5.55 Uhr vom Bahnhof Bochum^Lud nnttelst Sonderzug nach Wilhelmshöhe abgereist.
Tie Zahl btt Toten.
Bochum, 9. Aug. Nunmehr steht fest, baß von den auf der Zeche „Lothringen" Verunglückten Bergleuten 99 Tote und 25 Verletzte geborgen sind. Von den Verletzten sind zwei im Krankenhause Bergmannsheil gestorben. 15 bis 16 Bergleute fehlen noch; doch ist es möglich, daß davon einige vor Beginn des Unglücks ausgefahren sind, ohne ihre Kontrollnrarke abzugcben oder sie sind hinter den Brüchen lebend eingeschlossen, wo sie schwer zu erreichen sind.
Bochum, D. Aug. Bisher sind 105 Leichen zutage gefordert worden. Sechs 'Mann befinden sich noch in der Grube, einer lvird vermut. 'Ter Crt der Explosion ist der Querschlag in der dritten Sohle, wo ein Bläser angeschossen wurde.
Von den Verunglückten sind 80 Familienväter, 41 wohnen in der Zechenkolonie.
Eine Spende des Kaiser?.
Der Kaiser hat zur Linderung der ersten Not für die auf der Zeche Lothringen verunglückten Bergleute 15000 Mark bewilligt und dem Lberpräsidenten der Provinz Westfalen überwiesen.
Dem Beispiele des Kaisers folgend spendete die Gewerkschaft Lothringen 5 0000 M k. für die Hinterbliebenen der Verunglückten. Auch berschiedene Banken spendeten Beiträge, so die Essener Kreditanstalt 2500, der Essener Bankverein 1000 Mk. usw. Der Grubenvorstand der Gewerkschaft gab 10 000 Mk.
Essen, 9. Aug. Auf die Nachricht von der Kaiserspende für die Hinterbliebenen der Verunglückten von der Zeche „Lothringen" hat die „Rheinisch-Wests. Ztg." unter der Großindustrie Rheinland-Westfalens eine Samm lung eingeleitet, die innerhalb einer Stunde über 20000Mark ergab. Die Sammlungen werden fortgesetzt.
Auch der Prinzregent von Bayern, der ein Beileidstelegramm an bett Kaiser richtete, hat für die Hinterbliebenen 5000 Mk. gestiftet.
Da» Unglück hätte vermieden werden können.
Das Unglück ereignete sich in einem Querschlage auf der 354 Metersohle vor dem Ort, wo das aus dem Gestein austretende Schlagwetter durch Dynamitschüsse freigelegt und angesteckt worden war. Diese Schlagwette*r sind vorher bereits in geringer Menge festgestellt worden.
Es war besonderer Auftrag gegeben worden, sie zu beseitigen und erst dann zu schießen. Trotzdem und obwohl selbst die Betriebsleiter und ein Beamter an Ort und Stelle waren, wurde kurz darauf geschossen. Es ist freilich festgestellt worden, daß die Mannschaft zunächst die Wetterführung verbesserte^ aber doch nicht so, daß ohne Gefahr hätte geschossen werden können. Nach den ersten Schüssen ssammelten sich infolge der plötzlichen Entladung stärkere Wetter, die durch den nächsten Schuß entzündet wurden. Dafür spricht auch die Tatsache, daß nach der Explosion die Zündmaschine noch mit Zündschnüren verbunden, 60 Meter vor dem Ort gefunden wurde. Der Schlüssel steckte noch darin. Daneben wurden zwei Tote gefunden, einer war ein Hilfssteiger. Drei andere Heuer wurden durch die Kraft der Explosion in das gleich am Querschlage befindliche Ueberhauen hinein- gefchleudert. Außerdem wurden in der Nähe zwei Bohrmaschinen gefunden, womit die Löcher zum Schießett her- gestellt waren. Die Explosion erfolgte sofort nach dem Schüsse.
