Ausgabe 
10.2.1912 Viertes Blatt
 
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Viertes Blatt

162. Zahrgang

[ir. 36

eridjetnt *|M mH Su3nahme brt Sonntag».

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Ein

Das Resultat dieser Sa bl wird in der nächsten Sitzung mit-

Schlug 69* Uhr.

Uhr der

Die »Gießener LMnUienblätter- werden dem .Ln^eiger^ oiermal wöchenUtch be,gelegt, bas Kretsblatt ftti den Krell Ziehen" zweimal «»«VenUlch. DleLanbwirljchatllichkn Lett, fingen^' erscheinen monailich zweimal.

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I 4 Sch riftführer.

Mb. Deutscher Reichstag.

B Sitzung. Freitag, den 9. Februar. .

Die Tische de» Bundesrats sind leer.

La» Hau» ist stark beseht. Die Tribünen sind überfüllt.

Die Wahl des Prfllldenfen.

Auf der Tagesordnung steht die gestern vertagte Wahl tzcösidenten, der Vizepräsidenten und der Schriftführer.

Alterspräsident Traegcr eröffnet die Sitzung um 2 15 Minuten und teilt mit, Last der Handelsvertrag mit lür fei eingegangcn ist.

Darauf wird sofort in die Tagesordnung eingetretcn.

0CiDcrbeorbnung. Der Waren, Z. B. Rechen, Besen. JöncL in feiner Wohnung ansertigt, um damit hausieren zu gehen <Marktware» oder diese z. B an .uonsumvereine verkauft, untersteht ebenfalls dem neuen Gesetz.

Tas Gesetz gibt keine bestimmten und allgemein gültigen Borschriften über die Einrichtung und den Beirieb der Haus I arbeitroertftätten, es erteilt vielmehr nur dem Bundesrat, den Landeszentralbehörden und den Polizeibehörden Boll machten, die nach der Lage und den Verhältnissen ber ein­zelnen Gewerbszweige und Werkstätten notroenbigen Bor I kehrungen anzuordnen

Auf Antrag der Gewerbeiiifpektoren, Denen bte lieber wachung des Gesetzes übertragen ist, kann die Polizeibehoree Vorschriften erlassen: .

daß dem noch vielfach üblichen langen und grausamen Wartenlassen der Hausarbeiter bei dec Emvsangntzhme und Ablieferung der Waren wirksam gesteuert wird, das; die Arbeiter vor etwaigen Ilnsallgeiahren und solrlien in gesundheitlicher und sittlicher Hinsicht geschützt werden, daß Arbeiten, bei denen dies zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit erforderlich ist, nur in solchen Räumen verrichtet werden, die ausschließlich tyierfur dienen,

daß die Beschäftigung von eigenen und fremden Mnibcrn über die bereits bestehenden Vorschriften des .stindersmutz Gesetzes hinaus eingeschränkt oder ganz verboten werden, daß für Hausarbeiter unter 16 fahren Beginn und Ende der zuläsfigen täglichen Arbeitszeit sowie Tauer und Lage

Das Hau» vertagt sich.

Dienstag, 2 Uhr, Interpellation D a s s e r m a n n (Ratl.) über die Brüsseler Zuckerlonfcrcnz, Intern n' -m Ablaß (Bp) über den Futtermangel, erste Lesung des Etats.

Samstag, 10. §ebruar 1912

9t»tenonSbntd und Vertag der Br üblichen UnwersnatS - Buch» und 6tembru<fereL 5L Lange, Ciefcen.

Nedaktion. Exvebition und Druckerei: Sedu!» stratze 7. Exped lion und Verlag: 51.

9icbatnon:e^ll2. XeL-9lbr-Anzeigers,etzen.

