Kammer
Lollar,
zranzosiscde Truppenverftärkungen in Marokko.
Paris, 8. Mai. Eine Note der dlgence Havas besagt: Vom 10. Mai ab werden ansehnliche T r u p P e n v e r - stärkungen nach Marokko entsandt und zwar Tirailleur- Jnfanterie, Kolonial-Infanterie, GebirgS-Ärtillerie, Legionäre, Chasseurs d'Asrique und Senegaljäger. Die Gesamtstärke der in verschiedenen Gebieten befindlichen Truppen beträgt nach der Bersdänkung 48 000 Mann.
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Ums Stadt «n- fand«
(SieBen, 9. Mai 1912.
• * Tages kalender für Donnerstag, 9. Mai. OeNentl. Dortrag des Naturheüvereins: W. Barnbeck- Kassel über „Frühkngskuren". Abends 81/, Uhr im Hole! Schutz.
Titelverleihungen. Der Groß Herz og hat dem Oberlehrer Wilh. Barth an der Realschule zu Winipfen und dem Oberlehrer Karl Ottma nn an der Goetheschule zu Neu- Isenburg den Charakter als Professor erteilt.
• • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem SchulamtSaspiranleu Peter Vollrath auS Reichelsheim i. O. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Florstadt; dem SchulamtSaspiranten Jak. Wolf auS Rockenberg die Lehrerslelle an der Gcmeindeschule zu Aschbach.
• • Erledigte Lehrerstelle. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschnle zu Vadenrod. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordtensl verbunden.
** Geschworenenliste. Für die am Montag, 10. Juni, vormittags 9i ? Uhr. beginnenden Sitzungen des Schwurgerichts des Lmtdgcricküs der Provinz Oberhcssen für das 9. Vierteljahr wurden die Namen nachstehender <i?auptgesch«vorenen auSgelast 1 Heinrich Ludwig vorn, Landwirt in Steinbach b. Gießen: 2. Friedrich Schwally,
Professor in Gießen: 3. Otto Alten darf, Professor in
Gießen: 4. Wilhelm Diener. Ziegeleiinlpeftor in Angers
bad); 5. Karl Finger II . Kaufmann in Lauterbach; h. Ernst I «ü^menidelxinses 'ruber tauicr oazu herqcrichtet — Tic Vor Schloß er, SttnbtoUt Ul Lamer, 7. putrid) Rahn 11, Bur-1 überfahrt des Zevpeltnjchcn i*uni<Dined am Sonntag gab Ber
gewerbescheins.
** Im Kun st verein hat der Bund zeichnender Künstler Münchens seinen Einzug gehalten. Die tarnen, die in dieser Sonderausstellung vertreten sind: Anner, Bürck, Grill, Hammer, Hoch, Kreidorf, Liebermann, Oßwald, Schultz, Staschus, Tillberg, Ubbelohde, Volker- ing, Volkert und andere bürgen schon dafür, daß man auch diesesmal wieder sehr viel Gutes und manches Hervorragendes zu sehen bekommt. Es sei deshalb schon jetzt auf >iese Ausstellung, die am kommenden Sonntag eröffnet wird, aufmerksam gemacht.
' Ihre goldene Hochzeit begehen am 11. Mai Lokomotivführer i. P. Ph. Dambier und seine Ehefrau, Johannette, geb. Happel.
** Bon den Wandernden. In der Herberge zur Heimat kehrten im April 1133 Gäste (gegen 1112 im April 1911) ein. Unter diesen nahmen 241 Gäste (308) die Unterkunft gegen Arbeitsleistung an, während 892 (804) bezahlten. In der Herberge waren für den Arbeitsnachweis gemeldet 73 offene Stellen, darunter 28 nach außerhalb. Gesucht wurden 41 Handwerker und 32 Arbeiter. Besetzt konnten werden 65 Stellen, während 8 Stellen für Handwerker unbesetzt bleiben mußten, weil es an Bewer- bern dafür fehlte.