Der Präsident des Reichstages sandte an die Verwaltung der Zeche „Lothringen" folgendes Beileidstelegramm:
Anläßlich der schweren Grubcnkatastrophe, die Ihr Werk betroffen hat, gebe ich namens des Reichstages meinem tiefen Schmerz Ausdruck, daß so viele fleißige und wackere Bergleute mitten in ihrer harten, dem deutschen Wirtschaftsleben gewidmeten Arbeit vom Tode ereilt sind. Ich spreche allen denen, über die durch den Verlust ihrer Angehörigen so schwerer Lkummer hereingebrochen ist, mein aufrichtigstes Mitgefühl aus.
Eine Aenßerunq aus Oesterreich.
Wien, 9. Aug. Die „Neue Freie Presse" schreibt zum Grubenunglück in Bockmist:
Die ganze Oeffentlichkeit Oesterreichs steht unter dem Eindruck der Nachrichten über das Grubenunglück. Die schmerzliche Empfin düng, die durch das Ereignis hcrvorgerufen wurde, muß noch verstärkt lverden durch den zufälligen Gegen sah, daß es sich an dem Tage zutrug, wo der Kaiser den Festlichkeiten anläß lich des Jubiläums der Kruppwerke beiwohnte. Tie österreichisch-ungarische Monarchie, namentlich die Deutschen dieses Staates, sind durch so viele Bande gemeinschaftlicher Inter ess e n und durch so viele geschichtliche Erinnerungen mit dem Deutschen Reiche verbunden, daß jedes Unglück dort unsfastsoberührt.alswenneSsich im eigenen Lande zugetragen hätte. Wie in Deutschland, so ist in Oesterreich der lebhafte Wunsch vorhanden, daß die Technik und alle Hilfsmittel, welche die Industrie besitzt und aller Reichtum, der durch die Arbeit geschaffen wird, in erster Linie ver wendet werde, um die Einrichtungen der Bergwerke und Fabriken zu verbessern, damit die Gesundheit und das Leben der Arbeiter bis zur äußersten Grenze der möglichen Sicherheit geschützt sind. In diesem Gemeingefühl finden sich Deutschland und Oesterreich, denn es ist die Frucht der deutschen Kultur, welche die beiden Staaten verbindet.
Eia Telegramm des Präsidenten Fallidres.
Paris, 9. Aug. Präsident Falliöres telegraphierte an Kaiser Wilhelm: Die Nachricht von dem Unglück auf der Bochumer Zeck>e bewegt mich schmerzlichst. Es ist mir eineHerzenSpflicht, Eurer Majestät mein aufrichtiges Beileid und die Versicherung meines Mitgefühls mit bett Familien der Verunglückten auszusprechen.
Roch ein Bergwerksnngluck.
Kvhlscheid, 9. Aug. Auf der Grube Laurwtkg wurden fünf Bergleute von einem Förderkorb erfaßt. Ein Bergmann wurde getötet, ein zweiter schwer, die drei übrigen leicht verletzt.
*
Nächst den bei benf Grubenunglück auf der Zeche „Lothringen" verunglückten und verletzten Bergleute wendet sich die öffentliche Anteilnahnre naturgemäß den bedauerns werten Familien der Verunglückten zu. Wenn auch alle Gelbunterstützungen ben ihrer Ernährer beraubten Familie,' keinen Ersatz füe den schweren Verlust bieten können, so ist es doch immerhin ein berul-igender Gedanke, daß eine R o t
läge der Hinterbliebenen dank der durch die Arbeiter-Versicherungsgesetzgebung erzielten Fürsorge im allgemeinen wohl nicht auf kommen kann. Tie Sekiton II her Knappschaftsberufsgenossenschaft in Bochum hat, soweit die Namen der Verunglückten bekannt sind, die Feststellungen für die Festlegung der Unfallentschädigung für die Hinterbliebenen zu zahlen ist, auch bereits ausgenommen. Tas Sterbegeld und die Witwen- und Kinder- rente für die Zeit vom Tage des Unglücks bis Ende August werden in kürzester Frist ausgezahlt werden. (An die Hinterbliebenen der auf der Zeche „Radbod" verunglückten Bergleute haben die Auszahlungen bereits eine Woche nach diesem Unglück stattgefunden.) Tas Sterbegeld beträgt je etwa 120 bis 130 Mark. Dazu kommt >ie Witwen- und Kin derrente für die Zeit vom 8. August bis Ende August mit durchschnittlich oO Mark Außerdem erhalten die Witwen und Kinder der verunglückten Bergleute eine Rente von jährlich 20 Proz. des jährlichen Arbeitsverdienstes, durchschnittlich etwa 320 Mark jährlich. Bei einer Witwe mit zwei oder mehr Kindern beträgt die Rente jährlich zwischen 900 und 1100 Mk. Sind Eltern und Großeltern vorhanden, deren Unterhalt der Verunglückte allein ober überwiegenb bestritten hatte, so erhalten biese ebenfalls eine Rente von 20 Proz. bes jährlichen Arbeitsverbienstes, sofern nicht bereits von ben Witwen und Hinbern bie Höchstrente (60 Proz.) des jähr-
ichen Arbeitsverdienstes in Anspruch genommen wird.
