Ausgabe 
11.9.1912 Zweites Blatt
 
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Fleischpreise in ©ieüt

Brotpreise ut Hieve,

I Weißvrot 2 Mg. sEchwarzdrot 2fi

geivictot

Mk.

4143

86-96

35-37

82-&S

67,00-69.00

83.00-86)1

66.5068.00

67.00-69.00

86.00-87.'»

LS ftarben an: Zufammeiu

1(1)

1(1)

1

KD

Blinddarmentzündung 1 (1)

5(1)

10 (6)

2.

Wasserdichte Waffendecken

Ludwig Lazaras, Afrerweg

Fernsprecher 005.

5(1)

8(2) KD

1(1) 2(1) KD

66-70 61-65 5760

Ochsen

Halber Schweine

kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Echlachtviehpreise in Franksurt a. fPL

angeborener SebenS- schwäche

Altersschwäche fimbbettfiebec Diphtherie

Ml. 110-111 108-111 '47-10,

organe Selbstmord anders benannten

Todesursachen

Lungenentzündung Herzleiden Vjehirnschlag Krankheiten der

Verdauungsorgane

5(2) 3(1)

4(3)

6(5)

2(1) 1(1)

1

4 (2) 3(1) 3(2)

5(4)

5(1)

8(2) Kl)

5(4)

Krebs

Krankheiten der Harn-

ooin 2.15.

Mm 5 VS & tot WtiiMt.3

-A,ver

Getreidepreise in Mannheim

Kerzen 100 Kg. 21.50-22.00 Mk.

Roggen 100 Kg. 18.00-18.25 Alk.

merkt, enchätt die Loft in einer Kanalisationsröhre gewöhnlich weniger Bakterien, als die in einem Schulzimmer!

Woraus es beim Lüften nicht ankommt, wenigstens in hygie­nischem Sinne, ist hiernach wohl klar. Aber, was ist nun das Positive Ergebnis der Untersuchungen .Hills? Tie Kohlensäure­frage kann beiseite gelassen werden, und den üblen Gerüchern gegen­über ist der Ventilationstechniler ziemlich hilflos. Die wesentliche Ausgabe der Lüftung von Wohnräumen sieht Hill vielmehr darin, daß man für richtige Kühlung und für bewegte Lust sorgt. Be­sonders da, wo Menschen dicht beisammen sitzen, etwa in Schulen oder im Theater, ist die Lust zwischen ihnen völlig bewegungslos. Es tritt das bekannte Gefühl des .Heißwerdens ein, das durchaus den Tatsachen entspricht. Tie Lust zwischen den einzelnen Menschen ist wirklich warm und dazu mit Wafferdamvs so übersättigt, daß der Körper des Einzelnen weder Wärme aussttahlen, noch Wasser­dampf abgeben kann, wenigstens nicht in nennenswertem Umfange. Der Körp-^ reagiert daraus durch Pulsbeschleunigung und Rötung der Saut, weil weniger Blut in die Eingeweide und ins Gehirn und desto mehr in die Gesäße der Oberfläche geschickt wird. Hills Er­gebnis ist demnach, man solle, statt den Versuch zu machen, dse Luft zu erneuern, nur für Bewegung und Abkühlung sorgen, wozu ein gewöhnlicher Fächer oder ein elektrisch betriebener Apparat dienen kann.

Tie Marktpreise für Biel» und Frucht und die Gießener Fleisch» und Brotpreise am 9. September 1912.

Sd) roe in:.

Voll fleischige Schweine von 8C100 kg Lebendgewicht........

VoÜfletschige Schweine unter 80 k;

Lebendgewicht.........

VoUslcischlge Schweine von 100120k; Lebendgewicht ........

bat die Gesellschaft jetzt erklärt, daß sie die Bahn schon mm Iumi» 1914 betriebsfertig machen werde. Das ist die wohltätige

der Konkurrenz.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

Donnerstag, den 12. und Freitag, den 13. Sept. 1912; Neujahrsfest.