Hausschwamin und Trockensäule

Als ärgster Feind unserer .Hauser und Wohnungen gilt mit Recht die unter dem NamenHaus- oder Tranen,chioamm bekannte .Holzkrankdctt Sie beruht aus einer Pilzblldung und wird durch Anstectnng wie eine Krankheit weiter verbreuet Ter Schwamm kann entweder dem frischen Bauholze bereits anhaslen oder erst im Gebäude infolge unsachgemäßen Verlegens des Holzes , entstehen 3m Anfangsstadium tritt er als iveißilauungci, schimmetähnlicher Belag auf und ist an unge,tr>chenem volze durch Heine graue Pünktchen erkennbar. Ist da» toolz schon mit Leimsarbe gestrichen, so ist noch schwerer zu fomtaticrcn, ob es vom Schwamm befallen ist. Turch pilzartiges Vortreten einzelner Aarbtcildyn lann man aber auf die int Innern wirkende ,yaul nis schließen. Unter günstigen Bedingungen breitet sich die Schwammbildung verhältnismäßig schnell ini Holz zu ganzen Ge weben in lappigen oder sächerähnlichen astralsten und 3uQen aus. Tic fortschreitende Sl rauf beit zerstört alles .Holzwerk und erzeugt einen moderigen Geruch, der in geschlossenen Raumen bei geringer Lüftung gesundheitsschädlich wirkt.

Tie holzzerstörende Pilzbildnng stellt in ausgewachsenem ftanbe ein wurzelartiges Gewebe von zunächst weiher, spater grauer Färbung dar, das sich ost zu einer geschlossenen Xxmt von nicht unbeträchtlicher Stärke verwächst. Durch llinormungderge- smrden und trockenen Holzsubstanz insolge dieser sckstvammbil düng ivcrden große Mengen von ^-euchtigkelt erzeugt. dic den hngicnis'chcn Zustand der Wohnung gefährden. Obschon kein Holz ganz frei von holzzerstörend^i Pilzen ist, hat ma" doch den ^ausschwamm besonders häuNg an Tannen- und Mcsernhol,. dagegen seltener an Laubhölzern beobachtet seine ^.cben-. iälngkeit und Zähigkeit überaus groß ist, b^itct icinc Be­kämpfung und radikale Vernichtung in Holzkonstruktionen, wo I er sich eingenistet hat, große Schwierigkeiten.

Tie Beseitigung des vom schwamm ergriffenen Holzwerkes I und die Säuberung der Umgebung muh nut aller Wninblidneit i orgenommen werden. Ta er auch in das Maur^erk curdruigt, I sind die Augen in der Nähe auszukratzen: vor allem aber mutz der Ursache her Feuchtigkeit, die in hohem Maße die -schwamm- bildung iörbert, nachgespürt werden. Das Holz muß m gut- .iiisgetrocknetem Zustande, also mit höchstens 14 Prozent

Wassergehalt, eingebaut werden. Bedingung für em brauch­

bares Bauholz ist ferner, das; es außer der ^aftzn. also nn Winter gefällt ist; ferner wil es ausgercitt, hinreichend trocken, möglichst borkeii- und splintfrei nicht rissig, weder rot noch blau sondern gesund und kernig sein.

Wechsellide'Einflüsse der Witterung haben Polumanderungen und chemisäw Zersetzungen des Holzes zur Folge. Wenn das Holz ohne Luft und Licht einer gewissen Warme und Feucht,g leit längere Zeit ausgesetzt bleibt tritt unzwenelhatt schwamm.

, bildung cjn. Durch sachgemäßes Verlegen kann nwn da^ Bmi Holz gegen späteres Eindringen von Feuchtigkeit schützen. Da senchteO Balkenlage einen günstigen Herd für du

' Entwicklung von Schimmelpilzen bilden, sucht man quöchst beim Balken und Dielenverlegen dafür ^orge zu ttagen, daß die 1 Unterlage unter dem zu verlegenden Futzboden hinreichend trock n ist und nicht mehr als 4 Proz«it Feuchtigkeit zeigt. Die Sckitt tu na 'Koksschlacke, Sand oder Lehms dar' mcht zusest an den Balken onliegen uiid muß eine ausreichende Ventilation des Zwischenraumes zwischen Diele und Schüttung gestatten. Tent Eindringen der Baufeuchtigkeit in die ^h^on^lzer ist durch Umhüllen der iu den dauern liegenden Teile (Balkenköpfe) nut Uchpnppe oder durch Anstrich mit Jmprägm ermitteln frorju-

Das neue hausarbeitsgejetz.