poincarer Fahrt nach Rußland.
Begrüßung durch das deutsche Flottenfligg:chiff in der Ostsee.
Kiel, 9. Aug. Gegen drei Uhr nachmittags passierte, von achtern auflaufend, der französische Panzerkreuzer „Cond e" das F l o t t e n f la g g s chi f s „T e u t s ch l a n d" östlich vom Gjedser-Riff-Feuerschiff. .Kurz bevor der Kreuzer querab vom deutschen Linienschiff kam, setzte er die fran - zösischeFlagge aufGroßtopp — nach der Flaggentafel ist dies das Abzeichen für den französischen Marineminister — und holte die .Kommandantenwimpel nieder. Da )em französischen Marineminister neunzehn Schuß Salut zustehen, feuerte die „Deutschland". Der Salut wurde sofort erwidert.
Eine rnnifrtie amtliche Kundgebung.
Petersburg, 9. Aug. Die offiziöse „Rossija" bc grüßt in einem Artikel die Ankunft Poincares, indem sie die Ansicht der russischen und auswärtigen Presse billigt, daß die Ankunft des Leiters der auswärtigen Politik der befreundeten und verbündeten Macht nicht lediglich die Bedeutung eines Aktes internationaler Höflichkeit haben könne, daß aber trotzdem niemand das Recht habe, sich über die neue Bestätigung des Bündnisses zu beunruhigen. Tenn die öffentliche Meinung Europas hatte genügend Gelegenheit, sich von den friedlichen Fortschritten und den Zwecken des französisch-russischen Bündnisses überzeugen zu lassen, das kein europäisches Interesse bedrohe. Die Zeitung drückt die Gewißheit aus, daß die große Mehrheit des russischen Volkes überzeugt ist, baß Rußland und Frankreich s i ch notwendigerweise enger zusammenschließen müssen in ihrer Bemühung, den Frieden zu schützen und zu kräftigen, der nicht allein für diese Mächte, sondern alle ihnen befreundeten Nationen nötig sei.
Kronstadt, 9. Aug. Heute nachmittag wurde Ministerpräsident Poincarö an Bord des „Cond6" von dem Marineminister, dem französischen Botschafter und dem Personal der Botschaft, dem französischen Militärattache und dem russischen Militärattache in Paris begrüßt. Ter Ministerpräsident begab sich sodann auf die Jacht des Marineministers, wo chm Ku Ehren ein Diner gegeben wirr de.
Deutsches Ucid>»
Der Großschiffahrtsweg Berlin—Stettin wird, wie wir hören, voraussichtlich im Sommer 1913 dem Betrieb übergeben werden können. Einzelne Teile des neuen Kanals werden bereits feit Wochen benutzt.
Ausland.
Ter Senat der Bereinigten Staaten von Nordamerika hat mit 34 gegen 24 Stimmen ein Amendement zur Panamakanalbill angenommen, wonach im Anslandge- baute Schiffe jur Eintragung in das amerikanische Schiffs regifter zuzulassen sind, wenn sie Amerikanern gehören und sich ausschließlich mit auswärttgem Handel befassen. Ein weiteres Amendement, das der Senat annahm, erlaubt für Schiffe mit Bala st eine niedrigere Abgabe als für Schiffe mit Ladung und ein ferneres Amendement befreit alle in Amerika registrierten Schiffe, Die sich mit auswärtigem Handel befassen, von den Kanalgebühren, vorausgesetzt, daß ihre Besitzer sie in Zkricgszeiten der Regierung zur Verfügung stellen.
