22. Fritz Welsch,
Tv.-Biedenkopf 129:
23. Mbcrt Henze, Tv.-Kirchhain 1281/2;
Ernst Mischer, Tv.-Frankenberg; Jakob Reinheimer, Mtv. Gießen:
Linden: Ernst Wiegand, Tv--Kirchhain: Ernst Bender, Tv.-Kroß
Mu sterriegen
Degen, Tv.-Großcn-Linden: Peter Dietz, Tv.-Burti-Solms 125: 31. Anton Weide, Tv.-Ober-Mörlcn: H. Sein, Tv.-Ockershausen 124'2: 32. Jakob Matthäus, Tv.-Mieder-Weisel 124; 33. Fr.
Jos. Schraub, Tv-Ober-Mörlen: P. Plösser, Tv.-Homberg a d £. 1261/,; 28. Karl Drescher, Tv.-Krofdorf: Karl Wagner, Mtv.- Rodheim; Hrch. Lang, Tv.-Klcin-L>nbcn 126; 29. Karl Dahm er,
130: 21. Karl Lind, Tv.-Grebenhain 129' 2;
--------- — — --------- — .. Und wo gäbe es edleren Stoff für den Bildner als den Menschenleib? Aber nicht bloss soll der Bildner ihn nachrchmen im toten Stoffe des Marmors. Ter einzelne soll selber seinen Leib meistern, dass er zum plastischen Bilde werde.
txcA I ,*?v 11* hciuhucil Die Wissenschaft von der
<7ej I Gesundheit lehrt uns, was wir lange ahnten: das Turnen ist es, „c.n I™ uns jung erhält, das uns stärkt im Kampfe mit Wind und
Heinrich Pühler. Mtv.-Gießen: Ludwig Belten, Tv.-Großcn-
Bill I., Tv.«Naunheim: W. Faber, Tv.-Leihgestern: K.
Bernhardt, Mtv.-Gießen 123*/r; 34. Otto Haidt, Tv -Lang-Göns;
24. Wilh. Engel, Tv.-Wetzlar-Niedergirmes: Hrch. Dechert, Mtv- Gießen 128: Paul Michel, Mtv.-Giessen; Hrch. Mantler, Ndw.- Rodheim: PH. Germer, Tv.-Mein-Linden 128V»: 25. Will; Belten, Tg.-Marburg; Wilhelm Schmidt, Tv Dorn-Ässenheim: Marl Moos, Tv. ,,Gut Heil^'-Rutterslwusen: Hrch. Braun, Tv. Danbnn- gen: Konrad Häuser, Tg.-Lauterbach 127*/*; 26. Franz Schmitz Tv.-Wetzlar-Niedergirmes: Karl Weist, Tv.-Großen Lnwcu-
vorführten, bei denen neben dem turnerischen Können auch die Auswahl der Hebungen, die richtige Enrwickelnng des Hebungs- ttones, ^urn>pract< usw. der Beurteilung unterlag. Sämtliche Riegen hatten eine ,'elbstgewählte Uebungsgrnppe am Gerat, sowie eine Gruppe ihnen vorgcschriebencr Freiübungen zu turnen Es waren 97 Riegen gemeldet, die bis auf wenige auch antraten. Der Turirplatz bot drirch sie den ganzen Nachmittag hindurch ein buntbewegtes Bild, da die verschiedenartigsten Uebung^niDt>m m allen Gerätearten geturnt wurden. Auch die Giestener Turnvereine waren dabei eifrig tätig. Während der Männert unwer ein m Emzelrregen am Barrew Pferd (Söglingc , in Stabübungen ttltersrcege turnte, sowie Stützhantelübungen ' Frarrenabteilungj zeigte, zeigte der Turnverein eine Bereinsooriührung an drei
1 neue Bünde werden gegründet, sie alle mit dem Anspruch, dast | Barren mit 45 Mann und die Frauenabteilung machte Stab» ihre Ziele die allein wahren, dast ihre Lieblingsfächer in den Übungen.