Der letzte Reichstag hak kurz vor seiner Verabschiedung fin neues Gesetz, dasvausarbritsgesetz", angenommei. kks tritt am 1. April 1912 in tfraft und enthalt Vor- Wlchriftcn für die Werkstätten derHausarbeiter J Wobche Personen, die entweder für sich alleru oder mit ihr ' "'dmilicnanqelujrigen oder auch gleichberechtigt zu -^yre ipiebencinanScr, also gleichsam als Genossen, Ovaren ami - r rigen; jedoch nicht für den privaten Gebrauch eine» »oe- f sie)Ilers wie der Handwerker, sondern im Auftrag gaii5 dc f sn mmter Personen, welche die Daren ihrerseits werter Der üiißcrn. Die Hausarbeiter besinden sich also ni einer vc h mutten Abhängigkeit ihrer Auftraggeber ebenso wie oii . fe^cnannten (^wischenmeistcr. Diese aber beschäftigen srem i bes Hilfspersonal und fallen darum nicht unter das^au-- llloeitsgejctz, sondern unter die Bestimmungen der _ *"

der Pausen fcstgelcgt werden.

Soweit sich in einzelnen Gewecbs,zweigen der Haus­arbeit, insbesondere solchen, die der Herstellung, Verar beitung oder Verpackung von Nahnings- oder Genußmillel I dienen, Gefahren sür die öffentliche Gesundheit ergeben, I ermächtigt das Gesetz die zuständigen Polizeibehörden, fui I einzelne Werkstätten zum Schutze des Publikums beson­dere Maßnahmeii hinsichtlich der Einrichtung und llntei Haltung der Maschinen und Gerätschaften anzuorbnen und sogar vorzuschreiben, daß Räume, in denen Rahrung-.'- unb Genußnuttel Hergestellt und verarbeitet werden,^zu bestimmten anderen Zwecken nicht benutzt werden -ter

Bundesrat lann ferner die Verrichtung solcher Dausarbei teil verbieten, die mit erheblichen Gefahren für Leben, Ge sundheit oder Sittlichkeit der Hausarbeiter oder für die öffcntlidw Gesundheit verbunden find.

An Auflagen aller Art fehlt es also nicht; ihr guter Siverf soll nicht verkannt werden. Wer aber hat diese Am lagen zu erfüllen, wer bestreitet die Kosten der polizeilichen ! Maßnahmen ? Stein anderer als der vausarbetter selbst, Iba es nach Lage der llmslände ausgeschlossen ist, hierfür den Arbeitgeber verantwortlich zu machen Der HauS- arbeitet- ist Gegenstand des Gesetzes, er wird reglementiert und bestraft Den Schutz, den man ihm ui wohlmeinender Absicht angedeihen lassen will, muß er aus seiner X£naj bezahlen und so kann es leicht Vorkommen, daß man durch > kostspielige Anordnungen den .Hausarbeiter zur gänzlichen Aufgabe seiner Besckjäftigung veranlaßt, also das Kind mit dem Bade ausschüttet. Ten Behörden wird daher die Durchführung des Gesetzes recht sauer werden.

Die Lohn frage berührt das Gesetz nicht. Auf die I Volinrcgclung und biff Festsetzung von Minbestlöhncu, die Errichtung von Lohnamlern, wie sie von den ^ozialdemm I traten gefordert wurden, haben sich die Regierung und ! Mehrheitsparteien nicht eingelassen. Das Gesetz gibt dem Bundesrat nur die Befugnis für bestimmte Gewerbezweiae, in denen Hausarbeiter beckiäfligt werden, Fachausschüsse

I einzusetzen, deren Aufgabe es fein soll, Gutachten zu erstatten, I Erhebungen zu veranstalten, Wohlfahrtseinrichtungen an- I Äurcacn, auf Ersuchen der Staats-- und Gemeindebehörden in geeigneter Weise die Verdienste der .Hausarbeiter zu er-- mitteln', deren Angemessenheit zu begutachten, Vorschläge

I für bic Vereinbarung angemessener Entgelte zu machen und auch sonst den Abschluß von Lohnabkommen ober

I Tarifverträgen zu fördern. Eine bindende Festsetzung der I Löhne können sie nicht vornehmen. .

