Ausgabe 
7.10.1912 Erstes Blatt
 
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aus ötr Gdenwäldrr kandwirtlchaft.

forderlich find.

♦♦ Die Maul- und Klauenseuche ist in Hessen

keine Tierausstelluna wegen Ausbruch und Gefahr der Klauenseuche stattfinden können, umso freudiger wurde es jetzt begrüßt, als diese jetzt wieder einmal nach langer

kedrs hinzuwirken. Gr erstreckt sich zurzeit nur auf ftlein- Linden und dessen Landbestellbczirk, also Ullendorf a b L. und Lützellinden. Wir haben also hier das seltsame Ver­hältnis, daß man wohl nach dem über eine Stunde ent­fernten Lützellinden -seine Briefe nur mit 5 Pfg. zu fran­kieren braucht, aber nach den dicht vor den Toren Gießens liegenden und mit ihm eine wirtschaftliche Einheit bilden­den Orten Wies eck und Heuchelheim 10 Pfg. er«

zur Ausführung gelangen konnte.

Ter so schon im Weschnitztal gelegene £rt Fürth war für diese Ausstellung recht günstig und glücklich von der

Göns und auf dem Hof Kranichstein bei Darmstadt. Neue Seuckenfälle sind in der Woche nicht vorgekommen, so daß anzunehmen ist, daß die Seuche im Erlöschen be­griffen ist.

♦♦ Neuer werbu ngen des Museums am

Pause und ohne Befürchtung einer weiteren Seuchengefahr ___ ... ...

fast ganz erloschen. In der Woclie vom 28. September

bis 4. Oktober herrschte die Seuche nur noch in Sang*

Deutsches Reich.

Eine nationalliberale Tagung in Heidelberg.

Das am Samstag in der Heidelberger Stadthalle zu Ehren der hier versammelten 32 n a t i o n a l l i b e r a l e n NcichStagsmita lieber veranstaltete Bankett war von 1800 Tarnen und Herren besucht. Ansprachen hielten Professor O n ck c n als Vorsitzender des Heidelberger nationalliberalen Ver­eins, Geheimer Rat Rebmann als Chef der badischen Landtags­fraktion B a s s e r m a n n als Führer der ReichStagsfraktion, Geh. RegierungSrat Beek dankte den Veranstaltern des Banketts im Namen der ReichStagsfraktion.

Ausstellungsleitung gewählt und freundlich begrüßte er seine Besucher, die sich an diesem Tage hier zahlreich ein- gefunden hatten. Aus einem yanz nahe beim Ort passend gelegenen Wiesengelände bot sich hier dem Auge der Aus ltellungsteilnehmer ein recht schönes und lehrreiches Bild

gemeinschaftlicher

_ , bltermin für

neuen Landtag wurde nicht bekannt gegeben. Bei dem vom Präsidenten der Ersten Wammer ausgcbrachten Hoch auf den König blieben hie Mitglieder der s o z i a l de nr o kr a t i- schen Fraktion im Saal unb erhoben sich von ihren Sitzen.

Ausdehnung des Mrchbarvrtsverkehrs, die in bei ben Fällen

- 4 n 5 rfr auch vor der Landesgrenze nicht Halt gemacht hat, ver-

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des landwrrt,ch Kammer-Ausschu'ses für Smrkenburg fand ^Lrien. Er erstreckt sick »u»eit nur auf Klein- heute rm Zuchtb^rrk III zu Furth r. O. statt, gleichzeitig verbunden mit einer reichhaltigen Obstausstellung und land- wirtsch. Bodener^eugnisse, sowie Maschinenausskelluug.

Diese Ausstellung beschränkte sich auf den Kreis Hep­

penheim, sowie aus den gebirgigen Teil des Kreises Bensheim. Auch in diesem Bezirk hatte seit zwei Jahren

bezüglich der Tierzucht des Odenwaldes.

Auch die Obst- und Produktenausstellung war in vier größeren Räumen des Schulhauses vorteilhaft für seine Besucher untergebracht und bot so viele und schöne Erzeug­nisse diesjähriger Mühe und Arbeit des dortigen landwirt­schaftlichen Betriebes, welcher teilweise so segensreich be­lohnt war.

