gings ebenso. Und. . . mit Heinrich Laube selber nicht anders. Wo ist der Mut unserer jungen Tage, und wie können wir uns über Arteriosisklerose verwundern, wenn wir zu Dirck-

vie neue Formierung der französischen Marine.

Paris, 12. Sept. Nach einer Meldung desMatin" dürfte Brest außer den dem Kriegshafen von Toulon zu- geteilten großen Panzerschiffen auch noch zwei Flot­tillen Torpedobootszerstörer verlieren, die nach Dünkirchen und Eherbourg gesandt werden sollen. In Brest werden dann nur drei Panzerkreuzer und eine Flottille von Torpedobootszerstörern verbleiben. Es sei die Rede davon, die in Landeneoec vor Anker liegen­den Reservepanzerkreuzer auszurüsten und aus ihnen eine leichte Division zu bilden, doch sei gegenwärtig ein solcher Mangel an Mannschaften, daß während der Zeit der Schießübungen und der Manöver die Besatzungen aller Linienschiffe einen verringerten Stand aufwiesen.

Eine in der Warenbörse in Brest gestern abgehaltene Lersammlung der Kaufleute und Industriellen verlies sehr stürmisch. Einige Redner beantragten, vor dem Gebäude der Scepräfcttur eine Strafjciifunbgebung zu veranstalten, doch wurde dieser Antrag Demo r| en und schließlich ein dem Marinerni Nister telegraphisch übermit­telter Beschlußantrag gefaßt, in dem die Hoffnung ausgefprochen wird, daß die Regierung, falls dies irgend möglich fei, ihre Entscheidung zurückziehen werde, da diese den RuindesBre st er Handels herbeifuljren müsse.

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chien diese Auffassung zu bestätigen, zu der aber die Beil­egung des Brester Geschwaders nach Touloll in schroffem Widerspruch steht.

Auch in England selbst saßt man diese Maßnahme viel ach als den englischen Verzicht auf das Mittelmeer auf, und einzelne Zeitungen üben herbe Kritik an dieser Politik Aber auch in Frankreich findet die Anordnung DeicassöS !eineSwegs ungeteilten Beifall, und Sachkenner, wie der frühere Manneministcr Laneffan, erheben scharfen Protest gegen die Entblößung der stufte am Atlantischen- Cjcan und am Kanal von allen größeren Gefechtseinheiten, wo durch die Nordküste ganz auf den Schutz Englands Deutsch­land gegenüber angciöicfcn sei. Die Schlußfolgerungen, rocldjc derTcmps" aus dieser Maßiiahme zieht, daß näm­lich die deutsche Flotte durch ein Zusammenwirken der englischen und der russischen in der Nordsee eingeschlossen werden würde, beruhen nun freilich auf einem Rechen chler, denn die russische Flotte in der Cftfce ist dis aus deitere« Zukunftsmusik Aber die Gemütsruhe, mit der Frankreich unter Entblößung der Nordküste seine Flotte nach dem Mittelmeer abschiebt, zeigt doch, ganz gleich ob Eng land wirklich den Franzosen die Macht iin Mittelmeer überlassen will, daß man an der Seine alle Ursache zu einem unbedingten Verlaß auf England zu haben glaubt Dies französisch englische Flottenkartell läßt nun die deutsch englischen Vcrständigungsverhandlungen in einem recht be- dentlichcn Licht erscheinen, und die Konzentrierung der englischen Sceftreitfräfte in der Nordsee, also zur Wacht gegen Deutschland, erscheint im Berein mit der französischen Wacht im Mittelmeer wie ein Satijripiel zu der großen politischen Aktion, die mit der Entsendung des Freiherrn von Marschall nach London so pomphaft, allzu pomp­haft cingclcitet wurde, und von der es seitdem so still, so verblüffend still geworden ist.

Der Pariser Koire.oondeni der radikalenDaily News" erfährt ans bcftec Quelle, daß tatsächlich die Verschiebung des Standortes des französischen Schlachtge­schwaders ui vollem Einverständnis mit der engliscl-en Rc- gierung erfolgte. Man habe daraus feinen besonderen Naärdrncl gelegt, daß die Maßregel als Sabelrasseln ausgesaßt tverde.

toren, Autoren und Schauspielern nur berufen, die bereits in Würden und Erfolgen grau und müde geworden sind?

Dr. H. Wan t o ch.