Landkreis Gießen.
s. Lollar, 7. Mai. (Gemeinderatssitzung.) An- ioefenb sind: Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach. die Gemeinderäte Weber, Ringleb, Horbach, Back. Schupp. Schmitt und Hofmann. Römer ist entschuldigt. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Vorsitzende mit, daß Mittwoch nachmittag 2» '• Uhr eine Sitzung anberaumt ist zur Unterhandlung mit der Feld bereinigungskommission wegen Gablung der Kosten Ans Veranlassung des Feldbereinigungskommissärs hat der Staat 1000 Mark beigesteuert. — Ter Beitritt zum hessischen Landesvcrein vom roten Kreuz wird beschlossen und als Beitrag jährlich 10 Mark bewilligt. — Der Bau der neuen Brücke bedingt den Ankauf des Konr. Rohrbach'schen Grund st ückchens daselbst: der Kauivertrag der 48 qm je 2.75 Mark wird geneh nügt. — TaS wiederholte Baugesuch des Ludwig Bierau V. wird auch diesmal abgelehnt, aus dem schon früher erwähnten Grunde, daß das Grundstück außerhalb des Ortsbauplans liegt, ebenso wird dem, dem Gesuche beigejügten Antrag, den Ortsbauplan bi- dorthin ui erweitern, ittgsgeben Tas Baugesiill, des Wachtmeisters Brück wird aus demselben Grunde abaelelmt, doch beschließt die Versammlung auf Antrag des Brück, hier den Ortsbauplan zu erweitern, da die gegenüberliegende Straßen front schon vollständig ausgebaut ist. — Tas Baugesuch brr Giien^ werke wird genehmigt — Zur Instandsetzung der Wege in den Auwiesen werden von den Gemeinderätcn Forbach und Hofmann verschiedene Mißstände erörtert, deren Beseitigung durch schärferes Borflehen ber Feldpoliiei geschehen könne ES wird beschlossen, durch Antahren von Schutt die Wege, so weit wie nötig in Stand zu setzen. Als Lohn wird für den Einspänner 1.20 Mark, für den Toppelfpänner 2.00 Mark festgesetzt. Die Beteiligung ist jedem Fuhrwerksbesitzer fr eigegeben. — Die Weißbinderarbeiten sowie daS Anbringen einer Abortgrube am Gemeindehaus (trüber Läufer werden genehmigt. — Zum Oelen der Wände in hiesiger träte macht Gemeinderat Schmitt den Vorschlag, die Wände, soweit nötig, mit Holzschalung zu versehen 01 em einberat Back hält dies für zu teuer. Ter Vorsitzende macht schließlich den Vorschlag, die Sache zwecks Erledigung Bauaufseher Senßselder zu unterbreiten. Tie Versammlung beschließt demgemäß. — Zur Vergebung der Viehwage sind oeridnebene Offerten eingegangen. So derlangt Firma Rosenthal-Osteßen für eine Wage in Eisen 470 Mark, in Holt 330 Mark: Barber Lollar (Holz 392 Mark. Schiefer ft ein Lollar (Holz) 360 Mark, Kutscher-Lollar Eisen) 415 Mark, slucks-Lollar. verschiedene Systeme Eisen) 691 Mark. 515 Mark,
beten ergaben sich den italienischen Truppen. Tie Haltung der ÄkvSllerung ist ruhig unb achtungsvoll.
Konstantinopel, >5. Ma> Mimiter -ralaat teilte privatim eine Depesche des Wal is von ^murna mit, worin gemeldet wird, daß nach einem Telegramm des Kaimakams von Marmaritza Oie türkischen Truppen aut Rhodos die Italiener z u r ü ck g e s ch l a g e n und 1000 Getangene gemacht hätten Tie Italiener sollen zahlreiche Tote verloren haben. - a «,
An diese Meldung dar, man doch wohl ein großes <yragc» zeichen machen
Die Italiener beeilen sich denn auch, zu melden:
Rom, 8. Ma, „Agenzta 3tefam.,/) A>ie angebliche De pesche des Gouverneurs von Rhodos, die einen angeblichen Sieg und die Gefangennahme von etwa tauienb Italienern meldet, die sich wieder eingeschifit hätten, ist vollkommen unzutreffend. Ter Gouverneur und feine seuetare smd Gefangene bet Italiener. Sic sollen nach Italien transportiert werden.
Ausweisungen aus dem Bilajet Smyrna.
Konstantinopel, 8. Mai. Der Ministerrat beschloß, die Italiener auS dem Wilajet Smyrna auszuweisen und ihnen bis zu ihrer Ausreise eine 14 tägige TV r i ft zu gewahren. &f)on vor diesem Beschluß haben die Behörden von Lmyrna einige hervorragende Italiener, unter ihnen den Baron Alwtti, ausgewtesen. ,, . . m f.