Wenn auch schon bei etwas vorgerückter und arbeite reicher Jahreszeit, so war diese Ausstellung in Fürth in der Tierzuchtabteilung dennoch zahlreich in allen Vieh

Eine Friedenstagung in Heidelberg

In Heidelberg wurde am Sonntag vormittag die erste Tagung des vor anderthalb Jahren in Frankfurt gegrün­deten Verbandes für internationale Vcrständi- g u n a durch seinen Vorsitzenden Geheimrat Professor Dr. Ritter v. U llm an n-München feierlich eröffnet. Der von etwa 200 Personen, darunter 20 StaatSrecbtSlchrern und mehrerer Ver­treter des Auslandes besuchten Versammlung waren mehrere Vor- standSsitzuugcn, sowie eine geschlossene Mitgliederversammlung vor- angcgangcn. Tic öffentliche Versammlung wurde eingeleitet durch eine Eröffnungsrede des deutschen Vorsitzenden überWesen und Zweck deS Verbandes". Ten ersten Vortrag hielt Professor Dr. N i p p o l d-Oberursel überDie auswärtige Politik und die öffentliche Meinung". Als zweiter Redner sprach unter Beifall der Begründer der Conciliaiion Internationale, SenatSmitglied Baron d'EstournelleS de Constant-PariS überFried­liche Austragung internationaler Streitfragen" wie sie durch die Haager Konferenzen erfolgreich angebahnt sei. Er zollte der deutschen Friedenspolitik herzliche Anerkennung. Tie elsaß- lothringische Fraae sein ein moralisches und nicht durch einen Krieg zu lösendes Problem, wie es auf den be­wundernswerten weiten Blick des deutschen Kaisers hin, welcher die friedliche Erschließung Chinas inauguriert hat und ließ seine Ausführungen gipfeln in dem Satz: Ein deutsch-französisches Zusaipmengehen ist möglich: sind aber Teutschland und Frank­reich einig, dann muß die übrige Welt folgen

schrank» und ist dementsprechend mit lieiligen Figuren en relief geschmückt. Unsere ho Unentwickelte vorgeschicht­liche Sammlung hat weitere bedeutsame Funde auszuweisen. Bei G a m b a ch wurde im August d. I. ein aus dem »wetten vorchristliclfen Jahrtausend stammendes Grab angeschnitten, das reichen Bronzeschmuck und sieden verschiedene Gefäße enthielt, barunter eine große Urne m*it Brandresten, die umgestülpt, auf einem flachen Stein lagerte. Tas Grab wird im Museum wieder hergestellt werden. Gleichfalls wurde bei E b e r ft a b t ein bronzezeitliches Grab aufgedeckt, das das Skelett einer Frau barg. Tie Bestattung enthielt als Beigaben Ohrringe, eine tadellos erhaltene Gewand- nadel, Reste eines Kettchens und Teile eines Halszierrats aus Bronzerollen und finden Bernsteinperlen bestehend. Ein ähnlicher Schmuck wurde 1899 auf dem Trieb freigelegt. Im Flußbett der Lahn wurde ein Stück von einem mäch­tigen Stirnzapsen des Wisents (bison priscus) ausgebaggert und dem Museum gescl^enkt: im Jahre 1891 fand man gleichfalls in der Lahn am sogen.Felsen" zw.'i unversehrte Hörner. Das Museum erfreut sich Sonntags eines sehr regen Besuchs aus allen Volksschichten, der für den warmen Anteil zeugt, den die Einwohner von Gießen und Umgegent) an dieser Bildungsstätte nehmen.

** Auf eine 25jährige Reisetätigkeit blickte am 6. Oktober der Kaufmann Alexander Ringel, Mit- Inhaber der Firma Ringel & Walther, zurück.

* Heber Seefischbehandlung und Zubereitung wird in dieser Woche an mehreren Abenden eine prark­tische Unterweisung für Frauen und Mädchen in der Koch schule des AlicevereinS unentgeltlich ftattfinben.