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Bon der Südpolexpedition des Kapitän Scott machte Sir Elements Markham auf der gegenwärtig ragenden Jahresversammlung der Brüish Association in Dundee wichtige Mitteilungen. Die Expedition wäre, so führte ec aus, besser ausgerüstet als je eine vor ihr, und sic uniroc sicher ihr Ziel erreichen. Er nehme an, daß Kapitän Scott den Suoool um. Den 14. Januar d. Is. herum erreicht habe. Seine Rmtkehr ist ourch Depots längs der ganzen Route gesichert, und gegenwärtig bereiteten sich Kapitän Scott und seine Cperahrtenur Den rauhen antarktischen Winter vor, um der geograohüchen Wissenschaft wei» tere wichtige Dienste zu erfüllen. Bon seinem Wmterauarrier biS zum Südpol wird Kapnan Scott magnetische Beobachtungen an- gestellt haben, nach Markhams Anfiäü der einzige wirtliche Grund für einen solchen Bormarsch, scotts Absicht wäre, wahrend der nähten guten Jahreszeit soweit rote möglich längs der Küste vorzudringen, um das Problem der großen Et-schranke zu lösen und die Richtung der Victoria- und Eduard-Gebirge fest- zustellen und sich zu Dcrgeroinem, ob sie miteinander zusammen- hängen oder nicht. Eine vollständige Reihe von meteorologischen/ magnetischen und Gezeiten-Beobachtungen für volle 4 Jahre, ferner Untersuchungen des Luftdrucks, der Temperatur, Der WuiDge- fchnnnDigkeit unD -Richtung, auch in den höheren Luftregionen mit vil,e von Ballons bis »u LOOOO Meter Höhe, werden zu den wichtigsten Ergebnisten der Expedttion gehören.

Die Einnahme von Marrakesch.

Paris, 12. Sept, lieber den Einzug der Ko­lonne Mangin in Marrakesch wird aus Maza- g a n vorn 10. Sept gemeldet: Die leichte Abteilung unter Qberst Mangin zog am 7. September um 8 Uhr morgens in die Stabt ein und drang sogleich bis Dar c l M ächze n vor, wo El Glaui und Mtugi die Ges an gen en, die bei guter Gesund-Heit waren, übergaben. ElHiba gelang es, verkleidetAuc Kl kommen. Dio Hauptmacht der Kolonne langte nachmittags an und lagerte sich im Weichbild vön Marrakesch, zwei Kilometer von der Statt, auf einer die Umgebung bel)errfd)cnben Anhöhe. Die Einwohner waren ihr entgegcngezogen, um ihre Unter­werfung anzuzeigen. _ _

Nach einer Meldung aus Rabat vom 10. Sept geht eine neue Abteilung zur Verstärkung der Ko­lonne Mangin nach Marrakesch.__________

Dom Mienisch-türkischen Krieg.

Rom, 12. Sept. (Agenzia Stcjani.) Nach Meldungen aus Tripolis flieg der Fliegerhauptmann Moizo am 10. Sept, mit einem F-iugopparat von Zuara nach Tripolis auf. Da sich seine Ankunft verzögerte, ließ der Komman­dant von Tripolis Nachforschungen anstelleu. Am 11 Sept, wurde bekannt, daß Motzo einige Kilometer westlich von Zanzur in der Richtung von Zavia landen mußte. Moiz.', )er unverletzt ist, soll in das türkische Lager von Atiziah gebracht worden sein. ,

Aus Lausanne liegt die Meldung vor, daß die offi­ziösen Friedensvertreter ihre Arbeiten bis auf einige minder wichtige Angelegenheiten ab­geschlossenhaben. Tie Ernennung amtlich beglau­bigter Vertreter Italiens und der Türkei werden in der dritten Scptemberwoche erfolgen.

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«»in der Spitze der Schaufpielentwicklung marschiert |l:e Max Reinhardt, das Deutsche Theater hat sich über kl ytopf der Burgbuhne hinweg entwickelt, und den, der A führt, hierherzurusen, daran hat kaum einer ernsthaft »hebt, weil eben der Name Burgtheatcr bei ihnen stärkere 6rtc, heftigere Verlockungen erweckt als bei jenem einen. Kxr aufrichtig gesprochen was sind dreie Berte und ö.7.ockungen? Nichts anderes als sentimentale Erinne- ru.i£n: Es war einmal. Und es paßt völlig tu ttcü ksfindungs- und Tatsachcnreihe, daß im ersten Anlaus Mann genannt wurde, der jein Leben und Jem Werk Eeittd getan hat und selber - vom neuen und neuesten r, Mhnenstil überflügelt - schon histori,ch geworden ist Cto Brahm. Indessen hat sich die Hosthealerbchordc vor k Dielen Prätendenten für einen Prinzregenten entschieden n^ugo Thiemig in ein Provisorium cmgesctzr, das, wenn «l teilt Recht, so doch eine Hoffnung aus endgültige _.iadi säz^schaft enthalten soll. Warum soll der ewige Konig?- der jSchlenthcr und .Berger nicht selber einmal

Deutsche» tteich.