Die Verpflichtungen, die das neue Gesetz den Ar beitgebern auf erlegt, sind geringfügig. Sie müssen ein Verzeichnis ihrer .Hausarbeiter autltellen, dürfen, wenn dem Hausarbeiter behördlich die Beschaffung eines Aus weises vorgefchrieben ist, daß seine Räume den au fic gestellten Anforderungen genügen, »ausarbeit nur für solche Werkstätten ausgeben, für die ihnen dieser Ausweis vor . gelegt wird. Es kann ihnen ferner, soweit sie Rah , I rungs- und Gennßmittel in der »auSarbeit fabrizieren Haffen ausgegeben werden, sich mindestens halbiahrlich da­von persönlich oder durch einen Beauftragten zu über- «uq<m, b«B bw CmmAtung und bet «Betrieb ber Werk- Mtten den bebörbluben «norbmingen entfDrefien.

I Da- Gesed steht and) noch Borschrrsien über bie Aus- (aqe von L-hnverzeichnijson. das Auchangen von oohntascln im Siejmaunt forme bte Behanbtgung von st>°nnbüchern unb Arbeitszetteln an ben Hansarbet er vor.

hrr qciteubtt chreo Inkrafttretens wird aber cr|t burd) Kaiferlt^ Verordnung, und zwar wahrschetnltch nach «er­lauf einiger Jahre, bestimmt werden.

be^e Prüfung des Mauerwerks in Neubauten "»i F«ch»gk-it hat unbedingt vor dem Tapezieren stattzunnden, weil das -tapc^ zimn feuchier Wände die Entwicklung von ^chimmelmlzeri außn- ordentlich befördert Mauerwerke unter oder m Erd ho he kann man gegen die auNteigende Feuchtigkeit lckKtzen durch eine oder "ck bcTkr zwei Schichten von Klinkern tHarchrandste.nen d.c h? auten Vmcntntottel zu betten sind. Bewohnte Aellergeschoß- räume sind überhaupt unter Terrain ganz in Klinkern su 11cUcn.

! ^i Beränderungeii des Grundwanerilandes üben aut schlecht durch Isolierungen geichützf Keller inwiern emm Emstutz aus, aw die F^uchtiMt bei steigendem Grundwanerstand sofort zu- n mmt Man bat nun die Erfahrung gemacht, datz ein Ueb«- man von Feuchtigkeit d,e Enttvicklu.rg Der -chwommbildung hemmt, u . fwbem Grundwasserstand roiro ne daher an beionders leuchten iunttaT^uVbteiben, während sie beim Fallen oes Gruntnvmwr- üandes^ beionders stark hervoNril! Die Baupolizei verlangt oatz ! jeder nichto unterkellerte Raum mit einer für Feuchtigkeit un-

gegen den Hausschivamin I irertev zahlreiche antüeptn'dK Anstrichmittel cmpwhlm, dw bei MmEnde? Holzkrankhett noch helfen können,, am bte xauec vollkommene Sicherbeil bieten: lie wirken mnst I ifbvd) fein bnnacn nicht in die neieren schickten ein.

SS Kränkung iS Baukol-es nut ichwammiötenden Substandm müüen natürltd? teerart.qe, alio brennbare s^e ebemo aus- ! o ickloisen sein, wie Stone, die unangenehm riechen. Als bret^ werte" Jmluögntrrung-mtU-l wird akuomotrtwn embtoHen, bas nhiclnr acrlieblos nicht feuergefährlich und nicht gifttg ist.

absolut gerumiD5, muA 3 wrrrTn(>r roä netto er Loiung

Luftstoß erfolgt.

An besonders gesährdcten Stellen sollen größere, mit der Berieselungsleilung Dcrbuubene BehäUer anfgcsteul werden, die stets mit Wasser gefüllt gehalten werden, und fo eingerichtet sind, daß ste aus ähnliche Weise durch den Erplosiousstoß plötzlich geleert werden, wobei der Znhait sich sturzregenartig in die Strecke ergießt und die fernere Fortpflanzung der Erplofiou verhindert.

