§re Worte gehallelt? Soweit tiicfit IcmdeZrecktliche Bestimmungen gegeben find." Es ist eine Tatsache, daß cS in einzelnen Bundesstaaten noch gani andere Bestimmungen gibt, als sie das Je- suitengesch enthält. Wir finden 5. B. in der sächsischen Verfassung, daß weder neue Klöster errichtet, noch Jesuiten oder ein anderer geistlicher Orden im Lande ausgenommen werden dürfen. Tatsächlich haben wir also schon eine gewisse Verschiedenheit, und diese wirkt entscheidend. Jedenfalls mutz da? Jesuitengesetz ^urricktreten, um so mehr gewinnen die londes- gesetzlichen Bestimmungen an Kraft. Und diese lanbeS« gesetzlichen Bestimmungen gehen tatsächlich weiter, als es das Jesuitengesetz getan hat. Darum kann der kleine Unterschied, der in dem Bundesratsbeschlutz getadelt wird, hier nicht in Betracht kommen. (Beifall.)
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.)?
Ich beginne damit, der Bevölkerung die bedauerliche Tatsache -u denunzieren, datz die Kommission zur Behandlung der Teuerungsangelegenheit eine Verschleppungstektik inszeniert hat, die auf daS äusserste befremden muss.
Vizepräsident Tove:
Sie dürfen einer Komission des Reichstags nicht den Vorwurf der Verschleppungstaktik machen.
Abg. Dr. Liebknecht:
Die Ausführungen GroberS über das den Jesuiten zugefügte llnrechr kranken an innerer Unwahrhaftigteit. Aus der Jesuitendebatte sind Jesuitenmonologe geworden. Der Abgeordnete Gröber sprach vom Denunzieren. Gerade da? Zentrum ist ein Meister im De. unzi-cen. Die Rede GröberS hat gezeigt, datz das Kuckucks-i, daS vorgestern der Abgeordnete Lpahn in das Nest gelegt hat, nur ein Windei gewesen ist. Goethe schrieb nach der Kanonade von Valmh: „Man mutz dabei gewesen sein!" So dachte ich vorgestern nach der Erklärung des Abgeordneten Spahn auch; man mutzte annchmcn, daß das Zentrum nun den Etat ablehnen werde. Aber es war doch nurTheaterdonncr. Wir sprechen dem Zentrum die Berechtigung ab, eine Volkspartei gu sein; eS ist eine ausgesprochen klerikale Partei. Und selbst die wichtigsten LebenSint-ressen des Volles müssen zurücktreten, wenn es sich um eine Frage de? päpstlichen Stuhles handelt. Wir nehmen Ihnen nicht übel, datz Sie Ihre religiösen Gefühle, Ihre Ideale verteidigen, da? macht Sie UnS im Gegenteil ^gewissermaßen sympathisch. Aber diese Ideale stellen sich Ihren Pflichten sozialpolitischer Natur entgegen, und deshalb ist das Zentrum eine volksfeindliche Partei.
Um ein Tichtcrwort zu gebrauchen: Herr Gröber ist ein Egoist, er tut nicht leicht um Gottes willen, waS einem andern nützlich ist! (Heiterkeit.) Warum haben die Herren vom Zentrum niemals so gewaltige Töne angeschlagen, wenn eS sich um die Preußische Wahlrechtsfrage handelt, die Ihnen doch angeblich auch am Herzen liegt. Das Zentrum braucht den Kulturkampf, und wenn er nicht existiert, dann macht eS sich ihn selbst. stWiderspruch i. Ztr.) Ter'Kulturkampf soll ablenken von der traurigen Position des Zentrums in politischer, wirtschaftlicher und gewerkschaftlicher Hinsicht. Man könnte Ihnen ckeinen schlechteren Dienst erweisen als die Aufhebung des Je- suitengeietzeS Tenn es ist Ihnen eine Monstranz, die Sie immer wieder dem Volk vorweisen, um abzulcnken von Ihrer Ver- wirrungS- und Verdummungspolitik. Die Papst- liche Enzyklika hat den Gewerkschaften die seidene Schnur um denHalS gelegt. Ti- Regierung aber unterstützt die christ. Lichen Gewerkschaften als Dank für den Judasdienst, den sie im Vorjahr als Streikbrecher geleistet haben. Wenn das Zentrum seinen Zorn auSgetobt und seine Broschüren im Volk ver- breitet haben wird, dann wird die Ruhe und die Einigkeit mit den Konservativen wieder obsiegen, da dann das Walk genügend hinterS Licht geführt ist. Dem Reichskanzler aber möchte ich zurufen: Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind, in dürren Blättern säuselt der Wind. (Große Heiterkeit.)