Die Novelle zum A u s f ü h r u n g s g c s e tz für das Reichsgcsetz über den U n ter st ü tzung s wo hn s i tz , die wir in unserer gestrigen Nummer besprochen haben, bezieht sich natürlich nur auf das Königreich Preußen und hat jur unser Großherzoglum Hessen also teilte Geltung.

Eine Vorlage über die E r r i ch l u n g b e r U ni v e rs i - tät Frankfurt a. M. dürfte, fo schreibt man uns aus Berlin, dem preußischen Lanbtage vorläusig noch nicht zu- gchen, wahrscheinlich wird die Universitär erst mit dem Rechnungsiahre 1914 in die Erscheinung treten. Borläustg sind die Verhandlungen zwischen Kultusministerium und der Statt Frankfurt noch nicht abgeschlossen

Die Stadtverordnetenversanimluug in Köln beschloß, wegen der Fleischreuerung bei deii Staatsbehörden zu peti- lionieren. Sic stimmte dem Ankaus von auslanoifchein Fleisch durch die Stadtverwaltung zu und bewilligte zu diesem Zweck 50000 Mk. Jnsolge der starken Nachfrage

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näher, t ufm. «tnrrj tard äuc 11. n 8 io.- 3ütl W mehr'« ? Lose

Die wacht im Mittelmeer.

Die französische Presse verkündet den Beschluß des Mrrineminislers DelcassS, daß das dritte Geschwader sich x. 15. Lktober der Mittelmeerflottc anschließen soll, mit Str Begeifteruna, als ob es sich dabei um eine gewonnene gte|d)lad)t handele. Zu einer solchen Begeisterung ist aber feuurlet Eirund vorhanden, schon wegen der geringen mili- ttriföjen Bedeutung des dritten Geschwaders. Dieses, daS in Brest stationiert war und nun nach Toulon teijicrt werben soll, besteht aus ben sechs Panzern tjoui5, Eharlemagne, Gaulois, Mafsvna, Iauröguiberry Bouvet, bie in ben Jahren 1894 bis 1898 gebaut worben Kb, also nach ben heutigen Anschauungen UND Ansprüchen jt.. moderne Schiffe gelten können. Dazu kommt, t g dieses dritte Geschwader nur eine Stammbesatzung hat, t o nicht fahrbereit »ft, woraus sich ergibt, daß der Zuwachs, Dn Ne franzöfische Machtstellung im Mittelmeer dadurch immerhin nur ein begrenzter Selbst wenn eS s:ii e, was von französischer Seite behauptet wird, daß fc französischen Secstreitträste zurzeit einer Koope- »Hoii der österreichisch-ungarischen und der italicniftljcn glDtie überlegen seien, so ändert sich doch dies Verhältnis agcfichts der Flottenbaupläne dieser drei Länder von Jahr y ^cljr erheblich zu Ungunsten Frankreichs. Aus militä- »ai Gründen ist die von DelcassS angekündigte Maß- ntlime jedenfalls nicht zu erklären, und sie widerspricht «ch vollkommen der Flottenpolitik, welche Frankreich in Kn letzten Jahren betrieben hat Durch die llmquartic- emg der Flotte im Jal)re 1909 sollte gerade der jetzt wieder eömitcnbe Zustanb, nämlich bie Verschiebung ber See- Anikrafte vonr Norden nach dem Mittelmeer, beseitigt

[ Damals wurde das erste Geschwader in Toulon und ita- zweite in Brest stationiert. Ende vorigen Jahres egte dann die veränderte Taktik ein, die jetzt ihre Fort- Hiliig findet, indem das erste und zweite Geschwader in Cou vn stationiert wurden, wahrend das neugebildete dritte ititjerraher, dem, wie schon betont, die volle Dienstbereit HaU fehlt, in Brest seinen Sitz erhielt. Jetzt soll also tut dieses nach Toulon verlegt werden, obwohl dieser Dcju; schwerlich in der Lage ist, den Ansprüchen von ^Unienschisfen und den dazu gehörigen reichten Seestreit itifivn ber bisherigen Mittelnreerflotte gerecht zu toerben.

Fehlt so jebe militärische »egrünbung für bie neueste SüleIntimi der französischen Flotte, so ergibt sich die =: i'olgeruiig ganz von selbst, daß hier nur politische §eji|iiirünt>e im Spiel sein können. Und diese liegen ja cuj Sei Hand Man erinnert sich noch, daß auf der in Qi.t.-i ubgchaltcnen Koiifereuz britischer Staatsmänner bie Crca- erörtert würbe, ob es angängig sei, bie englischen 2. Heilkräfte aus dem Mittelmeer herauszuziel)eu und nh r Nordsee zu konzentrieren, ivähreud die Wahrnehmung cuglischeil Interessen int Mittelmeer den Fraiizosen ilt lassen werben sollte. Die öffentliche Meinung in Eng- exu- stellte sich damals überwiegend auf die Seile Lord \ Itzieuers, ber mit Eiitsckiebenlteit gegen biefe Maßnahme ciiierte, die in so schroffem Widerfpruch zu der engllschen livnallshnlne stehl,Rule Britannia, rulc the wascs!" tlicmd)e Brilaunia, beherrsche die Wogen). Es schien V eine Zeitlang, als ob das Kabinett Asquith von ber führung dieser Maßnahme Abstand nehmen wolle, und mlängst erfolgte Anordnung des Marineministers Ehur-

1 vier Schlachtkreuzer nach dem Mittelmeer zu entsenden

Tie Frevodschaft mit Ausstand.