Konstantinopel, 8. Mai. Eine Depesche des Walt von Smyrna besagt, daß die Versuche der Italiener, die Heliographen zu zerstören, gescheitert leien und daß die italienische Flotte sich entfernt habe. Die Nachricht rief in der Stadt großes Aufsehen hervor. .....
In ber heutigen Sitzung der Kammer teilte der Pralident den Inhalt von 13 Depeschen mit, die nach dem Bombardement der Dardanellen ^aus den Provinzen an das Parlament gerichtet worden sind. Die Bevölkerung fordert dann die Regierung auf, den Krieg solange fortzuletzen, bis die Italiener Tripolitanicn geraumt haben.
Ein Streit um den Kampf bei Lebda.
Rom, 8. Mai. Die ..Agenzia Stefani" erklärt daß die Meldungen des türkischen Kriegsministeriums über die Einnahme von Lebda nm 3. Mai, die Kämpfe von Homs am 4. Mai sowie einen angeblichen Kamps östlich von Tripolis am 4. Mai vollständig falsch sind. Der Kampf bei Lebda sei em vollständiger Sieg der Italiener gewesen, die neun Tote und 56 Verwundete gehabt hätten unb endgültig die Stellungen von Lebda besetzten Die Türfen seien zurückgeschlagen worden und hätten 300 ^ote gehabt Am 3. Mai hätten die Italiener, die nur unbedeutende Verluste hatten, in ber Oase von Sitten Araber und Türken unter großen Verlusten in die Flucht geschlagen. Was Tripolis anbetreffe, fand dort am 4. Mai kein Kamps statt.
an ck'un.-i ;u einem nnfr willigen Humor. <co äußerte ein alter Bauer naa-, stiller Betrachtung des Flugzeuges: ,,<so was lag ich mir schon eher gefallen, die machen wenigttens )o feinen <st o ub wie die Autos!" .
x Rttttershauscn, 7. Mai. Unser Gemeinderat hat beschlossen, nach Planen des .Kreisbauinspektors Hechler ein neues einklassiges Schul haus mitLehrer- wohimng zu errichten. Für den "Bau sind 28 000 Mk. vor- aesehen: er wird so angelegt, daß später ein Anoau zur Vergrößerung leicht auszusühren ist
(?) T rais-Horl o f f, 8. Mai. Unsere ackerbautreibende Bevölkerung sieht einer trüben Zukunft entgegen. Durch die Umwandlung des hiesigen Bergwerks in Tagebau verlieren die Bauern ihre letzten in ber Gemarkung liegenden Aecker zwischen Trais-Horloff und Inheiden. Das Sträuben der Besitzer ist umsonst. Dieser Tage haben sie einen letzten Antrag gestellt bekommen. Tie Grubenverwaltung will für den Quadratmeter Land 80 Pfennig bezahlen Sind die Bauern damit nicht einverstanden, so wird das Enteignungsoerfahren cingelcitct. Zwei große Baggermafchinen stehen bereit und werden diese Woche noch ihre Tätigkeit beginnen Die 30 Meter tief abgehobene Erde wird zur Ausfüllung der großen Teiche und Senfungen zwischen Trais-Horloff und Utphe benutzt und auf diese Weise viel neues, wenn auch in den ersten zehn Jahren wenig brauchbares Land geschaffen. Merkwürdigerweise haben sich unsere Bauern für die»es Gelände nicht das VerkausSrecht gewahrt, sondern sicherem Vernehmen nach geht die ganze Fläche in den Besitz des tyrafen zu Laubach über, der in Utphe ein Gut liegen hat. Außerdem erhält nur noch der Bürgermeister der Gemeinde Trais-Horloft auf dieser Seite sechs Morgen Land, die er auf der andern Seite ebenfalls verlieren muß. Jedenfalls bedeutet die ganze Sache den wirtschaftlichen Ruin der Gemeinde und es ist kaum auszudenken, wie diese jetzt sich ihre Zukunft denkt. Vergeblich schaut Trais nach einem Helfer. Hier wäre jedenfalls eine recht dankbare Aufgabe
germeister in Rirfeld: 8. Louis Benner, Kaufmann in Gießen: 9. Heinrich Sehrt, Rentner in Grünberg: 10. Georg Allmendinger, Fabrikant in Grün berg: 11. I. Haller, Professor in Gießen: Adolf Fischer, M auf mann in Gießen: 13. Valentin .Hari Schrimpf, Bürgermeister in Schlechtenwegen : 14. Jakob Lotz, Landwirt in Garbentcich: 15. Johann Konrad.Oehler, Pfandmeister i. P. in^Friedberg: 16. Philipp Fritzel, Landwirt in Tor beim; 17. Adolf Fink, Kaufmann in Friedberg; 18. Christoph Bieker, Kaufmann in Gießen: 19. Wilhelm Jakobi V., Landwirt in Rodhetm v. d Höhe: 20. ttarl Ruppel, Mühlenbesitzer in Unter- Schmitten; 21. Georg Tern VIII., Landwirt in Leihgestern; 22. Franz Brück, Fabrikant in (ließen; 23. Karl Jung L, Landwirt in Wies eck; 24. Josef Kubel, Fabrikant in Herbstein; 25. Karl Behrmann, Metzger in Ulrichstein: 26^Moritz Friedberger, Kaufmann in Ohefeen; 27. Julius Schulze, Kaufmann in Gießen: 28. Karl Koch, Buchhändler in Gießen; 29. Wilhelm Reidel V., Landwirt in Heuchelheim b. Gießen; 30. Wilhelm Aff, Landwirt in Beltershain.