** Vorlesung von Ern st Zahn. Den QHe&cnern steht am 25. Oktober ein Kunstgenuß besonderer Art bc- vor. Der Schweizer Dichter Emst Zahn hat sich bereit erklärt, an diesem Tage eigene Dichtungen vorzutragen. Zahn hat sich im Laufe bet Jahre eine große Lesergemeinde erworben, denen die Kraft, liefe und Schönheit seiner Dich­tungen viel gegeben hat. Umso wertvoller wird es seinen Verehrern sein, den Dichter persönlich kennen zu lernen. Ernst Zahn hat in letzter Zeit Ehrungen besonderer Art er- fahren, sein Kanton hat ihn zum Präsihialrat und die Philosoph. Fakultät der Universität Zürich wegen seiner Verdienste um die Schweiz zum Ehrendoktor ernannt.

** Gießener Stadttheatcr. Die fünf Frank­furter. Karl Rößlers gemütvolle unb mit gutem Humor vorgetragene Komödie von den fünf Brüdern Rothscktzld, die gegen­wärtig überall ihre Triumphe feiern, ging gestern abend in einer guten Darstellung über unsere Bulpre Herr Norden, der eine sehr geschickte Regie führte, spielte den Salomon wie in der ver­gangenen Spielzeit zu äußerlich, zu wenig geistig Turch seine etwas g^wungene Darstellung unb feint forcierte AuSspraä)e war et zudem nicht immer gut verständlich. Herr V o l ck ist alS vor- zügltäzer Anselm zu erwähnen: er gab die zahlreichen, witzigen Aussprüche mit Behagen und Biederkeit. Als Frau Gudula ent- zückte Fräulein Brehm, durch die warme Mütterlichkeit ihres Spieles. Neu und sehr anerkennenswert waren Herr Jensen als Jaköbche unb Herr Kliewer alS Fürst von Klcmsthal. Bon den übrigen, die sich durch ihre guten Tarsttllungen schon in der vergangenen Spielzeit hervortaten, sind noch Fräulein he Bruyn als nmnteres Lottclien, Herr Goll alS Herzog vom Taunus, Herr Gro,ser als Karl und Herr Bruchwttz als ^ä^n .Sehr hübsch war Frl. Gafsrey als Wirtschafterin, Frl. Thale als Eveline und Frl. Schol, als Fürstin.

Ter Reichs bankbau an der Lonystraße ist, so­weit Erd- und Maurerarbeiten in Frage kommen, der Unter- nehmerfirma Abermann & Kling übertragen worden. Sie hat mit den Arbeiten bereits begonnen.

** Die Schlußübung der Freiw. Gail- fchen Feuerwehr sand am Sonntag nachmittag fbatt.

Regierungsrat Langermann als Vertreter Branddirektor Braubach, Polizeiamtmann Gebhardt, Beigeordneter Keller nebst einigen Stadtverord- neten, Vertreter der Gießener Freiwilligen Feuerwehr, Ver- m l Somitatskolonne, sowie der Ches des Hauses - Kommerzienrat Gail und sein Vetter Herr rverdincmb Gail eingefunden Die Wehr stand um 2Vs Uhr nackmitttags in Paradeausstellung auf Oswalds- mExerzierübungen der gesamten Wehr sowie die Vorführung der einzelnen Geräte stattfand. Hiernach erfolgte auf das Borrmannfche Anwesen in der Neustadt ein ,-^andangmss, der in allen seinen Teilen als sehr gut bezeichnet n»irt>e. ddach der Hebung hielt Regierungsrat Lang er mann im Hofe des Gerätehauses eine Ansprache, inX cVl<!? uI>r die Leistungen der Wehr sehr anerkennend aussprach, dem Steiger Wallbrecht das vom Großherzog ^ientcld)eJl fto 25jährige Zugehörigkeit zur "elpt Urkunde überreichte und ein Hoch aus den Pro- tektvr der Freiwilligen Feuerwehren, den Großherzog, aus- braartc, in das begeistert ein gestimmt wurde. Auch Brand­direktor Braubach sprach der Wehr seine Anerkennung über die gut gelungene Hebung ans und ermähnte zur rastlosen ^bctterarbeit auch in den Wintermonateii. Bei dem sich anschließenden gemütlichen Zusammensein bei Kamerad tarier vergingen die Stunden bei ernsten und heiteren Ansprachen, sowie Gesangs- und Musikvorträgen in der angen^ni)ten Weise.

eintragen. Die BevlKkerung beteilig-t sich eifrig an den Zeichnungen für den Kriegsfonds.