Bei der Wahlrechtsdebatte lachte man unfern Antrag, die An- Wesenheit des Ministerpräsidenten zu verlangen, nieder. Jetzt aber kocht die Volksseele, da der Ministerpräsident nicht anwesend war, als eS sich um die Frage handelte, ob und wie die Dreiklassen- Männer sich in einem- .Garten verlustieren sollten. Wegen der
VofkSrechk^rögl man sich nicht auf. DaS ist ein neuer Beweis für die Gcmeingefährlichkeit deS preußischen Wahlrechts und dafür, datz die wichtigste Frage der deutschen inneren Politik die preußische Wahlrechtsreform ist. Die Verbinde- xung der Wahlrechtsreform ist eine politische Todsünde der bürgerlichen Parteien. ES ist Aufgabe deS deutschen Reichstages, dafür zu sorgen, datz mit größter Geschwindigkeit diesen unerträglichen Zuständen in Preußen ein Ende gemacht wird. Die Sünden der inneren Politik werden nicht dadurch gut gemacht, daß man das deutsche Volk in äußere Konflikte stürzt. Tie Etatsdebatte hat eine innerpolitische Unfruchtbarkeit der Parteien der Rechten ergeben, die obne Beispiel ist. Wir werden nach wie vor alle Kräfte einsetzen, nm die Massen deS Volkes aufzupeitschen kgrotze Unruhe rechtöV damit Sie gerufen werden zu Ihrer Pflicht. (Beifall b. d. Soz., ironischer Beifall und Gelächter rechts.)
____ Abg. Graf Canitz (STonf.)f .
Tor Vorredner hat bemerkt, die preußischen Konservativen hätten die Absicht, die Aufmerksamkeit des Volkes von den Vor- nängen der inneren Politik abzulenken durch die Entfesselung äußerer Konflikte. Ich kann erklären, daß mir von derartigen Aspirationen der Konservativen nichts bekannt ist.
Ter Vorredner hat seine Verwunderung darüber ausgesprochen, daß der von unserem Fraktionsredner Westarp in A nssicht gestellte zweite Redner n i cf» t auf der Sri« büne erschienen i st. Tas liegt einfach daran, datz daS ganze Interesse sich der Jesnitenfrage zugewandt hat, und unser in Aussicht genommener Redner Herr von Pntlitz, der uns in früheren Jabren beim E-at vertreten bat, sich hat streichen lassen Zn den Eingangsworten deS Abgeordneten Liebknecht über die V r r t a g u n g d e r Kommission zur Beratung des Gesetzentwurfes über die Zollerleichterunoen bei der Fleischeinfuhr habe ich zu erklären: Wir würden für eine sofortig- Beratung gewesen fein, wenn nicht von fetten der Sozialdemokraten eine Reihe von Anträgen gestellt worden wären, die geeignet sind, unsere eigene Viehzucht auf das schwerste z u gefährden. Wir mutzten ferner, da die sozialdemokratische Fraktion ihre besten Redner in die Kommission geschickt hat (Heiterkeit.), mit Sicherheit voraussehen, datz eine endlose allgemeine Debatte und eine nochmalige Aufr 0 llung ber ganzen Fleischeinfuhrfrage in der Kommission die Folg- gewesen wäre. Wäre Aussicht vor- banden gewesen, den Gesetzentwurf vor Weihnachten zu er. ledigen, so würden wir natürlich sofort in die Beratung ein- getreten sein.
Abg. Dr. Wiemer (Vp.):
Der Abgeordnete Tr. Liebknecht hat behauptet, daß die Landtagsfraktion der Fortschrittlichen Volksp.rrtei bei Beratung des von ihr gestellten Antrags auf Reform des preußischen Wahl, rechts es abgelehnt habe, daS Erscheinen der preußischen Minister zu verlangen. Ich stelle fest, daß diese Be- bauptung nicht zutrifft. (Hört! Hört!) Unsere Landtagsfraktion bat cs nur abgelehnt, einen Antrag auf namentliche Abstimmung zu unterstützen.