Die von dem Luflsloß betätigten Au löfekörper können ben Windfahnen, Manometern, Sicheiiheitsveiitilen und dergleichen nachgcbildele Apparate sein, lvelche nut dev Wasserabsperrventilen direkt oder indirekt verbunden sind.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefien

K geteilt werden.

Quästoren wurden berufen die Abgeordneten Baizer- mann (Natl.) und von Savigny (Zcntt.).

Präsident Dr. Spahn stellt fest daß der Reichstag damit konstituiert ist, er werde dem Saget davon Mitteilung machen.

erwiesenen Tatsache gründet, daß die du cm eine ervlofion eräugte kräftige Lustwelle dec eigentlichen Explosivno jlamme stets um ein ivcsentliches Stistk iwraneilt Ls sollen nun an der Berieselungsleiuing oder an den zui Berieselung dienenden Röhren und Behältern, die mi. Wasser oder anderen zur Berieselung und Flanuiie,- ersncknng geeigneten Stoffen gefüllt fino, besondere ^uien oder Mundstücke angefchlosfen werden, die gctvolntlia) omm Ventile oder dergleichen geschlossen sind 2. ic L effnungs cinriditungen sind so beschoss en, daß sie beim Eintritt einer Explosion durch den Lustdruck oder stoß geöffnet werden, woraus die Ausgüsse kräftige Wafsecstrahleu aiiÄverseu, die dem Weiterschreiteu der Explosionsflamme Ein^ilt gc bieten unb sie ersticken. Zu diesem Zwecke find die -lb ! fpecroorrichtungen fo eingerichtet, daß sie bei normalem Atmosphärendcnck geschlossen find, sich aber sofort offnen, wenn infolge einer Explosion ober einer anßergewvbnlim heftigen Sprengung der Luftdruck steigt bezw. ein kiaftiger

Lin Schutzmittel gegen Srubenexplofionen.

Die StblaaiDCtter- und Koblenstnubexplofwnen in «erq mctfei iBcrixm vrsl dadurch besonders gefahrkch, dah n° di^ch «ermiklelung de- in der Grubenluft schwebenden oder ausqewirbcltcn Kohlenstaubes sich fchneN Uber gr°»e Teile des Grubengöbäudes ausbreiten. Eine der wich tiasteu Beftrebuiigen zur Bekämpfung der Grubeuexplo- ° m «ht also dahin, diese nut Ihren Gntttehun«sort Honen gern Qmcrfc soll z. B. bic vorgeschriebene

»cncktu m dienen und zwar sowohl durch Anseuchtung s,- »ohlcnitauh« wie auch durch Untcilmltungnager q°nm°^Dicse Matznahmen bedingen aber cm zuverlas,igcs Vedicitüng^materiah oder bei stäirdtg und Klbttlalig w,l° fmber Scnciclung eine gute lleberwachung der dazu dre- (Hnridttunqcn: Mm wirkt bet ständiger Äerie,e- lung "o^Saifct oft fehl läsng, jo daß der Bergmann wenig

ßchr > ftführ« r verliest den § 9 der Geschäftsordnung über , l e Wahl be» Präsidenten. Hat sich im ersten Wahlgange keine ebfolutc Mehrheit ergeben, so kommen diejenigen 5 Kandidaten, L j:c die meisten (stimmen erhalten haben, in die engere Wahl.

Ergibt sich wieder keine absolute Mehrheit, so gelangen bic« ./ iemgen zwei flanbibaten, bie nun bie meisten stimmen erhalten 1 kben, in eine erneute engere Wahl. Bei Stimmengleichheit ent- L scheibet schließlich bas LoS.

Slterspräsibcnt Traegcr stellt fest, baß die Wahl durch Zettel ßartsindcl. Ec bittet bie Abgeorbnotcn, sich mit ber Abgabe ber E «eitel zu beeilen, damit die Wahlen zu Ende kommen, ehe der Tag -j neiget. (Heiterkeit.)