Es verlautet, daß die Pforte seit gestern den Dampfern verbot, Fvhle an Bord zu nehmen.

Vie (Eröffnung des serbischen Parlaments.

Belgrad, 5. Okt König Peter eröffnete heute vormittag die außervrdeutliche Session der Skupschtina mit einer

Thronrede, m der es heißt:

Bei seiner korrekten Haltung konnte Serbien mit Recht unb Grund erwarten, daß man im ottornanischen Kaiserreiche an die Einführung von Reformen schreiten und unserem bluts­verwandten Volke ein friedliches Leben unb Entwicklung sickern werde Hierdurch wären auch die Hindernisse für eine friedliche Entwicklung und den Fortschritt Serbiens beseitigt worden. (5c- blieb nicht nur dabei, auch die hohe Aufmerksamkeit der Groß­mächte ich konstatiere dies mit Befriedigung und tiefer Tank barkeit wendete sich mit sreundschaftliä^m Rate nach Kon­stantinopel wegen der Bedrängnis, die wie die übrigen Chriilen auch unser christlicher Volksstamm in der Türkei erleidet. Be­dauerlicher Weise nützte all dies nichts. Statt mit den erwarteten Reformen wurden wir vor einigen Tagen durch die Mobili­sierung der türkischen Armee an der Grenze über­rascht. Auf diesen Akt, wodurch unsere Sicherheit bedroht^ nt, hatte Serbien nur eine Antwort: Mit dem Ukas vom 30. Sep­tember wurde die Armee mobilisiert.

Das heißt denn doch, die Tatsachen ganz und gar zu verdrehen. Man will der Welt glauben machen, man fei durch die türkische Mobilisierung überrumpelt worden.

(Eine außerordentliche Sitzung des bu Mischen Parlaments.

Sofia, 5. Okt. Am heutigen Tage der Unabhängig­keitserklärung Bulgariens trat Die Sobranje zu einer außerordentlich en Sitzung zusammen. Der- n i g eröffnete die Sitzung mit einer Thronrede, in der er ausführte:

Die allgemeine Mobilisierung in unserem Lande hat die Ver­kündigung des Belagerungszustandes im ganzen Königreiche not­wendig gemacht. Gemäß Artikel 73 der Verfassung sind Sie zu- lammenbcrufen worden, um dem Erlaß über die Erklärung des Belagerungszustandes Ihre Zustimmung zu erteilen unb ebenso Die gesetzlichen Maßnahmen anzunehmen, die durch die sctzvere Zeit bedingt werden, die unser Land durclHumachen hat. 3n der Ueber- Äcugung, daß Sie in richtiger SclMung ber höchsten Interessen des bulgarischen Staates Ihre Pfliäst erfüllen »verben, erflehe ich Gottes Segen für Ihre Arbeiten.

(Ein tiirtisch-montenegrinische; Gefecht.

Nach derNeuen Freien Presse" überschritt am Don­nerstag eine montenegrinische Abteilung ben Tarafluß, um in ben Sandschak Noviba za r einzu- dringen. Ein Lager ber Montenegriner würbe von Türken umzingelt unb in bem sich entspannenden Gefecht sollen über hunbert Montenegriner ge­fallen sein. Die .anderen Montenegriner gingen wieber auf bas montenegrinische Ufer zurück. Der verantwortliche Brigabekommanbeur würbe nach Cetinje abberufcn.

gattungen ber verschiebenen Rassen für eine berartige Bei anstaltung beschickt unb zwar: 1. Pferbe unb Fohlen mit zirka 44 Stück, 2. Simmenthaler Bullen, Kühe unb Rin­der 75 Stück, 3. Obenwälber Bullen, Kühe unb Rinder 78 Stück, 4. Schweine, Eber und Zuchtsauen 30 Stück, 5. Ziegen 80 Stück. Die Tierabtcilung Pferde war vor­herrschend mit leichterem Wagenschlag der Norddeutschen Rassen, bes. Oldenburger, vertreten, auch das etwas schwere belgische Pferd, meist ans rheinpreuß. Zuchten ab stammend, war durch einige sehr gute Zuchtstuten mit schönen Fohlen vertreten, so daß wohl die meisten für diese Ab tettiing vorgesehenen Preise austzegeben werden konnten; nur wenige Tiere gingen von Preisen leer aus, ein Beweis dafür, daß man auch mit der Pferdezucht im Odenwald er­freuliche, sichtbare Fortschritte gemacht hat!

