Amtlicher Teil.
im 76. Lebensjahre.
2G60
Lieh, den 10. April 1912.
Trauerbesuche dankend abgelehnt.
2686
Kultursichcl mit Beil
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zwangsweise gegen bar versteigert werden.
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Gießen, am 10. Avril 1012.
J.L.: Vogel, Gerichtsvollzieher-Aspirant. 108014
Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Hermann Köhler Familie Karl Henk.
V j Es H der Mühe wert! sich uns. miss. Kat. grat. es^Etom. z. L Gefiügelbof Westfalen, Eiiecfeld (Sieg) D“/.
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Giessen (Schiffenberger Weg 10), Wiesbaden, Frankfurt a. M-, 9. April 1912.
Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 12. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus.
Amtlicher Wetterbericht.
WetterauSsicbten in Hessen für Donnerstag, den 11. April 1912: Nach vorübergehender Aufheiterung wieder Trübung und Regenfalle.
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Danksagung.
Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen Verwandten Freunden und Bekannten innigsten Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Erb, Lehrer.
Todesanzeige
Heute abend 9’/4 Uhr verschied nach kurzem Leiden sanft, aber unerwartet unsere liebe treusorgende Mutter, Schwester, Grossmutter und Tante
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) abgestürzt. Die tieur Karl Lsse, r Kaufmann Karl die nut leicht Der- hrt. Der 20-jährige lrde schwer ber* i gebracht und dort erlaufen und es beten.
। im Stadtgarten die fischen Landes* t den Tätigkeitsbericht immige Annahme,, in er gegen einen gwgen Kammer öotgebratpt ie für bie Lehrerschaft )t Tie Entscheidung . nbub-Ofsenbach eibung über die An* ierbibliotheken in den Borslandswahr gewählt. M W letieunen LMÜehrer Zach-Mmr cinltun» tsührern wurden Ul ioll-Lelzn, Joest' , g-Beerfelden, Linlk- mmt. Zur GlündM rin Ausschuß gewählt
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Letzte llncbricbten.
Ems, 10. April. Der frühere Bürgermeister von Ems August Spanaenberg, der von 1880 bis 1903 hier amtierte, ist im Alter von 74 Jahren gestorben.
Konstantinopel, 10. April. Der Kommandant von Benghasi Major Enver-Bay ist zum Mutessarif von Benghasi ernannt worden
Kairo, 10. April. Die bei dem Dampfboot-Untergang auf dem Nil Ertrunkenen, deren Zahl übrigens in den ersten Meldungen sehr übertrieben wurde, sind sämtlich Aegypter gewesen. __
vermischtes
♦ Eisenbahnunfall. Am Dienstag mittag ein Ufir entgleiste ein Kurszug der Nebenbahn Mos- ach-Mud au kurz vor Mosbach auf freier Strecke. Die Lokomotive, der Gepäckwagen und der erste Personenwagen stürzten um. Dar Heizer ist tot, der Lokomotiv- führer so schwer verletzt, daß er jedenfalls nicht mit dem Leben davonkommen wird. 10 bis 15 Personen erlitten leichte Verletzungen. — Wie die Deutsche Eisenbahn- detriebs-Gesellschaft Bering u. Wächter mitteilt, sind bei dem Uiiglück aus der von ihr betriebenen Strecke Mosbach- Mudau nur vier Reisende verletzt worden.
* Feuer im Auswanderer-Bahnhof. Am Dienstag abend brach in br>t Restaurationsräumen des Aus-
war der Aufenthalt im treten g et QrilidLia gerade^ unmöglich. 1 Die Ferstsvrechleitungcn und die elektrischen Lichtleitungen vieler , Gemeinden wurden zerstört. Die Straßen von Gottesberg waren am Sonntag von Mauerwerk, Siegeln, Glasspltttern und zer- brochenen Schaufensterscheiben übersät.
"er Sturm trieb bei Wallwitz zwei Radfahrer au, den Bahnübergang, als gerade ein E i l g ü t e r z u g heranbrauste Einer der Radfahrer wurde von der Lokomotive er f a ßt uni) zermalmt, der andere wurde von dem Rad geschleudert, irr blieb aber unverletzt. — Bei Cuxhaven ist die holländische ialk Wllhelmlna" unterhalb deS Neuwerks tm Sturm gesunken. Tie Schiffbrüchigen, zwei Männer, eine 7raU und drei Kinder, wurden von dem Neuwerker Rettungsboot ausgenommen. — Auf dem Mittelgrund beim vierten Feuerschiff ist bet schwerem SudweUsturm der Viermafter 2I(ftcnfee" gestrandet. Er wurde in manövrierunfähigem ^uftanbe durch drei Schlepper nach Hamburg bugsiert.