Ab?. G'lSbertS (Zentr.)
Der Abg. Liebknecht bat behauptet ich hätte auf der Gene, ralversammlung der christlichen Gewerkschaften die katholischen Bischöfe als Wegelagerer bezeichnet. DaS kann aus meinen Worten nur jemand herauSlesen, der Zusammen, hänge konstruiert, die ungefähr denen von solchen Leuten gleich- kommen, die ich eben nannte.
Abg. Tr. Paasche (Natl.):'
Der Abgeordnete Gröber hat meine Worte über meinen Besuch ber Jesuitenanstalt in Tokio zitiert und meinen Wunsch herauSgelesen, datz wir eine solche Anstalt auch in Deutschland haben sollten. Ich bemerke dazu, daß mich der dortige Botschafter Graf Rex dahingeführt hat, um mir eine Stätte deutscher Kultur zu zeigen. Ick bin nicht hin- gegangen, weil eS sich um eine Jesuitenniederlassung handelt, sondern, weil ich gehört habe, daß es fich dort um eine großartig angelegte Bildungsanstalt handelt (Hort! Höri! im Zentr.), die, ohne datz sie Missionstätrgkeit übt und üben darf.
denliche Kultur verbreitet. Ich müßt- ein unehrlicher <met1r* fern, wenn ich erklären wollte, daß daS, was ich dort gesehen habe, nicht anerkennenswert ist. Ick habe aber nickt etwa daran gedacht, zu sagen, wie mir Herr Gräber unterschiebt, sic möcksten solche Anstalten auch in Deutschland für die Japaner gründen Soweit gebt meine Liebenswürdigkeit nicht
Ick habe also gesagt: Können wir d-nn nickt etwas äbn- l'ches fuc di- studierenden Japaner in Deutschland tun! (Qutuf 'm Zentr.: Also die Jesuiten!) Nein, wir. nicht sie. (Beifall) Für so ungeschickt hält rnick niemand im Hause, daß ich die Jesuiten auffordern sollte, sich in Deutschland anzusiedcln. da bas vom Gesotz verboten ist. (»Beifall.)
Abg. Hoch (^03.):
Tie Teu-runaskomMission hat abficktlich di- Arb?i!-n verschleppt, um dem Volke jede Hilfe zu versagen. (Lachen.)
Abg. Dr. Liebknecht (S03):
Tie Erklärung Tr. W i e m c r S akzeptiere ick und berichtige also meine Ausführungen. Tie christlichen Gewerkschaftsführer richten aus dem Hintergründe vergiftete Pfei' gegen die kirchlichen Würdenträger und wagen es dann nicht, zu ihren Worten zu stehen. (Großer Lärm i. Zentr.)
Abg. Sieg (Natl.):
Als Vorsitzender der Teuerungskommission mutz ich die Be- hauptuvg zurückw-isen, als ob irgendwie ber Versuch gemacht worben ist, bie Beratungen hinaiiSzuschieben. ES war unmög- lick, bie Beratungen in ein ober zwei Sitzungen zu Ende zu führen, da ausgedehnte Debatten in AuSsickt standen. Tas Volk hat nichts verloren. UebrigenS hätten bie Sozialdemokraten ba" Gesetz glatt annchmcn können. (Lebhafte Zustimmung.)
Abg. Giesberts (Zentr.):
DaS Verhalten Tr. Liebknechts übersteigt jebeS zulässige Matz. Ich protestiere entschieden dagegen, datz meine Worte gegen die Bischöfe ober gegen irgendeine katholische Behörde ge- richtet sein sollen. (Zuruf ber Soz.: Gegen wen benn!) Tie Behauptung, datz ich ine Bischöfe Wegelagerer genannt habe, ist durchaus unwahr. (Lärm der Soz )
Abg. Hoch (Soz.):
Man hätte ja in der Teuerungskommission unsere Anträge ablehnen können, da wäre die alte Zollwucherermehr- heit wieder zum Vorschein gekommen. (Großer Lärm.)
Präsident Kaempf ruft den Redner zur Ordnung.