DaSScho de Paris - meldet, daß zu den nächsten russischen Manovcrn, die unter ber Leitung des Großfürst en Nikolaus Nikolajewitsch stattfinben bürsten, eine ranzösischc Mission mit ben (Generälen Ivfsre tnb Pau an ber Spitze entsandt werden solle. Es stehl crner sest, daß der Nachsolgcr des im Januar wachsten Jahres bie Altersgrenze erreichenden i1? a r i iie g en er a l ü a b - chcfs VI üb ei t sich nach Petersburg begeben werde, um mit dem Admiral Fürst Lteven die mit ber sranzösisch- rufsisäicnMarinekonventioiizusamnienhan- g c ii b e ii Fragen zu er örtern.

WUeiter-Vakanzen. Für Elaar in Frankfurt, Speibel in Wichen unb Berger in Wien ist der Nachfolger zu finden. w der liaänvuchs ist iin Verhältnis zu dem riesigen Igx-iAtiim ber Theaterindustrie viel zu gering. Und da sich iilifcrnt Burgtheaterfall die eindeutig entscheidende Ani- iv;z wer cs jeui wird, nicht geben läßt, so wartet man mit Bündel von Gegenfragen auf: könnte es nicht viel- tilt dieser iw?rtt'ii? Solch eine schüchterne und, wie man M, dem Tonfall entnimmt, selbst angezweifcltc (yragc, ist Atveisclhaft viel leichter zu finden als die endgültige Omi- Bübuiig der Hostheater-Intendanz. Man braucht dazu St Kürschners Schriststellerkalender ein wenig anzu- item. Das ist das Allertraurigste an diesem Hm- und htiernte, vas weder nach dem Abgang Burckhardts noch et dein Burgtheaterende Schlenthers so zerfahren gewesen tz n-.b dessen Zerfahrenheit nur auf bas Eine schließen !W. baß das verlockende Ertze einer kaiserlich und lonig- En Burgtheaterdirektion heute weder königlich noch Der-

». 216 Erster Blatt 162. Jahrgang Freitag, 15. September I9j2

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üouia werben? Ganz einfach darum, iveil sein Ingenium I Problem, ob Bassermanu, Kayßlcr ober Moissi zu berujen in ben Ausstattungsserien Dingelstedts unb Makarts be-Iseien. Ein Gemischtwarenhemdlungsproblem, Über daS sich schlossen liegt, weil Herr Thiemig zwar an heiteren Abenden I der Viktualienhändler seinen Kops zerbrechen mag, ob er immer noch die Leute lad)p« macht, aber vor Tieferem und >'« iHHnhüroeraeoenb keines Gekckiäftsviertels itöniae- Ti Ml em (man denke an seinenFaust" I und ll- bewiesen hat, daß einer kein gcnichaster Denker, Ergründer unb Bcgrünber zu sein braucht, wenn er den Leuten ben bummen Kerl spielt. Thiemig also nicht, aber wer beim? Man geriet auf biesen und jenen, auf Hauptmann, Schnitzler, Bahr und Salten und viele andere von Rang und Namen, die alle nur dies eine gemeinsam hatten, nämlich ihre absolute Umauglichkeit zur Burgtheatcrleitung aus inneren unb äußeren Grünben; denn es iväre Hauptmann und Schnitzler weder suPjektio erwünscht noch objektiv der beul sch en Dichtung zu wünschen, baß jie ihren Berus mit bicser Berufung vertaüschtcn unb ich wage bie Behauptung, baß babci bie Dichtung verlöre unb (bies entscheibet^ bas Burg- theater nicht gewönne. Die Literaten Burckharbt unb Lchlcnther haben fich nicht so überwältigenb bewährt, baß ihnen cm Literat nachfolgcn müßte, unb schließlich hat es sich auch niemals förbersam gezeigt, einen Maler an die Spitz«-' einer Kunstsammlung zu nehmen, wie ja auch Bahr im Regielollegium Reinhardls (man denke an seine,Hedda Gabln"- versagt hat.

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ÄfflKW * 1 Man schreibt uns aus -L.cn : E» ist das Jahr bet Schau- 5«1 hu« 1 .... ............ in CtrnnffuTt. öPeibcl m