Ausgabe 
1.11.1912 Zweites Blatt
 
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Herbsl-Kontroll-Ver.

in Wißmar

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe,.

einen Nebenzweck hat

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Wetter

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Seiden-Stoffe^ Kleider und Binsen in 1 Qdnmnn f Pin --- ------ schwarz und allen Farben. vlllvlllvl! u UI5.

Heiserkeit,Verschleimung, Hustenreiz

fowie ftimmliche Indispofitionen find befonden häufig bei Perfonen, die beruflich viel (prechen oder fingen.

Kosmodonf Zahncreme

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30.

C(t. Nov.

1912

Bew. Himmel

Bed. , Bew.

Höchste Temperatur am

Niedrigste ,

Niederschlag: 4,7 inm.

8S 5 LS

8 SSW W I

Ein brauchbares, regelmäßig anzuwendendes Mittel muß darum zwei Eigenschaften haben: Gute Wirkung und Unschädlichkeit Diefe Bedingungen erfüllen weder die meid zwecklofen Huftmzucker, noch gewiße Präparate mit stärkerer oder auf die Dauer oft fchädlichcr Wirkung.

Eine Neuheit und wertvolle Verbesserung find die Coryfin - Bonbons. Diefe enthalten eine neue Mentholverbindung (Aethylglycol teure- menthylefter), die fich durch prompte, andauernde Wirkung bei Vermeidung von Reizerfcheinungen auszeichnet Deshalb eignen Geh <fle Coryfin - Bonbons ganz besonders als Vorbeugungs- und Hausmittel zum dauernden Gebrauch.

vor der Konkurrenz der Mincmatograbh.'n zu schützen, werde durch die Steuer nicht erreicht. Tie Kinos seien besucht, weil man zu jeder Zeit hingehen könne und nicht an eine bestimmte Stunde gebunden sei. Auch sie s.'ien ein Kultnrelement, dem allerdings manches üble anhafle, das man aber veredeln könne. Mil der Steuer werde man sie aber nicht verbessern, sondern nur veran­lassen, noch mehr Schund zu bieten, um die Steuer wieder einzubringeu. Vom finanziellen Standpunkt aus sei er Tür die Steuer, aber man solle alle Veranstaltungen versteuern.

Stadtv. Vetters ' ' " ' m *

hat keine Neigung für eine Steuer, die

_______________ Bezüglich der Bekämpfung der Steuer sei er derselben Ansicht wie Stadtv. Nrstadt Er vermöge keinen Vorteil für die Stadt in der neuen Steuer zu erblicken, da die dafür einzuftellenden Beamten viel kosten würden. Er halte die Ein­führung der Steuer, so wie sie vorgeschlagen sei, für eine Un-

Eutol-Bonbons

Patentamtlich geschützt unter No. 115022, 116058, 116783

Aerztlich empfohlen S8»/u bleiben trotz aller Konkurrenz Dasßeste Se^en Husten u.Heiserkeit,,

nisck-e Beamte 2800 bis 4200 Mk. 7. Gehalts klasse: Stadt- kassierer, Registrator usw. 2600 biv 4000 Mk. 8. ^khalts- kla se- Bureauas'istenten, Friedlwisverwaltcr usw. 2400 bis 37fK) Mk 9 Gehalts klasse: Kanzlisten, Hausverwalter usw. 2300 bi« 3<>00 Mk 10. Gchaltsklasse: Armenhausve rwalier. Armen ausseher usw. 2000 bis 280J Mk. 11. Gchaltsklasse: Schutzleute, Ratsdiener usw. 1700 bis 2400 Mk. 12. Gehalts- kiasse Feld schützen, Friedhofaufsehcr, Bureaudicner usw. 1000 bis 2000 Mk Der Ausschuftbericht enthalt weiter einen Besoldungsplcm Mr das nichtangestcllte Beamten- personal. Außer den Beamten, Zehrern, Bediensteten und Arbeitern soll auch den nach städtischen Grundsätzen m den Ruhestand versetzten Beamten, Bediensteten und Arbeitern, den Witwen und Waisen von ehemaligen Angestellten eine Erhöhung zuteil werden Für die Bewilligung dieser Er­höhung sollen von dem für die Besoldungsvorlage einge­setzten Unterausschuß in Verbindung mit dem r_berburgcr- meisrer. bestimmte Richtlinien aufgestellt und hiernach die Höhe der einzeliien Aufbesserungen bemessen werden.