Mittelpunkt des Unterrichts treten, dast andere den Platz räumenI Während des Riegenturnens traten die Frauenabtei. oder sich ihr Gebiet müstten beschränken lassen. Aber dem Turnen l u n g e n des Kreises zu gemeinsamen Keulenübungen stehen sie alle freundlich und verständnisvoll gegenüber. Freilich, an. Die gegen 80 jungen Damen, die dazu antraten, beten in | noch dürfen wir die Hände nicht in den Schoss legen. Mit Be- ihrer kleidsamen Turnertracht einen reizenden Anblick und die Aus« denken erfüllt uns, was wir vernehmen von den körperlichen Unter-1 führung ihrer Hebungen konnte auch vor sachkundigen Augen be« luchungen unserer Schuljugend, von den so häufigen Verbiegungen stehen.
der Wirbelsäule, von der mangelhaften Entwicklung der Muskeln Während so der Turnplatz ein Bild reger Turntätigkeit bot, pon jöruft unb Armen. Eines vor allem wird hier Besserung das nur durch das übergroße Jnteresie der Zuschauer eine Ein« 1 chatten: Wir vertrauen darauf, dast immer mehr der Satz an- büße erlitt, zeigte der bau Vergnügen Vorbehalt en e Teil des Fest« erkannt werde: nur der Künstler selbst kann die Kunst lehren. Platzes ein buntbewegtes Bild harmloser Fröh.iä'.keit. Die Fest-
-1 0**..sollte lehren dürfen, der durch und durch fachmästig Halle, wo Konzert stättfand, nxir gut besetzt und die großen Win- geichult ut; wer nicht selber alles und jedes aussühren kann, I schaftshallen waren geradezu überfüllt. Auch der Juxplatz, dessen was er von andern verlangt, der bleibe als Lehrer zu Hause. Hauptanziehungspunkt em Aeroplan-Karussell ist, war gut besucht.
Wir vertrauen daraus, dast auch hier heilvolle Sterne unS Spät abends fand auf dem Turnplatz die zum Ziele leiten werden. Denn in der Tat, heute wirkt alles Preisverteilung
zusammen, um uns Gewähr zu bieten für immer retdjerc Ent- für das Einzelwetturnen unb Fechten statt, die Gauturnwart taltung. Der Arzt, der Naturforscher, fic stellen uns als starke W i l l mit kurzen mariigcn Worten einleitete. Er wies am die ^mPen jur ©eite. Deute wissen wir, dast das Turnen nicht nur Fülle der geleisteten Arbeit hin und mehnte zu weiterer tüchtiger die Muskeln stärkt. Schon irn 17. Jahrhundert hat es der Franzose Turuarbeit. Besonders bemerkenswert war, dast in der Oberstufe Montaigne ausgesprochen, dast die Seele stählt, wer die Muskeln zwei frühere Sieger als Ehren sieger erklärt werden konnten, vartet. Deute wisien wir es, dast die Hebung der Glieder ganz die die besten Leistungen erji?lt hatten. Es marrn dies Ludwig unmittelbar wirkt aus die Werkzeuge der Seele, sie stärkt und übt, B epi er vom Turnverein Giesten unb Karl Müller vom den Ftzopf frei halt und frei macht für die Anstrengungen der Männertumverein Giesten
vips i-I Arbeit. Wer seine Glieder beherrschen lernt, wem fic Nachstehend geben wir die Siegerliste bekannt. In der Ober-
Dnä ift Sir m ichtvgferttger Eintracht sich fügen, den wird jede Fährlichkeit I st u f c wurden von 35 Micturnenden 27 preisgekrönt: Ehrem reise den alten ^wappnet Nnden ihn verblüfft kein Hindernis, das sich vor ihm Ludw. Beplcr, Tv. 1846-Gicßen 154 Punkte: Karl Müller, PZv.-
Möge das, 50 jährige Jubiläumsturnsest glänzend verlausen, Turnerei förderlich sein und allen Mitwirkenden in freundlicher Erinnerung bleiben. Darum wollen wir alle einstimmen in den Nus:
Gut Heil, Gilt Heil, Gut Heil!
Darnach ergriff Geheimrat Behaget das Wort zu feiner Festrede.