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.):
Die Ausflüchte Giesberts waren ein deutliches Schuldbe- wutztjein. Zöpfe wird man nicht los. indem man sich um sich hernrndreht, sondern indem man sie absckneidet. (Heiterkeit.) Das kann man schon von den modernen Chinesen lernen. Ein wirklich ehrlicher Gewerkschaftler mußte jetzt mit seinem Fleder- wisch herauskommen, aber die christlichen Gewerkschaften sind ja nur von der Kurie abhängig. DaS sind Wölfe in Schafskleidern. (Große Heiterkeit)
Präsident Kaempf:
Sie dürfen Abgeordnete nicht als Wölfe in Schafskleidern bezeichnen. (Erneute grosse Heilerkeit.)
Abg. Giesberts (Zentr.):
Trotz allen krampfhaften Bemühungen wird man unS nicht zu Chinesen machen. Ter größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Tenunziaut (»Beifall i. Ztr.)
Abg. Dr. Frank (Soz.):
Was wir heute vom Zentrum gehört haben, bestätigt, datz ich gestern richtig prophezeit habe: die Opposition des Zentrums ist nicht ernst. (Gelächter i.Ztr.)
Tie Aussprache schliesst Der Etat geht in seinen Hauptteilcn an die Budgetkommission. DaS HauS vertagt sich.
Sonnabend 11 Uhr: Petroleummonopol,
Schluss %6 Uhr,
Starrdesanrrsnachrichten.
Giessen.
Aufgebote: November 29. Alfred Brumlick, Kaufmann (•in Gießen, mit Else Luise Haas in Frankfurt a. M. — Emil (Phaser, Kandidat der Medizin in Hamm, mit Barbara Schimpfs in Offenbach a. M. — 30. Jakob Atzchach, Steinmetzmeister in Gießen, mit Auguste Ernestine Ida Opitz in Cleve. — Dezember 2. Johannes Schwalm, Schreiner in Ascherobe, mit Anna Maria Geissel in Meßhausen. — Adolf Falkenstein, Sanitäts- sergeaitt, mit Johanna Müller, beide in Gießen. — Wilhelm Eduard Heinrich ^vreuzburg, Bahnarbciter, mit Maria Nicolai, beide in Giessen. — 3. Friedrich Rol-rbach, Maschinenmeister, mit Margarete Leib, beide in Gießen. Heinrich Frey, Maurer, mit Marie Baumann, beide in Giessen. — 4. Karl Euler, Heizer, mit Maria Kötting, beide in Gießen. — Johann Seim, Tele- Hraphenarbciter in Ruppertenrod, mit Emma Deubel in Flensungen. — 5. Ludwig Walter, Uhrmacher in Stuttgart, mit Marie Gernand in Gießen. — 6. Georg Remmel, Schreiner, mit Anna ssiobert, beide in Giessen.
Eheschliessungen: Dezember 4. Wilhelm Martin Franz, .Oemcindehelfer in Aschersleben, mit Olga Hulda Trautewig in Quedlinburg.
Geborene: November 23. Metzgermeister Karl Julius lAulmann eine Tollster, Gertrud Emma. — 25. Dem Kutscher jGregorius Robertus Linde eine Tochter, Hildegard Paula Maria. — 26. Dem Burcaudiener Heinrich Borschel ein Sohn, Karl sLudwig. — 28. Dem Gartner Rudolf Schneider ein Sohn, Alfred Konrad Karl. — 29. Dem Fuhrunternehmer Ernst Valentin ein Sohn. — Dezember 2. Dem BuclHrucker Franz Paul Georg Mbert Pusch eine Tochter, Agnes Jol-anna Luise. — 6. Dem «Schlosser Wilhelm Klös ein Sohn.
Gestorbene: November 29. Hans Albert Goffelmeycr, HO Monate alt, Schisfenlrergerweg 69. — Dezember 2. Ludwig Dietz, 19 Jahre alt, Licher Straße 74. — 3. Johannette Leidner, Igcb. Fischer, 68 Jal-re alt, Liebigstraße 69. — 4. Wilhelm Neutcr, städtischer Arbeiter, 56 Jahre alt, Walltorstraße 11. — 6. Geheimer Justizrat Theoplstl Baist, Rechtsanwalt, 85 Jahre alt, Nord-Anlage 35.
Alsfeld.