Kreis Wetzlar. 0 Nrofdorf, 30. Okt. Du .

sammlungen sind für die Orte unserer Bürgerin enteret auf Donnerstag, 7. November, mittags 12 Uhr, i *T

und nachüuttags 3 . Uhr in Dutenhofen unmittelbar an

Tas Spiel des Lebens sieht sich beiter an und doch laucnr stets int Hintergründe die Lsrössteii liebel. Bor allem ist die Gesundheit des Menschen tagtäglich bedroht. Am allermeisten gilt dies für die Haut, die wie kein anderer Teil des Körpers, der wechselvollen Einwirkung von Nässe und Trockenheit, von kalter .und warmer Luft ausgesetzt ist. Man beobachtet, daß hierdurch Ansspringen: Rissigiverdcn, Schrunden, Frost, Mtötr.1 Pickel und Ausschläge aller Art, je nach der Jahreszeit sich einstcllen und daß diese anfangs unscheinbaren liebel leicht zu einer großen Belästigung werden können. Als bestes Schutz­mittel gegen solche kleinen Leiden wird uns das Lanolin ge­nannt, dessen Anwendung darauf beruht, daß es mit dem in der Haut vorhandenen Fett identisch ist. Man verwendet am besten das Lanolin in Form von Lanolin CreamMarke Pfeil­ring" der Lanolinfabrik Martinikenfelde, der in allen Apotheken und Trogerien vorrätig ist und auch besonders unseren Müttern zur Hautpflege der kleinen Kinder angelegentlichst empfohlen sei. Man achte bei dem Einkauf darauf, daß jede Packung die SchutzmarkePseilring" trägt, da nur diese die Echtheit des Creams garantiert. b1/«.

Stadtv. Dr. Urftadt ist der Ansicht, daß man den Versuch machen solle, den Staat, dem die meisten zu schützenden Institute gehören, zu einem Beitrag für die Vervollkommnung der Feuer löscheinrichtungen heranzuziehen Man könne das um so eher tun, als ja auch der Staat sich bemühe, alle möglichen Lasten auf die Gemeinden abzuwälzen

Es wird beschlossen, die endgültige Beratung der Vorlage zu vertagen. Tie Milglieder sollen die Vorschläge abschriiklich erhalten und auch der Finanzausschuß soll dazu Stellung 'nehmen.

Einführung einer Billettsteuer.

Ter Vorsitzende führt aus, viele Staaten hätten seit Jahren eine Lustbarkeitsß. uer und auch Hessen habe durch das Geictz vom 21. März 1910 den Gern in den das R«-ckü gegeben, eine solche Steuer einzuführen. Tamals sei bi nicht geschehen, aber neuerdings sei in verschiedenen hessischen Städten die Neigung fieröorgetieten, eine Billettstcuer einzuführen. Tas sei darauf zurüchuführen, daß durch- die rasche Vermehrung der MincmatO graphentheater die wirklich lünstl.-rischen Tarbietungen geschädigt würden. Auch oer hiesige Finanzausschuß empfehle jetzt die Ein führung einer Billettsteuer zum Schutze der lünstlcrischcn Tar­bietungen. Tementspreck>end sollten ^beatu und Konzertant- führungen, soivie Sportveranstaltungen fr i bleiben. Tie Steuer solle eingeführt werden für Varietee-Theater, Kabaretts, Jir küsse, Kinematographen, Sckxmbuden. Panoramen, Karnevalfeste, Kostümseste, Basare usw. Bei Wohl tätig keits- und ^gemeinnützigen Veranstaltungen kann Befreiung einlrcten. Tie Steuer soll bei Eintrittspreisen bis zu 1 Mk. 5 Pfg., bis zu 2 Mk. 10 Pfg. und darüber 10 Proz. des Billettpreises betragen.

Beig. Grünewald ist grundsätzlich für die Einführung der Steuer, besonders bei den Kiiv makographen, deren Ausdehnung man bekämpfen müsse. Man solle bei der Bemessung der Steuer differenzieren und bi: Kinematographen schärfer ^heranziehen, als die anderen Veranstaltungen. Tie beantragte Satzung ist vom Rechtsausschuß zu prüfen.

Der Vorsitzende bemerkt, daß nach dem hessischen Gesetz 10 Proz. des Billettpreises die Höchstgrenze der Steuer sei.

Stadtv. Nrstadt ist der Ansick,t, der Zweck, die Kunstanstalten

der Haltestelle.

X Launsbach, 30. Cft. Die elektrische Anlage macht erfreuliche Fortschritte. Mitte November wird sie ihrer Bestimmung übergeben werden, weit über 100 Häuser sind an sie angeschlossen.__

Lttstschifiahrt.