Tv.-Gießen: Otto Kleinbenn, Tv.-Bietsn-
27. Hrch Amend I, Tv.-Treis a. b. L.:
beteiligten sich über 300 Turner aus fast sämtlichen am Feste teilnehmenden Turnvereinen. Der kurze Aufmarsch war schnell vollendet unb den ganzen Platz bedeckte ein wogendes Meer weist gekleideter Turnergestalten, die wie aus einem Gust die von vier Vorturnern vorgemachten gefälligen unb für Massenaufsührungen tcilmcifc recht schwierigen Hebungen im allgemeinen in recht guter Weise ausführten. Mit bem gemeinsamen Gesang von „O Deutsch- lanb hoch in Ehren", schlossen bie Freiübungen ab, die bei den überaus zahlreichen Zusckjauern lebhafte Beifallsstürme heroorriefen
Ra,ch bedeckte sich dann der Turnplatz mit einzelnen kleineren Turnerabteilungen, die ihre
Handle, rede nicht, ist ein gutes Wort, das auch der Turner zll seinem Leitspruch machen bars, llnb bennoch mag zu so festlicher Stunde, da ein wichtiger Zeitabschnitt sich vollendet, ein kurzes Wort der Rückschau und der Ausschau feine Stätte finden, ein kurzes Wort nur, denn ungeduldig, mit verhaltener Kraft harren die Scharen des Augenblicks, da sie ihr« Glieder recken dürfen, alle Schöne, alle Gewandtheit und Stärke vor uns zu entfalten.
Dieses Kraftbewusttsein, dieser Drang nach Kraftentfaltung, der uns heute entgegentritt im Ergebnis langer hingebender Arbeit, er ist in letzter Linie der unbewustle Ausgangspunkt alles dessen, was Turnen, was körperliche Hebung heißt. Schon in seinen frühesten Lebensstufen sehen wir den werdenden Menschen tätig, seine Glieder zu regen, anzuspannen, sie zu üben für immer neue Zwecke; immer höhere Ausgaben werden gestellt: mit jeder neuen überwundnen Schwierigkeit wächst die Freude, erhöht sich der Lebensgenuß. Solches Heben ist zugleich ein Spiel unb ein ernstes! Ringen nach Vollendung, ein freilich noch unfertiges Beginnen,
Butzbach 127u; 9. Heinr. Hamel, Tv.-Giesten 127; 10 £tto Textor, Tv. Marburg und Herrn. Schimpf, Tv.-Marburg 125*2; 11. Ehr Schmidt, Mtv.-Gießen 124; 12. Earl Kniestädt, Tv - Nidda 123V»: 13. Carl Loos, Tv. Giesten 123: 14. Wilh. Volk, Tv.-Großen-Lindcn 122: 15. Hans Thot, Mtv.-Gießen 121: 16. Rud. Schmidt, Tv.--Gießen 117; 17. Heinr. Diem, Mtv Giesten 114; 18. Emil Gasterstebt, Tg. Marburg, Jakob Busch, Tv. Butzbach 111 Vs; 19. Wilh. Volk, Tv.-Hörnsheim 111; 20. Hi inr. Grölz, Tv.-Daubringen 110; 21. Heinr. Röhrsheim, Tv Krofdorf unb David Waldmann, Tv.-Wetzlar 109'2; 22. R. Burk- holbt, Tv.-Marburg 108.