Aufgebote: November 22. Karl Bernhard, Erdarbeiter fcu Angenrod, mit Marie HLrich zu Alsfeld. — 27. Heinrich Greb II., Maurer, mit Marie Weller, beide zu Leusel. — 28. Karl Hedrich, Bahnarbeitcr zu Leusel, mit Christine Einwächter tzu Sieben.
Geborene: November 19. Dem Taglöhner Jakob Heinrich Knauf eine Tochter, Clisabetbe Helene. — 21. Dem Gehilfen >am Finanzamt Ludwig Bender eine Tochter, Anna Marie Erna. — 25. Dem Weinhändler Karl Malkstius ein Sohn, Friedrich Wilhelm. — 27. Dem Schreinergchilsen Karl Bruno Hermann ein Sohn, Martin Ludwig. — 28. Dem Taglöhncr Wilhelm Merle eine Tochter, Helene Louise.
Sterbefälle: November 23. Ludwig Knieriem, Maurermeister, 58 Jahre alt. — 28. Werner Geisel, Wagnenncister, al Jahre alt.
Alten-Vuseck.
Eheschliessungen: November 24. Karl Bogel, Musiker In Alten-Buseck, mit Karol ine Euler in Taubringen.
Gebotene: November 24. Dem Bahnarbeiter Heinrich slliuhl^ein Sohn. — 27. Dem Bahnarbciter Ludwig Schreiner jeuw Tollster, Margarete. — 29. Dem Taglöhncr Kaspar Wagen- A«uh X. ein Sohn, Richard Dezember 3. Dem Landwirt Wil- A»lm Döll II. ein Sohn.
„ G ! n c ?’> M aric Schmidt, geb. Wagen-
.-bau',
Beuern.
Aufgebote: November 30. Heinrich Lindenstruth IV., Steinhauer, mit Katharina Elisabetha Emma Klos, beide in Beuern.
Büdingen.
Aufgebote: November 29. Heinrich Jekel, Buchdrucker in Eschwcge, mit Marie Friederike Louise Grcde von Allen- dorf a. d. W. — Dezember 3. Ernst Josef Römer, Glasmacher in Büdingen, mit Wilhelmine Karoline Elise Werth in Büdingen.
Geborene: November 26. Dem Friseur Eduard Dönges eine Tollster, Johanna.
Sterbefälle: November 29. Katharine Pracht, geb. Schmidt, von Lich, 79 Jahre alt. — 30. Eva Elisabcthe Mörschel von Büdingen, 72 Jahre alt.
Zriedderg.
Aufgebote: November 28. Adam Pfeifer, Steinhauer in Bensheim, mit Katharine Götz in Winter kästen. — Dezember 1. Karl Wilhelm Daubertshäuser, Geometer 2. Klasse, mit Wilhelmine Theresia Reul in Höchst a. d. Nidder.
Eheschließungen: November 29. Adolph Klipstein, Kaufmann in Köln, mit Else Sarah Ehrmann in Friedberg.
Geborene: November 28. Dem Bautechnikcr Gottfried Langstrof ein Sohn, Ludwig Lorenz. — 30. Dem Maurer Wilhelm Christoph Heinrich Nicolaus ein Sohn, Karl. — Dez. 1. Dem Bierbrauer Johann Evangelist Baumgartner eine Tochter, Elsa. — Dem Maler Karl Kretschmar ein Sohn, Wilhelm.
Stcrbcfäll e: November 28. Philipp Adolf Arthur Schäfer, 1 Jahr alt. — Witwe Maria Kabel, geb. Clormann, Rentenempfängerin, 69 Jahre alt.
Grotzen-Liuden.
Aufgebote: November 30. Karl Faber, Installateur, mit Maria Menges, beide in Großen-Linden.
Geborene: November 29. Dem Bahnarbeitcr Wilhelm Menges III. eine Tochter, Ottilie Marie Christine.
Sterbefällc: November 29. Christina Hess, geb. Reichhardt, 62 Jahre alt.
Heuchelheim.
Aufgebote: Tezember 2. Wilhelm Schimmel IL, Landwirt von Heuchelheim, mit Anna Margarete Jßleib von Allen- dorf a. d. L. — 4. Heinrich Muhl, Taglöhncr von Großen- Linden, mit Elisabcthe Bebling von Heuchelheim.