Stuttgart, 31. £ft. Bisher hat ber französische BallonPicardie", Führer Beanclair, die größte Kilo- mcterzabl erreicht, etwa 2100 Kilometer Ta mir noch cm einziger der konkurrierenden Ballons nicht gelandet tft (ber ' ebenfalls noch ausstehende amerikanische Ballon Düsseldorf II" steht außer Konkurrenz) und dies der fran­zösische BallonIle de France" ist, Führer Leblanc, so nimmt die Überleitung als sicher an, daß diesmal Frank- r c i ch der P r e i s t r ä g e r des Gordon-Bennett Preises ist.

Man läßt ungefähr zweistündlich einen Coryfin - Bonbon langsam im Munde zergehen. Es macht fich rafch eine wohltuende Kühle bemerkbar. Das wehe Gefühl im Mund und Rachen läßt nach, die Stimme wird wieder wohlklingend und kräftig.

Man verlange eine Origmalfchachtel zu Mark !,zc> in der nächsten Apotheke oder Drogerie und achte auf die gesetzlich geschützte Aufschrift

Coryfin - Bonbons -

£-e 0:0 », E 2 B =E SM-S«

gerechtigkeit.

Stadtv. Troß macht darauf aufmerksam, daß für Bälle jetzt schon Steuer in Gestalt des Tanzzettels bezahlt werden muß.

Stadtv. W i n n hält die Besteuerung der Üinematographen nur für gerecht, wenn man bedenke, wie sehr andere Berufe, z. B. das Baugewerbe, durch die Stempelsteuern belastet seien.

Stadtv. Wallenfels hält angesichts der großen Ein­nahmen ber Kincmatographen die Steuer aus finanziellen Cjpiv ben für berechtigt.

Stadtv. £>d affftäbt ist der Ansicht, daß die Steuer auf das Publikum abgewälzl werde, womit namentlich die kleinen Leute betroffen würden. Wenn man die Billettsteuer als Finanz- fteucr ansehe, solle man sie von allen Unternehmungen erheben.

Stadtv. Tr. Sommer wünsckst zur Geschäftsordnung, daß mtm bei wichtigeren Vorlagen das Material drei Tage lang zur Einsicht der Stadtverordneten auflege.

Stadtv. Haben icht spricht sich dafür aus, eine Geschäfts­ordnung einzu führen, um größere Sachen den Stadtverordneten vorher zuzustellen. Er weist daraus hin, daß die Stadt demnächst zum Theater größere Zuschüsse leisten Müsse, deshalb sei die Heranziehung der Kincmatographen durckmus angebracht.

Beig. Grünewald hat schon vor 15 Jahren eine Ge­schäftsordnung beantragt, was aber abgelehnt wurde. Er halte es für richtig, daß wichtige Ausschußbeschlüsse vorher mitgeteilt würden. Er habe den Eindruck, daß die Versammlung grund­sätzlich für Einführung der Billettsteuer sei. Er sei bereit, im Landtag einen Antrag auf Aushebustg der 10 Prozent Höchst­grenze zu stellen, um die Kinematographen schärfer heranziehen zu können.

Stadtv. Heichelheim hält eine nochmalige Ausschußbera- tung nicht für nötig. Man könne die Vorlage heute schon ge­nehmigen.

Stadtv. W i n n ist grundsätzlich für die Steuer. Die Einzel­heiten könnten int Rechtsausschuß noch beraten werden.

Die Mehrheit spricht sich unter grundsätzltcher Zustimmung für die Verweisung ber Vorlage an ben Rechtsausschuß aus.

Die Frage der Einführung einer Geschäftsordnung soll in der nächsten Sitzung behandelt werden.

Wirtschaftskonzesfionsgesuche.

Befürwortet werden: Tas Gesuch des Joh. Dutschmann zu Bad-Nauheim für Seltersweg 70 (seither Köhlers Weinstube!, des Emil Siek für Hamm strafte 7 , Thüringer Hof), ber Frau Johs. Köhler für West Anlage 35 (seither Hotel Zentral! und des K. Weis für Blockstraße 5 (Metropol).

Bei dem Gesuch des Löb Grünewald für Mühlstrafte 33 beantragte der Ausschuß Ablehnung, da es sich um eine neue Wirtschaft handelt. Stadtv. Friedberger beantragt Geneh­migung, da hier keine offizielle rituelle Wirtscktaft vorhanden sei. Nach kurzer Aussprache wird der Antrag auf Befürwortung angenommen.

Nicht befürwortet werden die Gesuche Pfeil für den Neuen Schützenhof, Kaiser Allee 32, weil in jener Gegend viele Wirt­schaften vorhanden sind und die fragliche Wirtschaft bisher nicht mit Erfolg betrieben wurde, sowie das Gesuch des Herrn L ö b e r für Markt 15, wo ein Kafseeausschank errichtet werden sollte.