In der U nt er stufe erhielten von 341 Turnern folgende 178 Preise:
1. Preis Heinr. Winter, Mtv -Gießen 143' Punkte; 2. Wilh. Erb, Tv.-Daubringen 142: 3. Hch. Gürtler, Tv.-Lauterbach 141; 4. Peter Euler, Tv.-Marburg 140; 5. Karl Hildebrandt, Tv.- Wenlar 139*2: 6. Anton Braun, Tv.-Höckelheim 139; 7. Herrn. Möller, Tv.-Lauterbarb 138: 8. Hch. Barwick, Tv Butzbach 13/*2; 9. Adolf Braunagel, Mw.-oKeßcn 136* 2; 10. I Bonhammer, Tv.-Gölbe: Friedr. Brink-u^^n Tv. Münchbolzlwnsen 136; 11. Wilh. Volkmann, Tv. Heuchelh.im; Jul Schuster, Tv -Wetzlar 1351/2; 12. Fritz Schilling, Tg Marburg 134*/»: 13. Karl Weller, Tv.'Dock>elheim 133'H: 14. Fr. W. Heß, Tv.-Bad-Nanhcim; Albert Rinn, Tv.-Heuchelheim 133: 15. Karl Bücking, Tv Alsfeld: Aug. Steinbach, Tv.-Wetzlar-Niedergirmes; Karl Schmuck Tv.-Lauterbach 132*»: 16. Georg Eichler, Tv -Dorir-Assend- im 132: 17. Hch. Amend, Tv.-Treis a. Lda. 1311/»: 18. Karl Möbns, Tv.-Schotten; Theodor Spies, Tv.-Gießen; Karl Mever, Tv.-Grünberg 131; 19. Willi Lenz, Tv.-Gießen;: Fritz Köhm, Tv.-Alsfeld; Karl Müller, Tv.-Gladenbach; Hrch. Wunderlich, Tv.-Kirchhain 1301»; 20. Peter Hildebrand, Tv.-Nieder-Weisel
Tv.-Lauterbach; Will). Schwarz, Tv.-Giesten 125*.: 30. Wild.
9(0(1) ein anderer Nebenbuhler ist dem Turnen entstanden, eine Macht, die ihm zugleich cRn gewaltiger Helfer wird), in dem Sport, der von England berübergetommen ist. Mit großer SckmelUgkeit hat er Wurzel gefaßt, und die Ideen des 'Wettkampfes haben sich aufs neue ausgebreitet: neue olpmpische Spiele futb entstanden, als ein Zeugnis .zugleich für die neu erwachte Kraft des klassischen Altertums. Man mag diese Förderung der Hebung freudig willkommen heißen; man braucht es nicht zu beanstanden, daß aus dem Ehrgeiz Ersprießliches gewonnen wird Aber man wird trotzdem den Wunsch hegen und der Zuversicht leben, dal; der Sport nicht die allbeherrschende Macht werde Sckiließlich in doch die deutsche Art da? Höhere, der sittliche Ernst der die SelbNvervollkommnung sich zum Ziel setzt ohne Rücksicht auf äußere Ziele, auf Gewinn, auf Anerkennung.
Merkwürdig ist, dast der turnerische Gedanke gerade da und bann einen Rückschlag erfahren hat, wo man es am wenigsten ermarten sollte. Die Neubildung des turnerischen Wesens geschah unmittelbar nach dem Jahre 1859, in den trübsten Zeiten der deutschen Geschichte. Das nationale Streben unb Hoffen war es das als starke Tnebkratt wirkte. Unb es kam die Zeit, wo alles erfüllt ward, wo nicht mehr Turnerbünde und Sängerbünde allein die deutsche Gnnheit darstellten: es kamen die großen erlösenden Kämpfe des Jahres 1870. Aber diese gewaltige Steigerung des völkischen Bewußtseins ist gerade dem Turnen nicht zugute gekommen: es ist sogar ein Rückgang erfolgt, der bis zum Emde der siebziger Jahre gedauert hat, eine Zeit der Erschlaffung, eine Zeit des Wohllebens, da man glaubte, nun sei es getan, nun sei die Aufgabe des Turnens gelöst, wie sie von Anmng an den Männern der Freiheitskriege vor Augen gestanden batte.