Tag. Vorabend: 6.30 Uhr.

Predigt.

Morgens: 7.30 Uhr.

Predigt: 9.00 Uhr.

Nachmittags: 4.00 Uhr.

Tag. Vorabend: 7.30 Uhr.

Morgens: 7.30 Uhr. -tbeudS: 6.30 Uhr.

X8. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestaut,.

50 Kg. Schlachtgewicht 85106 iDlf.

Kg. Schlachtgw. 95-112 Pf.

7. . , 85-88 .

Märkte.

le. Frankfurt a.M. V i e h h ok - M a r k t b e r i ch t vom 11. Lest Austrieb: 72 Rindes darunter Ochsen 4, darunter aus Cc entti 0, Bullen 1, Kühe und Färsen 67, Kälber 848, Schake 2:j» Schweine 1472.

Tendenz: Rinder und Schafe geräumt im übrigen bleibt U stand.

Preis für 100 y».

Lebend- Schiam.

Verantwortlich fürAus Stadt und Land" i. V.: K. Neurath

Hessen-Nassau.

-m Bad Kreuznach, 9. Sept. Dem hiesigen Ma- rineverein wurde durch Verwendung bc5 Marinezahl- meil'tcrS Weiser von der Vlarineverwaltung ein Ruderboot überlassen, das den Jugendvereinen zur Ausbildung nach den Vorschriften für den BootSdtenst in der Flotte" dienen soll. Tie Kreuznacher Badeverwaltung gibt für Rellamezweeke jährlich 30 000 Mk. auS.

w. Höchst a. M., 10. Sept. Auf dem Bahnübergang an der Königsteiner Bahn in der Nähe von Ober-Lederbach geriet heute früh der Landwirt Heß aus Ober-Lederbach in große Gefahr. Der von Königstein kommende Zug, den Heß infolge deS hohen Standes eines MaiSfeldeS nicht leben konnte, erfaßte dessen Gespann. Die beiden Pferde ivurden auf der Stelle getötet. Heß selbst konnte sich nur mit knapper Not in Sicherheit bringen. Sem Wagen wurde die Deichsel glatt abgeschnitten. An der Unglücksstelle mb schon wiederholt Unfälle vorgekominen, da keinerlei Schuhvorkehrungen vorhanden sind.

X Hanau, 10. Sept. Tas Schöffengericht Bad Orb hatte in einer früheren Sitzung die 34 Jahre alte Krankenschwester Wagner aus Kassel bet Gelnhausen wegen Beleidigung des Hauvt- lehrers Franz, ebenfalls in Kassel wohnend, zu 1 Monat Ge- angnis verurteilt. Erinnernd ist zu bemerken, daß man den Lehrer sittlicher Verfehlungen beschuldigt, was aber sich als un­wahr herausgestellt hatte. Die Angeklagte hatte bann an den Lehrer einen gröbliche Beleidigungen enthaltenden Bries geschickt und ihn auch hier sittlicher Verfehlungen geziehen. Gegen bas schöffengerichtliche Erkenntnis wurde Berufung eingelegt, so daß sich auch die Strafkammer .Hanau mit dieser Sache zu befassen hatte. Es ergab sich, daß die Angeklagte den beleidigenden Brief nur abgeschrieben hatte, der Verfasser aber der Kaplan Krane in Somborn mar. Der Gerichtsvorsitzende schlug einen Vergleich vor, der Annahme fand. Die Angeklagte erklärte sich bereit, ihre Angaben reumütig zu widerrufen und um Verzeihung zu bitten. Darauf zogen Staatsanwalt und Nebenkläger ihre Berufungen zurück und das Gericht erkannte strafmildernd auf 100 Mark Geldstrafe. Der Lehrer Franz hat nunmehr gegen den Kaplan Krane eine Beleidigungsklage angestrengt.