"in Hamburg wurden durch den Sturm an verschiedenen Stellen des Häsens Schuten und andere Fahrzeuge voll Wasser geschlagen und sind gesunken. Mehrere Schsepper rissen sich los und wurden beschädigt. Ein norwegischer Dampfer Varild" kollidierte im Kaiser-Wühelms-Hafen mit dem Dampfer "Brasilia" Beide nmrben leicht beschäbigt. Eine tm Hafen l'.'elegene Straße ist überschwemmt. Sämtliche Kellerräume in den niedrigen Stabtteilen stehen unter Wasser. .
Aus Westerland (Sylt, wirb gemeldet: Der in der Nacht herrschende und noch andauernde orkanartige West sturm hat die Wiesen der Insel überflutet unb bie 2 an b u •' ■: 5 - brücke bei Munkmarsch unter Wasser gesetzt. Die >u.a- mente ber bei Westerlanb begonnenen großen Strand. <- uer >-urden durch bie schwere Branbung zerstört. Zwei Da. ji- r am men und eine Lokomobile wurden tm Sande begraben. Aus Helgoland wird gemeldet: Der schon tagelang andauernde Sturm wurde in ber vergangenen Nacht zum O r k a n. Zwei Frachtschiffe sind bereits gesunken, em Schoner auf der Düne gestrandet. Siebzehn Perlon e n konnten noch nachtS von diesen Fahrzeugen geborgen toCrt9Iud) an den anderen Küsten ber Nordsee wütete bet Sturm, unb in einzelnen Teilen Englands richtete er ganz bebeutenben 3(haben an. Zn Manchester wehte ein Sturm eine Mauer um unb begrub fünf Knaben unter ihren Trümmern. Hner wurde getötet, die anbeten wurden schwer verletzt. Zn Gl en Patrik drückte der Sturm ein baufälliges Haus in und begrub einen Mann mit seinen beiden K inder n. 'l l l e w u r d e n getötet. Durch den Stu.m fiel in Reker- oood ein Schubhaus um unb begrub eine Anzahl Knaben, Jin er würbe schwer, fünf leicht verletzt. — Aus llikolai ew wurde gemeldet: Der seit drei Tagen hetr- l.cnbe Sturm artete heute zum Orkan aus. Viele Schiffe er- itlcn Havarien. Mehl- und Zementladungen wurden durchnäßt Der Hafen für die Küstenschiffahrt wurde teilweise on bm Wellen zerstört. Zwei Dampftammen sanFen. ■ er Wassetstand stieg auf 27,5 Fuß. Die Pasfaglerdampfet nnsseii bei Otschakow ankern. ______________________
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wandcrer-Dahnhofes Ruhleven Feuer aus, wodurch die große Baracke niederbrannte. Der Auswandeterverkehr wurde ausrechterhalten. Personen sind incht verletzt. Bet >em Brande mußte eine Anzahl der Auswanderer nut Gewalt aus den brennenden Baracken getrieben werden, da ie nicht eher weichen wollten, bis nicht auch ihre geringe Habe gerettet war. Die brennenden Baulichkeiten strömteii eine so große Hitze aus, daß man sich ihnen nicht nähern konnte. Die Wellblechbedeckung war weißglühend geworden. Die Schlauchleitungen mußten 900 Meter weit geleitet werden, um an die Hydranten angeschlossen werden zu können.
* Der verkannte Vogel. Wie die Blätter aus Pari- berichten, schoß em alter Bauer in der Gegenb von Brieuse bei Le Puy nach dem Flugzeug des Militärfliegers Gilbert den a für einen Vogel hielt Gilbert, der der Meinung war, daß ihm zu Ehren ein Salutschuß abgefmert worden fei, lietz eine AnzM Ägitationszettel für das Miluarflugwefen herabflattern. Als der Bauer die Papiere erblickte, glaubte er, daß dies Zedern seien und meinte mit Genugtuung: Wenn meine Augen auch nicht mehr ganz jung sind, so habe ich ihm doch eine aufgepfeffert.
Kleine Tagerchronil.