Seit drei Jahrzehnten aber ist es rastlos aufwärts gegangen' 'n unimberitehlu-hem Wirken auf immer weitere Kreise. Besonders erfreulich ist es, datz die Tore der Schule sich weit au »getan haben für das Turnen: denn wer die Jungen bat, der bat fic als die älteren und alten. Mehr unb mehr entschwindet die Zeit da die Gvmnasien, untren ihrem Namen, keine Gymnastik trieben' Wohl wogt unablässig bin und her der Streit um die Schule Immer neue Gattungen von Schulen treten auf den Plan immer
.,1. Preis: Jos. Jhlesclo, To.-Friedberg 140'/,» 2. Willv Ries, Tg-Marburg 136; Carl Bender, Tv. Wetzlar 130*2: 4. Fr Schmidt, Tv.-Marburg 129* _>: 5. Job Kleemann, Tv.-Butzbach 129: 6. Jean Fleischhauer, Tv. BadMauheim 128r.; 7. Th. Hauptvogel, Tv.-Marburg 128: 8. Fr. Henkelmann, Tv.-
Unb zu all diesem inneren Drang gesellt sich der äußere <)wang. Das gewaltige Aufsteigen unseres Volkes hat uns ge- waltige Pflichten auferlegt. Man hebt uns nicht im Rate der -bolfer; man war zu lange gewohnt, auf unsere Gutmütigkeit zu bauen; man war gewohnt, uns auf die Füße zu treten, sich 9ucmen au<3 unserer Haut zu schneiden. Nun will man den Kein Strich einfreifen, ihm daS Netz über das Haupt werfen. Allenthalben in der Fremde will man die Wehrkraft steigern, um uns endlich zur Strecke zu bringen. Kampf, bitterer, schwerer der aan»e Mensch unser aäiue41 rr e!' ^raut .lvir [ein müssen für lange Zeiten.
Volkstum, soll'erneuert werden. De? Lfch wi?b hinausgeführt RchlchL ^ iin^ ba
in die Natur; die Stätten des Turnens werden fern von £n tob^mmS mÄ ±£ba hieU«-erBanf
Wohnstätten der Menschen errichtet. Es sind die hohen ©cbanfen reaMncn münen in starrende? Ärr C
bes Tugendbundes, die erzieherischen Gedanken Fichtes, mit denen gestanden ober die faufmänmfrh^m'iiMrtf? w? <!n“?cr ^Cl ®eitc sich die Vorkämpfer des Turnwesens berühren. Damit wirb Mckt bekämpst ^^?rung unserer
freilich ein Keim in die junge Saat Ijineingctrageu, der iör I beut? ^an!
verhängnisvoll werden sollte. Die jugendlichen Gedanken natio- keine Meere schaffen an unfern?"ärmi sm°?tnCtl
naler Erneuerung, sie find den Herrschenden verdächtig geworden; können unsere Volksrads sie geraten in den Ruf bedenklick>er Freiheitsregunaen; man tonnen tooltm ni^t Ä ; T\
wittert Aufruhr und Umsturz. So kam es zur großen Turnsperre unsere Fahnen reiben > Nicht ^uüerlick,^hnncnhfir S”
Jahre 1848 hat ein demokratischer Turnerbund von dem all- ~ . .. . __
gemeinen deutschen sich abgespalten, und hat ein Abfall ber I« rnunen wir vom Turnen das Größte hoffen.
Vt reine in Oesterreich statt gesunden, wo ber nationale Gedanke ^0 H* « tm ^eeanel der Zeiten daS alte geblieben und doch neu einseitige Wege zu gehen drohte. geworden. Von der Feindschaft gegen die Kultur ist es aus-
Znm Heile aller sind diese Gefahren jetzt feit langem be- gegangen: mit der Kultur hat es sich heute ausgesöhnt, es hilft
schworen, seitdem im Anfang der sechziger Jahre des porigen und öie Äultur ertragen, ihre Aufgaben selber mit lösen.