»* Rl;"°*7r onrui .11 * ^«ftr.

1

Je. Frankfurt 0. M., 10. Sept. Heu- und ot rohinnt,1 Angefahren waren 3 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt roude für ven 3,500,00 Mk., Stroh (Kornlangslroh) 0.00 - 0.00 flL Wirrslroh 0,00-0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft tu|^ Tie Zufuhren waren au» Oberhessen und dem Kreise Hanau,

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Gerichtssaal.

Mainz, 10. Sept. Für 30000 MarkRinge ge­stohlen. Jrn Oktober v. Js. wurde im Hotel Hartmann in Worms dem Reisenden einer Stuttgarter Firma der Muster- koffer, in dem sich goldene und füberne Herren und Damen­ringe mit Brillanten und Diamanten im Gesamtwerte von 30 000 Märk befanden, gestohlen. Alle Versuche, den Dieb aus­findig zu machen, nützten nichts. Im Juni d. Js. wurde festgestellt, daß der 26 jährige Fabrikarbeiter Andreas Jakob aus Bürstadt, wohnhaft in Worms, in der Heyl'schen Fabrik eine große Menge Ringe verschenkte. Die Polizei fand in einem Kistchen eine große Anzahl Ringe im Gesamtwert von etwa 5000 Mark. Es stellte sich heraus, daß die Ringe von dem Dieb­stahl im Oktober v. Js. herrührten. Jakob wurde verhaftet. Er gab an, daß er die Ringe von dem Schlosser Ludwig Barth aus Worms, der sich nach dem Diebstahl nach Amerika begeben hat, zur Aufbewahrung erhalten habe. Der Bruder des Barth war Hausbursche in dem Hotel und zur Zeit des Diebstahls des Musterkoffers war der Schlosser Barth seinem Bruder beim Aus- und Abladen der Gepäckstücke behilflich. Die Polizei stellte weiter fest, daß der Jakob einen großen Teil der Schmucksachen in Frankfurt verkauft und versetzt batte. Er und seine Frau waren heute angeklagt. Dem Jakob konnte der Diebstahl nicht nach­gewiesen werden, wegen Hehlerei wurde er zu 9 Monaten und feine Frau zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt.

Summa: 45 (27) 33 (19) 2 (2) 10 »>)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, nie e! bet Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auerou;.- nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

OanfceL

Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen be5 früheren Milchhändlers Jakob Jlly in Udenheim wurde am 27. August das Konkursverfahren eröffnet. Der NotarSgehilie Streuber in Nieber-Saulheim wurde zum Konkursverwalter er­nannt. Konkiirssorderungeu sind bis zu»n 14. September bei dem Amtsgericht Wörrstadt einzureichen.

Berliner Hypothekenbank Aktiengesellschaft. Wie aus dem Inseratenteile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die am 1. Oktober 1912 sälligen Kupons der Piandbriese bereits vom 16. September er. ab eingelöst.

Hamburgische E i s e n b a h n b a u pl ä n e worden mit Eifer betrieben. Uns wird darüber aus Hamburg geschrieben: Im Frühjahr b. I. ist ein Staatsvertrag zwischen Preußen und Hamburg abgeschlossen worden zum Zweck der Erschließung der in der Provinz Schleswig-Holstein als Enklaven liegenden Hamburg,- scheu Walddörfer wie auch der hinter dem hamburgischen Ohlsdorf an der oberen Mfter gelegenen schleswig holsteinisck-en Crtidjaftcn. Es muß nämlich damit gerechnet werden, daß, wenn diese teiM hambnrgisckvn, teils preußischen Drtfcbaftrn durch Bahnen mit der -stabt Hamburg verbunden werden, sie als Billenkolonien für die begüterten Hamburger einen raschen Aufschwung nehmen werden Zu dem Zweck sollen zwei elektrische Schnellbahnen gebaut werden eine von preußischer Seite im Anschluß an die erste elektrische Voll­bahn, die in Deutschland errichtet wurde, bi.i Bahn Blankenese-Ohl«- borr, diese von hamburgischer Seite im Anschluß an die in diesem Zahre eronnete Hamburger Hoch- und Untergrundbahn. Während für die Fortsetzung der hamburgischen Hochbahn nach den harn- bürgtjenen Salbbopem ursprünglich eine Frist von 3 Jahren in L"-"cht genommen war, rechnet man fetzt damit, daß die Bahn im Sommer 1911 bereits laufen wird. Noch viel mehr soll die Ber- langerung der preur.mbcn Strecke Blankenese -Ohlsdorf beschleu­ßt werden. -Lieft Verlängerung nrirb nicht vom preußischen