Zwei wichtige Anfragen.

Stadtv. Friedberger fragt an, wie es mit ber Auf­hebung der Beschränkung unserer Viehmärkte stehe.

Beig. Grünewald führt aus, die Verfügung, daß nur aus Oberhessen Vieh zu den diesigen Märkten zugelassen wird, sei so ziemlich das Verkehrteste, was man sich denken könne Es komme doch nicht darauf an, wo das Vieh herkomme, sondern nur, daß eS aus einer seuchenfreien Gegend stamme Die Aus Hebung ber Besckrränkung sei beantragt, boch stehe bic Entschei düng noch auS.

Stadtv. W i n n hält bic Aufrechterhaltung der Beschränkung für unerhört. _______________

bis 31. Oktober = + 10,8' C.

31. , = + 7,86 G.

Oberbürgermeister Mecum betont, mit dem Verbot werbe die Konkurrenz semgehalten, wodurch die Prefte Jur bas ein­heimische Vieh verteuert würde. Tas fei ja nicht ber Owea ocs Verbots, wohl aber bessen Wirkung. . t

Eine weitere Anfrage bes Stadtv. Friedberger wegen des jetzigen Standes der H i n t cr 1 a nb b a bn I r a g c beant­wortete der Borsitzenbe dahin, daß in einer ^tpung int jun cm Ingenieur mit ber Ausarbeitung ber überschläglichen Blanc beauftragt morsen sei. Die Pläne seien nach einer ihm ge­wordenen Mitteilung fertiggestellt und würden morgen hier ein- treffen. Er habe ben Lehrer Eloes in Rodheim, ber ben Verkehr des Wetzlarer mit dem diesseitigen E isen b ahnausickiuft vermittle, davon benachrichtigt und ihn gebeten, baldigst eine Atzung em- zuberufen.

Aus StaOt und Land.

Gießen, 1. November 1912.

Tie verheerenden Viehseuchen

sind, wie Professor Dr. Otto Buchner berichtet, in und um Gießen auch in ber Vergangenheit eine Plage für bic Landwirt- iiiaft gewesen und haben öfters zur Fleischteuernng geführt. Gerade in ber heutigen Zeit ist es recht interessant, was der Chronist darüber berichtet. Im Jahre 1750 war eine Hochfttrstl. Verordnung wegen der Viehseuchen Abwehr erschienen, ohne Nutzen zu bringen, i752 sind nach Härtlings Jahrbuch in Gießen allein durch die Seuche 400 Stück Vieh verendet. 1761 trat bic Krankheit abermals sehr heftig auf: ber Preis von Butter unb Fleisch schnellte für die damalige Zeit zu einer unerschwing­lichen Höhe empor. Allerlei Ouacksalbermittcl, auch Aderläße, wurden empfohlen unb verschiedene Rezepte ^wurden gegen die Seuche angepriesen. Ende 1770 kam die Seuche wieder und damit auch micber eine Reihe unverständiger Mittel gegen sie. Im Juni 1773 wurde von der Obrigkeit verordnet, bau icbcr Bauer sein an der Seuche gefallenes Vieh zu begraben habe, immerhin ein Fortschritt bei der seither verkehrten Bekämpfung des Ucbels. 1776 näherte sich die Seuche, bic wieder in Butz­bach, Wetzlar unb Marburg ausgebrochen war, abermals unserer Stadt. Das Einbringen von Vieh von dorther wurde verboten. Im Januar 1777 war die Krankheit in Watzenborn und Stein­berg erloschen und die Sperre nmrbc ausgehoben. Das 18. Jahr­hundert ging seinem Ende entgegen, nicht aber die Landplage der Viehseuche. Im August 1796 brach diese wieder in ben Dörfern um Gießen aus. Man war sich damals aber darüber klar, daß alle seither angewandten Mittel zur Bekämpfting ber Seuche nutzlos seien unb orbnetc als einziges Radikalmittel, der Seuche Herr zu werden, au, das von ber Krankheit ergriffene Vieh totzuschlagen. In der ganzen Zeit hat cs um die Fleischkost in der Stadt übel gestanden. Im September 1776 wurde selbst die Sicherheit der festgefugten Fleischerzunft über den Haufen geworfen. In einer Verordnung ber Obrigkeit würbe damals, weil die Metzger geringe Ochsen unb magere Pserchhämmel schlach­teten, einheimischen und auswärtigen Untertanen, zünftigen und unzünftigen Metzgern, Christen und Juden die Berechtigung er­teilt, schwere fette Ochsen unb Hümmel einzubringeu unb zu schlachten. Dabei kostete bamals bas Pfunb Ochsenfleisch nur 6 Kr. unb bas Pfunb Hammelfleisch nur 5 Kr.