In ungleich besserem Maßstab gegenüber der Pferde­ausstellung waren beide Rinderrassen Simmentaler und Odenwälder zum gegenseitigen Wettbewerb erschienen unb kann auch barüber in ben letzten Jabren im Vergleich früherer Ausstellungen ein ganz erheblicher unb besserer Fortschritt konstatiert werben.

Die ausgestellten Tiere beiber Rassen würben fast alle in einem gleichmäßigen unb guten Nährzustanb vorgeführt, es war mehr im allgemeinen eine Ausgeglichenheit zu er­kennen, man burfte hier annehmen, daß mit Verständnis und planmäßigem Vorgehen in beiden Rassen seither weiter gezüchtet worden ist, sowohl inbezug auf das Körpergewicht, als auf Milchleistung.

Während bei Simmenthaler das ausgestellte Bullen­material reichhaltiger und besser als bei der Odenwälder Zucht vertreten war, so fehlte es jedoch nicht in letzterer Abteilung an guten Kühen und Rindern mit ansehn- ächenr Körpergewicht und entsprechenden Milck^eichen. Es konnten denn auch die für diese Abteilung vorgesehenen zahlreichen Preise nicht allein alle vergeben werden, sondern es mußten noch von der Ausstellungsleitung ve^chiedene Preise weiter zugebilligt werden, damit nicht eine große Anzahl Tiere leer ohne Preise von ber Ausstellung abzu­gehen brauchten. Außer ben vorher schon angeführten Tieren ber Odenwälber Rasse bot sich noch ein besonders chönes Bilb biefer Abteilung, eine Kollektion von zirka 14 Stück ausgesuchten, starken unb schönen Tieren bes be­kannten Züchters Liefert vom Zuchthof Frohnhof i. O., die aber außer Preisbewerb blieben! Herr «Liefert hat es verstanden, seinen Zuchtviehhof in kurzer Zeit zu einer entsprechenden Höhe und Leistung zu bringen, welches all­gemeines Lob verdient und darum auch jetzt auf der Not­viehausstellung vor einigen Wochen zu Biedenkopf in so reichem Maße anerkannt wurde!

Nicht ganz so vorteilhaft wie die RindviehauSstellung war die Schweinezucht vertreten, gute Zuchtsauen waren vorhanden, doch ließ das Material der Eber noch oft zu wünschen übrig und ist noch verbesserungsbedürftig. Auch die Kuh des kleinen Bauern, die Ziegen, hatten schöne und rassereine Tiere mit guten Milchzeichen zur Schau gestellt, welche eine große Anzuhl Preise belohnte.

Fassen wir das gesamte Bild dieser hier erwähnten Ans­tellung noch einmal mit einigen Worten zusammen, so rarf sicher angenommen werden, daß dieselbe für die Züchter des Odenwaldes zur BorwärtSstrebimg der Viehzucht wieder ein neuer Ansporn war. Möge er segenbringend m Zu- hmft wirken.

Att» Statt und Land.

Gießen, 7. Oktober 1912.

** TageSkalender für Montoa, 7. Okt. Eröffnungs­vorstellung des Zirkus Henry auf OSwaldSgarten. Anfang 8l/4 Uhr. *

** In Audienz empfangen wurden Vvm Groß- Her z v g am Samstag u. a. Pfarrer Grein von Kaicheii und Rektor Prof. Dr. Eck von Gießen.

"Ordensangelegenheit. DerGroßherzvg Ijcrt dem Obersekretär der städtischen DerwaÜung PH Schäfer zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Kronen-Ordens 4. Klaffe erteilt.