TYn0TV,?crwbrn nengegründelen Aknengesellfchast, Al |t ertnlba^t -Akt.^Nei gebaut. Während ursprünglich für diese ^<chn c,nc Vauzett von 5 Jahren in Aussicht genommen war.

(Ein Kräftigungsmittel für -en Säugling

barf leinen witterungs Einflüssen unterliegen, sonder« mutz im Winter und im Sommer von derselbe« Wirkung fein.

Bei Scotts Emulsion treffen diese Haupt erfordcrnisse in jeder Beziehung zu. Sie ist in allen Jahreszeiten gut zu nehmen, leicdt verdaulich und von unveränderter Wirkungs­kraft. Hierdurch erklärt sich am besten ihre ausgedehnte Anwendung selbst bei den Aller kleinsten, hauptsächlich auch bei schwer zahnenden Kindern, denen das Präparat das mühelose Turchbrechen kräftiger Zähnchen erleichtert.

Doch niemals eine Nachahmung, immer nur die echte Scotts Emulsion.

Beßaibtrilt: ftttotfler IRebüinabQckrtran 160A »dun 50A untcr»6o«tiborig^aeTer Äelt 4J, untervt)otpboriflfaure< Norr» 1* pulo. Iragan: 3fi, fciefltr arab. ®ummi pulo. tfi, w-ster «Ifobol 11a> O«riu aremati|<6c öwmlflon nut 3um», 01

S^ulthertaSl |e r tropfen.

Erwachsene: im

1. Lebensjahr:

- 1 (1)

BlonatL Ueberstcht der Todesfälle in der Stadt Sieges.

Monat August.

Einwohnerzahl: angenommen ah 31 700 (inkl. 1600 Alaun HJlilüit. Eterblichkeitszisser: 17,34 e/ee.

nach 9lbjug von 27 Ortsfremden: 6,81 /,» fit ndee

2(2)

Tuberkulose d»Lungen 1

L. U. Son der LandeS-Universität. Zu dem Internationalen Hygiene-Kongreß in Washington hat sich als Vertreter unserer LandeSnnioersität Geh. Medizinalrat Professor Dr. VossiuS begeben.