Der erste Wahlgang dauerte eine Stunde. 888 Zettel Karben aligegeben, davon waren 3 ungültig.

k» erhielten Dr. Spahn 185 Stimmen (Zentrum, Rechte, L Polen und Antisemiten), Bebel^sSoz.) 110 Stimmen, Prinz E don Schönaich-Caroloth (Natl ) 88 Stimmen (National- hberaie unb Kcrtschcittler), Tr. Paasche (NcUl.), 1 Stimme un» Heine (Soz.) 1 Stimme.

Da keiner ber Stanbitatcn bic absolute Majorität E rchaUen hnt muß eine engere Wahl stattfindcn, unb zw.ir ber GefckaftSorbnuna zivisck.en allen fünf Kgnbidaten, die ijerhaupt Stimmen erhalten hal»cn.

Der neue Wahlgang beginnt um 3% Uhr.

In der ersten engeren Wahl wurden 388 Stimmen riwflcbcn. 3 Zettel waren ungültig. Die absolute Mehrheit be« | tragt bei 385 Stimmen 193. Diese Mehrheit wurde von Innern P Kandidaten erreicht.

ES erhielten Stimmen Dr. Spahn (Zentum) 186, Bebel i (605.) 114, Prinz zu Schönaich-Earolath 85.

r Alterspräsident Traegcr: ES scheint also, daß wir heute die I lückenlose GcschästSorünung über uns ergehen lassen F müssen. (Heiterkeit.) Es muß eine neue engere Wahl statt finden i unb zwar zwischen ben Abgeorbneten Dr. Spahn unb Bebel. 1 zede andere Stimme ist ungültig.

I Die zweite engere Wahl beginnt um 4% Uhr.

EH mürben 384 Stimmen abgegeben, davon waren 13 un- gültig.

ES erhielten Dr. Spahn 196 Stimmen und Bebel 175 Stimmen. Für Bcbcl haben also auch die Fortschrittler 11 unb ein Teil ber NationaUibcralcn gestimmt.

Altcrsvräsibcnt Traegcr stellt fest, baß somit Dr. Spahn E|Um Prasibcnten b e d Reichstages gewählt ist.

Dr Spahn nimmt die Wahl an unb übernimmt zugleich W das Präsiblum. Er erklärt: Fch spreche unserem Alterspräsidenten 1 ben Dank und auch die Freude des Hauses darüber aus, daß « (t diese nicht ganz mühelose GcschäftSvcrwaktung mit solchem W £mmor und mit solcher Ausdauer geführt hat. (Lebhafter Bei- peU.) Indem ich mich in den Dienst des Hauses stelle, darr ich Wan jeden einzelnen von Ihnen bie Bitte richten, baß Sic mich in M tem Bestreben unterstützen, bie Würbe und baö -'nseben bieseS j pouseö zu wahren und seine Geschäfte zu fordern. (Beifall.).

ES folgt die Wahl des er st en Vizepräsidenten.

ES wurden 886 Stimmen abgegeben, davon waren 21 U Ungültig.

ES erhielten Scheibemann (Soz.) 188 Stimmen. V Dietrich (Kons.) 174 Stimmen, Dr. Paasche (Natl.)

3 Stimmen.

Präsident Dr. Spahn stellt fest daß die Mehrheit 188 6h». men beträgt. Scheideinann also zum erste n Bi z e - präfibente n geroäblt 'st. (De.soll unb Heiterkeit- link».)

Aus bic Frage dcS Präsidenten erklärt Abgeordneter Gtocibc- mann iSoz.)! daß er die Wahl annehmen will. (Befall Heiterkeit und lebbaste Bewegung.)

Es folgt d i c W a h l d e S z w c i t c n V i z e p r a s, d e n t e n.

Es wurden 385 Stimmen abgegeben. Ungültig waren 95.

Dr Paasche wurde mit 274 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. (Beifall.)

Außerdem erhielten noch die Abgeordneten K a c m 0 s (Bp-) s 12 Stimmen, Dietr.ck (Kons.) 2 Et,«men. v. Hcyde- bianb (Kons.) 1 Stimme, unb st ab tragen (^o--) | l Stimme.

Dr. Paascke nahm bie Wahl an.

In einem Wahlgange erfolgte dann die Dahl der