** Hess. Hauptverein des Evang. Bundes. Die aus'allen Teilen des Landes stark geschickte Früh- fahrs-Abgeordnetenversammlung, die ttirzlich in Frankfurt abgehalten wurde, hatte eine wichtige Tagesordnung zu erledigen. Ein stetes Wachsen der Milgliederzahl und Gründung einer Anzahl neuer Zweigver- eine wurde festgestellt. Tic Tätigkeitsberichte des Haupt- Vereinsvorstandes und seiner Ausschüsse, sowie der Geschäftsstelle und endlich die Rechnungsablage zeigten, daß auf allen Gebieten die Arbeit vorwärts geht. Ter Vorsitzende, Pfarrer D. Waitz-Darmstadt, der stellvertr. Vorsitzende Landgerichtsdirektor Schineckenbecher -Gießen und der gesamte übrige Vorstand wurden einstimmig wiedergewählt Ueber die Ostertagung des Gesamtoorstandes au Eisenach erstattete ein Vertreter Bericht. Der konfessionelle Religionsunterricht wurde in liebereinftimmung mit allen kirchlich und religiös Interessierten für selbstverständlich an den hessischen Schulen erachtet. Die drohende Aushebung des Jesuitengesetzes wurde eingehend besprochen und Maßnahmen hierzu wurden getroffen. Besonderes Interesse fordert die 25jährige Jubelfeier des Hessischen Hauptvereins, die mit der Landesversammlung in Tarrn- ft ab t am 28 und 29. Oktober d. I. begangen unb mit einer Jubiläumsstiftung zum Ausdruck kommen wird, sowie mit einer Aufführung von Devrients „Luther" ausgezeichnet sein soll.
** Eine öffentliche Sitzung des Provin- zialausfchusses findet am Samstag, 11. Mai 1912, vormittags 3/49 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Reklamation gegen den Voranschlag der Stadt Lauterbach für 1912. 2. Wirtschaftsgesuch des Heinrich Oestreich zu Gießen, Wetzlarer Weg 77. 3. Wirt- schaftsg^such des katholischen Kirchenvorstandes zu Gießen für das 5>aus Frankfurter Straße 19. 4. Klage des OrtSarmenverbandes Offenbach a. M. gegen den Orts- armenverband Büdingen wegen Unterstützung des K. Schunk. 5. Gesuch des Christian Reiber zu Frankfurt a. M. um Erteilung der Konzession zur Errichtung eines Cafss in seinem projektterten Neubau, Ecke Seltersweg und Löwengasse in Gießen. 6. Gesuch des Georg Friedrich Schneioer zu Hungen um Erteilung eines Wander-
veutsches Reich.
In der b a d i f ch e n Zweiten Kammer stellte am Mittwoch Intunzminister Rhcinbaben eine Denkschrift über die Kali- gewinnung in Baben in 4lussicht. Der Minister sprach sich über Abänderung des eigenen Betriebes für die Konzessionierung von Privattlnternehmungen aus. Bei den abFuschließenden Verträgen sei darauf Bedacht zu nehmen, daß für den Staat entsprech nbe Vorteile festgelegt werben.