" Lebrerpersonalien. In den Ruhestand ver­letzt wurde der Lehrer an ber Grmeindesckulc zu König. Jakob Ditter auf sein Nachsuckeu, unter Anerkennung seiner lana- lährigen treuen Dienste: der Lehrer an ber Gemeindeschulc ui Steinbach (Kr. Erbach) Jobs. M ü l 1 e r auf sein Nachfucken unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste: ber Lehrer an ber Gemeinbesckule zu Bobenheim Joh. Metzger auf fein Nack neben, unter Anerkennung seiner langiährigen treuen Dienste^ kr Sefrtcr an brr ®mrinbrf<6ute ju Et aZnn M @öjc[ auf fern Nackiuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste: der Lehrer an der Gemeindeschule zu Nieder-Erlenh»)tz Hch Äetzler auf sein Nachsuckeu, Er Aneri^^f^ treuen Dumste: der Mehrer an ber Gemeindcschule zu Schwalhenn Könr. Bormuth auf fnn Nachsuchen, unter Anerken­nung ferner langiahrigen treuen Dünste. Aus diesem Anloc- wurde ben drei letztgenannten das 9iitrerfrcui 2 Klaffe Verdienstordens Philipps des Großmüttgen vergehen

äu«be»nung ber Ortätast aus Nachbar- rtc%ad)nntr^ta antmachuug b-s Rrichs,anders treten Biebrich mir Mainz, sowie Frankfurt mit Offen* dach zu ben Platzeii mit DLachbarorts-Berkehr. iufe

Au» Reffen.

Zur Beamienb'solduugdvorlage.

rm. Darmstabt, 6. Okt. Zur Be-amtenbesoldungs- vorlage hat der Berbanb ber hessischen Unterbeamten an bie Regierung und an bie Kammern eine Vorstellung gerichtet, in welcher darauf hingewiefeii wirb, baß die Kammerbefchlüsse vom Juli d. I. betr. die penfions- fähigen Zulagen bei den Gerichts- und Kreis- amtödienern unrichtig berechnet feien, oder daß ein Irrtum vorliege, indem man dieser Beamtenkategorie statt der ihr zusteheiiden Zulage von 15 Proz. nur eine Zulage von 12 Proz. genehmigt habe.

Brandplatz. Tie Sammlungen des Museums haben eine Anzahl mertvoller Neuerlverbungen zu verzeichnen. Ter bäuerliche Hausrat, F-ayeneen, Porzellan und Zinn, sowie alte Werkzeuge, darunter eigenartige Sattlerwerk­zeuge, haben eine wesentliche Bereicherung erfahren. Ein sauber gezeichnetes, s immungövolles Aquarell stellt die Badenburg und Umgebung aus dein Anfang des vorigen Jahrhunderts dar. Ein kunstvoll aeschnitzter Schrank aus Eichenholz, ber Barockzeit (17. Jahrh.) angehörig, findet allgemeine Bewunderiing. Ter Schrank diente ehemals zur Aufbewahrung von kirchlichen Gewändern Paramenten-

Born roürttem6crnifc6cn Landtag.

Stuttgart 5. Okt. Durch königliches Dekret wurde heute vormittag gegen 11 Uhr der Landtag in "' ' Sitzung beider Häuser aufgelöst. Ter D a den neuen Landta

Uc6ct die Feier deS 75jährigen Bestehens der Firma Ferdinand >-chichau

wird aus Elbing noch gemeldet: Tic Beamten der Firma aus Tanng, Elbing und Pillau überreichten einen Ehrenschilb, ber Verein Teulscher Schiffswerften eine Adresse. Am SamStag mittag fand ein Umzug der Arbeiterschaft der Firma statt, an bem 5000 Arbeiter unter Begleitung von 12 Musikkapellen ttunanntm.

"dr fand in Gegenwart von deS Innern, des ReichSmarineamkeS, des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten und deS HandelS sow.e der Spitzen ber Militär- unb Zivilbebörden WestpreußcnS ein icirrhd)cr Cmptang tm eaalc deS VerwaltungöqelxnideS der (-chiäickuwern statt, Miniuerialdirektor L e f e n S k i vom HandelS- muuitcrüint gab chic Reihe von OrdenSauSzeichnungen bekannt.