In Zürich ist die Tochter August Bebels, die Gattin des jüngst verstorbenen Dr. Simon und selbst Aerztin, nirolgc des Todes ihres Mannes geisteskrank geworden, so daß sie in ein Sanatorium gebracht werden mußte.
In Teplitz schloß ein Privatier mit drei herabgekommcnen Menschen einen regelrechten Vertrag ab, nach dem ne Tur Kronen seinen reichen Schwiegervater ermorden sollten. Die gedungenen Mörder nutzten den Vertrag zu Erpreflungen aus, bis sie der Privatier in seiner Bedrängnis anzeigte; nun wurden
3u dem gestern bereits gemeldeten DampferzusamMenstoß auf dem Nil wird noch gemeldet: Der gesunkene Vergnugungsdampfer hatte 300 Personen an Bord, von denen viele von anberen Dampfern unb Booten gerettet wurden. Siebzehn Leichen sind bisher geborgen worden.
ein Damptzi mit einer Gesellschaft lLtSfftlglern ist nach einer Meldung aus Cairo am Montag abend elf Uhr aus dem N il gesunken. Der „AgenceHavas^zufolgesollen zweihundert Menschen ertrunken sein. . . ..
Wie aus Ajaccie gemeldet wird, wurde ut der dortigen Cathedrale ein E in b r u chs d i eb stahl beruht und eine Anzahl wertvoller Gegenstände geraubt. . w .
JnSanSebastian wurde wahrend eines Feuerwerks ein Zuschauer durch die Trümmer eines explodierenbeii Feuerwerkskörpers getötet. Eine Person wurde schwer, eine leicht verleg.
Der Hauptdeich am Mississippi bei Golbenlake in Arkansas ift gebrochen. Man befürchtet, daß burch das eindringende Wasser gegen 4 5 Ortschaften, wenn auch nur teilweise unter Wasser gesetzt werden. Die bedrohten Plätze sind telephonisch von der brohenben Gefahr verständigt worden.
Warum wollen Sie sich noch weiter quälen?
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Mexiko 10 April. Die Rebellen eroberten die Stad» Jojutla im Staate MoraloS. Tie Regicrungstruppen machte, einen deftigen Gegenangriff, der noch im : "l
Wichtig für die Wcnciunn nach schweren ^Krankheiten ist bie Steigeinng der barnieberliegenben Körverkrane burch navrbM.e und leichi öcvbauliCbe Sveilen. Gibt man ben Rekonvaleszenten ... i niete in Suppen, Gemüsen ober in Getränten wie Milch- Matao- etc., so erhalten sie eine kraiiigenbe, leicht resorbier bare Rabrung von an genehmem Geschmacke. „.Qufeie“ ist babci reizlos unb entba11 keiner' lei Zusätze, bie eventuell nachteilig wirken könnten, so bau es selbst da gereicht werben kann, wo bie Ernährung eine schwierige ist uno nur wenige Speisen zur SlnSwahl stehen. nv
Bekanntmachung.
Betr.: Die Wahlen zur LandwirtschFskammer.
Zur Leitung der am 27. April l. Js. vorzunehmcnden Wahl der Mitglieder zur Landwirtschastskarnrner und zu den AuÄ- schüssen der Landwirtschaftskarnrner für Provinzen hat Grosch Ministerium des Innern auf Grund d^ § 24 btt Wahlorb ming unb bed § 4 ber Satzung der Landwirtschaftskammer foL* genbe Wahlkommissäre ernannt:
II. Provinz Oberhesson.
1. Wahlbezirk (Gießen): Großh. Regiemngsrat Welcker zst ^'^2^ Wahlbezirk (Großen-Buseck): Großh. Kreisamtmann Re- aierungsrat "Langermann zu Gießen.
3. Wahlbezirk (Lieh-Hunyen): Großh. StTeiSamtmann Re- aierunasrat Tr. Merck zu Gießen. .
4. Wahlbezirk (Grünberg-Hombrrg): Großh. Negterungs- asfessor Freiherr Schenk zu Schweinsberg zu Gictzen.
Welche Orte zu den einzelnen Wahlbezirken gehören, geht aus Seite 78, 79 und 80 der den Großh. Mrgermelstereien über, sandten zusammengestellten Vorschriften hervor. Auf § -1 ber Wahlordnung machen wir noch besonders die hierbei in Betracht kommenden Wahlvorsteher aufmerksam.
Gießen, den 9. April 1912.
Großherzogltches Kreisamt Gießen.
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