** Preußische K l a s s enl o t t e r i e. Die Erneue­rung ber Lose zur 5. Klasse ber 227. Lotterie muß mit Vor­legung der Lose 4. Klasse spätestens bis zum 4. 9? o v e nt b e r abends 6 Uhr erfolgt sein. Auch müssen die Freilose zur 5. Klasse gegen Rückgabe der Gewinnlose 4. Klasse bis zu diesem Termine eingeforbert sein.

Kreis Lauterbach.

0 Wallenrod, 30. Okt. Gestern abend 6 Uhr gingen auf der Landstraße nach Vadenrod zwei Pferde mit dem Fuhrwerk durch. Eine alte Frau geriet unter eines der Pferde Die Frau wurde dttrch das Tier zt>r Seite geschleudert, wobei sie zwar leichtere Verletzungen Gesicht davontrug, im übrigen aber mit dem Schrecken davonkam.

Kreis Friedberg.

L. W ö l f ers b!e i m , 31. Okt, Tas Kesselhaus wie das Maschinenbaus des Elektrizitätswerks sind im Rohbau vollendet. An der inneren Ausstat- kunfl wie an der Ausstellung der Maschinen ist man eben eifrig beschäftigt. Ter Güterbahnhof Friedberg soll bis zum 1. Dezember b. I. elektrische Beleuchtung haben. Um das zu erreichen, wird man die Speisung der Dampftur­binen aus dem alten Kessell)aus bewerkstettigen.

Starkenburg und Rheinhessen.

bs. D a r m st a d t, 31. Okt. Tie heutige Sitzung der Stadtverordneten halte sich in der Hauptsache mit den Gehalts -und Lohnverhältnissen der städt Beamten, Arbeiter, sowie des Lehrpersonals zu befassen. Zu Beginn der Verhandlungen führte der O b e r b ü r g> e r m e i st e r aus, daß es sich mit den Pensio­nären um 1591 Personen handle. Es seien Vereinfachungen innerhalb der Verwaltung vorgenommen worden, um Er­sparnisse zu erzielen. Stadtv. Dr. Bender begründet dann den Vorschlag des Finanzausschusses. Der nach der neuen Vorlage 'erforderliche Mehrbetrag, von 300 000 Mk. sei außer­ordentlich hoch. Trotzdem empfehle die Verwaltung die Be­willigung, da ihr durch den in wenigen Jahren angesammel- ten Ausgleichsfonds Mittel zu Gebote stehen, um für 1912 und 1913 ohne Steuererhöhung auszukommen. Erst im darauf folgenden Jalire werden, immer noch bei einem Stand des Ausgleichsfonds von 1 Million Mark, über die Frage der Deckung zu entscheiden sein, wenn nicht bis dahin eine wesentliche Erhöhung der Gemeindesteuerkapitalien festzu­stellen sei. Alle Dienststellen seien in eine neue Gehaltsord­nung mit aufsteigenden Gehalten gebracht worden. Es sollen in Zukunft erhalt eit: 1. GehalGklasse: Vorstände verschie­dener Verwalttingen 4200 bis 7200 Mk. Daneben bleiben für die Inhaber verschiedener Dienststellen noch die früher gewährten Sonderbezüge bestehen. 2. Gehaltsklasse: Stadt­bauinspektor, Lberapotheler usw. 3700 bis 6100 Mk 3. Ge­haltsklasse: Sekretariatsvorstände 3500 bis 5600 Mk. 4. Ge-- paltsNasse: Betriebsinspektoren, Psandhausvorsteher usw 3200 bis 5300 Mk. 5. Gehalts klasse: Stadtsekretäre, Bureau- vorsteher usw. 2800 bis 5000 Mk. 5a Gehaltsklasse: Bureau­sekretäre 2800 bis 4200 Mk. 6. Gehalts klasse: Mittlere tech-

Trotz des Gebrauches aller möglichen Mittel wurden meine Zähne Immer schlech­tster, bis Ich das Kosmodont- : System kennen lernte, so

:daß mich jetzt alle Bekann-; == I ten um meine tadellos wel-|

* ßenZlhnebeneidcn Frl.C.B.: Braunschweig, 24. 9. 1911. == iKosmodont - Zahncreme

Tube 60 Pf. Ueberall zu haben. Kolberger Anstal-1 ten für Exterikultur, |fc|^Ostseebad Kolberg.

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