** DieKrankenversicherungspflicht der kaufmännischen A n g e st c l l t e n ist bei der Neurege­lung der Krankenversicherung durch die Reichsversiche- rungsordnung bis zum Jahres-Einkommen von 2500 Mark ausgedehnt worden. Dazu kommt noch die allgemeine .Krankenversicherungspflicht aller Hand- lungslchrljnge. Die Angestellten des kaufmännischen Berufes werden also in ihrer Gesamtheit in weit höherem Maße von der .Versicherungspflicht ersaßt als bisher. Es ist daher für sie von besonderem Wert, einer Kasse von Berufsgenossen anzugehören, die sie von der Heranziehung zu Orts- und Betriebs fassen befreit und die auf ihre be­sonderen Verhältnisse eingerichtet ist. Die Orts- und Be- triebskassen sind ja vorwiegend auf Arbeiterverhältnisse zugeschnitten. Die Berusskassen der großen kaufmännischen Verbände bieten den kaufmännischen Angestellten größere Vorteile, da ihre Leistungen höher und von längerer Tauer sind. An erster Stelle steht die Kranken- und Begräbnis-' lasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig. Diese Kasse, die mit ihren nahezu 49 000 Mit­gliedern in über >3200 Orten die größte und bedeutendste taufmännuche Krankenkasse ist, .zahlt jetzt jährlich über 1 300 000 Mark allein an Krankengeldern und Behandlungs­kosten aus und besitzt ein Vermögen von über einer Million Mark. Das Krankengeld tvirb in Höhe von 1 Mark bis 5 Mark täglich nach nur fünfjähriger Mitgliedschaft für ein volles Jahr gezahlt, ferner ein Begräbnisgeld bis zu 300 Mark, je -tach Höhe der Versicherung und Dauer der Mitgliedschaft, außerdem wird freie ärztliche Behandlung, Arznei und Heilmittel bis zu 52 Wochen gewährt. Die Beiträge sind mäßig und durchweg niedriger als die der Zwangskassen. Um den Zugang zu erleichtern, werden allen ab 1. September 4912 Neuaufgenommenen die Kosten der ärztlichen Untersuchung.bis zu dem tariflich festgelegten Satze von 3 Mark vergütet. Der Uebertritt aus den Zwangskassen in kaufmännische Berufskrankenkassen ist nur bann möglich, wenn der Versicherte spätestens am 30. Sept, her Zwangsrasse gekündigt und ihr noch im Dezember die bereits erworbene Mitgliedschaft >der Berufskasse nach­gewiesen hat. Nach Inkrafttreten der Krankenversicherung im Rahmen der Reichsversicherungsordnung (1. Jan. 1914> ist der Uebertritt jedoch nicht mehr an den Jahresschluß gebunden, sondern er kann nach einmonatiger Kündigung am Schlüsse jedes Vierteljahres erfolgen.

Kreis Alsfeld.

~ Flensungen, 10. Sept. Gestern verunglückte im WeickartShainer Eisensteinbergwerk der junge ledige Berg- orbeiter LoniS Knöß von hier dadurch, daß er bei einem Erdrutsch daS Bein brach. Ec wurde mit einem Wagen nach seiner Wohnung gebracht.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 10. Sept. Ein von hier gebürtiger junger Mensch, der zurzeit in einer Nachbarstadt eine mehrwöchige Freiheitsstrafe verbüßt, wurde in letzter Zeit von hiesigen Bewohnern wiederholt beobachtet, daß er während seiner Strafzeit öfters einen Abstecher nach Lauter­bach unternahm und seiner Geliebten Besuche abstattete. Auch in einem Nachbarorte war er in dieser Zeit als Gast in Wirtschaften eingekehrt, wo er angab, für den Oberamts­richter Geschäfte zu besorgen. Vermutlich war er zur Außenarbeit beauftragt und hat die Gelegenheit dazu de- nutzt, seine Allerliebste aufzusuchen, ohne daß man von seinem Verbleib Wahrnehmung machte.

Kreis Friedberg.

# Bad-Nauhcim, 9. Sept. Die Wanderausstellung Das Gas in Haus und Beruf" wird gegenwärtig in den Turnhallen der Stadtschule und der Ernst-Ludwig-Schule eingerichtet und soll am Freitag eröffnet werden. Sie ist bis zum 17. d. Mts. geöffnet. Zwei Damen der Zentrale für Gasbereitung werden erläuternde Dorträge halten und praktische Dorführungen machen. Der Hosbuch- bruder Ludwig Wagner ist heute früh gestorben Er war der Verleger derBad-Nauheimer Zeitung" (Wetterauer Anzeiger) und der hiesigen offiziellen Kurliste Er hat bereits 1903 sein 50 jähriges Buchdruckerjubiläum gefeiert.