Jahrhunderts der turnerische Gedanke erneuert worden ist; mit Wenn so das Leben des Volkes, fein Aufgang unb Nieder- gerechter Hartnäckigkeit wird seitbern an der Forderung festgehalten, ?ang ,ich im Bilbe des Tnrnwesens spiegelt, so spiegelt sich der bar Partei und Politik, daß Glaube und Bekenntnis keine Rolle Werdegang der turnerischen Gesamtheit in den Schicksalen des ^nmm: vzamit ^utaani? tu ^uraumm urnir xxnorr j,o -utop
fVielen turiert m der großen Einheit der weiten Tumgemeinbe. turnenden hmnchen Vaterlandes, in den Schicksalen des Turn- borf 123' 35 Georg Völker Tv Cölbe • Hubert Jansen TD,
Vlber noch andere Gegnerschait hat die ruhige Weiterentwicklung gaus, denen^Halbiahrhuiibertteier wir heute begehen. An den poli- Aßlar- GeorgS8iH 3Bi[h 58crU>cr Xt> nq5-
eri obren miqicn, bie nicht tote jene Politischen Wirren und Be- tilchen Freuden und Schmerzen jener Gärungszeit hat gerade Gießen Korf ' Mootz MtvÄKesienl')2' 3r, Ptz Marr Tv- brurtungeu dem We.en der Sache ichließlich durchaus fremd toar, mit Innern Bund der Schwarzen, mit Folien, mit Weicker, dem NiebcrÄisel Cbr Jsbrin? Tv Gu' Deil"-Grünin^en 1^- sondern dte an ihren Kern zu rühren drohte. Im Beginn der begeisterten Vaterlandsmann, hervorragenden Anteil genommen. 37 WM Arnold Tv ^ettto'estnn '1^1 ■ " 38 Hans Wolfattb keiner Jahre entstand, der Kamps zwilchen deutschem Turnen Bedeutende Manner des Turnwe.ens sind von Hessen ausgegangen, MtvÄeßen Karl Schmidt Ta-Marburg ■ Gustav'Oblv Tv- und schwedischer Ghmnastlk Tie nüchterne, einseitige Weise der der Vogelsberger Ad. Spietz, em Schüler unserer Gießener Hoch- GriedeV^ K ' Mmtom lt) -Wetzla?121' 39 Karl Müttn Schweden mit ihrer äußersten Verelnsachnng, ihrem Dinarbeiten 'ckule, der freilich erst nach langem Wirken in der Fremde der Heimat Tv ^aua-Göns Jatob ^rilel Tv-Ortenberg - Karl Fächer' auf einzelne bestimmte Zwecke schien mächtig an Boden zu ged ^t dienen dürfen, der Odenwälder Alfred Maul, der das badische! i - - --C 3 ~ Harl— 'V■
luinnen gegenüber dem Reichtum und der anregenden Art des I Schulturnen m feiner CSnfw nntnfirt ;r» ------k I ^v.^rogcn ^inoen.
deutschen Turnens. Es entbrennt der berühmte Barrenftreit.
Ta sind es die hervorragendsten deutschen Naturforscher gewesen, die in dem Streit sich rinsetzten, die das Weiterwachsen des deutschen Gedankens gesichert haben, der Phisiologe Dn-Bois- Rehmond in seiner glänzenden Schrift „über das Barreittnrnen und über die sogenannte rationelle Gymnastik", der Pathologe Virchow mit dem lebendigen Wort im preußischen Abgeordnetenhaus.
Franz Sauer, köpf 127; ‘
Schulturnen ui feiner esühe ^7ir.hrt* hnT*- « L.v.-ipro8en-L5inoen: Wilh Weißgerber, Tv.-Nieder Wöllstadt
ü(her ^fan hatTel nernhe ^Lfe P" tt-und 120* 2: 40. H. Becker, Tv.-Londorf; Otto Schmidt, Tv-Großen-
die heiligen vier ^urner^C” Linden 120: 41. Fritz Gerhardt, Mtv-Gießen 119*'2: 42. K.Geißler,
hat. Wie die Gesamtheit fn hnt m,ch »n,'er^en ^"^mmengefugt ^v.-Daubringen: Armin Huhn, Tv.-Biedenkopf; Thomas Petri, inneren Wirren und Spaltungen kämpfen müssern^ Wenn wir Lana^2^m^Göns heute ihrer gedenken, so trüben sie nicht mehr die Erinnerung -q' r ^tC
denn sie lehren uns: so stark ist ber Bund gewesen, daß er all To.-G.esten: Emck
das I>at siegreich überwinden können. Unb mit Stolz gebenken Magner Tv -Krofdori; Karl Dckbe^g,.^ scheuer-
wir an andere schöne Siege, an die Kränze, die der einzelne, die Tn ^rnäi^!
bie Riegen errungen haben, an die Kreuze, bie unsere Turner hei den 1^2 .$)5‘ r ^bsserschmcht ^v.-
aus bem großen Mtiege, aus den Gauen Frankreichs zurückgebrach! Karl Juwf,
haben. Unb diese letzte Erinnerung, fic bleibt und soll bleiben ^^heim: Hch. Kenwler, Tv.-Detzlar-Niedermmies; H. die Grunbfttmmung des Achten frommen Turners: der starke Geist ?ungk, Tv.-Wetter; .Karl Hornung Tv.-Grebenhain: H Erb, schafft sich den starken Leib, ber starke Leib schafft sich den starken Q\ ?„ S-: Nie^ Tv.-Nidda: Arthur Schott^Mw.»