Die sächsische Kammer werhanbelt« über einen Antrag auf Bewilligung von Mitteln zur freien Eisenbahnfahrt an bic im ReichSland bienenden Soldaten bei Urlaubsreisen in bic sächsische Heimat. Der Finanzminister erklärte, bic Regierung halte eS für erwünscht, die Angelegenheit nicht ehrfeitig, sondern int Einvernehmen mit bett verbündeten Regierungen toi verhandeln. Die gleich Ansicht wie Sachsen verträten bic Regierungen von Prenßen, Bayern, Württemberg unb Baden, mit betten bic sächsische Regierung sich inzwischen ins Einvernehnren gesetzt habe. Die Kammer faßte ben Beschluß, die Regierung zu rnudytt, im Bunbesrat dahin zu tvirken, daß den Mannscliuften bet Hennatsurlanb einmal im Jahre freie Hin- und Rückfahrt zwisckZen den Garttisonen gewährt wird.
Entsprecht'nb dem Vorgehen der nationalliberalen Reick)stags- srckktion satrdte auckl die preußische Lanbtagsfraktio«n ber Nationalliberalen bezw. in ihrem Auftrage ber M'geordnete Dr. Friedberg ein Telegramm an bett Vorsitzenden ber Wahlkreis- orgauisalion ber Nationalliberale it in Varel-Jever, Dr. BartikowSki, und ersuästc ihn unb bic dortigen Parteifteunbc, bei der morgigen Reichstag--Stichwahl gesMossen für den bürgerlieben Kandtdaten Lanbtagsabgeordneten Dr. Wie-- mer von ber Fortschrittlichen Volkspartei gegen den Sozialdemokraten Hug eitMttreten.
Aus heften.
Bom Bunde der Landwirte.
Die Landesversammlnttg des Bundes der Land- wirte für das Großherzogtum Hessen findet Sonntag, den 12. Mat, nachmittags 2 Uhr, in Darmstadt im Saal der Turngemeinde statt. Auf ber Tagesordnung steht ein Vortrag des Abg. Dr. Hahn Über das Thema: „Der Siegeszug des Grofekapitalismus und seine Gefahren für Landwirtschaft unb Mittelstand". Ansprachen werden ferner halten die Oekonomierate K or e l l --Angenrod und Lucke- Frankfurt a. M., sowie Gutspachter Jakob liefert- Fronhof.
Ür unsere beiden Abgeordneten.
(?) Steinheim, 8. Mai. Der bereits auf bre^? Frühjahr verschobene Schulhausneubau ist abermals verschoben worden. Im Winter werden die Baumaterialien herbeigefahren und im Frühjahr 1913 mit ben Arbeiten begonnen. Er wird zwei Lehrsäle und zwei Lehrerwohnungen enthalten.
x Hungen, 8. Mai. Unser Dolksschulaebaude wächst jetzt mit Macht aus der Erde. Wegen des Bauplatzes war in der Gemeinde viel gestritten worden. Die Gegner jatten Bedenken wegen der Güte des BMtgrundes, sie werden jetzt sich beruhigt haben, denn es hat sich ergeben, daß der Bauplatz für bic Fundamentierung nicht bic geringsten Schwierigkeiten ergab und dabei den Vorteil hat, ür die neue Schule eine malerische Lage abzugeben.
KreiS Bübingen.