Eheschließungen: Tezember 1. Hermann Römer II., Maurergeselle, mit Lina Adolph, beide in Heuchelheim.
Langsdorf.
Aufgebote: Heinrich Roth XVII., Dachdecker von Langsdorf, mit Maria Nier von Nomienroth.
Laubach.
Eheschließungen: November 28. Otto Schmidt, Architekt in Meran (Oesterreich), mit Minna Stotz in Laubach. — Dezember 1. Heinrich Kreicker II., Bäcker, mit Marie Jäger, beide in Laubach. — Karl Bourrce, Rechner, mit Elisabetta Gunther, beide in Laubaa). — August Muller, Sergeant in Darmstadt, mit Anna Göbisch in Laubach.
Sterbefälle: November 30. Christiane Rühl, geb. Kircher, 74 Jahre all.
Lauterbach.
Geborene: November 26. Dem Taglöhner Valentin Wahl ein Sohn, Karl. — 29. Tein Schreiner Georg Roth eine Tochter, Bertha. — Dezember 1. Dem Kutscher Valentin Sll)wärzel ein Solm. — Dem Obermälzcr Adam Geöliardt eine Tochter, Margaretha. — 2. Dem Taglvhner Johannes Lippert ein Sohn, Karl.
Sterbefälle: November 30. Hartmann Ludwig Tra- bandt, Taglöhner, 62 Jahre alt
Zamttien-Nachrichlen aus anderen Orten.
Verlobte: Fräulein Lina Lippert mit * Herrn Heinrich Birkenslock, beide in Eudorf.
Gestorbene: Herr Heinrich Schweighöfer in Ortenberg. — Frau Katharina Tictharbt in Lehnyeuu. — Fran Katharine Stroh Witwe, geb. Holder, in OderSvach. — Fran Auguste Johlen, geb. Rojeiikrauz, Herr Wilhelm Steueinagel, beide in Weilburg. — Herr Heinrich Berdux in Marburg.
Gewogen und zu leicht befunden
manche Dame die ucifdjtebenftcn Toilcucnseifen in bezug auf Qualität und Wirkung. Wer »Naumanns ^Faustring" Lanolinseiw venuvu erlebt niemals eine Enttäuschung. 20 Pfg pro Stück. 5 St iv '45I9-
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eines Kräftigungsmittels bedürfen.
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Leihgestern.
Aufgebote: November 28. Hermann Semmler, Grubenarbeiter, mit Katharine Haas, beide zu Leihgestern.
Eheschließungen: Nov. 30. Georg Brück, Lackierer, mit Marie Wehrum, beide zu Leihgestern.
Geborene: Noveniber 26. Dem Eisenbahnschasfner Georg Maritni V. eine Tochter, Marie. — 27. Dem Grubenarbeiter Ludwig Krick Zwillinge, Ludwig und Karl.
Sterbesälle: November 26. Georg Laux, 5Monate alt
Lollar.
Aufgebote: November 28. Konrad Völzing, Former in Lollar, mit Emma Elisabcthe Döring in Romrod.
Londorf.
Geborene: November 21. Dem Oberschweizer Wert Paul Backe eine Tochter, Martha Elisabeth.
Sterbefälle: Dezember 1. Friedrich Wilhelm Borger, ; Gastwirt, 61 Jahre alt.
Schotten.
Aufgebote: Dezember 2. Peter Beck, ScUossergehilfe. mit Margarethe Sorger, beide in Sllwtten. — Karl Julius Bergen, Sattlergelstlfe, mit Anna Zimmermann, beide in Schotten. — 3. Heinrich Zinnel I„ Weißbinder in Betzenrod, mit Katha rinc Schaaf in Schotten. — 5. Jakob Weingärtner, Ackermann in Gradsroth, mit Marie Weber in Schotten.
Eheschließungen: Dezember 5. Lonis Rothschild, Kaufmann in Friedberg (Hessen), mit Rega Simon in Schotten.
Geborene: November 22. Dem Schuhmacher Friedriä Weitz IV. eine Tochter, Kittchen. — 26. Dem Schuhmacher gehilfen Karl Merz eine Tochter, Sina.
Treis an der Lumda.
Eheschliessungen: Dez. 1. Wilhelm Göbel, Schmied von Treis a. d. Lda., mit Wilhelmine ManAcr in Krofdorf.
die heutige
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