Geist macht ihn gefeit gegen alle kleine Erregung, gegen flein 4171/2' 46‘ ^T c>L'
liehe Leiden,chatt; aber bie eine große Leibenschaft soll bleiben ^v -Nieder-Wöllstadt; Gg Grolz, Tv.-
die Hingabe an das gewaltige hohe Ganze, an bas ^atcrlanb : HeMer, Tv.-Hungen: Adolf ^Mandler,
an un,er großes deutsches Volk. ' I Tv.-Krofdorf: Drch. Hri»bcl, 2ö.Attenberg: I. ,st>ft ,yetf, Tv.«
a. -, m . .. Nieder-Asphe: Hugo Stüber, Tg-Wölfersheim: Karl Groß, Tv.-
Ra,ch machte dann das Wort ber turnerischen Tat Platz Burgsolms 116V-; 48. Wild Möglich, Tv. Lützellinden 116; den 49. R. Regge, Tv.-Wetzl.-N-Girmes. K. Volk, Tv.-Kl.-Linden
allgemeinen Freiübungen 1115*°: 50. Hch. Wagner, Tv -Hermannstein, K. Müller, T.-Gießen
115: 51. Fr. Bill II., Tv Naunheim, Otto Kraul, Tv.-Griedel und Oskar Terbeck, Tv. Wetzlar 114*'2; 52. Joh. Mehl, Tv.- Hochelheim, Andreas Sttauch, Tv.-Wetter unb Wilh Roth, Tv -Langsdorf 114; 53. Otto Wagner, Tv.-Leihgestern, Wilh. Preist, Tv. Hermannstein unb Abam Feil, Mtv-Gießen 113* «: 54. Otto Felten, Tv.-Leihgestem, Hch Happ, Tg.-Marburg unb Hch. Döpfner, Tv.-Schlitz 113; 55. Rick Jentzsch, Mtv.-Gießen. Otto Bopp, Tv.-Grebenhain, Hch. Keßler, Mtv Gießett 112* j; 56. Hch. Schmelz, Tv.-Grosten-Linben, Adolf Bechtold, Tv.-Kros^ bori unb Dch Schmibt, Tg-Marburg 112: 57. Wilh. Buß, Tv.-Nieber-Wöllstabt, Wilh Falk, Tv.-Burgsolms, Hch. Wiclatid. Tv.-Friebberg und Herrn. Neufer, Tv.-Gießen 111*4; 58. Paul Weil, Tv.-Krofdorf und Karl Erb, Tv.Gießen 111: 59. N. Roller, Tv.-Lautcr, Wilh. Schulte, Tg.-Marburg, H. Reuhl, Tv.Griedel, Joh. Remershäufer, Tv. Gostfelden, PH. Hettcbe, Tv.-Treis a. L. und Johs. Brößke, Tv. Scküitz 1IOV2: 60. Ludw. Svies. Tv Großen-Linben, Wilh. Oover, Tv -Daubringen, Joh. Kitz, Tv.-Wehrda, Anton Faber, Tv.-Hörnsheim unb Lubwig Bing, Tg.-Lauterbach 110: 61. W. Semmler, Tv.-Laubach, Peter Däuser, Tv.-Niedcr-Weifel, Alfreb Doll, Mtv.Gießen unb Karl Pfeiffer, Tv.-Aßlar 109*/-: 62. Jakob Velten, Tv Wallan und D. Knipper., Tv.-Nieder-Weisel 109: 63. Gg. Bechtold, Tv - Nieder-Wöllstadt, W. Textor, Tv.-Kirchgöns, Hch. Vagenbacb, Tv.-Daubringen, Hugo Bonrmersheim, Tv. Dom-Asfenheim und Otto Seibert, Tv.-Wetzlar 108V": 64. H. Pfingst, Tv Kappel unb Wilh. Zannnerl, Tv.-Nieber Girnres 10?V2; 65. Gg. Arrur-
das dahin unb borthin gelenkt werden kann. Aber bald tritt zum Spiel des Einzelnen das Spiel des Andern, das S GnShS'brr SÄ'm den alten I ffFÄKMiS” |
uu!i'Hnr11 fbcm ^trc6cn bati gewisse Bakterien des Darmes es seien, die den Menschen und Ringen fchonhettsdurstiger peelen. , altem lassen, die ihn tödlich vergiften, unb der Gelehrte müht