--- Lindheim, 7. Mai. Die Landwirtschaftskammer eröffnet am 1. Juli den zweiten ftnismonat- lichen Haushaltungskursus für 1912 an ihrerHaus- hattungsfchule zu Lind heim. Der praktische unb tlseo- retische HauShaltungsunterricht erstreckt sich auf die Anleitung im selbständigen Kochen mit Rücksicht aus bic Bedürfnisse des ländlichen und bürgerlichen Tisches, Zubereitung und Aufbewahrung der Speisen, in bet ffäfeaerei- tung, 'Federviehpflege, Gartenwirtschaft, im Waschen unb Bügeln, Reinhalten des Hauses, Buchführung. Ta in diesem Kurse auch ein sehr gründlicher Handarbeitsunterricht, in welchem das Stricken, Wäschc-Schnittzcichniing. Wäschezuschneiden, Hand- und Maschinennäh.n. Ausbcsscm erteilt nriro, da ferner auch allgemein bildende Facher wie Aussatz, Rechnen, Singen, Gesundhettslehre und Slranlcip pflege gelehrt werden, ist die Tcilnahinc an dem Unterricht nicht nur Töchtern von Landwirten, sondern auch benen des Mittelstandes sehr zu empfehlen Hinzuweiftn ist noch auf die gründliche Ausbildung in den Arbeiten im Obst- und Gemüsebau, speziell auf die Konservierung, das Ein- machen des Obstes und der Gemüse. Ebenso werden der Ernte und WinterMifbcwahrung des ObsteS und der Gemüse große Beachtung geschenkt Daß zur Erlernung eines so großen Lehrplanes wie des oben angeführten ein mehr- monatlid)er Lehrkursus notwendig ist, ist als selbstverständlich zu betrad)tcn. Wenn auch in letzter Zett vielfach tury Wander-Haushaltungskurse errichtet wurden, auf denen in wenigen Wochen die Einführung in einige Obliegenheiten des Haushaltes bezweckt werden soll, so muß doch jeder Vater, ber seiner Tockfter die gründliche Ausbildung in ben hausmütterlichen Pflichten geben lassen will, feinem Kinde einen längeren Unterricht zukommen lassen. Die Landwirt- schaftskammer kommt den Eltern sehr entgegen, indem sie den Unterricht- und Pensionspreis denkbar niedrigst ftst- gesetzt hat. Für Unterricht unb Logis sind für ben ganzer Kurs für Hessinnen 25 Mk., von Nichthessinnen 40 'Mj zu bezahlen. Die Kosten für Verpflegung berechnen sich mufu der wirklichen Aufwendung. Anmeldungen zur Teilnahme! an dem Kursus sind alsbald an die Ortss chu lkom-^ Mission ber Haushalttmgsschule Lindheim zu richtens die auch ausführliche Programme unb Anmeldebogen omi Verlangen versendet.
KreiS Alsfeld.
w. Assf eld, 7. Mai. Stadtvorstandssitzung Anwesend: Bürgermeister Dr. Völsing sowie 10 Gememderatsmil- glicder — Zu dem Gesuch deS Lehrers Zoll und Jakob Kme- rim II. zu Alsfeld, die an ber Altenburger Straße Neubauter errichten wollen und hierzu städttsches Gelände benötigen, wurde beschlossen, unter Aushebung des Äemeinderatsbeschlusses vo« 19 Marz 1912 zu dem Gesuche deS SpenalermeistcrS Friedrick Schneider den Gesuchstellern das fragliche Gelände zum Preise vor 3.50 -Mark für den qm abzuttetmr und zwar unter der -Beding»«« daß sie vor Inangrifsnayme der zu errichtenden Neubaltten bi< Verlegung des ben städtischen Geländeftreisen durchziehenden^ itals hn Einvernchmen nut der Stadt so vornehmen, daß bet Stw- sräkerhin keinerlei Verpslichtunaen mehr wegen etroatger anher- locitcr Führung ober Verlegung des Grabens und Kanals entstehen Mit Rücksicht darauf, daß die Gesuchstetter die Verlegung des »- n(il5 auf ihre Kosten vornehmen lassen müssen, wurde der oo» der Baukommission festgesetzte Preis von 5 Mark für den q® aut 3.50 Mark herabgesetzt. — Lehrer Zoll ersucht darun- nach, sein zu errichtendes Wohnhaus gleich dem daneben sithenda Hause Rohrbachs hinter die Baufluchtlinie stellen zu dürsm. Der Stadtvorstand erklärte sich damit einverstanden, baß der Abtion von ber Paufluckstlinie berfelbe wird wie bei dem Hause de Architekten Rodrbach Auch muß sich Gesuchstetter vertsllchten binnen Jahresfrist längs der Altenburger Straße die Ein'ne digung zu errichten. — Zu dem Gesuch de« Adolf Namfpec und Georg und Wllhelm Lang um Abtretung von lande wurde beschlossen, die .Angelegenheit der Baukomiwstwr zu überweisen, die prüfen soll, ob das Gelände nicht zur Be ichassung eines ireien Platzes vor ber Volksschule verwendet wer den kann. — Tie Vorschläge der Wasserwerlskommission b^uatw der eingelaufenen Einsprüche gegen die Wassereinsck^tzung tür Rechnungsjahr 1912 wurden als Ennchetduna angenommen. Der Einspruch des Fabnlanten Ludwig Raab gegen die Hebung des Wassergeldes nach Wassermesser wird dem Vorschläge der Wasserwerkökommtt'sion als unbegründet tzeieynt. Zum gleichen Einspruch ocr Verwaltung d-