^Bad-Nau beim, 9 Sept. Obgleich in den Slnnalen aller tfurortc der diesmalige Auguit alsschwarzer" Monat für alle Zetten verzeichnet steht, so ist die Frequenz der Kürgäsre doch eine bedeutend höhere als im gleichen Monat des Bov lahres und der tägliche Zugang an deutschen wie an aus- ländlichen, namentlich überseeischem Publikum hat keine Minderung enabren Dor einigen Tagen trat u. a., wie alliäbrlich, Herzog Paul zu M e ck l e n b u r g ;ur vielwöchemlick-en Mnr wieder ein und auch der Manöverschluß zeigt frtx»n seinen Einfluß durch den Zugang von zahlreichen Offiziersfamilien. Trotz seiner ungünstigen Witterung bildete der August für Bad-Nauheim den acielhdtoUhclhn Höhepunkt der Saison und das Bad war das Wanderzicl zahlreicher Sportfreunde. Dem G o l f t u r n , e r von Ausländer^ sehr stark besucht, folgte ein großes Schwimm- feit bei Frankfurter 1. Sckiwimmklubs Ihm schloß sich das n t e r na 11 o n a l e L a iv n - T e n n i s - T u r n i e r an. Bald Daraut folgte aut dem Golfplatz ein sehr interessantes Hockey - P C C e^Fn,a^n. .tlcni Frankfurter Turnverein und dem die deuttche Masterschaft besitzenden Hockey.Klub von V0®V- «Portwochen bat der September als Monat

n^9clot Es tagen dann im Bade der Bogel

b bo* .Grobherzogtum Hessen, der Verband

«"eins der Gas- und W°,>-r,°chmann°r d-r -Scrbanb f el b ft a nbi g" t $ccb:anb.bcr bc'f,fd)cn

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Kälber.

S^einfte Mastkälber...........

liitlere Mast- und beste Saugkälber .... (geringere Plast« und gute Saugkälber . . .

6 ch a le.

Stallmastschase:

Mastlämmer und jüngere Alasthammel . . .

Weitere Mastharnmcl, gut genährte junge Schafe und geringere Mastlämmer......

-h. Hoch-Weisel, 10. Sept. Ter älteste Orts­bewohner, Konrad Schneider, ist gestern den Folgen eines Unfalles erlegen.

-h. Ober-Wöllstadt, 10. Sept. Beim Strohfahren geriet die Ehefrau des Landwirts Götz unter den fchwer- beladenen Wagen, desien Räder der Unglücklichen über Brust und Leib gingen, so daß der Tod nach kurzer Zeit eintrat.

r. Reichelsheim, 10. Sept. In dem nahen Leid- Hecken erhing sich gestern morgen der Taglöhner Heinrich Weber. Infolge der Maul- und Klauenseuche fielen seit etwa Jahresfrist die hiesigen Schweinemärkte aus. Der auf den 10. d. MtS. fallende Markt wurde heute abgehalten. Ta aber den Schweinehändlern durch Großh. Kreisamt Fried­berg das Befahren des Marktes untersagt war, so war der Auftrieb an Tieren recht gering. Demgemäß wurden wenig Käufe adgeschlosien.

Kreis Wetzlar.

Kinzenbach, 10. Sept. Auch auf dem hiesigen Bahnhofe herrscht ein lebhafter Verkehr, denn viele Z wet sch e n gehen in Waggonladungen nach Rheinland und Westfalen ab. Es sieht eine überreiche Zwetschenernte bevor; zwar werden sie diesmal nicht so tiefblau wie in Sonnenjahren, sie sind aber mabenfrci. Die Händler machen ein flotteS Geschäft, zumal sie im Einkauf nur 3 Mk. für den Zentner zahlen.

O Krofdorf, 10. Sept. Das gemeinsame Wasser­werk für Krofdorf-Gleiberg schreitet seiner Vollendung ent­gegen und wird mit dem nächsten Monat in Betrieb ge­nommen.

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