Deutsche Kolonie«.
Von der Reise Dr. So lfs wird gemeldet: Am 31. Juli traf der Staatssekretär in Pretoria ein und nahm beim stellvertretenden Generalgouverneur Wohnung. Ter Lunch bei General Botha verlief sehr herzlich. Danach wurde das Theilersche bak- teriologisclse Institut eingehend besichtigt, am 1. Vluguft die Premiermine besuclst. Am Abend fand ein Bierabend statt, an dem Deutsche teilnahmen. Am 2. und 3. August weilte der Staatssekretär in L our e nco Marques, wo der Generalgouverneur ihm zu Ehren ein Festmahl veranstaltete. Danach anschließend begrüßte Dr. Solf die deutsche Kolonie. Am 5. August erfolgte die Llnkunft in Beira.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 10. August 1912.
** Tageskalender. Kinern atograph: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
Museum des oberhessischenGeschichtsverSins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr.
Evang. Arbeiterverein. Sonntag nachmittag 3 Uhr in cteinS Garten: ©artenfeit.
Anlage in usik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage. Spielplan: 1. Hoch- und Deutschmeister, RegimentS- marsch von A. Jurek; 2. Fantasie aus MaillartS Oper ,TaB Glöckchen des Eremiten', bearbeitet von F. Rosenkranz-, 3. Ouvertüre zur Operette .Tie schone Galathe' von Fr. v. Supp»; 4. I. Preis- marsch der »Woche* von A. Ailbont.
"Der Hessische Verein für ländliche Heimat- und Wohlfahrtspflege wird am Mittwoch, lv. Oktober, zu Darmstadt eine Versammlung unter dem Vorsitze deS Provinzialdirektors Fey-Darmstadt abhalten, zu der außer den Vereinsmitgliedern auch Freunde der Sache Zutritt haben, .'ins der Tagesordnung wird stehen: 1. Bedeutung deS HeimatschntzeS und der Heimatpflege, sowie deren wechselseitige Beziehungen auf dem Lande. Vortrag deS Pro». Dr. Frenzel-Tarmstadt. 2. Anlage ländlicher Friedhöfe sowie Grabdenkmäler auf denselben. Vortrag des Bürgermeister Kraft auS Trebur. Im Anschlüße an die Vorträge finden Besprechungen statt.
"Die Frankfurter Konferenz Hess ischer Geist, llchen nxrb ihre Sommerversammlung für Obcrhesien am
eröffnete gestern
, gewaltigem oliv« so gewaltig, äfcfobrit alle Fer ufrploiion auch ni lüiiter waren s Mäül vom Platze
ferner der Turner Lndw. Bepler vom Sechskampf (volkstüml. Wettnrnen) den Neunkampf( Gerätewettkampf) erhielt Turner Tv. Gießen den 20. Preis.
•• Der 6oang. Arbeiterverein
To. Gießen in
11. Preis. In
Karl LooS von
die gegen den städtischen Arbeitsnachweis gerichtet wurden, entbehren, wie mehrere Redner ausiührten, jeder Begründung.
•• Die Gießener Wochenmarktverhältntsse bc. handelt eine Zuschrift, bie uns von einem hiesigen Bürg« zuqegangen ist. Vor allem wird bemängelt, daß nach bet Marktordnung der Markt schon um 1 Uhr mittags beendigt sein muß. DaS liege nicht im Interesse der Hausfrauen, bie gerade morgens entweder gar nicht oder nur schwer, im Hause abkömmlich seien und deshalb den Markt entweder gcm, meiden müßten oder ihre Einkäufe nur in Eile erledigen könnten. Außerdem würde durch die Beschränkung der Der« kaufSzeiten die Konkurrenz der auswärtigen Händler fern- gehalten, weil diese die Mälzte mit längeren Verkaufszeiten bevorzugen. Dadurch komme eS, daß wir hier außerordentlich hohe Gemüsepreise hätten. Der heimische Gemüsebau werd? durch ben stärkeren Zuzug auswärtiger Händler nicht gescho- digt, wenn er sich auf die für die hiesigen Boden- und
Lin Blot! I höchst a. M., |en'dKntcbeii zum | lll)r in einem ! KTbrn. Der Arbe ■ge Zeit ein Siel ■renn Suffe So| elfter Geschäft in Ävch von Kosuch ; tatatyjlt mit dem Somti) dem Mdche l in den hmissbv einem Revol tmcketzt brach das( Her Mörder nmrb1
24. September in Nidda (Hotel .Zur Traube1) ab bähen. Oberhofprediger Ehrhardt- Darmstadt hält einen Vortrag über „Autorität und Freiheit1.