on der Entfaltung der Schönheit habeii unsere germaiiischen I fjch qE in gewissen anderen Bakterien bas Geaenaiit >u finbru
Vorfahren wenig gewußt: für sie ist die Hebung nicht bie gleich Aber bas &eSt iü oefS % Ä
mäßige Ausbildung aller körperlichen Ablagen gewesen; 1-------- ^ngifr m gerunben. 4.re Wissenschaft von ber
ihnen stellte sich die Hebung in den Dienst des Zwecks, in ,.. 9 luuq Cll,uu üaö un5 liarri Mnmnrp nnT ,,„inn linn
Trenst ber Lebensbedingungen, unter denen ihr Dasein sich ent-! Wetter im 'Hamme 'mit bfn imfirfttkürrJ
faltete. Die Hebung, sie muß ihnen den Menschen stählen unb ber Menschheit Turnen ift V un^^nh^ni^in hpr festigen für den Kampf mit der Natur, für den Kamps mit den Unrast der mobernen ^/enfffthrit hna nbrr frfunnrfTiAcani-nhp» Tieren, der Wildnis, für die Gewinnung des Unterhaltes, aber «ns LnweghM unÄüffi LrS?ünfiÄi±
den^ Menschm firi Schlaunb' Siea^°'Ä-idw "uebuna^aV Unb Stärfc- llnb die allgemeine Zeitstimmung kommt dem mächtig Stiel als^-etthmÄbt^bÄbtXt“^ ü!>7L
unternehmen ben Wettlauf nach der Quelle. Brunhild, die wieder nui hereiti läfit bi" bie mmb ro ru ff iinri d
'.'Iber es °"r' niL leniL Sch?nl" sslimmung, die im Lungen d°m°Ln"e7 bewe^n"iiL"in Ä „“Ä
IS. Jahrhundert die körperliche Hebung neu belebt Hali es war Timme? Zere Streife &in iramiÄiefe^ ÄS
nicht zuvörberst bie Haiibhabung ber Waffen, die man erstrebte, Versteht für das Sckönc ttaaen das^t^e Vchk i^ber als das Turnen ins Leben trat. Durch das 18. Jahrhundert einzelne olt rnttwirken 7? "
geht ein tiefes Gefühl der Hnbefriedigtheit, des Ueberdrusscs, das'^ne soll mttw.rken„an ber Sckwfsung bes Schotten.
sich steigert bis znm Krieg gegen die Errungenschaften der Kultur. Der Mann, in dem diese Stimmung den höchsten Grad der Lcidcn- schast erreicht hatte, in dem sie ihren glänzendsten Ausdruck fand, das mar Jean Jacques Rousseau. Zurück zur Natur, zu ihrer Einfachheit und Ursprünglichkeit in Lebenshaltung, Empfinden und Denken, so ertönt sein hinreißender Rus. Und Basedow, der Begründer des Dessauer Philanthropins, Salzmann und Gutsmuts, die Leite'- von Schnepfental, Johann Heinrich Pestalozzi, Ludwig Jahn, alle die begeisterten Vortämpfer der Turnbewegung, sie sinb die Schüler RousseauS gewesen, sie waren geträntt von den Gedanken seines Emile, jenes Erziehungsromans, der allenthalben unsere Erziehung in Lehre und Tat so gewaltig umgestaltet hat.
Bei der neuen Weisheit des Turnens handelt es sich bloß um die Ausbildung des Körpers;