•• Preisaufschlag. Infolge deS Steigens der Preise für Schweine haben die hiesigen Schweinemetzger von heute ab die Preise einzelner Fleisch, und Wurstsorten erhöht.
- Auf dem Kreisturnfest in Aschaffenburg erhielten
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!»’ - J günfrig W yt öindcr <m ‘ kVntb Llagc ube r*Wbknschule ar E»
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abend fein 2 0. Stiftungsfest dadurch, daß der gemischte Ehor des Vereins dem Alterspräsidenten Prof. P. Stamm, sowie dem Präsidenten Oberbibliothekar Dr. Heuser ein Ständchen brachte.
♦* Ter städtische Arbeitsnachweis für das Gaff. wirtsgcwcrbe bildete, wie man uns schreibt, in dieser Woche den Gegenstand einer ^lussprache in einer Kellner-Verfammliw-, die die -Ortsgruppe Gießen des Deutschen Kellnerbundes einberusen hatte. Es tvurhe dargelegt, daß, nachdem die Gewerbeordnung der zügellosen Ausbeutung des Kellnerstandes durch die gcroarte- mäßigen Ltellenvernnttler einen Riegel vorgeschoben habe, auf Veranlassung des Vorstandes des Gastwirtevereins die beiden hin bestehenden Organisationen der Kellner sich bereit erklärt hätten, ihre Stellenvermiitlungstatigkeit einzustellen, wenn die Stadt Gießen für das Gamoirtsgewerbc einen paritätischen Arbeitsnoctz weis einrichten würde. Es ist besonders dem Vorsitzenden be? Gastwirtevereins, Herrn Jaskowsly, und dem Entgegenkommen Stadt zu verdanken, daß diese soziale Einrichtung für (Netzen ins Leben gerufen wurde. Tie Ortsgruppe Gießen des Deutschen .üellnerbundes hat denn auch diesen Zioeig ihrer Tätigkeit falle? । lassen. Dagegen soll die andere hier bestehende Kellner-Lernm gung offiziell bie Stellenvermittlung aufgeben. In brr Kellnerversammlung aber wurde behauptet, daß in einem Wirtslokal vor wie nach der Wirt den Mitgliedeni der anderen kn-
Vermittler sich von den 2tellungsuck>enden in Form von 3e4r« reien einen verschleierten Gewinn verschafft. Die Mitglieder bce Deutschen Kellnerbunded beschlossen, daß gegen diese 3fdlai- öermittlunfj bei der Bürgermeisterei und beim Polizeiamt Beschwerde eingelegt ioerben soll. Man hofft, daß die Gewerbe Polizei Mittel finden wird, diesem Treiben zu steuern. Angriffe,
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*t. Voge
klimatischen Verhältnisse geeigneten Kulturen beschränken unb i bie Spezialkultur für Spargel, Salat usw. mehr den besser dafür geeigneten Gegenden überlasten würde. Die Einsendung ff schließt mit der Forderung, die Marktzeit bis 5 oder roenigflenf bis 3 Uhr nachmittags zu verlängern.
Marburg, ab eine Ei laisen- 6
cinigung Stellen nachweise. Die guten Gäste erhielten euch I mfat
lohnende Atbctt nachgewiesen, während Leute, die feine großem I «Mg an vci'. Zechen machten, schlechter dabei wegkämen. Es nmrbe danwi I nuu> TT" hingewiesen, daß die Gewerbeordnung Stellenvermittlung in Win. I zufgebracist.
schäften verbietet und sogar unter Strafe stellt, wenn ein StdIrr | Frankfurt
„Ich in der hies
Landstraße ( ilbfüflcn von 5 vfa Ursache ein { iJsb und entzün!
Landkreis Gießen.
? Allendorf a. d. Lahn, 10. Aug. Am 11. August feiert der Turnverein Allendorf sein siebenjähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Abturnen. Vlorgens ist Wctturnen, nachmittags Schauturnen und hieran anschließend ein Damenreigen. Nach den NachmittagSübungen ist Tanzbelustigung im Freien und nach Einbruch der Tunfei* heit werden Pyramiden gestellt und Feuerwerk vorgeführt.
X Ettingshausen, 9. Aug. Gestern nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr erhängte sich der 14jährige K. Pfannkuchen von Lich, der feit diesem Frühjahr bet seinen Großeltern bedienstet war, auf dem Heuboden. Was den Jungen zu der Tat bewegt hat, ist unbekannt. 6t muß einige Tage mit Selbstmordgedanken umgegangen sein, denn am Tage zuvor und auch gestern soll er gesagt haben, er helfe feinen Leuten morgen nicht Maschinen. — Es sind schon acht Tage zwei Dreschmaschinen hier in Tätigkeit; die Fruchternte an Roggen, Weizen und Gerste ist sehr gut ausgefallen, sowohl an Stroh als an Kornertrag; die Haferernte ist etwas geringer.
Kreis Lauterbach.
Q Bom Vogelsberg, 9. Aug. Welch großen Schaden der trockene Sommer 19 11 an den Waldungen deS Vogelsbergs angerichtet hat, bas macht sich jetzt erst m vollem Umfange bemerkbar. An den südlichen Walbränden, die der sengenden Hitze am meisten preisgegeben )Daren, sind die Tannen verdorrt, viele Morgen von jungen Pflanzungen, Fichten und Buchen, sind abgestorben. In dem Riedeselschen Revier Blockhaus« beläuft sich allem der enfftandene Schaden auf etwa 40 000 llf Nun hat sich auch noch ein schlimmer Schädling der Buchenwälder eingestellt, der Bilchelspringbockkäfer, der die Blätter der Rotbuche befällt, so daß diese braun werden und abüerben.
Kreis Schotten.
O Laubach, 9. Aug. Unser Städtchen hat sich in diesem Jahre als Sommerfrifche wieder eines guten Besuchs zu er freuen. Während in den letzten 3 Jahren der Fremdenverleb« nachgelassen hat, sind in diesem Sommer sämtliche (Gasthäuser und Privatwohrrungen besetzt. Der nahgelegene Wald, die gidc Luft und die angenehme Stille üben die altbewährte Anziehungs traft aus. In rühriger Weise hat der Verkehrs- und Berschö- nerungsverein durch Anlegen neuer bequemer Wege nach betr Ramsberg Sorge getragen, ben Fremden den Aufenthalt angenehm zu machen. An verschiedenen Stellen, von denen war einen schönen Fernblick nach dem Vogelsberg und Taunus hat. wurden neue Bänke ausgestellt. — Auch eine Abteilung der Frankfurter Ferienkolonie bat wieder unter Austüm ihres Lehrers ihren Erholmigsaufenthalt im Gasthaus zur Traube zugebracht. Gestern abend veranstalteten die Dioden im Saal« der Traube eine AdschicdSfeier, $u der sie am Vorabend mH Lampionzug die Bewohner Laubachs ein geloben hatten. 6* zahlreich wurde dieser Aufforderung Folge geleistet. Liedervoe-' träge, teils ernste, teils heitere Weisen, turnerische M ari'chubun-m und humorvolle Zwiegespräche waren in bunter Reihenfolge |U einem Programm zusammengestellt und wurden von ben ihnbern mit bestem Können wieder gegeben. Reicher Beifall wurde ldvkn nach icder Nummer gespendet. Lehrer Wüst sprach zum im Namen der Kinder dem Gastwirt Desch für die gute sfv
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